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Obersteffifch« Zeitung, Marburg a. L. Donnerstag, den 8. Oktober 1931

Nr. 236

Die Deutsche Woche in Marburg *

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Eröffnung der AusstellungIm Reiche der Familie"

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Die Ausstellung, die die hiesige Orts® gruppe des Reichsverbandes deutscher MSfrauenvereine unter dem Motto Im Reiche der Familie"

lege

. A heute vormittag eröffnet hat, bringt die i $g Gedanken der Deutschen Woche in greif®

Druck erzeugt Degendruck. Je höher Elend und Arbeitslosigkett steigen, desto mehr Hilfsbereitschaft findet sich in allen Schichten des deutschen Volkes, desto mehr zCfinnt sich das deutsche Volk auf seine eigenen Kräfte. Eine bekannte Tatsache ist es daß Tausende unserer Erlverbslosen _jÄt erwerbslos zu sein brauchten, wenn jeder einzelne den deutschen Erzeug­nissen und der deutschen Ware den Vorzug geben würde. Hier aufklärend zu wirken ist in erster Linie Sache der deut- «*cn Hausfrau, die täglich für den ge­heckten Tisch zu sorgen hat und somit bet hem Einkauf auch den deutschen Kaufmann hcizu führen kann, daß er den deutschen Produkten den Vorzug gibt. Wenn somit

Reichsverband der deutschen Haus­frauen e. V. eine Deutsche Woche ins Le­hen gerufen hat, so ist man damit gleich­em zur Selbsthilfe geschritten, zur An- fttrMung der beschäftigungslosen Wirt­schaft der Erhaltung der Landwirtschaft, her Stärkung des Binnenmarftes und da- gnt zur Linderung der argen Bedrängnis zahlreicher Volksgenossen.

rar.

deutsche Waren Qualitätswaren sind und xch es heute einfach die Pflicht jedes guten Deutschen iff, in seinem Haushalt nur

as L barer Form zum Ausdruck. Man hat keine ks 8 Mühe und Arbeit gescheut, um trotz der mbSf Lot der Zeit den Beweis zu führen, daß

deutsche Produkte zu verwenden. Dabei ist man nicht engherzig und einseitig

a verfahren, sondern bietet tatsächlich in die®

i er Ausstellung eine Fülle des Schönen

und Nützlichen und auch Belehrenden. Der

ach die heimische Geschäftswelt ergänzt

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le set Kern dieser Ausstellungen bildet jeweils > ihn ^ine Wander-Sonderschau, die eute, durch den Reichsverband deutscher Haus- - rauen organisiert wurde und die jeweils

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bei »ird. Erfreulich ist es, daß sich trotz aller

Huri» egen mußte.

tilgt haben. Die Zahl der Stände ist so ich, daß man auch den kleinen Saal der tadtsäle, das Iägerzimmer, die Garde- >be und selbst den Keller teilweise be-

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ir 9 WarburgerGewerbetreibenden st b« ichersl zahlreich an dieser Ausstellung be-

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für wirtschaftlichen Schwierigkeiten auch die

;en, anläßlich eines Wettbewerbes, den

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ten ist, vom Herd angefangen bis m Kochtopf. Man sieht die so praktische ektrvküche, die Pyrmonter Reformküche, eilen zeigen die Zweckmäßigkeit von topfen, Kasfekannen, Messer- und Ga- formen u. a. m. Gleichzeittg wirbt der tand für den Verbrauch der guten beut® >en Ruhrkohle und zeigt die Zweckmäßig- t der verschiedenen Beleuchtungsatten. Keller der Stadtsäle hatDer Rr'ng er Bauwirte" seinen Stand, wo er «h Modelle und Prospekttnatettal für Eigenheim wirbt.

en Garderobe der Stadtsäle puppen® *ubenar tige Modelle aufgebaut, e die verschiedenen Küchen-, Klein- und 'einst-Wohnungen zeigen, in denen alles

die Landwirtschaft erfreulicherweise mit einer Sonderschau

ist .

