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KabmettsberaLungen

Im Vormarsch

Private Schulden vor Reparationsschulden

Ladendorff legt seine Parteiämter nieder

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täglich das Kabinett die Einzelentwürfe dnrchberaten wird, sodaß das gesamte Pro­blem nochvorVeginnderTagnng des B.J.Z.-Ausschusses fertig ge­stellt sein wird.

Der Anzeigenpreis beträgt ffle bett 11 gespalt. Zeilenmillimeter 0.08 GM.,sog. kleine Anzeigen und gamilienan,eigen bei Barzahlung 0.07 GM., otntl. und an4tottlge Anzeigen 0 10 GM Grundscbrift: ffolond. Bei schwierigem Satz so» tote bei Platzborschrift 50*1» Auf­schlag. Sammelanzeigen 100*/* Aufschlag ReNanu-Millim. 0.40 GM. Grundschrifl > Petit. Jeder Rabatt gilt al« Barrabatt. Ziel 5 Lage. Offerten-GebLhr: 25 Pfg, bet Zustellung der Angebote elnschl. Porto 60 GM. Belege werden berechnet. Lrjüllmigrorl Marburg.

Deutsche werden entlassen!

Kattowitz, 84. Rov. Der polnische Re­gierungsblock hat im Schlesischen Sejm in Zn-- sammeuhang mit der Wirtschaftskrise eine Reihe von weUgehenden und plm TeU mit

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Mittwoch,

teil 25. Rov. 1931

Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhessen

Anzeiger der anttliche« Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg

fischen Generals Matschangschen Ee- Tschanghaiping gab ebenfalls be­ut, daß auch er gegen die Japaner vor- undTsitsilar angreifen werde, nischer Schritt beim Völkerbundsrat. st. L o n d o n, 25. Nov. Der französische rreipondent des Daily Telegraph meldet

Paris, der japanische Botschaft

London, 24. Nov. Die heutige Num­mer derTimes" bringen im Finanzteil eine Betrachtung über den bevorstehenden Zusammentritt des Beratenden Son­derausschusses der B.Z.Z., worin sie sich nachdrücklich für eine Priorität der privaten vor den Reparationsschulden einsetzt. Sie beruft sich auf die Erklärung der Londoner Ministerkonferenz vom 23. - Juli d. I., auf der sich das Stillhalteab­kommen aufbaute. Daran anschließend er­örtert sie die wirtschaftlichen Borausset­zungen der Reparationszahlungen, die nur aus dem lleberschuh der Ausfuhr über die Einfuhr bezahlt werden können, und kommt zum Schluß, daß, weil diese Ausfuhr nur durch die Deutschland gewährten privaten Kredite ermöglicht worden sei, die Natur der Dinge den privaten Schulden einen Dorrang vor d en Repara-

.Oberhefstsche Zeitung* er- .^int sechsmal wöchentlich Be- ^prel« monatlich 2. 20GM.au«- y,(le8L Zustellungsgebühr, durch zz, Post 2.45 GM Für etwa durch streik, Maschinendefekk oder ete» gentatt Ereignisse ausfallende Kümmern wird ketu Erfa» ge* jjjjlrt Verlag, Dr. § pttzerotb» bet Univ-Buchdruckeret tyb Aug. Roch. Markt 21/23. M^usprerf r! Nr. 54 und Nr. 65. Postscheckkonto: Amt Frankfurt L Rr 5015. Sprech,ett (g Redaktion von 1011 und ¥*11 Uhr.

tivnsschulden gebe. In ähnlichem Sinne schreiben auchFinancial Ti­mes, die erklären, daß, wenn Deutschland bei der Zahlung der privaten Schulden nicht unterstützt werde. Reparationszah­lungen unmöglich würden. .

Die Vertreter Frankreichs auf der Bankier- V konferenz in Berlin. -

P a r i s, 24. Rov. Exzelfior will wissen, daß die französischen Interessen ans der Bankierkonferenz über die Frage der kurz­fristigen Kredite, die in Berlin statffinden soll, von B e l a y und A t a l i n wahre» nommen werden sollen. Velay ist General« direktor der Vanque Fran^aise d'Accep- tation, Atalin ist Direktionsmitglied der Bauque de Paris.

Konferenz bet neun Mächte nach Washington einzuberufen, die bett gleichmäßigen Pakt im Jahre 1922 unterzeichnet haben. Diese neun Mächte haben sich bekanntlich verpflichtet, sich in bringenden Fällen über die Maßnahmen zu einigen, bie bie zeitweilige Lage er­fordert.

fl. Par i s, 25. Rov. De, Korrespondent ,^Zettt Parisien" in Schanghai et, vorgestern seien zwischen Chinese» Japaner etwa 33 Kilometer westlich Mnkden neue Kämpfe ansge­rochen. Der Verkehr auf der Eisen- nstrecke PekingMukden sei wegen der ppenbewegnngen eingestellt worden, schangshueliaag habe angekündigt, stelleeineArmeeauf und werde die Japaner in der Mandschurei fen. Der bisherige Gegner des

