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Vorbereitung der Selbsthilfe

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Besprechungen mit Vertretem der Wirtschaft Voreilige Kombinationen

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Tagesanzeiger

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lieber den Inhalt des Wirtschaftspro­gramms sind in der Presse bereits Einzel­heiten angegeben worden. Von unterrich­teter Seite wird jedoch gewarnt, diese Darstellungen als richtig hlnMnehmen. Bei all dem könne es sich nur um Ver­mutungen handeln, die zum Teil so­gar falsch sind. So wird in einem Ber­liner Blatt heute eine Senkung 'der

dieses Komitees aufzufordern, ihre erste Sitzung am nächsten Sonnabend, den 8. August, in Basel abzuhalten, und dem Komitee ein Sekretariat zur Verfügung zu stellen. Das Komitee wird seinen eige­nen Vorsitzenden ernennen und seine Ar­beitsmethoden selbst bestimmen.

Schließlich wurde der Eeschäftsausweis über den Stand der Bank am 31. Juli

-1931, der eine Bilanzsumme von 1632 Millionen Schweizer Franken zeigt, zur Kenntnis genommen.

ÄbcrheMche Zeitung

»Der Plan der amerikanischen Regierung, größere Mengen Baumwolle gegen einen 10jährigen Kredit an Deutschland zu liefern, wird in Bremer Baumwollkreisen mit Skepsis ausgenommen.

Vor dem Haager Schiedsgericht legte am Montag der Vertreter Oester­reichs, Professor Kaufmann, nochmals den Standpunkt der Oesterreichischen Re­gierung dar, worauf anschließend der Ver­treter Frankreichs zu Worte kam.

Der Führer der Reichstagsfraktion der Bayrischen Volkspartei, Prälat Leicht, ist vom Papst zum Domdekan von Bam­berg ernannt worden.

Sr.lM 6fi.3ahtg.

Marburg a. Bahn

Der Volksentscheid zur Auflösung des preußischen Landtages findet in der ausländischen Presse größte Beachtung und wird überwiegend als Markstein für die deutsche Gesamtpolitik «an­gesehen.

8n Paris hat die Ausschußfitzung der Eroßbankvertreter stattgefunden die ergab, daß die Beteiligung am Still­haltekonsortium als gesichert angesehen werden kann.

Der erste Tag des erleichterten Zahlungsverkehrs hat sowohl bei den Berliner wie den Provinzbanken ein günstiges Ergebnis gehabt. Durchweg sol­len die Einzahlungen bei den Banken größer gewesen sein als die Auszahlungen.

stellt worden. Verträge aber, die auf der Reziprozität der beiderseitigen Ver» tragsverpslichtungen und Rechte beruhten, liehen die Unabhängigkeit der betreffenden Staaten unberührt.

Bei der deutsch-österreichischen Zollunion müsse man auch berücksichti­gen, daß eigentlich die Rechte, bte Oe st erreich da durch erwerbe, weit größer seien als diejenigen Dmttschlands.

Professor Kaufmann befaßte sich zum Schluß eingehend mit der Folgerung, wo­nach Handlungen Oesterreichs, wie die hier zur Debatte stehende, nicht absolut ver­boten seien, sondern nur von der vorheri­gen Zustimmung des Völkerbunds- rat es abhängig gemacht werden müßten. Bei der Auslegung, der umstrittenen Texte dürfe nicht übersehen werden, daß durch eine Auslegung, wie die von der Gegen­seite geforderte, die Unabhängigkeit Oesterreichs nicht nur beeinträch­tigt würde, sondern sogar der Errich­tung eines weitestgehenden Protekto­rats über Oesterreich Platz gemacht würde. Sie würde von der Unabhängigkeit Oesterreichs nur noch die Freiheit zum Sterben übrig lasten.

fite .Obrrhrssisch« Zewmg' « phetiit sechsmal wöchentlich. Be- monatlich 2.20®gR.au* schließt. Zugellungogeblchr. durch 6k Post 2.45 GW. Mir etwa durch Ktr-tk, Maschinrndefekt oder ele- M(utnrr Ereignisse ausfallend« glimmern wird kein Ersatz g«- ktzwt. Verlag, Dr. §. Hitzeroth. Druck der Univ-Buchdrnckerei Zoh. Aug Koch, Markt 21/23. Fernsprecher: Rr.54 und Nr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt a.«. «t 5015. - Sprechzeit bet Redaktion von 1011 und %11 Uhr.

Beschlüsse der B. 3. Z.

Basel, 3. Ang. In seiner hentigen Sitzung hat der Verwaltungsrat der Bank für den Internationale« Zahlungsverkehr beschlossen, den Präsidenten zu ermächtigen, im Einver­nehmen mit de« beteiligten Zentralbanken den der Dentschen Reichsd ank ge, wahrten Kredit für einen Zeitraum von höchstens drei Monaten z» erneuern. Der Anteil der B. 3. Z. an diesem Kredit, dessen Rückzahlung am 6. August fällig war, beträgt 25 Millionen Dollar.

