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Nr. 195
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Seitens der Reichsregierung ist eine dritte Ergänzung der vorläufigen Richtlinien für die" Devssen-Bewirtschaftungsstellen herausgegeben worden. Während bislang der gesamte Deoisenverkehr einer neuen Derwen- dungskontrolle unterstellt werden sollte, sind nun" schon sehr weitgehende Lockerungen erfolgt. Allerdings hat die Reichsregierung deutlich erklärt daß sie von der Derbraucherschaft von Handel und Banken erwarte, daß diese sich bei der Einfuhr, besonders von Luxuswaren und Eenußmitteln, die durch die Wirtschaftslage gebotene Zurückhaltung auf- eilegen. Zu solchen Eenußmitteln, bei deren Verbrauch sich der Einzelne wie die Gesamtheit ohne irgendwelche Nachteile Beschränkungen auferlegen können, gehört auch der ausländische Wein. Von deutschen Weinen sind noch große Beständen vorhanden. Sowohl von der Ernte des Jahres 1929, wie der des Jahres 1930, die beide der Menge wie der Qualität nach recht brauchbare Erträge gebracht haben, liegt noch viel bei den Winzern und Weinhändlern auf Lager. H'nzu kommt, datz in der gegenwärtigen Zeit die Preise für den deutschen Wein ganz besonders billig sind. Es gehört unbedingt zum Programm einer nationalen Selbsthilfe, datz der einzelne Deutsche sich seiner Pflicht auch gegenüber den Winzern — seinen Volksgenossen und Mitbürgern — bewutzt wird. Dieses Bewutztsein mutz aber auch in die Tat umgesetzt werden und diese Tat besteht in der grundsätzlichen Bevorzugung der deutschen Ware, also auch des deutschen Weines.
Bekämpfung -es Kartosfelkrebses
Von zuständiger Seite wird die städtische Feldpolizei darauf hingewiesen, datz wegen der Bekämpfung des Kartoffelkrebses die mit Kartoffeln bebauten Felder und die Vorräte an Kartoffeln der amtlichen Beaufsichtigung durch die Ortspolizeibehörden und der Haupt- fteHe für Pflanzenschutz unterliegen. Krebs- verdächtige Erscheinungen an ausgepflanzten oder aufgespeicherten Kartoffeln sind binnen 24 Stunden der Ortspolizeibehörde ober Gemeindebehörde anzuzeigen. Der Kartoffelkrebs ist daran erkenntlich, datz an den Knollen Wucherungen von verschiedener Grötze und Form entstehen, deren Oberfläche warzig und später oft zerklüftet ist, so datz sie zuweilen an Badeschwämme erinnert. Manchmal erscheinen tt»r kleine Warzen, oft sind es große Auswüchse; nicht selten endlich ist von der Knolle Lichts mehr zu erkennen. An ihrer Stelle finden sich schwammartige Mißbildungen, die nur durch den Ort ihres Vorkommens erkennen lasien, datz sie ursprünglich an jungen Kartoffeln entstanden sind. Anfänglich sind alle diese Mißbildungen hellbraun und fest. Später werden sie dunkelbraun und schwarz- braun und verfallen allmählich, indem, sie bei trockenem Wetter verschrumpfen und zerkrümeln, bei nassem Wetter verfaulen. Da die Krankheit alle jungen Gewebe ergreifen kann, so findet man Krebswucherungen" außer an den Knollen auch an anderen Teilen der Pflanze. Meistens werden die Knollen, die Wurzelzweige und die unterirdischen Stengel- teile ergriffen. Wenn die jungen Triebe aber längere Zeit brauchen, um aus dem Boden herauszukommen, oder wenn längere Zeit feuchtes Wetter herrscht, bilden sich auch an den Blattknospen der oberirdischen Stengel Geschwülste, hn denen man nicht selten noch erkennen kann, datz sie aus Blattanlogen hervorgegangen sind. Die oberirdischen Pflanzenteile sind ebenso wie die am Licht liegenden Knollenauswüchse grün, oft mit einem weißlichen ober rötlichen Ton
r.':. '.druck verboten.»
Die reichste Frau -er Welt
Ein abenteuerlicher Roman von Georg Westfalen.
