Marburger Etabtzeltung
8um Rstkreuztag
Man schreibt uns: Wie alljährlich, so wird auch in diesem Jahre im ganzen deutschen Reiche am Sonntag, 14. Juni ein Rot-Kreuz- Tag stattfinden. Die Arbeitsgemein- schaft1>er Marburger Rot-Kreur- Aerbände hat in Anbetracht der wiri- schaftlichen Notlage weiter Kreise davon Abstand genommen, wieder wie in den Vorjahren eine gröbere Veranstaltung zu treffen.
Es soll lediglich eine allgemeine Straßensammlung am 13. imb 14. Juni stattfinden, zu welcher sich in liebenswürdiger Weise zahlreiche Helferinnen zur Verfügung gestellt haben.
An die Bürgerschaft Marburgs ergeht die herzllche Bitte, helft dem Roten Kreuz helfen, was du hier gibst, gibst du deinem notleidenden und bedürftigen Mitmenschen.
Wenn auch für jeden unsere Not und Armut fühlbar ist. so wird doch noch eine Spende und sei'sie auch noch so klein für die Ideale Arbeit des Roten Kreuz übrig bleiben. Immer größer wird die Aufgabe des Roten Kreuz, zu helfen und abermals zu helfen. Dies Totm aber nur geschehen, wenn weite Kreise die Arbeit durch finanzielle Unterstützung fördern.
Was das Rote Kreuz leistet und was es für die Menschheit tut, dürste wohl ledem bekannt sein.
Ueberall hören wir von Katastrophen, lln- glücksfLNen und sonstigen, Menschenleben und Gut zerstörenden Ereignissen und immer wieder ist es das Rote Kreuz, welches hier in selbstloser Weise sich zur Verfügung stellt und Hilfe bringt.
Wievlele Menschen verdanken ihr Leben der rechtzeitigen Hilfe durch Sanitätskolon- nen-Mttglleder, wieviele Eltern die Gesundheit ihrer Kinder den Säuglings-, Krüppelheimen und sonstigen Kranken- und Erholungshäusern, wieviel alte Leute einen schönen Lebensabend in den Altersheimen. Unzählig find die Hilfeleistungen des Roten Kreuz, das nicht alles bekannt gibt und in stiller Bescheidenheit arbettet. Gerade hierdurch soll es jedem Mitmenschen, einerlei welchen Standes, welcher Religion und welcher Partei er angehört, leicht gemacht werden, sich hUefuchend an das Rote Kreuz zu wenden.
Wer weiß, wie balde du einmal die Hilfe brauchst und darum unterstütze die Arbett, damft dir im Notfälle auch einmal geholfen werden kann.
Wenn dir am kommenden Sonntag eine Helferin mit der Sammelbüchse begegnet, dann denke daran, daß deine Spende Hilfe und Lindermm der Not anderer Menschen bedeut^, daß deine Gäbe sich zum Segen der Menschheit auswirkk und daß du dem Wort ^Edel s« 'der Mensch, hikfteich und aut", dem Wahlspruch des Roten Kreuz, gefolgt bist.
Auch km gesamten Kreis Marburg wjrd durch Mitglleder der neu gegründeten Sanftätskolonnen eine Listensammlung veranstaltet.
Gerade hier rofrb an den Opfermut der Bewohner auf dem Lande appelliert, soll doch die Reineinnahme für die Errichtung von Rettungsstafionen in den einzelnen Orten, für Anschaffung von Ausrüstungsgegenstän- deu und zur weiteren Ausgestaltung des gesamten Rettnngswesens auf dem Lande dienen.
Die immer mehr und mehr zunehmenden Unfälle auf dem stachen Lande, wozu nicht immer ein Arzt infolge der wetten Strecken zur Stelle fein kann, erfordern die selbstverständliche Existenz von Sanitätskolonnen und Ersthelfer in jedem Orte.
In den Orten Eölbe, Ebsdorf, Fronhausen. Lohra, Münchhau- I e n und Wetter sind Sanitätskolonnen ins Leben gerufen worden und es ist Menschen- pstkcht der Gemeinden und Bewohner des ganzen Kreis Marburg hier durch finanzielle Unterstützungen zu helfen.
Daher gebe am 14. Ium in Stadt und auf dem Lande ein jeder im Bereiche ferner Möglichkeit ein Scherflein für das Rote Kreuz. Sg.
