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Marburger Nadtzettmg

Stetet tmf ter SAItemI

Das Eirahenleben am Mittwoch morgen bot «in ganz anderes Bild als in den letz­te« vier Wochen. Die großen Sommer­ferien hatten ihr Ende erreicht and teils frohen, teils aber auch schweren Herzens zog die Jugend mit Ranzen und Aktentaschen wieder zur Schule. Der Lehrer muhte schon am ersten Tage nach den Ferien ein Auge ^drücken! Da gab es doch so viel ans der Ferienzeit zu erzählen! Nicht immer ist das Ziel aller gesteckten Wünsche erreicht wor­den, nicht alles ist so verlaufen, wie man es sich vorher ausgedacht hatte, doch ein jedes hat znmindesten ein Erlebnis gehabt, das doch unter allen Umständen der Nachbar oder die Nachbarin wissen muhte. Doch der erste Schultag nach den Ferien war kurz. Es fand eine Derfaffungsfe,er statt und die Schulverwaltung hatte den Schul­beginn auf Mittwoch festgelegt. Wir wis­sen schon aus alter Zeit, dah an diesem Tag« die Nachmitlagsstunden ausfallen. Das war so ganz nach dem Geschmack unserer Jugend, die den Augenblick nicht erwarten konnte, da der Hausmeister das MockenzeiKen durch beit ganzen Schulbau «erklingen lieh. Hinaus ins Freie, bei Ba­xter und Mutter, denn auch hier gab es noch -allerhand zu erzählen.

So war der erste Tag nach den Ferien im wahrsten Sinne des Wortes nur eia »halber Tag". Die nächsten werden einer ornsteren Auffassung Platz machen müssen! Glückliche Jugend, die den Ernst einer Zeit mit so leichtem Herzen überlebt, in der wir Alten kaum Herr unserer Sorgen werden können.

• Geh. Sanitatsrat Dr. Hugo Gemme! f. Im Alter von 82 Jahren verstarb in Bad Salzschlirf, wo er bis zu seinem Tode noch die Praxis ausübte, Geheimer Sanitätsrat Dr. Hugo Gem­me!. Der Verstorbene hat lange Zeit in Marburg gelebt und dürfte unseren Le­sern Keine unbekannte Persönlichkeit ge­wesen sein. Besonders bekannt ist er durch sein großes Werk: „$>ie Gicht".

* Ein alter Pionier des Mar­burger Athletensportes f. Metzger­meister Hermann Unkel, Gründer und Ehrenmitglied der hiesrgen Sport-Vereinigung Athleten- Elub 88 e. V., der gestern zur großen Armee emberufen worden ist, hat bis tn sein hohes Alter dem Sport die Treue gehalten und der jüngeren Generation großes Inter­esse entgegengebracht.

• P olizeilicher. Das am gestrigen Tage als gestohlen veröffentlichte Fahrrad ist Marke „Triumph", Fabriknummer 867419 und hat deutschen Lenker.

* VerkehrSvnfall. An der Drücke vor Cölbe schlug gestern ein Auto, das zu scharf in die Kurve gefahren war, um. Die Echutzfcheibe und der Benzintank gingen in Trümmer. DaS Auto wurde ab ge­schleppt.

»GrvberAnfug. Heute nacht gegen 1 Ahr wurde der Feuermelder an der Ecke Stadtsäle eingeschlagen und Hie Motorspritze alarmiert. Der mut* maßliche Täter konnte gefaßt werden. Bet der Feststellung der Personalien benahm er sich so herausfordernd gegen die 'Polizei* beamten, dah eine Anklage wegen Wider­standes gegen die Staatsgewalt folgen wird. Die unbefugte Alarmierung der Feuerwehr dürste eine sehr empfindliche Strafe einbringen. Da es in letzter Zeit öfter vorkommt, daß Feuermelder mut­willig eingeschlagen werden, dürfte darauf aufmerksam gemacht werden, daß schwere Freiheitsstrafen verhängt werden können.

• Schweinemarkt. Auf dem heu­tigen Schweinemarkt waren 629 Stück Schweine aufgetrieben. Die Preise waren bis 6 Wochen alt 10—13 Mark, 6—8 Wochen alt 13—16 Mark, 8—13 Wochen 16—25 Mark das Stück. Läufer je nach Qualität 25—40 Mark das Stück. Der Handel war mittelmäßig.

