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Sekte 5

Rk. 194

Die EaniMkolonne in Wetter

wurde der Beireffende der Art der Ver­letzung entsprechend abtransportiert. Der An­transport geschah über teilweise natürliche Hindernisse nach einer markierten Aelle auf Kirchplatz, woselbst die angeblich Verletzten gelagert wurden. Herr Dr Löhlein prüfte dann die Verbände und hielt, eine kurze Kritik ab. 3m Anschluß an die Uebung, der eine große Zuschauermwige beiwohnte, fand km Saale des Bahnhofshotels eme Ver­sammlung statt, in der Herr X>r. Lohlem einen sehr lehrreichen Vortrag über das Sanitütswesen und seine Entwicklung, Zweck und Ziel der Sanitätskolonne hielt und den Beifall seiner Zuhörer fand. Herr Pfarrer Krause begrüßte die Einrichtung seitens der evangelischen Kirchengemeinde und befürwor­tete die Gründung eines SRäTtnen)mni5 nom Roten Kreuz, um der jungen Sanitätskolonne eine fmanzkelle Stütze zu gehen. Zugleich im Namen der anwesenden Bürgermeister der beteiligten Ortschaften dankte Herr Bür­germeister Hilberg-Wetter dem Kursusletter und den Sanitätsmami schäften für dre ge­leistete Arbeit und gab seiner Freude Aus­druck, daß dieselbe von Erfolg gekrönt und eine gutausgebildete Sanitätskolonne zur Ver­fügung stehe. Zum Schluß dantte Herr Dr. Löhlein der Sanitätskolonne Marburg für ihr Erscheinen und bereitwillige MitwSrkung bei der Uebung und gab dann die Gründung eines Männervereins vom Roten Kreuz be­kannt, da sich die meisten Mitglieder des früher bereits bestandenen, gleich nach dem Kriege aufgelösten gleichnamigen Vereins be­reit erklärten, dem Verein beizutreten. Als 1. Vorsitzender wurde Herr Oberpfarrer Rappe, als 2. Vorsitzender Herr Pfarrer Krause und als Schriftführer und Kassie- rer Stadtsekretär Albert gewählt. Ko­lonnenarzt bleibt Herr Dr. Löhlein intb Kolonnenführer Herr Michael Heid mann.

zweihundert Millionen. GS kommt nur darauf an, die Trümpfe richtig ciuszus spielen."

Die Generalität von Derakruz sah es ein, und nach einer etwa einstündigen hatte bat man Werner Marschall, di« Unterhandlungen zu übernehmen.

Als er zu Ende war, nahm General Ganabe wieder das Wort.

Kalt sagte er: .Ihre Ausführungen Don Gomez Arragone vermögen uns mcht von der Lauterkeit ihrer Absichten tarn Vaterlands gegenüber zu überzeugen. Sie werden sich vor dem Staatsgericht zu ver­antworten haben. Ich erkläre Sie hiermit als meinen Gefangenen."

Don Gomez stand totenbleich und ver­suchte zu protestieren.

Aber General Eanab eklatschte in dre

Hände. , ,llx

Der Sergeant mit den sechs Mann kam wieder. Der General lieh den Hauptmann der Wache kommen und Don Gomez wurde verhaftet und nach dem Staatsgefängnis übergeführt. , _ _

Don Marschall", nahm General Eanab« wieder das Wort, und Wohlwollen war rn seiner Stimme. .Sie haben uns einen großen Dienst erwiesen. Ich danke Ihnen im Namen meiner Kameraden, im Namen Mexikos. Haben Sie einen Wunsch, den wir Ihnen erfüllen können?"

.I«, den Wunsch, daß die Rebellion so­fort abgeblasen wird, damit wieder Frie­den im Lande ist."

Finster starrten ihn die Offiziere an.

.Don Marschall "sagte Eanabe langsam, das können wir nicht. Wir haben es uns wohlweislich überlegt, und es kostet uns allen den Kopf."

.General", sprach Marschall wieder. .Hören Sie mich an. Ich will Ihnen ein genaues Bild der Lage geben, das viel­leicht Ihre Ansichten ändert. Iw habe nämlich den Geheimagenten Amerikas m Verakruz kennengelernt und habe ihm alles Material ab genommen. Hören Sie zu! Und er gab ihnen ein Bild der Lage, wie sie wirklich war.

