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Rr. 124 ________________________CWtfWWt TOMJW« «. L. ewgggb, d«, 30. Mai 1931

Gott gründ'! fich ohne Grund «d mißt sich ohne Mick;

Bist du ein Geist mit ihm, Mensch, so verstehst du das."

(AngÄus SUefius).

Ist der Nachsatz nun Ironie oder Ber- heitzung? Wahrscheinlich beides. Die schlichte Hausbackenheit des schlesischen Spruchdichters läßt die Abwchr des Ver­stehens und Verstandenhabens um i^en Preis als gute und berechtigte Absicht er­scheinen, aber gleichzeitig ist der Verfasser jener bekannten EesangbuOieder3) will dich lieben, meine Stärke" und ,Mir nach! spricht Christus, unser Held" zwei­fellos einer jener mystischen Frommen, die oom Versenken des Menschen in Gott und von der Verschmelzung mit sinem Wesen durchaus im Ernste reden, nicht bloß im Sinne einer herrlichen Unmöglichkeit. Es kommt also darauf an, was unterver­stehen" verstanden wird. Davon hängt allerdings sehr viel ab; nicht nur der Sinn dieses nun einmal geprägten Spruches, schließlich ist es ja nicht so weltbewegend, ob man einen Ausspruch irgendeines noch so bedeutenden Menschen richtig oder falsch, oder überhaupt nicht erfaßt son­dern es hängt genau davon ab, ob man des göttlichen Geheimnisses froh werden kann, oder ob es einen unablässig bedrückt und peinigt. Denn von einem Geheimnis ist die Rede: Was sich ohne Grund gründet und ohne Maß mißt, was also abgründig endlos ist und doch kein bloßes, schauer- üches Loch, in dem alles verloren ist, was hinein versenkt wird, was fich dennoch gründet und mißt so unzugänglich es un­sren irdischen Maßen sein mag, das ist ein Geheimnis schlechterdings. Wie tastet fich doch unser menschlisches Denken und Reden an dieses llnausdenkliche und Un­aussprechliche heran! Wie seltsame Ee- dankenprägungen hat menschlicher Geist versucht, gleichsam um nur ein paar Strah­len dieser Sonne, nur ein paar Töne die­ser unendlichen Harmonie unserem Auge, m^ere« Ohre faßlich zu machen! Etwa das alte Dogma von der Dreieinigkeit, die doch nie als ein errechenbares Zahlenspiel ge­dacht ist. gehört in diese Richtung, aber es gibt solcher Prägungen noch viel mehr. Warum muß denn immer wieder unsere verzweifelte Sprache Zuflucht nehmen zu Gedankengebilden voll Widerspruch und Wortgebilden, die ihren Sinn verlieren, wenn man sie ebenwörtlich" nimmt? Weil unser Denken und Reden aus der iichischen Notwendigkeit, fich zurecht zu fin­den und einander mitznteilen, erwachsen ist, weil es fich aber hier um ein Wisien handelt, das in unseren irdischen Bezirken kein ernzig zulängliches Gleichnis hat. Wir kennen keinen Ahgunh, in den wir uns stürzen könnten, nicht um vernichtet, sondern im Gegenteil um am sichersten ge­borgen zu sein. Irdische Fernen machen uns Fernweh, solange wir Hekmat haben, unb Heimweh, wenn wir hinauszogen! und Heimat ist uns immer ein begrenzter, kein grenzenloser Bezirk. Mit der Sehn­sucht nach Gott ist es ganz anders; fie ist Fernweh und Heimweh in Einem, sie kann gestellt, aber nie satt werden. Hier gehen Glück und stetes, ringendes Verlangen so ineinander über, daß es ganz unverkenn­bar wird, wie es fich hier um etwas ab­solut unterirdisches handelt. Nur zeitweise überwiegt das Eine oder das Andere; aufs Ganze gesehen wird keiner sagen können, Gott habe ihn traurig oder glücklich ge­macht. Gott suchen oder Gott haben steht gänzlich über und außer dem Erlebnis von Glück und Unglück. Seele, verstehst du das?

