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Menn der Raum für ein Boll nicht mehr ausreicht, können weder durch kommunistische noch durch kapitalistische Wirtschaftsformen dem Boden Schätze abge-
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bie Suche nach neuem Lebensraum treibt. Nur suchen sei zu Ende. Das mag den Franzosen, Amerikanern und Engländern heute recht sein. Diesen Nationen geht es wie der Riesenschlange, die ein Kalb geschluckt hat und sich »saturiert" fühlt.
ÄbechMsche Zeitung
Es ist aber unbegreiflich, daß es Deutsche gibt, die glauben, daß dieser Zustand en« halten könnte.
IverkschaftSpolitik gehindert werde, datum bekämpften die Deutschnationalen die Po-, litik klassenkämpferischer Verbände auf Ar-, beitnehmer — wie auf Arbertgeberseite; sie bekämpften das tatsächlich bestehende Gewerkschaftsmonopal. Die Darifpolitik müsse davon ausgehen, daß alle Kopf» und Handarbeiter in ihrer Gesamcheit Träger der Wirtschaft seien und von ihrem Gedeihen abhängen. Darum kämpften die Deutschnationälen für die Freiheit der Wirtschaft gegen Zwangsbewirtschaftung der Löhne und Preise und für den sozialen Gedanken gegen den Gruppenegoismus. Die Deutschnationalen ständen fest zur inneren Tradition der deutschen Sozialgesetzgebung, wie sie in der Kaiserbotschaft von 1888 begonnen habe. I
Der Marxismus habe das Vermögen der Sozialversicherung aufs schwerste gefährdet. ■
Eine Reform sei unvermeidlich geworden. Darum weroe eine wahre Lebensversicherung der deutschen Arbeiterschaft gefordert. Dem Gedanken des Klassenkampfes setzten die Deutschnationalen den Gedanken der nationalen Solidarität und der Kameradschaft entgegen.
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Breitscheid in Kassel
Die S. P. D. feiert die Revolution
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Darmstadt, 9. Rov. Die deutsch« nationale ReichStagsfraktion ist heute in, Anwesenheit des Parteivorsitzenden Dr. Hugenberg in Darmstadt zusammenge- ticten. Die Abgeordneten Dr. Dang und Schiele-Naumburg referierten über Währungsfragen und bestritten, dah die Deutschnationale Volkspartei inflatorische Bestrebungen habe. Die Stellungnahme der Reichstagsfraktion zu den sozial- und wirtschaftspolitischen Fragen wurde von neuem festgelegt. In dem von der Fraktion ausgegebenen Bericht heißt es, daß die Deutschnationale Volkspartei 'die
Abkehr von der Erfüllnngs- politik als eine soziale Notwendigkeit.
bezeichnet. Es wird eine Umstellung der Wirtschaftspolitik verlangt. Die Unterstützung des Sparsinns und die Bildung und Sicherung von Kapitalreserven in allen Volksschichten wird gefordert und die Befreiung der deutschen Wirtschaft von der Versklavung durch unverantwortliches internationales Großkapital. Die Deutschnativnale Partei fordert nationale Wirtschaft. In der Steflungnahme heißt es weiter, daß der Aufbau der deutschen Wirtschaft durch den Terror falscher Ge-
D. N. B. P. in Darmstadt
Soziale und wirtschaftspolitische Fragen
ermögliche, seine öffentlichen Finanzen und seine Wirtschaft wieder in Gang zu bringen.
Bei der Behandlung innerpolitischer Fragen sagte Breitscheid,
daß es sinnlos wäre, die Augen vor der Tatsache zu verschließen, daß der Nationalsozialismus bereits bis in die Reihen der sozialdemokratischen Wählermasien vorgedrungen sei.