Entsetzt hörten die Offtzieve die De­tails über den Stand der Sache, über die Gruppierung der Armeen, erfuhren, welch lusttges Spiel man mtt Donna Eva Buchner getrieben hatte, unt> daß die neue ®egierung auf das riesige Vermögen Eva Buchners nicht mehr rechnen könne.

Gelbe Baucherzähne

endlich da,

sellschaft an der Arbeit. Fleißige Sande regen sich auf einer etwa 4 Kilometer langen Strecke welche mit einer neuen Decke, versehen w'ro. MIgemein ist man über dieie Verbesserung sehr erfreut: war doch gerade die «kratze nach Kirchhain besonders seit den letzten Ih­ren in sehr schlechtem Zustand.

-o- Anzefahr, 19. Aug. Der Sohn des Landwirts Ehr. Bonacker dahier bestand an der Höheren technischen, staatl. Lehran­stalt in Kassel seine Reifeprüfung als Hoch- und Tiefbauingenieur.

Kreis Sieaenhoin

. Treysa. 18. Aug.,. Die Kadaver­verwertungsanstalt im Kreise Ziegenharn.ist ein Opfer der wirtschaftlichen Not geworden, sie hat ihre Pforten schließen müssen. Di- unschädliche Beseitigung der Kadaver mutz wieder durch Vergraben erfolgen, wozu die Gemeinden neue Wasenplätze. auch «chmb- rasen genannt, stellen müssen. Die Anmel­dung eines gefallenen Tieres hat 6mnen 24 Stunden bei der Ortspolizeibehörde zu erfol-

(N-5:druck verboten.)

Die reichste Frau -er Welt

Gin abenteuerlicher Noman von Georg Westfalen.

59 Fortsetzung.

Plötzlich lagen die Augen aller Generale auf Marschall.

.Wie soll ich Sie verstehen, Don Mar­schall?" sagte Eanabe und sah Marschall durchdringend an.

Das soll heißen, daß Don Arragone ein frevelhaftes Doppelspiel mit Ihnen, meine Herren Generale, getrieben hat. Nicht für ein neues Mexiko setzte er seine Kraft eein, sondern er war von den Staa­ten gekauft. Don Arragone ist ein Ver­räter.

Schrill schrie Don Gomez auf.

Elende Lüge!"

Mit statuenhaften Gesichtern standen die Generale zusammen. General Eanabes Hand zitterte, als er den Vertrag nahm Und überlas.

Noch finsterer wurden seine Zuge.

Dann wandte er sich an seine Kamera­den: .Meine Freunde, es ist so, wie uns Don Marschall berichtet. Don Gomez Arragone ist von Amerika bezahlt worden. Die ganze Nebellion. bei der es uns darum ging, die jetzige Regierung mit ihren na­menlosen Härten durch eine Regierung der Gerechttgkeit zu ersetzen, sie war nur ent­facht im Interesse der Großmacht Amenka. Don Gomez, was haben Sie uns zu sagen?"

Der Präsident hatte sich notdurfttg ge­faßt. .

Ich habe einen Vertrag mtt Amerika geschlossen. Das ist die Wahrheit. Ich habe auch von Amerika den Betrag von zwei Millionen mexikanischer Dollar er­halten. Aber ich habe den Derttag ge­wissermaßen mir zur Rückendeckung für uns gemacht."

In längerer, sehr kluger Rede setzte er den Generalen auseinander, wie er alles weiter entwickell hätte.

Es war «in« unbarmh«rzig« Ausein­andersetzung.

Als Marschall zu Ende war, da sahen sich die Generale lange schweigend an.

Eanabe sprach wieder:

.Don Mgxschall, es wäre unverant­wortlich, wenn wir uns Ihren Worten verschlössen. Wir danken Ihnen. Wir sehen jetzt klar und müssen erkennen, daß wir keine Aussicht auf Erfolg haben kön­nen, wenn Puebla zu Mexiko hält, wenn der Norden die uns gegebenen Versprech­ungen, gemeinsam mit uns loszuschlagen, nicht hält. Dann stehen wir hier auf einem verlorenen Posten. Ich bange nicht um meinen Kopf. Ein Soldat fürchtet den Tod nicht. Aber ich muß daran denken, daß ein Blutbad, das diele, die ohne ihren Willen in den Sttudel der Revolution hineingerissen wurden, tref- wird, unbedingt kommt."

.Marschall sprach wieder.