Verstehen in dem Sinne, wie man vwas mit dem Verstände versteht, einen wiffen- schaftlichen Lehrsatz ober einen Handwerks- kniff, tut das keiner von uns. Aber ver­stehen nicht warum, aber daß es so ist, das kann man schon, wenn man genug da­von erlebt hat, wenn man zur Genüge satt vor Hunger und hungrig vor Ueppig- keit gewesen rst. Das aber gibt Gott nur selber, da hilft kein Grübeln oder sonstig« Mühen. Darum er schicke, was er will, ein Glück, «in Leid, immer sollten wir un­sere Seele offen halten für die Frage, ob er nicht darin uns eins machen will mit Eem Geiste. Die Offenbarung des Eei- ist kein in erster Liniegeistiger", fon l eingeistlicher" Vorgang, womit die Sprache meint daß er nicht unseren, son­dern Gottes Gesetzen folgt.

Diek.

* Marburg im Rundfunk. Am 14. Juni wird im Frankfurter Rundfunk eine Reportage durchgegebeu über Marburg, ins­besondere über die Bedeutung des Elisabeth- jahres xnb bet Marburger Festspiele. ____

Dle Waflrrvttsorsutlg der Stadt Marburg

Wisseu Eie schon, daß 6ie täglich für Jfw- Person ca. 127 Liter Wasser ver­brauchen? Und wisien Sie schon, woher das Wasier kommt, das 6k täglich be­nötigen? Die Mehrzahl der Menschen fragt allerdings nicht nach den Dingen, bie ebenselbstverständlich" sind. Des Wassers erinnert man fich nur, wenn man es einmal entbehren muß und erst bann weiß man das köstliche Naß zu schätzen, von dem hier unter Berück­sichtigung bet Marburger Was- serversorgung einmal die Rede sein soll.

Durch bk Wasserwerkseinrichtungen bet Stabt wirb zunächst bas Stabtgebiet, ferner ein Teil bet Gemeinde Marbach unb Darüber« Khenb auch bie Eemeinbe Wehrba mit Was- versorgt. Das Wasier wird an drei Stellen gewonnen: im Quellengebiet Mar­bach, im Quellgebiet Webrda (Kaltebach) und im Erundwasierwerk Wehrda. Bon diesen Waffergewinnungsstellen ist bie Quellenan­lage in Marbach die älteste. Das Wasier der Morbacher Quellen wird in einem Brunnen- Haufe gesammelt und von diesem mittels 2 Rohrleitungen dem Renthof-Wasserbehälter der Stadt zugeführt, in 24 Stunden etwa 250 Kubikmeter.

Im Jahre 1879 erwarb bie Stabt, unweit des Weißensteins, bas Quellgebiet in Wehrda, Kaltebach genannt, legte dort 4 Quellenfas­sungen mit Sammelkammer an und führte das gewonnene Wasier, (200300 Kubikmeter pro Tag durch eine 5 Kilometer lange Lei­tung ebenfalls den Renthofbehälter der Stadt M.

Sie rasche Entwicklung der Stadt erfor­derte bald die Erschließung weiterer Wassermengen.

Aus diesem Grunde kaufte die Stadt 1891 in Wehrda bas Mühlengrundstück mit Was­serkraft. Dort wurde im Laufe der Jahre das heutige Erundwasserwerk geschaf­fen. (Es umfaßt zunächst 9 Kesselbrunnen, die mittelst Heberleitungen das Wasier dem Sammelbrunnen zuleiten. Aus letzteren ent­nehmen 4 Wasierpumpen, angetrieben durch Wasietturbinen und Elektromotore, das Was- fet und führen es durch drei Rohrstränge nach den Wasierbehältern der Stabt: Rentbofbe-

bälter. Schloßbergbehälter und Ortenbergde- hälter.

Sie Tagesförderung des Grundwasier- werkes schwankt je nach Bedarf zwischen 2600 und 4500 Kubikmeter.

Renthofbehälter unb Schloßbehälter versor­gen bas Stabtgebiet rechts bet Lahn mit Wasier. Der Schloßbergbehälter, im Stabt« pari gelegen, speist bas Rohrnetz bet Hoch­zone, das in den Straßen zwischen Schloßpark und Wettergasie unb Barfüßerstraße, sowie in bet Roserstraße unb Rotenbergstraße liegt. Der Renthofbehälter speist bas Rohrnetz der Tiefzone, das fich durch Nord- und Süboiertel der Stabt zieht.