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ie ZeitschttftDau weit" auSschtteb. Der WM stets dieser Häuser bewegt sich zwischen

ergon Zunächst sei der

knnderschauDas preiswerte Eigenheim" Spar edacht, die das Iägerzimmer füllt. Diese wird Wanderausstellung enthält vor allem die eie 3 preisgekrönten Arbeiten zahlreicher Archi-

ikindr25 000 Mark. Die Modelle haben den bauluftigen manches Wissernswerte zu sa- b e r. en, zumal Vie Bauweise bis zur Türklinke 6 ul tftgelegt ist. Gleichzeitig sind in der obe-

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enen. So zeigt das Stiftungs- sst Neuhöfe ttefgekühlte Rohnulch, ilchprodufte, Tafelobst, das Fttschei und ubes Geflügel. Sehr interessant ist 4$, ler die neuzeiüiche Küche, die der Schrei- s 4!- erineister Jacob: (Damm) nach einem , ** ^vurf der Landwirtschaftlichen Versuchs-.

Walt Pornrnetttz in Sachsen angefertigt 3P j Das prakttsche Geschirr dazu stellten ' - * Sinnen Benjamin Arff und Arcularius . " Verfügung, die elektrischen Geräte lie- . < sste die Eleftrtzitäts-Ges. A.-G. DasRtt- ® E. Heithecker (Qbettveimar) tritt

^onbers mit seiner Mattenmilch hervor, 7 bei den Ausstellungen der Deutschen ^wirtschaftlichen Gesellschaft in Mün® 5»- S5 ^öln und Hannover dreimal den

<8- ,,en Preis erhielt. Die Mattenmilch wird ' : von 36 auf 2 Grad ab gekühlt

> p-;, VÄt sich fünf Tage fttsch. Weiter

vus Rittergut Speisekattoffeln, Saat- t1: Sutter, Eier, Gemüse und Obst.

Berbern Bilder von [einen modernen

Kühlanlagen. Der Ob st- und Garten­bauverein Marburg bringt die ver­schiedenen Sotten von Obst zur Schau und vermittelt zugleich den Vettauf. Sehr lehr­reich ist der Stand derLehr-undVer- suchsanstalt für Bienenzucht von Dr. Freudenstein. Man sieht hier neben dem Honig ein Bienenvolk unter Glas und prächtige Wachsmodelle. Auch ein Pflanzendoktvr sei nicht vergessen, der Ge­räte und Düngemittel, speziell für Kafteen, dem Publikum vvrfühtt.

Die komplette Wohnungseinrichtung bat die bekannte Firma Brauer auf die Bühne der Stadtsäle gestellt. Durch duftige Stoffbespannungen hat man regelrechte Räume hergestellt, m denen die aparten Möbel voll und ganz zur Geltung kommen: ein Speisezimmer in kaukasischem Nutzbaum, ein Herrenzimmer in Wurzelmaserung mit einem Bücherschrank von 3 Meter länge und ein Schlafzimmer in afrikanischem Rosenholz mit einem geradezu feenhaften Toilettentisch. Die dicken Perserteppiche und die geschmack­vollen Fensterdekorationen nicht zu vergessen.

Aus -er Anwesen-

ffrels Mffrvmst

t. Wehrda, 7. Oft. Der Schmiede- meister Heinrich Mengel und Frau feierten gestern das Fest der filbernen Hochzeit. Der Männergesangverein brachte seinem Ehren­mitglied em Ständchen.

Anis ffinhhnfn

.$> Neustadt, 7. Oki. Gelegentlich des letz­ten Bezirksturnfestes am 23 Juni hier wurde dem Gastwitt Rudolf Krapp in der Nacht ein Fatz Bier mit 40 Liter Inhalt aus seinem Bierzelt auf dem Festplatz von drei jungen Burschen entwendet. Das hiesige Amtsgericht verurteilte gestern die drei Freunde des edlen Gerstensaftes zu 40 M bezw. zwei zu je 20 JL Geldstrafe oder entsprechende Haft. Dazu tre­ten die Gettchtskosten.

Kreis Urnenhain

Biedenkopf, 8. Okt. Morgen. Donners­tag, kann unsere Mitbürgerin Frau August Braun Ww. ihren 72. Geburtstag feiern. An diesem Tage kann Frau Braun auch das 12jährige Jubiläum als Schlotzwärtettn beim Heimatmuseum begehen.

KreiS Ptkvrfffsok

Ziegenhain, 7. Okt. Beim Verkauf des städtischen Obstes wurden insgesamt 470,40 M. eingenommen. Der Erlös iw ver­gangenen Jahre betrug nur 211 9t

Motorrad-Unfall.

