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den könne.

gen des Reiches und Preußens.

3n dieser wird der Versuch, durch Erhöhung der bisherigen Zuschüsse die Wohlfahrts- I ast en der Gemeinden zu erleichtern, als unzureichende Hilfe bezerchnet. Weiter wird gesagt, die Vorschrift, dah von den 150 Millionen Reichsgeldern die länd­lichen Bezirksfürsorgeverbände statt wre bis­her ein Drittel, nur noch ein Viertel erhalten sollen, bedeute eine wesentliche D e r s ch l e ch - rerung gegenüber dem jetzigen Verteilungs- matzstab. Der durch die Notverordnung vom 6. Oktober gebildete Sonderfonds in Höhe von 80 Millionen Mark zur Erleichterung der Wohlfahrtslasten der Gemeinden und Ge­meindeverbände könne nur dann eine Ent­lastung für die ländlichen Gemeinden brin­gen, wenn er beträchtlich erhöht und nach wirklich gerechten Matzstäben verteilt werde. Die Reichsregierung übersehe ferner, dah dre Arbeitslosenversicherung niemals einen reinen Versicherungscharakter gehabt habe. Wenn gleichzeitig mit der Herab­setzung der llnterstützungdauer in her Ar­beitslosenversicherung eine Verlängerung der Unterstützung in der Krisenfürsorge angeord- net worden ei, so mülle diese zu einer . ziellen Mehrbelastung der Gemeinden führen. Der Eesamtvorstand des Preutzischen Land­gemeindeverbandes sei der Auffassung, dah di« Dreiteilung der Arbeitslosen in Ver­sicherte, Krisenunterstützte und Wohlfahrts- empfänger nicht länger aufrechterhalten blei-

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Marburger Stabtzettung

Ser Warnruf -er Landgemeinden

3m Rahmen einer Berliner Prellebe­sprechung überreichte gestern der Präsident des Deutschen Landgemerndetages, Dr. (Be­tete, eine Entschließung des Eesamtvorstan- des des Verbandes der Preuhischen Landge­meinden zu den neuen Notverordnun-

Mt ViebeMn-e

Wie uns seitens des Berfchönerungsvereins mitgeteilt wird, ist in den letzten Tagen das bei der Renovierung des Schröcker Brun­nens neu eingelegte Brunnenrohr aus Kup­fer gestohlen worden. Ferner wurde an der Kirchspitze die Hälfte des Zinkdaches an dem sogen. Frey tag-Tempel entwendet.

Hier handelt es sich nicht allein um einen Diebstahl, sondern eine rohe Tat erster Güte. Der Verschönerungsoerein tut bei bescheidenen Mitteln alles, um Wege, Schuhhütten u. dergl. unserer engeren Umgebung in Ordnung zu halten. Nun reihen Babenhände ein, was Marburger Bürger in bester Absicht geschaffen haben — nur um ein paar Groschen heraus­zuschlagen Man kann nur wünschen, daß die Täter baldigst namhaft gemacht «erden können.

* Auswärtige Gerichtssitzungen. Arn Donnerstag begibt sich das Gröhe Schöf­fengericht nach Münchhausen, um einen Unterschlagungsprozetz zu Ende zu führen, der schon einmal vor dem hiesigen Schöffengericht anstand. Am 27., 28. und 29. Oktober weilt das Große Schöffengericht in R o d h e i m ft. d. B., wo ein Landfriedensbruch von grö­ßerem Ausmaß seiner Erledigung harrt. Wie wir hören, sollen bei diesem Termin mehr als 40 Zeugen vernommen werden.

*DiezweiteNeitjagddes Aus- bildungs-Batls. 15. J.-R. findet am M i t t w o ch, dem 14. Oktober 1931, statt. Sammelplatz: 12 Uhr Dreilinden, Straßen- gabel Ockershausen—Cyriaxweimar—Her­mershausen. Halali: Grund bei Neuhofs. Zuschauer: Sttatze Dreilinden — Cyriax­weimar und Grund bei Neuhöfe.

• Kreiskriegerverband Mar­burg. Am Sonntag, dem 11. Oktober, vor­mittags, fand im Haufe Freidhof Dorstands­sitzung statt. Es wurde beschloffen, die dies- Mrige Herbstveertretertagung des Verbandes am Sonntag, 15. November, 10 Uhr, im Haufe Freidhof abzuhalten. Die Ta­gesordnung wurde festgelegt. Sie wird allen Beteiligten nächster Tage übersandt werden. Je chswerer die Zeit, desto fester und unttenn- barer müffen die Kriegervereine zusammen- haltn. Kein Verein wird bei der Bertteter- tagung fehlen!

