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Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

Eine Frist von 6 Monaten

Zwei amerikanische Großbanken schließen sich aus

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Englands Finanzlage

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Die Entgleisung Scialojas

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Keine Landtagsauflösung

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liche Entgleisung beurteilt, und zwar schon deshalb, weil Prof. Seialoja versucht hat, auf den höchsten Gerichtshof der Welt einen starken Druck auszuüben, und ihn dadurch in eine schwierige Lage gebracht hat. Man ist sich jedoch an maß- gebendcr Berliner Stelle darüber klar, daß die Aeußerungen des italienischen Vertreters die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien in kei­ner Weise tangieren.

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Lan-Mttung

Srrilag, braA.MlSA

Das Ergebnis der Stillhalte-Verhandlungen

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i Volk tun wollen, wenn es von der Notwen­digkeit überzeugt ist. Dem englischen Sott I muß die Wahrheit gesagt werden.

I Das Vertrauen des Auslandes in de» I Kredit Englands ist erschüttert,

I weil das Ausland sah. daß die Ausgaben I Englands über seine Einnahmen hinauswuch- I fen. Die Wiederherstellung des Vertrauens I kann nur erreicht werden, wenn man im I Auslande erkennt, daß das englische Volk die I Lage erfaßt und den Mut hat, die erforder­lichen Schritte zu tun.

Schatzkanzler Snowden erklärte, daß dis Aussichten für das Budget des nächsten Jah­res, auch wenn sehr beträchtliche Ersparnisse erzielt werden können, sehr ernst seien. | Die Budgetlage Englands sei jedoch be- fnedigender als die irgendeines der anderen großen Länder. Er werde jeden möglichen Schritt tun, um das nächstjährige Bud- flet zu balancieren, wie unangenehm dies auch sein möge. Snowden betonte, daß die Kriegsschulden die größte Last für die, Staatsfinanzen seien. Er teilte mit, daß er Ainen Plan für eine Riesenkonoertierung der Kriegsanleihe vorbereitet habe, durch den eine große Ersparnis an Zinsen erzielt wer­den würde. Die Regierung zieht den Bericht der Sparkommission in ernste Er- wägung. Zum Schluß betonte Snowden, die Lage des Londoner Geldmarktes fet fun­damental gesund. London sei weiterhin der beste Markt in der Welt für auswärtige Ka­pitalsanlagen und er und die Regierung wür­den jeden Schritt unternehmen, um sicher- zustellen, daß die feste Position des eng­lischen Kredits in keiner Weise beeinträchtigt werde.

Das Echo der Snowdenr^e i» der englischen Presse.

Weiter legen die Blätter großen Wert auf den Hinweis Snowdens, daß die Durch­führung der Empfe Ölungen des. Spar­sam kekts aus sch ufses, dessen Bericht am heutigen Freitag.veröffentlicht wird, eine Sache sei, an der das gesamte Unterhaus verantwortlich mitwirken müsse. Wenn die­ser Hinweis eine Aufforderung sein solle, so sagtDaily Telegraph", eine Koalition zu bilden, so sei zu bedenken, daß die Kon -

rgev »r. fter Ubr-

I Nachrichtenbüro des Ddz. er­

fährt, rst es unwahrscheinlich, daß dem kommunistischen Antrag ein Erfolg l beschreden rst. Bisher hat keine der au-

1.88 1.S8 1.25 US 0.95

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Zur Wiederaufnahme der , 'fch-französischen Kreditverhandluugen. 'b,,E ch o d e Pari s will aus unter- r französischer Quelle erfahren ha- oag die englisch-französischen Kre- Mrk," b andlungen, die am Montag

M^»rochen wurden, bereits in den i»».en Tage» wieder aufge- | men werden sollen. Die Unter-

'Nerlin, 30. Juli. Der kommuni­stische Antrag auf Einberufung des Preußischen Landtages zur Ent­scheidung über den Antrag wegen der Verbote kommunistischer Presseorgane ist vom Präsidenten Bartels an die anderen Landtagsfraktionen zur Kenntnisnahme weitergeleitet worden. Der Präsident hat das kommmristische Ersuchen vorläufig ablehnend beschieden, da pur die Land- tog£ein&erufung mindestens ein Fünftel der Ao geordneten eintreten muß und in­folgedessen noch die Unterstützung einer größeren Fraktion notwendig war.

