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Das ist dergemäßigte Optimismus" des Reichsfinanzministers Dietrich

dauert unvermindert an.

Reiner Fehlbetrag des Reiches:

Sonnabend, »rnSSunilvA

Rarburger AMmBger

207 Mill.

60 Mill.

35 MM.

Rr.M SS. Mrs.

Marburg a. Lohn

495 Mill.

79 Mill.

Die Deckung Mrd durch das Aufkommen der Krisensteuer sichergestellt. Zur Deckung des Fehlbetrages bei Sündern Und Gemeinden, insbesondere der Wohlfahrts» last der Gemeinden, stehen zur Verfügung:

WM

LanöesMluus

Der Anzeigenpreis beträgt fikk bat 11 gespalt. Zeileimiillimeter v.08GM.,sog. Netne Anzeigen ttnb FamUienanzeigen bei Barzahlrmg 0.07 GM., amtl. und anewärtige Anzeigen0.10 GM. Grundstbriktr Seiend. Bei schwierigem Satz so­wie bet Plahborschrift 50'/. Auf­schlag Sanonelauzrigen 100*1«; Aufschlag ReNanu-Millim. 0.40' GM Grundschrift > Petit. Jede» Rabatt gilt als Barrabatt.

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Sbecheffifche Jettun y

a) Einnahme Ausfall d)-Mehrausgaben

Anzeiger fiir (das frühere kurhessische) Oberhessen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachnngen für Stadt und Kreis Marburg.

wurde, wa, «« Erotzfeuex ausge­brochen. In einer halbe« Stunde stand bereits der grötzte Teil des berühmten Ge­

last nur ein rauchender Trümmerhaufen. Roch immer bekämpft die Feuerwehr mit 32 Schlauchleitungen den Brand, der im Innern des Gebäudes fortwütet. In kurzen Abständen häuften sich Einstürze der Pfeiler und Eisenfronten die die Feuerwehr zwingen, außerordentlich vor­sichtig vorzugehen. Immer wieder muffen wegen der Einsturzgefahr die Feuerwehr­abteilungen zurückgezogen werden.

An der Brandstätte ist auch KuvuS- minister Dr. Goldenberger erschie­nen. Die Entstehung der Katastrophe ist noch immer in Dunkel gehüllt. Ein Be­amter der städtische« Feuerwchr bemerkte

Die Notverordnung!

Erste amtliche Mitteilung - Unerhörte Opfer

festgesetzt. Bei Sen Ländern, ©SrielnSen und sonstigen Körperschaften des öffent­lichen Rechtes, bei Reichsbahn und Reichs­bank werden entsprechende Kürzungen vor­genommen. Zu den Kürzungen bei den Körperschaften treten weitere Kürzungen, wenn die Dienstb«üge höher liegen als bei dem entsprechenden PekfvnenkreiS km Reichsdienst. . i

A. Auf der Ausgabensette.

1. Gehaltskürzung.

Die Dienstbezüge der Reichsbeam­ten sowie die Versorgungsbezüge der Wartegeldempfänger und Ruhegehalts­empfänger werden um 4biS 8 Prv- zent gesenkt. Die Kürzung beträgt in der Oüsklasse A bei Bezügen bis 3 000 RM. 4 Prozent, bis 6 000 RM. 5 Proz., bis 12000 RM. 6 Prozent, über 12 000 RM. 7 Prozent. Zn den Ortsklassen D. E, D erhöht sich die Kürzung um 1 Proz.; bei den Reichsministerien beträgt sie außer der Krifensteuer 8 Prozent. Die Senkung erfolgt ab 1. Zull und gilt auch für die Bezüge der Angestellten im öf­fentlichen Dienst. Ferner wird der Kinder­zuschlag der Beamten und Angestellten für das 1. Kind auf 10 RM statt 20 RM.

«ie ^Vb«-hessisch« Zewmg' «f fgefnt sechsmal wöchentlich. Be- TgfcttU «onatlich 2.20®SR -Ul«. Meßt. Znstell»ng«g«bahr, d-rch hie Post 2.45 GM. Für etwa dnrch Streik, Maschtnendefekt oder «le- ptniatt Ereignisse atKfaOatbe Kummer« wird kein Ersatz ge- tfleU Verlag, Dr. §. Httzeroth, druck der Unib-Bnchdrnckerek a^h. Ang. Koch» Markt 21/23. «ernsprecher: Rr.54 mck> Rr.55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt o/«. Rr. 5015. Sprechzeit tet Redaktion von 1011 und »/,!1 Uhr.

bei seinem Rundgang, Satz Sas Fsuei auffallender Weise in der oberen Um« randung des Nordflügels ansgebrochen war. Es griff mit rasender Schnelligkeit um sich, so datz der Wachthabende nicht einmal mehr Zeit hatte aus dem Gebäude selbst telephonisch Alarm zu geben. Der Schaden ist ungeheuer. Er soll in die Millionen gehen. Wenn auch die mate­riellen Werte grötztentells durch Versiche­rung gedeckt sein dürsten, so ist der ibetife Schaden durch die Vernichtung einer sol­chen Anlage von Kunstwerken, wie sie die vor kurzem eröffnete Kunstausstellung vereinigt hatte, als internationale Kata­strophe zu bezeichnen

