ygfc , __________________ Obrrbefsische Ieittmg, Marburg a. L. Sonnabend, den IS. September 1931
Reichswehr im Gbs-orfer Grün-
«2Ht machen -ie ganzen Hafen narricht!" - Lebhaftes Interesse btt alten Sotöatrn
Lehntausend Mann, die zogen ins Manöver !" Ach. wie lange ist da- her. Wir waren noch Quartaner oder Tertianer und sagten: „pecunia nos deficit." Aber wenn die Soldaten kamen, dann hatten wir auf einmal ein paar Groschen und kniffen aus. Natürlich dahin, wo die Soldaten waren. Kein Junge vergibt das In der Tasche hatten rott Bindfaden, ein Taschenmesser nnd vielleicht eine kleine Flobert-Pistole. damit schossen wir nach den Telegraphenrstählen. Dabei liefen wir immer weiter, an die Schule dachten wrr nicht, denn nun kamen die Soldaten. Hunderte. Tausende, zu Fuß und zu Roh und auf den Protzen der Geschütze, im Schritt und im Galopp. Auf den Straften war kein Platz, auf den Wegen erst recht nicht, und auch auf den Wiesen standen wir im Wege. Was dann vor sich ging, verstanden wir natürlich nicht. Aber die Meldereiter sprengten über die Felder, Kommandos ertönten, und es wurde tüchtig geschossen. Und dann war irgendwo die Feldküche, zusammengesetzte Eeroebre, Musik. Abends kamen wir sehr spät heim, hatten nur ein paar trockene Brötchen im Leibe, mordsmäßigen Hunger und bekamen noch Schimpfe. Aber dann hieß es, daß Einquartierung im Hause wäre, oben in der Apfelkammer. Das roar_ fein. Ach, wie roch das noch tagelang so schön nach Leder.
Ein paar Jahre später war Krieg. Wir tippelten selber, schleppten den Affen, mal im "besten, mal im Süden. Wir Jungens lernten mir nichts dir nichts das ernsteste Handwerk, und wer wieder heil nach Hause kam, war ein Mann. 10 Millionen waren marschiert. 2 Millionen kehrten nicht wieder.
Zehntausend Mann, die ziehen heute nur noch in Frankreich ins Manöver. Bei uns find fa nun auch Hebungen in gröfteren Verbänden unmöglich geworden. Zwei Bataillone, das ist heute schon viel, und es darf so gut wie nichts kosten. Die Armut schaut aus allen Ecken: geliehene Gespanne für die Feldküchen, weite Fußmärsche, kein Flurschaden. Ein wenig aufsteigenoer Rauch hier und da, das ist die Artillerie; das find vielmehr die Einschläge, denn Geschütze gibt es nicht.
Reichswehr im Ebsdorfer Grund. Wir fahren los. In der „Etappe" ist kein Soldat zu sehen. Rur sehr viele Zigeunerwagen ziehen thre Strafte. And Aepfel „hat's" in reichen Mengen, die Bäume werden gerade versteigert. Die Felder find kahl, hier und da noch etwas Grummet, Rüben. Kartoffeln, ein paar Düngerhaufen. Zunächst steht man mehr Schafe als Sofbaten. In Wittelsberg gibt es Quellfleisch. Es ist nicht mehr viel da, denn hier waren schon die Soldaten.
And dann rochen wir „im Manöver". Wieder gab es Jungens mit einem Taschenmesser, die sich über das Knallen freuten und die Pferde, die Feldküche und besonders natürlich über die Mustk. Und außerdem gab es viele Fachmänner. Da standen sie, auf dem Bahndamm, auf der Höhe, an den Straßen, die alten Soldaten, hin und hergeworfen im Kriege, hin und tzergeworfen auch nach der Revolution, vielleicht in viele Lager gespalten. Aber was da vor sich gehen soll, das kennen fie, davon verstehen sie etwas. Zunächst weift man natürlich nicht, was los ist. Genau wie im Kriege. Aber allmählich kommt man dahinter. Und schließlich ist -alles ganz klar.
