Einzelbild herunterladen
 

r

e

0.

e

n

politischen Begegnungen nm Sinn und Zweck Haden können,

wenn

»

und einen

Rr.M8K.AM-. Marburg o. Lab«

ut °fl

Marburger

TagesaWiger

WM

öandeßzertmg

sngen oder ob Frankreich sich mit der Äderung nach einer Neuregelung Reparattons frage durchsetzen

0

ene

Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhessen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachnngen für Stadt und Kreis Marburg

ÄbechMsche Zeitung

Konferenzen, alle persönlichen Aussprachen rr dann

Bor neiten Entscheidungen

Die Meinungen über des Ergebnis der Besprechungen zwischen Hoover und L a- iC[ in Washington gehen sehr weit aus- der. Durch die neue Erklärung, daß dem Communique manche Worte ge- werden, um Gedanken M ber­gen, wird den tollsten Gerüchten Tür Tor geöffnet. Wir nröchten an unserer em schon geäußerten Ansicht, daß La- t in der Sicherheitsfrage zwar i!te neuen Zugeständnisse erreicht, in der ,2ge der Reparationen aber wieder ne Hand gewonnen habe, fefthalten.

Daß die Besprechungen zwischen Laval Hoover ergebnislos abgebrochen wer- nmhten, setzt Frankreich nicht zum we- iasten auf das Schuldkonto des einfluß- amerikanischen Senators D o r a h. faßte Borahs Fingerzeig vvllkom- richtig auf. Er mußte erkennen, daß die Gunst des amerikanischen Äon« resses verlieren würde, wenn er sich weitgehenden Vereinbarungen mit den nzosen herbeiließen. Die Wallstreet te, schon im Interesse der von Fran- vch abhängigen amerikanischen Wirtschaft, einem Ausgleich mit der reichsten uvpäischen Macht. Herbert Hoover trat och den Rückzug an.

D«r Anzekgenvrei« betragt für den 11 gestalt. Zeilemnillimeter 0.08 GM.,sog. NeineAnzeigen mid Fanrllienanzeigen bei Barzahlung 0.07 GM., amtl. und an«wLrtige AnzeigenO.10 GM. Grundschrift: §olonel. Bei schwierige» Sah so­wie bei Platzbvrschrtft 50°/o Auf­schlag. Gaumielanzeigen 100/» Aufschlag Reklam.-Millim. 0.40 GM. Grundschrist: Petit. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Ziel 5 Tage. Offerten-Gebühr: 25 Pfg., bei Zustellung der Angebote einschl. Porto.60 GM. Belege werden berechnet. Erfüllungsort Marburg.

fk. P a r i s, 27. Okt. Mit dem Lloqd- DampferDresden" sind am Montag 232 Fässer Gold im Werte von etwa 400 Millionen Franken in Cherbourg einaetroffen, die für verschiedene Pariser Banken bestimmt sind. Weitere Eoldsen- dnngen werden mit dem Hapag-Dampfer Newyork" und einem anderen Dampfer am Dienstag erwartet.

Nochmals Borah

In einem Leitartikel kommenTimes" auf die Aeußerungen des Senators Borah zu sprechen und bemerken: Der Senator hat einige drastische Anregungen zur Revision de? Friedensverträge gegeben» . Es. jjt aber

im youngplan vorgesehene Maschinerie anpacken zu lassen. Je eher das ge­schehe, desto besser sei es.

Bekanntlich sei auf Sachverständigen- konfe-rnzen, wie sie unter dem Youngplan wahrscheinlich einberufen würden, st e t s Amerika vertreten, und wenn die er sie Erregung über das Communiqus das notwendigerweise mit Rücksicht auf die innerpolitischen Situationen in Frankreich sowohl wie in Amerika gewisieW orte gebrauchte, um gewisse Gedan­ken zu verbergen", vorbei sei, werde man auch in der deutschen öffentlichen Mei­nung den Standpunkt einnehmen, daß der Stein nunmehr bald ins Rollen1 gebracht sei und Deutschland hieraus in erster Linie Nutzen ziehe.

-eg! ut :t 10 n

Das kam heraus? Laval reiste über den kzean in "der Hoffnung, von Amerika ef) Frankreichs Sicherheit ju - Asch verbürgen zu lassen. Die Verlänge- ing des Hooverfeierjahres, weitere Still- timng und Anleihebewilligung sollten der ireis für alle amerikanischen Zugeständ- isse sein. Bon allen feinen Plänen hat er Mts durchgesetzt. Es blieb ihm unter Men Amständen nichts Wester übrig, als ich auf den Boungplan zurück- rziehen. Don der Abrüstung war in int letzten Phasen der Unterhandlungen hon keine Rede mehr.