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London, 30. Juli. Der konservative Führer Neville Chamberlain kritisierte heute im Unterhaus die allgemeine Finanz­lage Englands. Er betonte, daß die finanzielle Seitd des Budgets sehr ernster Kritik ausgesetzt werden könne. Die Aus­gaben, so führte er aus, wachsen weiter­hin an. Die Vorschläge sind von einem unberechtigten Optimismus ge­tragen.

England hat während der letzten Jahre über seine Mittel gelebt.

Auch das englische Volt wird bereit sein, zu tun, was das deutsche und das australische

lervati ven für-diesen Gedanken höchstens unter der Voraussetzung zu haben wären, daß ein allgemeiner Zolltarif ein­geführt werde. Aber selbst dann seien diese der Ansicht, daß die Regierung zurücktreten müsse, wemi sie fühle, daß sie von der Unter­stützung der Opposition abhänge. Anderseits sei es aber möglich, daß die Opposition ihre stillschweigende Zustimmung zu gewissen Sparmaßnahmen geben könnte, ohne dadurch ihre Unabhängigkeit aufzugeben. Tie Regie­rung müsse jedoch unter allen Umstünden den Forderungen der Gewerkschaften einen energischen Widerstand ent- setzem Dementsprechend richtet sich die Kri- m ter OPPotoonspreffe gegen den Einfluß sonallstischer ^deen, die bisher die Durch-

Er Maßnahmen unmöglich gemacht Einheitlich aber stimmen die Blätter dah die Festigkeit des Lon- wZL Zster Tradition gemäß er- hallen bleiben müsse, damit London der Mit- telpunkt der Finonzroeü bleibe.

Nach einer amtlichen Mitteilung sind . brechung sei nicht nur auf eine Meinungs- tic an den St llhalteverhand- I Verschiedenheit zwischen dem Gouverneur

SbelchMsche Zeitung

Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberheffen

>e im zeig igre : uni

die

betont, daß Seialoja eine höchst eigen­tümliche und in mancherlei Hinsicht nicht unbedenkliche Auffassung verkündet habe. Er habe dem Haager Gerichtshof gewis­sermaßen suggerieren wollen, daß es sich bei der geplanten deutsch-österreichischen Zollunion um eine Frage politi­schen Charakters handele, zu deren Entscheidung der Haager Gerichtshof eigentlich nicht befugt sei. Habe darin schon,eine gewisse Drohung gelegen, so sei dieser Passus gegen Schluß des Plädoyers noch dadurch erheblich über­troffen worden, daß Seialoja an anderer Stelle hervorgehoben habe, daß die Ent­scheidung des Haager Gerichtshofes unter Umständen zu einem Kriege füh­ren könne. Seialoja möge der Ansicht sein können, daß der Völkerbundsrat einen Fehler begangen habe, als er die Frage der geplanten Zollunion an den Haager Gerichtshof überwies. Nachdem I bies aber einmal geschehen sei, müßten I Die Londoner Presse befaßt sich eingehend derartige Bemerkungen doch recht be- I mit der llnterhausrede Snowdens, fremdlich anmuten. Auch wenn Seialoja I "Daily H er al d" verspricht sich von den in dieser Angelegenheit die Kompetenz Darlegungen des Schatzkanzlers ein erhöhtes der Haager Richter habe bestreiten wol- Vertrauen, der City m ine Fmanzlage Eng- len was ihm nh«r im fimWM L I lands. Sie werde zweifellos dazu beitragen, ma6otiiH»Pn * mULb,C die Gerüchte zu entkräften, die von Schwierig-

bunbfinnhfpl1 Völker- | feiten im englischen Bankleben sprechen,

ounospaktes und des Statuts des Hao- 1

aer Gerichtshofes juristisch schwer gefallen fern würde, hätten niemals die bedroh­ten Aeußerungen von seiner Seite fal- len dürfen, die im letzten Teile seines Plädoyers enthalten waren.

deren ßanbtagspartefen ihre DeveitwAig- ^.Erkennen lassen, den kommunistischen Antrag zu unterstützen.

Sparkassen und Reichsbank.