Wenn die Sozialdemokratie trotzdem dem Ra- tionalsozialsismus den Weg zur Macht verlege, so geschehe dies deshalb, weil sie überzeugt sei, dah eine Herrschaft des Nationalismus Deutschland in den Abgrund führen werde Wir stützen Brüning nicht um seiner oder der Zentrumspartei schonen Augen willen. Wir haben kein besonderes Vertrauen zu dem Kabinett Brüning, aber wir haben ein starkes Mihtrauen gegen das, was nach ihm kommt. Weil wir den Weg der Demokratie gegangen sind, wollen wir ihn weiter gehen, iolanae es nur iraend möaliib ift
nickst feige vom Schicksal erwürgen lassen will, verdient die Freiheit. Die Geschichte lehrt, dah auch ganze Völker an die Möglichkeit der Vernichtung glauben lernten, als sie die Wirkung der Kraft und der Gewalt nicht anerkennen wollten. Darum müssen wir zunächst Nationalisten sein, im Bewußt- sein der blutsmähigen Gemeinschaft ohne Rücksicht auf das, was der Einzelne zufällig berufs- oder standesmähig ist. Jeder muh das Bewuhtsein in sich tragen, dah er das, was er ist, nicht allein aus sich selbst ist, I sondern dah hinter ihm eine Ahnenreihe ge» 1 (unter Menschen steht. Das Wesentliche rst.
städte preht, zu Proletariern macht, während der Bauer zugrunde geht?
Beim Export ist nicht das Problem der Produktion das wesentliche, sonden das Problem des Verlaufs.
Es kommt nicht darauf an, ob wir so und so viel produzieren können, sondern ob wir die Produkte auch verkaufen. Wir haben mit dem alten System unter den alten Verhältnissen allerdings in Jahrzehnten 20 Millionen Menschen mehr ansammeln und ernähren können. Sind aber heute die Voraussetzungen für diese Methoden des Er- ports noch die alten? Nein, die Voraussetzungen sind zerstört. Die Veränderung seit 1918 in der ganzen Welt ist ungeheuer. In den Jahren 1914—18 war die Welt arm geworden an gewissen Gebrauchsartikeln. Dieser Bedarf wurde nach dem Kriege gedeckt, es kam zu einer Scheinblüte der Wirtschaft. Nun waren aber schon während des Krieges viele Völker, die die fehlende Hand des Menschen durch Maschinen ersetzen mußten, zur Industrialisierung und zur Rationalisierung übergegangen. Während Europa im Krieg lag, wurden draußen neue eigene Industrien aufgebaut. So konnte das Loch, das der Krieg geschaffen hat, in bezug auf den Bedarf schnell zugestopft werden. Dabei hat Europa noch selbst geholfen, dem Ausland wester Maschinen und Facharbeiter zu liefern. So ist es gekommen, dah heute
auf die Dauer auch das billigere Produzieren nichts mehr nutzt. Denn auch die anderen können billiger produzieren. Und so entscheidet die Frage, ob wir die 20 Millionen wieder ernähren können, ätzten Endes di« poli- tis che Macht.
Zu der Weltwirtschaftskrise gesellt sich dii GefahrdesBolschewismus, dievoi vielen noch gar nicht erkannt worden ist. Es ist doch so, daß heute schon in Deutschland s/s der Bevölkerung, die Arbeit haben, dai restliche Drittel ernähren müssen. Diese Millionen der Arbeitslosen können, wie die Ding« liegen, nicht weniger werden. Man rnuf aber dabei auch die inneren Gefahren der Arbeitslosigkeit sehen. Diese Gefahren find entsetzlich. Es wächst da ein neuer Stand heran, der keine Verbindung mehr mit dem übrigen Volk haben kann, da ihm das höchste Gut, das Recht zu arbeiten, verwehrt bleibt. Wenn das so anhält, gehl unser Volk einem Zusammenbruch entgegen, der viel furchtbarer ist, als der von 1918.