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4,84 Millionen Arbeitslose

Berlin, 24. Mill. Die Zahl der Ar­beitslosen in der ersten Hälfte des Mo­nats November ist um rund 220000 auf rund 4 840 000 gestiegen. Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger ist um 63 000, bie der Bezieher der Krisenfürsorge um 30 000 gewachsen. Von den am 31. Oktober ds. 3s. gezählten rund 4 623 000 Arbeitslosen erhielten rund 17 v. H. keine Unterstützung. Von den zu jenem Zeitpunkt unterstützten Arbeitslosen entfielen etwa 66 v. H. auf Arbeitslosenversicherung und Krisen­fürsorge, etwa 34 o. H. auf die öffentliche Fürsorge. Im Steinkohlenbergbau des Ruhrgebietes kam in der ersten No- oemberhälste die rückläufige Bewegung zum ersten Male seit Monaten zum Stillstand, Entlastungen erfolgten mir noch vereinzelt, und die Zahl der Feierschichten ging zurück. Die Entlassungen aus den meisten Zweigen des Maschinenbaues und der Kleineisen­industrie setzten sich fort. Dagegen hatten Betriebe der Metallverarbeitung vielfach bes­ser zu tun. Die gute Beschäftigung in der Möbelindustrie scheint ihren Höhepuntt erreicht zu haben.

der Verfassung im Widerspruch stehenden An­trägen eingebracht. So wird die Einführung einer staatlichen Kontrolle der Schwerindustrie unter Beteiligung der Gewerkschaften verlangt. Gefordert wird fer­ner die sofortige Entlassung aller in der Woiwodschaft Schlesien noch beschäftigte« Ausländer. Dieser Antrag richtet sich in erster Linie gegen die zahlreiche« in Oberschlefie« tätigen Staats­angehörigen. Ihre Stellungen solle« durch Polen besetzt werde«.

Neue Kämpfe in Ostasien

Japanischer Schritt beim Völlerbundsrat Ratlosigkeit in Paris

Der Vorstand der sozialdemo­kratischen Fraktion hat am Diens­tag den Bericht über die Verhandlungen ihrer Vertreter mit dem Reichskanzler ent­gegengenommen und bei dieser Gelegenheit erneut eine Aushöhlung des Tarifrechtes und eine weitere Senkung des Reallohnes abgelehnt.

Der Gewerkschaftsring zum Verhandlnngs- ergebnis des Wirtschaftsbeirates.

Der Gesamtvorstand des Freiheit­lich-nationalen Gewerkschafts- ringes nahm den Bericht seines Ver­treters im Wirtschaftsoeirat über den Ver­kauf der Verhandlungen entgegen und gab seiner Enttäuschung über das Ergeb­nis Ausdruck. Eine vom Gewerkschaft- lichen Pressedienst verbreitete einmütige Entschließung besagt, die von der Reichs­regierung formulierten Leitsätze zeigten, daß man nichtbiszudenKernfra- gen der Krise vorgedrungen sei.

Solang« immer nur «inseitig an Loh« und Gehalt herangegangcn würde, musst sich bie katastrophal« Schrumpfung des Jnlandsmarktes fortsttzen.

Wenn der deutschen Wirtschaft nur der Weg einer allgemeinen Senkung aller Gestehungskosten bliebe, -dann fei eine Durchführung Voraussetzung,- die min­destens die jetzige Kaufkraft des Arbeit­nehmereinkommens echalte. Dieses Ziel könne die Reichsregierung erreichen, wenn sie den stärksten Druck auf alle andere« Selbstkostensaktoren ausübe.' Er warne vor Erlaß der Notverordnungen noch einmal eindringlich vor. jeder Fortsetzung der für die «ganze Wirtschaft verhängnisvollen Po­litik der einseitigen Wassenbelaslung.

Der Deutsche Beamtenbund an die' Reichs- eegierlmg.-»

Der Deutsche Dearptenbund hat am Dienstag folgendes Telegramm an die Reichsregierung zu Händen. des Reichs­kanzlers Dr. Brüning gerichtet:

Die Bundesleitung des Deutschen Be­amtenbunden hat heute zu dem Ergebnis der Vechandlungen des WittschaftSbeira- tes Stellung genommen. Da kein Ver­treter der organisierten Beamtenschaft in den Beirat berufen wurde, war sie bei i^rer Beurteilung auf den amtlichen Be­richt angewiesen. Danach ist die Sen­kung der Löhne und Gehälter als unvermeidlich angesehen worden, wäh­rend die für die Erhaltung des Real­einkommens notwendige Senkung der Le­benshaltungskosten auf den verschiedensten Gebieten zwar als richtig erkannt worde» ist, jedoch ohne daß durchgreifende Maß­nahmen vo. geschlagen werden. jSiefe Auf­fassung erfüllt uns mit ernster Sorge, weil die Stärding der Kaufkraft durch erheb­liche Preissenkung Voraussetzung für oie Wiederbelebung der Wirtschaft und die Gesundung der Staatsfinanzen ist. Außer­dem hat die Art, wie die mehrfachen Ein­kommensschmälerungen und Rechtsminde- rungen in Reich, Landern und Gemeinden vorgenommen wurden, die Beamten schaff außerordentlich erregt Aus alledem ha­ben wir den dringenden Wunsch nach einer Aussprache mit dem Herrn Reichskanzler.

