Die übliche Taktik
Der Weg des Zentrums
Morgenblättern ausführlich be-
foll den deutschen Botschafter
Die erste Unterredung
v
Hoesch
sei man französischerseits allgemein der
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"teilen.
Minister Flandin zu den Besprechungen inzugezogen habe, erwiderte der Minister
gebeten haben, seine Regierung daraus hinzuweisen, daß man französischer- seits größten Wert auf die vollständige Bereinigung der
Die erste Unterredung des Botschafters o n Hoesch mit Laval und B r i a n d
Bizot Pariser sprachen.
Laval
it Herrn Briand und mir hatte. Es ist z natürlich und nichts mehr als höflich, 8 wir zunächst einmal die Antwort, b w a r t e n, die Deutschland im An- fiuß an die Unterredung geben wird.*
legt, ehe der kurzbeschäftige.
keinerlei Anneu es Mora-
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Der Anzeiqenvrei« beträgt ffit bett 11 gespalt. Zeilenmillimeter 0.08 GM., sog. kleine Anzeigen und Familienanzeigen bei Barzahlung 0.07 DM., amtl. und auswärtige Anzeigen0.10 GM. Grundschrift: Aelonel. Bei schwierigem Satz sowie bei Platzborschrift 50el. Aufschlag. — Saimneianzeigen 100’/» Aufschlag Rekiam.-Millim. 0.40 GM. Grundschrift: Petit. Jeder Rabatt gilt al« Barrabatt Ziel 5 Tage. Offerte«-Gebühr: 25 Pfg.. bei Zustellung der Angebote einschl. Porto —.60 GM. Belege werden berechnet. Erfüllung«» rt Marburg.
einzu- esfür
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vor den politischen Schulden räumen.
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Die zweistündige Unterredung zwischen oem deutschen Botschafter von Hoesch einerseits und dem französischen Ministerpräsident Laval, Außenminister Bri-
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Mittwoch, trnt.Rvv.1SA
Rotbunter SWnittott
Anzeiger für (das frühere kurheffifche) Oberhesse« Anzeiger der amtliche« Bekanntmachungen für Stadt «nd Kreis Marburg.
2n einem römischen Kommentar werden die angeblichen Aeußerungen Mussolinis über die Korridorfrage in Abrede gestellt. Demgegenüber hält die amerikanische Agentur ihre Darstellung voll aufrecht.
Die „Germania" beschäftigt sich in ihrem Leitartikel unter der Aeberschrist „Der Weg des Zentrums" mit der bevorstehenden Tagung des Reichsausschusses der Zentrumspartei. Der Reichsausschuh werde vor einer doppelten Aufgabe stehen: Feststellen, daß sich an dem geraden Kurs des Zentrums nichts geändert habe und nichts ändern werde, und daß der Kanter bei "feiner Arbeit um die äußere Befreiung und den inneren Wiederaufbau auch weiterhin das restlose Vertrauen seiner engeren politischen Freunde für sich in Anspruch nehmen dürfe.
Aach einer ausführlichen Darlegung der gegenwärtigen Lage und Hinweisen auf das Vertrauen, das sich der Reichskanzler in der internationalen Welt erworben habe, schreibt das Blatt weiter: Das Zentrum wird erneut seinen Willen zu der Außen- pÄM der internationalen Zu*
Der Führer des preußischen Zentrums, Landtagsabgeordneter Heß, schreibt im „Pressedienst der Zentrums- Partei" im Hinblick auf die Diskussion über eine Shnthefe Brüning-Hitler: Der tiefere Sinn unserer innerpolitischen Linie ist eben so klar wie einfach: Wir können kein politisches Extrem stützen, weder rechts noch links. Denn die Besitzergreifung der politischen Macht durch eine der politischen Extreme werde bei uns unmittelbar den wildesten Kampf zwischen rechts und links bedeuten. Ausgeträgen aber würde diese Selbstzerfleischung auf dem Rücken der zwischen diesen Extremen liegenden breiten Mittelschichten von Landwirtschaft, Handel, Gewerbe und Beamtentum. So etwas hielte Deutschland nicht mehr aus. Deshalb könne das durch und durch widerspruchsvolle Konglomerat, das heute im Rationalsozialismus zusammengeballt ist, und als äußerstes Rechtsextrem ange- sprvchen fein will, für das Zentrum als Koalitionspartner nicht in Frage kommen.
Reparationsfrage man sich mit der Frage fristigen Kredite Botschafter v. Hoesch soll fpielung auf ein etwaiges
Die deutsch-schweizerischen Handelsver- tragsoerhandlungen werden voraussichtlich in nächster Zeit in Berlin wieder ausgenommen.