Das ist die Lage: Blau (Gießen) hat Rot (Marburg) südlich Marburg über die Lahn zurückgedrängt. Rot hat sich wieder gesetzt in der Linie Bauerbach—Schröck—Moischt. Das Divisionsstabsquartier, gedacht in Klein-Seel- heim, gibt folgende Aufgabe: A 15 stellt sich bei Wittelsberg hinter dem linken Flügel der Division als Divifionsreferve bereit. Ein Radfahrer- und ein SME-Zug find nach Ebsdorf vorgezogen.
Run nimmt die Uebung ihren Verlauf. Blau bekommt den Befehl, den linken roten Flügel umfassend anzugreifen. A 15 hat den Befehl, daß die dem Bataillon unterstellte Abteilung in Ebsdorf auf feindlichen Druck über Höhe 234 westlich Heskem in Richtung Hesselberg kämpfend zurückweicht. Als dieser Zug angegriffen wird, kommt der nachrückende Blaue tn seiner ursprünglichen Ausgabe in die Linie Wit - telsberg — Moischt. Run naht die Entscheidung: Der Vataillonskommandeur befiehlt: das Bataillon greift aus dem Waldrand südlich Wittelsberg den gegen den Heffel vorgehenden Feind in der Flanke an. Der Angriff beginnt mit dem Feuer eines SME- Zuges auf dem linken Flügel. (Es ist angenommen, daß schweres blaues Aitilleriefeuer auf den roten Truppen bei Moischt und Schröck liegt. Eine rote Batterie auf dem Heffel hat unter dem Artilleriefeuer bereits so gelitten, daß nur noch ein Geschütz verwendbar ist.) Im Talkeffel zwischen Ebsdorf— Wittelsberg—Moischt—Beltershausen fällt die Entscheidung. Die aus dem Wald südlich Wittelsberg hervorgebrochenen roten Truppen erreichen den Bahndamm, überschreiten ihn und stürmen in der Richtung auf die Straße Moischt—Heskem vor. „Alleweil komme se!" Und tatsächlich, da stürzt einer kopfüber den Bahndamm hinab, wobei sich Stahlhelm und Tornister so nett im Racken stoßen. Es ist etwas glitschig, noch mancher fällt. Die Schiedsrichter zu Fuß und zu Pferde eilen von der Mitte zum Flügel, dann wieder querfeldein. „Die mache de ganze Hase noch narricht!" ruft der Jagdpächter, der mit vielen alten Wittelsberger Soldaten vom Kirchberg * aus den Verlauf der Schlacht beobachtet. Und tatsächlich, überall springen aufgescheuchte Hasen mit lustigen Haken davon. Aber fie sollen bald wieder ihre Ruhe haben. Schon um 12
Uhr ertönt das Signal, daß die Uebung beendet ist.
Es folgt die Kritik, die den fachmännischen Schlachtenbummlern Recht gibt, die von Anfang an dem Wald südlich von Wittelsberg besondere Bedeutung beigemessen hatten. Die Blauen hatten zwar versucht, in dieser Richtung aufzuklären, hatten aber von der aus« gesandten Patrouille nichts wieder gehört.
Inzwischen hatten fich die Soldaten gesammelt. die Marburger ziehen durch Wittelsberg zu ihren Feldküchen, die Gießener nach Heskem. Zwei Stunden Laaerleben und Rast, Effenausgabe, ein paar flotte Märsche, lebhaftes Interesse der Dorfbewohner, bann geht es unter Voranmarsch der Musikkapelle ab in die Quartiere.
Gewiß nur ein ganz kleines .Manöver", eine kleine Uebung. Und doch macht es Freude, zu beobachten, mit welchem Schneid die Soldaten ihre Aufgabe anpacken, mit welchem Jntereffe die alten Kriegsteilnehmer die Entwicklung verfolgen und wie gern unsere Feldgrauen da draußen ..im Grunde" gesehen sind. Auch zu der nächsten Uebung unweit Gladenbach werden sich viele Freunde der Reichswehr wieder einfinben, bie nicht ver» gefiert, daß wir Deutsche gute Soldaten find und hoffentlich immer bleiben werden. S.
