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und in ihrem eigenen Namen der französischen Regierung ihre aufrichtige Dankbarkeit gegenüber der französischen Regierung zum Ausdruck gebracht über deren „hochherzige Anstrengungen" zugunsten der wirtschaftlichen Wiederherstellung der Welt.
ÜbeirheMche Zeitung
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Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberheffen
Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg,
den diplomatischen Vertretungen der beiden Länder festgesetzt werden müßten.
Das „Journal" erklärt, Frankreich müsse direkte und genaue politische u nd militärische Sicherheiten verlangen. — „L a Republi- q u e" erklärt, wir können uns zu einem derartigen Ergebnis nur beglückwünschen. Em Abbruch mürbe das Signal zur allgs- meinen Unordnung gewesen sein. Hoovers Vorschlag stellt einen Beginn dar. Frankreichs Sache sei es, -diesen Plan oorzulegen.
2m „Populaire" sagt Leon Blum: Hoovers Vorschlag wird nur einen Aufschub bedeuten, wenn er nicht Ausgangspunkt ditier zäh und methodisch durchgeführten Eesamt- aktion wird. Es geht um den Frieden.
$te .Oberbessische Zeitung' et- t$etnt sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich 2.20GM.au«- schließl. ZustellungSgebühr, durch He Post 2.45 GM. Für etwa durch Streik, Maschinendestkt »der eie- mn—“ Ereignisse ausfallende gtawtettt wird kein Ersatz ge- leHtt. «erlag, Dr. §. Hitzerotb, Druck bet Univ-Buchdrnckerei (ut Äoch, Markt 21/23. ^rnsprecher: Rr.54 uud Rr.55. «Astscheckkonto: Amt Frankfurt
jU. Str. 5015. — Sprechzeit tat Redaktion von 10—11 und
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Edge haben dem amerikanischen Präsidenten Hoover telephonisch den vorgeschlagenen Text der Verständigungsgrundlage übermittelt. Bei Wiederaufnahme der französisch-amerikanischen Besprechungen um 22 Uhr haben die amerikanischen Unterhändler die Zustimmung ihrer Regierung zur Kenntnis gebracht und mitgeteilt, Präsident Hoover habe erklärt, das heute geschloffene Abkommen würde dem Geiste des amerikanischen Vorschlages entsprechen,' es bleibe allerdings von der Zustimmung der anderen interessierten Teile abhängig, in deren Namen er keine Verpflichtungen übernehmen könnte.
Schatzsekretär Mellon und Botschafter Edge haben darauf, so berichtet das Eommuniquä weiter, im Namen Hoovers
Laval zur Einigung.
hJP a 11 s, 6. Juli. Nach Beendigung * .Heute abend erfolgten französisch- -nenkanischen Besprechung übermittelte e? ®,61 der Presse folgende Auslassung: Staatssekretär Mellon und Botschafter
mung einer sehr großen Mehrheit der Mitglieder sowohl des Senats wie des Kongreffes erhalten, wobei ihre parteipolitische Zugehörigkeit keine Rolle spielt.
Die Annahme dieses Vorschlages b e - deutete Opfer für das amerikanische.Volk und für die früheren allierten Regierungen, die ebenso wie die anderen unter der Weltdepresfion und dem Defizit in den Regierungshaushalten leiden.
Die wirtschaftliche Not, die am schwersten die Bevölkerung in Deutschland und in Mitteleuropa bedrückt, wird ungeheuer verringert werden. Der Plan soll hauptsächlich der Wirtschaft Helsen, Wirtschaftshilfe jedoch bedeutet den Umschwung des Sinnes der Mehrheit vom Mißtrauen zum Vertrauen, den Umschwung der Völker von der Furcht vor Unordnung und vor dem Zusammenbruch der Regierungen zur Hoffnung und zum Vertrauen auf die Zukunft, sie bedeutet fühlbare Hilfe für die Arbeitslose» uud für die Landwirtschaft.
(Fortsetzung auf Seite 2)
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ff. Washington, 7. Juli. Das Staatsdepartement veröffentlichte gestern den Wortlaut der letzten französischen Denkschrift zu der Frage des Hoooerplanes. In der amerikanischen Presse wftd die Einigung mit großer Erleichterung gewürdigt, dabei aber die Tatsache hervorgehoben, daß Hoover befriedigt ist, und er allen französischen Bemühungen zum Trotz es durchgesetzt habe, -daß Deutschland während der einjährigen Hause von sämtlichen Reparationen befreit bleibe.
rstilM auli 2. Tel.
