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Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhesfen

Anzeiger der amtliche« Bekanntmachungen fite Stadt und Kreis Marburg

Rk. 217 66. WP.

Marburg a. Labn

Der Anzeigenpreis betragt für den 11 gespalt. Zeilemnillimeter 0.08 SM., sog. kleine Anzeigen und Familienanzeigen bei Barzahlung 0.07 @92?.. am», und anSwLrtige Anzeigen 0.10 SM. Gruadschrift: Aolonel. Bei schwierigem Sah so» wie bei Plahborschrift 50*/o Auf­schlag. Sammelanzeigen 100®/. Aufschlag Reklam.-Millim. 0.40 GM. Grundschrift: Petit. Zeder Rabatt gilt al« Barrabatt. Ziel 5 Tage. Offerteu-Gebühr: 25 Pfg.. bei Zustellung der Angebot« einschl. Porto.60 GM. Belege werden berechnet. Erfüllungsort Marburg.

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Mittwoch, -en 16.Stpi.1M

®ie .Oberhessische Zeitung' er- scheint sechsmal wöchentlich. Be­zugspreis monatlich 2. 20GM.au«- schlleßl. ZusiellungSgebühr, durch -t« Post 2.45 SM. Für etwa durch Streik. Maschinendefekt oder «le- mtetoi« Ereignisse ausfallende Kummer» wird kein Ersatz ge­leistet. Verlag. Dr. S. Hitzeroch, Druck der Untb-Buchdruckcrei Zoh. Aug Koch, Markt 21/23. Fernsprecher! Rr. 54 und Rr. 55. Postscheckkonto: Ami Frankfurt a. M. Rr. 5015. Sprechzett btt Redaktion von 1011

Vtli Uhr.

Englische Matrosen meutern

Demonstrationen gegen die Soldkürzungen. Die Flottenmanöver der Atlantikflotte sofort abgebrochen

Not der Sieger [ Gibt Hoover nach?

der Lage sei bedeutungsvoll, daß nur

bei

Verzweiflungstat der Besiegten

Soldaten der Bnndesanaee besetze« in der Rächt die Zafabrkftraben von Judenburg

In Ergänzung seines gestrigen Berichts über das Eintrefen amerikanischer Ban­kiers für eine Verlängerung desHoover- Moratoriums meldet der Washing­toner Korrespondent derTimes" noch, das Verlangen der Bankiers, daß das Kriegsschulden-Moratorium um mindestens drei Jahre verlängert wird, werde, wie zu­verlässig verlaute, auch Schatzamtssekretär Mellon befürworten. Zur Beurteilung

erklärt, die Abzüge seien nicht auf Befehl der Admiralität, sondern entsprechend der Sparpolitik der Regierung vorgenommen worden.

Zunahme der Arbeitslosigkeit in England.

London, 15. Sept. Die Zahl der Arbeitslosen , betrug am 7. Sept. 2 800 631. was eine Zunahme um 38 412 gegenüber der Vorwoche und um 661 060 gegenüber dem gleichen Zeitpunkt des Vorjahres be­deutet.

Landes so notwendig sind, unter allen Um­ständen zu gewährleisten.

Soldkürzung für das britische Heer in Indien.

Di« englische Regierung gibt heute als erste der angekünüigten Sparmaßnahmen eine Herabsetzung der BesEung der in Indien stehenden englischen Soldaten auf die Basis des Jahres 1925 bekannt. Die Herabsetzung wird am 1. Oktober für alle britischen Soldaten, ungeachtet ihres Standortes, in Kraft treten. Die indische Armee wird hierdurch nicht betroffen.

*

In den Marinekreisen in Plhmouch herrscht ziemlich starke Anzufriedercheit über die Herabsetzung der Löhne und Gehälter. Man behauptet, daß bei den Herabset­zungen große Ungerechtigkeiten zu ver­zeichnen seien. Ein Seemann erklärte, daß von einem gleichmäßigen Opfer aller gar* keine Rede sei. Der Lohn eines Ober­matrosen werde um eine Mark je Tag oder um 25 v. H. herabgesetzt. Ein Vizeadmiral verliere aber nur 10 v. H. oder 11 Mark je Tag. Gin jüngerer Kapitän gar See verliere nur 1,85 Mark bei einem Tages- gehalt von 37,20 Mark, während sich die Kürzung bei einem Matrosen auf 92 Pfg. bei 5,25 Mark Lohn stelle. Man schätzt, daß die Lrchnherabsetzung bei der Marine für den Handel von Plhmouch einen Ver­lust von 5 200 000 Mark im Jahve bringe.