60. Fortsetzung.
„Sir", nahm Marschall wieder das Wort. „Der Vertrag, den Don Arragone • mit Sir Calendy geschlossen hat, der zweifelsfrei erweist, datz Amerika die Absicht hatte, unter allen Umständen eingreifen zu können, um seine Ausdehnungspolitik fortsetzen zu können, ist in meiner Hand. Wünschen Sie, datz dieser Vertrag — hier haben Sie eine Photographie des Vertrages, Sir, das Original ist in guten Händen — veröffentlicht wird, damit die Etoß- mächte und der Völkerbund davon erfahren? Wünschen Sie das. Sir? Ich habe auch noch ein anderes Papier — hier ist die Photographie —, das zweifelsfrei beweist, datz die Inbrandsetzung der amerikanischen Oelquellen bei Tampiko auf Geheiß Amerikas geschah. Mr. Calendy, der Chef der Ermittelungsabteilung, hat den Befehl gegeben "
Der Kommandant war blatz geworden. Er nahm die Photograhien und überlas fie
Dann fluchte er heftig und schritt erregt im Raume auf und ab.
„Nun, Kommandant, was sagen Sie dazu? Wahrlich ein feines Spiel. Aber es geht noch weiter. Hören Sie zu, in welch genialer und ebenso hundsgemeiner Art und Weife man die reichste Frau der Welt in diese mexikanische Revolution mit hineingezogen hat “
Genau berichtete er dem Kommandanten alles. Jetzt war Sir Horn entsetzt. Er hatte als Amerikaner eine unbegrenzte
Ober-esflsche Zeitung, Marburg «. L.. Freitag, ben 21. August 1931
Aus -er Amgeveu-
fltefs Marburg
Aus dem Landkreise Marburg, 20. Aug. Seit mehr als einem Jahr hat der Landpoftdienst auch in unserem Kreise ein vollstänbig anderes Gesicht erhalten. Die postalische Versorgung der Landotte ist bei den Postämtern zenttalisiett worden. Die einzelnen Orte wurden hierdurch postalisch selbständig. Der Umstand, daß jeder Ott seine eigene Poststelle hat, wird von der Bevölkerung angenehm empfunden. Allerdings begegnet man auch hin und wieder der Meinung, datz der Landbevölkerung durch die neue Einrichtung eine empfindliche Verteuerung der Postgebühren entstanden sei. An Stelle der seither entrichteten Ortsgebühr sei nunmehr die Ferngebühr getreten. Diese tatsächlich eingetretene Verteuerung wird jedoch dadurch ausgeglichen, daß die früher vom Landbriefträger erhobene Gebühr für die Annahme von Paketen und Postanweisungen in Wegfall gekommen sst. Der tägliche zweimalige postalische Versorgung unserer ländlichen Hilfsstellen müßte sich im Laufe der Zeit als unproduktiv erwiesen haben. Außerdem sind die Posteingänge am Nachmittag oft so gering, daß sie in keinem Verhältnis zu dem tatsächlichen Kraftaufwand stehen. In den meisten Fällen wird auch von dem Ab» holen der Nachmittagspost gerade in der Erntezeit wenig Gebrauch gemacht.
s. Simtshaujen, 19. Aug. Heute wurde im Eeil'schen Saale die hiesige E e - mein'deiagd verpachtet. Sie war bereits vor 4 Wochen erstmalig verpachtet worden. Die Gebote waren jedoch Jo gering, daß sich die Gemeinde veranlaß! sah, sie heute zum zweitenmale auszubieten. Die drei Höchstbietenden waren eine Jagdgesellschaft mit 220 RM., ein hiesiger Landwirt mit 230 RM. und ein Geschäftsmann aus Ernst- Hausen mit 235 RM. Der hiesige Jagdvorsteher behält sich vor, die Jagd einem der drei Höchstbietenden zuzusprechen.
* Nordeck, 21. Aug. Bei dem in der Donnerstagnacht hier niedergegangenen Gewitter schlug der Blitz in die Scheune des Kaufmanns Stern em. die niederbrannte. Der wolkenbruchartige Regen hat in der hiesigen Gegend einen ungeheuren Schaden angerichtet. Das noch auf dem Halm stehende Getreide liegt wie gewalzt auf dem Boden. Sollte der Regen noch eine zeitlang anhalten. dann ist die Hoffnung noch ein Teil der Frucht zu retten, vergebens.