bigerstaaten angenommen worden ist. Die Bedingungen der Annahme durch die französische Regierung hängen natürlich von der Billigung seitens der übrigen interessierten Mächte ab, in deren Namen die amerikanische Regierung sich selbstverständlich nicht aussprechen kann. Ohne auf die technischen Fragen einzugehen, muß ich sagen, daß während gewiffe Zahlungen seitens Deutschlands auf Re- paraftonskonto gemacht werden, das wesentliche des Vorschlages des Präsidenten beibehalten wird, da ja die so gezahlten Summen unverzüglich an Deutschland zurückgeliehen werden. Die technischen Schwierigkeiten, die sich aus den komplizierten internationalen Abmachungen ergeben, die Eesamtzahlungen zwischen den Regierungen von über 800 Millionen Dollar jährlich einschließen, finden jetzt ihre Lösung durch den guten Willen und die ernsteste Zusammenarbeit der Führer der Regierungen. Auf jeden Fall ist der amerikanische Teil des Planes an die Zustimmung des Kongreffes gebunden. Ich habe jedoch die persönliche Zuftim-
fk. Paris, 7. Juli. Der Abschluß der französisch-amerikanischen Verhandlungen findet in der Morgenpresse ein lebhaftes Echo. Fast sämtliche Blätter unterstreichen den Schluß des Abkommens, in dem sich Frankreich das Recht vorbehält, von Deutschland ganz bestimmte Sicherheiten für die Verwendung des srei- gewordenen Geldes zu verlangen.
Das „Echo de Paris" und mit ihm ein großer Teil der ultranationalistischen Blätter weisen darauf hin, daß die französische Regierung zu 80 vom Hundert den Hoovervorschlag bedingungslos anerkannt habe, wenn auch die französische Zustimmung letzten Endes von den Beschlüssen abhängt, die die Konferenz der Gläubigermächte über die Garantien treffen werde.
Der „Petit Parisien" sagt, Brüning habe zwar Amerika eine Erklärung über die Verwendung des Geldes abgegeben, aber sich geweigert, daß diese Erklärung auch unmittelbar Frankreich gegenüber zum Ausdruck gebracht werde und über die Bedingungen, die zwischen
Erklärung Hoovers
Washington, 6. Juli. Präsident Hoover gab heute folgende Erklärung ab: Ich bin glücklich, mitteilen zu können, daß der amerikanische Vorschlag für einen einjährigen Zahlungsaufschub aller Regierungsschulden und l Reparationen nunmehr grundsätz- I li ch von allen wichtigen Gläu-
Eine neue Etappe
In Paris ist nun endlich die Einigung zwischen den amerikanischen und den französischen Unterhändlern über den Plan des Präsidenten Hoover erfolgt. Die französische Zustimmung erfolgte aus der Grundlage eines Kompromisses, nachdem Frankreich zwölf volle Tage gekämpft und gefeilscht hatte. Die Anerkennung des französifchen Anspruches der Aufrechterhaltung des Prinzips der ungeschützten deutschen Annuitäten war nach dem bisherigen Verlauf der Verhandlungen zu erwarten und wird von der Berliner Rechtspresse in der Ueberzeu- gung hingenommen, daß noch nicht das letzte Wort über die deutsche Zahlungsfähigkeit in den kommenden Jahren gesprochen sein kann.
Das abschließende Urteil über die Aktion Hoovers, dessen tatkräftiger Widerstand gegen Frankreich Achtung abnät’gt, kann erst gesprochen werden, wenn über das Ausmaß der Erleichterungen im Verhältnis zu unserer wirtschaftlichen Not volle Klarheit herrscht. Es ist an dieser Stelle öfters darauf hingewiefen worden, daß kein Land heute aus reiner Gutmütigkeit für ein anderes Kastanien aus dem Feuer holt. Das kann man ihm noch nicht einmal zumuten, denn jedes Land hat seine Sorgen. Das aber dürfen wir den Amerikanern danken — soweit in politischen Dingen Dankbarkeit überhaupt ein Begriff ist —, daß ihnen die Erkenntnis der wirtschaftlichen Weltzusammenhänge zuerst aufgegangen ist und daß sie tatkräftig daraus die Konsequenzen zu ziehen angefangen haben. Tatkräftig und bis zu einem gewissen Grade unbeirrbar, wie die Verhandlungen mit Frankreich gezeigt haben.
