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Herrn Reichspräsidenten erlassenen tzmderen Machtbefugnisse gegen alle Hebungen und Strömungen, di« i Staat zu bedrohen suchen.

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deutsche« politischen Nachrichtendienst gehöre. Die Verteidigung hat gegen Urteil sofort Berufung eingelegt.

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Der Anzeigenprel« ö-trLgl für den 11 gespalt. Zellenmtllimeter 0.08 GM^sog. Heine Anzeigen und Familienanzeigen bei Barzahlung 0.07 ®gR amtl. und anÄvLrtige An^igenO.lO GM. Srundschrift» SoIoneL Bei schwierigem Satz so» wie bei Plahdorschrist 60*1» Auf­schlag. Sammelanzeigen 100*/« Aufschlag Reklam.-Millkn. 0.40 SM. Grundschrift > Petit. Jeder Rabatt gilt al« Barrabatt. Ziel 5 Lage. Sfferten-Sebührr 25 Pfg., bei Zustellung der Angebote einfchl. Porto 60 GM. Belege werden berechnet. Erfüllungsort Marburg.

Ein unerhörtes Urteil

10 Jahre Zuchthaus für Grenzüberschreitung

be- Be- den

Sicherung der Autorität des Reiches ist W Vorbedingung der Festigung- des Mrtrauens nach innen und außen und M den politischen und wirtschaftlichen Wie- inufbau, an dem alle positiven Kräfte mit«

digleften der Nachbarn, die Verwirklichung des Grundsatzes der Gerechtigkeit und Gleich­berechtigung unter den Völkern.

Die weitergreifende Zerrüttung der Kre­ditwirtschaft der Welt hat die Reichsregie­rung von Woche zu Woche vor neue Aufga­ben gestellt.

Die Reichsregierung nimmt für sich als

Erfolg in Anspruch, daß sie rechtzeitig

und <üs erst« im Kreis« der grasten Na­

tionen mtt entscheidenden Sparmastnah- men in den öffentlichen Ausgaben und mtt möglichster Senkung der Erzeugungs­kosten begonnen hat.

Hierdurch allein ist verhindeft worden, dast die gesunden Grundlagen der deutschen Volks­wirtschaft völlig erschüttert worden sind. Das Beispiel der Reichsregierung hat Nachah­mung in der ganzen Welt gefunden.

Anzeiger für (bas frühere kurhessische) Oberhessen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg

haus verurteilt. Die mildernden Umstände wurden ihm abgesprochen. Die Ehefrau des Angeklagten, die als Zeugin vernommen werden sollte, wurde vom E e r i cht n i ch t z u g e l a s f e n. In dem Urteil stellte das Gericht fest, dast Preist der Spionageüberfiihrt sei. Aus feinen KL ,fhm. Vorgefundenen Notizen gehe ganz deutlich hervor, dast er zu Spionagezwecken nach Polen gekommen sei, zumal er dem

fk. Ostrowo, 14. Okt. Vor mehreren Monaten wurde der deutsche Kriminal­beamte Anton Preist aus Namslau in Oberschlesien, der bei Glauscha sKr. Kem­pen), versehentlich die polnische Grenze überschritten hatte, j>on einem polnischen Grenzsoldaten entwaffnet und f«stgenommeik.< Bor dem Be«. zirksgcricht in O st r o w a fand gestern der Prozeh gegen Preist statt, in dem die Oeffentlichkeit ausgeschlossen war. Nachmittags wurde das Urteil ge­fällt, das ihn zu zehn Jahren Zucht-

Der neue irtschaftsbeirat

Hindenburg übernimmt den Vorsitz

und der Wirtschaftsführer persönlich Vorsitz zu übernehmen, soweit allgemeine grundlegende Fragen zur Erörterung

Lgerlin, 13. Ott. Auf der Tagesord- £g der ersten Sitzung des Reichstages nach W Sommerpause steht nur die Entgegen« Wne einer Erklärung der Reichs- Gierung. ' Egpfort erhält

Reichskanzler Brüning

Keiner großen Rede das Wort. Er dankt Mchst den ausgeschiedenen Ministern und M dann sein Kabinett vor. Er betont Ej:Die Reichsregierung ist ergänzt durch En bewährten Vertreter d er Wirt- kaft, der als Sachberater der Reichs- Ktrung in den vergangenen Monaten zur Efe gestanden hat.

