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fjt .Oberhessische Zeitung" er- nt sechsmal wöchentlich. Be- «gsvreiS monatlich 2.20®9R.eu<* -Klleßl. ZusiellungSgebühr. durch ?lt Post 2.45 GM. Für etwa durch Ltreik, Maschinendefekt oder «le- yflttate Lreignlffe ausfallende Amnmern wird kein Ersatz ge- ^t. Verlag, Dr. §. Httzeroth, «Qysjt der Untb-Buchdruckeret ge5. Slug. Kock, Markt 21/23. ^nsprech-r: Nr. 54 uud Nr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt j, SR. Rr. 5015. — Sprechzeit ut Redaktion von 10—11 und
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ÄberheUche
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Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberheffen
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Marburg o. Lahn
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Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.
Ein neuer Appell Hugenbergs
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Nicht nur Umschuldung, sondern Wiederherstellung der Rentabilität — Gegen die Wirtschaftsbüro kratie
Grundgedanke der Rettung
Gesunde Gesamtpolitik
Sieg der Nation
Zersprengter Marxismus
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ur Der deutschnationale Parteiführer Dr. er Hilgenberg schreibt in den heutigen 'M Morgenausgaben der ihm nahestehenden » presse unter der Aeberschrift „(Sin | »rundg edanke der Rettung" 0 inen Artikel, in dem er an die Gedanken-
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räge des seinerzeit von den Deutscknatio- üen vorgeschlagenen Gesetzentwurfes zut Entschuldung der Landwirt- ^asr erinnert. 3n diesem Gesetzent- rf fei gesagt worden, daß eine endgiil- ■ Rettung der Landwirtscbaft nur in der lederherstellung der Renta- Ultät liegen könne und eine Entschalung. die nicht mit der Wiederherstellung ^Rentabilität verbunden sei, nur neue ^schuldung zur Folge haben müsse. Jetzt ^Dich die übrige ÄZirf'cdast statt zu ge- -nben, von einer vernichtenden Unten» Mät ersaßt worden. Der Grund liege
in der Wirtschaft, sondern in einem Usch en System verderblicher Einwir- 80 der Politik aus die Wirtschaft.
$** Wirtschaft im ganzen sei h»te Gefangener einer schlecht nukaezogenen wirtschaftspolitischen virokratie und von ihr ahhängig. ? ^nde ihre Freiheit, Handlungsfähig- h ^nd, Entwicklungsmöglickkeit erst wie- ?siswinnen, wenn man dem von den ^wnationalen im Dezember 1930 auf« Wenen Problem furchtlos und rück-
08 ins Auge sehe.
^sielte, zu erkennen, daß ohne Ab- ^Eitrlung jeglicher Sorte von So- ^ismug Wirtschaft und Arbeit nicht ^ber in Schwung zu bringen seien. hJF öeute an der Zeit, so schreibt Dr.
^erg zum Schluß, auf den Entschul- ‘ 'rschi<zg ber Deutschnationalen zu- ^greifen und zu betonen, er gehöre nen Grunozügen zur Vorau sset-
i gje£er Gesundung weit über das Ge- Landwirtschaft hinaus. Mit blas- Z^ngSeingriffen großen Stils in die kann man nicht bessern und nicht
Stanley Baldwin, er Führer der siegreichen Konservativen, ie die absolute Mehrheit im neuen
Unterhaus haben.
I retten, wenn man den grundsätzlichen Do- | den nicht verläßt, auf dem die Politik und insbesondere die Wirtschaftspolitik des letzten Jahrzehntes beruht. Wie das englische Volk seinen verhältnismäßig harmlosen Sozialismus zerbrochen hat, so muß Deutschland seinen alles vernichtenden Sozialismus im Grundsatz zerbrechen und sich auf den Boden einer gesunden Gesamtpolitik stellen.
Die letzten Wahlergebnisse aus England lassen den konservativen Sieg überwältigend erscheinen. Danach sind der Nationalregierung von 608 vorliegenden Ergebnisse 555 Sitze zugefallen (darunter Konservativ« 472), wahrend die Ovpositionsvarteie« 57 Sitze errangen (Arbeiterpartei 48).
Die „Verständigung" beginnt
Festlegung der Formalien und des Veratungsplanes
Vorbesprechungen über die MirtschaftsgrbeK mit Frankreich.
Mit der Vorbereitung der Arbeiten der bei dem Besuch der französischen Minister in Berlin vereinbarten gemischten deutsch-französischen Wirtschaftskommission wird, der „V o s s i s ch e n Zeitung" zufolge, heute begonnen werden. Die beiden Generalsekretäre. der Direktor der Handelsabteilung des französischen Außenministeriums, C o u - londre, und der Leiter der entsprechenden Abteilung im Auswärtigen Amt, Ministerialdirektor Ritter, werden im Reichswirt- schastsministerium gemeinsam mit einigen Mitgliedern der deutschen und der französischen Sektion die Formalien festlegen und de» Beratungsplan aufstellen.
Coulondre der gestern mit dem stellvertretenden Generalsekretär der französischen Sektion, H o s ch i l l e r, und den Mitgliedern der französischen Sektion in Berlin eintraf, wurde am Bahnhof von Botschafter Francois- Poncet begrüßt. Er stattete noch im Laufe des Vormittags Staatssekretär Trendelenburg im Reichswirschaftsministeriu« seinen Antrittsbesuch ab.
