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DerStahlhelm" in Breslau

150000 Stahlhelmer zum Appell Feldmarschall von Mackensen, von Seeckt und General Heye unter den Teilnehmem

Die Skagerrakfeier

das

Kommunistische Ueberfälle

Sr.ß$ ee.Mtg.

$tarburg o.8nlm

Montag,

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Schluß erschien in leuchtendem Mau Wort «Skagerrak" über dem Stadion.

nächst der in der Skagerrak-Schlacht ge­fallenen deutschen Seeleute. Dann gab er in seiner Ansprache ein Bild von der Entwicklung der deutschen Flotte und von ihren Erfolgen im Weltkriege. Das Ver­sailler Diktat habe dem DÄrtschen Reiche die Wehrmacht genommen. Wenn jedoch ein Staat das moralische Recht habe, von . Lockerheit zu reden, so sei es Deutschland.

Weiter führte der Redner aus, daß eine Verstärkung der deutschen Wehrmacht ne­ben dem Schutz der Grenzen eine Sen- fung der Arbeitslosenziffer, Wiederbele­bung sterbender deutscher Städte durch Garnisonen und eine Förderung der Volks­gesundheit und Erziehung bedeute. Der freiwillig betriebene Sport werde niemals alle Deutschen erfassen. Der Stahlhelm, so betonte der Redner, sei nicht reaktio­när, sondern der in ihm herrschende Geist sei der Geist einer neuen Zeit, der Geht der deutschen Zukunft selbst.

Rach der des öfteren von Frvntheil- Rufen unterbrochenen Rede Düsterbevgs sang die Menge mit erhobener Schwur­hand die dritte Strophe des Deutschland­liedes, worauf unter den Klängen des Fri- dericus-Marsches der Abmarsch der F<ch- nen erfolgte. Punkt 23 Ahr begann mit einem Böllerschuß das große Skagerrak- Feuerwerk. Minutenlang stiegen die Ra­keten in den nächtlichen Himmel. Zum

kW zweite große Veranftaltung des 12. Reichsfrontsoldatentages fand am Sonn­abend im Breslauer Stadion unter star­ker Beteiligung der Bevölkerung die Stahl- HÄm-Skagerrak-Feier statt. Die Zufahrtsstraßen zum Festplatz waren von Mettschenmassen dicht umsäumt. Etwa 50 000 Personen hatten in dem weiten Rund des Stadions Platz genommen. Tausende fanden wegen Aeberfüllung kei­nen Einlaß mehr. Riesige Scheinwerfer beleuchteten das große Rasenfeld. Beim Erscheinen des Kronprinzen mit seiner Familie wurden begeisterte Rufe laut, des­gleichen beim Eintreffen der Dundesführer.

Die Feier wurde durch gymnastische Vor­führungen des schlesischen Iungstahlhelms eingeleitet. Anter den Klängen des Preu» ßen-Gloria-Marsches zogen sodann die Musikkorps und Spielmannszüge, insge­samt über 500 Musiker, ein. Anschließend zogen die Fahnenabordnungen mit über 2000 Fahnen in das Oval ein. Der Vor­beimarsch der Fahnen dauerte eine halbe Stunde. Nachdem sie Aufstellung genom­men hatten, und während das große Oval des Stadions zahlreiche Fackeln säumten, setzte die Kapelle leise mit dem Nieder­ländischen Dankgebet ein. Machtvoll, von ZÄhntaufenden von Stimmen getragen, klang alsdann die zweite Strophe in die Nacht: «Herr mach' uns frei!"

Der zweite Bundesführer, Oberstleut­nant a.D. Düsterberg, gedachte zu­

leicht und einer durch Stichverletzungen im Rücken und im Gesicht schwer verletzt. In der Tauentzienstratze wurde der Bau­arbeiter Wierzewewsky aus Hindenburg überfallen. Er flüchtete, wurde aber nie­dergeschossen und mutzte mit einer Kopf­verletzung in das Krankenhaus eingelie­fert werden.

Dix Angreifer waren Kommunisten, die eine Uniform tragen, die der Stahlhelmnaiform ähnlich war. Sie waren mit einer braune« Hofe» Wind­jacke »ad einem schwarz-weitz-rote« Binder bekleidet.

Insgesamt wurden bisher 33 Personen in das Polizeigefängnis eingeliefert, unter ihnen einer wegen Mordverdachtes und neun wegen Landfriedensbruches

Eine Belohnung zur Aufklärung der Ur­heber de, Ausschreitungen gegen die

Stahlhelmer.

B e r l i n, 30. Mai. Für die Aufklärung der in den gestrigen Abendstunden am Eörlitzer Bahnhof, am Sennefel­der Platz und in der Skalitzer Stratze er­folgten Ausschreitungen gegen die abfah­renden Stahlhelme» Bai bau Naltreinrä-

Jn der Rächt zum Sonntag wurden im Anschluß an die Skagerrak-Feier des Stahlhelms an zahlreichen Stellen der Stadt kleinere Stahlhelmgruppen und ein­zelne Stahlhelmer sowie andere Personen von Kommunisten überfallen.

