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Sosmrstag, »tn29.9K.mi

fjt .Oberhessische Zeitung" er- nt sechsmal wöchentlich. Be- «gsvreiS monatlich 2.20®9R.eu<* -Klleßl. ZusiellungSgebühr. durch ?lt Post 2.45 GM. Für etwa durch Ltreik, Maschinendefekt oder «le- yflttate Lreignlffe ausfallende Amnmern wird kein Ersatz ge- ^t. Verlag, Dr. §. Httzeroth, «Qysjt der Untb-Buchdruckeret ge5. Slug. Kock, Markt 21/23. ^nsprech-r: Nr. 54 uud Nr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt j, SR. Rr. 5015. Sprechzeit ut Redaktion von 1011 und

Vil1 Uhr.

ÄberheUche

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Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberheffen

Rk.25468.MkS.

Marburg o. Lahn

Der Anzeigenpreis beträgt für den 11 gespalt. Zeilenmillimeter 0.08 GM., sog. Heine Anzeigen und Famllienanzeigen bei Barzahlung 0.07 GM., amtl. und auswärtige Anzeigen 0.10 GM. Srundschrift: Colonel. Bei schwierigem Satz so­wie bei Platzborschrift 50°/« Auf­schlag. Sammelanzeigen 100°/, Aufschlag ReHam.-Millim. 0.40 GM. Grundschrift r Petit. Jeder Rabatt gilt al« Barrabatt. Ziel 5 Tage. Offerten-Gebühr: 25 Pfz.. bei Zustellung der Angebote einschl. Porto.60 SM. Belege werden berechvet.ErMungS»kt Marburg.

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

Ein neuer Appell Hugenbergs

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Nicht nur Umschuldung, sondern Wiederherstellung der Rentabilität Gegen die Wirtschaftsbüro kratie

Grundgedanke der Rettung

Gesunde Gesamtpolitik

Sieg der Nation

Zersprengter Marxismus

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ur Der deutschnationale Parteiführer Dr. er Hilgenberg schreibt in den heutigen 'M Morgenausgaben der ihm nahestehenden » presse unter der Aeberschrift(Sin | »rundg edanke der Rettung" 0 inen Artikel, in dem er an die Gedanken-

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räge des seinerzeit von den Deutscknatio- üen vorgeschlagenen Gesetzentwurfes zut Entschuldung der Landwirt- ^asr erinnert. 3n diesem Gesetzent- rf fei gesagt worden, daß eine endgiil- Rettung der Landwirtscbaft nur in der lederherstellung der Renta- Ultät liegen könne und eine Entschal­ung. die nicht mit der Wiederherstellung ^Rentabilität verbunden sei, nur neue ^schuldung zur Folge haben müsse. Jetzt ^Dich die übrige ÄZirf'cdast statt zu ge- -nben, von einer vernichtenden Unten» Mät ersaßt worden. Der Grund liege

in der Wirtschaft, sondern in einem Usch en System verderblicher Einwir- 80 der Politik aus die Wirtschaft.

$** Wirtschaft im ganzen sei h»te Gefangener einer schlecht nukaezogenen wirtschaftspolitischen virokratie und von ihr ahhängig. ? ^nde ihre Freiheit, Handlungsfähig- h ^nd, Entwicklungsmöglickkeit erst wie- ?siswinnen, wenn man dem von den ^wnationalen im Dezember 1930 auf« Wenen Problem furchtlos und rück-

08 ins Auge sehe.

^sielte, zu erkennen, daß ohne Ab- ^Eitrlung jeglicher Sorte von So- ^ismug Wirtschaft und Arbeit nicht ^ber in Schwung zu bringen seien. hJF öeute an der Zeit, so schreibt Dr.

^erg zum Schluß, auf den Entschul- 'rschi<zg ber Deutschnationalen zu- ^greifen und zu betonen, er gehöre nen Grunozügen zur Vorau sset-

i gje£er Gesundung weit über das Ge- Landwirtschaft hinaus. Mit blas- Z^ngSeingriffen großen Stils in die kann man nicht bessern und nicht

Stanley Baldwin, er Führer der siegreichen Konservativen, ie die absolute Mehrheit im neuen

Unterhaus haben.

I retten, wenn man den grundsätzlichen Do- | den nicht verläßt, auf dem die Politik und insbesondere die Wirtschaftspolitik des letz­ten Jahrzehntes beruht. Wie das eng­lische Volk seinen verhältnismäßig harm­losen Sozialismus zerbrochen hat, so muß Deutschland seinen alles vernichtenden So­zialismus im Grundsatz zerbrechen und sich auf den Boden einer gesunden Gesamtpolitik stellen.

Die letzten Wahlergebnisse aus England lassen den konservativen Sieg überwäl­tigend erscheinen. Danach sind der Na­tionalregierung von 608 vor­liegenden Ergebnisse 555 Sitze zugefallen (darunter Konservativ« 472), wahrend die Ovpositionsvarteie« 57 Sitze errangen (Arbeiterpartei 48).

DieVerständigung" beginnt

Festlegung der Formalien und des Veratungsplanes

Vorbesprechungen über die MirtschaftsgrbeK mit Frankreich.

Mit der Vorbereitung der Arbeiten der bei dem Besuch der französischen Minister in Ber­lin vereinbarten gemischten deutsch-französi­schen Wirtschaftskommission wird, derV o s s i s ch e n Zeitung" zufolge, heute begonnen werden. Die beiden Generalsekre­täre. der Direktor der Handelsabteilung des französischen Außenministeriums, C o u - londre, und der Leiter der entsprechenden Abteilung im Auswärtigen Amt, Ministerial­direktor Ritter, werden im Reichswirt- schastsministerium gemeinsam mit einigen Mitgliedern der deutschen und der französi­schen Sektion die Formalien festlegen und de» Beratungsplan aufstellen.