• Die Bahnsteigkarte berechtigt aum B etreten der Züge. Vielfach ist noch nicht bekannt, daß das Verbot mit einer Bahnsteigkarte das Innere eines Eisen­bahnwagens zu betreten, nicht mehr besteht. Eine neuere Tarifbestimmung vom 6. April erlaubt — woran hiermit erinnert sei — das Betreten der Züge mit Bahnsteigkarten unter der Voraussetzung, daß für einen Rei­senden Handgepäck in den Wagen geschasst wird oder hllfsbedürstige Reisend« oder Frauen untergebracht werden.

* Sonderzüg« mit Fahrpreis­ermäßigung zur Leipziger Herbstmesse 1931. Anläßlich der Leipziger Herbstmesse 1931 werden wieder Sonderzüge mit Fahrpreisermäßigung ver­kehren. (Fahrpreisermäßigung totrb auch für die (Rückfahrt in allen fahrplanmäßigen Zügen gewährt, wenn die Rückfahrkarte gleichzeitig mit der Gonderzugfahrkarte ge* Vst wird.* Die Züge werden wiederum aus D-Zug-Wagen zusammeMstellt und sühveu eruM Lps^wagen..

ObaheMv« Zriüatg. Marburg «. £, DEmW». dm 13. S*Mt T93I

Ehrung einer Marburger Turners

Am Sonnabend, dem 8. August, hatte der Turn- und Sportverein 1860 seine Mitglieder mit Angehörigen zu einem ge- feMgen Beisammensein, abends in sein Heim im Durnergarten, eingeladen, um in einfachster Form, unserer schweren Zett entsprechend, des StiftungStages vor 71 Fahren würdig zu gedenke«. Der 1. Dor* sitzende, Dr. Stier, begrüßte bfe zahl­reich erschienenen Mitglieder r gedachte tn kurzen Worten des Werdegangs des Ver­eins und der Alten, die vor uns gewirkt Und geschafft, insbesondere gedachte er der Mitglieder, die im Laufe des Jahres durch Tod aus Unseren Reihen gerifien wurden, und zu deren stillen Gedenken sich die Anwesenden von ihren Sitzen erhoben.

Aber nicht nur dem Gedenken des Stif­tungstages gast der Abend, sondern es gast auch, einen asten Turner des Vereins zu ehren, und zwar unser alles Mit­glied Kaufmann 'Otto Wagner, Bar* füßerstraße 23. gemeinhin in Durnerkreifen als „Onkel Otto" west über die Grenzen Marburgs, des Gaues Gaues und des Mittelrheinkreises bekannt. Otto Wagner bekleidet das Amt des Inventar- und Grundstücksverwalters im Verein schon seit langen Jahren. Er ist aber nicht nur Ver­walter, sondern er gehört auch sozusagen zum Inventar deS Vereins. Es ist wohl kaum ein Mitglied in der Lage,sich den Turn- und Sportverein ohne den „Onkel Otto* zu denken. Seine Verdienste um den Verein sind aber mit seiner Tätigkeit als Inventar- und Grundstücksverwalter noch nicht beendet. Otto Wagner war westerhin lange im Verein tätig als Vor­turner, als Kampfrichter bei allen Wett­turnen. Er leitete lange Jahre die Schü* ler-, Frauen- und DurnabteilUng. Diese seine selbstlose Hingabe an das deutsche Turnen und an den Turn- und Sport­verein 1860 ehrte jetzt die Deutsche Turnerschaft, indem sie Otto Wag­ner, welcher bereits den Gau* und Kreis*Ehrenbrief besitzt, den Ehrenbrief der Deutschen Tur* nerschaft verlieh. Der 1. Vorsitzende, Dr. Stier, hatte den Aufttag, diesen

Ghrenbrief Otto Wagner zu überreichen. Er unterzog sich dieser Aufgabe in seiner bekannten vornehmen Weife niw über­reichte den Ehrenbrief unserem lieben^ On­kel Otto* mit tiefempfundenen Worten des EanfleS und der Anerkennung, in der Hoffnung, dah Otto Wagner dem Ver­ein in seiner selbstlosen Hingabe mch lange echaven bleiben möge. Zum Schluß for­derte er die Anwesenden zu einem drei­fachen »Gut Heil* für unseren »OnkÄl Otto* aus, in welches alle TÄrner und Turnerinnen begeistert einfiimmten. Aach einigen Liedervorträgen der Gesangsab- teilung und dem Gesänge einiger gemein* samer Lieder hatte der feierliche Teil des Abends sein Ende erreicht, jedoch blieben noch alle einige Stunden bei gemütlicher Anterhattung beisammen.

