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Maschinendtfekt od«r eie- ggatate Ereignisse ausfallende gjaatmetn wird kein Ersatz ge- [^L Verlag, Dr. §. Httzerotb. Qtoi der Unib-Suchdruckerei g* Aug. Koch, Markt 21/23. »rrnsvrecher: Rr. 54 und Rr. 65. «oststberkkonlo: Stau Frankfurt Rr. 5015. - Svr-chzeit ttx Redaktion von 1011 und »/.!1 Ubr.

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Marburg a. Saba

Der Anzeigenpreis beträgt fee1 den 11 gespalt. Zeilenmillimeter 0.08 SM^sog. kleine Anzeigen und Familienanzeigen bei Barzahlung 0.07 GM., amtl. und auswärtige AnzeigenO.10 GM. Grundschrift: ffoloneL Bei schwierigem Sah so­wie bet Platzborschrift 50*1» Auf­schlag Gammelanzeigen 100*1« Aufschlag ReNanu-Millim. 0.40 GM Grundschrift, Petit. Jede» Rabatt gilt al« Barrabatt.

stiel 5 Tage.

Sfferteu-Gebührr 25 Pfg. Belege werden berechnet. Erfüllungsort Marburg.

Anzeiger für (das frühere knrheffifchej Oberhessen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt rrnd Kreis Marburg.

Macdonald in Berlin

Stimson bereits wieder abgereist Freundliche Worte des Vertrauens

Ein neues Zwischenstadium

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Freundschaftskrise von Grund auf nur durch internationale Befriedung zu heilen sei; in diesem Zusammenhang sei es be­deutungsvoll, datz bei der Beendigung der Sieben - Mächte - Konferenz die führenden Staatsmänner Frankreichs und Deutsch­lands diese Notwendigkeit mit bezeichnen­dem Nachdruck anerkannt hätten. Die Be­deutung des Besuches der britischen Mi­nister liege in dem, was sie zur Förderung des damals bezeichneten Zieles zunächst tun könnten.

Staatssekretär Stimson beim Reichs­präsidenten.

Berlin, 27. Juli. Der Herr Reichs­präsident empfing heute gegen Vs 12 Uhr den amerikanischen Staatssekretär Stimson zu einer längeren Bespre­chung, bei der der amerikanische Bot­schafter in Berlin S a ck e t t, der deutsche Botschafter in Washington v. Pritt­witz', und Staatssekretär Dr. Meiß­ner zugegen waren.

Der englische Ministerpräsident Ramsay Macdonald traf am Montag mit dem Holland-Expreß um 17.17 Uhr in Berlin ein und wurde von Dr. Brüning, Dr. Curtius, Henderson und den Herren der englischen Botschaft empfangen. Eine große Menschenmenge bereitete Macdonald Ovationen.

Zu Ehren der in Berlin weilenden eng­lischen Minister veranstaltete Dr. Brüning am Montag abend in der Reichskanzlei ein offizielles Bankett. Brüning und Macdonald wechselten Trinksprüche, wobei sie auf die Bedeutung der persönlichen Aussprache hinwiesen und die deutsch-eng­lische Freundschaft feierten.

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Nach einer amtlichen Mitteilung hat die Reichsreqierung beschlossen, für das Reich zwei Fünftel des Aktienkapitals der ge­gründeten Akzept-Earantiebank zu übernehmen.

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Der Reichspräsident hat eine neue Not- f Verordnung über die Anmeldung von Zahlungsverpflichtungen gegen­über dem A u s l a n d e erlassen. Das Reichskabinett hielt am Montag naHmit-

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tag eine Sitzung ab, in der über die zu er- lassende neue Verordnung über den Abbau . der Maßnahmen für den Zahlungsverkehr

beraten wurde. Wie verlautet, ist eine

H Nach Pariser Meldungen ist es zwischen den Nationalbanken von Eng- . land und Frankreich zu einer lleber- l einkunft gekommen, wonach die Bank von Frankreich der Bank von England einen Rediskontkredit in Höhe von 20 Millionen Pfund zur Verfügung stellt.

f sofortige völlige Aufhebung ' b»r Beschränkungen nicht zu erwar- l t e n.