ükreis pieyenßlttn
a. Treysa, 20. Aug. Wie wir erfahren ist in der Angelegenheit des Anschlusses des Elektrizitätswerkes an die E. A. M. durch bi»
Kommission, die zwischen Magistrat und Stadtverordneten vermitteln soll, eine <rnm- gung herbeigefühtt worden. Danach sollen die vorhandenen Sauggasmotoren des Werkes repariert werden, daneben soll ein neuer Generator beschafft werden. Erst nach Fertigstellung dieser Arbeiten und nach genauer Berechnung der Stromerzeugung wird dann erneut in eine Verhandlung mit der E. AM. eingetreten. Auf diese Weise hofft man einen Ausweg zu finden, der beide Teile befriedigen wird.
Aus Walbeck
Sachienberg in Waldeck, 20. Aug. Der heutige Markt war gut besucht, da die Witterung den Landwirten Zeit ließ; denn es regnete in der letzten Nacht und war am Morgen ttüb. so daß keine eiligen Arbeiten zu vollbringen waren; denn man mettte nachher im Handelsgeschäft, daß viele doch nur gekommen waren, um sich die Prcisstände selbst anzusehen. Allgemein kam wenig Handel zwischen Landleuten und Händlern zustande. Gute Rinder wurden mit 320 bis 400 Mark, (^jährige trächtiges Jährlinge mit 130 bis 180 Mark und alte Kühe bis 200 Mark bezahlt. Junge Kälbchen, die aber kwenia aufgetrieben waren, kosteten 80 bis 120 Mark. Am Vormittag fand auch die Prämiierung von Zuchtvieh statt, an der zwei Kommissionen, beteiligt waren und zwar für rotbuntes Niederungsvieh die Herren Isenberg-Gut Eichhof und Koch-Goddelsheim; für Rotvieh Garthe-Wangershausen. Senke- Niederense und Brand-Strothe. Die Oberschau hatte der bewährte Tierzuchtinspektor Schwarze-Corbach.
ffeei- Slebenkvvl
r. Breidenbach, 19. Aug. Die heutige Witterung, warm, ohne Wind mit dauernden Niederschlägen ist so recht angetan, pessimistisch in die Zukunft zu schauen. In vielen Dörfern ist die Kornernte noch nicht eingebracht. HeberaH macht sich das Wachsen des Kornes und der Sommerfrucht bemerkbar. .Tritt nach den Prophezeiungen des astrologischen Kalenders Freitag, Samstag und Sonntag schönes Wetter ein, so ist noch vieles zu retten, im anderen Falle ist damit zu voch»eir7 daß ein großer Teil der Ernte verloren geht. Heute wird schon wieder der Dreschflegel, J>er zum Ausdrusch der Frischte früher gebraucht wurde und der als ein Produkt überlebter Zeiten angeiehen war, rotier kn Anwendung gebracht. Das Klipp-Klapp ertönte in mancher Scheune. An Zeit dazu fehlt es leider nicht.
Breidenstein, 21. Aug. Am gestrigen Mittwoch feierten der Former Georg Klein- Henn und seine Eheftau das Fest der Silberhochzeit.
Bolbrianwurzel
Nach einem alten Dolksbrauch soll am 23. August die Baldrianwurzel gegraben werden. In manchen Gegenden wird der Baldrian auch Hexenkraut genannt. Wegen seiner schon im Altertum sehr geschätzten vermeintlichen Kraft gegen allerlei „angehexte" Krankheiten zu schützen — im Mittelalter rechnete man auch die Pest dazu — war et damals sehr gesucht. In einem alten Spruch heißt es: „Baldrian und Bibernell, hält die Pesttllenz zur Stell". Auch für mancherlei andere Dinge
hielt man den Baldrian für nützlich. In den Bienenkorb gelegt sollte er die Bienen im Stock festhalten und andere heranziehen. Die Baldrianwurzel sollte grimmigen Zorn erregen, wenn man sie taute. Aus dem Mittelalter wird von einem weichherzigen Scharfrichter erzählt, daß er vor jeder Hinrichtung ein Stück der Wurzel kaute, um sich hart zu machen. Eine besondere Anziehungskraft hat die Baldrianwurzel außer auf Katzen auch auf Forellen, indem man die Köder mit ihr in Berührung bringt.
