Einzelbild herunterladen
 

Marburger

erhebliche Verspätungen.

er aus

für noi

t s-

Rk.M 6OÖW0. Marburg a. Lahn

Eibe Lün-rWwng

Montag, -en 17. August 19A

Anzeigen für (das frühere kurhesstschej Oberhessen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

Äberhessische Zeitung

Krieg zu verzichten, der sich u. a. in Dumpings, Tarifgestaltung, Verboten und Ausfuhrprämien ältere.

dingt eine längsri stige braucht, über deren Höhe

Der Anzeigenpreis beträgt Mi bett 11 gestalt. Sdlemniatmetet 0.08 GM« sog- Heine Sfatjelgen nab Famllienan,eigen bei Bmtzahlang O.O7 ®9$L amtl. and answlrtige Anzeigen 0.10 GM. Grnnbschrift: ffolonel Bei schwierige« Satz so­wie bei Platzdorschrist 50*1» Auf­schlag - Sanonelanzeigeu iOO*le Ausschlag Rellmn.-MMi«. (MO GM Grnnbschrift, Petit. Jede, Rabatt gilt als Baerabatt.

fiel 5 Tage.

Offerten-Gebühr: 25 Pfg. Belege werben berechnet. Erfüllungsort Marburg.

Schwere Autounfälle

15 Zote, 60 Verletzte.

Paris, 16. Qlug. Gestern, am Tage Mariä Himmelfahrt, haben sich in Frank­reich zahlreiche Automobilunfälle ereignet. Aach den Morgenblättern wurden 15 Per­sonen getötet und etwa 60 verletzt, dar­unter 37 schwer. Ein besonders ernster Berkehrsunfall ereignete sich bei 03 oid. Eine Musiker Vereinigung hatte eine Pil­gerfahrt nach dem BeirchauS von Don­au m o n t und den Schlachtfeldern von Verdun unternommen. Ihre Mitglieder befanden sich in einem Autocar und einem einfachen Personenkraftwagen. Als letz­terer den Autocar überholen wollte, streifte er dessen linkes Hinterrad. Der Autocar schlug um. stürzte einen Abhang hinunter und geriet in Brand. Nicht weniger als sechs Personen kamen ums Leben, 12 wurden verletzt.

.Oberhesfifthe Settxng* et- pheint sechsmal wöchentlich. De- zugSprei« monatNch 2. 20GM.au«- schließl. Zostellmrgsgebühr, durch

Post 2.45 SM. Für etwa bmrch ettttt, Maschiaeudefekt «der eie« Ereignisse ausfallende gtaauae« wird kein Ersatz ge- löstet. Verlag, Dr. §. Httzeroth, Vrack der Unid-Buchdruckerei gotz, Sag. Koch, Markt 21/23. Attasprecher: Rr. 54 nab Rr. 55. Postscherkkonto: Amt Frankfurt e.Ä «r. 5015. - Sprech,ett bcc Redaktion von 1011 uab

uete sich an einer völlig unübersichtlichen Kürve der eingleisigen Strecke unterhalb der Zellulosefabrik Hinterberg, wo sich be­kanntlich vor einigen Tagen der schwere Betriebsunfall ereignet hat, bei dem die Umgebung der Fabrik unter Chlorgas ge­setzt wurde. Die Strecke ist dort auf der einen Seite von steilen Felsen abgeschlos­sen, auf der anderen Seite fließt unter der zehn Meter tiefen Böschung der reißende Mur.

Bei dem furchtbaren Zusammenprall der beiden Züge stürzten drei mit Süd­früchten beladene Güterwagen in den Fluß. Der Zugbegleiter, der sich auf dem letzten Güterwagen befand', konnte sich im Augenblick des Absturzes des Wagens durch einen gewagten Sprung retten. Ein weiterer Güterwagen sowie die Lokomo­tive und der Tender des -Zuges stürzten ebenfalls ab, blieben jedoch auf der Böschung liegen. Der Postwagen des O-Zuges, der hinter dem Tendner lief,

O-Zuges in den ersten Personenwagen hineinschob. Die Lokomotive stürzte = «ber eine drei Meter hohe steile - Böschung in die an der llnglücksstätte vorüberfließende Mnr. Wie durch ein Wunder bliebe« der Lokomtw-' führer und der Heizer dabei fast un­verletzt.