Wie können wir Deutschland retten? Ich wende mich gegen alle leichtfertigen Versprecher, die jedem Stande das Seine versprechen. Dieser Weg führt nicht nur zur Finanzkatastrophe, sondern zur Lebenskatastrophe. Wir müssen handeln, um das gesamte Volk zu retten. Dazu gehört die Klarhett der Erkenntnis, daß wir nur zwei Möglichkeiten haben:
Entweder wir bauen uns «inen neuen Binnenmnirtt in Anpassung an unseren verengerten Lebensraum, oder aber wir setzen hinter unseren Erport wieder den
Faktor der politischen Macht.
Das Recht, von dem immer geredet wird, und das wir uns beim Völkerbund oder beim Weltgewissen holen sollen, gibt es nicht. Wir müssen unser Recht wieder selbst vertreten. Wenn ein Volk nicht bereit ist, für fein Recht zu klagen und zu streiten, hat es kein Recht. Nur das gesunde Volk, das sich
dem Nistest am Güterumtäusch feit Jahrzehnten versuchen müssen, den fehlenden Lebensraum zu ersetzen. Was ist der Weltkrieg anderes gewesen als der englrscye Gegenstoß gegen dieses Vordringen des deutschen Exports9 Mit dieser Methode, Wittschaft und Politik zu treiben, haben aber zugleich Millionen von Menschen das natürliche Denken für ihren eigenen Lebensraum verlernt. Darum ist es für sie auch so schwer, umzulernen. Sie vermögen nur noch m Tonnen Einfuhr und Tonnen Ausfuhr, m Anleihen, in Zinsen usw. zu denken.
Bei all diesen Menschen ift z. B. das Verständnis dafür völlig verloren gegangen, daß eine einzige gute Ernte im Grunde mehr wert ist, als «ine große Anleihe.
Was soll der sinnlose Schrei nach Oeffnung der Grenzen, nach Einfuhr billiger Lebensmittel, die doch nur die Massen in die Groß-
Nun sagen viele: Aber die Liebe unter den Menschen! Dazu möchte ich sagen: Als in München das Rätesystem herrschte, war z. B. auch das Zentrum der Ansicht, daß gewisse Zustände nur durch Gewalt und nicht mit Liebe geändert werden können. Das Zentrum redet immer dann nicht mehr von Liebe, wenn seine eigene Existenz bedroht ist. Wie das Zentrum, so können aber auch ganze Völker nicht leben, wenn sie für ihre Existenz nicht kämpfen wollen. So bleibt die gesundeste Reaktion auf die Verengerung unseres Lebensraums der Wille, diesen Raum um unseres Lebens willen zu erweitern.
Daß die zwette Reaktion, die Begren- zun g der Geburten, bei einem gesunden und aufstrebenden Volk sinnlos ist, be- daff nickst vieler Worte. Nun, zur dritten Reattion, zu dem Versuch, die Verengerung des Lebensraums durch gesteigerten Export wett zu machen. Wir haben ja bereits mit dem System der Weltwirtschaft, mit
- In einer Massenversammlung in der Ereiß euer Volkshalle sprach gestern abend Iber Führer der nationalsozialistischen Bewe- auna, Adolf Hitler. Schon um 5 Uhr strömten die Massen zur Volkshalle, die um 7
I Uhr überfüllt war. Als Adolf Hitler um %9 ; Uhr die Bühne betrat, war nicht ein Stehplatz in der Riesenhalle mehr frei. Ein Musikkorps und Fanfarenbläser unterhielten die wartende Menge. Hitler wurde mit stürmischen Herl-
i rufen empfangen, es dauerte wohl 10 Minu- hen bis die Worte des Versammlungsleiters ^verständlich wurden. Nach ihm ergriff Adolf Imitier das Wort und führte etwa fol- egendes aus:
I Es geht heute nicht um Tagesfragen. Ich i weiß, daß man mir wieder vorwerfen wird, i daß ich von aktuellen Dingen im üblichen i' Sinne nicht gesprochen habe. Aber wir stehen f an einem Wendepunkt der deutschen Geschichte. ; Wir weichen den Tagesfragen nicht aus, aber !sin sind nur zu lösen, wenn bestimmte War- szeln der Not unserer Zeit erkannt und beser- i tigt werden.
i Das Schicksal des Einzelnen ist gekettet an das Millionenschicksal des ganzen Volkes.
