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K. Nr. 5015. Sprechet

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Der Anzeignchrett beträgt für be« 11 gespalt. Z-!l-mnilltm«l-i M8®<0Ufog. NeinrAn,eigen und Fmnilienanzeigen b«i Barzahlung 0.07 GM., amtl. und answärtige AnzetgenO.lO SM. Grundschrist: SoIontL Bei schwierigem Satz fe* tote bei Platzborschrift 50'/, Auf­schlag. Sammelanzeigen 100°/. Aufschlag R«klam.-Millim. 0.40 GM. Grundschrist, Petit. Jeder Rabatt gilt al« Barrabatt. Ziel 5 Lage. Offert«»-Gebühr: 25 Pfg., bet Zustellung der Angebote einschl. Porto.60 GM. Belege werden berechnet. Erfüllungsort Marburg.

Marburg«

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Pimtafl, »in 1.6M1931

Redaktion von 1011 w* */,l1 Uhr.

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^berhesstsch« Zeitung' er- ui sechsmal wöchentlich. Be- vrei« monatlich 2L0GM.auS-

T^tit wird kein Ersatz ge-

Verlag, Dr.§. Httzeroth, 2» d«r Untb-Buchdruckeret

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Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhessen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

Ar 4 Sprecher: Nr. 54 und Nr. 55. 'M ^flscheckkontv: Amt Frankfurt

Srfl. Zustellung-gebahr, durch st 2.45 GM. Für etwa durch Maschtnendefekt oder ete- Ereignisse ausfallend«

Teile und herrsche!

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95^ sie Entscheidung im Haag gegen Oesterreich und für Deutschland Oesterreich braucht neuen Kredit

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,«ds aber zuungunsten Oester» tichs ausfallen. Dor Gerichtshof wird 5041 6 auf den Standpunkt stellen, daß die

ngabe überein, daß der Spruch kein inde" tiger fein werde. Allen diesen gaben dürfte im Augenblick nicht die utnng-einer authentischen Wiedergabe bevorstehenden Spruchs zukommen, der Zusammenkunft der Staats­inner in Genf erwächst im Hinblick auf e verschiedenartigen politischen Inter- en, die von den verschiedenen Mächten rt vertreten werden, erfahrungsgemäß Bedürfnis nach Erzeugung einer ge- iffen Stimmungsatmofphüre, deren Gestaltung mit solchen Vorher­igen, wie den obigen. Einflust zu nehmen ucht wird.

Aus dem Haag wird gemeldet, daß eine llige endgültige Entscheidung des ager Gerichtshofes über die Zoll- itiön noch zu erwarten sei. Daß der avasbcrich^ aber im wesentlichen dem halt des Mehrheitsberichtes der Haager ichter entsprechen dürfte, der einem nderheitsbericht gegenüberstehen wird.

Nach Genfer Informationen ist die Entscheidung des Haager Gerichtshofes 6ur mit der geringen Mehrheit von gegen 7 Stimmen gefaßt war­en. Die Außenminister Currius und -ch b e r werden am heutigen Dienstag h einer neuen Besprechung über das g e - »einsame Vorgehen Deutsch- 6n b s und Oesterreichs im Völker- «ndsrat und in der Europakommission ersten.

Protokoll von 1922

Einem Havasbericht zufolge wird das i,tachten des Haager Gerichts- e s über die deutsch-österreichische M-Uinon zugunsten Deutsch»

Son verschiedenen Hauptstädten der am nc aager Spruch beteiligten oder inter- 304 sirrten Mächte werden ebenfalls Gerüchte qsc> >er den voraussichtlichen Inhalt der Ent- l hridung des Haager Gerichtes in Sachsen 50.J 65 deutsch-österreichischen Protokolls für -- ie Zollunion verbreitet. Diese Mitteilun-

Der ehemalige österreichische Bundes, Minister für Finanzen Dr. Juch trifft kommenden Mittwoch in Genf ein, um As Mitglied der österreichischen Dele- titon und Sachverständiger für Finanz- kagen an den Verhandlungen über den intrag teilzunehmen, den die österreichische ! ttgierung in der Frage einer Finanz- ilfsaktion durch Vermittlung des Völker- dndes an den Völkerbundsrat gerich- ck hat.