Dr. Pfriemer auf der Reise nach Laibach.

Belgrad, 15. Sept. Dr. Pfriemer ist mit seiner Fran, einem Sohn »ad mehrere» E«i, granten heute früh in Marburg eingetroffeu und wurde von den jugoslawische« Behörden zur Weiterreise nach Laibach aufgefordert. Er dürfte bei Radlersburg die Grenze überschrit­ten haben.

Buresch über den Heimwehrputsch.

Der österreichische Bundeskamler Dr. Bu­resch gewährte dem Genfer Vertreter des WTV. eine Unterredung über die augenblick­liche Lage in Oesterreich, wobei er u. a. erklärte: Die Bewegung, die Sonntag Iin einem Teil von Oberösterreich und Steier­mark ausgebrochen war, ist nun restlos liquidiert. Die dem Bund zur Verfügung stehenden Machtmittel, das Bundesheer, die Gendarmerie und die Polizei, haben ihre Auf­gabe vollkommen erfüllt, und das bloße Er­scheinen dieser Erekutivorgane des Staates bewirkte schon, daß die Heimwehransammlun­gen, die übrigens auf ein enges Gebiet be­schränkt waren, sich ohne Widerstand auflösten. Hervorzuheben ist, daß die Heimwehrforma­tionen in den übrigen Bundesländern, insbe­sondere die Tiroler, die niederösterreichische und die Wiener Heimwehr sich entschieden gegen dieses Vorgehen aussprachen und es eindeutig verurteilten. Gegen die Führer des Unternehmens wird mit aller Strerme des Gesetzes vorgegangen werden. Die Bundes­regierung ist jederzeit in der Lage, die öffent­liche Ordnung und die politische Stabilität, . die für die wirtschaftliche Entwicklung des

| Die britische Admiralität teilt mit: Nach I Meldung des Kommandanten der Atlan- I tikflotte hat die Bekanntgabe der Sold- I Herabsetzungen für die Marine bei I einem Teil der Besatzungen Erregung I ausgelöst. Infolgedessen hat man es für I wünschenswert gehalten, die Durchführung I hes Manöverprogramms einzustellen und I tzie Schiffe wieder in die Häfen zu» I rück zu schicken. In der Zwischenzeit I sollen die Beschwerden über die durch die I neue Soldregelung hervorgerusenen Här- r t' geprüft und der Admiralität zu weite­rer Beschlußfassung zugeleitet werden.

Die Atlantikflotte besteht einschließlich her Hilfsfahrzeuge aus ungefähr 40 ' Schiffen mit einer Besatzung von zusam- I »en 1600 Offizieren und Mannschaften. MJm Unterhaus .wird heute der erste Word der Admiralität von einem Arbeiter- Wnitglied über diese Angelegenheit befragt | Serben.

| lieber die unter den Mannschaften der »ktlantikflotte entstandene Bewegung be= »ächtetDaily Telegraph" aus dem »schottischen Hafen Jnvergordon, wo Wie Hauptmacht der Flotte liegt: Das Wlroße Erbitterung über die Herabsetzung Wer Löhnung herrschte, war schon bekannt, 6her sie fand erst am Sonntag in der See- Wannskantine in der Stadt alarmierenden Wlusdruck.

An diesem Tage befanden sich unge- I fahr 700 Urlauber an Land, die gegen W die Herabsetzung der Löhnung | protestierten.

Won verschiedenen Schiffen wurden darauf Machtabteilungen gelandet, was die er- »sünschte Wirkung hatte. Als aber die »Urlauber sich am Pier versammelt hat- |tat, um auf ihre Schiffe zurückzukehren, rb es eine weitere lärmende undgebung. Am Montag dauerten

|He Proteste an.

Eine Versammlung in der ' Kantine wurde aufgelöst. 600 Seeleute begaben sich darauf zum städtischen Sportplatz, wo die Frage erörtert wurde, in welcher Weise gegen die Lohnvermin- beruitg Protest geleistet werden könnte.