Set Bremser des letzten Wagens des Güterzuges konnte sich durch Abspringen im letzten Augenblick retten.

Unter den Toten und Schwerverletzten befinden sich keineReichsdeutschen: es handelt sich zum größten Teil um Oesterreicher und Ungarn. Die Frage des Verschuldens ist noch nicht geklart.

Die beiden Fahrdienstleiter der Sta­tionen Eöß und Hinterberg, zwischen denen sich das Unglück ereignete, be­schuldigen sich gegenseitig, das Signal auf Freie fahrt gestellt zu haben, während der ELterzug noch auf der

Strecke war.

Leide wurden wegen Verdunkelungsgefahr verhaftet und dem Gericht übergeben. Die Lufräumungsarbeiten an der Unfallstelle dauern zur Stunde noch an. Der Verkehr ch unterbrochen, da die Schlenenlage in einer Ausdehnung von ungefähr 20 Metern zerstört ist. Man hofft, bis heute Mitternacht den normalen Verkehr wie­der aufnehmen zu können. In der Zwi­schenzeit wird die Verbindung durch Auto­busse aufrecht erhalten.

In dem verunglückten Zuge befand sich vich ein Wagen mit Kindern, die von einer Ferienkolonie nach Wien inrückfahren.

Die Kinder blieben ««verletzt lnd sind bereits in Wien eingetroffen. Der Materialschaden ist sehr groß. An der | «nfallftelle spielten sich fürchterliche ^enen ab. Zum Glück fuhr in dem Zuge **? Reisender ein Wiener Chirurg >blt, der an Ort und Stelle den Schwer- ^rletzten erste Hilfe leistetete und sie ?rrch Rettungsabteilungen der Umgegend dl die nächsten Spitäler bringen ließ.

Wien, 16. Aug. lieber das schwere «senbahnunglück bei Bruck (Steiermark) «U> noch folgende Einzelheiten zu melden:

Güterzug 6868, der von Eörz kam «ar aus bisher noch unaufgeklärter Ur= vor der Station Eöß au' offener «trecke stehen geblieben. Als der Stations- ^rsteher in Göß dieses bemerkte, gab er » §Esnal und der Zug setzte sich wieder d Bewegung. Im gleichen Augenblick dm ledoch der v-Zug heran, der ebenfalls

SignalFreie Fahrt" hatte und fuhr ?* etwa 40 KilomKer Geschwindigkeit in * Güterzug hinein. Das Unglück ereig-

Wien, 16. Aug. Der sog. Römerschnell­zug, der heute vormittag um 8 Uhr hier eintreffen sollte, ist bei Eöß in der Nähe von Leoben (Steiermark) auf «inen ELterzug aufgefahren. Mehrere Wagen wurden beschädigt, drei stürzten in die Mur. Rach den bisherigen Feststel­lungen wurden zwölf Personen ge­tötet «ad vier lebensgefährlich verletzt. Sechs weitere Personen wurden schwer ver­letzt, 3040 mehr oder minder.

Das Unglück ereignete sich in einer Kurve. Da der v-Zug RomWien mit voller Geschwindigkeit in den vor ihm fah­renden Zug hiyeinfuhr, war die Wucht | des Zusammenstoßes so groß, daß sich der Post- und Gepäckwagen des

Anleihe jedoch Ge­naueres bis zur Stunde noch nichts ZU erfahren ist. Man spricht von einer Milliarde Mark, doch scheint die Ziffer zu

niedrig zu sein.

Die von dem Stillhalteausschuß ausge­arbeiteten Vorschläge sollen nach ihrer Annahme sofort der Oeffentlichkeit mit­geteilt werden.

Finan^minister Flandin über Wirtschafts­und Finanzfragen.