* Fahrraddiebstahl. Entwendet wurde in der Nacht zum 9. ds. Mts. ein auf dem Hofe aufgestelltes Fahrrad, Marke Eöricke. Es hat schwarzen Rahmenbau, gelbe Felgen, nach oben gebogene Lenkstange. Gepäckträger. Das vordere Schutzblech ragt über den Gabelkopf hinaus. Wert 60 Mk. Mitteilung, auch vertraulich, erbittet die Kriminalpolizei.
* Morgen Eröffnung der Elisabeth-Ausstellung. Die Eröffnung der Elisabeth-Ausstellung im Zubi- läumsbau der Universität findet morgen vormittag 11 Uhr statt. — Als eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Ausstellung wird u. a. der Elisabethteppich aus dem Kloster Wienhausen gezeigt.
* Neuer Fahrplan bei der Kra flosst Kirchhain — Marburg. Vom 15. v. Mts. ab verkehrt Vie Kraftpost Kirchhain- Marburg wieder nach einem neuen Fahrplan und zwar ab Marburg: Werttags 6.38 und 16.45 Uhr, Mittwochs und Sonnabends ab 12.40 Uhr. Die genauen Fahrzeiten find bei den Postämtern einzusehen.
O.H.G.B.-Waldfest in Nordeck
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Wettergasse 30 vahutzefstr >
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Trotzdem die Aussichten für gutes Wetter am Sonntag (7. 6.) morgen noch recht schlecht waren, hatte sich um 7 Uhr früh zur Wanderung nach dem schönen Nordeck an der Abmarschstelle (Freidhof) doch eine stattliche Zahl von Teilnehmern (85) eingefunden. Sie hatten es nicht zu bereuen, denn je länger man wanderte, desto bester wurde das Wetter, bis man schließlich bei hellstem Sonnenschein den Einzug in das burggekrönte Nordeck halten konnte. Die Wanderung ging zunächst über Wildungens Garten, das „Lichte Holz" und den Ringelkopf nach dem Frauenberg, wo bei Seebode kurze Kaffeepause gemacht und dann die Ruine besichtigt wurde, von der man eine herrliche Fernsicht hatte. Dann ging es durch den Buchenwald nach dem schmucken Ebsdorf und weiter über Leidenhofen, den „Kalten Stall" nach Winnen und Nordeck. wo man gegen 12 Uhr ankam. Hier herrschte schon reges Leben, denn außer den Marburgern waren noch die Zweigvereine Homberg (Ohm), Gladenbach und Holzhausen (am Hünstein) zur Teilnahme am , Waldfest erschienen, ganz abgesehen von den vielen Bewohnern der umliegenden Ortschaften. Zur allgemeinen Freude konnte man unter den Hombergern auch den 86jährigen Wanderfreund Seminardirettor a. D. Dr. Quentel hegrüßen, der es sich nicht hatte nehmen lassen, . die Wanderung von Homberg nach Rordeck mitzumachen. Nach kurzer Mittagsrast im Gasthaus „Zur Burg Nordeck (von Stelzenbach) und in der „Linde" ging es dann mit Musikbegleitung hinauf auf bte „Hohe Eiche". Einen schöneren Platz hätten die Nordecker für ihr Fest wobl kaum aussuchen können, denn v-r den entzückten Blicken tat sich mit einem Male das ganze liebliche Tal der Lumda auf mit Kesselbach, Londorf, Allendorf und Treis: wahrlich ein herrliches Fleckchen Erde, das immer wieder von neuem zum Beschauen lockte
Der rührige Vorsitzer des Zweigvereins Rordeck, Förster Stertz, begrüßte die Versammelten durch eine warmherzige Ansprache, die von Herrn August Sauber, in Vertretung des leider durch dienstliche Verpflichtun-
Wetterbericht.
Vorhersage für Donnerstag: Fortdauer des unbeständigen Westwindwitterung mit meä* schauerartigen Niederschlägen, mäßig warn'
Filmschau
„Flachsmann als Erzleher".
Capitol. Mit wenigen Ausnahmen.- in denen ein gottbegnadeter Sänger oder ein in feiner künstlerischen Eigenart einzig dastehender Schauspieler Träger der Hauptrolle ist. wird auch beim Tonfilm der Erfolg immer von dem Zusammenspiel der Schauspieler abhängen. Vorbedingung hierfür ist allerdings, daß ein Werk auch genügend ausbaufähige Rollen hat, die den Darstellern Gelegenheit geben, ihr Können unter Beweis zu stellen.
