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Folgen eines Wirbelsturms

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Der Anzeigenpreis beträgt fO? de« 11 gespalt. Zeilenmillimeter 0.08 GM.,sog. Hehre Anzeigen «nd Familienanzeigen bei Barzahlung 0.07 ®9R amtl. und anSwLrtige AnzeigenO.IO GM. Grundscbrift: §olonel. Der schwierigem Satz so­wie bet Platzborschrift SO* */. Auf­schlag Sammelanzeigen 100*/»- Aufschlag ReHam.-Millim. 0.40 GM Grundschrift, Petit. Jede* Rabatt gilt als Barrabatt.

Ziel 5 Tage.

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«isen vornehen werden. Derartige Pläne hängen von dem Besuch Stimsons und den Berichten ab, die die deutschen Botschafter mrlätzlich ihres Berliner. Besuches dem Reichsautzenminister persönlich erstatten werden.

Schatzsekretär Mellon in London.

London, 17. Juni. Schahsekretär Mel­lon ist in London eingetrosfen, und an sei­nen Besuch werden die größten politischen Erwartungen geknüpft. Seine Beteue­rungen. daß seine Europarekfe lediglich per­sönlichen Zwecken diene, werden nicht ernst genommen, da amerikanische Staats­männer nach früheren Erfahrungen niemals

noch nicht übersehen, wie es auch noch un- gewitz ist, ob der Reichskanzler oder der ReiKsautzenminister im Zusammenhang mit dem Stimson-Bssuch im Rahmen ihrer .Reparationspolitik noch weitere Auslands-

Da in weiten Kreisen Zweifel über die praktischen Auswirkungen der am Dienstag gefallenen Entscheidung bestehen, hat die ®. A. Z." Gelegenheit genommen, den Führer der Deutschen Volkspartei, Abge­ordneten Dingeldeh, darüber zu be­fragen.

Auf die Frage, was unter denim Ein­vernehmen mit dem Reichskanzler" in der nächsten Zeit zu erwartenden inner« tfnD trib'utpolitischen Mahre­geln zu verstehen ist, von denen die Reichsfraktion der Deutschen Volkspartei in ihrer Entschließung spricht, erklärte Herr Dingeldeh folgendes:

Mit aller Rücksicht auf die selbstver­ständlich gebotene Zurückhaltung kann ich dazu das Folgende bemerken:

1. Wer die Entwicklung auf dem De­visenmarkt und bei der Reichsbank kennt, ist sich über die zeitliche Nähe und Gröhe der Gefahr klar, die etwaige Kreditrestrik­tionen der Reichsbank für die gesamte deutsche Wirtschaft haben. Cs ist selbst­verständlich, daß wir uns nicht wehrlos immer weiter fremde Gelder vom Aus­land abziehen lassen können und gleich­zeitig weiter an daS Ausland Zahlungen leisten, während wir im Innern zu wirt­schaftlichen Maßnahmen von gefährlichsten Folgen schreiten müssen. Dieser Zu­sammenhang der Tatsachen wird jedem Reichskanzler das Gesetz des Handelns nach Inhalt und Zeitpu nkt aller tributpolitischen Mahnahmen, über alle sonstigen Bedenken und Rück­sichten hinweg, diktieren müssen. Ich kann und will natürlich hier nur meine eigene Aeberzeugung, nicht etwa die des Reichs­kanzlers darlegen.

Anzeiger fiir (bas frühere kurhessische) Oberhessen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt «nd Kreis Marburg,

auch die frühere Erklärung der Transferaufschubes zuläßt. Dor dem Abschluß dieser Diplomaten-Besprech­ung wird eine Entscheidung des Reichs­kabinetts in der Terminfrage nicht fallen. Es ist infolgedessen nicht damit zu rechnen, daß die Reick^regierung noch in dieser Woche einen Beschluß fassen wird.