Fim Minister Flandin hat einem Vertreter desEcho de Paris" gegen­über Erklärungen über die wirtschaftliche und finanzielle Lage abgegeben. In seinen Erklärungen nimmt der Minister Bezug auf den Feldzug, der gegenwärtig für die allgemeine Annullierung der Kriegsschulden und der Repa­rationen geführt wird. Gegen die be­reits vorgesehene Möglichkeit, daß eine Herabsetzung der französischen Kriegs­schulden gegenüber seinen Gläubigern 1 auch Deutschland zugute komme, habe Frankreich nichts einzuwenden. Was je­doch den rein französischen Anteil der deutschen Reparationszahlungen anbe- treffe, so glssche er die Wiederherstellung der Kriegsschulden nicht aus. i

Niemand in Frankreich, welcher Par­tei er angehöre, habe jemals zuge­geben, daß Frankreich auf ein Recht verzichten könne, das nicht allein in den Verträgen niedergelegt sei, son­dern das den Serechtigkeitswkllen des

Gewissens der Völker ausdrücke.

Zur Ueberwindung der gegenwärtigen Krise hält Finanzminister Flandin es für notwendig, daß der Kredit wiederher­gestellt werde und dazu sei Wiederher­stellung des Vertrauens das sichere Mit­tel. Es müsse neues Kapital gebildet wer­den, indem man die Verschwendungssucht der Staaten und der Einzelpersonen auf allen Gebieten verhindere. Zur Organi­sierung des Warenhandels hält Flandin

fk. Berlin, 17. Aug. Die Verhand­lungen des Finanzsachverständiqen-Aus- schusses über die Stillhaltung in Basel konnten auch am Sonntag noch nicht end­gültig zu Ende geführt werden. Man ist sich jedoch grundsätzlich über die sechs­monatige Verlängerung der Markkredite in Deutschland einig ge­worden. Indessen macht die Frage, welche einschneidenden Maßnahmen von Deutschland als Garantie gefordert werden folleu, noch Schwierigkeiten. Auf eine Reise der Sach­verständigen nach Berlin wurde end­gültig verzichtet.

Das Stillhaltekonsortium wird am Montag vormittag seine Arbeiten fort­setzen, und bis dahin werden die deut­schen Delegierten im Besitze neuer In­struktionen bezgl. ihrer Stellungnahme zu den umstrittenen Punkten sein.

Die von den Gläubigervertretern in ihren Vorschlägen angegebenen Zahlen und Statistiken fußen auf genauen Vor­arbeiten und decken sich im großen und ganzen mit den auch von Deutschland im Melchiorbericht den Gläubigern unter­breiteten Ziffern. Dr. M e l ch i o r hat eingehend die Möglichkeiten dargelegt, wieweit sich Deutschland aus eigenen Mitteln helfen kann, vorausgesetzt, daß die gegenwärtig lausenden kurzfristigen Kredite, die, ziemlich weit gefaßt, sich auf sechs Milliarden Mark belaufen, auf sechs Monate verlängert werden. Wegen der mittelfristigen und langfristigen Kredite wird dann der Finanzsachverständigen- ausschuß unabhängig von dem Stillhalte­ausschuß in den nächsten Tagen weiter zu verhandeln haben, lieber den Begriff mittelfristig" oderlangfristig" gehen aber bis jetzt die Meinungen sehr aus- emander. Deutschland kann eine Reche von Krediten nur als Mittelfristig an­sehen, während dieselben von den aus­ländischen Banken als langfristige bezeich­net werden. Dr. Melchior hat die Röt- wendigkeit nachgewiesen, daß Deutsch­land. wenn es nicht wirtschaftlich auf ein Minimum reduziert werden ioll, unbe-

Der Römerschnellzug verunglückt

D-Zug Rom-Wien in voller Fahrt auf einen Eüterzug aufgefahren 12 Tote, 40 Verletzte

schäft über seinen------

holte Wagen kam ebenfalls aus der Fahrt­richtung und stieß mit einem entgegenkom- wenden Straßenbahnwagen zusammen. Der Wagenführer der Straßenbahn ist verletzt worden, ebenso der Führer des überholten Wagens. Außerdem geriet die Straßenbahn infolge des schnellen Bremsens in Brand. Gehennrat Schmidt war Aufstchtsratsoorfitzen- der der Thüringer Easgesellschast und der Leipziger Feueroersicherungsanftalt. Er war Inhaber des Bankgeschäftes Hammer und Schmidt in Leipzig und spielte eine große Rolle im mitteldeutschen Wirtschaftsleben. Dr. Schmidt hat ein Alter von 69 Jahren er reicht.