feie Leitung des Wehr- und Jnnen- i Ministeriums ist in einer Hand vereinigt. iMebr als je zuvor zwingt uns unsere s heutige Notlage zu einer einheitlichen s Zuiammenfassuitg der staatlichen Macht­mittel, namentlich auch der von dem

ie Regierungserklärung im Reichstag

Brüning verteidigt die Regierungspolitik - Deutschnationale und Nationalsozialisten außerhalb des Saales

Reichspräsident von Hindenburg hat am Dienstag an den Reichskanz­ler ein Schreiben gerichtet, in dem er sich bereit erklärt, in den gemeinsamen Sitzungen der Reichsregierung und der Wirtschaftsvertreter den Vorsitz zu über­nehmen, soweit allgemeine grundlegende Fragen zur Erörterung stehen.

Der Briefwechsel zwischen Reichspräsident und Kanzler.

Das Schreiben des Reichspräsidenten an den Reichskanzler lautet:

Sehr geehrter Herr Reichskanzler!

Die Wirtschaftskrise, die sich in der ganzen Welt fortschreitend verschärft, weist der Reichsregierung die schwere Auf­gabe zu, ein wirtschaftlich wirksames und sozial gerechtes Wirtschaftsprogramm auf­zustellen und durchzuführen. In tatkräf­tiger Fortführung bereits betroffener Maßnahmen müssen grundlegende Ent­schlüße gefaßt werden, um die Arbeits­losigkeit zu mindern, die Produkttonskosten zu verringern und die Lebenshaltungs­kosten herabzusetzen. Es erscheint mir ge­boten, zur abschließenden Begutachtung dieser für unser Volk lebenswichtigen Fra­gen einen kleinen Kreis führender Sach­verständiger aus den verschiedenen Zwei­gen des wirtschaftlichen Lebens, auch Ver­treter der Arbeitnehmer als Wirtschafts- beirat der Reichsregierung einzusetzen, der mit ihr zusammen das gesamte Gebiet der wirtschafts- und sozialpolitischen Probleme berät, mit dem Ziele, zu einheitlichen Vor­schlägen zu gelangen. Ich hoffe und ver­traue, daß in einer engen Zusammenarbeit zwischen der Reichsregierung und diesem Wirtschaftsrat die Wege gefunden werden, die das deutsche Volk in einmütigem Zu­sammenstehen und Zusammenwirken aus der schweren Wirtschaftskrifis herausfüh­ren werden. Ich bin bereit, in den ge­meinsamen Sitzungen der Reichsregierung

ht Berlin, fortführen.

>.Reichsregierung erwartet'das Heil nicht im durch internationale Verhandlungen r.Hilfe des Auslandes, aber Deutschland , im letzten Jahrzehnt am eigenen Leibe E s alle Nachbarn gespürt, wie die un- Bten- politischen Fragen der Welt die «i Not bis zur Grenze des Erträglichen Wrt und wachsende Verzw eif- m allen Schichten des Volkes genährt Deshalb hat Deutschland das Recht, me Volker der Welt den Appell zu rich- i »te Bemühungen zu der unerläßlichen duschen Zusammenarbeit endlich zur prak- Tat werden zu lassen. Ich glaube, . m den vergangenen Monaten ein ge- Fortschritt in solcher Gesinnung erzielt An ist. Allen Völkern sollte inzwischen .M vor Augen geführt fein, daß das jedes Staates mehr als je in der ^angenheit mit dem Schicksal der Nach- verflochten ist. Kein Staat kann auf ^Sauer einen wirklichen Vorteil aus der > der anderen Länder erwarten. Die ver- Wn Folgen politischer Zahlungen ohne Gegenleistungen haben die ge- Welt ohne Ausnahme in heute noch ^»ehbare Bedrängnis geführt.

