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Die «Vderhesfische Bettung' er­scheint sechsmal wöchentlich. Br- 1«g«prei« monatlich S.20GM.an«- schließl. Zuslellungegebühr, durch Ne Post 2.45 GM. Für etwa durch Streik. MaschineudefeN oder ele­mentare Ereignisse ausfallende Rmmnern wird kein Ersatz ge­leistet. Verlag, Dr. §. Kitzeroth, Druck der Unid-Buchdruckerei Job. Aug. Koch, Markt 21/23. gernshrech r: Nr. 54 und Nr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt «. M. Rr. 5015. Sprechzeit der Redaktion von 1011 und

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Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhefsen

Nr. 258 66.3ahrg.

Marburg a. Lahn

Der Anzeigenpreis beträgt flkr den 11 gespalt. Zeilenmillimeter 0.08 GM, sog. kleine Anzeigen und Famllienanzeigen bei Barzahlung 0.07 GM., amtl. und auswärtige Anzeigen 0.10 GM. Grundschrift: §olonel. Bei schwierigem Satz so­wie bei Platzborschrift 50°/« Auf­schlag. Gammelanzeigen 100°/« Aufschlag Reklam.-Millim. 0.40 ®5R. Grundschrift i Petit. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Ziel S Tage. Sfferten^Sebühr: 25 Pfg., bei Zustellung der Angebote einschl. Porto.60 GM. Belege werden berechnet. Erfüllungsort Marburg.

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachnngen fnr Stadt und Kreis Marburg.

Deutschland und Frankreich

Das Rüstungsfeierjahr

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Der Senat der Freien Stadt Bremen hat die Aufhebung seiner Gesandschaft in Preußen beschlossen.

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Es wurde in rund 300 Städten und Ee- meinden in England und Wales einschließ- lgch 27 Stadtbezirken Londons gewählt. Sa den Provinzen treten alljährlich ya der Ab­geordneten von ihren Sitzen zurück, wäh­rend in London alle drei Jahre Neuwahlen für die Stadtbezirke stattfinden. In den Provinzen find 426 Arbeiter-Sitze freige­worden. 91 Kandidaten der Arbeiterpartei werden wiedergewählt, weil sie keine Geg­ner hatten. Der Kampf geht um 400 frei­gewordene Sitze der Konservativen, der Liberalen und Unabhängigen und um 335 Sitze der Arbeiterpartei. In London geht der Kampf um 1172 Sitze, um die 2470 Kandidaten kämpfen. Unter ihnen befin- den sich 451 weibliche Kadidaten. In 8 der 28 Stadtkreise Londons hatten die Arbei­terpartei bisher eine Mehrheit. Das End­ergebnis der Wahlen wird erst später her­auskommen.

Berlin, 2. Nov. Die Reichsregierung hat nachstehendes Schreiben, das von Reichskanzler Dr. Brüning in Wahr­nehmung der Geschäfte des Reichsaußen­ministers gezeichnet ist, an den General­sekretär des Völkerbundes gerichtet:

Herr Generalsekretär!

Auf Ihr Schreiben vom 2. Oktober 1931 beehre ich mich Ihnen namens der deutschen Regierung folgendes mitzuteilen:

diekung der kurzfristigen Kredite und Neu­regelung der Frage der Kriegsschulden und Tribute.

Der deutsche Gesandte in Warschau von M o l t k e befindet sich zur Zeit in Berlin, um mit der Reichsregierung die Möglichkeit «nd die Aussichten «euer deutsch­polnischer Verhandlungen zu erörtern.

Macdonald durfte voraussichtlich das Kabinett schon am Dleiistag abend um« gebildet haben.

Aendernngen der letzten Notverordnungen verlangen. Weiter stehen auf der Tagesord- sEg die Einsprüche des Reichsrates in der Eefrierfleischfrage und zu ein­zelnen Bestimmungen des letzten Reichsetats, ferner Anträge über Maßnahmen zum Schutze der Landwirtschaft, die kommunistischen Anträge zum Devaherm- Skcmdal, der sozialdemokratische Antrag über das Aktienrecht und der Gesetzentwurf des Zentrums über die Rechtsstellung der weiblichen Beamten.

Preuhischen Landtag findet am Mittwoch «ne Vollsitzung statt, in der über den

deutschnationalen Mitzstauensanstag ge- a«n den Landwirtschaftsminister Dr.

Steiger

entschieden wird. Außerdem tagen auch im Hreutznchen Landtag während des ganzen Monats zahlreiche Ausschüsse und Unter» luchungsausschüsse.