* Krieger- und Landwehrverein Marburg. Am Sonntag, dem 18.- Oktober, 20 Uhr, findet im Hause Freidhof die Gedenk­feier des 5 9. Stiftungsfestes statt. In Anbettacht der Not der Zeit ist die Fgrm eines einfachen Familienabends gewählt wor­den. Die Anteilnahme aller Kameraden mit Familien wird erwartet.

* Prinz, Augyst Wilhelm von Preußen tn Marburg. Man schreibt uns: Am kommenden Donnerstag, dem 15. Oktober, wird in einer grohen Versammlung der Nationalsozialisten in den StadtsAen Prinz August Wilhelm von Preu- hen sprechen. Ms weiterer Redner für diese Versammlung sind vorgesehen der Provin­ziallandtagsabgeordnete W. Gunst aus Mühlhausen m Thüringen und der Reichs­tagsabgeordnete Emil Stürtz aus Wel- pen-Hüttenau (Ruhr). Das Thema der Ver­sammlung, die um 8.30 Uhr beginnt, lautet: „Der Nationalsozialismus im Kampf um Deutschlands Freihett." — Prinz August Wilhelm, der früher Mitglied des Stahl­helm war, gehött fett zwei 3ahren der NationaksoziÄistischen Deutschen Arbeiterpar­tei an. Er ist feit dieser Zeit fast täglich un­terwegs, um in Versammlungen in allen Ge- senden Deutschlands für den Gedanken der Volksgemeinschaft des Nationalsozialismus zu werben. Der Abgeordnete Gunst ist einer der bekanntesten und beliebtesten Redner Mitteldeutschlands, während der Reichstags- nbgeordnete Stürtz em bekannter Redner aus dem Ruhrgebiet ist. Gerade in der heutigen Zett der polittfchen Hochspannungen und der Reichstagseröffnung dürste diese Versamm- «W in Marburg größtes Interesse finden.

Oberbellische Zetton«. Marburg a. L, Dienstag, den 13. Oktober 1931

Abschluß -er Deutschen Woche

Ser Werbraben- in -en Sta-Wen

Als Abschluß der Deutschen Woche fand gestern Abend im Stadtsaal ein Werbe­abend mit künstlerischen Darbie­tungen statt. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt, und willig gab man sein Scherflein zu der noch immer lebensfähigen Tambola, deren Reingewinn bekanntlich bei Winterhilfe zugute kommen soll.

Frau Profeffor Strecker sprach noch ein­mal über die Deutsche Woche und dankte vor allem Herrn Brand, der sich mit seiner Tanzschule tn den Dienst der Deutschen Woche gestellt, um deutsche Gymnastik und deutschen Tanz vorzuführen, Ihr Dank galt weiter Frau Pelz-Langenscheid (Kasiel), Frau Dr. Ebel (Kassel), den Mitgliedern der Frauenvereine, den Schulen und der Presse, die sich alle weitgehend in den Dienst der Deutschen Woche gestellt hätten.

Frau Pelz-Langenscheidt umriß noch einmal die Grundgedanken der Deutschen Woche. Das Schlimmste an der gegenwärtigen Not sei die Tatsache, daß so viele arbeitswil­lige Hände ruhen müssen. Mit Bangen sehe man auf die deutsche Jugend, die unter solchen Verhältnissen heranwachsen muß. Nicht Not­verordnungen könnten hier helfen, vielmehr müsse man sehen, wie das feine Räderwerk der Wirtschaft wieder in Ordnung zu bringen ist. Aus diesem Gedanken sei die Deutsche Woche erwachsen, die zuerst in Frankenthal (Pfalz) und jetzt Bereits in 30 deutschen Städten durchgefübrt worden ist. Sie soll keine Boykottbewegung sein hegen jegliche Aus- lanbsroate, sondern wolle nur betonen, daß die Inlandsware bevorzugt werden muß. Das Hemd sei uns nun einmal näher als der Rock, und Aufgabe der Frau sei es, hier aufklärend zu wirken und mit gutem Beispiel voranzugehen. So sei die Forderung der Deutschen Woche ein „durchdachter ginlauf", der auch die Kaufleute bestimmen soll, nur Waren zu füh­ren, die im Interesse unserer Volkswirtschaft liegen. Zugleich sei die Deutsche Woche ein

Besinnen auf die deutsche Seele, die mittlingen muß, wenn wir uns wieder den Platz an der Sonne erkämpfen wollen. — Die Ausführungen wurden mit starkem Beifall ausgenommen.