Für Einstellung der Tribut Zahlungen

Aus Berlin wird uns gemeldet: Der kom- menbe Monat wird für die deutsche zutzen- und Reparationspoli­tik aller Wahrscheinlichkeit nach eine sehr bedeutsame Etappe werden. An­fang Juli wird S t i m s o n in Europa eintreffen und wenn die sich an dem Besuch Stimsons anknüpfenden Verhandlungen eingeleitet sind, darf man mit den ersten auch nach außen in Erscheinung tretenden Mionen in der Reparationsfrage durch die deutsche Regierung rechnen. So hört man in gutunterrichteten Kreisen, datz die Erklärung des Reparations­imoratoriums durch die deutsche Re­gierung am 15. August erfolgen soll, sodatz ras Moratorium nach den Bestimmungen des Young-Planes am 15. November in Kraft treten würde. Welche weiteren Aktionen dann erfolgen werden, lätzt sich

Brünings Zusagen an die D. V. P

Erklärungen des Abg. Dingeldey

fen begrub eine ernftSrrende Mauer einen schutzsuchenden Mann unter sich. Er erlag fernen schweren Verletzungen im Krankenhaus. Insgesamt haben etwa 40 Person ün mehr oder minder schwere Ver­letzungen durch ein stürzende Mauern, umherfkiegende Steine und Balken davongetragen. Die Ortschaft Holthausen litt am schwersten un­ter tem WirbMurm.

leiten i den i.

sorta Heising- en Ne* Attache Konti-

Plettenberg, 18. Ium. Don entern furchtbaren Unwetter wurde gestern abend das Els et al zwischen Herscheid und Holt­hausen betroffen. Mit großer Gewaft streifte plöUich ein Wirbelsturm mit ungeheurer Ge­schwindigkeit über das bei Herscheid liegende Elsetal m Richtung HolthausenPlettenberg dahin und trug Häuser dächer über 100 Meter weit durch die Luft. Dachziegeln und Sparren wirbelten umher. Bäume wurden entwurzelt, Mauer- und Gie­belwände stürzten ein, und schwere Balken prasselten zu Boden. Türen und Fenster­scheiben wurden eingedrückt. Auf dem Bahn­hof Plettenberg-Oberstadt wurde ein Güter­schuppen dem Erdboden gleichgemacht.

Em sch»«« Eisenbahnwagen wurde aus bat Schiene« geschleudert.

Eine in etwa 100 Meter Entfernung stehende Fabrik wurde ebenfalls voMommen -«stört. Bedauerlicherweise sind neben dem hohen Sachschaden drei Menschenleben zu beklagen. Auf dem Bahnhof Plettenberg- Oberstadt wurde ein Mann durch einen Bal­ken auf bet Steile «schlagen. In Holthau-

2. In einen solchen Kampf kann aber die Regierung nur eintreten, wenn der Reichskanzler ihn mit einer Regierung auf­nimmt. die in ihrer veränderten Zusammen­setzung Gewähr für die denkbar größte sachliche Autorität und Entschlossenheit bietet. Auch hier wird der Zeitpuntt und der Umfang des Handelns durch den Zusammenhang der Tatsachen, die Verbindung mit dem tn- butpvllttfchen Kampf, bestimmt.

3. Da die Notverordnung nicht mehr zu beseitigen war, ohne die Gefahr der Zah­lungsunfähigkeit des Reiches heraufzube­schwören, so müssen nunmehr mit größter Beschleunigung die vernachlässigten inneren Ursachen unserer finanziellen Lage durch entschlossene Reformen nach einem einheitlichen Gesamtplan unter Vermeidung jeder Einseitigkeit in Angriff genommen werden. Auch für diese Auf­gabe bedarf es neuer entschloffener Persönlichkeiten.

Selbstverständlich können niemals Ab­machungen zwischen dem deutschen Reichs­kanzler und Parteien dem Winzler das alleinige Recht des Entschlusses und Der vollen Verantwortung abnehmen. Diese Abmachungen erhallen aber ihr Gewicht durch die Persönlichkeiten, die sie getroffen haben. Aus dem berechtigten Rachdruck, mit dem die Deutsche Volkspattei auf eine wirtschaftliche Ergänzung der Notverord­nung hingewirll hat, darf nach unserer Kenntnis nicht geschlossen werden, daß sie ihr Verlangen nach Reorganisation des Kabinetts etwa wie von manchen Sei­ten behauptet wird mit der Neu­besetzung des WittschastSministettums als erfüllt ansehen würde.