Battenberg (Eder), 6. Okt. Gegen 13 Uhr ereignete sich gestern an der Kurve am Laiserdsra ein scknveres Motorrad-Un­glück. Der hier auf Urlaub weilende Poli­zeibeamte M. fuhr mit seinem Freunde auf der Strotze LaifaBattenberg. In der obe­ren Kurve, am Laifoerberg, verlor M. die .Herrschaft über das Motorrad, streifte einen Baum und fuhr mit voller Wucht gegen einen Telearaphenmast. Beide Motorradfahrer wur­den schrver verletzt und besinnungslos abgefah­ren und nach Anlegung von Notverbänden de"

Klinik in Marburg zugeführt. Der Sozius­fahrer soll mit einer leichten Gehirnerschütte­rung und einem Schlüsseibeinbruch davon ge- komm-en fein. M. Hot sick ein»n komvUmerten Schädelbruch und auch innere Verletzungen zu- gezogen.

Aus dem MlreiS

Teilweise Besserung der Arbeitsmatttlage im Dillgebiet.

Dillenburg, 6. Oft. Das Arbeits­amt Dillenburg berichtet über eine leichte Besserung der Arbeitsmarkt- l a g e im Dillgebiet und dem benachbarten Kreis Biedenkopf. Nach dem Bericht weist die Mehrzahl der Eisengießereien eine leb­hafte Beschgfffgnng auf. die allerdings vor­läufig saifonmätzigen Charakter zu haben scheint. Die Werke des Dillenburger Be­zirks und des Kreises Biedenkovf konnten ihre Arbeitskräfte zum Teil vollzählig wie­der einstellen. Die Belebung erstreckt stch allerdings nur auf die Fabrikation der Herde und Oefen. während der Absatz der übriaen Handelsgutzwaren nach wie vor schlecht ist. Aus diesem Grunde mutzten einige Gietzereien die teilweise Stilleguna beantragen und die Entlassung von 100 Arbeitern für Mitte Oktober in Aussicht stellen. Auch die Basaltindustrie hat durch Reichsbahnaufträge eine, Be­lebung erfahren. Ferner konnte die Reichsbahn eine gröbere Anzahl Arbeits­kräfte aufnehmen, die bei Streckenaus- besierungsarbeiten benötigt werden. Im­merhin ist die Lage des Arbeitsmarktes im Dillenburger Gebiet noch sehr un- günstia. Es find rund 6500 Arbeitsuchende vorhanden, 1000 mehr als im Vorjahr. Ferner werden 500 Kurzarbeiter unter­stützt.

ölbunkk vertritt Saas

DieKasseler Post" schreibt in ihrer gestrigen Nummer:

Die Ernennung des Zentrumslandrats Sch u n ck aus dem Regierungsbezirk Wies­baden zum Vizepräsidenten des Ober- präfididiums in Kassel, die wir schon vor Wochen als so gut wie vollzogen melden konnten, ist zur Tatsache geworden. Die Frage, wer den Sozialdemokraten und Dissidenten Oberpräsident Haas künftig als Vizepräsident vertreten wird, ist beant­wortet: ein Katholik und Zentrumsmann. Wenn auf diese Weise auch der Wunsch des Oberpräsidenten Haas, den er am stärksten gehegt haben mag, datz auch in seiner Ab­wesenheit ein Sozialdemokrat an erster Stelle im Oberpräsidium seines Amtes wal­ten möge, nicht in Erfüllung gegangen ist, so stehen doch nunmehr an der Spitze des Oberpräsidiums in einer überwiegend von evangelischer Bevölkerung bewohnten Pro­vinz, wie es die Provinz Hessen-Nassau nun einmal ist, ein Sozialdemokrat und zwei Vertreter des Zentrums, ein Difident und zwei Katholiken. Die einzige Beruhigung, die es dieser preußischen Personalpolitik | gegenüber gibt, ist die, datz die voliffsche | Entwicklung, die sich jetzt so statt im Reiche anbahnt und vor der es kein Aus­weichen mehr geben wird, auch an Preußen nicht spurlos vorübergehen kann.