Der Präsident der Leipziger Industrie» «nd Handelskammer tödlich verunglückt.

Leipzig, 16. Aug. Am Sonntag nach- mittag verunglückte in der Nähe des Forst­hauses Raschwitz bei Leipzig der Personen­kraftwagen des Präsidenten der Leipziger In­dustrie- und Handelskammer, Geheimrat, Dr. Schmidt. Geheimrat Schmidt, der seinen Wagen selbst lenkte, ist dabei tödlich, |etn mitfahrender Sohn Wolfgang schwer verletzt worden. Geheimrat Schmidt wollte an der Unglücksstelle einen ebenfalls stadteinwärts fahrenden Kraftwagen überholen. Dabei hat noch nicht geklärten Gründen d,e Herr- ber seinen Wagen verloren. Der über»

Schneckentempo in Basel

Um die Verlängerung der Kredite

stellte sich quer über die Gleise Der Pack- | graphenmaste umgerissen worden, so daß wagen und der ihm nachfolgende v-Zug- zunächst mit der nächsten größeren Station wagen 2. und 3. Klasse schoben sich fast I Leoben die Verbindung unterbrochen war. vollkommen ineinander. I Infolgedessen kam die Unglücksnach*

In diesem Wagen gab es nur Tote richt erst um 16 Uhr auf dem Umwege ' ttnb Schwerverletzte. I über einen in der Nachbarschaft woh-

Außer den zwölf Toten sind zehn Personen I «enden Eisenbahnbeamten in Leoben, schwer verletzt worden, die meisten haben I atte

gefährliche Beinbrüche erlitten. . Einem $en «ilfsmannschaften der Eisenbahn und evangelischen Pfarrer aus Debree^n wur» ® Kuerwehr, die auf drei Rettungs- den beide Deine zerquetscht so daß sie nn « Unfallstelle kamen, bot sich ein Krankenhaus sofort abgenommen werden furchtbares Bild. Die Bergungsarbeiten mußten. I gestalten sich besonders schwierig, da die

Von der ungeheueren Gewalt, Mit der Trümmer die an dieser Stelle sehr schmale der Zusammenstoß erfolgte, kann man sich I Schienenanlage vollständig bedeckten. Un- einen Begriff machen, wenn man bedenkt, ter diesen Umständen mußten die Verletz- daß die zwölf Toten in einem Raum von ten fast eine Stunde in ihrer entsetzlichen nur zwei Meter Breite zusammengehäuft Lage zubringen, bevor ihnen Hilfe gebracht waren. Die Körper waren furchtbar ent- werden konnte. Die Verunglückten wur- stellt und durch die Ausströmungen des I ben bann jrt Kraftwagen nach Leoben ge- Gaskessels vollkommen geschwärzt, lln- bracht.

glücklicherweise waren auch drei Tele- I ----------

Eisenbahnunfall im Rheinland.

Wittlich, 16. Aug. Der den hiesigen Bahnhof um 21.55 Uhr verlassende Personen­zug nach Wengerohr fuhr gestern abend kurz nach der Ausfahrt auf einen leeren Wa­genpark, der sich aus noch unbekannter Ursache von dem Nebengleis auf das Hauotgleis ver­schoben hatte. Zwei Wagen des Wagenparks und die Lokomtive des Personenzuges ent­gleisten. Personen wurden nicht verletzt, doch ist der Sachschaden bedeutend. Das Gleis der Strecke WittlichWengerohr war bis Sonn­tag früh gesperrt. Die Abendzüge in Richtung TrierBerncastel erlitten durch den Unfall