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Regierungen ermöglichen wird. In den letzten Monaten hat sich aus sehr verschiede-
Marburger rasesameiger
ander
Artikel 11 des Völkerbundsstatuts.
Der „Quatidien" schreibt, daß gestrigen Erklärungen eine gewisse rnhignng herbeiführen wurden, doch
die
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Eetreide
das System der
MS Wort zu einer Rede, in der er auf die 'm dem Bericht der Sachverständigen beehrte Frage der Zollunion zu sprechen lmn. Er führte aus, daß die van den Sachverständigen geltend gemachten Gründe sich
öbechessische Zeitung
t „$a die Bundesregierung", so fuhr Schober »örtlich fort, „aus den Ereignissen der letzten Monate feststellen konnte, dah im Gegensatz zn Wen Absichten Schwierigkeiten für die ver- pauensoolle Zusammenarbeit der europäischen Völker aus der Durchführung des Zollprojekts «tsteben könnten, erklärt sie, da für sie das Interesse an dieser Zusammenarbeit eng mit den österreichischen Interessen verbunden ist, ihren Entschluß, das Projekt der Zollunion richt weiter zu verfolgen.
Curtius ging anschließend schlag des
Präferenzsqstems für
ein und erklärte u. a„ daß
wirtschaftlichen Znsammenschluh
an. Der Wirtschaftsausschuß habe nicht gezögert, auszusprechen, dah er als Endziel dieser Entwickelung den A b s ch l u h van Z o l l - Unionen ins Auge fasse. In diesem Iahre habe der Gedanke der absoluten Notwendigkeit des engeren wirtschaftlichen Zusammen-
Rr.M86.Sime. 'Marburg a. Mn
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Ich hoffe, dah diese Erklärung wesentlich dazu beitragen wird, die so notwendige allgemeine Beruhigung herbeizuführen und eine Stimmung zu schaffe struktives Regie:
fttttag, »tu l.SevtM!
•it .Oberhessisch« Zeitung' er 46rint sechsmal wöchentlich. Be- ^Ispreis monatlich 2.20GM.aus- Mießl- Zustellungsgebahr, durch Le Post 2.45 SM. Für etwa durch gtteit, Maschinendesett oder ele- -gntatt Ereignisse ausfallend« »Innern wird kein Ersatz ge* jefjitt. Verlag, Dr. §. Hiheroth, der Unib-Buchdruckerei Ang. Koch, Markt 21/23. ! zerasprecher: Rr.54 und Rr.55.
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»/»!—1 Uhr.
Vriand hat 'seine Rache
Frankreich fordert noch stärkere Sicherheiten
... europäische und die Grundlage des
Anzeiger für (bas frühere knrhessische) Oberhessen Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg,
nötige Frankreich noch ausdrücklichere Versicherungen. Lavals und Briands wesentliche Aufgabe bei ihrem Berliner Aufenthalt wäre es, diese Versicherung zu erhalten. Curtius und Schober hätten einen gewisien politischen Mut bewiesen. Das genüge als Garantie aber nicht.
Der „T e m p s" hält es für vollkommen gleichgültig, welche Gründe Schober für diesen Entschluß in den Vordergrund stelle und betont, daß die Hauptsache der Verzicht auf die Weiterführung des Planes sei und die Tatsache, daß sich die Reichsregierung der österreichischen anschließe. Die „Sibert 6“ macht Oesterreich und Deutschland für das gegenwärtige Chaos in Europa verantwortlich, weil allein der deutsch-österreichische Anschlußgedanke das Vertrauen vernichtet habe. Die Reichsregierung und die österreichische Regierung, die geglaubt hätten, die Macht und das Ansehen Frankreichs durch ihr plötzliches Vorgehen zu verringern, seien heute gezwungen, sich wieder Frankreich zuzuwenden.
