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Dor dem Bismarckturm stellte sich bte Kapelle auf und unter feierlichen Klängen zogen die Korporationen auf die grotze grüne Wiese am Turm. Die Chargierten umringten mit ihren Fahnm die Säule. Oben loderte das Feuer auf. Der Vorsitzende der Stu- dentenschaft, cand iur. Hübner, begrühte die Versammelten und wies m seiner An­sprache auf die besondere Weihe der dies­jährigen Sonnwendfeier hin, die dem Ge­denken des Freiherrn vom Stern gewidmet sei. Er zeigte diesen Mann als das große Vorbild für unsere Zeit. Nach der Ansprache sang man das alte Burschenlied.

lun, M 26. Stabt, r Na. vreche, te Wil. ordnet« arischen t er der Mcheir ter b;s ier Ab. Volks, ers bet ach ben n Fra!.

Inter-

* Sonnenwendfeier des Reichsbanners. Das Reichsbanner von Marburg und Umgebung versam­melte sich am Sonnabend abend auf dem Frauenberg, um ihre diesjährige Son­nenwendfeier abzuhalten. Die An­sprache hielt Prof. Nölting-Frankfurt/M., der sich in seiner Rede mit der augen­blicklichen politischen Lage in Deutsch­land beschäftigte. Die Feier endete mit dem Abbrennen eines großen Holzhau­sens.

Wan schreibt uns: Die 8. Iahreswande- I ' rung am Sonntag, dem 28. (Juni, führt I von Neustadt aus durch herrlichen Hoch-- I - wald nach dem historischen Malerdorfe I Willingshausen, wo im idyllischen Maler- j stübchen traute Einkehr winkt. Danach I wandern wir durch den schönsten Teil der I Schwalm mit den herrlichen Trachten sei- I ner kernigen Träger, alteingesessenen I Chatten, über Merzhausen, Rollshausen. I nach dem hochgelegenen Schönberg, be- I krönt von dem malerischen Kirchlein mit I herrlicher Fernsicht nach dem Knüllmassiv. I Der Weg führt weiter nach dem Städt- I chen Neukirchen mit imposanter gothischer I Kirche und Resten der Stadtbefestigung. I Malerische Straßenbilder mit alten Fach- I Werksbauten entzücken den Kenner und I Liebhaber. Nach Mittagsrast in der I Stadt Kassel" erreichen wir in halbstün­diger Wanderung den neuen Nussichtsturm I auf dem Steinwaldskopf, immer durch Wald weiter nach Christerode, Knüllteich mit ßu» I gendherberge und nach insgesamt^ fünf- I stündiger Wanderung das Knüllköpfchen I herrlicher Fernrundsicht. Die Eigenart der I Wanderung und der Landschaft wird man- I chen Teilnehmer anziehen. Er wird auf I seine Kosten kommen und diel Freude ha- I ben. Die Rückfahrt erfolgt 5.35 Uhr mit I Dem .fahrplanmäßigen Postauto nach Treysa mit Anschluß an den Eilzug, der 7.44 Uhr abends hier eintrifft. Der Ein- I fabelt halber lösen wir Sonntagskarte I nach Treysa. Nuf zur Schwalm Und zum I Knüll! Frisch auf!" N. Dbr.

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einfach «Ich bin gekomnieu, well Sie mich sprechen wollten, und um meines toten Vaters willen."

Sie nahm auf dem Stuhl Platz, den ihr der Arzt an das Bett geschoben hatte, und ergriff die Knochenhand des Sterben* den.

Sie fühlte, wie seine Angen ihr Gesicht abtasteten. i j

Der Arzt zog sich zurück. ~ I

Sie war mit Wc Mllhan Dooch cllkeia, ^orlsetzuna wlsl. -

üHa^brud verboten.)

Die reichste Frau -er Welt

Ein abenteuerlicher Roman von Georg Westfalen.