Die zerschlagene Partei

Die ersten Ergebnisse der englischen Gemeindewahlen

fk. London, 3. Nov. Bei den englischen Eemeindewahlen erlitt die Arbeiter­partei genau wie bei den Mahlen zum Parlament schwere Berluste. Nach dem Stand von Dienstag früh hatten die Sozialisten inLondon78Sitzever- l o r e n, während die Bürgerlichen Re­formparteien 66 Sitze und die Unabhängi­gen 9 Sitze gewonnen hatten. In den Provinzen stellen sich die Gewinne der Konservativen auf 149 gegenüber 5 Ver­lusten. die Gewinne der Liberalen auf 26 gegenüber 5 Verlusten und die der Un­abhängigen auf 46 gegenüber 10 Ver­lusten, während die Sozialisten bei nur 5 Gewinnen 206 Sitze verloren. Das Abgleiten der Sozialistenstimmen war wieder am stärksten im nördlichen Eng­land. In Birmingham wurden sämtliche 24 Kandidaten der Sozialisten geschlagen.

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Der Haushaltsausschuß

Einberufung zum 9. November

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In dem Bestreben, jede Maßnahme unterstützen, welche die Arbeiten der Ab­rüstungskonferenz erleichtern könnte, er­klärt sich die deutsche Regierung bereit, den am 29. September 1931 von der Völ­kerbundsversammlung vorgeschlagenen

einjährigen Rüstungsstillstand an- znnehmen.

Sie tut dies in der Annahme, daß die Ant­worten der anderen Regierungen, deren Mitteilung sie entsprechend dem vom Rat am 30. September d. I. angenommenen Bericht entgegenfieht, ebenfalls eine Zu­stimmung ohne wesentliche Vorbehalts enthalten.

Als Vertreter eines Landes, das bereits auf Grund vertraglicher Bindungen seine Rüstungen auf ein Minimum hat herabsetzen müssen, lege ich Wert dar­auf hinzuweisen, daß die durch den ein­jährigen Rüstungsstillstand sich ergebende Begrenzung der Rüstungen auf den gegen- wärtigen Stand nur als vorbereitender Schritt zur Erleichterung der Verhandlung der kommenden Abrüstungskonferenz, nicht als eine Maßnahme zur Erfüllung der ihr gesetzten Aufgabe angesehen werden kann. Denn diese besteht nicht in einer Stabili­sierung des gegenwärtigen Rüstungs­standes; sie umfaßt vielmehr vor allem

eine wirksame Rüstungsverminderung bei den hochgerüsteten Staaten, die von dem Grundgedanken der Gleich­berechtigung und des gleichen Rechtes auf nationale Sicherheit für alle Signatar­staaten ausgehen muß.

Ich bitte Sie, die zur Abrüstungs­konferenz eingeladenen Regierungen von diesem Schreiben in Kenntnis zu setzen.

gez. Brüning.

Braunschweiger Landtag

Braunschweig, 2. Nov. Im Braun« schweizer Landtage wurde heute die große Anfrage der Sozialdemokraten über unterschiedliche Behandlung bei der Ertei­lung der Genehmigung von öffentlichen Umzügen behandelt.

Abg. Dr. Jasper (So$.) behandelte aus­führlich die Vorfälle bei dem SA.-Treffen am 17. und 18. Oktober. Bei seinen Aus­führungen kam es ost zu stürmischen Unter­brechungen. Es fielen Rufe wie:Frecher Lümmel!" usw. Der nationalsozialistische Landtagspräsident mutzte zahlreiche Ord­nungsrufe gegen seine Parteige­nossen im Saale erteilen.

Zur Beantwortung der Anfrage verlas In­nenminister Klagges eine Erklärung des Staatsministeriums, in der es heitzt: Die vom Polizeipräsidium Braunschweig ver­hängten Umzugsverbote bestäfen sowohl Ver­anstaltungen der Kommunisten, des Reichs- banners, der sozialistischen Arbeiterjugend, wie auch der Nationalsozialisten. Es sei also un­parteiisch verfahren worden. Die öffentliche Ordnung und Sicherheit sei auch künstig gewährleistet. Gegenüber den Be­hauptungen, datz die Nationalsozialisten die Zusammenstöbe provoziert hätten, ver­wies der Minister darauf, dab. wie bet der Harzburger Tagung, auch vor dem SA.- Treffen kommunistische Funktonäre und Spitzel zusammengekommen seien, um Vorbereitungen für Provokationen zu treffen.

Infolge der häufigen und heftigen Zwi­schenrufe wurde der Abg. Winter (Komm.) con der Sitzung ausgeschlossen. Dasselbe Schick al traf, den Abg. Pohl <Soz.). Das veranlaßte die sozialdemostatische Fraktion, bis auf einen Abgeordneten den Sitzungssaal zu verlassen. ... -

Gegenüber einer Korrespondenzmeldung wird von zuständiger Berliner Seite heute erklärt, daß Botschafter v. Hoesch in Paris nicht einen genau ausgearbeiteten deutschen Vorschlag über die Konsolidierung der privaten Verschuldung Deutschlands überreichen wird, daß aber die Beratungen über die Ersetzung des S t i l l h a l t e- abkomme ns durch ein endgültiges Ab­kommen auf einen langjährig en Zahlungsplan hinauslaufen.