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Der französische Kriegsminister M a g i - not hat in einer Rede betont, daß tm Falle einer Wiedergabe der Handlungs­freiheit an Deutschland Frankreich sich nicht nur zur Abrüstung verstehen könnte, son­dern gezwungen wäre, seine militärische Macht weiter zu verstärken.

Die englische Presse znm Besuch Macdonalds und Hendersons in Berlin.

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Die Blätter berichten ausführlich über den gestrigen Empfang, der Macdonald und Henderson bei ihrem Eintreffen in Berlin bereitet worden ist.

D aily Herald" erblickt in dem den Ministern zuteil gewordenen Willkomm ein weiteres Band der Freundschaft, die Eng­land und Deutschland nach dem Krieg ver­binde. Der Besuch in Berlin sei ebenso wie der Besuch von Chequers ein Ausdruck der Trkenntnis, daß die ganze Zukunft der Zivilisation von dem Verzicht auf das lrüher übliche System der Eruppenbildung und von ehrlichem internationalen Zu­sammenwirken abhängt.

Daily Telegraph" glaubt zwar unht, daß dem Besuch fühlbare politische Bedeutung zukomme, da das Finanz­problem gegenwärtig in die Hände der «ankleute gelegt sei, betont aber die Tat­sche, daß die Anwesenheit der beiden Staatsmänner von dem deutschen Volke in voller Aufrichtigkeit begrüßt werde.

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- .$er Besuch Macdonalds und Hendersons c* ebenso wie der des amerikanischen l^^kretärs Stimsons eine Bekundung Master Anteilnahme, die für die deutsche

in ihrer jetzigen Notlage viel be- am£' ®as Blatt schließt, es werde jetzt "serng erkannt, daß die gegenwärtige

Noch keine Freigabe des Zahlungsverkehrs

Durch eine Notverordnung des Reichs­präsidenten ist die Reichsregierung ermäch­tigt worden, im Interesse der Wiederher­stellung eines geordneten Zahlungsverkehrs das Reich an gesellschaftlichen Unterneh­mungen zu beteiligen und die erforder­lichen Einlagen zu leisten, ferner Sicher- heiten zu Lasten des Reichs zu überneh­men.

Diese Verordnung steht int Zusammen­hang mit der Errichtung der Akzept- und Garantiebank, von deren Aktienkapital in Höhe von 200 Mill. R.« das Reich zwei Fünftel übernimmt. Die Akzept- und Earantiebank bildet das ver­mittelnde Glied, mit dessen Hilfe ein ge­ordneter Zahlungsverkehr hergestellt werden soll. Die Bedeutung dieser Auf­gabe ist so groß, datz die Reichsregierung eine materielle Mitwirkung durch Kapi­talbeteiligung und Sicherheitsübernahme für unerläßlich angesehen hat. Durch die Mitwirkung des Reichs konnte das Ka­pital auf eine Höhe gebracht werden, die eine ausreichende Unterlage für umfas­sende Kredite an die Akzept- und Ga­rantiebank bietet.

Das Reichs Kabinett beschäftigte sich in seiner gestrigen Sitzung, an wel­cher auch der preußische Finanzminister und der Reichsbankpräsident teilnahmen, mit der Vorbereitung von Maßnahmen für die weitere Auflocke- ^.u n g d e s G e l d v e r k e h r s.

Es ist wahrscheinlich, daß das Kabinett sich entschließt, doch erst noch ein neues Zwischen st adium vor die vollkom­mene Aufhebung der Beschränkungen im Zahlungsverkehr zu legen. Für die Neu­regelung ist natürlich auch die zukünftige Haltung des Auslands in der Frage der kurzfristigen Anleihen von Be­deutung. Wie bekannt, finden unter der Strllhalteparole, die von der Londoner Konferenz ausgegeben worden ist, augenblicklich noch Verhandlungen in dieser Richtung statt, die damit noch nicht abgeschlossen sind. Für die weitere Zu­kunft sucht die Reichsregierung nun einen genaueren Ueberblick über die kurzfristi­gen Anleihen, wie überhaupt über die Auslandsverschuldung zu ge­winnen. Das ist der Sinn der neuen Not­verordnung, deren Ergebnisse dazu bei­tragen werden, die Stellung der Reichsbank zu erleichtern.