11. Fortsetzung.

Der betrachtete sie eine Weile.

Well, ist richtig! Ich verhafte Sie im Namen des Königs, Mr. Marschall!"

Ich protestiere, ich bin

Mr. Kalw oh, ich weih schon! Mein Herr, machen Sie keine Schwierigkeiten. Ich Bitte Sie, mir zu folgen."

Dann wandte er sich an die Dame und sagte höflich:Lady, ich Bitte am Verzei­hung, aBer ich haBe die Pflicht, mich auch Ihrer anzunehmen. Gegen Sie liegt kein Delikt vor. Sie sollen lediglich auf schnell­stem Wege wieder nach Deutschland ge- Bracht werden, denn Sie sind noch nicht mündig."

ES ging noch ein Weilchen hin und her.

Kalw tat entrüstet, protestierte. Miß Arkette weinte, dann aBer folgten sie dem Kommissar auf das Torpedoboot.

Nach einer Viertelstunde war es außer Sicht. Setzte sich mit dem Dampfer der Hapag, Bern 50 000 TonuerNeuyork", durch seinen Sender in Verbindung and traf ihn, der sich auf der Heimreise befand, am nächsten Sage. Die beidenVer­brecher" wurden an Dord genommen. Nach Europa ging es.

Die Iacht legte im Hafen der Gold­insel an.

Eva Vuchner stand an der Reling, und ihr Vlick hing voll Entzücken an dem herr­lichen Lanüschaftsbild, das sich ihr bot.

Sie sah den Palast Dooch, der eine ge­treue Nachbildung des Achillecons auf

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wa° 1 Silur 5 Sof, Volks. Imsen, lbstvei. Ein« :. D. ron A n- ie 'jlangtt ragenb.

entschuldigte, der da lebe für unsere Jugend. Dann gedachte er des Bauernbesrerers vom Stein, dessen Todes wir in Weser Zeit m Liebe gedenken, worauf er em Hoch auf oas deutsche Vaterland ausbrachte, worauf das Deutschlandlied gesungen wurde. Es fanden dann noch Ernzelwettkämpfe, Turnspiele, Hur- denlauf u. dergl. statt 3m Drellampf er- reichten die Knaben folgende Punkte: Alten- locheim 35,3, Buchenberg 36,2, Ederbring- hausen 33,2, Kirchlotheim 44,8, Serzhausen 48 5. Schreufa 40,0, SchrnrttlotheiM 40,3, Oberorke 34,8 und Diermünden 50,4 Punkte.

Kreis Sledenkooi

Gladenbach (Kreis Biedenkopf), 22. Juni. Einen üblen Besuch stattete ein Fuchs in einer Hühnerfarm bet dem Orte Bischoffen ab. Meister Reinecke hat e sich unter dem Zaun des Grundstückes hinweg einen Gang gegraben und sich ein genu« gend großes Loch an der Bretterwand des Hühnerhauses zum Einschlüpfen geschaffen. In der vorletzten Nacht drang er nun tn das Hühnerhaus ein und richtete unter Hühnerbestand ein furchtbares Blutbad an Sämtliche 16 Hühner und den Hahn biß er tot und schleppte nicht weniger als sechs Hühner mit sich davon, anscheinend für seine Jungen.