Liusttrrz des Teufelsftegs hu Höllental.

Nürnberg, 17. Juni. Heute mittag er­eignete sich auf d« Holzbrücke, die von der Hollentalstrage zum gegenüberliegenden Ufer führt, ein llnglücksfall, bei dem nur ein- ttges Geschick größeres Unglück v«hütete. Uut-r Führung eines Lehrers ging eine Mädchenschulklasse aus Hilbrecht über den durch ein Geländer geschützten Steg, der ohne Stütze das etwa 10 Meter breite Fluß­bett überbÄckt. Durch die Belastung brach die morsche Brücke, so daß etwa 25 Kinder in die zur Zeit wenig Wasser führende Selbitz stürz­ten. Acht Kinder wurden verletzt.

Ä .Oberbesstsch« ScUrntg' « Xjnt sechsmal wSchattttch. Be- monatlich 2.20G«.anS- ZnstkllnngSgebühr, lunch 2.45 GM. Für etwa durch JLif, Maschinrndefekt oder «le- Ereignisse ausfallend« TLgetai wird kein Sttatz ge- S«chag, Dr. Hitzerotb. TLj o«t Untd-Bnchdrnckrrel LT«u0. «och, Markt 21/23. Versprecher: Rr. 54 und Rr. 55. Agftprckkonto: Am! Frankfurt <Rt. 5015. Sprechzeit ttt Sedattion von 1011 und «fei1 Uhr.

stand des Verbandes sächsischer Indu­strieller hat beschlossen, der Reichsregie, rung ein Telegramm zu senden, in dem es heißt:Die sächsische Wirtschaft hat wie­derholt ihre Bereitwilligkeit auch zu schwer­sten Opfern unter der Voraussetzung er­klärt, datz eine feste Aussicht auf Gesun­dung der wirtschaftlichen und politischen Derhältniffe besteht. Diese Voraussetzung ist nicht gegeben, solange die Tribut, belaftung, der aufgeblähte Verwaltungs­apparat und der bestimmende Masienein- flutz wirtschaftsfeindlicher Kräfte in Staat und Wirtschaft fortbestehen. Der Gesamt­vorstand fordert rücksichtslosen Kampf gegen die Tribute und über die Inan­spruchnahme der Transfer-Klausel hinaus die sosorttge Einstellung der Zahlungen.

Auf der 28. Hauptversammlung des Ver­bandes der Aerzte Deutschlands (Hattmann- bunb) in Köln sprach Dr. Haedenkamp- Berlin, der ständige Beauftragte der ärzt­lichen Spitzenorganisationen Deutschlands, über die Aufgabe der Tagung.

Der Redner ging zunächst auf die , Frage der Sozialpolitik und der sozialen Versicherung ein, die sich unttt den augenblicklich schwierigen Verhältnissen mehr und mehr einer staatsichen Fürsorgeeinnch- tung nähere. Dabei seien die Leistungen, namentlitf) für die Kriegsopfer, so herabgedrückt worden, daß sie zum Teil als völlig unzulänglich bezeichnet werden müßen. Nicht nur die Kreise der Versichetten, son­dern der allergrößte Teil des Volkes über­haupt werde durch die Wirkung der letzten Notverordnung mit Sicherheit der wirtschaft­lichen und sozialen Verelendung entgegenge- fühtt. Es könne nicht ausbleiben, daß die gesundheitlichen Verhältnisse des deutschen Volkes unter dem Druck der Re­parationslasten in absehbarer Zeit eine ver­hängnisvolle Verschlechterung erfahren.

Gegen eine solche unmittelbare Be­drohung der Ardefts- «nd Leistungs­kraft des deutschen Volles erhebe die bentW Aerzteschaft ihre warnende

Stimme.