Enttäuschung tit Amerika

Washington, 26. Okt. Das von Hoover und Laval gemeinsam veröffent­lichte Communiqus hat sehr enttäuscht. Der Inhalt der Erklärung wird als st e r i l und nichtssagend betrachtet. Als besonders beklagenswert wird allgemein bezeichnet, daß es Präsident Hoover nicht gelang, La­val zu bestimmten politischen Zusicherun­gen, z. B. in der Abrüstungsfrage, zu bewegen. Auch die Tatsache, daß die großen internationalen Probleme, wie Reparationen, Kriegsschulden usw., nicht einer Lösung nähergebracht worden sind, wird mit Bedauern festgestellt. _ Der ein­zige positive Punkt in der Erklärung, der sich auf Maßnahmen zum Schutz der Wäh­rungen der beiden Länder bezieht, ist in Newpork zwischen Vertretern der Bank von Frankreich und der Federal Reserve Bank zustandegebracht worden. Man hebt her­

schafts- und sozialpolitischen Maßnahmen der Regierung mit vorbereiten und sie un­terstützen. Dieser Ausschuß soll mit 'der Regierung schnelle und praktische Arbeit leisten. Er muß diese Arbeit mit der gro­ßen Verantwortung leisten, die 'den dort versammelten Trägern der Wirtschaft zu­kommt. Von der Regierung aber erwarten und verlangen wir, daß sie die Führung übernimmt, und daß sie ein Werk voll­endet, das uns die Wirtschaftskrise von innen heraus überwinden hilft.

Die Berliner Abendblätter nehmen in ihren Kommentaren zum Test sehr kri­tisch zu dem Communique über die Besprechungen von Washington Stellung.

DieVvssische Zeitung" sieht in dem Washingtoner Ergebnis theoretisch eine Verschlechterung fürDeutsch- land. Praktisch werde sich kaum etwas ändern. Die gemeinsame amt­liche Verlautbarung versuche kaum, das Fiasko zu verschleiern.

DieDeutsche Allgemeine Zei­tung" empfindet als besonders bedeu- tungsvoll die Festlegung auf die Aufrecht­erhaltung des Goldsta ndards in Frankreich und in den Vereinigten Staa­ten. Im übrigen scheine Laval nur erreicht zu haben, daß man, ohne Deutschland zu nennen, doch uns die Initiative für die weitere Behandlung der Tribut­frage zuschiebe.

DerLokalanzeiger" sicht es als einen Erfolg Lavals an, daß es ihm gelungen sei, selbst den Anschein der geringsten Verpflichtung in den entscheidenden Fragen der Reparattonen, der Schulden und des Korridors zu ver­meiden. Andererseits habe er eine Ab­lehnung seines Planes für einen fran­zösisch-amerikanischen Sicherhestspakt hin­nehmen müssen.

DerAngriff" nennt die Zustim­mung Amettkas Au dem französischen Standpunkt, daß die weitere Behandlung der Reparationsfrage im Rahmen des Dvungplans zu erfolgen habe, und die Feststellung, daß weder Frankreich noch Amerika den Goldstandard aufzugeben wünschten, die einzigen sichtbaren Ergeb­nisse. Frankreich habe also immerhin so­viel erziest, daß seine Furcht, Amerika könne es aus seinen Goldvorräten sitzen lassen, Mutz erste von ihm genommen sei.

sie das verlorene Weltvertrauen wieder­herstellen.

Das Polstische Fazst der Washingtoner Verhandlungen für Deutschland sieht das Blatt darin, daß in der Tat alles darauf ankomme, ob die wirtschaftliche Zu­sammen arbeit, die zwischen Deutschland und Frankreich ge­plant sei, zu einem guten Ende geführt weiden könne.

Für den Realpolitiker bleibe die Fest­stellung der Tatsache übrig, daß die Wiederherstellung des europäischen Vertrauens jetzt nur noch mehr davon abhäugen werde, ob Deutschland und Frankreich zu einer irgendwie gearte-

- ten Verständigung gelangten.

Das Problem FrankreichDeutschland sei durch den Ausgang der Washingtoner Verhandlungen in seiner Bedeutung noch entscheidender geworden.

Am Schluß geht das Blatt dann auf die Auswirkungen für die innere deutsche Lage ein und schreibt, unsere Anstrengungen im Innern können durch dieses Ergebnis nur noch verstärtt werden.

Unsere Wirtschafts- und Finanzpolitik mutz «och mehr auf Selbsthilfe eingestellt werden.

Der von der Regierung einberufene Wirt­schaftsausschuß M die notwendigen tonte

DieGermania" beschäftigt sich in ihrem Leitartikel eingehend mit dem Er­gebnis der Washingtoner Besprechungen. Das Blatt des Reichskanzlers gibt seiner großen Enttäuschung mit sehr vorsichtigen, aber beredten Wotten Ausdruck. Das Blatt meint, daß alle Besprechungen und

Gold für Frankreich .....

Deutsche Pressestimmen zum Ergebnis von Washington

Die Auswirkungen der mißglückten Ver­edlungen drüben in Amerika lassen sich oute noch gar nicht übersehen. Sicher ist nr das eine: daß sich die europäischen Mächte abermals zusammensetzen müssen, venu das Zahlungsmoratorium des Hoo- serjahres über den 1. Juli 1932 hinaus krlöngert werden soll. Deutschland ist C?t> erneut auf den gefährlichen Weg moiesen worden, sich mit dem mächtigen sicmkreich auseinanderzusetzen. Frankreich w jenseits des Ozeans eben erst den Tri- ustch auskosten können, als das Mäch­te und reichste Volk vor der Welt- >sientlichleit anerkannt zu werden. Die nage ist nun, ob Deutschland jetzt

ntti n ten.