6s handelt sich hier einmal um die Konsolidierung der von England seinerzeit gewährten kurzfristigen Vor­schüsse in Höhe von vier Millionen Pfund und die Begebung der zweite« Tranche der Jnvestierungsanleihe.

beiden Fällen erhofft sich die öfter« Achischs Regierung von einem Gutachten *s Völkerbundes eine günstige Wirkung die Kreditwilligkeit des internationa- **t Kapitalmarktes, die augenblicklich Acht vorhanden ist. Der Völkerbundsrat A>rd das österreichische Gesuch, zu besten ^läufiger Behandlung bekanntlich zwei Mitglieder des Völkerbundssekretariats

einiger Zeit in Wien gewesen find,

- genfer 954 «stellt.

50 4 Zell-Union die Verträge von Versailles ka ib St. Germain nicht verletzt, daß sie ter einen Bersto,ß gegen das

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jgr r; m weichen tm allgemernen wenig von- mander ab und stimmen vor allem in der

dem Finanzkomites überwei­sen, das sich noch in dieser Woche mate­riell mit der Frage befassen dürfte.

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Im Koordinationsausschuß des Europa­ausschusses in Genf begründete am Mon­tag der sowfet-russische Außenkommissar L i t w i n o f f feinen Vorschlag auf Ab­schluß eines wirtschaftlichen Nicht­angriffspaktes, den u. a. E r a n d i und C u r t i u s unterstützten, und der vor­läufig zu einer eingehenden Beratung dem Redaktionsausschuß überwiesen wurde.

Der europäische Minderheiten- Kongreß ist am Montag mit der An­nahme einer Entschließung abgeschlossen worden, die eine ernste Mahnung an den Völkerbund zum Schutz der nationalen Minderheiten enthält.

Der Präsident des Außenausschusses der französischen Kammer und der Völker­bundsvertreter Frankreichs, Paul B o n- c o n r, verlangt in einem Artikel über die Abrüstungskonferenz, daß der Völ­kerbund das Protektorrat über sämtliche Armeen übernimmt.

Landtag am 8. September?

Erneuter Antrag der K. P. D. auf Reichstagseinberufung

Der Aeltestenrat des Preußischen Land­tags wird, wie gemeldet, am Dienstag nachmittag sich schlüssig zu machen haben über seine Stellung zu dem. Antrag der Deutschnationalen, der von den National­sozialisten und dem Landvolk unterstützt worden ist und die sofortige Einberufung des Landtages zur Beratung des deutsch­nationalen Urantrages über die Vor- sebläge des preußischen Finanzministers Dr. Höpker-Aschoff zur Reichsreform for­dert Zugleich hat der Aeltestenrat zu beschließen, wann der kommunistische Ur­antrag, dem preußischen Staätsministe- rium das Vertrauen zu entziehen, zur Be­ratung zu stellen ist. Bekanntlich muß ein solcher Mitztrauensantrag nach den Bestimmungen der preußischen Verfassung innerhalb von 14 Tagen er ledigt sein. Da die Einladungen zu der Plenarsitzung, nachdem der Aeltesten­rat seinen Entschluß gefaßt hat, an die Mitglieder des Landtages hinausgehen müssen, so wird kaum damit zu rechnen sein, daß der Landtag noch in dieser Woche Zusammentritt. Es dürfte zu er-- warten sein, daß der Zusammentritt viel­mehr zu Beginn der nächsten Woche, viel­leicht am Dienstag, erfolgt. Man wird mit einem dreitägigen Sitzungsabschnitt zu rechnen haben. Die Abstimmung über den Mißtrauensantrag wird voraussicht­lich am Donnerstag oder Freitag vorge­nommen werden, lieber den Mißtrauens­antrag kann frühestens am zweiten Tage nach Abschluß der Beratung über den Antrag abgestimmt werden.