.General Eanab«, ich mache Ihnen einen Vorschlag. Ich bin kein Mexikaner, ich bin kein Amerikaner, ich bin eigentlich Deut­scher. Lassen Sie mich für Sie verhandeln. Geben Sie mir als dem Anparteiischen Ihre Vollmachten. Lassen Sie mich zu­nächst mit dem Kommandanten Edward Horn sprechen. Ich sag« Ihnen jetzt schon, daß meine Papiere genügen, um jede Ak­tion Amerikas von vornherein im Kerme zu ersticken. Dann lassen Sie mich mit dem Flugzeug zu Calles fahren. Lassen Sie mich mit Ihm verhandeln."

Man sah es den Mexikanern an, daß ihnen der Vorschlag nicht ungelegen kam.

.Don Marschall", entgegnete Eanabe. .Sie kennen Calles nicht. Er wird ohne Erbarmen nur eins fordern, bedingungs­lose Aebergabe, und das bedeutet den Tod von vielleicht ein paar hundert Offizieren."

Ich kenne Calles nicht, aber ich halle ihn nicht nur für rücksichtslos. sondern auch für Hug.

Wie meinen Sie das, Don Marschall?" .Ich meine, Herr General, daß ich auch ein paar Trümpfe in der Hand habe. Gute Trümpfe, (^zeltenz. Einer Lat»« heißt:

Richtig« für meine Zähne. Nach dreimaligem Georanch blendend weiße Zähne, trotzdem diesewen durch viele» Rauchen braun und unlchSn wirlten. 2ch werde nicht» andere» mehr gebrauchen, als Lhlorodont." B., Horst Berg. Man verlange nur die echte Chlorodont-Zahnpaste, Tub« dl Pf. und 90 W, und weile {eben Ersatz dafür zurück.

gen Unsere Stadtverwaltung hat entert Platz auf der Igelsheide freigegeben.

Schlierbach, 18. Aug. Durch Revistort des Oberrevisors Klitz wurde festgestellt, daß die Verfehlungen des Rechners Victor der Darlehnskasse auf 59 330 Mark, nebst etwa 12 000 Mark Zinsen, rund 71000 Mark sich belaufen, im Gegensatz zu den Angaben des Verbandsrevisors Fliegenschmidt tn Hohe von 3109,86 Mark. Die Generalversammlung hielt dem Vorstand und dem Aufsichtsrat mangelnde Aufsicht entgegen. Angeregt wurde, das Defizit durch freiwillige Spenden, zu decken, was aber abgelehnt wurde. In einer späteren Versammlung soll hierüber nochmals »erhandelt werden.

AuS dem vnnbatal

Aliendorf a. d. L., 19. Aug. Em Autounfall, der leicht böse Folgen hatte ha. den können, ereignete sich gestern in der Nähe unseres Ortes. Ern Kasseler Personenwagen, der von Schlierbach herkam, durchfuhr den Eisenbahn-Viadutt bei der Straßenkreuzung Allendorf-Schlierbach-Michelsberg kurz vor Aliendorf in ziemlich scharfem Tempo, als ihm inmitten der Kurve die Steuerung brach und er gegen einen Baum flog. Durch den Anprall wurde der Wagen vorne zusammen- gevrückt und im allgemeinen stark be'chädigt. Der Fahrer selbst erlitt glücklicherweise nur geringfügige Hautverletzungen.

KreiS Vtebenkvvk

Wallau, 19. Aug. Der Eüterzug mit Personenbeförderung Nr. 8049, bisher Eon- nern sKr. Biedenkopf) ab 10.13 Uhr, Wallau en 11.38 Uhr, erhält ab Donnerstag, den 1. 9. 1931 folgenden Plan: Gönnern ab 10.00, Niedereisenhausen an 10.07, ab 10.16, Holz- Hausen an 10.23, ab 10.28, Breidenbach sKr. Biedenkopf) an 10.37, ab 11.14, Wiedenbach an 11.13,, ab 13.14, Wallau an 11.22 Uhr.

AuS dem DMkreis

Frohnhausen, 19. Aug. Ein junge, Bursche aus Eibelshausen stürzte Dienstag abend in der Dunkelhett. als er von fernem Fahrrad absteigen wollte, in einen ausge- schachteten Kellerzugang, den er nicht bemerkt hatte. Glücklicherweise kam er mtt leichten Verletzungen davon.

An Bord der Baltimore.

Werner Marschall war zusammen mit Artur Val« auf Deck des Kreuzers ange­kommen.

Sie wurden, als sie sich ausgewiesen hatten, sofort nach der Kajüte des Kom­mandanten geführt.

Sir Edward Horn begrüßte sie sehr lie­benswürdig, schien aber etwas erstaunt.