■ Der Europa-Ausschuh des Studienaus- - Msses für die Europa-Union ist am Don- gerstagvormittag unter dem Vorsitz des auf französischen Vorschlag gewählten schwetzeri- scken Bundesrats Motta zu ferner vierten Tagung zusammengetreten. Anher England md Frankreich, die durch Lord Robert Cecil und Frangois Poncet vertreten sind, haben die meisten europäischen Staaten wie bisher ihre Außenminister entsandt. Von dm europäischen Nichtmitgliedern des Völkerbundes sind, wie zu der letzten Tagung, »Eowjetruhland und die Türkei erschienen. Außerdem sind Beobachter I a - Epans und Chinas anwesend. Der Eu- kwpa-Ausschuh beriet zunächst in nichtöffent- . scher Sitzung eine Reihe interner Ange- Kgenbeiten.
s Gleich zu Beginn der öffentlichen Sitzung Bes Europa-Ausschusses ergriff der öster- Ueichische Außenminister
Dr. Schober
daß der Zoll-llnion-Plan wieder auftauchen würde, wenn die gegenwärtige Lage sich ändere. Frankreichs Verhalten könne erst festgelegt werden, wenn das Haager Gutachten vorliegen werde. Wenn die Mehrheit der Haager Richter sich tatsächlich in dem Sinne geeinigt haben, wie man es in den letzten Tagen durchblicken ließ, sei es Pflicht der französischen Regierung, sofort die politische Debatte, die Briand unkluger Weise vor fünf Monaten aufgeschoben habe, anzuschneiden.
Angenommen, der Haager Gerichtshof erkenne Deutschland und Oesterreich das Recht z«, sich wirtschaftlich zusammen- znschließen, sobald die 1922 von Oesterreich anfgenommene Anleihe znrückgezahlt sei, dann sei es Aufgabe des Bölkerbnndsrates, der Ausübung dieses Rechtes Hindernisie zu bereiten, und zwar unter Berufung auf
herein dahin gegangen, dah dieser Plan der Ausgangspunkt für weitergehende Wirtschaftsverträge fein sollte, an denen eine möglichst große Anzahl europäischer Mächte teilzunehmen hätte. Seitdem haben sich die Ereignisie überstürzt, so daß sich die ursprüngliche Sachlage völlig verändert hat. Wir stehen jetzt hier in der europäischen Studienkommission vor Plänen von allgemeinerem Charatter. Wir wollen an der Verwirklichung dieser Pläne akttv mit alle» Kräften mitarbeiten. In Erwartung eines fruchtbaren Ergebnisies der Arbeiten der Europäischen Studienkom- misfion hat die deutsche Regierung im Einver- nehmen mit der österreichischen Regierung nicht die Absicht, das ursprünglich ins Auge gefaßte Projekt weiter zu verfolgen."
Zum Schluß der Vormittagssitzung des Europa-Ausschusses gingen die Vertreter Frankreichs, Italiens und der Tfchechosiowa- let kurz auf die vom deutschen und österreichischen Vertreter abgegebenen Erklärungen ein. Der französische Finanzminister
Flandin
erklärte» er habe nicht die Absicht, röt Augenblick die Erörterung über den Gesamtbericht des Koordinationskomitees fortzusetzen. Dagegen wolle er schon jetzt die Bedeutung der von Dr. Schober und Dr. Curtius ^gegebenen Erklärungen heroorheben. Im Namen seiner Regierung nehme er Kenntnis von der „in so glücklicher Weise zum Ausdruck gebrachten Absicht" der beiden Regierungen, den Plan einer Zollunion mA weiter zu verfolgen. Er hoffe, daß das durch diesen Plan unbestreitbar entstandene.Unbehagen nunm ehr behoben sei und daß günstigere Bedingungen für die Entwicklung der europäischen Gemeinschaft, die den Daseinszweck dieses Ausschusses btjbe, geschaffen würden. Frankreich und ferne R^ gierung seien nach wie vor von dem Wunsch beseelt, nach praktischen Mitteln, zu suchen, um den Frieden zur Schaffung, einer immer engeren moralischen und materiellen Solidarität zu sichern.