Nachstehend noch einiges au« Otto Wag­ners turnerischem Werdegang: Geboren im Jahre 1867 in Gera, trat Otto Wagner 1882 in die „Alle Geraer Durngemeinde* als Zögling ein, und erhislt hier im turn* freudigen Thüringen seine erste AnSbil* düng als Turner. Im Jahre 1886 kam er Dann nach Warburg, wo er dem Turn­verein Marburg Bei trat. Nach seiner Mi* litärzeii von 1888—91 beim Inf.-Neg. 81 begann seine verdienstvolle Tättgkeit für den Verein und damit auch für die DT. Vorturner wurde Otto Wagner im Jahre 1892 und von dieser Zest an hat er neben seiner Tättgkeit als Wetturner für den Verein unentwegt gewittt und geschafft. Der Turn» und Sportverein 1860 erkannte diese seine großen Verdienste an indem er ihn im Jahre 1925 zum Ehrenmitglied er­nannte. während ihm der Gau Hessen den Gauehrenbrief und der Mittelchein­kreis den Kreisehrenbrief verllch. Seine Arbeit wurde jetzt durch die Verleihung der höchsten Auszeichnung der DT.. de« Mrenbttefes der DT.. gekrönt.

Die jungen Turner geloben aber, sich „Onkel Otto“ als Vorbild zu nehmen, auf daß sie einftmals auch solcher hohen Auszeichnungen würdig fein werden. Otto Wagner ein dreifach »Gut Hell*!

*5>. K.

Der hiesige Kohlenhandel weist im Inseratenteil aus die Notwendigkeit einer baldigen Begleichung der fälligen Koh­lenrechnungen faßte der Berechnung von Ver­zugszinsen sür^Rückstände hin.

Man schreiltz' uns hierzu folgendes: „In den letzten Wochen ist in den Kohlengeschäf- ten nicht nur eine starke Verminderung neuer Bestellungen, sondern insbesondere auch ein fast völliges Aushören der Begleichung be­reits erfolgter Lieferungen eingetreten. Eine solche plötzliche Absatzstockung und nament­lich eine so ausgedehnte Unterbrechung der Zahlungseingänge bringt in der augenblick­lichen schweren Notzeit die davon betroffenen Geschäfte in folgenschwere Verlegenheit. Der Kohlenhandel gehört nicht zu den Geschäfts­zweigen, die ihre Ware über den Ladentisch vorwiegend gegen dar verkaufen, sondern, er liefert ins Haus und erhält meistens nur einen flehten Teil feiner Lieferungen gleich bezahlt. Daher sind seine Außenstände viel größer als die der Ladengeschäfte, und eine Stockung in den regelmäßigen Zahlungsein­gängen trifft ihn noch um so empfindlicher, Äs er selber bet den Zechen nur einen kurz­fristigen Kredtt genießt und die auf den Koh­len ruhenden hohen Frachten sofort bar be­zahlen muß. Zielüberschreitungen bet den Zechen haben die Berechnung der augen­blicklich gültigen ungeheuren Zinssätze im Ge­folge, die allem zu tragen der Handel beim besten Willen ganz außerstande ist. Die Kundschaft wird es daher verstehen, wenn der Kohlenhandel, seiner Zwangslage Rech­nung ttagend, die Bitte ausspricht, ihn durch baldige Begleichung der unbezahlten Rech­nungen zu unterstützen und es nicht als un- blllig anzusehen, wenn er für die rückständi­gen Beträge auch seinerseits Verzugszinsen m einer beit Verhältnissen entsprechenden Höhe berechnet. Der Kohlenhandel ist hierzu auch deshalb gezwungen, well er einen er­heblichen Teil seines Geschäftskapitals zur Hereinnahme größerer Lagermengen in den Sommermonaten braucht, um, in (Erfüllung seiner volkswirtschaftlichen Aufgaben, sowohl den Zechen im Sommer Absatz zu schaffen, als auch im besonderen die Versorgung der Bevölkerung mit Kohlen im Winter unter allen Umständen sicherzustellen.