Die provisorische Regierung von Vera- kruz sendet 6ie, meine Herren?"

Ja, Sirl Hier sind unsere Vollmach­ten, die ich zu prüfen bitte. Dann möchten wir mit Ihnen verhandeln."

Nach Prüfung der Vollmachten wurde ein Glas Wein getrunken, dann sagte der Kommandant:General Eanab« teilt mir mit, daß Don Gomez Arragone gefangen­gesetzt worden ist. "

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Warum?"

Wegen Verrats! Don Arragone har mit der amerikanischen Regierung ein Ab­kommen getroffen." ' ! '

Der Kommandant zuckte zusammen.

.Sir, Sie trotten in einer Stunde Vera« krunz besten?"

,3a!

Sie werden es nicht tun, Sir, sondern den Befehl geben, daß die Kreuzer wie­der den Küsten Amerikas zusteuern."

Sir Edward Horn sah Marschall höchst erstaunt an. , li

Was gibt Ihnen das Recht, so mit mte zu sprech«!, Mr. Marschall?" Jagte er F&ötf» - ' \i * J

, V Fortsetzung ^olgt»/

drückst- erklärt worden, daß Kirchham als nächster Tagungsort unbedingt WtaeWen wird. Man rechnet daher damit. daN die heute abgesagte Tagung im kommenden 3ayr hier abgehalten wird.

, Neustadt. 18. Aug. Die Stadtver­ordneten beschlossen in ihrer gestrigen Sitzung den Magistrat aufzufordern, den Beigeordne­ten Gies wegen seines letzten Eingesandts aufzufordern, sich bestimmt zu erklären. ob er sein Amt als Beigeordneter nrederlege. Festaestellt wurde, daß Eies durch Namens­unterschrift 'm Magisttatsbeschluß für die Erbauung der Kegelbahn m der Struth ge­stimmt habe. Bezüglich der Neupflastcrung m der Krummegafse soll der Magistrat zunächst ein Kostenanschlag vorlegen. Der Magistrat wurde aufgefordert, die Beschlüsse der Stadt­verordneten zur Ausführung zu bringen, da sonst weitere Sitzungen der Stadtverordneten zwecklos feien.

,o- Roßdorf. 19. Aug. Gegenwärtig ist auf der Straße nach ft t rchhatn dir Dampfwalze der Mitteld. Straßenbau-Ge-

ffrtfS Marvurg

ar«s dem Landkreis Marburg, ,q Aug. Infolge der Wirtschaftskatastrophe «nieres Vaterlandes sind heute tausende von Menschen aus dem Erwerbsprozetz ausge- äliedert. Der größte Teil dieser Menschen fant heute der öffentlichen Fürsorge anheim, «eben vielen gesunden Fittsorgeempfangern leben heute tausende von Menschen, dre rn- kolae ihrer ftriegsverletzung körperlich und listig gebrechlich sind. Da beide Gruppen dieser bedauernswerten Menschen ihre Fa­milien von ihren kärglichen Bezügen nicht Jntdfiren können, so sind sie auf die Mild­tätigkeit ihrer Mitmenschen angewiesen. So versuchen sie gerade in unseren ländlichen «ejirlen, sich durch Verkauf von Bursten- waren und sonstigen Hausierartikeln eine ge­ringe Nebeneinnahme zu verschallen. Neben dieser Gruppe von Hausierern werden unsere ländlichen Bezirke heute von tausenden von Bettlern aufgesucht. Es istkeine Seltenheit, daß *-.n manchen Tagen 10 bis 15 Bettler an die Türen unserer Dorfbewohner klopfen. Neben vielen wirklich bedürftigen unfi be­scheidenen Menschen gibt es auch eme Anzahl von Aufdringlichen, die mit dem, was ihnen aegeben wird nie zufrieden sind und oft die gemeinsten Schimpfworte beim Weggehen ge­brauchen. So kommt es, daß diese Gruppen von Menschen sich mit der Zeit zu einer wahren Landplage ausbilden. Alles m allem, ein trauriges Zeichen der Not unseres Vaterlandes.