Der italienische Außenminister
Grandi
erklärte, er nehme mit Befriedigun» Kenntnis von den Erllärungen des deutschen und des österreichischen Vertreters, daß sie den Plan einer Zollunion nicht werter verfolgen wollen. Er würdigte den Geist, der die Erklärungen der beiden Regierungen bestimmt habe und stelle gern fest, -daß diese Frage nunmehr aus der Diskussion ausgeschieden sei. Die Erllärungen der beiden Regierungen könnten als Beseitigung eines Grundes zur Verstimmung, m allen Ländern nur ein günstiges Echo finden und würden den Willen zur Zusammenarbeit wecken, dessen Deutschland und Oesterreich angesichts ihrer Schwierigkeiten bedürften.
Der tschechoslowakische Delegierte, Gesandter
nen Ursachen, die den Gegenstand der Untersuchungen der wirtschaftlichen Organisation des Völkerbundes bilden, die Wirtschaftskrise nicht nur in Oesterreich und Deutschland, lonbern in einem großen Teile der europäischen Staaten außerordentlich verschärft und ausgebreitet. Es ist eine weitreichende Vertrauenskrise entstanden, die die Grundlagen des europäischen Wirtschaftslebens erschüttett. Dem Zweck, das gegenseitige Vertrauen wieder herzustellen, soll auch die Erklärung dienen, die ich soeben bei der ersten sich hierfür bietenden Gelegenheit abgegeben habe. Es wird jetzt darauf ankommen, daß die europäische Zusammenarbeit auch tatsächlich statffindet und zu positiven Ergebnis- fen führt."
Dr. Schober schloß mit der Anregung, daß ein Unterausschuß mit dem Auftrage eingesetzt werde, die wesentlichsten Elemente einer Zoll-Union in einem Statut zusammenzufassen.
Der deutsche Reichsaußenminister
Dr. Curtius,
ter im weiteren Verlaufe der Sitzung das Wort ergriff, begann mit einem Hinweis auf die schwere Not, unter der jetzt so viele Länder leiden, und von der vor allem Deutschland bedrückt werde. Er hoffe, daß darüber nährend der Genfer Tagung noch eingehend gesprochen werde. Vorläufig wolle er sich darauf beschränken, zu den konkreten Fragen At sprechen, die den Gegenstand des Berichts des Koordinationskomitees Hildeten. Dr.'
fchluffes der europäischen Länder so große Fortschritte gemacht, daß ein solcher Bericht entstehen konnte. Er hoffe, daß die jetzige Welle stark genug sein werde, auch die Regierungen über alle Hemmungen und Bedenken hinweg dem aufgezeichneten Ziel entgegenzutragen. Zu der Frage der
deutsch-österreichischen Zollunion
führte Dr. Curtius dann aus:
„Die Empfehlungen des Wirtschaftsausschusses berühren sich mit den Gedanken, aus denen vor einigen Monaten der Ihnen allen bekannte Plan der deutschen und der österreichischen Regierung entstanden ist. Mir liegt deshalb daran, einige Bemerkungen dazu zu machen, Bemerkungen, die unabhängig sind von dem in den nächsten Tagen zu erwartenden Gutachten des Ständigen Internationalen Gerichtshofes im Haag, das sich auf die rechtliche Seite der Angelegenheit bezieht. '
Die Absicht der deutschen und der österreichischen Regierung bei dem Projekt einer Zollunion zwischen ihren Ländern ist von vorn-
Die Erklärungen Dr. Schobers und Dr. Curtius in der Zoll-llnionsfrage werden von der Pariser Presie mit Befriedigung ausgenommen. Aber selbst die Organe, die von diesen Erklärungen eine allgemeine Entspannung erwarten, sehen die Erklärungen nicht als endgültigen Verzicht an. Um zu einer Liquidierung der Angelegenheit zu gelangen, fordern die linksstehenden Bkätter die Verwirklichung des Vriand'schen Europaplanes. Besondere Erwähnung verdient die „Journ^e Industriell e“, deren Chefredakteur der Abgeordnete Eignaux, der gestern offiziell zum Nachfolger Francois Poncets als llnterstaatssekretär für Volkswirtschaft ernannt worden ist, sich dagegen wehrt, daß der gestern in Genf errungene diplomatische Erfolg dazu benutzt werde, „den französischen Sparstrumpf zu leeren."
