Einzelbild herunterladen
 

f- 175

e

el

833

Forderungen der Wirtschaft

"Der

a

830

er

die Landwirtschaft zur

streckungsschutzes hiu-ewiescn werde».

Rr.1<6 6«.Mrx.

Marburg a. Laba

Sonmrslas, WZ». Aull ISA

Nmbmm raseSimzMr

die der Bundesvorstand vorschlägt, beziehen sich

erfolgt sei, müsse Selbsthilfe greife«.

Die Maßnahme«, seine« Mitgliedern

SeMlbe

Landeszeitung

s t

auf den Eetreide- und Biehverlauf. Brotgetreide dürfe nur in solchen Mengen ver­laust werde», als dies zur Brotversorgung je- weUs erforderlich sei.

2.

Sbechessische Zeitung

Berlin, 29. Juli. Die Sitzung des Prä­sidiums und Vorstandes des Reichsverbandes der deutschen Industrie, die heute vormittag begann, ist noch nicht abgeschlossen. In Anbe­tracht der Wichtigkeit der zur Verhandlung stehenden Gegenstände stnd die bekannten Wirtschaftsführer aus allen Teilen des Reichs zugegen.

ländischen Barkredite.. Z« hoffen ist, daß auch die Großbanken in der Schweiz uud-in Ho Hani sich^uschließen weiden., 6.3*1 Hinblick ans die zahlreichen Kleingläubige« werden noch, er­gänzende Mahnahmen zu ergreisen sein, die vielleicht in einer verstärkten Ver­wendungskontrolle der Reichs- bank für die angeforderten Devisenbe­träge bestehen dürsten. Eine entsprechende Notverordnung dürste in den näch­st«, Tagen zu erwarten sein.

Der Anzeigenpreis tätigt ft? den 11 gespait. Zeilenmilltmeter 0.08 SM.. sog. kleine Anzeigen und Familienanzeige« bei Barzahlung 0.07 SM., amtl. und inwwckrttge Anzeige» 0.10 SM Srundsrbrtft: §oIonel. Bei schwierige« Sah so­wie bei Platzdorschrist 50% Auf­schlag - Sammelanzeigen 100% Aufschlag Reklam.-Millim. 0.40 «M Grundschrist, Petit. Jeder Rabatt gilt al« Barrabatt.

Ziel 5 Tage, vfferteu-Gedtlhrr 25 Pfg. Belege werden berechnet. Erfüllungsort Marbaeg.

Berlin, 30. Juli. Der Bundesvorstand des Reichslandbundes hat in seiner gestrigen Sitzung einstimmig eine« Aufruf beschlossen, in dem betont wird, daß Deutschland nach dem Scheitern der ausländischen Kreditverhand­lungen völlig auf sich gestellt sei. Boruehmst« Pflicht sei es deshalb, vor allem die Bolksernährung auf eigener, Scholle zu sichern. Unter dem Hinweis, daß bereits jetzt ein Sturz der Geireidepreise

Die Stillhaltekommission bei der B.2.Z. noch nicht gebildet.

Basel, 30. Zuli. Zu Meldungen, wonach im Lause des Mittwoch am Sitze der B.Z.Z. die Bildung der Stillhaltekommisfion erfolgt sei, wird von zuständiger Stelle der B. Z. Z. erklärt, dah bis zur Stunde die endgültige Bildung dieser Kommission noch nicht statt­finden konnte, weil die Bezeichnung der Ver­treter einer oder zweier Zentralbanken für diese KommiMon noch ansstebe. Es sei aber damit zu rechnen, daß vielleicht Don­nerstag oder Freitag die Bildung der Kommisston vorgenommen werden könne.

I« der Zeit vom 5. bis 31. August dürfe jeder Landwirt nicht mehr als 75 Pfund Getreide je Morgen der Getreideanbau­fläche anbieteu. Für West-, Süd- und Mitteldeutschland find gegebenenfalls Zu­schläge vorgesehen und ebenso für Quali­tätsware.

Der Schlachtviehmarkt soll durch Berkaufseut- haltung entlastet werden, um Durchschnitts­preise in Höhe von 65 M für Schweine, 55 jH für Ochsen und 45 Jt für Kühe ab Stall zu erreichen.

Die Landbünde sollen die Durchführung dieser Mahnahmen in ihren Gebieten über­wachen. Gläubiger, die ei"c.r Berkaufsdruck ausüben, sollen durch die Landwirte aus die im Gange befindlichen Verhandlungen zur Rege­lung des Zahlungsaufschubes und des Boll-

,Temps" erfährt aus London,

M habe gestern abend in Londoner ßnanzkreisen erklärt, dah noch nichts über tote Entscheidung der Direktoren der Bank fen England bekannt sei. Man habe aller- ßngs den Eindruck, dah eine Erhöhung sts Diskontsatzes um 1% möglich sei. Hebet sie französisch-englischen Verhandlungen Len die widersprechendsten Gerüchte in der Pty im Umlauf. Es scheine sich einzig und Plein um eine Frage zu handeln, die die Etlichen Banken, aber nicht die Privat- »Äen betreffe.