Im hohen Maße erfüllt diese Dorste- dingungen für ein gutes Ensemble Otto Ernst's Lehrerkomödie „Flachsmann als Erzieher", di« an Carl Heinz Wolff neuerdings für den Tonfilm mit einer ausgezeichneten Besetzung inszeniett wurde. Die Titelrolle des „Flachsmann" liegt in den Händen von Paul Henckels, der eine Charakterstudie ersten Ranges auf die Leinwand stellt. Warm und überzeugend Alfred Braun als Flemming, sehr lleb und natürlich Charlotte Ander. Als Schuldiener ist Curt Lilien von köstlicher trockener Äomit und Gustav Rik- kelt als Schulrat von prächtig polternder Biederkeit.
Man freut sich aufrichttg über diesen Fflm, der dem Capitol sicher einen guten Besuch bringen wird. s—r.
• Vortrag des Sozialen Amtes der Allgemeinen Studentenschaft. Wir machen noch einmal auf den heute abend 20.30 Uhr im Hörsaal 27 (Landgrafenhaus) stattfindenden Vortrag von Dr. Fricke- Marburg aufmerksam über das Thema „A r - beitslo sigkeit — Woher und Wohin" mit anschließender Diskussion. Eintritt für Mttglieder der A. M. St. 20 Pf., für Richtmitglieder 30 Pf.
Marburg als Tagungsort. Die diesjährige Tagung der öffentlichen Ar- hettgeber Deutschlands — die 11. ordentliche Mitgliederversammlung des Reichs- verbandes kommunaler und anderer öffenüicher Arbeitgeberverbände Deutschlands e. 33., dem der Hessisch-Nassauische Wirtschaftsverband e. V. Sitz Marburg angehört — findet am 13. ds. Mts. in Marburg a. d. L. unter dem Vorsitz von Bürgermeister Dr. Elfas-Derlin statt, lieber die Arbett des Reichsverbandes im Geschäftsjahr 1930/31 und künftige Aufgaben, insbesondere hn Hinblick auf die neue Notverordnung, wird das geschäftsführende Vorstandsmitglied. Stadttat a. D. Dr. Sternberg- Raafch-Berlin berichten. Reben interne« fatzungsmäßigen Aufgaben sieht die Tagesordnung ferner u. a. vor: ,^Die Sil« bung eines Tarifverbandes aller öffent
lichen «Zeitgeber (Reich. Länder, Gemeinden usw.)"; das Referat hierüber hat Senatsrat Dr. Kaven-Hamburg Stadttat und Oberbaudirektor Samet, schek-Augusburg spricht zum Thema: .Arbett^eitverkürzung in den Verwaltungen unb Betrieben der öffentlichen Hand". Die Frage des „Urlaubs für Jugendliche" behandelt Bürgermeister Dr. Wempe- Schwettn. Einen Bericht zur „Verordnung vom 10.4.20“ wird Oberbaurat Staude- Bremen erstatten. _ Der Vorstand des Reichsverbandes hält am 12. ds. Mts ebenfalls in Marburg eine Sitzung ab. Die Arbeitsausschüsse treten am H. Juni zusammen.
Wockenmarkt-Preise.
Butter 120—130 Jt, Käsematte 25—30, Kochkäse 60—70, Karotten 20—25, Kartoffeln 6—7. Meerrettich 50—60, Wirsing bis 35, Spinat 25 bis 30, Zwiebeln 15—20 Rote Rüben 15—20, Tomaten 70—80* Aepfel 60—70, Weintrauben 90 bis' 100, Enten 1,20 ‘M. das Pfund Hähnchen 100-120, Hühner 80 bis 100, Reh 80 4 d. Pfd. Erer 8, Hand- häfe 20, Hondbäschen 6, Endivien 25 tu Blumenkohl 70—120, Salat 8-15, Oberkohlrabi 15—20, Rettich 15—20 Knoblauch 5—10. Lauch 10. Tauben 60 -80 Vs das Stück. Schwarzwurzeln 40—50. Grünkohl 25—30 Ziegenlamm 40—50 Pfg da? Pfd. Salat-Gurken 40—60 A das Stuck, Spargel 40—65. Kirschen 35—50, Erdbeeren 70—80. Erbsen 30—35. Stachelbeeren 20—25 Pfg. das Vfd., Radieschen 8 L bis 10 Pfg. das Bündel.