Coulondre der gestern mit dem stellvertre­tenden Generalsekretär der französischen Sek­tion, H o s ch i l l e r, und den Mitgliedern der französischen Sektion in Berlin eintraf, wurde am Bahnhof von Botschafter Francois- Poncet begrüßt. Er stattete noch im Laufe des Vormittags Staatssekretär Trendelenburg im Reichswirschaftsministeriu« seinen An­trittsbesuch ab.

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. Langsam und gründlich

Von maßgebender Seite wird uns mit­geteilt:

Das Reich'sßabinett hat in feiner gest­rigen Abendsitzung die Vorbereitungen für die morgige Eröffnung der Verhand­lungen des Wirtschaftsbeirates abgeschlos­sen. Danach steht nunmehr fest, daß zu­nächst der Reichspräsident die Verhandlungen mit einer Rede eröffnet, die der Oeffentlichkeit übergeben werden wird. Dann wird der Kanzler in großen Linien die schwierige wirt­schaftliche Situation und die Probleme klar legen, um die es. bei den Verhand­lungen geht. Seine Ausführungen wer­den durch den Reichswirtschaftsminister und den Reichsbankvräsidenten noch er­gänzt werden. Wie die ganzen Verhand­lungen des Wirtschaftsbeirates dürften auch diese Mitteilungen vertraulich behandelt werden.

Im Mittelpunkt des Ganzen steht na­türlich die Frage, welche Wege wir gehen müssen, um den Schwierigkeiten zu be­gegnen, die sich für unsere Ausfuhr aus der Tatsache herleiten, daß in etwa

-L.vef Dußstpd Ländern ein Währung s- v s r f a l l eingetreten ist. Er bewegt sich in der Größenordnung von 1060 Proz. und beträgt zum Beispiel bei Dänemark 10 Proz., bei Uruguay 60 Proz., die süd- amerikanilchen Länder sind überhaupt am stärksten betroffen, so Argentinien mit 54 Proz. Da eine neue Inflation für Deutschland deshalb vollkommen ausge- fchloffen ist. weil sie den Spartrieb und damit die Kavitalbildung auf Jahrzehnte hinaus vernichten würde, bleibt nur der andere Weg übrig, bei stabiler Währung ein möglichst billiges Land zu werden. Das ist nach Auffassung maß­gebender Kreise aber nickst mit Lohn- und Gehastslenkungen getan, vielmehr wird der Scbwervunkt zu einem erheb­lichen Teil zunächst hei der Preis­bildung liegen müssen. Rehen Belgien und Engand hat Deutschland unter den Ländern Europas den größten Prozent- fgß an Lohn- und Gehaltsempfängern.

Unter diesen Umständen erscheint es kaum nötig, die Rückwirkungen einer Politik auszumalen, die die Wirtschafts­maßnahmen der nächsten Zeit nicht auf breiter Front anfetzt Die Schwierigkei­ten unterer wirtschaftlichen Situation haben sich in der letzten Zeit von England her in einem solchen Maße verschärft, daß nach Auffassung unterrichteter Kreise nur sehr überlegte Schritte die Gefahren der Zukunft zu beteiligen vermögen. Des­halb wird die Reichsregierung zu den Ausfchußberatungen, die nach der allge­meinen Disposition in den Vollsitzungen Anfang nächster Woche beginnen, noch weitere befonbere Sachverstän­dige für Spezialfragen heranziehen, da­mit ja alle Möglichkeiten ausgefchöpft werden, die zu einer wirtschaftlichen Bes­serung führen können.

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Die täglichen Goldsendungen

fk. Paris, 29. Okt. Der deutsche Motor­dampferM r k w a u k e e- traf am Mittwoch mit einer Eoldseudung von 200 Milio- nen Franken in Cherbourg ein. Auch dieses Gold ist für Pariser Großbanken be­stimmt. Der PasiagierdampferNewyork* wird im Lause des Donnerstag mit einer gleich großen Ladung erwartet.

Ministerpräsident Macdonald wird am heutigen Donnerstag von dem König empfangen worden. Das neue Unterhaus tritt am kommenden Dienstag zusam­men. Macdonald und Snowden haben

Arthur Henderson, der Führer der Arbeiterpartei, der ver­nichtend geschlagen wurde, c

sich mit ErUärungen an das en-stjsche Volk gewandt, in denen u. a. erklärt wird, daß auch in Zukunft nicht gegen die Ar­beiter regiert werden soll.

Der überwältigende konservative Wahl­sieg in England hat in der Oeffentlichkeit aller Länder größte Sensation her­vorgerufen. In der französischen und franzosen-freundlichen Presie werden zwar Hoffnungen auf ein politisches Zu­sammengehen mit den Konservativen Enalands, aber auch Befürchtungen hin­sichtlich der zu erwartenden Zoll- erhöhungen ausgesprochen.

Bis zur Stunde liegen folgende Ergeb-

nisie vor:

Konservative 472

Nationale Arbeiterpartei 13

Liberale (darunter 25 Simon-

Liberale) 70

Arbeiter-Opposition 50

Unabhängige 3

insgesamt 608

Hiervon für die Regierung 555, gegen die Regierung 50, Unabhängig 3. Es stehen noch drei Ergebnisie aus.

Erklärungen englischer Parteiführer zum Wahlergebnis.

Macdonald richtete gestern abend eine Botschaft an die Nation, in der er den Millionen von Wählern aller Par­teien dankt, die der Aufforderung ent­sprachen. im gegenwärtigen Augenblick die dringenden nationalen Erfordernisse über Parteibestimmungen und Parteifragen zu stellen.

Baldwin gab folgende Erklärung ab: Die Natron hat einen großen und entschei-