* Konzert des BerlinerStaats« und Domchors. Man schreibt uns: Nach 12jähriger Pause wird sich der Ber­liner Domchor, heute wohl die berühm­teste Chorvereinigung Deutschlands, wie­der m Marburg hören taffen. Derselbe veranstaltet am Sonntag, dem 11. Okto­ber, in der Luther. Pfarrkirche ein eige­nes Konzert. Wie hoch die Leistungen dieses seit über 100 Jahren bestehenden Chores eingeschätzt werden, geht u. a. aus einer Kritik derAllgemeinen Musikzei­tung" hervor: welche schreibt:Was Ber­lin und mit ihm die deutsche Musikwelt überhaupt an Hugo Rüdel besitzt, zu welch erstaunlicher Höhe, unter Jeiner Leitung

der Staats- und Domchor emporgewach­sen ist, das bezeugte ganz eindttnalich wieder das jüngste Konzert dieses Cho­res in der Hochschule für Musik. Hugo Rüdel danken wir den erneuten großen Eindruck, den uns seine Energie, seine unerhörte Musikalität durch das Medium eines zurzeit wohl unerreicht dastehenden Chorensembles zu vermitteln wußte." Aber nicht nur in Berlin, sondern durch Konzertreisen in ganz Europa hat der Berliner Domchor enthusiastische Aner- kenniing und Bewunderung gefunden. Es ist zu hoffen, daß die musikliebenden greife Marburgs sick diesen außerordent­lichen Kunstgenuß nicht entgehen lassen werden. Kartenverkauf bei Neuseldt und Ebel.

* Die dritte Südamerikafahrt d e sZ e p p e l i n". Das Luftschiff ..Graf Zeppelin" wird am 16. bezw. 17. Oktober die dritte Südamettkafahtt in diesem Jahre antreten. Die bis jetzt durchgeführ­ten Fahrten, welche in regelmäßigem Ab­stand erfolgten, dienten hauptsächlich dem Zwecke, einen regelmäßigen Post- und Frachtverkehr nebst Personen­beförderung nach Südamettka durchzu­führen. Die gesammelten Erfahrungen haben bewiesen, daß sich ein solcher Ver­kehr mit größter Regelmäßigkeit durch­führen läßt und gegenüber den derzeit bestehenden Flugpostverbindung noch recht erssdbliche Vorteile bietet. Auch für die dritte Südamerikafahrt nimmt das Post­amt Friedrichshafen wieder Post zur Be­förderung an. Das Porto ist, wie bisher, 2 Mark für eine Karte und 4 Mark für einen Brief, es besteht jedoch Aussicht, Drucksachen, Warenproben usw. diesmal zu einem ermäßigten Satze befördern zu können.

Gurgle auch auf dar Strold z ... natürlich frodcea

Unterhalb der Bühne sind

die Gewinne für die Tombola aufgebaut, über 2000 Stück, von Erotzfirmen und hiesigen Firmen geitfftet. Das Los lostet nur 10 Pfennig, so datz jeder hier gerne mit­machen tarnt. Der Gewinn fließt oefanntlidj der Winterhilfe zu. Auch

Marburger Dibbercher"

fehlen nicht bet dieser Ausstellung. Den we­nigsten Marburgern ist es vielleicht bekannt, datz die Firma John Schneider fort« gesetzt eine Wanderausstellung von Mar- burger Dibberchen unterhält, die so auch gleichzeitig eine vorzügliche Werbung für un­sere Stadt Marburg darstellt. Der Leiter dieser Ausstellung, Herr Linder, wird bet der Ausstellung zugegen sein und über die Marburger Töpferei sprechen. An der Dreh­scheibe sitzt ein Arbeiter der Firma John Schneider und führt die Herstellung der Dibbercher" praftisch vor. Hierbei sei auch die Firma Alfred Kobe, Ketzerbach, ge­nannt, die die Glasbläserei praftisch vorfühtt. Von der