Hochachtung vor der Frau, und er fand es empörend, wie man mit dem schönen Mädchen umgesprungen war.
„Eentlemen, ich sehe, daß Sie di« Trümpfe in der Hand haben. Aber ich denke, Sie find ja beide amerikanische (Staatsbürger, daß auch Ihnen an einer friedlichen Lösung gelegen ist."
„Bestimmt!"
„Gut! Dann stellen Sie Ihre Forderungen!"
Marschall überlegte.
„Zunächst Verzicht auf die Besetzung von Derakruz."
„Akzeptiett. Die Kenntnisnahme der Papiere zwingt mich als ehrlichen Menschen baoon* unter allen Umständen abzusehen Weiter!"
„Die zweite Forderung: sofortige Heimkehr der drei Kreuzer."
„Ich werde den Befehl geben. Doch nur unter der Voraussetzung, daß Sie mir die Papiere aushändigen."
Marschall schüttelte ben Kops.
„Das kann ich nicht. Ich brauche Sie als Pfand, Sir Horn; aber ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, daß ich tetnerlei Gebrauch davon machen werde. Ich werde mich lediglich an ben Präfibenten der Union in einem Briefe wenden und ihn um strengste Untersuchung bitten. Das Material behalte ich, und kein fremdes Auge wird es sehen. Auf mein Ehrenwort." Der Kommandant mußte damit einverstanden sein.
Er fragte nur noch: „Ist der prooisott- schen Regierung von Derakruz der Inhalt der Papiere bekannt?"
„Nur der Vertrag zwischen Don Arra- gone und Mr. Galeubg." ...
„Wird man darüber schweigen?"
„Man hat es mir in die Hand versprochen. Man wünscht keine Beunruhigung in den Beziehungen zwischen der Union und Mexiko."
Damit war die Unterredung zu Ende.
Die Generalität war außerorventlich mit dem Erfolg Marschalls zuftteden.
Unverzüglich wurde ihm ein Flugzeug zur Verfügung gestellt, mit dem er nach Puebla, wo Calles fein Hautquartier auf- geschlagen hatte, flog.
Man nahm den Unterhändler Marschall im Hauptquartier Calles sehr freundlich auf, aber Marschall fand CaileS doch nn« beugsam.
Er lehnte eS strikte ab, irgendwelche Schonung walten zu lassen.
Da spielte Marschall langsam seine Trümpfe aus.
lieber acht Stunden verhandelten fie. Calles fand in Marschall einen zähen Gegner. der so offen war, daß er auch eine Kritik der allzu scharfen RegierungSmaß» nahmen und Reformbestimmungen wagte.
Werner Marschall riet zur Mäßigung.
Langsam setzte er sich durch. Die Einsicht tarn. ES war ein physischer Kampf zwischen zwei beinahe unbeugsamen Naturen.
•Qhn Abend waren fie sich einig.
CalleS gab nach, er sicherte Marschall die Straflosigkeit aller an der Rebellion beteiligten Soldaten und Offiziere za, mrr einen, den gab er nicht frei: Don Gomez Arragone.
»Wissen Sie. was dieser Mann Mexiko schon für unermeßlichen Schaden zugelügt hat? UeberaH hat er seine Hände hn Spiel, und man konnte nie den Fachs fassen. Don Gomez Arragone toiri) stand» rechtlich erjchogeo.^
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Bei Unfällen ist das Bestreben der Reichsbahn vor allem darauf gerichtet, sofort einen umfassenden Hilfsdienst einzurichten, damit schnellstens Hilfe geleistet werden kann. Dieser Hilfsdienst hat sich auch bei dem D-Zug-Attentat bei Jüterbog wieder bewährt. Die Reichsbahn weist jetzt aus Anlaß dieses Attentats erneut auf die Organisation dieses Hilfsdienstes hin. Verbandskästen für die erste Hilfsleistung befinden sich in jedem Packwagen der Züge und auf allen Stationen, die außerdem mit den Tag und Rächt hilfsbereiten Dahnärzten in Verbindung stehen. Dei jedem Zugunfall eilen Hilfszüge zur Unfallstelle. Im ganzen hat die Reichsbahn 118 solcher Hilfszuge, die auf größeren Bahnhöfen stets zur Abfahrt bereit sind. Sie bestehen aus Hilfsgeräte- toagen, Aerzte» und Mannschaftswagen und können 15 Minuten nach Eingang der Unfallmeldung abfahren. Die Hilfsgerätewagen enchalten alle Geräte und Wettzeuge, die für Aufräumungsarbeiten erforderlich sind. Sie sind auch mit einem Laufkran zum Aufsehen und Einholen der schweren Geräte versehen. Der Arztwagen birgt die ärztlichen Instrumente und eine größere Anzahl von Krankenbetten. In dem Mannschaftswagen halten sich bte Aufräumungsmannschaften während der Fahrt auf.