1. Gehaltskürzung

2. Lohnsteuererstättung

3. Umsatzsteuer

Zusammen:

Im Versorgungs-Etat werden Abstriche vorgenommen, die auf 9 Mo­nate 85 Millionen betragen. Die wesent­lichen Besttmmungen sind: Wegfall einer Kinderzulage für Lerchtbefchädigte, ge­staffelte Kürzung der Ortszulagen tmb Verschärfung der Rrchens-Vorsch'risten, falls neben 8er Rente ein Einkommen aus öffentlichen Mitteln bezogen wird. Ausgenommen bleiben nur die völlig er­werbsunfähigen Kriegsbeschädigten.

B. Auf der Einnahmenseite.

Auf der EinnahmenMte ist die Wie­derherstellung der Mucker st euer von 21 Mk. für 100 Kilogramm vorgesehen. Dazu kommen Erhöhung der Zollsätze für Mineralöle, der Satz für die statistischen Abgaben und ab 1. Oktober die monat­liche Zahlung der Umsatzsteuer für Per­sonen, deren Umsätze im letzten Jahre mehr als 20 000 Mk. betrugen.

C. Sonstige Maßnahmen.

Zur Sicherung des Haushaltes.ist eine beschleunigte Beendigung des Entschädi­gungsverfahrens für Kriegsschäden durch Festsetzung einer Ausschlutzfrist der Neu­anmeldungen vorgesehen.

Erwerbslosen- und Sozialversicherung.

Zur Erwerbslosen- und Sozialversiche­rung weist die Notverordnung darauf hin. datz in der Erwerbslosenversicherung im Rechnungsjahre 1931 mit einem Fehlbe­trag von etwa 400 Millionen, in der Kri­senfürsorge mit einem Satz von rund 240 Millionen Mark gerechnet werden müsse, soweit das Reich die Kosten der Krisen­fürsorge zu tragen hat. Schon mit Rück­sicht auf die Lage der Reichsfinanzen müsse die Reichsregierung an dem Grund­sätze festhalten, datz die Erwerbslosenver­sicherung sich selbst trage. Da neue Ein­nahmen nicht beschafft werden könnten, müßte der Fehlbetrag der Reichsanstalten durch Einsparungen auf dem Gebiete der Erwerbslosenverficheruna selbst . behoben

Sicherung 8e%isljolts.

1931 muß auf rund 9 40 Mill ton beziffert werden, von denen rund 500 finnen auf das Reich, 440 Millionen ffögnber und Ge­meinden entfallen. Ferne^h fm Haushalt des Reiches Deckung geschc^rden für eine Reihe von Mehrau^aben». s den Fehl­betrag der Knappschafisv«^^ unb den Fehlbetrag bet'der Knseir^ Letzterer beläuft sich nach llebernahn^ Teiles der Lasten der Arbeitslosenver^^, Ouf 245 Millionen RM. Eine D e Ä« dieser Fehlbeträge durch das 5$ ift ni4t möglich. Ste^nmß dahe^ Xeil der eigenen Kraft und Initiative £änber und Gemeinden überlassen bleiben.

Die Erunddeckm

nachdem Plan der Reichs^»« ->e- staltet sich wie folgt:

Reiner Fehlbetrag d. Reiches 574 Mill. Deckung:

glut barst.

Nach vier Uhr morgens bot der Glas- I palast ein Bild hoffnungsloser Zer­störung. Weithin sichtbar «>at das Flammenmeer. Es steht nur ein jammervoll anzusehendes Gerippe, von de« alle Augenblicke wieder einzelne Telle in sich zufammen- brachen.

Für die Kunststadt München, für die Kunst und Kunstgesellschaft bedeutet die Brand­katastrophe ein wohl einzig dastehendes furchtbares Unglück, denn die erst am ver- gangenen Montag feierlich eröffnete Kunstausstellung barg viele Hun­derte von Kunstwerken, darunter die von der Kunstwelt beschickte äutzerst wertvolle Romantiker-Ausstellung Dte Sonderausstellung Herterich und die Sonderausstellung Somberger die von allen in der Kunst Stehenden beschickt war, find vernichtet. Nur etwa 50 Kunst­gemälde konnten gerettet werden. Der materielle und der ideelle Schaden der Drandkatastrophe ist unübersehbar.

Der Brand soll in der Schreinerei des Elaspalafies ausgebrochen sein und zwar um i/o3 llhr morgens.

Heimkehrende Studenten bemerkten den Brand und zogen den Feuermel­der. der aber nicht funkitoulert haben soll, so datz sich das Eintreffen der Feuerwehr verzögerte.