1 veittchauende Initiative des Präsi- der Bereinigten Staaten von knka hat leider nur ein« vorüber- ««hende Erleichterung geschaffen.

groß auch ihre Bedeutung war und war sie vom deutschen Dolle empfun- Trbe .schon die Ungewißheit ht den Fra- politischen Zahlungen übt fortge- Mk Lähmung auf den internationalen Mfts- und Finanzverkehr aus. Un- oare und offene Aussprache sollen den ^ur tatsächlichen Solidarität der Ra- : ebnen, denn es muß die Möglichkeit 2 werden, klare und ehrliche Stim- «jyx, Zwischen den Nachbarn zu schaffen.

* Ordert vor allem verständnis- nuck^chtnahme auf die Lebensnotwen-

RlttweS, hk,11.Stt.1SA

Obecheff'f-tX Ze«nng' et- sechsmal vSchentlich. Be- monatlich 2.20GM.au«- ZuflellungSgebatzr, durch J* «ost 2.45 GM. Für etwa durch Maschtnendefett oder ele- Ereignisse au-fallende ^«rn wird kett. Ersatz ge- TZT Verlag. Dr. &. Hitzerotb.

6« Untv-Buchdruckeret TTSag. Koch. Mark! 21/23. ^.s-recher: Rr. 54 und Mr. 55. «^scheckkonlo: Am, Frankfurt jjf. Nr- 5015. Sprechzeit wt giedaktion von 1011 w*>

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stehen.

Ihren baldigen Vorschlägen für die Zu­sammensetzung di^es Wirtschaftsöeirates, die ich alsdann zusammenberufen werde, sehe ich entgegen und bin mit freundlichen Grüßen (gez.) von Hindenburg."

Der Reichskanzler anworteie wie folgt: Hochgeehrter Herr Reichspräsident!

Auch nach meiner Ueberzeugung läßt es die gesamte Wirtschaftslage geboten er­scheinen, daß die Reichsregieruna nunmehr die großen und entscheidenden Gesamtpro- bleme des Wirtschaftslebens mit führen­den Sachverständigen des wirtschaftlichen Lebens, darunter auch Vertretern der Ar­beitnehmer, berät und einer baldigen Lösung zuführt. Darum werde ich, Ihrem heutigen Schreiben entsprechend, mit aller Beschleunigung Vorschläge geeigneter Per­sönlichkeiten unterbreiten, mit der Bitte, sie alsbald in den Wirtschaftsbeirat der Reichsregierung berufen zu wollen. Dabei gehe auch ich davon aus, daß der Kreis der Mitglieder des Wirtschaftsbeiraies so eng wie möglich gestaltet wird, damit die Verhandlungen ausreichend vertieft und beschleunigt werden können. Vielleicht wird es nützlich sein, für Einzelfragen be­sonders geeignete Sachverständige zu den Beratungen zuzuziehen.

Mit besonderem Danke begrüße ich Ihre Entschließung, daß Sie das große Ver­trauen, das Ihre Persönlichkeit in allen Schichten des deutschen Volkes genießt, einsetzen wollen für eine rasche und ergeb­nisreiche Durchführung der Beratungen und daß Sie deswegen bereit sind, in ihnen den Vorsitz zu übernehmen, sobald allge­meine, grundlegende Fragen zur Erörte­rung stehen werden.

In aufrichtiger Verehrung bin ich, hoch­geehrter Herr Reichspräsident Är in Treue ergebener (ger.) Brüning."

Es ist anerkannt worden als etne mutige Einstellung auf eine schwere Zukunft. Die Reichsregierung wurde durch Entschließungen, die allerdings hart und unpopulär waren, in die Lage vetttzt, gerade in dieser Zeit zur Rettung der Privatwirtschaft schwe­bende Schulden in Höhe von nahezu 300 Millionen Mark zurückzuzahlen.

Di« Kris« b«s englischen Pfundes stellt Reichsregierung und Reichsbank vor neue Aufgaben.

Noch stärker als in den vergangenen Mo­naten ist eine Einstellung von Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik aufeinander und eine Anpassung des Selbstkosten- und Preis­niveaus an oie wirtschaftliche Entwicklung nötig. Die Reichsregierung hat in Heber» einstimmung mtt dem Reichspräsidenten be­schlossen, einen Wirtschaftsbeirat zu ernennen, der ihr zur Sette stehen soll. Mit ihm gemeinsam wird in kurzer Frist em Wirtschaftsprogramm für die nächsten Mo­nate ausgearbeitet. Dieses hat als erste Voraussetzung

di« Aufrechterhaltung der Stabilttät un­ser« Währung, an der unter keinen Hirn ständen gerüttelt werden darf.