Ausstellung heimisch« Firmen sei noch folgendes erwähnt: das Phono - Funk-Haus Steinmetz ist mit neuen Radiogeräten vertreten, mit den neuen in­direkten Empfangsröhren, mit Schallplatten und Grammophonen: die Gebrüder Schaaf zeigen Büromöbel all« Att, kunst­gewerbliche Gegenstände bis zu dem bast- geflochtenen Papierkorb und prachtvolle Sviel- roaren, besonders derZoo-Kunst". Das Hessische Tapetenhaus propagan- diett des Stragula-Futzbodenbelag und Tep­piche: die Marburger Seifenfabrik (Saturner & Lomp.) vor allem die Lahnseife, Seifenpulver usw. Die Firma Braumöl­ler stellt Handstickereien, Bleyle-Anzüge, Sffck- und Strickwolle zur Schau. Die Fär- beret ©ebr. Röver zeigt, wie gebrauchte Kleider, Hüte und Schuhe durch die Reini­gung wie neu erscheinen. E. C. Schind- Ier führt als Spezialartikel eine Innenzug­schiene für Gardinen vor, die der Hausfrau manchen Aerger abnehmen wird. Die Firma Segel ist wieder mit feiner Wäsche vertreten, die Hessische Tapeten­manufaktur mit Teppichen und Tapeten, Emil Sachs vor allem mit dem modernen Handschuh, die Geschwister Weber zei­gen den Werdegang der Handweberei.

Weiter seien erwähnt bte Firma Heinz mit Büromöbeln und Schreibmaschinen, de G e b r. W o r m s b ä ch e r mit der Adler - nähmaschrne und der Zickzackmaschine und der SchreibmaschineUniversal". Das Dü­rer h a u s zeigt vor allem kunstgewerbliche Sachen aller Art, wie Tischlampen, Tisch­und Divandecken, Teegeschirre, Zimt- und Silberschalen, Schmuckgegenstände und ge- wissermahen als Clou einen Teetisch aus kaukasischem Nuhbaum int Preise von 22 Matt. Optiker Böhler legt photogra­phische Attikel aus, elektrische Geräte und Neuheiten auf dem Gebiete der Optik, autzerdem Spielwaren, darunter ein präch­tigerBallturm" aus einem Märklinbau- kasten entstanden. Die Firma Kapp­st i n g st ist mit sanitären Artikeln, wie Letb- binden, Bandagen usw. vertreten, das Mar­burger Elektrizitätswerk bietet wieder eine umfangreiche Schau elektrischer Geräte und Maschinen. H. W e r n e ck führt den Küppersbusch-Gasherd praktisch vor und zeigt außerdem die neuesten Küchengeräte und Geschenkartikel: das Reformhaus Haring empfiehlt seine Eden-Pflanzenbut- ter und das bekannte Knäckebrot.

Von , auswärtigen Fttmen seien noch genannt die Gebr. Henkel, die ihre Waschmittel durch ein Probewaschen vor­führen, die Rapidgesellschaft in Ah­len in Wesff. mit ihrem Rapidkochtopf, m dem innerhalb von 10 Minuten ein kom­plettes Mittagessen fertiggestellt werden kann: die Firma Karl Kleine -Kassel, die neue Wege für die Konservierung von Obst und Gemüse zeigt, die Firma Linker-Kassel mit einem neuen Waschautomat, der zugleich Waschkessel und Waschmaschine ist. Hessel­kamp & C o. empfiehlt seine Metall-Wet- terstrips, die zum Äbdichten von Türen und Fenstem dienen.

Schließlich sei nicht vergessen, die Lehr­küche des Marburger Hausfrauen­vereins e. SB., in der täglich mit Elekttt- zität und Gas gekocht wird. Für den ersten Tag ist ent Fischkochen vorgesehen, für bett zweiten die Herstellung von Braten und saf­tigen Fleischspeisen, am dritten Tage em Turmkochen" und am Sonntag das Backen von Kuchen und Backwerk. Sämtlich« Ge­richte, die hi« hergestellt sind, werden kosten- los an die Besucher der Ausstellung verteilt.

So bietet die AusstellungIm Reiche d e r F a m i l i e" eine Fülle von Anregungen, vor allem für die deutsche Hausfrau. Bet dem Umfang der Ausstellung ist es natürlich nicht möglich, auf alle Einzelheiten einzu­gehen. Dank gebühtt zweifellos in erst« Linie für das Zustandekommen d« Ans­tellung Frau Prof. S1 r e cke r als Bor- itzende des Marburger Hausfrauenvereins i. V. Man kann nur den Wunsch aus® prechen, daß die Arbeit ihren Lohn findet »urch emen regen Besuch nicht nur aus d« Stadt, sondern auch aus dem Kreise Mar- huia. sr.