Münchhausen. 19. Aug. In Münch­hausen. Wollmar und Wetter waren leit Jahren zahlreiche Nistplätze für Störche. In den letzten Jahren konnte ein starker Rück­gang der Familie Adebar beobachtet wer­den. Einige Nester auf Bauernhäusern und Baumstümpfen stehen seit Jahren leer. Wir führen den Rückgang dieses gern gesehenen Vogels auf die Verkoppelungen und die zu­nehmenden Entwässerungsanlagen in den Wiesen zurück. Die hierdurch hervorgerufene Nahrungsverminderung wird den Rückgang in der Hauptsache verursacht haben. Auch füh­ren die Starkstromleitungen der Ueberland- zenttalen namentlich während der Herbstzi'g- zeit zu erheblichen Verlusten der Störche. Bet den vielfach im Herbst auftretenden Nebeln sind die Störche gezwungen, tief, zu fliegen. Hierbei verlieren sie oft die Orien­tierung und landen im Starkstromnetz.

Kreis Äfrthhain

-o- Kirchhain. 19. Aug. Zu Gunsten des gefährdeten Deutschtums, im Aus­land veranstaltet die Stadt Kirchham am Mittwoch. 9. September in der städt. 2ahn- Turnhalle einen Unterhaltungsabend. Aus- führende sind eine 20 Mitglieder starke Volks­kunst-Gruppe aus der Steiermark. Zur Vor­bereitung dieses Abends findet heute 20 Uhr im Rathaus eine Besprechung statt, zu.wel­cher durch Bürgermeister Metzler an ver­schiedene in Frage kommende Stellen Ein­ladungen ergangen sind. Die für die Zeit vom 13. bis 15. September hier vor­gesehene Jahrestagung des La n- desvereins für Innere Mission ist wegen der ernsten wirtschaftlichen Notlage unseres Volkes abgesagt worden. Es ist jedoch seitens der Landesverwaltung aus-

3)65 Wörter Mis-Nogniranl

Freitag, den 21. August.

5.55: Wetterbericht. Anschließend: Mor­gengymnastik. 7.00: Schallplatten-Konzeit. 12.05: Schallplatten-ftonzert. 17.00: Unterhaltungs-Konzert. 18.40:Das Km- verelend in Rußland" (nach bolschewistischen Quellen). Vortrag. 19.05:Das deutsch« Abendschulwesen", ein Gespräch. 19.45: Bayerisch Blau auf Schallplatten. 20.00: Mozart-Konzert. 21.30: Japanische Lie­der. 22.15: Zeitangabe, Wetterbericht, Tagesnachrichten, Sportbericht. 22.30: Tanzmusik.

___Obrrhesiisch« Zeitung. Marburg «- L.. Donnerstag, den 2ll. August 1931

Aus der Urngegend

Wetter, 19. Aug. In einem von Herrn Landrat Schwebe! veranlaßten und von dem hiesigen Arzt Herrn Dr. Löhlein ge­leiteten Lehrkur'iis wurden in den Sommer­monaten eine An-ahl junge Leute aus Wet­ter und den umliegenden Ortschaften tm «a- nitätsdienst ausgebildet und nach beendetem Kursus eine Sanitätskolonne Wetter uno Umgegend gegründet. Hiermit ist für den Bezirk Wetter eine soziale Einrichtung ge­schallen, die bei der fortschreitenden Technik und dem zunehmendem Straßenverkehr und dadurch sich mehrenden Unfälle, berufen ist. recht segensreich als erste Hilfeleistung >m Be­darfsfälle zu wirken. Vergangenen Sonn­tag fand als Abschluß des Kursus auf dem Marktplatz in Wetter eine gemeinsame Uebung der neugegründeten SanitätSkolonnr mit der vollzählig erschienenen Marburger Sanitätskolonne statt, um einerseits der Be­völkerung die vrattische Verwendung der Ko­lonne vorzuführen und andererseits tut die Gewinnung unterstützender Mitglieder zu werben. Der Uebung lag die Idee zugrunde, daß auf dem Marktplatz in Wetter em Auto- zusammenstoß erfolgt sei, bei dem es eme Anzahl Schwer- und Leichtverletzter gegeben hat, die der ersten Hilfeleistung bedurften, sachgemäß verbunden und abtransvortiert werden mußten. Der Verlauf der Uebung gestattete sich sehr interessant. Nach erfolgtem Alarm kamen die Sanitätsmannschaften mtt ihren Rettungswagen im Laufschritt an und begannen mit ihrer Tätigkeit. Wahrend em Teil sofort mit dem sachgemäßen Verbinden der als verletzt Bezeichneten begann, brachten andere die Transportgeräte m Bereitschaft. Für den Beobachter war es eine Freude zu sehen, wie zielbewußt, geschickt und doch schnell I die Leute arbeiteten. In kurzer Zett waren die verschiedenen, auch schwierigsten Verbände angelegt und sobald em Verband fertig war.