Von entscheidercher Wichtigkett ist die Durch­führung eines Planes zur Tilgung der kurz­fristigen Schulden und eine endgültige Klä­rung der Reparationsfrage. Fehler der Ver- gangenhett im Wirfschastsaufbau Deutsch­lands müssen schneller als bislang ausgeräumt werden. Die bisherigen Maßnahmen haben dazu gedient, die Selbstkosten der Wirtschaft zu verringern, die Ausgaben der öffentlichen Hand berabzusetzen und die mtt Fehl­investitionen von K apital verbun­denen Gefahren für die Zukunft emzu- schränken.

Die Kreditpflege gerade für Mit­telstand, kleinere und mittlere Jndusttie muß auch bei der Bankenpolitik in der Zukunft eine der wichtigsten Aufgaben fein.

Landwirtschaft, Grundbesitz und In­dustrie leiden unter zu hohen Zinssätzen. Ihre Senkung ist em anderes unerläßliches Mittel zur Herabsetzung der Produktions­kosten, wenn wir nicht zu völliger Schrump- fung der Wirtschaft kommen wollen.

Nur in diesem Gesamtrahmen wird es mög­lich sein, zu verhindern, daß das deutsche Volk an der Sozialpolitik überhaupt irre wird. Die Sozialpolitik mutz sich den finanziellen und wirtschaftlichen Notwendigkeiten einfügen. Dabei kann an dem verfassungsmäßig ver­brieften Mitbestimmungsrecht der Arbeit­nehmerschaft nicht vorbeigegangen werden. Vor allem gilt das auch für den Tarifgedan- ken, der als solcher gesund ist und erhalten werden mutz, aber größerer Elastizität in der Handhabung bedarf. Die Tarife muffen ver­änderten Verhältnissen schneller angepaßt werden können. Der Grundgedanke ein« guten Sozialpolitik mutz gerade in gegenwär­tiger Notzeit Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Pflicht erkennen laffen, ihre Angelegen­heiten gemeinsam unter möglichst eigener Ver­antwortung und unter möglichst geringer Ein­mischung des Staates zu regeln.

Mit einer solchen Politik muß Hand in Hand gehen die Behandlung der Kartellfrage, da die Preisgestaltung den wechselnden wttt- schaftlichen Bedingungen und der gesunkenen Äauffraft im Inlands schnell angepatzt wer­den mutz.

Sine Verzinsung und Tilgung der kommer­ziellen Schulden des deutschen Volkes ist nicht möglich, wenn den deutschen Waren die Welt­märkte in fortschreitendem Maße gesperrt werden. Das führt zur Zerrüttung der Welt­wirtschaft. Die Reichsregierm g ist gewillt, alle Schritte zu tun, um einer solchen Politik zu begegnen. Ebenso klar ist st. stch allerdings darüber, daß die Bedeutung des Binnenmarkts in der kommenden Zeit stärker in den Vorder­grund treten wird. Diesem Ziele dienen auch die Pläne einer erweiterten und beschleunig­ten Siedlung' auf dem Lande und im Vorfeld der Städte.

Alle im Inland vorhandenen Produk­tionsmöglichkeiten müffen bis auf das letzte ausaenutzt werden, zumal die Not-

Seiten mühen. Die Leitung der Wehr- echt wird ihre bisherigen bewährten Grund- k weiter verfolgen, die dem Hohen Saute ___ mutt sind und Gewähr dafür bieten, daß lies wichtigste Machtinstrument des Staa- (jederzeit seinen Aufgaben gewachsen ist. gl ts Justizministerium ist in die 11 ntbe eines Mannes gelegt, der seit einem f I toienalter dem Staate jederzeit besonders D und erfolgreich gedient hat.

Tie Leitung des Außenministeriums IM *rb m mein« Hand liegen. Ich werde

>tt Außenpolitik int Geist« der Be­ll Brechungen der letzten Monate, vor j||km d« jüngsten deutsch-französischen

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