Cine zweite Uebung — Wettkampf hn Marschgesang.
1. Am 22. Sept. 1931 findet die zweite Uebung zwischen dem I./15 Standort Gießen und dem A./15 Standort Marburg (Lahn) statt und zwar in Gegend Morns- h ausen — Lohra. Das Gefecht wird sich dann wohl weiter abspielen zwischen Salzböde, Allna und Ohtal.
Die Leitung der Uebung hat der Kommandeur des Ausbildungs-Bataillons, Major S o m m e r. Das hiesige Bataillon wird von Hauptmann Oueckbörner geführt. Auch diesmal wird der Begleitzug des Gießener Bataillons auf Seiten des A./15 kämpfen.
Mit dem Einrücken des Bataillons Ockershäuser Allee — Universitätsstratze — Kasernenstraße ist gegen 15.30 Uhr zu rechnen.
2. Am Donnerstag, dem 24. September 1931, 15 Ahr, findet anläßlich eines Re- krutenwettkampfe« als Abschluß der Be- sichttgung ein Wettkampf der Kompanien im Marschgefang auf dem Kämpf rasen statt. Das MusikkorpS des Ausb.-Batls. wird dabei konzertieren.
Filmschau
EapitoI. Das Programm im Capitol steht im Zeichen des Sports. Da ist ein ganz ausgezeichneter Film über Gymnastik in China, der zehn Hebungen zeigt, die vor allem der Ausbildung der körperlichen Gewandtheit und der Pflege der inneren Organe dienen. Man wird selten so exakt «usge- führte Hebungen zu fehen bekommen. Auch der Tonfilm „Harold, halt Dich fest", erweckt mehr sportliches Interesse. Harold Lloyd bildet sich vielleicht ein, ein großer Komiker zu fein, aber seine Mittel sind dock recht spärlich. Ganz lustig ist es. wie er als blinder Passagier auf dem großen Dampfer seinen Hunger sfillt und eine Zeitschrift aus« rottet, die die fatale Tatsache erzählt, daß er ein einfacher Angestellter eines Schuhwaren- fchäftes ist. Atemberaubend allerdings ist die Erkletterung eines Wolkenkratzers, und es ist in mehr als einer Hinsicht ratsam, nickt dauernd hinzufehen. Aber gerade d-ese Art Sensation hat behaar'" auch ihr? f^renrhe.
"^''Polfz eil t ch e s. Entweichet" würbe hier aus dem Hausflur einer Gastwirtschaft em H er renfahrrab. Marke .Sifag", Nummer unbekannt, schwarzen Rahmen, schwarze Felgen, graue Bereifung, deutsche Lenkstange mit Glocke und schwarzen Griffen, Werkzeugtasche mit ber Aufschrift ..Bren- nabor". Auf ber Unterseite vom Deckel der Werkzeugtasche befinden sich mit Blaustift die Buchstaben I. W. Auf der Innenseite der Querstrebe von ber Vordergabel nach dem Tretlager befindet sich die Aufschrift „Lifag" in weißer Schrift. — Am 17. 9. gegen 17 Uhr wurden spielenden Kindern auf den Afföller Wiesen folgende Klei- dungsstücke entwendet: Ein brauner, grau- besetzter Mantel und eine braune Baskenmütze rm Werte von 10 RM.. ein grauer Mantel und eine bunte wollene Zipfelmütze im Wette von 10 RM. Ferner wurden in der Nacht zum 15. 9. im Hofe eines Gebäudes in der Afföllerstraße fünf Paar verschiedenfarbige Socken im Werte von 6 RM. gestohlen. Sachdienliche Mitteilung erbittet die Kriminalpolizei. — Als herrenlos (vermutlich gestohlen) ist ein noch gut erhaltenes Herrenfahrrad gemeldet. Das Rad ist ohne Marke, hat schwarzen Rahmen und Felgen, gute Bereifung, Gesundheitslenker. Auf der Glocke die Firma: „Gustav Glock, Marburg". Der (Eigentümer kann seine Ansprüche bet der Kriminalpolizei geltend machen.
