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glleaen haben austauschen können, und' i rgendeine Zusage gemacht Alben 08er fr sftid ^^won^lberzeugt, daß diese | majen m«,

rpt,L Tkühlunanahme für die immer er- land durch den Versa Iler Vertrag uoer

Kolle!

wir

Die

sie benötigt. Präsident

es

lassens Handlungsfreiheit weiter emzu- chränken. Darum ist es auch abwegig, von einem politischen Moratorium zu prechen. Richtig ist, daß die Bemühun­gen um die deutsch-französische Entspan­nung fortgesetzt werden, und es erscheint denkbar, daß m diesem Rahmen eine Ver­einbarung getroffen wird, wonach alle Fragen, bte' eine von ihnen zu behandeln gedenkt, mit der anderen vorher bespro­chen werden. Eine solche Zusammenar­beit würde dem deutschen Interesse ent­sprechen. Vorläufig scheint dieser oder ein Ähnlicher 'Gedanke in den Pariser Besprechuungen nur gestreift worden zu sein. Es wird erst den weiteren Bemüh­ungen um ene Annäherung vorbehalten sein, ihn int einzelnen zu behandeln.

Das sogenannte politische Moratori««

Bei der Beurteilung des Ergebnisses von Paris wird in Berliner politischen Krei­sen auch die Information desDaily Herald" beachtet, daß der Plan eines fünfjährigen sogenannten politischen Äto- ratoriums besprochen worden sei.- Dazu ist zu bemerken, daß die Aussprache rn Paris sich ganz allgemein aus alle ^ra­gen erstreckte, die mit den deutsch-fran­zösischen Beziehungen int Zusammenhang stehen. Es ist aber vollkommen ausge­schlossen, daß die deutschen Vertreter

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Die Konferenz in London

Sieben Mächte tagen - Die erste Sitzung - Ein amerikanischer Hilfsplan?

In einer öffentlichen Erklärung hob Staatssekretär Castle hervor, daß die Wirksamkeit der von Deutschland ange­wandten Abwehrmatznahmen gegen die Krise die Aussicht der Londoner Konfe­renz stark fördere.

Abschiedsworte Brünings in Paris

Paris, 20. Juli. Reichskanzler Dr. Brüning hat kurz vor feiner Abreife nach London der Agentur Havas folgende Erklärung abgegeben:

Im Begriff, Frankreich zu verlassen, vnt uns zur Londoner Konferenz zu be­geben, legen der Reichsaußenminister und ich Wert auf die Erklärung, wie sehr wir die liebenswürdige und herzliche Aus­nahme, die uns in Frankreich von selten der Regierung und von sämtlichen fran­zösischen Behörden zuteil geworden ist, empfunden haben. Wir sind zufrieden, daß wir unsere Ansichten in voller l Offenheit mit unseren französischen

Rede, mit bei Macdonald die erste Sitzung der Siebenmächte-Konferenz eröffnete, hatte etwa folgenden Inhalt:

Es kann keine Frage geben über die innere Stärke der deutschen Wirtschaft, vorausgesetzt, daß fte die Hilfsquellen hat, die sie benötigt. Es war zu diesem Zweck, daß Präsident Hoover für alle Schulden, Reparationen und Kriegsschulden eine Stundung für ein Jahr vorschlug. Dies bedeutet für Deutschland eine wttNiche und sehr bedeutende Erleichterung. Sie wird sich vielleicht als nicht genügend Her­ausstellen. Dies ist ein Punkt, den wir spa­ter untersuchen können. Aber ich denke: unter erster Schritt ist mit der größtmöglichsten Be­schleunigung über die Mittel zu entscheiden, durch die dieser Plan endgültig m die -tot umgesetzt werden kann. Ich betonemit der größtmöglichsten Beschleunigung."

