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Der Anzeigend reis beträgt für den 11 gespalt. Zeilemnilltmeter 0.08 SM., sog. NeineAn,eigen und Familienanzeigen bei Barzahlung 0.07 GM^ amtl. und anewärtig, AnzeigenO.10 SM. Gruudschrist» SofoneL Bei schwierigem Satz so» tok bet Plahborschrift 60*1» Auf» schlag. — Sammelan,eigen 100% Aufschlag Reklanu-Milltm. 0.40 SM. Grundschrist, Petit. Jeder Rabatt gilt al« Barrabatt. Ziel 5 Tage. Offerten-Gebührr 25 Pfg„ bet Zustellung der Angebote etnschl. Porto — 60 SM. Belege werden berechnet. Erfüllung «ort Marburg.
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Beschluß der Newyorker Groß- . die Verzinsung des französischen ls in Amerika nicht zu erhöhen, das kürzliche Abkommen zwischen Lank von Frankreich und der Federal bank ernstlich in Frage zu stellen. Lntergouverneur der Bank von Franksoll diese Erhöhung zur Vorbedingung 'e Belassung der zweihundert Mil- Dollar in Amerika gemacht haben, eisen der Bank von Frankreich ver- man sich im Augenblick noch sehr zullend, da man anscheinend an- , daß es den französischen Unter- ern doch noch gelingen werde, eine lhung des Zinsfußes durchzudrücken.
Sicherheit!
dem der französische Ministerprä- Laval am Donnerstag morgen an der „Ile de France" im Newyorker einaetroffen w-r, ging er kurz nach r MEZ. mit seiner Begleitung an fiert) an Land. Im Batterypark Laval von Staatssekretär S t i m - offiziell begrüßt, worauf die Fahrt den Broadway nach der Cityhall an- n wurde. Ein langer Zug Auto- , an der Spitze die französischen und die amerikanischen Regierungs- ster, fuhr den Broadway entlang, wo Konfetti und Papierstreifen förmlich üttet wurde. Wie gewöhnlich bei Anlässen brach die Menge in Jubel
Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhessen
Anzeiger der amttichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.
Goldbarren von dem Dampfer
bringende Zusammenarbeit, die die Vereinigten Staaten auf wirtschaftlichem Gebiet dringend nötig hätten.
Was Psrtruax fordert
Wie Pertinax dem „Daily Tele- g r a p h" aus Washington meldet, hat Stimson im Laufe der Besprechung mit Laval während der Eisenbahnfahrt nach Washington den französischen Ministerpräsidenten gefragt, ob er damit einverstanden sei, daß die verschiedenen Punkte, die während des Washingtoner Aufenthalts zur Sprache kommen sollten, in einer gemeinsamen Sitzung amerikanischer und französischer Sachverständiger erörtert würden. Laval habe fedoch geantwortet, er würde es vorziehen, wenn die Sachverständigen nur als Ratgeber ihrer Regierungen in Erscheinung treten würden, da die Besprechungen nicht mit einer richtigen diplomatischen Konferenz verwechselt werden dürften. Laval habe dann Stimson den französischen Standpunkt bezüglich Sicherheit und Abrüstung auf der Grundlage der französischen Juli-Denkschrift auseinander gesetzt. Er soll von den Besprechungen mit Stimson einen günstigen Eindruck gewonnen haben.
Pertinax erklärt, Stimson arbeite zwar im Einvernehmen mit dem amerikanischen Botschafter ht Paris und möglicherweise auch mit Mellon aufrichtig auf eine engere amerikanisch-französische Zusammenarbeit hin. Es sei jedoch fraglich, ob er Hoover dazu bewegen könne, auch nur ein wenig der französischen Auffassung näher zu kommen. Unterrichtete französische Kreise seien der Ansicht, daß Laval nicht einmal das Versprechen für einen Konsultativpakt mit nach Hause nehmen würde und daß Frankreich keine Kürzung der Kriegsschulden ohne wesentliche Zu- gestäudnisie in der Abrüstungsfrage zu erwarten habe. Laval andererseits würde von den deutschen Reparationen nicht abgehen, wenn die internationalen Kriegsschulden nicht gestrichen würden. Aber selbst in diesem Falle wolle er für Frankreich noch einen beträchtlichen Saldo und zwar in Gehalt von Sachlieserun-
nungen viel abhängt. Es wird ausdrücklich erklärt, daß Lavals Besuch einen Meinungsaustausch und nicht Verhandlungen bezweckt. Der französische Ministerpräsident wird vielleicht überrascht sein über die Reichweite, die Präsident Hoover und Staatssekretär Stimson den Erörterungen zu geben bereit sind. Denn es spricht alles dafür, daß nicht einmal eine so heikle Frage wie die des volnischenKorri- oois beiseite gelaßen werden wird. Wenn Laval aber den Vereinigten Staaten nichts mitbringt, wird er auch nichts mitnehmen.