Wetterbeobachtungen am20.21.llug.
Höchste Temver" - am 20. Aug. 20.4 Celsius
Niedrigste Temr "ur letzte Pacht 11.9 Celsius
Seit
Barometerst. reduziert auf N. N
Temperatur
Relative Luft- leuchtig keit
20. 8.2 Uhr natfim.
753,4 mm
20.1 Tel!.
64%
20. 8.9116 r nachm.
753,3 mm
12,1 Teli.
92%
21. 8.7 Uhr vorm.
751,4 mm
12,4 Teil.
93%
PHOTO-BUHLER - BRILLEN-BÖHLER
Marburg/Lahn
Wettergasse 30 Bahnhofstr. 9
Fernruf 248 Wetterbericht.
Von der Rückseite des mit seinem Kern über Südostengland liegenden Störwirbels her steigt der Luftdruck jetzt kräftig an. Bei steigendem Luftdruck und kühleren westlichen Winden kann auch bei uns mit dem Auf- hören der außergewöhnlich kräftigen Niederschläge gerechnet werden, wenn auch bei weitem noch kein beständiges, trockenes Wetter wahrscheinlich ist. Auch für später hinaus ist die Entwicklung einer längeren Trockenzeit noch nicht zu erkennen, doch wird die Beruhigung der Witterung zunächst weitere Fortschritte machen.
Aussichten für Sonnabend: Wechselnd bewölkt, Niederschläge weiter nachlassend doch noch einzelne Schauer, kühl, westliche Winde.
Verlag Dr. C. Hitzeroth. Hauptschriftleiter und verantwortlich für Po- litik und Feuilleton: Dr. Ernst Scheller: für Kommunalpolit:' Provinz und Lokales: L. S ch ne i d e r (beurl.), sämtl. kn Marburg.
Marschall muht« sich fügen.
CalleS fuhr am Abend noch mit Marschall zusammen nach Verakruz. CalleS war ein mutiger Mann, er fürchtete sich nicht und hatte zu den Sicherungen Marschalls Bettrauen.
Die Ankunft EalleS' bewegte die Stadt aufs schärfste.
Ealles versammelte unverzüglich die Generalität von Verakruz und ging scharf ins Gericht, daß kaum einer ein Wort der Gegenrede wagte.
Nur zwischen dem alten General Eanabe und dem Kriegsminister EalleS kam es zu einer hatten Aussprache.
Sie spitzte sich bedenklich zu. und Marschall mettte, daß Calles erregt wurde und am liebsten den General festgesetzt hätte.
Plötzlich hörte Calles hinter sich die Stimme Werner Marschalls. Ruhig und eindrucksvoll klang msie an sein Ohr: „Exzellenz, er hat recht. Sie müssen es einsehen."
Calles wandte sich um und flaute entgeistert Marschall in das ernste Gesicht.
„Sie haben Mut, Don Marschall", fuhr er ihn dann an.
„Die Wahrheit zu sagen ist für mich eine Selbstverständlichkeit!" entgegnete Mar« schall ruhig. '
Das blieb nicht ohne Eindruck auf den Kriegsminister. Er wurde sichtllch müder, und die Aussprache bewegte sich jetzt in ruhigen Dahnen.
Man tarn zu einer restlosen Einigung.
Gegen die zwölfte Nachtstunde ging die Nachricht durch Verakruz; „Die Aevolu- iion ist beendet, man hat sich mit Callas geeinigt*
Das 25o2 tag Derakruz atmete auf. x' ' Fortsetzung folgt /