Taaesanzeiger.
Mittwoch, den 10. Juni.
Sstloh-Cafe, Marburg: Ab 16 Ahr: Tanztee.
Marburger Festspiele. Schlohparkkheater: 17 Ahr: „Prinz von Homburg".
Cafe Spangenberg. Dahnhofftr.: 20 Ahr: Konzert (bei Heister Witterung im Schloß-Cafe).
®afe Markees, Reitgasse: Ab 16 u. 20 Ahr:
Konzert. __ _
Eaft Retter. Reitgasse: 20 Ahr: Konzert- Hotel Danb. Franffutter Str.: Ab 20 Ahr:
Künstlerkonzert.
Stadtaarten: Ab 20 Ahr: Künstlerkonzett: ab 22 Ahr im Stadtkeller (bei ungünstiger Witterung, ab 20 Ahr im Stadt- keller. _ -
Capitol. Biegenstrahe: 16.30 n. 20.15 Ahr: „Flachsmann als Erzieher".
Kamera, Kasernenstr.: 17 und 20.15 Ahr: „Der Schrecken der Darnison".
Lichtspiele, Bahnhofstraße: 20.15 Ahr: - „Revolution der Jugend" und „Kamps tunt (Mitternacht".
Elisabeth-Chor: 17.30 Ahr im Lycemn: Chorprobe.
Verein für Deutsche Schäferhunde: 20.30 Ahr bei Gastwirt Wagner, Aniversi- tätSstrahe 18: Versammlung.
Techniker-Berein Marburg: 21 Ahr im Bereinslokal Bopps Terrasse: Bersamm- sammlung.
aen oetijinberten Vorsitzenden, Stadttat Walter, in ebenso herzlicher Weise erwidert wurde. Bald entwickelte sich ein fröhliches Treiben dort droben auf dem Berge. Der Gesangverein Teutonia bot eine ganze Anzahl vorzüglich vorgetragener Lieder, sehr wtt- kungsvoll ergänzt durch packende Vaterlands- und Rheinlieder, gesungen von Studienrat Ruez. Und schließlich gab es noch ein Tänzchen, an dem selbst einige „alte Semester" teilnahmen und dabei bemerkenswerte Ge- lenkigkeit zeigten. Zu allgemeinem .Bedauern zog der Himmel allmählich doch wieder etn „trüb Gesichte", es wurde empfindlich kühl und da außerdem beschlosien worden war, mit dem um 17.45 von Dreihausen abfahrenden .Zügle" die Heimfahrt anzrrtteten, mußte — leider — ans Abschiednehmen gedacht werden. Der Führer, Oberposttat C o l l m a n n, führte in seiner Abschiedsrede aus, daß die von allen wahrhaften Daterlandssreunden so heiß ersehnte Volksgemeinschaft bei den Wanderern tatsächlich schon erreicht sei. denn ohne Unterschied des Standes, des religiösen Bekenntnisses und der politischen Zugehörigkeit kämen die Wanderfreunde immer und immer wieder zusammen, um in Gottes freier, herrlicher Natur an Leib und Seele zu gesunden und sich für die Alltagsarbeit und für den Kampf ums Dasein zu stählen. Er freue sich, dieses Gefühl der Zusammengehörigkeit und der idealen Ziele und Bestrebungen hier oben erneut feststellen zu können und schloß seine kurze Ansprache mit herzlichen Dankesworten an die Nordecker Freunde für die allen ge- wähtte großzügige Eastfteundschaft und für die auf der „Hohen Eiche" verlebten köstlichen Stunden. Der Rückmarsch ging auf wundervollen Waldwegen bis nach Dreihausen, wo man kurz vor dem Dors noch in einen gehörigen Regenschauer hineingeriet, der aber der stöhlichen und gehobenen Stimmung keinen Abbruch tun konnte. Um 18.32 Uhr lange man wieder wohlbehalten in dem lieben alten Marburg an. Den lieben Nordeckern rufen wir, wie beim Abschied am Sonntag, nochmals zu: „Auf Wiedersehen bei der Hauptversammlung in Marburg am 12. Juli!"
Th. Eo.