Der Verwaltungsrat der B. I. Z. hat ferner in seiner heutigen Sitzung, an der für den Reichsbanftnäfidenten Dr. Luther Geheimer Oberregierungsrat Dr. Bocke sowie die deutschen Verwaltungsratsmit­glieder Bankier Melchior und Kom­merzienrat R e u ß teilnahmen, den im Verlaufe der gestrigen Vorbesprechungen zustande gekommenen Beschluß auf Ein­berufung des Internationalen Sachver­ständigenkomitees gutgeheißen. Der Ver­waltungsrat hat beschlossen, die Mitglieder

Das Reichskabinett setzte am Montag nachmittag seine Beratungen über die Maßnahmen innerhalb der deutschen Selbsthilfe mit den führenden Per­sönlichkeiten der Wirtschaft fort. Die Be­sprechungen dienten im wesentlichen der Unterrichtung des Reichskabinetts über die Auffassung der Wirtschafts­führer «ad werden in den nächsten Tagen fortgesetzt.

, Reichskanzler Dr. Brüning wird vor, ausfichtlich am heutigen Dienstag abend ie seiner angesagten Rundfunkrede pro­grammatische Ausführungen über die von der Regierung geplanten Maßnahme«

Haag, 3. Aug.- In der heutige« Vor« nrittagssitzing des Ständischen Internatio­nalen Gerichtshofes setzte der österreichische Vertreter, Prof. Dr. Kaufmann, seine am Sonnabend begonnene Replik fort.

Er befaßte sich u. a. mit den Darle­gungen des italienischen Vertreters Pi­lotti, die von ihm Punkt für Punkt widerlegt wurden. Wenn der italienische Vertreter u. a. die These ausgestellt habe, Oesterreichs Auabhängigkeit werde in Gefahr gebracht, well es noch dem Abschluß der Zollunion den Interessen einer bestimmten Staaten­gruppe Rechnung zu tragen habe, so mstsse er darauf erwidern, daß sogar die Großmächte Verträge abgeschlossen hätten, durch die sie auf die gegenseitigen Interessen hätten Rücksicht nehmen müssen, ähne daß von einer Bedrohung der Unab­hängigkeit auch nur die Rede sein könnte. Das Gleiche gelte in noch viel höhe­rem Maße für kleine, schwächere Länder. Man könne nur dann von der Unabhängigkeit eines Staates sprechen, wenn ein höherer Wille dem Staatswillen auferlegt werde. Dieses Prinzip sei be­reits in einer allen Formel des italienischen Staatsrechts des 13. Jahrhunderts aufge-

Der Kampf um die Zollunion

, Der Vertreter Oesterreichs spricht

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Mieten angekündigt. Auch dabei han- s beit es sich um eine Kombination, die wohl E aus der Annahme heraus entstanden ist, I daß das Problem der Hauszins- V steuer bei den Beratungen mitbehandelt wird. Ebenso ist es zum mindesten zwei- felhaft, daß die in dem Blatt weiter an- gekündigten Maßnahmen auf dem Kartell- ; gebiet durchgeführt werden. Richtig dürfte dagegen sein, daß man sich in Kreisen des

Kabinetts in den letzten Tagen wieder leb­haft mit der finanziellen Lage der Ee- fe meinden befaßt hat, bei denen sich die Ent- f Wicklung der letzten Wochen besonders stark fühlbar macht.

Es ist anzunehmen, daß das Kabinett bald zu Beschlüssen kommt, die die Situation der Gemeinden erleichtern. Da­bei dürfte es allerdings fraglich fein, ob eine solche Erleichterung möglich ist, ohne daß die Gemeinden selbst zu sehr drastischen Mitteln greifen, die ein­mal auf dem Gebiete der Ausgaben­senkung, zum anderen in der V e r ä u ß e - rung eigener Vermögenswerte liegen könnten. Da der Kanzler übermor­gen, am Mittwoch, bereits nach Rom fährt, so dürfte die zweite Hälfte der Woche in erster Linie weiteren Besprechungen der Resiorts vorbehalten bleiben. Vis zur Rückkehr Dr. Brünings können eine Reihe von Teilfragen immerhin soweit vorwärts getrieben werden, daß die Beratungen der nächsten Woche dann schneller vonstatten gehen. ... .

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Am Montag habe« in Parks weitere Einzelbesprechungen deutscher Bankbevoll- mächtigter mit Vertretern französischer Banken stattgefunden.

Der Leiter der Haushaltsabteilung des Reichsfinanzministeriums, Graf S ch w e - rinvonKrosigk,der mit dem Reichs­kanzler nach London gefahren war, ist gestern wieder in Berlin eingetroffen und hat über den Stand der Stillhalte­verhandlungen Bericht erstattet.

Eleichzeittg hat er berichtet über den Stand der Verhandlungen über die Sach­lieferungen, die in London unter Mitwirkung von Vertretern der Reichs- tesiorts noch geführt werden. Es verlau­tet, daß die sachlichen Schwierigkei- t^en nach wie vor erheblich sind. 2m besonderen ist es die Bezahlung der Eachlieferungen durch die kleineren Län- «r, mit denen bisher eine Einigung uicht möglich gewesen ist.