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. Langsam und gründlich
Von maßgebender Seite wird uns mitgeteilt:
Das Reich'sßabinett hat in feiner gestrigen Abendsitzung die Vorbereitungen für die morgige Eröffnung der Verhandlungen des Wirtschaftsbeirates abgeschlossen. Danach steht nunmehr fest, daß zunächst der Reichspräsident die Verhandlungen mit einer Rede eröffnet, die der Oeffentlichkeit übergeben werden wird. Dann wird der Kanzler in großen Linien die schwierige wirtschaftliche Situation und die Probleme klar legen, um die es. bei den Verhandlungen geht. Seine Ausführungen werden durch den Reichswirtschaftsminister und den Reichsbankvräsidenten noch ergänzt werden. Wie die ganzen Verhandlungen des Wirtschaftsbeirates dürften auch diese Mitteilungen vertraulich behandelt werden.
Im Mittelpunkt des Ganzen steht natürlich die Frage, welche Wege wir gehen müssen, um den Schwierigkeiten zu begegnen, die sich für unsere Ausfuhr aus der Tatsache herleiten, daß in etwa
-L.vef Dußstpd Ländern ein Währung s- v s r f a l l eingetreten ist. Er bewegt sich in der Größenordnung von 10—60 Proz. und beträgt zum Beispiel bei Dänemark 10 Proz., bei Uruguay 60 Proz., die süd- amerikanilchen Länder sind überhaupt am stärksten betroffen, so Argentinien mit 54 Proz. Da eine neue Inflation für Deutschland deshalb vollkommen ausge- fchloffen ist. weil sie den Spartrieb und damit die Kavitalbildung auf Jahrzehnte hinaus vernichten würde, bleibt nur der andere Weg übrig, bei stabiler Währung ein möglichst billiges Land zu werden. Das ist nach Auffassung maßgebender Kreise aber nickst mit Lohn- und Gehastslenkungen getan, vielmehr wird der Scbwervunkt zu einem erheblichen Teil zunächst hei der Preisbildung liegen müssen. Rehen Belgien und Engand hat Deutschland unter den Ländern Europas den größten Prozent- fgß an Lohn- und Gehaltsempfängern.
Unter diesen Umständen erscheint es kaum nötig, die Rückwirkungen einer Politik auszumalen, die die Wirtschaftsmaßnahmen der nächsten Zeit nicht auf breiter Front anfetzt Die Schwierigkeiten unterer wirtschaftlichen Situation haben sich in der letzten Zeit von England her in einem solchen Maße verschärft, daß nach Auffassung unterrichteter Kreise nur sehr überlegte Schritte die Gefahren der Zukunft zu beteiligen vermögen. Deshalb wird die Reichsregierung zu den Ausfchußberatungen, die nach der allgemeinen Disposition in den Vollsitzungen Anfang nächster Woche beginnen, noch weitere befonbere Sachverständige für Spezialfragen heranziehen, damit ja alle Möglichkeiten ausgefchöpft werden, die zu einer wirtschaftlichen Besserung führen können.
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Die täglichen Goldsendungen
fk. Paris, 29. Okt. Der deutsche Motordampfer „M r k w a u k e e- traf am Mittwoch mit einer Eoldseudung von 200 Milio- nen Franken in Cherbourg ein. Auch dieses Gold ist für Pariser Großbanken bestimmt. Der Pasiagierdampfer „Newyork* wird im Lause des Donnerstag mit einer gleich großen Ladung erwartet.
Ministerpräsident Macdonald wird am heutigen Donnerstag von dem König empfangen worden. Das neue Unterhaus tritt am kommenden Dienstag zusammen. Macdonald und Snowden haben
Arthur Henderson, der Führer der Arbeiterpartei, der vernichtend geschlagen wurde, c
sich mit ErUärungen an das en-stjsche Volk gewandt, in denen u. a. erklärt wird, daß auch in Zukunft nicht gegen die Arbeiter regiert werden soll.
Der überwältigende konservative Wahlsieg in England hat in der Oeffentlichkeit aller Länder größte Sensation hervorgerufen. In der französischen und franzosen-freundlichen Presie werden zwar Hoffnungen auf ein politisches Zusammengehen mit den Konservativen Enalands, aber auch Befürchtungen hinsichtlich der zu erwartenden Zoll- erhöhungen ausgesprochen.
Bis zur Stunde liegen folgende Ergeb-
nisie vor:
Konservative 472
Nationale Arbeiterpartei 13
Liberale (darunter 25 Simon-
Liberale) 70
Arbeiter-Opposition 50
Unabhängige 3
insgesamt 608
Hiervon für die Regierung 555, gegen die Regierung 50, Unabhängig 3. Es stehen noch drei Ergebnisie aus.
Erklärungen englischer Parteiführer zum Wahlergebnis.
Macdonald richtete gestern abend eine Botschaft an die Nation, in der er den Millionen von Wählern aller Parteien dankt, die der Aufforderung entsprachen. im gegenwärtigen Augenblick die dringenden nationalen Erfordernisse über Parteibestimmungen und Parteifragen zu stellen.
Baldwin gab folgende Erklärung ab: Die Natron hat einen großen und entschei-