Letzte
r. Berlin, 10. Juni. Das Geschäft am Jnlandsbrotgetreidemartt ist schleppend und zeitweise können die Forderungen nick! durchgehoft werden. Die Preise für Weizen neuer Ernte sind allgemein ermäßigt. Rogg« dagegen ist weniger nachgiebig. Hafer ft ausreichend angeboten und infolge der Zurück Haftung des Konsums schwächer. Die Lieferungspreise für Weizen sind 1 M. und für Roggen und Hafer 0,50 M. schwächer.
r. Frankfurt, 10. Juni. Der Frankfurter Produktenmartt verkehtt in sehr stiller Haltung. Ein Geschäft kam kam» zustande und die Preise find eher nachgke bta.
Wetterbeobachtungen am 9.10. Juli
Höchste Temperatur am 9. Juni 18.4 Telftu: Niedttgste Temperatur letzte Nacht 12.4 Eelfw
tonn des AulonwbllveMrS
Noch 85 Millionen neue Benzinzölle?
Die neue Notverordnung soll angeblich Neuerungen der Kraststoffzölle im — erhofften — Ausmaß von 85 000 000 RM. lährlich bringen. Verbretterung des Spritzwangs soll auch bevorstehen. Solchem Vernichten der Kraftverkehrswirtschaft — in einem Jahre Erhöhung der Belastung um 200 000 0Ö0 RM. — kann man nur mehr achselzuckend zu sehen. Em Kampf ist aussichtslos. Nur der wirlliche Zusammenbruch — der absolute Rückgang der Eftmahmen — kann anscheinend die Weisheit unserer Regierenden erleuchten.
Die drohende Mehrbelastung veranlaßt den Gau 3b des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs in äußerster Notwehr die nachstehenden Maßnahmen zur Abwehr schwerster Gefahr zu neuert*
1. Der Gau 3b des A.D.A.C. fordett seine Mitglieder auf, als Zeichen d« Protestes die Benutzung ihrer Fahrzeuge mrt sofortiger Wirkung zu unterlassen, zum mindesten aber auf das allernotwendigste zu beschrän- len. _
2. Die Äeiche Forderung richtet der Gau 3b des Ä?D.A.C. weiter an alle Kraftfahrer, da die neuen Maßnahmen der Regierung ja alle ohne Unterschied treffen.
3. Der Gau 3 b des A.D.A.C. selbst hat als wettere Maßnahme der Abwehr vorläufig Me für dieses Jahr noch vorgesehenen Veranstaltungen mit sofortiger Wirkung abgesagt. — Allgemeiner Deutscher Automo- brl-Club, Gau 3b Hessen imb Hessen-Nassau Nord, Sitz Marburg/Lahn.
* Einzelgntscheine f5t die Festspiele. Um einen möglichst regen Besuch auch fettens der Marburger Studentenschaft herbeizuführen, find diese in der Lage, bei den hiestgen Geschäften Einzelgutscheine mit einer Ermäßigung von 10% zu erwerben. Die bettef- fenden Geschäfte find durch entsprechende Plakate gekennzeichnet. Vereine, die für ihre Mttglieder sich von vornherein zur Abnahme einer größeren Anzahl von Ein- ttittskarten verpflichten, erhalten eine Preisermäßigung von 20%. jedoch dürfen diese Karten nicht, öffentlich angeboten, sondern nur innerhalb des Vereins an die Mitglieder abgegeben werden. Selbstverständlich hat jeder Verein das Recht, Karten zu den besonders ermäßigten Sätzen zu Gunsten seiner Mitglieder zu erwerben. Diese Katten müssen jedoch, wie bereits oben gesagt, fest abgenommen wer. den.
'DerFremdenverkehr. Im Monat Mai wurden m Marburg 3041 Fremde gemeldet gegenüber 3344 im Ma: des vorigen Sabres. Hier ist also ein Rückgang von etwa 300 Fremden zu verzeichnen, während die Zahl bet Ueberuachtungen von 5141 (Mar 1930) auf 5414 gestiegen ist.
Zeit
Barometersi. reduziert auf N. M
Temperatur
Relative Lust« ieuchtts feit
9. 6.2 Uhr natbm.
759,4 me
17.6 Tel!
81‘U
g. S.Sllbr nodbm.
760,2 mm
15^ toll
84*1,
10. 6.7Ttbr norm.
761.5 mm
14.1 toll
95*1,
riÄMv