* Probealarm. In den nächsten Tagen findet eine "Uebung der Freiwilligen Feuerwehr statt. Es wird darauf hingewiesen, dah es sich bei dem Warm also lediglich um „Probealarm" handelt.
* Morgen NOstst,-Geschwader» flug nach Marbtztrg! Morgen Sonntag, den 20. September, vormittags 9 Uhr wird ein Luftgeschwader unsere Staot anfliegen und landen. Rach kurzem Aufenthalt werden die Flugzeuge weiterfliegen. Es handelt fich um den DLB.-Zuverläffigkeitsflug, der von der Südwestgruppe des Deutschen Luftfahtt- verbandes durchgeführt wird. Zuschauer dürfen sich dort, wie bei Flugtagen, aufstellen, so daß das Stattgelände frei "bleibt
* Ob st verkauf-Vermittlung. Zn der gestrigen Bekanntmachung über die am 23. 0. Mts. stattfindende ObstverkaufSver- mittlung muß es am Schluß bei den ga machenden Angaben „Verkäufer" statt „Verkäufe" heißen.
* Museum. Die Sammlungen stich am morgigen Sonntag von 11—1 Uhr geöffnet dm Zuppesaal find die gotischen Wappenschilder der ehemaligen Orgel, die auf dem Elisabech-MausÄieum ihren Platz hatten, neu angebracht
r Städti scher Obstverkauf. Es sei noch einmal darauf hingewiesen, daß am Montag, dem 21. d. Mts., der städftsche Obstderkaufin Ockershausen stattfindet.
* Besitzwechsel. Wie wir erfahren, ist bas Bersch'sche Haus am Plan, das auf dem Wege der Zwangsversteigerung der Marburger Bank zugefallen war, in den Befitz der Pianohandlung Wilh. Häcker, Bahnhofstraße, übergegangen.
Tagesanzeiger.
Sonnabend, 19. September.
Bergnsigungsanzeiger.
Schfoß-Cafä, Marburg: Ab 20 Uhr: Abendtanz.
®af6 Markees, Reitgasse: Ab 16 u. 20 Uhr: Konzert.
G-afe Vetter. Reltgasse: 20 Uhr: Konzert.
Landgrafen-Cafä, Kasernenberg: Ab 20 Tanzabend.
Capitol. Blegenstraße: 16.30 u. 20.15 Uhr: „Harvch, halte dich fest!" .. .^
Ramcra, Kasernenstr.: 17 und 20.15 Uhr: „Der kleine Seitensprung".
Lichtspiele, 'Bahnhofstraße: Ab 15.30 Uhr: „Nachtgestalten" und „Der Postraub in der Teufels schlacht".
Theater-Cafe (Stadtsäle): 20.30 Uhr: Moderner Wiener Abend.' .
Versammlungen, Vorträge, sportliche Veranstaltungen usw.
Pioniere: Bei Müller. Kasernen^.: Versammlung.
Sonntag, 2 0. September.
Vergnügungsanzeiger.
Schloß-Cafe Marburg: Ab 15.30 Uhr: Konzert; 20 Uhr: Tanzabend.
Capitol, Biegenstraße: 15.30, 17.30 und 20.15 Uhr: „Harold, halte dich fest!"
Kamera. Kasernenstr.: Ab 15.30, 17.30 und
20.15 Uhr: „Der kleine Seitensprung".
Lichtspiele, Bahnhofstraße: 14.30, 16, 18 u.
20.15 Uhr: „Nachtgestalten" und „Der Postraub in der Teufelsschlucht".
Cafe Mattees, Reitgasse: Ab 16 u. 20 Uhr: Konzert
Cafe Detter, Rertgasse: Ab 16 und 20 Uhr' Konzert
Kurhotel Ortenberg: 16 Uhr: Tanztee.
Landgrafen-Cafe, Kasernenberg: 20 Uhr: Tanzabend.
Gasthaus „Zur Stadt SttaßbUrg", Schitt- zenstrahe: 20 Uhr: Tanzabend.
Restaurant „Waidhaus^, Marburg-Ockers- Hausen: Ab 20 Uhr: Konzert mit Tanz- einlagen.