Bei eine« Ueberfall auf eiae Gruppe voa Stahlhelmleute« i« der Mehlgasse wurde der Stahlhelmman« Gustav Müller aug Erünberg durch einen Bauch, und Wirbelsäulenschutz tödlich verletzt.

Bisher find, wie der Polizeibericht meldet, sechs Personen, die fich an dem Ueberfall beteiligt haben und von denen nach den bisherigen Feststellungen einige der KPD. angehören, festgenommen. Der Regierungs­präsident hat auf die Ergreifung der Tä­ter eine Belohnung in Höhe von 1000 JL ausgesetzt. In zahlreichen anderen Fällen wurden Stahlhelmfahrzeuge mtt Stein­würfen überschüttet. Oft routben auch die Polizisten beschimpft. Sie wurden überall mit einem Steinhagel empfangen, mit Blumentöpfen aus den Fenstern und mit Stratzenkot beworfen. Bei einem Ueber­fall der Kommunisten, die fich meist in Stärke von 200 bis 300 Mann gesammelt hatten, wurden mehrere Stablbelmleute

Anzeiger Mr (das frühere kurhessische) Oberhessen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt nnd Kreis Marburg

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ta gudsttion von M11 «ld M1 Uhr.

ist eine wirksamere Osthilse als all die Pflästerchen, mit denen man bisher die Wunden und Röte der Ostmark zu ver­kleistern versucht hat. Unser Kamps ist ein guter Kampf. Er gilt der Freiheit und der Ehre und dem Wohlergehen un­seres deutschen Vaterlandes.

Dem gemeinsamen Gesang der Deutsch­landliedes, mit dem die Rede abgeschlos­sen wurde, folgte das Abschreiten der Front durch bte Bundesführer. Dann

Die Stahlhelm-Bunbesführer bei den Breslauer Behörden.

Breslau, 31. Mai. Die Bundesfüh­rer des Stahlhelms statteten am Sams­tag den Spitzen der Breslauer Behörden Besuche ab. Sie wurden von dem Ober­präsidenten Lüdemann, dem Landes­hauptmann Dr. von Thaer, Stadtrat Kühn als Vertreter des Oberbürgermei­sters, dem Polizeipräsidenten Thaiß, dem Divisionskommandeur General von Rundstedt, dem Kommandanten von Breslau, Oberst Willberg und den Ober­sten Spitzen der evangelischen Kirchenbe­hörden, den Generalsuperintendenten Zänker und Dr. Schian empfangen. Der höchste Vertreter der katholischen Kirche, Kardinalerzbischof Bertram, konnte die Stahlhelmsührer wegen Zeitmangel nicht empfangen.

Unfall eines Stahlhelmstranspvrtes.

Breslau, 30. Mai. Auf der Straße Neumark Deutfch-Lissa verunglückte heute nachmittag gegen 17 Uhr ein Last­kraftwagen, der mit Stahlhelmern aus Magdeburg besetzt war, als er sich an­schickte, ein Pferoegespann zu überholen. Drei Insassen wurden schwer verletzt. Das Lastauto stürzte dabei um. Einer von ihnen ist kurze Zeit darauf an der Unfallstelle verschieden. Die zwei ande­ren Schwerverletzten wurden in das Krankenhaus Deutsch-Liffa gebracht. Weitere zehn Insassen des Lastautos wurden leichter verletzt.

Ei« Stahlhelmauto mtt Kleinbahn zu- sammengestotzen.

Breslau, 31. Mai. Auf der Strecke PuppelauOhlau stietz in der Nähe von Ohlau ein Lastkraftwagen mit Stahlhel. mern aus de«, Landesverband Mittel­deutschland, Gau Mansfeld, mit einer Kleinbahn zusammen. Der Lastkraftwagen stürzte um. Zwei Stahlhelme, wurde« ge­tötet und 12 ickwer verletzt.

Breslau, 31. Mai. An dem Appell zmu Reichsfrontsoldatenlag nahmen etwa 150 000 Stahlhelmangehörige teil. Die Zahl der Zuschauer wird auf etzoa 80 000100 000 geschätzt.

Unter den Ehrengästen bemerkte man «.a. das ehemalige Kronprinzenpaar, den ehemaligen Ches der Heexesleitung, Generaloberst von Seeckt in Reichs­wehruniform und Generalfeldmarschall von Mackensen, der ebenfalls leb­haft begrüßt wurde.