Lan-wmbmmrbrtten im Streife Marburg

Kreis Frankenderg

Frankenberg, 22. Juni. Stabt« verordneienoorsteher Eerlach riet tn der letz­ten Sitzung der Stadtverordne­ten, die Magistratsvorlage anzunehmen, nämlich die Bewilligung der 150 Prozent zur Bürgersteuer und Aufrechterhaltung der 5. Wasserrate. Die Stadt Frankenberz siehe wirtschaftlich nicht schlecht,. wenn man von der letzten Aera absehe, die der stabt eine jährliche Zinsenlast von 84160 Mark auf» erlege. Eine Ablehnung dieser Mittel bringe das Recht der Selbstverwaltung in Gefahr und beschwöre Regierungsmatznahmen her­ber. Auch Beisitzer Schultz warnte vor enter Ablehnung der Steuersätze. Die Stadtver- orbneten einigten sich bann zu folgendem Be­schlüsse: Die 50 Prozent. Bürger­steuer werben genehmigt unb bte 5. Wasser­rate fällt fort. Der Magistrat wirb ersucht, im Benehmen mit ber Stadtverorbnetenver- sammlung 5000 Mark int Hoch» und Wege­bau, an Schulbeiträgen, Zählerbeschaffmtg und Düngemitteln einzusparen.

Jugend-Spielfest.

Schmittlotheim, 22. Juni. Am gestrigen Sonntage sand hier ein I u g en b - spielfest für die Schulen Wtenlothenn, Buchenberg, Ederbringhausen, Kirchlotherm, Serzhausen, Schmittlotheim, Oberorke, Vter- münden und Schreufa statt, das bei schönstem Wetter glänzend verlief. Am Vormittag wurde ber Dreikampf auf bem Sportplatz an ber Eber ausgefochten, worauf gegen 11.30 Uhr ein sehr gut besuchter Gottesdienst ab-

Sie bestiegen den Wagen. Die Pferde zogen an, und nach wenigen Minuten hat­ten sie das Schloß erreicht.

Als sie auSsttegen, öffneten sich oben die Flügeltüren, und eine Schar Diener, alles ältere Leute, trat aus dem Schlosse und trippelte eilfertig die Schloßtreppe herab, stellte sich rechts und links auf.

Tief verbeugten sie sich, als Eva, die ganz befangen war und mit Marschall dem Torquis folgte, an ihnen vorbeischritt.

Sie traten ein und standen in einer wei­ten, prächtigen Halle.

Ein ernster Mann, hoch in den Mer- zigern, mit müden Augen, kam ihnen ent­gegen. Lautlos schritt er auf den kostbaren Teppichen.

ES war der Arzt, Mr. Sönelanb.

WWornmen, Lady Duchner!" sagte der Arzt einfach und reichte chr die Hand. Willkommen, Mr. Marschcckl ich ahne auf, daß Sie kommen."

Marschall erschrak.

Wie geht es ihm? Haben Sie den Lod ausihatten können?"

Dis heute, ob bis morgen ich wage es nicht zu glauben. Die Auflösung stützt bevor. Er weih, daß Sie kommen. ES hat das Beben in ihm wieder etwas stärker aufflackern lassen. ES toaren furchtbare Wochen." ___

Marschclll empfand ein tiefes Mitleid mit dem geprüften Mann. Er wußte, was er vollbracht hatte. Er hatte buchstäblich einen Listen noch wocheillang lebendig «Halten.

Der Arzt wandte sich an Eva.

Sadh Duchner", fagte er wann,ich werde Mr. Dooch unterrichten, daß sie gekommen sind. Die Dienerinnen werden Oboen bedLMch Sein, den Lelleltaub ab.

Korfu zu sein schien; sie staunte über bie Dlütenpracht der Insel. Alle Farben leuchteten zwischen dem Grün der Pflanzen.

Andächtig sagte sie zu Marschall:

So könnte man sich das Paradies vor- stellen." ' e

3a, entgegnete Marschall. »Ich habe diesen Anblick schon ost genoffen, aber immer wieder ergreift er mich auf« neue. Aber jetzt lassen Sie uns eilen. Gin Ster­bender wartet auf uns. Hoffentlich gab ihm Gott die Kraft, zu leben, daß wir ihn heute noch lebend sehen."

Sie gingen an Land.

«Eine Schar Diener stand an Land. An ihrer Sptttze TorquiS, der unendlich wür­dige Majordomus, dessen Haar schlohweiß war.

Die Diener verneigten sich tief. Ehr­furchtsvoll betrachtete der Majordomus das schöne junge Mädchen.