Zuerst wurde der Brandherd mit zwei Schlauchleitungen im Innern des Gebäu­des angegriffen, doch mutzte fich die Feue^ wehr nach Verletzung eines Mannes durch herabstürzende brennende Gebäudeteile aus dem Innern des Glaspalastes zurück­ziehen. Auch die versuchte Rettung von Bildern mutzte eingestellt werden, da die

Eine nationale Katastrophe

Der Münchener Glaspalast durch Feuer vollkommen vernichtet Nur 50 Gemälde gerettet

R«r etwa 50 Gemälde gerettet.. B-lin, 6. Juni. Die gestern Die Vernichtung des Elaspalastesdurcy I Dom Rhspräsidenten unterzeichnete das heute früh äusgebrochene Erotzfeuer I Notveror^ng ist mit einer längeren ist vollständig. Als die Feuerwehr er- I Einführur versehen, in der die Maßnah- schien, war es offenbar, daß an eine Ret- men, hie xch sic getroffen werden, eine tung des grotzen historischen Münchener I eingehendGcgründung finden. Beson- Kunstgebäudes nicht mehr zu denken war. I ^ers eingend beschäftigt sie sich mit Schon stürzten einzelne Teile des aus I dem Progr^m der Landwirtschaft, Eistn und Glas bestehenden Gebäudes tn der Grleidhmg gebracht werden soll, fich zusammen. Ein ungeheueres Feuer- I Weiter roiti)arauf hingewiesen, daß die meer züngelte vom Erdgeschoß in die I Reichsregiepg in der Notverordnung Höhe und raste mit großer Schnelligkeit I den Rahme für eine freiwillige zum Dach empor, dessen Glasdecke unter l Urbeitsd n st pflicht schaffe, zu der Entwicklung der furchtbaren Feuer-« | deren Träge in erster Linie Vereini­gungen und »rbänbe gehören werden, die aus ihrer»eihen Gemeinschaftsgrup­pen Dienstpflsiger zur Verfügung stel­len. Eingehet Würdigung findet fer­ner die Frage»r Arbeitszeit, ^n der Notverordtzg roirb die Reichsregie­rung ermächgt, mit Zusfimmung des Reichstagesür einzelne Gewerbe­oder Arbeitnehn-Gruppen die Arbeits­zeit bis auf ^Stunden herab- z u f e tz e n undfic Zuläffigkeit tarif­licher Mehrarbeiipn einer behördlichen Genehmigung absgig zu machen. Die Reichsregierung folgt auäj das Ziel, die Wirtschaft aussizu starren Bindun­gen zu lösen, die durch Zuschüsse und Vereinbarungen oviegt sind. Deshalb wurde beschlossendas Ruhrkohlen­syndikat nur zwei >tafe zu verlängern. Unter ähnlichen hchtspunkten wird die Reichsregierun^f die Innungen und Zwangs-Innung Einfluß üben.

Im Einzelnen wird r(f> die Notverord­nung bestimmt:

fl München. 6. Juni. Heute, Sonn, 1 Gefahr für die Mannschaft viel zu groß abend früh 3.15 Uhr. bemerkte man in der var.

Räbe de« «laspalastes starke Rauchent- Der Elaspalast ®at 1853/54 als In-

jtopc o^s y 1 qjjtmtten ustrieausstellungsgebaude errichtet wor-

wrckeluug. Schon nach wenigen M «Uten (n nnb Beftanb nUr aus (gras und Eisen, stiegen hohe Flammensaulen zum Himmel. I 1888 fand bis zum Weltkrieg und Zm Elaspalast selbst, in de« erst am 1. I zar jährlich die von der Münchener Juni die Kunstausstellung eröffnet Änstlervereinigung veranstaltete inter- - - ----- > ntwnale Kunstausstellung statt, die uber-

an seltene Kunstwerke aller Künstler aus de ganzen Welt zeigte. Nach einer tuen Unterbrechung durch den Weltkrieg bäudes in Flammen. I un Inflation wurde die weltberühmte

Das Feuer breitete sich mit rasender KPausstellung wieder gezeigt.

Schnelligkeit aus und nahm ungeheuere »um zwei Stunden nach der ersten Ausdehnung an. Die Feuerwehr rückte | Festellung des Brandes ist der Elaspa- mit mehreren Schnellöschzügen an. Das lleberfallkommando mutzte die ganze Um­gebung absperren.

Gegen 4 Uhr stürzte der gegen die Augsbnrgerstratze gelegene Teil des Ge­bäudes unter furchtbarem Getöse ein. Das Stahlgerippe steht noch. Man darf anneh­men, datz das Ausstellungsgebände Mm grötzte» Teil vernichtet ist. Der Brand

b) auf der Einnahmeseite:

1. Gehaltskürzung

101 Mill.

2. Reichsversorgung

85 Mill.

S. Haushallsabstriche

120 Mill.

r»f.

308 Mill.

) auf der Einnahmenseite:

1. Zuckersteuer

110. MM.

2. Mineral-Zölle

75 Mill.

3. Statistische Abgaben

4. Uebergang zur Monatszah-

3 Mill.

lang bei der Umsatzsteuer

80 Mill.

Pis.

268 Mill.

Deckung zusammen

574 Mill.

Krisenfürsorge und Arbeitsbeschaffung.

Fehlbetrag bei der Krisenfürsorge

245 Mill.

für Arbeitsbeschaffung

140 Mill.

Zusammen:

385 am