Die neuen Zinssätze der Preußische« Staatsbank.

Berlin, 3. Aug. Die neuen Zins­sätze der Preußischen Staatsbank (See­handlung) für den Verkehr mit Banken und Bankiers lauten:

Für täglich fällige Einlagen werden 11% Prozent (bisher 8% Prozent) ver­gütet: soweit tägliche ©einer über Ultimo August bei der Staatsbank stehen bleiben, werden 13 Prozent (bisher 9% Prozent) gezahlt. Für Guthaben auf ein bis drei Monate fest ist der Satz auf 14 Prozent (bisher 10 Prozent) erhöht worden.

Wrrum geht es am

9. August?

Heber den Volksentscheid in Preußen sind eigentlich nicht mehr viele Wotte zu machen. Die Jahreszeit und die politische Atmosphäre tragen von selber dazu bei, daß die Leidenschaften nicht übermäßig in Wallung gebracht werden. Die Sache selbst liegt aber vollkommen klar. Es han­delt sich um eine Willenskundgebung dar­über. ob die preußische Wählerschaft den bisherigen Kurs im größten Lande des Reiches fortgesetzt sehen will, oder nicht. Die letzten Reichstagswahlen haben ge­zeigt, daß die Mehrheit der preußischen Stimmen ni'ch t mehr hinter der jetzigen Regierung steht. Die bürgerliche Oppo- sttion im Landtag hat im Laufe von sieben Jahren alle Kräfte erschöpft, um eine Aen- berung des bisherigen Systems auf parla­mentarischem Wege herbeizuführen. Das Volksbegehren, vom Stahlhelm in die Wege geleitet, mußte alsdann die Hnter* stütz«ng dieser Parteien finden. Sie wür­den sich sechst ins Gesicht schlagen, wenn sie jetzt am 9. August von ihrer Haltung abweichen und dem Volksentscheid fernbleiben wollten.

Das ist der Tatbestand. Der Aufruf der Deutschen Dollspartei für die Beteili­gung am Volksentscheid mit dem Ziele zur Herstellung einer solchen Regierung in Preußen, die der Reichspolittk eine kräftige Stütze ist, konnte deshalb nicht weiter überraschen. Die Oeffentlichkeit hat keine andere Parole erwartet. Auch die maß­geblichen Organe der Weimarer Koalitton in Preußen haben damit gerechnet. Ge­rade in den Reihen der Staatspartei, die in den letzten Jahren von ihren Bun­desgenossen in Preußen nicht gerade glimpflich behandelt worden ist. die ihre Nachgiebigkeit mit vielen Grobheiten be­lohnt sah, 'hat man für die Stellung der Deutschen Volkspartei durchaus Verständ­nis. Eine Ausnahme macht eigentlich nur dasBerliner Tageblatt". Dieses Organ fällt in Nr. 358 mit einer ganzen Flut von Schimpfworten über den Aufruf der Deut­schen Volkspartei her. Da ist vonskanda­löser Gewissenlosigkeit" die Rede, da wird weiter gesagt, daß die(»genannten Füh­rer entweder z« dumm sind oder in bor­nierter PattSiwut moralisch verwirtt" seien. Wir totalen die übel duftenden Angriffe einer salonbolschewistischen Fettenredaktton des Hauses Mosse nicht weiter ttagisch nehmen. Wenn es im Lager der Deutschen Volkspartei Aichänger gegeben haben sollte, die es für richtiger hielten, auf den Volksentscheid im letzten Augenblick zu verzichten (wozu eine gesetzliche Möglich­keit nicht vorhanden ist), so dürften diese Kreise durch die nichtswürdigen Pöbeleien aus der Jerusalemer Straße hinreichend belehrt sein. Ein altes Spttchwott im nationalliberalen Lager lautete, daß man immer auf dem falschen Wege fein werde, wenn man den vollen Beifall desBerl. Tageblatts" fände. Hmgekehtt wird man also sagen können, bafc die Haltung der Deutschen Vollspartei konsequent und ttch- tig ist, wenn sie jenes Organ zu einem un­gewöhnlichen Wutschrei herausforderte. Tatsächlich sitzen doch die wirklichen Gegner einer Aufbaupolitik in den Kreisen, die die Deutsche Volkspartei durch DrrHungen oder Verunglimpfungen von einer selbständigen Haltung abbringen möchten. Diese Kreise sind es gewesen, die in den verflossenen sieben Jahren mit Hohn und Spott über alle Versuche herge­fallen sind, den Dingen in Preußen eine anbere Richtung zu geben. Do rt sahen dieBefürworter einer schamlosen Pattei- buchwirtschaft, bei ihnen feierte der Kultur­bolschewismus feine Orgien in Wort und Schrift. Die Staatspattei war leider der Gefangene solcher Literatur. An der Ver­hetzung der bürgerlichen Patteien unter­einander hat sie chr besonderes trauriges Verdienst. Wenn der Kampf in Preußen so weit zugespitzt wurde, daß mn noch der Volksentscheid als entschlossener Ausdruck 6ea Willens zu einer Neuorientierung

Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhessen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt nnd Kreis Marburg.

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