Ladh Duchner", sagte er leise,will­kommen auf unserer Insel! Der Herr

wartet auf Sie."

Marschall hatte dem Akten die Hand

gereicht. _

Wie geht eS Mr. Dooch, TorguiS?

frddte QUctrfcbctll.

Wie an dem Tage, da Sie uns ver­liehen, Mr. Marschall. Er lebt und war­tet. Er hat kaum ein Wort in den Wochen gesprochen. Sie blieben lange."

3a, entgegnete Marschall ernst.DÄd wäre ich überhaupt nicht wiedergekehrt."

Sie waren in Gefahr, Mr. Marschall?" fagte TorguiS erschrocken.

3a, eS ging um Kops und Äragen. Ick werde Zchnen morgen alles erzählen. Ietzt will ich zu Mr. Dooch. 3st Doktor Söne­lanb bei ihm?"

3a. Er hat ih«i die ganzen Wochen nicht eine Stunde verlassen."

als einer symbolischen Feier ber Schicksals­wende unb führte bte Hörer zurück m b,e Zeiten groher toenben tm , Schicksal unseres Bolles, in die Zett von 1813, bte Zeit von 1870, in bas Jahr 1914, da bte deutsche Jugend die Gesänge der Freiheit und ihrer Ideale mit dem Leben ru verteidigen wuhte, dann in die Zeit von 1918 ,ba bte Macht des stolzen Reiches dahtnschwand und jene schmachvolle Formel in Versailles unter« schrieben würbe. Unb dann Zog er den Ver­gleich zwischen der früheren Zett der Unter« Brüdüng unb unserer Eegenwatt. Er Zeichnete die Arbeit bes Freiherrn vom Stein, besten Ziel war, das Voll wehrhaft zu machen unb es vorzubereiten für die grotze Aufgabe von 1813, bah es stark unb fähig fet ferne Schick« salswenbe zu erkennen. Unsere Aufgabe müsse bie gleiche fein: Nicht sorglos zu feiern, son­dern unermüdlich zu arbeiten, zu streben, $u suchen unb zu warten aut ben Tag, bet rete« ber bie Sonne ber Freiheit unb, ber Dcacht über unserem Vaterlanbe scheinen lasten werbe.Ein Volk erhanbelt feine Freiheit nicht, ein Voll erbettelt feine Freiheit nicht, ein Volk ertrotzt sich feine Freiheit, wenn alle zusammenstehen . . . ." .

Nach der Rebe erklang das Deutschlandlied begeistert aus der Menge. Fackeln über­strahlten die. Waldlichtung. Die Chargierten traten an die Spitze ihrer Korporationen und langsam zog ber Zug der tausend Fackeln die Waldstrahe hinab, umringt von ber Menge. Glühwürmchen trieben tn ben Ge­büschen ihre Spiele. Der warme Atem bet Sommernacht umhüllte ben festlichen Zug, ber sich durch bie Strafen ber Stabt bewegte und sein Ende fand aut dem Wilhelmsplatz, wo bte Fackeln zusammengestotzen würben letztes lobernbes Fanal ber Sonnwendfeier.

_________Oberhefsische Zeiümg, gtetbwg «. L. Dienstag, ben 23. 1931_________

Svnnwendseiev ber Studentenschaft

gehalten wurde. Mit dem Gesang des Lie­des:Gott des Himmels und der Erden, wobei bie bewährte Kapelle des Corbacher Gymnasiums unter ber vorzüglichen Leitung bes Herrn Lorenz bte Begleitung übernom­men hatte, predigte Pfarrer Fücher-Krrch- lofheim über 1. Samuelis 17 Vers 45, über ben Kampf Davibs mit bem Riesen Go­liath. Nach beenbetem Gottesdienste wurden die Kinder von ber Bewohnerschaft aufs beste bewirtet. Gegen 1.30 Uhr bewegte sich em bunter Festzug unter ben Marschweisen ber unermüdlichen Kapelle durch bie Strafen bes Ortes. In demselben fielen bie Schulkinder von Schmittlotheim in ihrer emheickchen blauen Tracht (nach alter väte

zuschütteln. 3ch werde bald kommen und Sie zu Mr. Dooch holen."