Was die künstlerischen Darbie­tungen des Abends anbelangt, so ist hier in erster Linie die Marburger Tanzschule „O s 6 e r t e" zu nennen. Sie trat mit rhyth­misch-künstlerischer Gymnastik und einer Reihe moderner Tanzschöpfungen hervor und stellte damit zugleich bas „Osberte-System" unter Beweis, bas heute bekanntlich in über 200 Städten des In-, und Auslandes gelehrt wird. Die Damen, von denen besonders L. von Menckwitz, Vela Schloemann und Ilse Berling zu nennen sind, bezeugten eme_ gute Schule. Die biegsamen und gelösten Körper, prachtvoll durchtrainiert und beherrscht, wur­den auch gewagten Tanzschöpfungen gerecht. Besonders gefielen die auf einen mehr freu­digen Ton gestimmten Tanze, wie z. D. Akro­baten, Duell, Groteske, Hofmusik u. a. m. Auch die Kostüme waren auserwählt. Das Publi­kum applaudierte freudig und erzwang auch Zugaben, obwohl das Programm schon 15 Nummern aufwies. Die musikalische Beglei­tung lag in den Händen von Frau Veldkamp- Mann.

Nach zwei LiedervortrSgen, von Frau Dr. Ebel (Kassel) gesungen, ging bann schließlich noch ein kleines Theaterstückchen über die Bühne, von Frau Professor Sttecker verfaßt. Frauen und Mädchen der Frauenvereine stellten einen Markttag dar. Es ging hier recht lustig zu — am schlechtesten schnitt aber die Marktfrau ab, die Auslandsware an den Mann (hier war es die Frau) bringen wollte Frau Professor Strecker schloß mit einem kleinen Gedicht. Die schönen Herbstrosen, die ihr schließlich von Frau Wer neck überreicht wurden, waren ein kleines Zeichen der Dank­barkeit für alle die Mühe und Arbeit, die der Vorsitzenden des Marburger Hausftauenver- eins während der Deutschen Woche zugefallen ist. l-r.

Aus dem Gerichtssaal

2 Jahre 6 Monate Zuchthaus.

Zwei aus Westfalen gebürtige junge Leute waren auf ihren Reisen schon öfters wegen allerlei Sttaftaten nut dem Straf­richter in Konflikt gekommen. Alle ver­hängten Strafen halfen aber nichts. Sie betrieben ihr verbrecherisches Handwerk immer weiter, und die Gegend, in die kamen, war vor ihnen nicht sicher. Eines Tages kämen sie auch nach Kurhessen und zwar in die Gegend von Homberg. Mit allen erdenklichen Handwerkszeugen, wie Stemmeisen, Schraubenzieher, falsche Schlüssel, Kistenbrecher usw. ausgerüstet, statteten sie einem Kaufmann in Homberg und einem solchen in Oberbeisheim Be­suche ab. Während sie bet'dem Kaufmann in Oberbeisheim mit ihrem Einbruch noch schonend vorgingen, machten sie in Hom­berg reinen Tisch. Alles, was nicht nied- und nagelfest war, mußte mftgehen. Kaf­fee, Wurst, Zigarren, Zigaretten, über­haupt alles, was man so zum Leben ge­braucht, war für sie eine willkommene Deute. Run hatten sie so wett alles, nur das Gelb fehlte noch. Das fanden sie auch bei dem Kaufmann in Homberg, der sonst seine Kasse mit in sein Schlafzimmer nahm und gerade an dem Abend, als der Einbruch geschah, im Laden gelassen hatte. Rach dem Einbruch begab sich der eine Einbrecher zu einer mit ihm noch verwand­ten Frau in Homberg und nahm selbstver- 'ständlich das Diebesgut mit. Das wurde den beiden Einbrechern, die sonst gar nicht so leicht zu fassen waren, zum Verhängnis. Die Frau machte von dem ihr unerwünsch­ten Besuch der Polizei'Mitteilung, und so gingen beide Einbrecher „hoch". Zur Zeit sind sie in der Wilhelmsttaße in Quartier und verbüßen dort eine gegen sie aus frü­heren Straftaten verhängte Strafe. Gestern nahm das Gencht keine Rücksicht mit ihnen «nd schickte sie 2 Jahre, 6 Monate ins Zuchthaus.

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Wegen Wechselfälschung 4 Monate Gefängnis.