SienStog,

monatlich 2.20GM.0U-- Zusiellung-gebühr, durch

45 GM. Für etwa durch ^ Masch'n-nd-stkt oder de- Ereignisse ausfallend« wird kein Ersatz ge- ^Verlag, Dr. §. Httzeroch. >""7 txt Untv-Buchdruckerei Aug- Kost. Markt 21/23. Lisprecker:

AV^eckkonto: Amt Frankfurt

Nr. 5015. - Sprech,«« Redaktion von W11 unk

direkte Fühlungnahme für die immer er­sprießlichere Entwicklung der französisch- deutschen Zusammenarbeit, der wir auf­richtig zugetan sind, glückliche Wirkungen haben wird."

Die Eröffnungssitzung

ff London, 21. Juli. Dis Veratmtgen der Londoner Konferenz gehen heute vor­mittag um 10 Utz'- int Auswärtigen Amt Eiter. 3n der Montagssitzung gab der französische Ministerpräsident nach der Begrüßungsrede Macdonalds _ die wir nebenstehend veröffentlichen «machst einen Bericht über die Zusam­menkunft in Paris und legte dann bte Stellung Frankreichs dar. Dann gab er nochmals öer Hoffnung auf eine loyale Plsammenarbeit zwischen Frankreich unv Deutschland für die Wiederherstellungdes Vertrauens und des Kredits in der Welt Ausdruck.

Dr. Brüning bestätigte den Geist der Zusammenarbeit und drückte seine Dank­barkeit für die Gelegenheit der Pariser Besprechungen aus. Er gab hierauf eine Darstellung mit Statistiken über die finanzielle Lage Deutschlands und die | f Maßnahmen, die getroffen worden sind, um ihr zu begegnen. Er drängte auf die r notwendige'Unterstützung zur Besserung L der Lage. *

Fragen des Verfahrens wurden - hierauf erörtert und die Sitzung wurde < bis heute vertagt. Eine Plenarsitzung der : Konferenz wurde auf 10 Uhr vormittags im Foreign Office festgesetzt.

Die in hem Communiqu^ erwähnten Ausführungen Dr. Brünings galten hauptsächlich der deutschen Krise und der Finanzlage Deutschlands. Er hob hervor, daß vor allem zwei Erfordernisse erfüllt werden müßten: ein Auf hören der Abrufung der fremden Kredite und eine Erhöhung der Golddecke der Reichsbank. In seinem Schlußwort faßte Mac Donald noch einmal 57e Ausführungen Lavals und Brünings zusammen. Die Verhäng lungen wurden ht einem außerordentlich

i versöhnlichen Geiste geführt.

Es erregte ein gewisses Erstaunen, als bte französischen Minister im Carlton- Hotel erschienen, während die deutschen auf sich warten ließen. Bald wurde je­doch bekannt, daß Macdonald den Reichs­kanzler Dr. Brüning und den Reichs- autzenminister Dr. Curtius zu weiteren Besprechungen im Unterhause zurückbehal­ten und sie ersucht hatte, mit ihm das Abendessen einzunehmen.

Eingreifen Hoovers?

Die amerikanische Delegation auf der Londoner Konferenz wird den Delegierten in der heutigen Vormittagsfitzung einen Vermittlungsvorschlag Hoovers unterbreiten. Amtlich verweigert man über den Plan zur Zeit noch jede Aus­kunft. Inwieweit der Plan ohne Frankreich durchgeführt werden soll, bezw. ob Frankreich sich an diesem betei­ligt, ist bisher ebenfalls noch uidjt zu übersehen.