Der Beginn der Veranstaltung wurde .Lurch Salutschüsse angekündigt. Es er» ffolgte zunächst eine Heldenehrung. Dann l sprach Divisionspfarrer a.D. Heinka. f!5r führte u. a. aus: Die Heldenehrung ist i der Hauptnährboden des Idealismus, tz Helden sind das Beste und Wertvollste I eines Volkes. Unsere Zeit will vom Hel- 1 bischen nichts wissen. Aber Helden ster- l'ten nicht, ob ihr Herz auch stille stehl, es schlägt weiter und wirkt weiter, ruft mit Macht zu großen Taten auf. Frontgeist Ist nicht Raub und Mord, Frontgeist ist nicht Gemeinheit und Niedrigkeit.

Frontgeist ist der Ausdruck des höch­sten Idealismus. Und als solchen setzen wir ihn entgegen dem Geiste der Zeit als dem Ausdruck des tief­sten Materialismus.

Nach dem katholischen Geistlichen er­griff Superintendent Math das Wort. In seiner Rede erklärte er u. a., das Ge­dächtnis an die gefallenen Kameraden veranlaßt uns, männlich dem ungeheuren Leid ins Auge zu sehen, das über Volk und Vaterland hereingebrochen sei. Allein aus der nationalen Bewegung er­wachse die Weltaufgabe des deutschen Volkes, den unüberwindlichen, Angriffs­geist des Christentums zu entwickeln.

Den Abschluß der Heldeneyrung bll- dete das gemeinsam gesungene Lied vom guten Kameraden.

Tann erfolgte die Weihe von 25 neuen Fahnen durch den zweiten Vorsitzenden D u e st e r b e r g. In seiner Deiherede fiihrte der Bundesführer u. a. aus: Der Frontgeist lebt in Millionen und wird wie eine Flamme das deutsche Volk einst erfassen. Möge der Tag einst kommen, an dem diese Fahnen über einem geeinten befreiten Deutschland wieder wehen.

Hieran schloß sich eine Rede des ersten Vundesführers S e l d t e. In dieser heißt es u. a.:

In gleicher Zahl und Geschlossenheit wie vor acht Monaten in Koblenz seid Ihr heute in der Hauptstadt des bedräng­en schlesischen Landes aufmarschiert. Trotz aller wirtschaftlichen Rot habt Ihr wieder in vorbildlicher Treue zu unserer Idee Entbehrungen auf Euch genommen, Um für die Macht und das Recht des Stahlhelms zu zeugen. Hier steht Ihr wi Zentrum des umkämpften Grenz­landes.

Wir fordern an dieser Stelle, daß kein Mittel der Innen- und Außen- politik ungenützt bleibt, das geeig­net ist, der bedrängten Ostmark wirk­same Hilfe und Kräftigung zu bringen.

Unser Kamps um Preußen, den wir mit dem Volksbegehren begonnen haben und den wir mit dem Volksent­scheid erfolgreich durchführen werden.

folgte der Vorbeimarfch des Stahlhelms. Lebhaft begrüßt wurden die oberfchlesi- fchen Abteilungen, die zum Teil in Bergknappentracht marschierten. Viel bemerkt wurde, daß im Landesver­band Grotzberlin auch der ehemalige Chef der Heeresleitung, General Heye, am Zuge teilnahm. Der Vorbeimarsch dauerte mehrere Stunden. Zu Zwischen­fällen ist es bei der Kundgebung nicht gekommen.

fidium eine Belohnung von 3000 5UC S" tzi. Da Handzettel verteilt find, die die UnterschriftDas re­volutionäre rote Berlin" trugen, in betten aufgefordert wurde, bei der Abfahrt bei Stahlhelmer zugegen zu fein, um ihnen den Abschied vom roten Berlin recht schwer zu machen", muß angenommen werden, daß die Gewalttätigkeiten plan­mäßig vorbereitet und unter ein- heiüicher Leitung durchgeführt worben stick.

Ein Polizeibeamter als weiteres Tickes» apfer. _____

Berlin, 30. Mai. Die Ueberfälle a« Feitagabend auf Stahlhelmer in der Nähe des Eörlitzer Bahnhofs, bei denen auch einige Poltzeibeamte verletzt wurden, habe« ein weiteres Todesopfer gefordert. De, 37jährige Polizeihauptwachtmeister Paul Zänker ans Riederfchönhanfen, der mst einem Bauchschuß im Polizei- krankenhaus lag. ist seiner schwere« «Bet» letzmrg erlegen.

Drei Tote bei den Hagener Zusammen­stößen.

Essen, 30. Mai. Wie auf Anfrage vorn Hagener Polizeipräsidium mitge­teilt wird, hat sich die Zahl der Toten der blutigen Zusammenstöße zwischen Kom­munisten und Nationalsozialisten am Don­nerstag abend inzwischen auf drei er­höht. Am Samstag vormittag ist auch der schwerverletzte National­sozialist Hubert seinen Ver­letzungen erlegen.

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