Dienstag erhielt niemand «rlaub, aber Gesänge und häufige Bei- «lskundgebungen waren an der Küste Drbar. woraus geschlossen wurde, daß Hon mindestens auf einigen Schiffen die Mannschaften ihre Beschwerden erörterten.

»Daily Mail" meldet: Als am Mon- I N abend das SignalLichter aus!" ge= feftt wurde, weigerten sich die Mann­haften in die Hängematten zu gehen und Meben noch am Deck,' von wo aus noch <»e Stunde lang Gesänge und Beifalls- I >e hörbar waren. 3m übrigen scheint keine Unordnung gegeben zu haben.

>,D a i l y H e r a l d" zufolge herrscht auch dem schottischen Marineschutzpunkt

o s y t h Unzufriedenheit. 375 Seeleute les nicht zur Atlantikflotte gehörenden hlachtschiffes hätten ihrem Kapitän ein !uch wegen der Verminderung der Loh­ns überreicht. Der Kapitän habe ihnen

einer merklichen Besserung der Geschäfts- läge Präsident Hoover nächstes Jahr die Aussicht auf eine Wiederwahl hätte. Der Präsident habe den Bankiers anscheinend zu einer liberaleren Kredit­politik geraten, aber hierbei hätten die Bankiers erwidert, daß ihnen die Hände gebunden seien.

Einer von ihnen habe ganz unum­wunden erklärt: Unsere Uhr haben die Deutschen in der Tasche, womit er die 600 Millionen Dollar kurz­fristige Kredite meint, die in Deutsch­land stillgehalten find.

Die Bankiers bezeichnen als Einleitung einer Hilfsaktion erstens eine Verlänge­rung des internationalen Moratoriums und zweitens eine Aenderung der Politik des Direktoriums des Bundesreserveamtes in Richtung auf einereguläre In­flation" solange es noch Zeit fei, einen solchen Vorgang zu regulieren. Die Ban­kiers und Industrielle verlangen ferner eine Abänderung des Alkohol- verbotes und Zulassung von Bier mit 3 Prozent Alkohol. Sie erklärten, daß auf diese Weise der Landwirtschaft geholfen werde, die Steuern reichlicher fließen und die Arbeitslosigkeit vermindert werden würde. Der Korrespondent schließt, alles deute darauf hin, daß der Präsident nicht wünsche, einem Druck ausgesetzt zu sein. Es sei noch nicht das mindeste darüber be­kannt, ob er in einer dieser Fragen nach­geben werde. »

Zur finanziellen Notlage Oester­reichs und Ungarns schreibt der Gen­fer Korrespondent derTimes": So­lange nicht die Probleme der Kriegsschul­den mit den Reparationen gelöst sind, be­steht keine Aussicht auf Rückkehr zu nor­malen Verhältnissen, unter denen allein das Werk der Reorganisation Mittel­europas und des Balkans unternommen werden kann. Der Finanzausschuß des Völ­kerbundes dürfte genötigt fein, auf diese Frage hinzuweisen, und dadurch wird möglicherweise der Völkerbundsrat ge­zwungen werden, sie zu erörtern. Eme derartige Erörterung würde tatsächlich auf die Wiederaufnahme der Lon­doner Besprechungen hinauslau­fen. Der Eindruck wird immer stärker, daß die Vereinigten Staaten, wenn die Kriegsschulden- und die Reparationsfrage im Völkerbund aufgerollt wird, kaum tn der Lage sein werden, völliges Schweigen zu beobachten, und daß die amerikanische Regierung vielleicht sogar Schritte tun würde, um sich dabei vertreten zu lasten.

Die Bankiers sollen ferner dafür einge­treten sein, daß man die gegenwärtig immobilisierten, kurzfristigen deut­schen Kredite, die sich auf 600 Milli­onen Dollar belaufen, in einzelne Grup­pen einteile, damit sie von der Federal- Re erve-Vank rediskontiert werden könnten. Diese Vorschläge sollen im Ver­laufe einer langen Erörterung gemacht worden fein, die nach dem Esten tm Wei­ßen Hause folgte, zu dem Präsident H o o- oer den Beirat des Federal-Reserve- Board eingeladen hatte.

Gerüchtweise verlautet aus Halifax, daß der Gouverneur der Bank von England Montagne Norman, der ursprünglich die Absicht hatte, heute «ach England zu­rückzureisen, und seine Abreise aufschob, in Montreal eine Besprechung mit dem