* Die preußischen Durchgangs- straßen. Das Preußische Statistische Landesamt veröffentlicht jetzt in einem Sonderheft seiner Zeitschrift die Ergebnisse einer Erhebung über die Dur^angs- straßen hinfichtllch ihrer Länge, Be­festigung und Kosten in den Rechnungs­jahren 1927—1929. Das Durchgangs­straßennetz des Staates Preußen Hatteam 3L März 1930 eine Länge von 118 816 Kilometer, darunter 25 615 Kilometer mit schwerer, 7611 Kilometer mit mittel­schwerer und 85 950 Kilometer mit leich­ter Fahrbahnbefeftigung. Der Eesamt- aufwand für alle Arbeiten von Wegebau­arbeiten betrug für das Rechnungsjahr 1936 486^3 Millionen Mark. Die meisten Stratzenbartten^Mdvon, den^KreisverVan-

den ausgeführt worden, in jedem Berichts­jahr rund 800 Kilometer. Auch die Neu­bauten der Gemeinden erreichen mit einer Länge von durchschnittlich 440 Kilometer eine ansehnliche Ausdehnung, hinter denen die Neubaulängen der Provinzialstraßen mit 22 Kilometer im Berichtsjahr 1929 weit zurückbleiben. Der durchschnittliche Aufwand für laufende Unterhaltung je Kilometer Stratzenstrecke betrug im Rech­nungsjahr 1927 1362 Mark, 1928 1500 Mark und 1929 1594 Mark.

* Berichtigung. In der lieber« fchrift zur Diskontsenkung war gestern ein Druckfehler enthalten. Die Dtskont- fenkung hat Wirkung ab Mittwoch, dem 12. August, wie es in der Meldung selbst richtig angegeben war.

Slühende Astern

Noch sind wir mitten im Sommer, aber schon jetzt schicken sich unsere beliebtesten Herbstblumen, die Astern, zum Blühen an. Diese Sternblumen, von denen es nur we­nige einheimische Äettreter gibt, sind eine Pflanzengattung der Kompositen, der gro­ßen Famllie der Korbblütler. Bereits vor zweihundert Jahren nannte ste ein Chronist als „Gelbes Sternkraut", als „Großes und kleines blaues Sternkraut". Die Kunst un­serer Gärtner hat es verstanden, aus der ,chinesischen Aster", die eine einjährige Pflanze ist, Tausende von Zieratten in allen mög­lichen Farben zu ztehen, bereit Sortenzahl heute fast unübersehbar ist. Unsere Astern zu ihrer Beliebtheit gelangt, da sie eine große Mannigfaltigkeit in ihrer Blüte zeigen. DSe Urform unserer einheimischen Wiesenaster mit den gelben Scheibenblüten und den helkvio- letien Strahlen ist längst überholl durch vio­lette, tiefblaue, leuchtend ultramarinviolette, lavendelblaue, purpurne und silberrosa schim­mernde klein- und großblumige niedrige Herbstblüher, unter denen „Lichtblick". „Sn- berbfid" und „Modekind" besonders bekannt find. Hochschossige Herbstblüher sind zumeist ans amerikanischen Arten entstanden und für den Herbstflor unserer ©arten durch ihre Farbenpracht bestimmend, zumal viele unter ihnen auch die ersten Fröste überstehen und mehrere Jahre blühen. Don ihnen erfreut die „Himmelskönigin" durch ihre purpurnen Knospen und die später leuchtend blauen großen Muten. „Serbftnnmber" prangt in Hellblau, „Heiderose" in Zartrosa, während Dutzende anderer Gruppen zwischen blau und rot liegen mit großen Blütenköpfen ober dichtblütigen Rispen. Von besonderer Eigen­art ist die Aster „öerbfeauber" wegen ihrer großen Blüten in zartem lüarosa, das in der Mitte in zitronengelb übergeht. Die Zwerg- buletiafter dagegen ist weiß.mit rotem Herz und die Triumph-Aster dimkelscharlach mit weiß. Sehr reichblühend in weiß mit rosa Herz entfaltet sich jetzt die Mignonaster. Großer Beliebthett erfreuen sich auch die ein­fachen China-Astern mü hohem, kräftigem Wuchs und großblumiger, spätblühender Ro-

__Rr. 18F

Tooesanzeiger.

DonnerSta g. den 13. August.

Bergnügungsanzeiger.

SMotz-Eafe, Marburg: Ab 16 11^.

Konzert, ab 20 Uhr: Konzert und Tanz Cafe Markees, Deitgafse: 20 Uhr: Konzen. Cafe Vetter, Reitgasse: 20 Uhr: Konzes Stadtgarten: Ab 20 Uhr: Künstlerkonzen ab 22 Uhr im Stadtteller (bei ungün, stiger Witterung ab 20 Uhr im Stadt, keller).

Capitol. Biegenstraße: Ab 20.15 Ahn „Sensation im Wintergarten'.

Kamera, Kasernenstr.: 17 und 20.15 Ahx „©CT Zinker'.

Lichtspiele. Bahnhofstraße: Ab 20.15 Ahr „Eine Nacht tn London" und „In btt Wildnis".