Der offizielle „Petit P a r i f i e n“ betont, daß die deutsche und österreichische Regierung aus freien Stücken den An- schlnßplan ad acta gelegt hätten, «nd erwarteten, daß er nicht wieder hervorgeholt wird.
„Oeuvre" erklärte, daß es jetzt aus Frankreich ankomme, ob der Zoll- und der staatspolitische Zusammenschluß Deutschlands und Oesterreichs am europäischen Horizont bleiben werde. Man müsie so schnell wie möglich prakttsche Aufbauarbeit leisten.
„Ere Rouvelle" erklärt, damit der Verzicht auf den Anschluß endgültig sei, gebe es nur eines: Organisierung der internationalen Zusammenarbeit und der europäischen Einigung: aber hierzu sei nur Briands Politik geeignet.
,L a R e p u b l i q u e" und „V o - Iont<s" bezeichnen den gestrigen Tag als wertvolle Bestätigung Vriandscher Methoden. Aehnlich äußert sich „Le Peuple".
Die Cotypresie, „Figaro" und „Ami du Peuple", machen sich über die Franzosen lustig, die an einen endgültigen Verzicht auf den Anschluß glauben.
,',E ch o d e P a r i s" schreibt, Curtius und Schober hätten forgfan# ihre gestrige Demarche und die gegenwärtige europäische Lage in einen unsachlichen Zusammenhang gebracht. Das heiße so viel,
Krosta,
erklärte, daß er mit lebhaftester Befriedigung von der deutschen und der österrerchlschen Regierungserklärung Kenntnis nehme und über- zeugt sei, daß sie zur allgemeinen Befriedung Eur opas beitragen.
In der Nachmittagssitzung schloß sich der englische Delegierte,
Lord Ceicl,
dm Worten des deutschen Vertreters an, daß eine starke Welle zur engeren internationalen Zusamm enarbert dränge Er erblicke in dm Mitteilungen des deutschen und des österreichischen Vertreters über die Zollunion dm Beweis einer wirklichen Tat zur Befriedung Europas und spreche den beiden Regierungen seinen herzlichsten Dank und Glückwunsch aus. Der russische Volkskommissar Litwinow brachte die Beschwerden seines Landes gegenüber der offiziellen Paneuropa-Politik vor und trat für dm wirtschaftlichen Nichtangriffspakt ein. Schließlich wurde die Sitzung auf Sonnabmd vertagt.
Meistbegünstigung für die für die Wel___________ ... ------------
Güteraustausches bleiben müßte. Zu dem Bericht des Komitees der wirtschaftlichen Sachverständigen übergehend, erklärte der Minister, daß die deutsche Regierung der Verwirklichung dieses Berichtes, der in der Wirtschaftsgeschichte Europas einmal als Ausgangspunkt einer neuen Entwickelung gelten könne, jede Unterstützung leihen werde. Der Bericht sehe als wichtigstes, eigentlich als einziges Mittel für ehre durchgreifende Besserung der europäischen Wirtschaft die wirtschaftliche Annäherung, den
Vorbehaltlose Kapitulation in Genf
e Niederlage ist noch schwererals befürchtet wurde — Belanglose Phrasen sollen den endgültigen Verzicht verhüllen
mit denjenigen begegnen, die die deutsche und die österreichische Regierung im Frühjahr die- ' fes Iahres zu dem bekannten Projekt einer Zollunion veranlaßt haben. Es sei von allem Anfang an klar gewesen, daß dieser Entwurf nur Aussicht auf Erfolg haben (formte, wenn auch andere Staaten sich Bereit finden würden, daran teilzunehmm. Mit Rücksicht auf die seither emgetretenen Mrnstände habe sich die österreichische Regie- Emg mit der deutschen Regierung über die Wizunehmmde Haltung verständigt.