Im braunschweigischen Landtag kam es am Dienstag bei der Aussprache über einen Mißtrauensantrag gegen einen Minister zu wüsten Tumult-Szenen.
Da man solche Einzelheiten tauchte, habe man ihn gebeten, diese mit-
Kurze Meldungen
Das Reichskabinett wird sich am heutigen Mittwoch mit der Unterredung beschäftigen, die zwischen Laval und v. Hoesch in Paris ftattfand.
Ein Dementi Hitlers.
München, 3. Nov. Hitler hat der „Welt am Montag" zu deren Behauptungen über die Unterredungen zwischen General von Schleicher und Hitler eine Berichtt gung zugehen lassen. In dieser wird besonders bestritten, daß Hitler in den Unterredungen versprochen haben soll, sofort nach Uebernähme der Regierung durch die Nationalsozialisten die Selbstschutzabteilungen aufzulösen. Es wird weiter als unwahr er* klärt, daß Hitler auf die Besetzung der Polizeipräsidentenposten in den großen Städten verzichtet habe, und daß alle Radikalen, besonders Dr. Goebbels, von verantwortlichen Regierungsstellen auSge* schaltet werden sollen.
sammenarbeit gn bekunden Gelegenheit haben. ES kann ihm nicht schwer fallen, hinter den Reichskanzler zu treten. Auch innenpolitisch kann die Haltung des Zentrums nicht einen Augenblick im Zweifel stehen. Das Zentrum hat eine Politik des Experimentierens immer abgelehnt.
Auch in den kommenden wirtschafüichen Auseinanderfetzungen ist die ausgeichende Stellung des Zentrums notwendiger denn je. Wenn es WirtfchaftSkreise gibt, die der Meinung sind, fie könnten der Wirtschaft dadurch helfen, daß sie Arbeitgeber und Arbeitnehmer hoffnungslos in zwei feindliche Lager auseinanderspalten, dann müssen wir ihnen mit den Worten des Reichskanzlers im Plenum des Reichstages bedeuten, daß nicht nur der ReichÄanzler sondern auch das Zentrum die Beschreitung eines Weges ablehnen müsse, der von vornherein eine geschlossene Front gegen die Arbeiterschaft bedeutet. Man wird ein Gegner des Interventionismus sein können — und man muß es fein — ohne daß man dabei die soziale Grundlage verläßt. Die Wiederaufrichtung unseres Volles und unserer Wirtschaft ist nur möglich in der Zusammenarbeit aller wirtschafüichen Faktoren, und fie ist nur möglich in einer Atmosphäre der politischen Vernunft, des wirtschaftlichen Vertrauens, der inneren Ordnung und des äußeren Friedens. ,
®fe .Oberhessisch« Zeitung scheint sechsmal wSchentltch. B«. zugSpret« monatlich 2.20GM.aus- schließl. Znstellungsgebühr, durch die Post 2.45 GM. Für etwa durch Streik, Maschinendefekt oder elementare Ereignisse ausfallend« Kummern wird kein Ersatz geleistet. Verlag, Dr. §. Httzeroth, Druck der Unib-Buchdruckerei Zob Aug. Koch, Markt 21/23. gernspreck t: Nr. 54 uud Nr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt e. M. Rr. 5015. — Sprechzeit der Redaktion von 10—11 und
*/«l—1 Uhr.
Vorläufig keine KammererNSrung Lavals
Ministerpräsident Laval erklärte am Dienstag, daß er entgegen anders lautenden Gerüchten nicht die Absicht habe, sich vor dem Wiederzusammentritt des Parlaments vor dem Auswärtigen Ausschuß und dem Finanzausschuß der Kammer über seine Washingtoner Unterredung zu äußern.
Er werde auch in der Kammer keinerlei Erklärungen abgeben, sondern abwarten, bis die große außenpolitische Aussprache in der zweiten Woche nach dem Wiederzusammentritt der Kammer ihm Gelegenheit gebe, die gesamten Fragen zu behandeln.
AuH von der üblichen Eröffnungsrede anläßlich des Wiederzusammentritt der Kammer, wird der Ministerpräsident diesmal absehen. - i
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redungen zwischen dem deutschen Bot- schaier und dem französischen Minister- j Präsidenten vorgesehen und zwar sobald nbeitl bet deutsche Botschafter im Besitz der Stel- 0,.«,lungnahme der Reichsregierung zu den UIU französischen Vorschlägen sei. Was die Angg Neuregelung der Reparationen angshe, so
nahm zwei Stunden in Anspruch. Laval gab zunächst Erläuterungen über den Gang und die Ergebnisie der Washingtoner Verhandlungen. Daran schloß sich eine Erörterung der schwebenden Finanzfragen, zu der auch Finanzminister Flan- din und Ministerialdirektor Binot hinzugezogen wurden. Deutsche Vorschläge find bei dieser Gelegenheit nicht gemacht worden.
