120
Rr. 120
OberSeMheZeSm«, Marburg a. L. Dämsta«. b« 26. Mai »31
en
Neu, oie Ai,
Stein, 'idjfaHs ieilich« Zen bet
m
Ite.
meld«, ng bq 'N die 0e Skt ^be, auf bi, llNg bfi do ge, Stich che Lt batten morsen leamtei blaue, Stein tätiflnis 5 eine, rf aus ab, bet
lilitin,
Tn
-chisch« ist et n Eget terabe, etloiex -lande, lbschlch :etnieti
:ubc
0), 25. ■triebs b voraus bet te, bd iittete, beider io Vc- bereits lkorunz uch btt rtbert.
Tot«,
bmetes ßfingft ortver- im 6» lls fit Garte, h nach stürzt, eine in de» Folge« i a ch!
Poli. Immen j eine
D« i aus schwer- u aus an die ttorrai unten iblii
llschai- ange-
Sieben kruder tschess, Hofrat einem a mal egeben seine Finder -ftaftbe ÖMrat 5 ftine wor-
bauen er bei nontag San* Boot et»« stürzt! krude!
beide Kelle«, i Hie« Erfolg e nofl
ntog
Unfall« auf 1‘ n -n*2 einer len um eine«
Einweihung des Schlageter-National
-Denkmals
Unter überaus starker Beteiligung fand Sonntag nachmittag in Düsseldorf die feierliche Weihe des Schlageter-National- Denkmals auf der Golzheimer Heide statt, das deutsche Volksgenossen Albert Leo Schlageter und allen denen schufen, hie während der Jahre 1921—1925 Opfer des widerrechtlichen Einmarsches in die Lande an Rhein und Ruhr wurden.
■Ä IM W
Schon am frühen Vormittag Je^te der Anmarsch der zahlreichen Verbände und Vereine ein, die mit ihren Fahnen und Bannern geschloffen an dieser Feier teilnahmen.
Mehr alg 25 000 Mensche« füllten zu Beginn der Feier die geräumigen Denkmalsanlagen.
Erschienen war als Vertreter der Reichs- regiernng Reichsminister Treviranus mö> als Vertreter des Reichstages Mze- prästdent von K a r d o r f f; anwesend waren ferner Reichskanzler a. D. Cuno und die Reichsminister a. D. Jarres und Becker, die dem „Ruhrkampfkabi- nett“ angehörten, sowie Vertreter der Landesregierungen, des Reichswehrkommandos, der Provinzen, Regierungsbezirke, Kommunen und zahlreicher anderer weltlicher und kirchlicher Behörden. Auch die Angehörigen Schlageters imb der übrigen Todesopfer nahmen an der Feier teil.
Nach einem Orchestervortrag leitete der Vorsitzende des Denkmalsausschusses,
Dr. Max Schlenker.
Düffeldorf, die Weihefeier mit einer An- fpradje ein.
Drei Denkmäler ragen in Deutschlands Grenzmarken für zukünftige Zeiten und Geschlechter als Mahnzeichen an das schicksalsschwerste Jahrzehnt der Geschichte des Reiches auf: Tannenberg in Ostpreußen, der Stein auf dem Annabe r g in Oberschlesien und hier im Westen, am deutschen Schicksalsstrom das stählerne Schwurkreuz des Schlageter- Ehrenmals, geweiht dem Andenken Albert Leo Schlageters und dem aller Todesopfer des Ruhrkampfes, Gedächtnisstätte für die in schwersten Prüfungen bewährte Treue der Lande an Rhein und Ruhr zu Volk und Reich. Ein unsichtbarer Ring verbindet diese drei Weihestätten vaterländischen Gedenkens zu einem unzerreißbaren Ganzen. Wir haben Abstand gewonnen von den Ereignissen, deren Er- tnnerung diese Denkmäler festhalten, die uns heute in ihrer Größe fast als unwirklich erscheinen. Unerbittlicher Siegerwille und Siegerübermut ließen das deutsche Volk den bitteren Leidenskelch der unter dem Zwang erdrückender militärischer Lebermacht erfolgten Waffenstreckung bis zur bitteren Neige auskosten. Unter dem Bruch feierlich gegebener Versprechungen legte ein Diktat, das mit dem Namen Frieden nichts gemein hat, dem Reich Bedingungen auf wie sie in der Gerichte kein Gegenbeispiel finden. Aber das Schlimmste sollte uns noch bevorstehen. Als die bisherigen Versuche gescheitert waren, den deutschen Raum tn Europa zu zerschlagen, da setzt« hier im Westen Frankreich zum letzten Stoß an. Unter haltlosen Vorwänden brach die französische Armee in das Land friedlicher Arbeit, in das Rhein- Ruhrgebiet ein, um von der Herzkammer der deutschen Wirtschaft Besitz zu ergreifen und von hier aus die Adern zu unterbinden, aus denen ganz Deutschland Leben und Blut empfing. Hunderte von Industrie- und Verwaltungsführern, Tausende von Arbeitern, Angestellten, Gewerbetreibenden und Beamten büßten ihre mannhafte deutsche Haltung in fremder Kerkerhaft.