Theater-Cafe (Stadtsäle): 20.30 Uhr: Unterhaltungsabend mit Danzeinlagen.
Auswärtige Veranstaltungen.
Wenkbach, bei Gastwirt Wagner: Kirmes.
Wetter: 13.20 Hhr: Erstes Rett- und Fahr- toumier des Kveis-Reiterbundes Oberla$ntal.
Sonnabend, den 19. September. St. 2 ost.Kapelle (vor Weidenhaufen).
20.30 Uhr: Liturg. Wochenschluftabendsegen, Pfr. Dr. Geller.
Sonntag, den 20. September.
Pfarrkirche. 8 Uhr: Gottesdienst, sind, theol. Burger: 10 Uhr: Gottesdienst, Ab- fcfjicbsprebtgt des Herrn Superintendenten Landau unter Mitwirkung des Kirchenchors: 11.15 Uhr: Kindergottesdienst, Pfr. Dr. Geller. .
St. Elisabeth-Gemeinde. Haupt- gottesbienft gemeinsam mit der Pfarrkirche.
St. Michaelskapelle. 8 Uhr: Gottes- dienst, Pfr. Wagener: 11.15 Uhr: Kmd«- sottesdienst, Pfr. Metz.
Rr. 220
Philippshaus. 20 Uhr: Gemeinde- abend zum Abschied des Herrn Super- mtenbenten Landau.
Reform i'erte Gemeinde. 8.30 Uhr: Gottesdienst. Pfr. Deerhofi: 10 Uhr: Gottesdienst, Pfr. Dr. Ritter: 11.15 Uhr: Kindergottesdienst, Pft. Veerhoff. — Cappel. 12 Uhr: Gottesdienst cand. theol. Reuber. 1
Diakoniss.-Mutterhaus „Hebron" Wehrda. 9.30 Uhr: Gottesdienst.
Katholische Kirche. 6.30 Uhr: Hlg. Messe: 7.30 Uhr: Hlg. Messe mit Predigt und gemeinsamer hlg. Kommunion der Schulkinder, auch der höheren Schüler: 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt: 11 Uhr: Hlg. Messe mit Predigt: 20 Uhr: Dorttag des Jesuitenpaters Som über das Thema: „Deutsches Volkstum und Römische Kirche": danach Segensandacht
Neuapostolische Gemeinde, Heu- singerstraße 5. Gottesdienste: Sonntag 9.30 und 16 Uhr: Mittwoch 20.30 Uhr.
Methodistengemeinde, Wötthstt. 15a.
Sonntag: 9.30 Uhr: Gottesdienst: 11 Uhr: Sonntagsschule: 20.15 Uhr: Gottesdienst: Donnerstag 20.30 Uhr: Bibelstunde.
Stadtmission, Reilgaffe 5. Sonntag 8.30 Uhr: Morgenandacht: 10.30 Uhr: Sonntagsschule: 16 Uhr: Iungfrauen- ftunbe: 20.30 Uhr: Evangelisation: Frei- tag 20.30 Uhr: Bibel- und Gebetstunde.
Landeskkrchl. Gemeinschaft Mar- burg«Sfld", Schwanallee 47. Sonntag 8 Uhr: Morgenandacht: 10.30 Uhr: Sonntagsschule: 16.30 Uhr: Iugendbundandacht: 20.30 Uhr: Evangelisation: Mittwoch 2030 Uhr: Jungmänner-Bibelstunde: Donnerstag 20.30 Uhr: Iugendbund-Bibel- stunde: Freitag 20.30 Uhr: Bibel-Besprech- stunde.
Christi. Verein junger Mädchen. Philippshaus. Sonntag 16 Uhr: Vereinsstunde: 20 Uhr: Teilnahme an ber Gemeindeabschiedsfeier (Sup. Landau): Montag 17 Uhr: Dienstag 20 Uhr: Donnerstag 20 Uhr: Freitag 20 Uhr.
