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Wieder ein Eisenbahnanschlag

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Nach dem Draht di« Batterien.

Nr.!« KK.Mey. Marburg o. 8n6n

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allen Ober: Nach- : Aus- llng.

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Slogen, 12. Ang. In der Nacht zum ch wnrde ans der Strecke Zül- zchan Slogan zwischen Kontopp Boyadel auf einen Personenzug ein Mbrecherischer Anschlag verübt. Bon bis- «nbekannten Tätern war ein gro- er Feldstein ans die Gleise ge« «lz t worden. Die schwere Maschine de» schob den Stein beiseite, sodaß ein «glück verhütet wnrde. Personen kamen t zu Schaden. Für die Vermutung, datz Attentat aus volitischen Gründen ver- wurde, haben sich bisher stichhaltige gründe nicht ergehen.

Auf der Strecke Züllichau-Elogau Ein Unglück durch Zufall verhütet Die Untersuchung des Attentats bei Jüterbog

Der Anzeigendreis betrckgt ftp den 11 gest>alt. Zeilerunillimeter 0.08 GMsog. kleine Anzeigen und Samilienanjeigen bei Barzahlung 0.07 DM- amtl und auswärtige Anzeigen 0.10 GM Grundslbrist: SoloneL Bei schwierigem Satz so­wie bet Platzdorschrifl 50*1» Auf- scblag Sammelanzetgen 100*j« Aufschlag Reklam.-Millim. 0.40 DM Grundschrift, Petit. Jeder Rabatt gilt als Barra butt.

diel 5 Tage.

Sffereeu-Gebüdrr 25 Pfg Belege werden berechnet.

' Erfüllungsort Marburg.

Die Forderung der ftanzösischen Bankiers lleber die Verhandlungen der franzö­sischen Bankiers, die in den letzten Tagen geführt wurden, nm die Deutschland ge­währten kurzfristigen Kredite in lang­fristige umzuwandeln, Verhandlungen, die vor morgen ab in Basel mit dem Sachoer- ständigenansschuh weitergeführt werden sollen, schreibt dieInformation", die französischen Bankiers hätten die Vor­schläge im Geistes des Entgegenkommens geprüft nnd sie als Berhandlnngsgrnnd- lage angenommen. In diesem Sinne sei der Reichsbankpräfident telegraphisch ver­ständigt worden. Es sei jedoch ein Vor­behalt gemacht worden, nämlich der, daß die dentschen Schuldner anderen Gläu­bigern keine größeren Vorteile und Sicherheiten gewährten als den Franzosen. DieInformation" schreibt: Mit anderen Worten, wir verlangen die M e i st b e - günstiguugsklausel.

Lavals Besuch in Berlin

Unklarheit über den Termin .

Kommunistische Eeheim- organisation

Aachen. 12. Ang. Durch Beamte der Lan­deskriminalpolizei Aachen und Beamte der Landjägerei erfolgte heute früh 5.30 llhr im Landkreis Aachen die Festnahme von etwa 50 Personen und zwar Kommunisten, von denen die Polizei festgestellt hat, datz sie einem ver- Lotenen Bund einer Kampforganisation der kommunistischen Partei angehören. Es steht fest, datz es sich um einen Kampfbund gegen den Faschismus und die Polizei handelt, den Noten Schützenbund", eine Ersatzorganisation für den verbotenen Rotfrontkämpferbund. Die Mitglieder der neuen Organisation sind im Besitz von Waffen und haben auch Scharsschietz- übungen abgehalten. Unter den Festgeuom- menen befinden sich zwei kommunistische Stadtverordnete sowie ein früherer Reichs­tagsabgeordneter.

Zn Düsseldorf wurde der seit langem gesucht; frühere Funktionär des antifaschisti­schen Kampfbundes der KPD., Paul Beste, verhaftet, der ht dem dringenden Verdacht steht, an der Ermordung des nationalen Stu­denten Alfons Erken teilgenommen zu haben.

Anzeiger für (das frühere kurhesfische) Oberhessen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachnngen für Stadt nnd Kreis Marburg.

A und Prüfung ihres Alibis heran- .

. Bisher hat sich von den Derdächtig- noch keiner als der Täter oder Beteiligter herausgestellt.

Bon gröberer Bedeutung kann dagegen andere Bekundung sein, die ber Unter« nngskommission übermittelt wurde. In : Installationsgeschäft in der Friedrich- e, in dem bekanntlich ein ausländisch ehender Mann Draht und zwei Eisen- e kaufte, erschien am Sonnabend etwa Stunden später als der erste Käufer ein er Mann, der zwei Batteri en für schenlampen verlangte und erhielt.

er machte den im Laden anwesenden en den Eindruck eines Nichtdeut- en. Ob zwischen den beiden Männern ein sammenhang bestehl, oder ob der zweite

harmloser Natur war, wird noch nach- ifen sein.