Es ist natürlich leichter, vor einzelnen Berufsgruppen und Jnteressenten-Parteien Propaganda zu machen. Aber dieses Rezept hat sich überlebt. Wer ist in seinem Beruf in den letzten 12 Jahren wirklich gerettet worden? Etwa der Landwirt,, oder der Arbeiter, oder der Hausbesitzer, oder der Industrielle? Man kann nicht einen einzelnen Berufsstand retten. Man kann entweder Deutschland retten oder Deulschland geht zugrunde.
Kassel, 9. Noo. In einer Rede, die der Reichstagsabgeordnete Dr. Breitscheid heute abend im Rahmen einer Revolutions- feier der Kasseler SPD. hielt, führte er zur Frage der Außenpolitik u. a. aus: Wenn sich die auswärtige Politik der Alliierten heute darüber beschwert, daß der Nationalismus in Deutschland wieder erstarkt sei und eine Gefährdung des Friedens der Welt bedeute, so müßte den Trägern der auswärtigen Politik der Alliierten gesagt werden,
daß ihre Haltung selbst das Wiedererstar- ke« des deutsche« Nationalismus herbei- gefLhrt habe.
Er, Breitscheid, halte es in dieser Stunde und unmittelbar vor dem Beginn neuer Verhandlungen mit Frankreich für seine Pflicht, die Warnung auszusprechen, daß Frankreich in diesen Verhandlungen klug und einsichtig sein möge und es Deutschland durch eine entgegenkommende Haltung in der Revarationsfraae
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M Was steht auf dem Spiele? Wir erkennen W augenblicklich als wesentliches Merkmal des W Verfalls die wirtschaftliche Kata- Wstrophe. Wir übersehen aber, daß dieser W. wirtschaftlichen Katastrophe die moralische W und die politische vorausgegangen sind. J9 Das Wesentliche der deutschen Wirtschafts- katastrophe ist, daß wir 20 Millionen Men- scheu nicht restlos mehr auf eigenem Boden ernähren können. Wir sehen eine Millionen- 1 armee von Arbeitslosen auf der einen, Zehn- ■ Ttaufenbe von zusammengebrochenen Betrieben ICR aus der anderen Seite. Der zu eng gewordene * A Lebensraum setzt dem Lebens- und Vermeh- rungsdrang Widerstand entgegen. In diesem .Kampf um den Lebensraum kann nur das ge- । sundere und kräftigere Volk bestehen. Man kann auf die Verengerung des Lebensraums auf drei Arten reagieren, erstens durch Aus-
5822 Breitung dieses Raumes, zweitens durch Be- , I grenzung der Bevölkerung und drittens durch hnM gesteigerte Exportwirtschaft. Der Marxist O®" steht alle diese Probleme nur von der mate- 'kiellen Seite, von der Wirtschaft her, von • । der Konstruktion und der Gesellschaftsordnung "J des Volkes. Für den Nationalsozialis- Mus ist entscheidend die Beziehung des Men-
U1 schon ZUM Raum, aber nicht nur als Problem der Zahl, sondern auch der inneren Qua-
Der Wahlkampf in Hessen
Kundgebung der 31. 6. D. A. P. in der Gießener Volkshalle — Hitler spricht über Politik und Wirtschaft
Anzeiger für (das frühere kurhefsifche) Oberheffen
Anzeiger der amtliche« Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg. fl I
cbob rungen werden, die er nicht in seinem
ung Innern birgt.
flMi das verständlich zu machen: Wir haben bereits im Kriege den Erfolg einer kommunistischen Zwangswirtschaft erlebt; aber kein System der Verteilung konnte damals die fehlenden Lebensmittel herbeischaffen. Gewiß ist die Frage der Organisation nicht ohne Belang. Aber die Organisation kann nur gut