Ohne eine stättere Aktivität der Regierung in der Revitionsvolitik werden bald

I Der Reichskanzler wird nach der jetzt erfolgten Beilegung der innenpoliti­schen Krise zunächst wahrscheinlich einen kürzeren Urlaub nehmen. Innen­politisch sind auch eingreifende Maß­nahmen einstweilen nicht zu erwarten, denn nach der Ansicht hiesiger politischer Kreise wird der Reichskanzler keinesfalls jetzt eine Umbesetzung in seinem Kabinett vornehmen. In Frage kommt lediglich «ine Besetzung des Reichswirt- Ichafts- und Rei ch sj u stizmini­st e r i u m s. die beide zur Zeit von ihren Staatssekretären geführt werden. Es ist anzunehmen, datz der Reichskanzler bei einer Wiederbesetzung diessr Ministerien auch die personellen Wünsche, die vor allem von der V o l k s p a r t e i an ihn herange­tragen wurden, berücksichtigt wird. Eine llnibesetzung des besonders heftig um­kämpften Reichsfinanzministeriums dürfte daher nicht zu erwarten fein.

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Berlin, 17. Juni. Die feit längerer Seit vorgesehenen Dotschafterbe- sprechungen nut den Vertretern des Meiches in Patts, London, Rom und Wochington werden Donnerstag ihren An­fang nehmen. Botschafter von Schu­bert ist bereits in Berlin eingetroffen, Herr von H o e s ch wird aus Paris für Donnerstag erwartet. Mit dem Eintreffen des Washingtoner Botschafters Freiherrn bon Prittwitz-Gaffron rechnet ttan für Ende dieser Woche. Die Anwe­senheit des Moskauer Botschafters von Dirksen in Berlin dürfte lediglich mit der Verlängerung des Berliner Vertrages zwischen Reich und Sowjettußland zu tun haben, während die Besprechungen mit den übrigen Diplomaten der Lttbutfrage Selten.

Es handelt sich dabei in erster Stifte ton den Zeitpuntt für die ®rflärung des Transferaufschubs. Wie jetzt be­kannt wird, ist in den Besprechungen mit der englischen Regierung in Cheguers hierfür der Grundstein gelegt worden, zu- toal von englischer Seite empfohlen wurde, den Besuch Stimsons abzuwarten, der seinen Besuch für die zweite Iulihälste w Berlin angegeben hat. In den Besprechungen mit den deutschen Diplo­maten wird nun die Frage geprüft werden, ! vb die politische Gesamtlage

etwas anderes zu sagen pflegen, uMtz U M zu politisch« Million ins Ausland begeben.

Gerade auch in hiesigen amerttanischen Kreisen ist man davon überzeugt, daß d« Schatzsekretär seine Anwesenheü m London im Auftrage des Präsidenten Hooo« dazr» benutzen wird, um sich über beit Stand der Tributfrage zu infor­mieren und insbesondere auch di« rm Anschluß an den Cheguers-Be» such entstandene Lage zu erkundi­gen.

Allerdings formt nicht nachdrücklich genug vor Optimtsmus gewarnt werden. Zwar hat d« Unterstaatssekretär Castle im amerikani­schen Staatsdepartement eine Tatsache, die hi« ganz besonderes Aufsehen erregt hat vor einigen Tagen angedeutet, daß die Vereinigten Staaten unter Umständen eine Aenderung ihrer Haltung in der Kriegsschuk- denfrage in Erwägung zu ziehen hätten. Die­ser ersten entgegenkommenden Aeußenmg aus Washington folgte jedoch sofott eine kalte Dusche in Gestall einer wohlbedachten Ver- kautbarung des Schatzamtes. Man sollte sich deshalb hüten, von den kommenden Un­terredungen Mellons in London so etwas wie 'die Anbahnung eines Gesamtmoratoriums für die Schulden und Tribute zu erwarten. Ge­rade Mellon ist als hervorragender Ver­fechter der amerikanischen These bekannt, datz eine Verbindung zwischen Tributen und inter­nationalen Schulden nicht gegeben ist.

Kampf gegen die Tribute

Moratorium und Stimson-Besuch Die ersten Reparationsverhandlungen voraussichtlich im August

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