Bon franzöfischer amtlicher Seite wird folgende Verlautbarung veröffentlicht: „Ministerpräfident Laval hat dem deutschen Botschafter von Hoesch von dem Inhalt seiner Besprechungen mit dem Präsidenten Hoover über die Wiederherstellung der normalen Regelung des Youngplanes nach Ablauf des Moratoriums Kenntnis gegeben.
Ueber die Unterredung find in der Pariser Abendpresse die verschiedensten Gerüchte verbreitet. Die .Libertä glaubt zu wiffen, daß der französische Ministerpräsident den deutschen Botschafter ersucht habe, genaue Vorschläge zu unterbreiten, und daß Herr von Hoesch angeblich in der Lage gewesen sei, diesem Wunsch sofort nachzukommen. In welchem Rahmen sich diese Vorschläge bewegten, könne vorläufig nur aus den aus Berlin stammenden Meldungen entnommen werden, die jedoch auch nur auf mehr oder weniger weitgehenden Kombinationen beruhten. Als feststehende Tatsache bezeichne man es allgemein, daß
die Reichsregierung einen energischen Versuch unternehmen wolle, zunächst das Problem der kurzfristigen Kredite einer Lösung entgegenzuführen, um dann auf Grund dieser Lösung die Zahlungsunfähigkeit Deutschlands in Bezug auf die Revarationeu zu beweisen.
Der Chefredakteur der „Libertä" wendet sich mit schärfsten Worten gegen dieses angebliche „Manöver", das darauf hinausgehe, den Privatschulden den Vorrang
and, Finanzminister Flandin und dem Direktor im Finanzministerium andererseits wird von den
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ifl kasiderrt, datz Flandin in seiner Eigen- chatf als Finanzminister mit der Durch- hba» Ehrung des Poungplanes betraut sei und
eiien M-^onismus in allen Einzelheiten rei I bitte.
Am Dienstag nachmittag trat in der Reichskanzlei der Schuldenausschuß de» Wirtschaftsbeirates zusammen und ist nach einer genauen Prüfung der deutschen Auslandsverschuldung zu dem Ergebnis ge» kommen, daß die jährlichen Zinsleistungen Deutschlands nur für die Privatschul- den sich auf etwa 2 Milliarden Mark belaufen.
Der „Jntransigeant" hält daß Botschafter von den französischen Ministerpräsidenten um Aufklärung gebeten hat, ob Präsident Hoover de facto eine Verbindung zwischen den interallierten Schulden und den Reparationen anerkannt habe. Das Blatt ist außerdem her Auffassung, daß parallel zu den deutsch- französischen Verhandlungen ein Druck auf die politischen Führer Amerikas ausgeübt werde, um von der amerikanischen Regierung eine eindeutige Erklärung über ihre Haltung in der Frage der Reparationen zu erlangen.
uffasiung, daß eine sehr weitgehende uois« Herabsetzung stattfinden werde. Man Hs»« ^chnet ferner damit, daß Deutschland sich •Jvl in Zukunft nur noch durch Sachliche- lt. Ölungen seiner Verpflichtungen ent- ege e ^digen werde, um auf diese Weise gleich- t fürs ieitig der Arbeitslosigkeit zu steuern. 5.
Wi Erklärung Lavals.
. 2m Anschluß an seine Unterredung mit ' 628jtem deutschen Botschafter v. Hoesch wurde
torium gemacht, sondern lediglich auf die Notwendigkeit hingewiesen haben, die deutsche Zahlungsfähigkeit einer neuen Prüfung zu unterziehen.
In den Pariser Blättern ist man der Auffafiung. daß diese Prüfung nunmehr durch den Untersuchungsausschuß des Youngplanes stattfindet und daß anschließend in einem Bericht dieses Ausschußes eine Versammlung der Eläubigermächte einberufen werde, die im Dezember oder spätestens im Januar in Paris oder einer anderen französischen Stadt ihre Beratung abhält. Vorläufig seien für Ende der Woche oder anfangs nächster Woche weitere Unter-
a.Rh Ws die Frage, warum er den Finanz-
Die alten Erpressungsversuche?
Die erste Fühlungnahme mit Laval — Erst Neuregelung der Reparationen, dann der kurzfristigen Kredite
a v a l von den französischen Presseoer- hetetn geradezu mit Fragen bestürmt. Er «Irü^^krte sich jedoch, auf irgendwelche Ein- zzelheiten Auskunft zu geben und erklärte: 11111.-’’$®” ”• Hoesch wird seine Regierung r die Unterredung unterrichten, die er
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