Der Stein ist int Rollen. Das ist ein Gewinn für uns, der größer ist, als die etwaigen Ersparnisse, deren Bedeutung wir gewiß nicht unterschätzen. Wir haben in den letzten Tagen öfters Stimmen gebracht aus dem Munde namhafter Wirtschaftspolitiker des Auslandes, die sich dazu äußerten, daß die Zahlungen, einmal unterbrochen, nie wieder ausgenommen würden. Wie Dawes- und Aoungplan, so ist auch das jetzige Abkommen ganz sicher nicht das letzte Wort in der Frage der Tribute, aber die Weltwirtschaftslage und vor allem unser wirtschaftliches und politisches Schicksal fordern gebieterisch, daß das Tempo der Entwicklung auf das allerheftigste beschleunigt wird. Das Ziel muß und wird bleiben die Erkenntnis, daß es unmöglich ist, einem niedergebrochenen Volke die Kriegsschuldenlast der halben Welt aufzubürden. Diese Erkenntnis muß sich überall im Auslande durchgerungen haben. Erst wenn dies Ziel erreicht ist, wird der Krieg beendet sein und wird man in Deutschland zum ersten Male wieder aufatmen können.
Das Hoover-Abkommen enthält für uns vor allem eine Entlastung der Reichsbank, des Devisenmarktes, und bringt hoffentlich eine gewisse Stetigkeit in unsere wirtschaftlichen inneren Beziehungen. Die Reichsbank bewegt sich gerade auf der Grenze des eben noch Möglichen. Beruhigung, nicht rosaroter Optimismus, der uns schon so oft voqgegaukelt ist, möge einkehren. Vor allem aber muß gefordert werden, daß nicht wie seinerzeit
Die französische Regierung ertlärt hinsichtlich dreier Punkte, von denen sie ihrerseits anerkennt, daß diese Punkte die amerikanische Regierung nicht direkt betreffen, das Folgende:
a) Eine gemeinsame Aktion der hauptsächlichsten Zentral-Notenbanken wird durch Vermittlung der BIZ. zugunsten der europäischen Länder unternommen, die besonders durch die Aussetzung der Zahlungen betroffen werden.
d) Eine vorherige Verständi- S»ng wird zwischen Frankreich und der "JZ. erzielt werden müssen, damit Frank- reich den im Falle eines Poungplan- woratoriums vorgesehenen Earantiefond ®ur durch Monatsraten ergänze, die den Bedürfnissen der BIZ. unter Berücksichtigung der tatsächlich von Deutschland transferierten Zahlungen entsprechen.
j c) Die Frage der Sachlieferunigen und die verschiedenen durch die Anwendung des amerikanischen Vorschlages und das vorliegende Abkommen notwendig Erdende» technischen Bestimmungen wer- °e,t von einem Sachoer st ändigen- ®usschuß geprüft werden, zu dem ^interessierten Mächte Delegierte ent- «enden; diese Sachverständigen werden die «lsachlichen Notwendigkeiten mit dem wersi des Hooverschen Vorschlages in Ein- uong zu bringen haben. Frankreich behält .von der deutschen Regierung die unerläßlichen Versicherungen bezgl. der ^erwendung der Summen, die im deut- Men Budget gespart werden, zu ausschließ- ch wirtschaftlichen Zwecken zu verlangen.
Endgültige Einigung in Paris
Paris, 6. Juli. Havas berichtet: Die französischen und die amerikanischen Unterhändler haben sich über die Anwendung des Hooverschen Planes geeinigt. Präsident Hoover erklärt in Washington, daß nunmehr der Plan sofort in Kraft treten werde, und daß Deutschland während der Dauer eines Jahres keine Reparationen zahlen werde.
Parks, 6. Juli. Die Agentur H a - ias verbreitet über die Einigungsgrund- «ge, die die französische Regierung vorgeschlagen und die die amerikanische Regierung angenommen hat, folgende Aus- laflung:
Rach dem vorgenommenen Meinungsaustausch stellte die französische Regierung fest, daß sie sich mit der amerikanischen Regierung über die wesentlichen Grundsätze des Vorschlages des Präsidenten Hoover und über die nachstehend aufgeführten Bestimmungen einig sei:
1. Die Bezahlung der Regie- rungsschulden wird vom 1.Juli 1931 bis 30. Juni 1932 ausgesetzt.
2. Deutschland bezahlt jedoch den Betrag der ungeschützten Annuität; aber die französische Regierung ist, soweit sie in Frage kommt, bereit, einzuwilligen, daß die auf diese Weise von Deutschland geleisteten Zahlungen durch die internationale Zahlungsbank in garantierten Bonds der Deutschen Reichsbahn angelegt werden.
3. Alle suspendierten Zahlungen tragen unter den seitens der amerikanischen Regierung angeregten Bedingungen Zinsen »ud find vom 1. Juli 1933 ab in zehn Annuitäten zu tilgen.
4. Die gleichen Bedingungen gelten für die von der Reichsbahn auszugebenden Bonds.
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Der Ruf nach „Garantien"
Frankreichs Presse zum Hoover-Pakt