Das Wasserrohrnetz auf bet linken Lahnseite verteilt sich ebenfalls auf Hoch- unb Tiefzone. Zur Hochzone ge­hören die Rohrleitungen der Georg Voigt- Straße, Ortenbergplatz, Elsäger- unb Loth­ringer Straße, benen das Wasier vom Orten« bergbehälter, im Walde unterhalb Spiegels­lust liegend, zugeführt wird, die _ ü6ngen Straßen dieses Stadtgebietes gehören zur Tiefzone, deren Rohrnetz mit Wasserbehälter unterhalb der Weintrautseiche znsarnmen- hängt.

Das Rohrnetz des neuen Stadtteiles Ockershansen roirb im Lause des Som­mers an da« Rohrnetz des Schloßbergbe­hälters angeschlosien werden.

Die Eesamt-Wasferabgabe des verflosienen Jahres betrug 1185 005 Kubik­meter. Davon wurden 796 131 Kubikmeter 67,13 Prozent verkauft, 388 874 Kubikmeter 32.87 Prozent entfallen auf Verbrauch für öffentliche Zwecke und Verluste. Der Ver­brauch für öffentliche Zwecke erstreckt fich auf Straßenbauarbeiten, Straßensprengung, Ka­nalspülung, Feuerlöschzwecke, 6pring«_ und Laufbtunnen, Druckstander und BedLrfnis- häuser. Die durchschnittliche Tages­abgabe Betrug 3250 Kubikmeter Wasier = 127 Ltr. pro Kopf der Bevölkerung, bk höchste Tagesabgabe 4800 Kubikmeter 188 Ltt. pro Kopf bet Bevölkerung.

Die WasierWerksanlagen unterliegen bet Aufsicht bes Kreisarztes, bie Wasierbeschafsen- heit wirb burch häufige Wasseruntersuchun- gen, bie bas Institut für Hygiene ausführt, nachgeprüst.X.

Die Notlage der AunMrerlnnen

3m Rahmen her Tagung des Ver­eins deutscher katholischer Leh- rerinneniuMarburg fand, wie man uns schreibt, auch eine eigene Versammlung der Iunglehrerinnen statt, die zum Teil schon seit 1214 Jahren eine Beschäfti­gung in ihrem Berufe herbeisehnen. Sie gab ein erschütterndes Bild von der see­lischen und wirtschaftlichen Notlage in ihren Reihen. Ihre Forderungen und Wünsche legte der Verein in der nachstehenden Entschließung den behördlichen Stellen und der Oeffentlichkeit vor.

Entschließungen des Bundes btt Schul- amtsbewerberinnen zur Notlage der Iimg- lehrerschaft ht Preußen.

Die 46. Mitgliederversammlung des Vereins katholischer deutscher Lehrerinnen stellt sich hinter die Forderungen feines Bundes der Schulamtsbewerberinnen und bittet die Vereinsleitung, die folgenden Entschließungen mit allem Nachdruck beim Preußischen Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung zu vertreten:

1. Der Minister möge den Spar­maßnahmen derStädte.die ccktent- halben in erschreckendem Umfange ein­gesetzt haben, Einhall gebieten, denn sie entziehen der Volksschule die dringend not­wendigen jungen Kräfte, fie unterbrechen und erschweren die schulische Ausbildung der Junglehrer und treiben den Lehrer­nachwuchs in Verbitterung und schwerste wittschaWche Not.

2. Der Minister möge die Srihaltu ng der FortbildungSziwfchüsse um je­den Preis sicherstellen imb für die so­fortige EirSeziehung aller katholischen Junglehrer-Jahrgänge in diese HÄfSmvh- nahme Sorge tragen.

3. Der Wimster möge sich dafür ein­setzen, dich die in Zukunft fveiwerbenden

Mittel aus dem Fonds für FortblldnngS- zuschüsse zur Einrichtung von neuen HilfS- lehrerstellen verwandt werden. >

4. Das Ministerium möge veranlassen, daß der Erlaß HIIIE 2000/30 U MI, (Zen­tralblatt 1931, S.63):Einberufung, Ver­setzung und Entlassung von SchulcrmtSbe- Werbern" beobachtet wird, insofern, als die Abberufung oder Versetzung von Hilfs­lehrern, sowie auftrags- und vertretungs­weise beschäftigten Schulamtsbewerbern diesen möglichst lange Zeit vorher bekannt- gegeben werde, da dies in der Praxis lei­der oftmals nicht geschieht.