Kommunistischer Antrag auf Reichstags- einberufung.

B e r l i n, 31. Aug. Der Abz. Tor gier bat heute vormittag im Auftrage der kommunistischen Reichstagsfraktion an den Präsidenten Loebe einen Brief gerichtet, in dem die sofortige Einberufung des Reichstags gefordert wird. Nach dem Vorschlag der Kommunisten soll sich der Reichstag mit den kommunistischen Anträ­gen auf Aufhebung der Notverordnung über die Sicherung der Haushalte und anderer Notverordnungen beschäftigen. Ferner ist beantragt worden, etne Innen« und außenpolitische Aussprache auf die Tagesordnung zu setzen. Die drei kom­munistischen Mitglieder des Aeltestenrates haben gleichzeitig die Einberufung des Aeltestenrates beantragt, damit dieser zu dem Antrag auf Reichstagseinberufung Stellung nehmen kann. Da Reichstags­präsident Loebe zur Zeit verreist ist, ist die Entscheidung über die Einberufung des Aeltestenrates erst In einigen Tagen zu erwarten. Es ist damit zu rechnen, daß der Aeltestenrat Ende dieser oder An­fang nächster Woche zusammentreten wird.

Die sozialdemokratische Reichstagsfrak- tion wird am Dienstag, d. 8. September, zur Beratung der politischen Lage zusam­mentreten. Ein früherer Termin ist, wie derAbend" schreibt, in Anbetracht des Frankfurter Gewerkschaftskongresses, an bem zahlreiche Mitglieber ber Reichstags­fraktion der SPD. teilnehmen, nicht möglich.

Oberleutnant Wendt nach Gollnow zuruckgekehrt.

Stettin, 31. Aug. Oberleutnant Wendt ist heute früh mit dem fahrplan­mäßigen Zug um 1.15 Uhr in Goll­now wieder eingetroffen und auf dem Bahnhof von einem Polizeiwach t- meister festgenommen und in sicheren Gewahrsam gebracht worden. lieber die Gründe seiner unerlaubten Ent­fernung und über seinen Aufenthalt verweigert er jede Auskunft. Die den Festungsgefangenen gesetzlich zu- stehenden Vergünstigungen werden ihm wegen Bruchs des gegebenen Verste­chens bezw. wegen schlechter Führung entzogen werden.

Oberleutnant Wendt, der sich ohne Erlaubnis aus der Strafanstalt Gollnow entfernt hatte, ist zur weiteren Ver­büßung feiger Festungsstrafe nach Groß« Strelitz in Schlesien abtransportiert worden. -

Zentralausschuß der Reichsbank einberufen.

Berlin, 31. Ang. Der Zentralaus­schuß der Reichsbank ist für morgen, Dienstag, den 1. September, nachmittags 16 Uhr einberufen. Wie WTB-Handels- dienst dazu erfährt, erwartet man in Vankkreifen eine Ermäßigung des Dis­konts auf 8 Prozent und des Lombard­satzes auf 10 Prozent.

Strafantrag der Luft-Hansa wegen Transportgefährdung.

Berlin, 1. Sept. Die Deutsche Luft- Hansa hat auf Grund der Feststellungen der Nürnberger Kriminalpolizei über die Brandstiftung im Verkehrsflugzeug Mün­chenNürnberg gegen den Metallschleifer Hütte aus Oberndorf bei Schweinfurth Strafantrag wegen Transportgefährdung gestellt.