Das geheimnisvolle Kommunique

Zur Frage der Bedeutung des über die ^rkhingtoner Besprechungen herausge- ikbenen Communiquss wurde dem Ver­irr des WTB. gegenüber an matzgeben- *k°merikanischer Stelle betont, datz sächlich keine Absicht bestehe, sich von der krnationalen Schuldenfrage zu isolieren.

Gegenteil, der wichtigste Punkt der

uterredungen mit Laval sei die Dis- Hion von Mitteln und Wegen ge- '*n, wie man Deutschland helfe« ne.

^ach reiflicher Erwägung des Für vnd ^ider habe es sich als am praktischsten krausgestellt, das Problem durch die

SicnAag, tknN.srr.isA

L[t ,OberhessisHe Zeitung" er- Tjittt sechsmal wöchentlich. Be- i^ei« monatlich 2.20GM.au«- ffiieSI- Zusiellungegebühr, durch njc(t 2.45 GM. Für etwa durch ^jk, Maschinendefekt oder ete- Sitate Ereignisse ausfallende Ammern wird kein Ersatz ge- Verlag, Dr. §. Hitzeroth, T-tj der Unib-Buchdruckeret Aug. Koch, Markt 21/23.

jflfttecf :r! Nr. 54 uud Rr. 55. «.ascheckkonto: Amt Frankfurt Rr. 5015. Sprechzeit ^. Redaktion von 1011 und * V.l-1 Uhr.

vor, daß es hierzu nicht der Anwesenheit Lavals bedurfsthätte.

Die Ansichten der industriellen und finanziellen Kreise Amerikas gibt der New- yorker Korrespondent derAgence Econo- mique et Financiers" folgendermaßen wie­der: Man lege sich in diesen Kreisen Rechenschaft darüber ab, daß diese Be­sprechungen eine ArtForschungsarbeit" darstellten. Immerhin hätte man eine präzise Ankündigung der Verlänge­rung des Hoovermoratoriums erwartet. In den einflußreichen Kreisen sei man mehr und mehr bereit, die Zah­lungsfähigkeit Deutschlands zu prüfen und ihm eine Verminderung der Reparationen zu bewilligen. Das wäre die beste Lösung des Problems. Die französischen Ansichten über die Reparattonen hät­ten, das erkenne man hier an, i n W a - shington triumphiert. Eine solche Interpretation werde die Wallstreet nicht befriedigen, die eine Revision der Kriegs­schulden und der Reparationen erwartet habe.

Was Frankreich pikant

Rach Gerüchten aus amerikanischer Quelle, die derNewport Herald" wiedergibt, soll Ministerpräsident Laval sofort nach seiner Rückkehr beabsichtigen, die französische Negierung um die Er- mächtignng zur Einberufung einer Konferenz der an der Reparattons- frage interessierten Nationen einschliehlich Deutschland zu ersuchen. Aufgabe dieser Konferenz würde es sein, über die Möglich­keit einer weiteren Reparattonsherav- setzung zu entscheiden «nd einen neuen Zahlungsplan vorzubereiten, der Präsident Hoover als Ersatz für das am 1. Juli 1932 ablaufende Moratorium zur Begutachtung unterbreitet werden könnte. Diese Weltkonferenz würde nach allge­meiner Ansicht in Paris Ende No­vember oder anfangs Dezember zu­sammentreten.

Amerika vorläufig ausgeschaltet

Der Außenpolitiker desEcho de Paris" kommt in einem Kommentar auf seine gestrigen Andeutungen zurück, daß die französische Regierung die (Knberufung des im Poungplan vorgesehene Komitees vorschlagen würde, und fragt: Wird Deutschland den Rat, den die französische Regierung ihm erteilen wird, befolgen und bei der Internationalen Zah­lungsbank die Ermächtigung des Konsollattvkomitees beantragen,

das während des Moratoriums Deutsch­lands Zahlungsfähigkeit abschätzen soll?

Wenn Deutschland ihn ablehnt, wird das Hooverfeierjahr bis zum 1. Juli 1932 auf­gehoben sein: wie werden sich dann die Vereinigten Staaten verhalten? Sie wer­den ihre Akttonsfreiheit behalten; aber es wird versichert, daß sie versprechen werden, eine wohlwollende Haltung einzunehmen.

Auf jeden Fall scheint es n i ch t so, datz Frankreich künftig eine neue brüske Initiative Hoovers zu be­fürchten habe.

Deutschland soll weiter bezahlen

ird Deutschland ein Moratorium fordern? Wird Frankreich DeutschlandsZahlungsfähigkeit" erneut feststellen lassen?

-wer.

ter

5t!