Anmeldung von Zahlungsverpflichtungen im Ausland

Berlin, 27. Juli. Auf Grund des Art. 48 216). 2 der Reichsverfassung wird verordnet:

8 1.

Die Reichsregierung ist ermächtigt, Bor­schristen über die Anmeldung vou Zahlungs­verpflichtungen aller Art gegenüber Personen, die ihren Wohnsitz, Sitz oder den Ort der Lei­tung im Ausland oder im Saargebiet haben, zu - erlassen und Zuwiderhandlungen gegen diese Borschristen mit Strafe zu bedrohen.

§ 2-

Diese Verordnung tritt am 27. Juli 1931 in Äraft (Unterschriften.)

In den Durchführungsbestimmungen heißt es u. a.:

§ 1.

(1.) I. Natürliche Personen, die im Deut­schen Reiche ihren Wohnsitz oder ihren ge­wöhnlichen Aufenthalt haben,

II. a) Aktiengesellschaften, Kommanditgesell­schaften auf Aktien, Kolonialgesellschaften, Bergbau treibende rechtsfähige Vereinigungen und nichtrechtsfähige Berggewerkschaften, Ge­sellschaften mit beschränkter Haftung, Genossen­schaften. Versicherungsvereine auf Gegenseitig­keit, Hypothekenbanken, Schiffsbeleihungs- banken,

b) rechtsfähige und nichtrechtsfähige Ver- eine, Anstalten, Stiftungen, andere Zweck- üermögen, und sonstige nicht unter a) fallende Gesellschaften und Körperschaften des bürger­lichen Rechts,

n) offene Handelsgesellschaften, Kommandit­gesellschaften und ähnliche Gesellschaften des Handelsrechts, bei denen die Gesellschafter als Unternehmer lMitunternehmer) anzusehen sind.

d) Körperschaften und Anstalten des öffent­lichen Rechts zu a) bis c) unter der Voraus­setzung, daß der Sitz ober der Ort der Leitung im Inland liegt.

III. Die Länder haben ihre Zahlungsver­pflichtungen gegenüber ausländischen Gläu­bigern nach den Vorschriften dieser Verord­nung anzumelden.

Sind mehrere Personen Schuldner derselben Verpflichtung, so ist jede anmeldepflichtig. Ein Bürge ist nur anzumelden, wenn der Haupt­schuldner nicht anmeldepflichtig ist. Bei Wech­seln ist nur der Asteptant, bei eigenen Wech­seln nur der Aussteller anmeldepflichtig.

§ 2.

Anzumelden sind ohne Rücksicht auf den Zeit­punkt der Fälligkeit die beim Inkrafttreten dieser Verordnung bestehenden Zahlungsver­pflichtungen, die in Reichsmark oder in einer ausländischen Währung zu erfüllen sind.

Nicht anzumelden sind die Zahlungsver­pflichtungen eines Schuldners, deren Nenn­betrag oder Gegenwert insgesamt 50 000 R^k nicht erreicht.

8 3.

Die Anmeldung ist binnen zehn Tagen nach Inkrafttreten dieser Verordnung bei Der An­meldestelle für Auslandsschulden in Berlin SW. 111 zu bewirken. Die Anmeldung erfolgt durch die Beantwortung der in einem Vor­druck der Anmeldestelle enthaltenen Fragen.

§ 4.

Wer den Vorschriften der §§ 13 zuwider die Anmeldung nicht, nicht rechtzeitig oder nicht vollständig bewirkt, wird mit Geldstrafe bestraft.

Diese Verordnuna tritt am 28. Juli 1931 in , Kraft. (Unterschriften.)

Deutschlands kurzfristige Auslandsverschuldung

Von Dr. Kurt Vollert.