Tagesspiegel

Die sozialdemokratische Reichs» tagsfraktion ist für heute zu, einer Sitzung einberufen worden, in der die po» litische Lage erörtert werden soll. Soviel wir wissen, entspricht die Fraktionsführung damit einem Wunsche, der aus der Partei an sie herangebracht wurde; bis die Frak» tivn zusammentritt. werden die Vertreter der Sozialdemokratie Gelegenheit gehabt haben, mit dem Reichskanzler über seine Pläne für den Herbst und Winter zu sprechen und ihre eigenen Wünsche dabei geltend zu machen. Die seit geraumer Zeit geführten Verhandlungen über die Äb- änderung bestimmter Teile der _ Notver­ordnung vom 5. Juni dürften sich ihrem Ende nähern, so daß der Aufnahme der Korrekturen in die neue Rotverordnung nichts im Wege stände, wenn der Kanzler sie auch den anderen Fraktionen gegenüber vertreten zu können glaubt. Allgemein ist innerhalb der sozialdemokratischen Partei die Reigung zur Fortsetzung der Tole- rierungspolitik in den letzten Wochen ge­wiß nicht gewachsen, und ob" diese Dul­dung auch gegenüber der neuen angekün­digten Notverordnung fortgesetzt werden kann, ist heute noch eine offene Frage.

gibt immerhin einflußreiche Kreise in der Partei, die einer stärkeren Distan­zierung gegenüber dem Kabinett das Wort reden. Die Entscheidung darüber wird in der Fraktion aber erst getroffen werden, wenn genauere Angaben über die Pläne der Regierung für die kommenden Monate vorliegen.

Die Frage, in welcher Form die Ver­minderung der Personalausga­ben auf Grund der letzten Notverordnung durchgeführt werden soll, begegnet, wie wir hören, in Preußen nicht geringen Schwierigkeiten. Da die ReichSregierung ihrerseits eine nochmalige allgemeine De- soldungSkürzung zu vermeiden wünscht, käme nur ein interner Umbau der Besol­dungsordnungen in Betracht, der in der Hauptsache auf den Wegfall der bisher ge­währten Zulagen jeder Art hinausliefe. Wollte man diesen Weg konfeguent be­schreiten, dann wäre das Ergebnis, daß eine Reihe von Deamtenkategorien niedri­ger bezahlt würde als gleichwertige De- amtengruppen int Reichsdienst. Auf der anderen Seite glaubt man offenbar, be­sondere Kürzungen bei einzelnen Gruppen, wie z. B. bei den Lehrern, nicht vornehmen zu können, weil damit nur noch größere Beunruhigung und Mißstimmung in die Be­amtenschaft getragen würde. Infolgedessen scheint es nicht ausgeschlossen, daß man sich doch auch in Preußen zu einer all­gemeinen Gehaltskürzung ent­schließt, nachdem Bayern zum Tell damit vorausgegangen ist. Die Entscheidung wird voraussichtlich heute in der Sitzung des preußischen Staatsministeriums getroffen, in der auch über die Richtlinien für die Einsparungen bei den Gemeinden in An­lehnung an die Vorschläge des Städte­tags Beschluß gefaßt wird.

In der Öffentlichkeit begegnet man einem neuen Schlagwort, dem von den Groß-Pensionären". Mit dieser nicht gerade freundlichen Bezeichnung will man in erster Linie diejenigen hohen Be­amten und Generale treffen, die sich noch einer jahrzehntelangen Dienstzeit in der Armee, in der Staats- oder Kommunal­verwaltung das Recht auf eine Pension erworben haben, die ihnen gesetzlich zu­steht. Wenn jetzt die Forderung gestellt wird, daß auch hier Eingriffe erfolgen, der Schwere der Zeit entsprechend, so ist das verständlich. Dem Reichstag hat ein entsprechender Gesetzentwurf schon vorge­legen. und auch von den Kürzungen der Beamtengehälter und den Belastungen der Krisenfteuer sind diese Kreise nicht vor- schvnt geblieben. Unerfreulich ist aber: wenn gewisse Blätter es immer so hinzu- stellen versuchen, als ob di« Berechtigung