Im Zimmer des sterbenden Dooch.

Doktor Söneland stand vor dem Sag« des MammeS, der mehr einer Mumie Aich als einem Menschen.

Der Todkranke schlug bie Augen auf.

Tief beugte sitz der Arzt herunter und sagte ihm ins Ohr:Sie ist gekommen .

Wie Erleichterung schien eS über des Mannes Gesicht zu gehen. Es zuckte mehrmals, dann winkte er mit den Augen. Der Arzt ließ sich auf den Bettrand nieder.

Dvttor" stöhnte der Sterbende.Ick sterbe in in einer Stunde bin ich nicht mehr. Aber die Stunde die geben Sie mir noch! Eine Sptttze, Dok­tor, die letzte stark ich muh feiner Tochter alles erzählen."

Der Arzt nickte ernst. .

And er gab ihm die letzte Morphium- injektion.

Der Sterbende richtete sich auf.Holen holen Sie - feine Tochter."

«Eva kam. Das Herz in der Brust klopfte heftig, als sie tn das Zimmer trat und Entsetzen war in ihr, als sie in das Mumiengesicht blickte.

Die letzten Klänge verhallten über ben Wäldern. Sanbtagsabgeorbneter Steuer trat zur Festrede vor. In packenden, markigen Sätzen formte er das Bild des Freiherrn vom Stein, feine vaterländische Arbeit, bte aus nur dem einen Gedanken eines grotzen mächtigen Vaterlandes galt, seinen Opfergeist, ber Hatz unb Verbannung auf sich nahm für feine Idee. Er sprach von ber Sonnwendfeier

Die Erkenntnis von ber Bedeutung bet Strotzen als öffentliche Verkehrsmittel ist in den letzten Jahren immer mefyc mwet­tere Streife getragen worben. Sowett es in­folge der Verschlechterung ber Wittschafts- läge möglich war, haben bamt au<b bte Körperschaften im Land erhebliche MtttÄ für ben Stratzen- und Wegebau zur Der- füaung gestellt. Allgemein bekcmnt dürfte fern, datz bie Bebeutung eines Weges ckkS öffentlicher Weg nur bann gegeben ^.wernt er bem öffentlichen Verkehr pewibmet tft, an- bemfaHs gilt er als Privatweg Man unter­scheidet bret Gattungen öffentlicher Wege. 1 L a n b st r a h e n (auch Bezirks-bzw. Pro- vinzialstrahen genannt); 2. Landwege (auch Kreiswege bzw. Krersstratzen ge- ncmnt): 3. Ortswege. .

Die Lanbwegebaulast liegt bemiemgen Kreis ob, durch dessen Bezitt er führt.

Der hiesige Landkreis Marburg hatte ttntb 286,500 Kilometer Landwege m dem jetzt abgeWoffen«« Rechmmgsjahr 1930 zu unterhalten.

Hiervon wurden rund 15,500 Kilometer mit neuen Decklagen versehen, deren Stemmate- rialien durchweg nur von den einzelnen Ba- fattwerlen in Dreihausen geliefert