Mitteilungen der Kriminalpolizei.

dem Eisenbahnattentat bei Kloster na teilt die Kriminalpolizei noch mit, datz s der Untersuchungskommission Abbil- ,en der wichtigsten Beweisstücke veröf- icht werden. Es handelt sich hierbei ein- um das von dem unbekannten Täter bestellte dritte Rohr, das durch- den zur Ausführung der Tat benutzten wen Rohren gleicht. Weiterhin wird die lztrommel abgebildet, an der der tverbrauchte Leitungsdraht aufgewickelt ist. Am vergangenen Freitag vormittag kam in Geschäft in der Friedrichsstadt ein Herr, in ausländischem Akzent fragte. ; er 400 Meter Spulendraht erhalten e. Es wurde ihm ertlärt, der Draht e vor Montag nicht geliefert werden, tauf er entgegnete, er benötige ihn sehr gend schon vorher. Er kam dann auch Sonnabend nochmals in das Geschäft und sich sogenamtten Klingeldraht vor- n. Er verlangte 400 Meter. Schließlich er sich, ba mir kleinere Mengen vorrätig en, 280 Meter in verschieben en Längen ammenpacken. Er ging dann fort mit bem Merken, daß er kurz vor 12 Uhr wieher­

en würbe, ba er um 12 Uhr mit bem ?g fortfahren müsse. Er zahlte eine an, lieb sich aber nicht wieber Yen. Abgesehen bavon, bah er bie An- ng im Stiche lieb, ist es auffallend, bah keine Angabe über ben Derwenbungs-

des Drahtes machte. Der Unbekannte etwa 1,75 Meter grob, von slavi- em Typ, mit bunklem Haar unb klem Anzug. Mlem Anschein nach Han­es sich um benselben Mcmn, der in einem «en Geschäft bie beiden Rohre unb bie

mit Leitungsdraht gekauft hat. Seine Knäufe scheint er gerade in den Vormittags- ?nt>en erledigt zu haben, um bann mittags en bestimmten Zug benutzen zu können. Offenbar ebenfalls mit ber Angelegen- ö im Zusammenhang steht ent Fund, ber km Freitag, dem 7. August, in einem Hause

"*r Kastanien-Allee gemacht wurde. Hinter

Wege nach Potsdam gefragt wurde. Kirchner behauptet, dab dieser Mann, der fremdlän­disch klingenden Akzent sprach, nach den m den Morgenblättern gegebenen Beschreibun­gen unbedingt mit dem Klingeldraht-Käufer in der Friedrichstrahe identisch sei. Es han­dele sich bei diesem Fremden nicht etwa um ben Iren Carnell, sondern um. eine andere Person. Die Ottspolizet hat die Angelegen­heft an die Berliner Kriminalisten, die das Eisenbahnattentat bearbeiten, roeit er gegeben.

Der verhaftete Ire nicht der Eisenbahn- attentäter.

Der von der Polizei verhaftete ehemalige irische Offizier, der der T a t e r f ch a f t an dem Eisenbahnattentat bei Jüterbog ver­dächtig war, wurde den Inhabern des In- . stallationsgeschäftes, in dem der Draht und die Eisenröhren gekauft worden waren, gegenübergestellt. Dabei stellte sich her­aus, datz der Verhaftete nicht mit dem mutmaßlichen Eisenbahnattentäter identisch ist.

Ministers nicht in den letzten Augusttagen, wie allgemein angenommen wurde, son­dern vermutlich erst nach der Tagung des Völkerbundes stattfinden werde, wird vom Matin" als ein CommuniquS bezeich­net, das nicht von der französischen Re­gierung ausgehe. Das Blatt schreibt, man müsse darauf aufmerksam machen, datz die französische Regierung kein TommuniquF über den Besuch der französischen Minister in Berlin ausgegeben habe, und datz die deutsche Presse zu Unrecht gereiften Agen­tur-Meldungen diese Bedeutung beigelegt habe. DerMattn", der diese Feststellung macht, beschäftigt sich übrigens auch an anderer Stelle, mit dem Besuch der beiden französischen Minister, und zwar scheinen diese Mitteilungen genau wie die vorigen angeführten ebenfalls beeinfluht zu sein. Das Blatt schreibt, deutscherseits wie fran- zöfischerseits spreche man nur von der Eventualität eines Besuches des fran­zösischen Ministerpräsidenten in Berlin als Erwiderung des Besuches, den Brüning in Pdris gemacht hat. Man spreche über das wahrscheinliche Datum eines Besuches, wo­bei die einen Ende August, die anderen Ende September, also nach der Völker­bundstagung, nennen. Wir glauben sagen zu können, so erklärt das Blatt, datz gestern abend keine offizielle Einladung seitens der deutschen Regierung in Paris eingegangen ist. Wenn, wie wahrscheinlich sei, diese Einladung dieser Tage eintreffe, so werde sie von der französischen Regierung herzlich ausgenommen werden. Was die Festsetzung des Zeitpunktes des Besuches anbetreffe, so werde dieser natürlich davon abhängen, wie es der Regierung, die die Einladung ergehen lasse, genehm sei und von den Möglichkeiten der Regierung, die die Ein­ladung annehmen werde. Grundsätzlich würde lediglich Autzenminister Briand den Ministerpräsident Laval nach Berlin be­gleiten. Es schein«, datz heute etwas an­deres als der Gesundheitszustand Briands, der sich übrigens merklich gebessert habe, seit Briand zu einem Erholungsurlaub Paris verlaffen habe, franzöfischerseits den Besuch der französischen Minister ver­zögern könnte.

ber Haustür würben zwei eiserne Rohr e gefunben, bie in grauem Packpapier eingeschlagen waren. Frische Schnftttlächen lassen erlernten, bah es sich um Teile eines ursprünglich gröberen Rohres handelt.