Die gegenwärtig vielerörterteStill- halte-Aktion" ausländischer Zentralnoten­banken läuft im wesentlichen auf eine Stabilisierung der in Deutschland noch investierten kurzfristigen Auslandskredite hinaus. Seit der Markfestigung nahm die deutsche Wirtschaft zu Aufbau- und Ar­beitszwecken

nicht weniger als über 18 Milliarden Mark kurz- und langfristiger Kredite im Auslande auf,

von denen rund 8,2 Milliarden als kurz- fristig bezeichnet sind. Wie verhängnis­voll sich eine Zurückziehung kurzfristiger Kredite in größerem Umfange innerhalb der deutschen Wirtschaft wie viele deut­sche Industrieanlagen entstanden allein in den letzten Jahren nur auf dem schwan- könden Grunde kurzfristiger Auslandskre­dite! auswirken mußte, erwies sich ja bei dem plötzlichen Drei-Milliarden-Ver- lust unseres Kreditwirtschaft im Zusam­menhang mit den katastrophalen Vor­gängen bei der Oesterreichischen Kredit­anstalt zur Genüge. Die sogenannteLi- guidationskrise", unter der unser gesamtes Wirtschaftsleben ja nun schon seit Wochen so schwer zu leiden hat, mußte unverzüglich in dem Augenblick zum Ausdruck gelangen, als es sich herausstellte, datz weder Reichs­bank und Großbanken noch die Wirtschaft selbst imstande waren, der Fülle von Kün­digungen kurzfristiger Auslandsschulden durch auch nur annähernd entsprechende Rückzahlungen zu genügen. Unsere' ver­fügbaren Auslandszahlungsmittel reich­en einfach nicht aus. Dem Devisenabflutz, der durch Zurückziehung ausländischer Kreditgeber entstand, folgte eine sehr be­trächtliche Abwanderung deutscher Gelder ins Ausland, eine Kapitalflucht, die tm Laufe dieses Jahres bereits die Ein- Mil- liarden-Erenze überschritten haben dürfte

Im Laufe der letzten sieben Jahre hatten sich bei den deutschen Banken und Sparkassen rand 36 Milliarden Mark an inländischen Einlagen, aus­ländischen Krediten «nd Spargeldern angesammelt, zusammen ein gewaltiger Betrag, der, ab­gesehen von einer unbedeutenden Bar­reserve, in Handel, Industrie und öffent­lichen Betrieben angelegt wurde und kurz­fristig kündbar blieb. Und dann schwand im Juni und in der ersten Julihälfte im In- und Auslande das, was die Bankwelt so schön alsVertrauen in die Erfüllungs­möglichkeit eingegangener Verbindlichkeit" bezeichnet. Die sattsam bekannte Panik der Gläubiger verführte zu den geradezu grotesk anmutenden Versuchen, zurllckge- forderte Gelder in jeder gewünschten Höhe auszuzahlen, Versuche, deren Unzuläng­lichkeit doch klar auf der Hand lag. Es entstand jene noch heute in aller Härte spürbare Betriebsmittelknappheit im In­nern, die einer weiteren Ueberführung von Eeldkapitalien ins Ausland Schranken setzte. Die sofortige Aufnahme eines gro­ßen Auslandskredits mißglückte der Reichs­bank bekanntlich. Ein zweites Mittel: völlige Einstellung der nicht mehr mög­lichen Rückzahlungen an das Ausland zur Aufrechterhaltung des Binnenkredits, das wirksam gewesen wäre, solange noch bei der Reichsbank ein Deckungsüberschuß vor­handen war, wurde auch nicht rechtzeitig angewandt. Statt dessen wurden die Zah­lungen ans Ausland wochenlang fortge­führt, was unter diesen Verhältnissen zwangsläufig eine Untergrabung desVln- nenkredits zum Schaden der deutschen Wittschaft zeitigte.

In einem kürzlich erschienen Wochenbe­richt des Instituts für Konjunkturforschung wird die Entstehungsursachs der gesamten deutschen Auslandsverschuldung mit Recht auf den unechten Transfer der Repara-