^Deshalb sei es, so erklärt man in London, ksehr wohl möglich, dah der Gouverneur der Bank von England den Diskontsatz swieder von Sy2 auf 4/>% heraussetzen kwerde, ohne das von der Bank von Frank- l reich unterbreitete Angebot anzun.ehmen.

©

[®ie Auffassung der englischen Presse Bet die Frage des französischen 20-Milli- Ven-Pfunb-Kredites für die Bank von pngland ist nicht einheitlich.Daily kelegraph" glaubt zu wissen, dah sich k den Verhandlungen Schwierigkeiten er® tkben hätten. Während die Bank von stankreich zu einem Abkommen bereit sei. feien zwischen Snowden und dem Gouver® Rm der Bank von England Meinungsver® shredenheiten entstanden. Der Schatzkanz® fer habe erklärt, haß dieser Kredit nicht vtwendig sei.

,»Dgilh Her alb" wendet sich gegen ke Behauptung, dah England Hilfe hauche, um seine internationalen Ber® Achtungen zu erfüllen. Die Bank von mgland habe weder um Hilfe gebeten, >och brauche sie eine Unterstützung. Wenn In französisches Syndikat gebildet ser, üm Heber rund 25 Millionen Pfund in Eng® pb zu investieren, so sei die City der An® icht dah dieses kurzfristige französische ktb besser in Paris bleiben sollte. Der versuch, den englischen Kredit zu schädigen, *bem man zunächst das Geld aus London vnickziehe und es dann wieder zurück­toben wolle, habe in der City erheblich >erfchnupft. Die Franzosen täuschen sich, ton sie glaubten, durch Gerüchte den eng® fajen Kredit erschüttern zu können. Das Dattstellen des Hooverplanes, die schad®

Harmloses Angebot

Wie verlautet, ist nunmehr nach fast dreitägigen Verhandlungen mit den Ver­tretern der grohen englischen uud ameri­kanischen Banken eine grundsätzliche llebereinkunft zustandegekommen. Sie sieht vor, dah die Auslandsbanken mit ihren nach Deutschland gegebenen Kre­diten stillhalten, daß sie aber bis zu einem gewissen Betrage ihrer Forderungen das Recht zur Umlegung der Kre­dite haben sollen. Als neue Adresie für die umzulegenden Kredite sowohl für Bar- als auch für Rembourfe-Kredite wird die Golddiskontbank dienen. Die bei den Berliner Verhandlungen anwesenden Auslandsvertreter waren, soweit Eng Ienbin Frage kommt, von fast sämt­lichen Firmen bevollmächigt, die Kre­dite nach Deutschland gegeben haben. Der amerikanische Vertreter scheint dagegen nur für die großen Rewqorker Firmen verhandelt zu haben. Immer­hin wird durch die jetzt erreichte prin­zipielle llebereinkunft für den größten Teil der noch in Deutschland laufenden Rem- bourse-Kredite eine Regelung getroffen, und für erneu wesentlichen Teil der aus-

Selbsthilfe der Landwirte

Ein Auftuf des Reichslandbundes

scheint jedoch nach wie vor festzustehen, daß der Gouverneur der Bank von Frank® reich, vom französischen Finanzminister ver­anlaßt, es nicht versäumt hat, den Direktor der Bank von England, Kindersleh, darauf hinzuweisen, dah Frankreich es ungern sehe, wenn französisches Geld durch eng­lische Kanäle nach Deutschland fließe.

Die Angriffe, die in einem Teil der Mschen Presse in Zusammenhang mit tn französisch-englischen Finanzverhand- ,r9«n gegen Frankreich gerichtet sind, oben in Paris lebhaftes Echo gefunden. Krn zeigt einige Aeberraschung über diese ^griffe, die nach französischer Auffassung ^kommen unberechtigt seien. Die Blät® «7 J scheinen einem höheren Wink zu folgen, sie immer wieder unterstreichen, daß Bank von Frankreich sich sofort bereit n Mrt habe, England die notwendige ^fe zu gewähren. Von irgendwelchen «f Fügungen, die an diese Hilfe geknüpft 51 wird nur zwischen den Zeilen ge® ?^chen, da man offenbar ber Welt nicht v^-Kxruspiel einer gewissen französisch- "Ntschen Spannung geben möchte. Es

MD W Beeinflussung der Londoner Konfe- ^nz und der dauernde Widerstand gegen «e 'Abrüstung zielten darauf hin, Ame- zu enttäuschen und zu verärgern, um es ^eder in seine alte isolierte Stellung zu® ^ckzutreiben.