Wie bereits berichtet, hat bie durch Ober-' regierungsrat Dr. Ritter von ber Chemisch- Technischen Reichsanstalt vorgenommene Un­tersuchung ergeben, bah ein hochbr isan- ter Sprengstoff zur Verwenbung ge-- langt ist. Näheres über bie Art dieses Sprengstoffes konnte noch nicht festgesteltt werben. Die burch entsprechende Füllung des Sprengkörpers hergerichteten Rohre wa­ren in Kenntnis ber Art ber Sprengwirkung längs bes betreffenden Schienenstücks ange­bracht.

Die Meldung eines Berliner Spätabenb- blattes, wonach bie Attentäter bei Jüterbog ent Auto benutzt haben sollen unb bas Auto bereits aufgefunden sein soll, ist völlig aus ber Lust gegriffen.

Caputh. 12. Aug. Bet ber Orts- polizei hat sich heute ber Chauffeur Kirch­ner gemelbet, ber am Dienstagabend von einem Marnie angesprochen unb nach bem

Die radikale ZeitungLa Repu- blique" bemüht sich um eine Erklärung der überraschend aufgetauchten Nachricht, datz der französische Ministerbesuch in Ber­lin angeblich bis in den Oktober verschoben werden soll. Sie deutet diese Verlegung als eine plötzliche Rück­sichtnahme auf den Dölker- b u n d, denn wenn eine deutsch-franzö­sische Aussprache vör der Völkerbunds­tagung zu einer Verständigung führe, bann werbe man unfehlbar behaupten, datz diese Verständigung auf Kosten des Völkerbundes erzielt worden sei. Bleibe die Verständigung jedoch aus, dann werde der Völkerbund zu einer Art Schieds­gericht, und er werde als solches zu einem Spruch gelangen, der auf Kosten Frankreichs gehe. So sei es besser, wenn Deutschland und Frankreich in der besonderen Genfer Atmosphäre erst einmal unverbindlich mtteinander Fühlung neh­men könnten.

ImJournal" versucht man auf dem Weg über den Berliner Korrespon­denten des Blattes den Gedanken eines neuen vierseitigen Ab - kommens zu lancieren, an dem Frank­reich, Deutschland, England und Italien beteiligt sein sollen. Inhalt des Abkom­mens müsse es demJournal" zufolge sein, datz während einer bestimmten Zeit keine der vertragschlietzenden Nationen auf po­litischem wie auf wirtschaftlichem Gebiet in internationalen Fragen die Initiative ergreift, ohne vorher die andren am Ver­trag beteiligten Nationen davon in Kennt­nis gesetzt zu haben. Es ist d i e I d e e des politischen Moratoriums, die schon einmal aufgetaucht ist und vom Journal" in seiner Darstellung höflicher­weiseamerikanischen und englischen Zei­tungen" zugeschrieben wird. Den Plan eines Abkommens zu viFren schreibt der Journalkorrespondentgereiften einfluß­reichen diplomatischen Kreisen" zu, ohne jedoch zu verraten, welche et eigentlich meint.

Die Meldung einer Nachrichtenagentur, datz der Besuch des französischen Minister­präsidenten und des französischen Autzen-

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Das Wirtschaftsprogramm der Reichs- regierung.

Wie wir erfahren, erwartet man in unterrichteten Kreisen nicht mehr, datz das Wirtschaftsprogramm, das die Reichsregierung ausarbeitet, noch im Laufe dieser Woche fertig werden wird. Es ist vielmehr damit zu rechnen, daß die Arbeiten auch die nächste Woche noch in Anspruch nehmen werden. Der Wirt­schaftsausschuß des Reichskabinetts, der übrigens auch gestern wieder zusa'mmen- getreten ist, wird die Dinge in den näch­sten Tagen soweit vorbereiten, daß sich dann das Plenum des Kabinetts mit ihnen befassen kann. Der Kanzler selbst war gestern in Anspruch genommen: Ein­mal durch die Rede, die er heute vor den vereinigten Ausschüssen des Reichs- rats halten wird obgleich die Ver­handlungen der Ausschüsse vertraulich sind, ist es immerhin möglich, daß d i e Rede veröffentlicht wird; zum anderen hat Dr. Brünins gestern auch

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TagesmmiM Z H J II LaüMeitung

tuns) i Die Ermittlungsarbeiten zur Klärung des tt ffiani V-Zug-Attentats werden immer noch fort- t. M tztfetzt. Kriminalbeamte sind unterwegs, um b i.Ä * Anzahl Personen, die aus dem Publi- ahe 11 ta heraus verdächtigt worden sind, zur Ver-

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