Wie aus zuständigen englischen Krei­sen verlautet, benachrichtigt die Regierung gegenüber den Tributverhandlungen zu­nächst eine abwartende Haltung einzuneh­men. Sie erwartet jetzt nach der Rückkehr Lavals einen Bericht über die Vor­gänge, wie sie sich tatsächlich in Washing­ton abgespielt haben. In diesem Sinne fei der englische Botschafter in Paris zur Berichterstattung aufgefordert worden. Der diplomatische Mitarbeiter desD a i l y Te­legraph" erklärt u. a., die englische Re­gierung überlasse die Initiative ganz zu Recht Frankreich und Deutschland, da sich die - Tributfrage von der Kriegs schulden- und der gesamten internationalen Ver­schuldungsfrage nicht trennen lasse.

DieTime s" sagen in einem Leit- arftkel tt. a., daß Laval, der mit der glei­chen und erbittlichen Logik wie Poincare handele, sein Ziel erreicht und sich in Wa­shington Klarheit über die Kriegsschulden- und Sicherheitsfrage verschafft habe, die er deshalb in Berlin mit Absicht angeschnit­ten hatte.

Laval habe jetzt freie Hand und könne wünschen, innerhalb des Rahmens des Versailler Vertrages und des Poung- , plans zu einer dauernden Abmachung mit Deutschland zu kommen.

Das Blatt weist darauf hin, daß Deutsch­land ungeheuere Verpflichtungen zu erfül­len habe, bevor es die Tribute zahlen könne. Der Wiggin- und Layton-Ausschuß habe ausdrücklich festgestellt, daß die Schul- denfumme, die damaü noch kleiner war als die jetzt von der deutschen Regierung an­gegebene. schon über die Leistungsfähigkeit Deutschlands hinausginge.

Die wichtigste Frage sei die Aufrecht­erhaltung der Zahlungsfähigkeit Deutschlands, wenn die kurzfristigen

Verpflichtungen fällig werden.

Diese Frage berühst aber England und Amerika mehr als Frankreich. Ob die von Francqui oder Rist vorgeschlagenen Pläne erfolgreich sein würden, hänge in erster Linie von der Haushaltung deutsch- französischer Beziehungen auf der Grund- I läge gegenseitigen Verstauens ab. Wenn Laval dies Ziel vor Augen habe, so könne er die Unterstützung des amtlichen Eng­lands und der englischen öffentlichen Mei­nung sicher sein. Aüf den Regierungen Deutschlands und Fransteichs laste eine große Verantwortung. Die Erhaltung der deutschen Zahlungsfähigkeit sei die erste «nd wichügste Vorbedingung für jede ge­meinsame Astion zum Wiederaufbau Eu­ropas.

Der in Paris tagende politische Aus­schuß der 2. Internationalen for­dert in einer Entschließung die Schaffung einer internationalen Finanzorganisatton Mr Stabilisierung des Geldes, Konsolt».

Berlin, 2. Nov. Der HaushaltS- a u sich u tz des Reichstages ist jetzt für den 19. November einberufen worden. Die Tagesordnung umfatzt sämtliche Vorlagen und Anstäge, die dem Ausschutz zurzeft vorliegen. Sie ist daher sehr umfangreich und enthält

nicht weniger als 50 Emzelpunkte.

Die Erledigung des umfangreichen Bera­tungsstoffes wird mehrere Wochen in An- Ipruch nehmen. Der erste Teil der Tages­ordnung betrifft mehr formale Angelegen­heiten, Denkschriften und Mitteilungen der Ministerien, die den Unterausschüssen des Laushaltsausschusses zur weiteren Prüfung überwiesen werden sollen. Der Rechmmgs- ausichuh wird ferner Bericht erstatten über ferne inzwischen erledigte Nachprüfung der Reichshaushaltsrechnung von 1930. Es fol­gen dann

di« zahlreichen Anträge der Reichstags- Parteien,

die m der letzten Reichstagssitzung dem Aus- Mutz "berunejen worden sind. Mft an erster Stelle stehen die Anstäge, die >ich mft der Neuregelung der Pensionsfrage und der Ein­führung einer Höchstpensionsgrenze befallen. Dann folgen Anträge der Sozial­demokraten und der Bayerischen Volkspartei, die eme Reihe von

Die Gemeindewahlen in England

Wieder ungeheure Verluste der Arbeiterpartei Große Erfolge der Konservativen