Christ!. Verein junger Männer. Philippshaus. Sonnabend 20.30 Uhr: Missionsfilm „Nanuk der Esfimo" im Vereinsraum: Sonntag 20 Uhr: Beteiligung am Gemeindeabend im großem Saal: ber Familienabend tm Vereinsraum fällt aus; Montag 20.30 Uhr: Praktische Bibelarbeit, Jnsp. Euler.
Brüderhaus „Tabor", Lothringerstr. 30. Sonntag 11 Uhr: Sonntagsschule für die Kinder: 20.30 Uhr: Evangelisationsversammlung: Donnerstag 20.30 Uhr: Dibelbesprechstunde.
Aerztlicher Sonntagsdienst am 20. September:
Dr. Kreckwltz, Biegenstr. 33, Fernspr. 544. Frl. Dr. Wiedemann, Friednchstt. 22, Fernsprecher 369.
Zahnärztlicher Sonntagsdienst am 20. September:
Zahnarzt Eckhardt, Wörthstrahe 31, . Fernsprecher 783.
Für Mitglieder der Mlgem. Ortskrankenkafie,'
Zahnarzt Dr. Cqrell, Unioersitätsstr. I7 Fernsprecher 665.
(Sprechstunde von 10—11 Uhr.) Sonntagsdienst und Wochenbien' der Apotheken
vom 19. bis 25. September: Adjer-Apotheke.
Wochenmarktpreife.
Butter Pfd. 120—130 Weintrauben „ 30—35
Eier Stck. 10—12 Pflaumen „ —
Gr. Handkäse „ 17—20 Brombeeren Pfd.25-30
Handkäschen „ 6 Preißelb. „ 35—40
Käsematte Pfd. 25—30 Aepfel » 5—12
Kochkäse „ 60 Himbeeren „ —
Kartoffeln Ztr. — Johannisb. „ —
Kartoffeln Pfd. 4—5 Kürbis „ 8—10
Blattgemüse „ — Erbs i.Schot, —
Wirsing „ 10—12 Stachelb. , —
Weißkohl „ 8—10 Radieschen Bdl. 8-10
Karotten* „ 10 Sellerie „ 25—30
Rotkohl „ 10—15 Endivien Stck. 15—20
Spinat
20-25
Blumenkohl „ 30—70
Mohn üben
10
Grüner Salat „ 10—15
Zwiebeln
10-15
Oberkohlrabi,, 5—10
Grüne Bohnen
25-30
Salatgurken „ 5—30
Gelbe Bohnen
25-30
Einmachgurken —
Rosenkohl Pfd.
—
Rettich Stck. 10—15
Sprossenkohl,,
—
Knoblauch „ 5—10
Schwarzwurzel
—
Lauch „ 10
Grünkohl
—
Meerettich St 50—60
Rote Rüben
15—20
Gänse Pfd. 80—90
Pilze
20—25
Hähnchen „ 90—ICO
Tomaten
20—25
Hühner „ 70—80
Rharbarber
—
Enten „ 120
Frühäpfel
—
Reh „ 80
Birnen
8-15
Rebhühner „ 80-120
Zwetschen
8—10
Tauben Stck. 50—60
Der bibelfeste Bauer.
Ein Landwirt in Bonn konnte seine Steuern nicht zahlen und richtete ein Gesuch an das Finanzamt, das schloß: „Mir geht es wie dem armen Knecht, desien Bitte Sie in der Bibel, und zwar Matthäus 18, Bers 22, finden werden. Ich hoffe, daß mir das hochmögende Finanzamt eine Antwort erteilt, wie sie in demselben Kapitel Btrs 27, zu lesen ist." — Aus dem Finanzamt herrschte zunächst einige Betroffenheit ob dieser im amtlichen Verkehr ungebräuchlichen Schreibart. Man wußte sich schließlich keinen anderen Rat, als die Entscheidung des Finanzdirektors einzig ölen. Man trug ihm die Sache vor und er verlangte eine Bibel. Als sie zur Stelle war, schlug man die Verse nach. Vers 22 tautet: „Herr habe Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen". Und Vers 27 gab Antwort und Lösung: „Da jammerte den Herrn des selbigen Knechts, er ließ ihn los, unb die Schuld erließ er ihm auch".