B e r l r n, 30. Juli. Wie WTB.-Handels- d,enst erfährt, hat die Reichsbank auf Srund der in den letzten Tagen geführ­ten Verhandlungen den Sparkassen einen weiteren Betrag von Zahlungsmitteln zur. VerfuMng gestellt, der ihnen die Auszah- limg der in der Notverordnung vorge- sehtznen Beträge für die nächsten Tage er­möglicht. Infolge dieser Gewährung weiterer Geldmittel seitens der Reichs­bank sinh auch die Sparkassen in Rhein­land und Westfalen, die für die Auszah­lungen in den letzten Tagen nur geringe Beträge zur Verfügung hatten, in der Lags, die Auszahlungen im Rahmen der Notverordnung durchzuführen.

ungen in Berlin beteiligten Vertreter I der Bank von England und Schatzkanzler ter Auslandsgläubiger wieder aus Ber- Snowden zurückzuführen, sondern bar« lin abgereist. Die Besprechungen ?u* ba& mehrere englische Privatban- t 3ufriebiIü,,ita6g.toIoff= w°,j ^'Un Ä'L ten und haben eine Grundlage für das Schatzkanzler verlangen, diese Summe zu mitere Vorgehen geschaffen. garantieren. Das Blatt will wissen,

* die beabsichtigte Finanzoperation mit

Die Berliner Bankenverhand- Silfe der Federal-Reservebank und der ungen über die Durchführung der Still- I Bank von Frankreich bereits in den näch- lteaktton sollen, wie die Pariser! sten Tagen zum Abschluß gelangt.

resse übsreinstimmend berichtet, erfolg- | ich abgeschlossen sein. Nur zwei größere I erikanische Banken hätten sich bisher dem | kommen, daß die in Deutschland noch rhandenen kurzfristigen Kre- ite von insgesamt 5,5 Milli- I jben Markaus 6 Monate ver- I n g e r t, noch nicht angeschlossen. Die I lddiskontbank übernehme ftir i* se Kredite eine Zusatzgarantie in !n _ _

e von 10% des Gesamtbetrages. »e r 11 n, 30. Juli. Das gestrige

Für die Verlängerung der Bankkredite I Pkädoyer des italienischen Vertreters vor sollen 10%, für die der Kommunal- I fcem Ständigen Internationalen Gerichts- Vorschüsse und der Jndustrieanleihen I Prof. Seialoja, über

sollen 5% Zinsen zu zahlen sein. I W.e deutsch-österreichische Zollunion

5 Sachverständigen-Komitee der B. I. Z., I in Berliner politischen Kreisen als erstens die Durchführung der Still- | cn* außerordentlich bedauer- lteaktion amortisieren, zweitens eine ein-

nde Untersuchung über die Wirtschafts­unternehmen und drittens die llm- wung der kurzfristigen deutschen Verbind- tzkeiten in langfristige Anleihen vor- mten soll, ist wie folgt zusammengesetzt: e - ch i o r (Deutschland), Moreau rankreich), B e n e d u c e (Italien), kancqui (Belgien), Bindscheeden chweiz), Tanaka (Japan), R y d b e ck Äweden), v a n M u l e n (Holland), Str wer Layton (England). Der ameri- ntiche Delegierte ist noch nicht endgültig nmmt. Man nennt E o n n o n von der me-National-Bank und Reynolds

mit ben I H-nd-l-bl-d» g-,-» dl- Su«.

«wltzierten Verhandlungen über die fuhrungen Scialojas.

Uehaltung laufen die Beratungen des I ,,2tIgemeen Handelsblad" be- ^tzchaftsausschusses des Reichskabinetts, I fchaftigt sich heute an führender Stelle 1 Seitern abend tagte und heute wieder- I M)r ausführlich mit dem aufsehenerregen- 6 rusammengetreten ist. Auch der Frei- den Teil des Plädoyers, das der italie- ! wird wohl noch ganz für die Be- I uische Anwalt bei den Haager 3oIIunions= ^Pgen des Wirtschaftsausschusses in An- I Verhandlungen, Prof. Seialoja, vor genommen werden müssen, da man I dem Stündigen Internationalen Gerichts- e,ts am Sonnabend vormittag mit der I Hof gehalten hat. Das Blatt kritisiert *en Notverordnung über die Normali- I diese Ausführungen ziemlich scharf und ^n9. des Zahlungsverkehrs herauskom- totII. Schließlich haben auch die be- .Aen Reichsminister den berechtigten seit langer Zeit endlich einmal em einigermaßen ruhiges und er- MMes Wochenende zu verleben. Eine »Stowten Schwierigkeiten bei der Nor- ^>erung des Zahlungsverkehrs ist u. a. :« noch die Auszahlung bei den Spar­kd' ®orü6er zur Zeit noch verhandelt

*-5 katzt sich aber noch nicht über- wie weit eine Freigabe der Aus- to.ltn bet den Sparkassen praktisch in kommen kann.