5. Das Ministerium möge verfügen, daß in dieser schweren Krisenzeit mit ihrer wirt­schaftlichen Ansicherheit Junglehrer, die in Privatschuldienst beschäftigt sind, von ihren Regierungen ausAntrag beurlaubt werden, so lange ihr Dienstauftrag läuft, ohne daß ihre Rechte in der Bewerber­liste dadurch verkürzt werden.

6. Der Minister möge darauf hinwirken, daß der Abbau der verheirateten Lehre­rinnen und Dewerbettnnen nach den glei­chen Grundsätzen erfolge wie durch die Ab­baugesetze in den Jahren 19241929, da unsere Zeit mit ihrer erschreckenden Ar­beitslosigkeit diese Forderung noch stärker bedingt als die damalige.

7. Der Minister möge die Amgestallung der beruflichen Fortbildung der seminattfch gebildeten Schulamtsbewerber (Hospitation und Tellnahme an den A.E.) herbeifüh- ren, so daß diesen die Ablegung der zwei­ten Prüfung ermöglicht wird.

8. Der Minister möge entgegen dem Er­laß vom 16. April 1931 die staatlichen Zu­schüsse für die A.E. so lange Wetter be- wMgen, als für die Hospitanten der Be­such derselben zu ihrer Fortbildung der- pflichtend ist.

Wo find bk Maikäfer?

Dem aufmerksamen Naturbeobachier wird es nicht entgangen sein, daß in diesem Jahre die Maikäfer fast vollständig fehlen. Trotz­dem die Witterung für fie bis jetzt außer­ordentlich günstig war und es an lauen Aben­de« nicht fehüe, bekommt man höchst selten einen der braunen Brummer zu Gesicht. Un­sere Jugsch, die mit Zigarrenkistchen bewaff­net in den Wald zieht und dort di« Bäume toüttdi, kehrt meist ohne Beute heim. Wo find die Maikäfer geblieben? Darüber zer­bricht man fich die Köpfe, da auch von an­

derswo ihr Fehlen gemSdet roirb. Es wird in dem späten Auftteten des Winters seinen Grund haben, der biesmal erst anfangs März mit großer Kraft einsetzte. Hm diese Zeit sitzen die Maikäfer aber schon ziemlich nahe an der Erdoberfläche, in die in diesem Jahre der Frost rnt März ziemlich tief embrang unb der bewirkte, daß die Käser erfroren. So ist ihr Fehlen in diesem Jahre wohk zu erSären. Da der Käfer 4 Jahre zu seiner Entwicklung gebraucht, wird auch das Jocht 1935 arm an MaMfern sein.

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Was Mr von der Nrejse wissen muß

In der SammlungHilf dir selbst", Verlag W. Stollfuß-Bonn erscheinen in zwangslojer Folge kleine Hefte, bie zu allen möglichen ~a« gesfragen Stellung nehmen, seien sie steuer­licher Art, rechtlicher ober faufmännttoer Art, sei es, daß sie zu weniger wichtigeren Tangen, wie bas Schachspiel, die Likörbereitung nn Haushatt u. a. m. Stellung nehmen. Wie es aber sei, bk Heftchen zeigen sich durch Ueber« sichtlichkeit unb knappen Inhalt aus. Die Ausführungen finb einfach gehalten unb setzen irgendwelche Kenntnisse nicht voraus, wo­durch der Laie auch Einblick gewinnen kann in Dinge, die ihm sonst ftemd sind.

So gibt auch bas uns vorliegenbe Heft­chenWas jeber von bet Presse wis° en muß" von Schriftleiter G. Friedel einen recht anschaulichen Einblick in den Betrieb einer Zeitung. Die Entwicklungsgeschichte ber Tagespreise wirb behandelt, die Herstellung der Zeitung die Bedeutung des Inseraten­teils, das Pressegesetz unb was hier be= anbei» herausgestellt sei ber Verkehr mit ber Presse. Manches wirb hier ge« agt, das auch für unsere Leser von Wich- stgkeit ist und deshalb wiedergeben werden M.