Gustav Caffel warnt
In einem Leitartikel im „Svenska Dag- bladet" beschäftigt sich Prof. Gustav Cassel mit dem französischen Ministerbesuch in Washington. Er schreibt u. a. „Haben Laval und Hoover verstanden, was eg gilt? Haben Sie sich so sehr von Kriegst traditionen und wirtschaftlichen Zwangst Vorstellungen fretmachen können, daß sie radikal mit der Politik zu brechen vermögen, die die Weltwirtschaft an den Rand des Abgrundes geführt hat?" Cassel stellt fest, daß die Tributforderungen ohne die geringste Rücksicht auf Deutschlands Zahlungsschwierigkeiten festgesetzt worden sind. Trotz der Katastrophe, die jetzt über die Welt hereingebrochen sei, habe man sich noch nicht die Frage vorgelegt, ob es für Deutschland möglich sei, auch nur einen kleinen Bruchteil der Reparationen zu zahlen. Man befürchte, daß Deutschland durch wirtschaftliches Aufblühen wiedererstarken könne und fordere die Tribute, um es am Boden zu halten. Deutschland ser nicht un Stande gewesen, auch nur einen Pfennig der Reparationen selbst zu zahlen. Die deutsche Auslandsverschuldung ser um 18,2 Milliarden Mark gestiegen. Jetzt könne Deutschland nichts mehr borgen. 'Im Gegenteil: Das Ausland entziehe ihm die kurzfristigen Kredite. Run frage man sich, was denn eigentlich geschehen solle, wenn Das Moratorium ablaufe. Cs sei für Deutschland unmöglich, in nächster Zukunft irgendwelche Zahlungen aufzubringen. Frankreich komme jedoch nicht
der Eityhall wurde Laval von Bürger Walker begrüßt. In seiner rt ging Laval auf seinen Besuch ?er seine Pilgerfahrt abschließe, ? London begonnen und dann nach I1. geführt habe. Er habe dabei immer im Auge gehabt, zur Behebung eltkrise beizutragen. Frankreich 'iedliebend und die Behauptung abwegig, daß es die Vorherrschaft tu “ anstrebe.
die Geschichte seiner Dergangen- arahne Frankreich zur Vorsicht und
es dazu, auf Sicherheit ganz .
besonderen Wert zu legen. Diese Sicherheit aber dürfe nicht nur in Worten zum Ausdruck kommen, sondern müsse planmäßig organisiert werden.
Amerika habe der internationalen Verbundenheit in großzügiger Weise gedient. Seine Entwicklung aber sei jetzt ebenso wie bei anderen Völkern durch eine ernste Krise unterbrochen.
Um 11.30 Uhr Ortszeit reiste Laval nach Washington weiter, wo abends ein Festesten im Weißen Hause stattfindet.
In politischen Kreisen Amerikas hat es stärkste Sensation hervorgerufen, daß Präsident Hoover, dem der Entwurf der offiziellen Rede Lavals bei dem Staatsempfang in Washington durch Funk- spruch übermittelt wurde, dem Umfang nach mehr als ein Drittel der Rede beanstandete und die Fortlassung wichtiger Stellen veranlaßte.
Die Pariser Morgenpresse widmet den Tatsachen-Berichten aus New- york und Washington breitesten Raum, wobei besonders hervorgehoben wird, daß sowohl die amtlichen Kreise wie die Bevölkerung dem Vertreter Frankreichs einen überaus warmen Empfang bereitet hätten. Noch vor der ersten Begegnung mit Präsident Hoover habe Laval im Eisenbahnzug Gelegenheit zu einer längeren wichtigen Aussprache mit Staatssekretär Stimson gehabt. Was die französische Haltung in den einzelnen Fragen anbelangt, so tauchen in den Berichten eine neuen Gesichtspunkte auf, doch kann man feststellen, daß in Bezug auf die Erfüllbarkeit dieser Wünsche einige Zweifel bestehen. In der „E r e Nouvell e" heißt es, Frankreich könne sich nur dann auf den Weg der Abrüstung begeben, wenn die Sicherheitsfrage gelöst sei. Aus diesem Grund könne Frankreich den Anregungen der Vereinigten Staaten nur die Frage entgegensetzen, wie weit Amerika bereit sei, Sicherheit gegen einen etwaigen Angreifer zu leisten. Die Lösung der Frage hänge ausschließlich von der amerikanischen Regierung av. Die Erfahrungen, die man nach dem Abschluß des Versailler Friedensvertrages mit dem amerikanischen Senat gemacht habe, legten Frankreich heute eine gewisse Zurückhaltung auf. Jetzt gehe es um eine nutz
g e rt herausschlagen. Jede Verringerung der französischen Buchungen wäre außerdem abhängig von einer wirksamen Organisation der internationalen „Sicherheit".
Der Korrespondent der „Times" in Washington meldet: Heute abend wird Laval bei Präsident Hoover und morgen abend bei Stimson zu Gaste sein. Man glaubt, daß von diesen ersten Begeg
rankreich stellt Amerika Bedingungen
Auf dem Gipfel seiner Macht — Wirtschaftliche Hilfe nur gegen politische Zugeständnisse
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Das weihe Vans tn Washington.
Jetzt wartet die ganze Welt, die unter dem Druck ber Wsirtschasts- und Geldnot leidet, auf txtfl-i Ergebnis der Verhandlungen. Sind doch Amerika und Frankreich heute die mächtigsten Länder. ' von denen allein aus eine Wiederbelebung der Weltwirtschaft ausgehen kann.
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Gold! Gold! Gold!
ans Amerika kommenden Dampfern gestern zwei neue Goldladungen in i Heckiourg ausgeschifft worden, und zwar
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