Berlin, 24. Nov. Der bisherige Vor­sitzende der wirtschaftsparteilichen Frattion im preutzischen Landtag, Abg. L a d en- dorff, hat in der Fraktionssitzung am Dienstag mitgeteilt, daß er seine sämtlichen Parteiämter, insbesondere auch das des Vorsitzenden der Landtagsfraktion, bis jur restlosen Klärung des gegen ihn im Zu­sammenhang mit dem Zusammenbruch der Berliner Bank für Hande! und Grundbesitz eingeleiteten Verfahrens niebergel'egt habe. Am Mittwoch wird sich der Geschäfts- ordnungsausschütz des preutzischen Landtags mit dem Antrag auf Aufhebung der Im­munität des Abg. Ladendorff, der selbst um beschleunigte Erledigung gebeten hat, be­schäftigen.

Der geschäftsführende Vorstand der Wirtschaftspartei trat am Dienstag im Reichstage zu einer Sitzung zusammen, die sich mit der gegenwärtigen politischen Situation und patteiorganisatorischen Fragen beichäftigte. Der Vorstand nahm Kenntnis von der an ihn gerichteten Mitteilung des preutzischen Landtagsabgeordneten Laden- Sorff. Der Vorstand beschloß, zur Stel­lungnahme der Pattei zu den politischen Ee- genwattsfragen am Sonnabend dieser Woche eine gemeinsame Tagung des Gesanttoorstan- bes der Patter mit der Reichstagsfraktion und der preutzischen Landtagsfrattion im Reichstage einzuberufen. Am Sonntag wird der preutzische Landesverband der Witt- schaftspattei, dem alle preutzischen Wahlkreise angeschlossen [mb, in Berlin eine Sitzung ab­halten. Am Montag tagt bie Reichstags­fraktion.

tr fei gestern abend am Quai d'Orsay chienen, um im Auftrage seiner Re- erung die Aufmerksamkeit des Völker- dsrates aus die Zusammen- ehung chinesischer Tr uppen rdlich der großen Mauer zu feit, und ihre Zurückziehung in südlicher chtung zu fordern.

Japanischer Truppentransportzug zur Entgleisung gebracht.

London, 24. Rov. Wie aus Tokio eldet roirb, ist bei Mukden ein mit spanischen Truppen beladener Zug ent- leift. Die Ursache ist eine durch chinesische nbitert vorgenommene Beschädigung des hnkörpers. Die Verluste der Japaner beträchtlich. Gegen die chinesischen nditen sind umfassende Maßnahmen ein- itet worden.

Ratlosigkeit in Paris.

fk. Paris, 25. Rov. Die Haltung der 1 Ünesischen Regierung und die letzten Näch­sten die in den späten Abendstunden des ienstag über die Ablehnung des ölkerbundsrates anfgestell- !n Entsch li u n g s entw ur fe s er eingetroffen sind, werden in der Pa- 4er Morgenpresse eingehend besprochen, ton wirft der chinesischen Regierung vor, tnerseits die Bemühungen des Völker- nbes zu boykotieren und aus der anderen *ite zu bläffen, da die japanische Abord- «ng.stch niemals mit den letzten chinesischen Wrschlägen auf soforttge Zurückziehung der Ruppen einverstanden erklären wird, ist Rn in Völkerbundskreisen über den Aus-

Mg der gesamten Verhandlungen ziemlich sssimistisch. Man beschäftigt sich bereits Wer den Kulissen mit der Absicht, bie Er- ^nisse in ber Mandschurei für einen ußerorde-ntlichen Sondersall

I tertiären, mit dem sich der Rat auf »trag China und laut Artikel 11 des iftes beschäftigt hat, der aber kein Prä- denzfall darstellt, auf den sich andere orteten und insbesondere europäische be­tten könnten. Am Schluß dieser Er- irung würde der Völkerbundsrat sodann s de militärische Besetzung, ganz gleich sicher Natur, verurteilen. Allerdings , -tb zu einer derartigen Erledigung des . hsttfalles erst geschritten, wenn alle ! Iberen Möglichkeiten der Beilegung er«

pft worden find. Man schreibt außer« m der amerikanischen Regierung die Ab- st zu, falls ber Völkerbund sich seiner ifgabe nicht erledigen könnte,

fk. Berlin, 25. Nov. Das Neichs- kabiuett hat am Dienstag die in den Leit­sätzen des Wirtschaftsbeirates niedergeleg- ten Arbeiten sachlich ausgeteilt, worauf bie Ministerien in den nächsten Tagen bie ent­sprechende» Entwürfe ausarbeiten werden. Es ist damit zu rechnen, daß von nun ab

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