VIie5. waren. Etwa. 60 Kilometer^ Landwegs

von Schmittlotheim in ihrer emheittichen I strecken im 1, blauen Tracht (nach alter väterlicher Weise) I regelmätztgen in bester Weise auf. Auf dem Festplatz ange- l B

kommen, fanden dort bie Freiübungen statt, worauf Lehrer Volkenand bie Begrühungs- ansprache hielt, in welcher er betonte datz unsere Jugend sich zu einem starken Geschlecht entwickeln möchte, das in allen Nöten fernen Mann stellen könne. Alle Schulkinder san­gen dann unter der vortrefflichen und fein­fühligen Leitung des Herrn Lehrer Witzleben bas von Lehrer Volkenand vettatzte unb von bem aus unserer Eegenb stammenden Kasse­ler Musiklehrer Müller d ertönte Lieb:Mein Heimattal!" Nachbern noch ein Schulmäb- chen einen Prolog vorgetragen, brachte ber seit Weihnachten neu belebte unb unter bet Leitung bes Herrn Rausch-Altenlotherrn stehende Gesangverein Schmittlotheim bas Lieb:Wenn weit in ben Landen , worauf Herr Volkenand in einer abermaligen An­sprache ben leider abwesenden Herrn fianbrat

hiesigen Kreis unterlagen einem ^uv.n.v.u.svn Omnibusbetrieb durch die ver­schiedenen Personen-Postautolmien. Auher den oben erwähnten 15,5 Kilometer wasser- gebundenen Decklagen wurden noch eine tür­me Teertränkdecke m der Ortslage Wehrda, eine neue Eisenbetonbrücke im Landwegezuge R on h au s enN eh brücke ferner der Umbau ber Brücke bei der Hassenhauser Mühle im Landwegezuge Hachborn- Bellnhausen und mehrere Verbreiterun­gen an Landwegen ausgeführt. Die ur- prünglich vorgesehen gewesenen Trankbecken auf ben Landwegen m Wetter und Cappel gelangten nicht mehr zur Ausführung. Da- Dagegen konnten umfangreichere Neubauten an Sanbwegn wie j. -o. BauerbachSchröck, HeskemMölln,. Wenk­bachBahnhof Niederwalgern und nt Bür­geln endgültig fertig gestellt unb für ben öffentlichen Verkehrs frei gegeben werben.

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Gegen 8 Uhr gestern abend herrschte^ m ber Frankfutter Strafe ein buntes Treiben. Die Marburger Studentenschaft rüstete sich zur ttaditionellen Sonnwendfeier. Don per Haspelstratze bis zur Kaserne dehnte sich der gewaltige Zug, ein farbenprächtiges Bild der vielen bunten Mützen und ber Chargierten in Wichs, bas ganze umrahmt von ber großen Zahl ber Zuschauer.

Die Kapelle intonierte einen Marsch unb ber Zug setzte sich in Bewegung, umschwärmt von ben Gästen, bie in Eilmärschen an der Spitze und auf mancherlei Waldwegen sich mühten, rechtzeitig einen Platz für bte Feier am Bismarckturm zu erhaschen.

Nr. 1^4_________________________________

Ml Sitttt!

Don ber Landeskirche zu Kassel wird uns a-schrieben: Angesichts der schwierigen Mttschastslage inncchalb der kaufmänni- ichen und gewerblichen Mittelstandes hält L bie Kirchenregierung für ihre Pflicht, hie Kirchengemeinden zu ersuchen, ernstllch prüfen, wieweit sie in der Lage sind, gerade jetzt Aufträge an das ortsansässige Handwerk und Gewerbe zu geben. Bei der dringend notwendigen Sparsamkeit, bie iebe unnötige Ausgabe unbedingt ver­bietet, gibt es doch Anschaffungen und In­standsetzungen, die nicht hincruSgeschoben werden sollten. Iede Arbeit, die jetzt cruS- aefühtt wird, ist von ganz befonderem Wette für Handwerk, Gewerbe und Ar­beiterschaft.

Die ortsansässige Bevölkerung, die für bie Bedürfnisse der Klrchengemeinde und bie Liebesarbeit der Kirche ständig in An- fpmch genommen wird und willig ihre Opfer 6ringt, wird es dankbar begrüßen, wenn ihr in dieser besonderen Notzeit seitens der kirchlichen Organe durch Heber- Weisung von Arbeit geholfen wird.

SMemre SMgsvttkin

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