Zmn Beispiel: Wie adressiere ich eine Sendung an die Zeitung? Meist ist die Anschrift fasich ober wenigstens unvollständig, denn bie Expebition wirb nrit der Redaktion verwechselt. Darum achte man darauf, daß Sendungen mit Berichten an die Schriftleitung und Sendungen mit Inseraten an die Anzeigenabteilung gerichtet werden. Und noch besser ist es, wenn bei der Zusen­dung von Berichten als Empfänger die Po­litische« ober Lokalredaktion gekennzeichnet wird da auf diese Weife bas Manuskript direkt in die richtigen Hände tonrmt Nie sollte der Artikelschreiber den Brief an einen Redakteur persönlich richten. Es kann Vor­kommen, daß der Redakteur erfrantt, be­urlaubt ober verreist ist, bann erleidet bk Veröffentlichung nur eine tmfiebfame 93er« T^eri chten, vor alten Seteins» berichten, muß von den Einsendern schon von vornherein geprüft werden, ob bk Aus­führlichkeit bes Berichts auch wirklich für bie Allgemeinheit Ichteresse bat Sobald nämlich ber Bericht gekürzt erscheint, ergibt fich mtift ein Sturm ber Entrüstung der fich aber rar ans ber Unkenntnis übet die Der- häktnisse bei bet Presse erklären läßt. Wer bk unerbittlichen Zwangsläufigkeiten, mit benen jeber Zettungsbetrieb täglich rechnen muß, kennt, ber roirb auch bestimmt sein Ver­hakten der Zeitung gegenüber einzurichten wissen. Oberster Grundsatz sei also: Knapp- hert. Fetner sei bemerft, daß ein Bericht niemals vom Standpunkt eines Vereinsniit» gtebes als solches oder als Einzelpersönlich- tt abgefafjt fein darf. Verständlicherweise muß doch bk Zeitung ber Berichtende sein. Es darf also niemals heißen: unser liebes Vereinsmitglied unser Vorsitzender, unser Orchester usw., sondern: ber Vorsitzende, das Vereinsmitglied usw. Weiter muß darauf hingewiesen werden, daß jeder Leser Ein» fachheit im »Ausdruck und kurze klare Satzbildung als eine Wohltat empfindet. Und schließlich sei noch auf einen technischen Mangel hingewiesen, den viele Be­richte aufweisen. Die Manuskripte find meist doppelseitig beschrieben. Sie müssen aber für Redakttonen einseitig beschrieben sein und zwar deshalb, weil die Manuskripte bei der Verteilung an die Maschine zerschnitten werden müssen. Zusammenfassend sei noch­mals das Wichtigste aufgezeigt: 1. Manu­skripte einseitig beschrieben, 2. kurze Erfassung oes Wesentlichen unb 3. eine einfache und klare Form.

Noch ntetes anbere erzählt bies Büchlein, bas nur eine Mark kostet von ber Presse, bie ihre Leser freundlichst bittet, diese kleinen Winke zu beachten. st.

* Frauenhilse der Pfarrkirche. Die nächste Mvnatsoersammlnng findet einer Kirchenvorstandsfitzung wegen erst am 8. Juni statt.

* Zur SchwankaufFührung bet Schauspieler bes Gießener Stabt« tbeater wirb uns geschrieben: Am 1.Juni abends 20 Uhr, veranstalten die Mitglieder des Gießener Stadttheaters eine Benefizvor­stellung zu Gunsten ber Mitglieder, die über den Sommer (Juni, Juli August) ohne Be­schäftigung sein werden. Das Ensemble hofft sicher auf ein zahlreiches Erscheinen bet Marburger Freunde, betten dadurch Gelegen­heit gegeben ist, ihren Dank für manchen wohlgelungenen Theaterabend des Winters zum Ausdruck zu bringen. Zn Szene geht ,,2) a s öffentliche Aetgetni s", der neueste Schwank Franz Arnolds. Regie hat Heinrich Hub. Die übrigen Rollen sind be­setzt mit dem größten Teil bes Gießener Ensembles.

vrieflasten »ex Schrffttettun«.

D.-Sarnau. Auf bie Grenze selbst barf ein Zaun nur gesetzt werden, wenn es sich um Hoftänme handelt.

Verlag Dr. T. Hitzeroth. Hauptschriftleiter und verantwortlich für Po­litik und Feuilleton: Dr. Ernst Scheller: für Kommunalpolitik, Provinz und Lokales: Lothar Schneider, sämtlich in Marburg.

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