Ein Geschäftsmann aus einem Rachbar» ort war in Vermögensverfall geraten. Am nun aus der Sache wieder herauszukom­men, half der Bruder der Frau, indem dieser ab und zu einmal einen Wechsel für sie unterschrieb, der auch bann von dem Geschäftsmann eingelöst wurde. Die Hilfe des Bruders reichte aber nicht aus und so griff die Geschäftsfrau zu dem Mittel, daß sie ohne Kenntnis von ihrem Bruder weitere Wechsel ausstellte, die nach und nach die Zahl 11 mit einem Gesamtwett von nahezu 3000 Mark erreichten. Der ihrer gestrigen Vernehmung gab die An­geklagte zu, die Wechsel gefälscht zu haben, entschuldigte sich aber damft, daß ihr Bru­der so wett weg gewohnt habe und ihr der Weg dorthin zu wett gewesen sei. Der Bruder war aber mit der Sache nicht ein»

verstanden und so stand sie gestern wegen Wechselfälschung vor Gericht. Das Gencht ließ aber Milde walten und verurteilte sie nur zu 4 Monaten Gefängnis. Die Strafe wird ausgesetzt, wenn sie innerhalb von zwei Jahren die Gerichtskosten be­zahlt.

Wegen einer ähnlichen Sache hatte sich ein junger Mann zu verantworten. Dieser hatte einen Wechsel auf seine Braut, die in Oberasphe (Kr. Biedenkopf) wohnte, ausgestellt. Der Angeklagte war gestän­dig. Auch hier ließ das Gericht Milde walten und öerurteilte chn zu 3 Mona­ten Gefängnis. Auch hier wird die Strafe ausgesetzt.

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Wegen Betruges und Unterschlagung 1 Monat Gefängnis.

Als letzter Angeklagter erschien ein Mann, der Alimente zu bezahlen hatte. Diese bezahlte er aber nicht gern und so sah sich die Vormundschaft genötigt, den Lohn mit Beschlag zu Belegen. Da kam er auf den Gedanken, sich „Müller" zu nen­nen. Unter diesem Rainen fand er auch Stellung in einer Mühle in der Rähe von Allendorf. Hier mußte er für feinen Ar­beitgeber Gelder einkassieren, welches er auch zuerst zu voller Zufriedenheit erle­digte. Später behielt er aber Geld für sich, insgesamt 30 Mark. Bei dem Geld- einkassieren lernte er auch Leute kennen, die seinem Arbeitgeber noch wettere Sum­men schuldeten. Eines Tages ging er zu einem solchen Schuldner und sagte, sein Prinzipal brauche dringend Geld. Dieser gab ihm auch 15 Mark gegen eine Quit­tung, die er mit seinem richtigen Ramen unterschrieb. Don dem Arbettgeber hatte er aber auch 10 Mark für Znvalidenmar- ken erhalten, die er von der Post mit» bringen sollte. Da er nun auch dieses Geld für sich behalten hatte, wurde ihm der Boden zu heiß und er nahm das Fahr­rad seines Arbeitgebers und suchte das Wette. Dann teilte er diesem mit, daß er nicht anders gekonnt habe und sich aus der Fahrt nach Holland befinde. Das Gericht verurteilte ihm wegen Betrugs und Unter» fchlagung zu einem Monat Gefäng­nis. Auch diese Strafe wird ausgesetzt, wenn der Mrgeklagte den angerichteten Schaden innerhalb zweier Jahre wieder gut macht. —n.

* Die Mitgliederversamm­lung des Deutsch-Evangelischen Frauenbundes findet in diesem Mo­nat ausnahmsweise am vierten Freitag, dem 23. Oktober, statt.

* Johann Strauß wird mit seiner Kapelle am 30. Oktober in den Stadtsälen spielen. Er befindet sich zurzeit auf einer Konzertreise, die über Brüssel und Paris führt.

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• Schulbeginn. Mit bem heutige gehen die Herbstferien zu Ende. Die $ richt beginnt morgen 7.30 Uhr.

• Der Schülerzug zwischen ker und Marburg fährt ab morgen mehr wie früher 6.50 Uhr, sondern 7,14 von Wetter ab.