Die amerikanischen Delegierten in London

Der Korrespondent der ,M orning - post" meldet, obwohl die Anwesenheit Ctimsons und Macdonalds genügen dürfte, um die Wichtigkeit der Konferenz zu unterstreichen, ist die amerikanische Dele­gation mit Genehmigung des Präsidenten Hoover noch weiter verstärkt worden und zwar durch die Botschaftsräte der Botschafter in Berlin und Paris, so­wie den Berater des Schatzamtssekretärs a. D. F i n l e y. Die amerikanische Dele­gation in London wird auch den Beistand des besonderen Assistenten Stimsons, Klotz, und des stellvertretenden '* wirt­schaftlichen Ratgebers Federic Live- schaftlichen Ratgebers FredericLive-

Der gegenwärtige Augenblick mag em Wendepunkt in der Geschichte der Welt sein in gutem ober schlechtem Sinne.

Die sehr besonbere Lage Deutsch- lanbs sowohl als Exportstaat als auch als Schulbnerstaat hat alle Probleme, bie bei den anderen Staaten eine weniger kritische Form angenommen haben, in ganz besonders star­kem Grade auf Deutschland konzentriert.

Die deutsche Regierung hat sich gezwungen gesehen, im vorigen Monat zu erklären, daß sie nicht weitergehen könne, und daß sie von ihrem Recht, einen Aufschub ihrer Verbind­lichkeiten unter dem Young-Plan zu erklären, bis die Lage sich gebessert hat, Gebrauch zu machen gezwungen sein werde.

Dies beunruhigte bte ausländischen Kredit­geber, von deren Unterstützung Deutschland in großem Maße während der letzten sechts Jahre abhängig war, und Zurückziehungen von kurz- ftistigen Krediten folgten in sehr großem Um­fange. Bis zum 18. Sunt Men die Lage fast hoffnungslos, als bas Antlitz ber Wen m einer halben Stunde durch

bte dramatische Nnknnbignng des Angebots des Präsidenten Hoover

sich änderte.

Die Geschichte wird diese Entscheidung als einen Akt seltenen Muts und seltener Staats- tun ft bezeichnen. Der gordische Knoten war für einen Augenblick durch des Präsidenten wohltätiges Schwert erfolgreich durchschnitten. Aber ausländische Kredite wurden weiterhin aus Deutschland zurückgezogen. Es ist von dem deutschen Finanzminister erklärt rootben,

daß zwischen 150 und 200 Millionen Pfund Sterling ausländischer Devisen kürzlich von DeutMand verloren worden sind, eine Riefensnmme, die mehr als den Wert zweier ReparationsannnitSten darstellen.

Französische Ausfälle gegen Macdonald

Unter Öen Londoner Sonöerberiäjter» stottern verschiedener Pariser Blätter, die die gestrige Eröffnungsrede des englischen Ministerpräsidenten Macdonald kriti­sieren, ist vor allem der Außenpolittker desMali n, der sie sogar eine Kanz­lerrede nennt, die zwar besonders reich an allgemeinen Gedankengängen sei, aber keine praktischen Vorschläge bringe und auch nicht dem Rechnung zu tragen scheine, was sich in Paris abgespielt habe.

Auch der Außenpolitiker desEcho de Paris" wirft Macdonald vor, er habe sich in der ihm eigenen Art mit einer undeutlichen Anspiegelung gegen den Hauptpunkt der Pariser Regierung ge­wandt, wie überhaupt feine Darstellun­gen von jedem Deutschen unterzeichnet werden könnten. Daran anknüpfend rei­tet er auch eine Attacke gegen diedeut­schen revanchelustigen Elemente". Mac- donald, so erklärt er, beabsichtige wohl, den Tod des Joungplanes herbeizufüh­ren, und der allgemeine Eindruck des ersten Londoner Tages fei der, daß für die französisch-englischen Beziehungen eine Reihe besserer Tage zu erwarten seien.

Der Außenpolitiker desPetit Iour- n a l" meint,, die Debatte scheine sich sehr verworren anzulassen. Vorläufig, so schließt er seine Betrachtungen ab, sei allenthalben eher mehr Vorsicht als große Begeisterung sestzustellen.