Ein erster Erfolg

Stillhalte-Abkommen mit englischen und amerikanischen Banken

Hält England durch?

Die Offensive der Pariser Finanzwelt London ist vorsichtig geworden

_ Okx russisch- Seitens' «* Ljugt sechsmal wöchenUich. B«- monaUtch 2. 20GM.au«- Zustellungsgebühr, durch * «c(t 2.45 GM. Für etwa durch Maschtnendrfekt oder cle- Errignist« «-fallend« r*^L,n. wird kein Grsatz ge» «erlag, Dr. §. pltzerotb. i **** ott Unw-Buchdruckeret FT «eg- «och, Markt 21/23. TLfottActi Rr. 54 und Rr. 55.

Ar« Frankfurt jg. 5015. - Sprech,ett : «edaktton von 1011 und * %1-lUbt

Si lverberg übt unter einmütiger Zu­stimmung des Präsidiums und Vorstandes scharfe Kritik an der Finanzgebarung und Tributpolitik der letzten Jahre, die, zu einem erheblichen Teil die jetzigen Zustände verschuldet hätten. Er stellt die Forderung auf, daß in allerkürzester Frist die von der Industrie schon seit langem geforderten Maß­nahmen zur Konsolidierung der kurzfristigen Verschuldung der Länder und insbesondere der Gemeinden und zur Sicherung sparsamster Wirtschaftsführung in allen Zweigen der öffentlichen Verwaltung durchgeführt werden müßen.

Präsidium und Vorstand billigten einmütig die bisherigen Schritte und Maßnahmen der Leitung des Reichsverbandes. Sie sprachen sich insbesondere gegen alle Vorschläge aus. die irgendwie das Vertrauen in die deutsche Wäh­rung zu erschüttern geeignet wären. Auf bet anderen Seite müßten aber alle durch das Bankgesetz gegebenen Möglichkeiten zur Wie­derherstellung des den Bedürfnissen der Wftt- "schaft Rechnung kragenden Notenumlaufs der Reichsbank und zur Beschaffung von Eiral- geld angewandt werden.

Ma« war einmütig der Ansicht, wenn sich angesichts der Entwicklung der Berhältnisie ein hoher Reichsbankdiskont für eine kurze Hebet» gangszeit nicht vermeiden laste, doch unbedingt dafür Sorge getragen werden müsse, daß dabei jede llebertreibung, wie sie da und dort gefor­dert worden ist, unterbleibt. Es komme daraus an, das Wirtschaftsleben vor unerträglichen Belastungen zu bewahre« und nicht unnötiger­weise den schon in bedenklichem Ausmaß vor­handenen Schrumpfungsprozeß zu vergrößern. Die Wiedereinführung des normale« Zah- lungs- und Überweisungsverkehrs müsse unter sorgfältiger Beobachtung der Beanspruchung so schnell wie möglich durchgeführt werden.

Gegen die Verordnung über die Erhebung einer Gebühr für Auslandsreisen wurde scharf Stellung genommen. Die inzwischen eingetre­tenen Meldungen seien teils unzulänglich, teils hätten sie eine so weitgehende Durch­brechung geschaffen, daß eine weitere Aufrecht, erhaltung dieser unverständlichen Maßnahmen zwecklos geworden sei.

Abg. Frowein berichtete über die Stel­lungnahme des Reichsverbandes zu der Ge­staltung der Lieferungs- und Zahlungsbedin­gungen in der gegenwärtagen Notzeit.

Er ging dabei von dem Beschluß des Präsi­diums vom 15. und 16. d. M. aus, nach wel­chem jede Verschärfung der Lieferungs- und Zahlungsbedingungen unterbleiben müsse. Dieser Beschluß bezieht sich besonders auch auf die Fakturierung im Geschäftsverkehr und wendet sich gegen jeden Uebergang zu einer Fakturierung in Eoldmark oder in Auslands­währung im Geschäftsverkehr. In einem er­neuten Rundschreiben sollen die Verbände vor jeder Verschärfung der Geschäftsbedingungen gewarnt und ersucht werden, darauf zu achten, daß die vereinbarten Bedingungen inngehal- ten werden.

Roch keine neue Notverordnung über die Danat-Bank.

Berlin, 29. Juli. Von anderer Seite war gemeldet worden, daß das Reichs­kabinett heute eine neue Verordnung her­ausgeben würde, durch die das M o - ratorium der Danat-Bank ver­längert wird. Richtig ist daran nur, daß über das Monatsende hinaus eine neue Regelung getroffen werden muß. Das Kabinett hat sich heute aber nur ganz allein mit den wirtschaftlichen und finanziellen Fragen befaßt, ohne eine solche Verordnung über die Danat-Bank zu beschließen. Sie ist erst für morgen oder übermorgen zu erwarten.

Anzeiger für (das frühere kurhefsifche) Oberhessen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt «ad Kreis Marburg.