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Kamera. In der Kamera kann Zett eine Reise, durch Indiens Dsch^ machen und an einer Elefanten-, Naj und Tigerjagd teilnehmen. Schon oft ho, Ra-ubtterjagden auf der Leinwand gy aber vielleicht nie sind die (Fmsefbeiten 1 gefährlichen Jagden so in Erscheinung ten, wie bei diesem Tonsilm. Wie diese ten und Jagden durchgeführt werden, , gibt der Tonfilm „A « s de r Tiger! l n Indien" schöne Bilder wieder, schildert aber auch die Gefahren, den«, Raubtterjäger ausgesetzt sind und mach Zuschauer mtt Bräuchen und Sitten der geborenen vertraut. Wertvoll und inten wird der Film weiter durch den Vortto, Direktors Hagen deck aus Stellingen, ein gutes Beiprogramm ist habet

Tftgesaftzeiger.

Dienstag, den 13. Oktober Dergnügnngsanzefger.

Schloß-Cafe, Marburg: Ab 20.15 Tanzabend.

Cafe Markees, Rettgaffe: 20 Uhr: Ko«

Cafe Vetter. Reitgasie: 20 Uhr: Ko, Stadtkeller: 20 Uhr: Künstlerkonzert.

Capitol, 'Biegenstraße: 2tb 20.15 ] „Wiener Liebschaften" und „ZH gut bleibe schlank".

Kamera. Kasernenstr.: 17 und 20.15 ! „Auf Tigerjaqd tti Indien", im ' Programm „Die sprechende Fabrik" „Flick und Flockie auf der Rennbahn'

Lichtspiele Bahnhofstraße: 15.30, 173 20.15 Uhr: „Vier Federn" »nd , gewisse Etwas".

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Letzte Meldungen

Die heutige Reichstagsfitzung.

ff. Berlin, 13. Oft. Obwohl Reichstagssitzung für 3 Uhr nachmii anberaumt ist, war das Reichsfagsgei schon in den frühen Vormittagsstunden

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Obst

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Letzte WtrtjMslsmMmakß

r. Frankfurt, 13. Oft. Trotz te1' ' Mischen Unsicherheit und obwohl vom.-- lande keine besonderen Anregungen dou« erhielt sich in dem Vormittagsverkebr feste Tendenz. Man hotte nur Geld" die noch über den gestrigen Abendkurs gen. Die Umsatztätigleit ist allerdings ’ sehr gering, da keine Angebote voriag^

r. Berlin, 13. Ott. Am Pro^ markt ist das Znlandscmgebot ruhiger L worden und der Umsatz nicht grvh- , Lieferungspreife liegen 0,50 RW. gestrigem Schluß. Die Preise für OL^ Roggen liegen nur noch 2 RÄ- " gestrigem Schluß und Dezember-^ nur noch 3,50 RM., das heißt 2 ter gestrigem Schluß. Hafer stetig

Versammlungen, Borträge, fpotiö Veranstaltungen usw.

Bund „Königin Luise", Ottsgr. Mach 20.15 Ahr bei Becker, Reitgasie: ! nats-Pflichtversammlung mtt Lichtbi Vortrag.

vielen Schaulustigen belagert. Die1 fammlungen nahmen dauernd zu. den späteren Stunden wird der Reich » mcm von der Polizei wieder im weiten Und I?“" abgesperrt werden. , ™n

Genau vor einem Jahre, am 13. Oki

1930, hat dieser Reichstag seine 1 Sitzung abgehalten. In einer en schicksalschweren Stunde kommt der Re tag heute am Jahrestage seines ersten sammentritts nach einer Pause von 1 als einem halben Jahre wieder zusam In der Zwischenzeit find zwei große eine Anzahl kleinere Notverordnungen der Regierung erlassen worden, von bi die meisten sehr umstritten find. Die 9 sttton hat die Wiederaushebung aller ser Verordnungen beantragt. Aber 1 in den Reihen der Parteien, die die gierung bisher gestützt haben, werden ei lich ht einigen Punkten Aenderunge« 1 langt.

Vor der Plenarsitzung halten saß Fraktionen des Reichstages noch Sitzui ab, um die letzten Dispositionen zu frei Irgend welche Entscheidungen find vor Kanzlerrede nicht mehr zu erwarten.

Der Reichskanzler wird zunächst । formulierte Regierungserklärung vov gen, beten Verlesung etwa 20 Minuter Anspruch nehmen dürfte. Dann wirb Reichskanzler in freier Rede aus alle « benben politischen Fragen eingehen, dürfte bei dieser Gelegenheit auch aut Harzburger Tagung und namentlich die Rede Schachts zu sprechen kom« Rach den Ausführungen des Reichskaiw wird die Sitzung auf Mittwoch vertagt

Auch di« Kommunisten haben ituroti1 einen Antrag auf Auflösung des R" tages eingebracht.