Englische Beobachter

Die diplomatischen Korrespondenten einzelner englischer Blätter glauben An­laß zu haben, auf die Schwierigkeiten hinzuweifen, mit denen die Londoner Konferenz sich auseinanderfetzen muß, wenn sie zu einem Ergebnis gelangen solle.

Diese Schwierigkeiten werden beson­ders in derD a i l y M a i l" betont, die auch auf die vorsichtige Redeweise des amtlichen Kommuniques über die gestrige erste Sitzung der Konferenz hinweift und erklärt, daß dieser Ton Beachtung ver­diene. Dem Blatt zufolge soll man sich gestern in maßgebenden Kreisen über den an gewissen Stellen zum Ausdruck kom­menden Optimismus sehr erstaunt ge­äußert haben. Frankreich ist nach An­schauung des englischen Beobachters nach wie vor geneigt, Bedingungen zu stellen, denen Deutschland sich widersetzen müsse und die von mindestens einem Teil der anderen Mächte bedauert würden. Aller­dings fei die Konferenz so ungeheuer wichtig für die Zukunft der Welt, daß die Delegierten es einfach nicht wagen würden, auseinanderzugehen, ohne etwas

Die Eröffnungsrede

Macdonald über die Aufgaben der Konferenz

schwierig sein,

bte Flnt ernznbämnren, bevor sie ganz Zentrnlenropa überwältigt hat, mitFolqen sozialer, politischer und rein finan­zieller Art, bie kein Mensch abschätzen kann. Unsere Aniaabe ist es daher mit einem Wort,

So haben wir nicht nur bie Maßnahmen zu erörtern, die notig sind, um Prästbent Hoovers Barsch lag in bie Tat umzusetzen, sondern wir haben darüber hinaus noch bie dringende itob läge zu besprechen, die sich seither in Deutsch­land entwickelt hat. Andernfalls wird

das Vertrauen des ausländischen Geldgebers zu Deutschland wiederherzustellen.

Dieses Problem hat offenbar sowohl po­litische als auch finanzielle Seiten, aber bie Aufmerksamkeit bet Konferenz muß sich auf die letzteren konzentrieren.

Wir sind hier als Vertreter unserer verschie­denen Rationen, aber wir sind auch hier in einem Geiste korporativen guten Willes, ent­schlossen, unsere Beratungen mit einer Verein­barung zu beenden, die nicht nur den Erfor­dernissen der gegenwärtigen Krise, gerecht wird, sondern auch eine Zeit aufrichtiger und gegenseitiger Bemühung um Befriedung der aufgeregten Gemüter Europas neu eröffnen wird.

Wir sind nicht hier, um etwas zu erzwin­gen, ober um jemanb zu Fall zu bringen, ober um jemanb ju demütigen.

Wir sind hier, um zu versuchen, in objektiver Weise unsere Probleme zu erwägen, um daran zu denken, wie eng wir in wesentlichen Din­gen voneinander abhängen und einander an- zu passen. Lasset uns unsere Arbeit

als Freunde beginnen,

als eine wahre Konferenz am runden Tisch, gestärkt durch den Willen zum Erfolg und ohne auch nur einen Augenblick zu fürchten, daß uns bte Unterstützung unserer Völker fey- len wird. Es heißt, zwei Alternativen zu ge­ben: Die eine ist, em Mittel zu finben, um neue Anleihen ober Kredite für Deutschland zu besorgen. Dies ist eine Sache, bte, wie ich höre, in Paris erörtert würbe.

Ich vernehme, baß Schwierigkeiten vor- hanben siub, bie überwunden werden müssen, ehe irgendeine Anleihe am hiesi­gen Markt erhalten werben kann.

Das Problem besteht darin, zu verhindern daß das Kapital, bas bereits in Deutschland ist, zurückgezogen wird.

Äbechessische 3ßftuno

Anzeiger für (das frühere kurhessifche) Oberhefsen

Anzeiger ber amtlichen Bekanntmachungen für Stabt «nb Kreis Marburg