Marburger Ferienkurse.

9—9.45 Ahr: Leibesübungen (Stadion).

10.15—11 Uhr: Frau von Kirckbach-Cgift, toih (Dresden): Die Erziehung in bet Familie.

11.15—12, 12.15—13 Ahr :Prof. Fried, länder: Die Idee des hnmamstischt, Gymnasiums.

• Roth, 13. Aug. Am 23. und 24. August findet die diesjährige Kirmes hi Gastwirt Leinweber statt. Eleichzeich HM der Fußball- und Sportverein Pofti. spiele ab.

Niederwalgern, 13. Aug. Bürget, meister Heinrich B ö 1 h und Frau Marg. ael Ruvp feierten gestern das Fest der Gilbet, Hochzeit

Voranzeige«

):( Die weltbekannte Wiener Dentschineisitk, Kapelle unter Leitung ihres Dirigenten Edi Kugler kommt! Die Wiener Deutsj. meister! Wer hat wohl noch niemals nn den urwüchsigen Wienern gehört, die sich 3 dem seinerzeitigen Leibregiment „DeuA meiste?' vereinigt haben? — Weit über iit Grenzen des alten Oesterreich hinaus mn dieses Regiment und noch viel mehr — sem Regimentsmusik bekannt und beliebt. — & sind Stunden ungetrübten Frohsinns, _ bie man bet den herzerfrischenden Klängen die!« Deutschmeister verlebt, ob Walzer oder Ope­rette, ob Wiener Lieder oder Märsche, Poft pourris oder Schrammelvorttäge, alles ftrönfl Wiener Lust und Wiener Freude aus mi| überträgt sich auf die Zuhörer. Diesen M fachen entspricht auch der große jubelnde (H folg, der sich täglich in aller Welt wiederho». Wieder kommt dieses Elite-Orchester in ch» schmucken altösterreichischen Uniform und traf darf dessen sicher sein, daß ein Sommerabeq bei den Wiener Deutschmeistern eine irie nur sehr angenehme Zerstreuung bietet, io* dern ein (Erleben der schönen Stadt Wi« bedeutet. Wir wollen sie herzlich willkomin« heißen, die Freude bringenden feschen SB» ner Deutschmeister! 45

Mitteilung der Schristleüung.

Zu dem Inserat in der gestrigen Nimm« Vortrag von Frau Dr. med. Kienles klären rott, daß die Aufnahme des Jnserai ohne Kenntnis der Zusammenhänge durch b Anzeigenabteilung erfolgt ist. Verlag ml Schristleitung lehnen es selbstverständlich «i diese Kundgebung der Frau Dr. med. ft tri in irgend einer Form zu unterstützen.

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r. Berlin. 13. Aug. Die Festigt an der Produktenbörse halt infolge te regnerischen Westers weiter an. P bahnstehende Ware werden Aufgelder b« willigt. Im allgemeinen sind die Prel für Weizen um 4 Mark, für Roggen W 3 Mark erhöht. Hafer, der gestern nm ter sehr stark rückgängig war, ist « hauptet. Das Mehlgeschäft ist ruhig. Lieferungspreise für Weizen sind 7 M Roggen 3.25—4.50 Mk. und Hafer 13 bis 2.50 Mk. befestigt. Auslandsoffer^ etwas erhöht.

eWWmarft Frankfurt a. »•

13. August mittags 12 Uhr. (Vorder^ 2. Kälber : .

beste Mast- und Saugkälber „ SH

mittlere Mast» und Saugkälber „

geringe Kälber . „

3. Schafe:

Mastlämmer und jüngere „ ▲

Masthämmel Weidemast , «'T

Stallmast „ "

mittlere Mastlämmer, ältere Mast- , Hammel und gut genährte Schafe „ fleischiges Schafvieh . „

gering genährtes Schafvieh „ "

L Schweine: ej

Fettschweine über 20t>Pfd. Lebendgewicht „ g| vollfleisch.Schweine o. ca.24l>—llvü Pf.Lbdg. .. vollfleisch.Schweine o.ca.200—240PfLbdg. , vollfleisch.Schweine o. ca.160—200 Ps.Lbdg. ..

fleischige Schweine v.ca.128—166 Ps.Lbdg. „ fleischige Schweine unter 120 Psd.Ldbg. .. _

Sauen „

Auftrieb: 74 Rinder, 819 Kälber,

Schafe, 785 Schweine. , <.

Marktverkauf: Kälber und Schafe 16 hast; Schweine ruhig.

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