lieber 180 000 Deutsche mußte« Haus ««d Hof verlaffe«. 141 Bolksgttwsse« erlitten i« Auswirkung der Besatzungsmaßnahmen den Tod, und als edelstes Opfer mußte Albert Leo Schlageter an dieser Stelle nach dem Urteil des Kriegsgerichtes vor französische« Gewehre« sei« Lebe« aus hasche».
Aber sein Blut war nicht umsonst geflossen und die unsäglichen Opfer wurden nicht vergebens gebracht. Aus dem eisernen Widerstand an der Ruhr wuchs das Reich zur neuen Einheit zusammen, mit der die Weltpolitik wieder zu rechnen beginnen mußte und die nicht als ohnmächtiges Gebilde zur Seite geschoben werden konnte.
Der Erinnerung an diese schwerste Zeit unserer Geschichte soll das Denkmal, das hier geschaffen worden ist. gewidmet sein, geweiht dem ganzen Volk an Rhein und Ruhr als Ehrenmal für seine unerschütterliche Treue zum Reich. Aufragen soll das Kreuz als mahnendes Schwurzeichen, vor dem das deutsche Volk und vor allem die deutsche Jugend den Treuschwur und das Bekenntnis zu seiner Geschichte und zu seiner nationalen Selbstbehauptung ablegt.
Im Namen des Ausschusses für die Errichtung eines Schlageter-National-Denk- mals übergebe ich das vollendete Werk Herrn Oberbürgermeister Dr. Lehr als Vertreter der Stadt Düsseldorf in Obhut unb Schutz.
Im Anschluß an die Rede Dr. Schlenkers übernahm der Oberbürgermeister der Stadt Dügeldorf,
Dr. Robert Leh, das Denkmal mit etwa folgenden Ausführungen:
Dieses Kreuz aus deutschem Stahl erinnert die Lande an Rhein, Ruhr und mit ihnen das ganze Vaterland an die bitteren Jahre, in denen wir hier gemeinsam das Leid Deutschlands und unserer Heimat trugen. Wir haben Verständnis für die Jugend, die sich dem Gesetz des duldenden Ausharrens nicht unterwerfen wollte, sondern zur Tat überging. Wir neigen uns vor ihrem Mut unb' vor ihrer Ueberzeu- gung. Der Mann, an dessen Tod diese Stätte erinnert, Leo Schlageter, har durch sein mannhaftes und aufrechtes Sterben auch diejenigen versöhnt, die in duldendem Ausharren die wirksamste Abwehr sahen: sie alle achten schweigend seinen Tod, der größer war als seine Tat. Mr haben ihn eingereiht unter die Män-
res innerpolitischen Lebens, das man sich selbst an der Leiche eines der besten Volksgenossen befehdet hat.
Wäre Schlageter in einem anderen Land gefallen, so gefalle«, wie er fiel, er wäre z«m Heilige« gemacht wor- de« «nd man hätte ihn gefeiert n«d gepriesen in alle« Schichte« «nd Parteien seiaes Volkes.
Beschämender Weise war es bei uns anders. Zwar ging ein eisiges Entsetzen, ein erschütterndes Grausen durch alle deutschen Lande, als bekannt wurde, daß in der Morgenfrühe des 26. Mai 1923 eine widerrechtlich eingedrungene feindliche Militärmacht mit ausdrücklicher Zustimmung ihrer Heimatregierung gewagt hatte, im Frieden einen Deutschen auf deutschem Bode« standrechtlich zu fiifilieren. Aber bann würbe dieser, doch dem ganze« deutschen Volk« gehörende Mann in das Parteige- zänk gezogen «nd Gegenstand parteipolitischer Ausbeutung für und wider.
Der heutige Tag ist ein Ehrentag für Düsseldorf, die Rheinlande «nd das Vaterland.
ner und Frauen, die handelnd ober leibend fielen im Ringen um die Freiheit ^rheinischer Heimat.
Viele Namen stehen eingegraben unter diesem Kreuz. Ihre Träger sind dahingegangen als Opfer der Gewalt, die ihnen Heimat und Volkstum nehmen wollte. Wen« wir heute froh fühlen, daß wir frei sind, auf heimatlichen Boden, so sei dankbar zuerst gedacht, die ihr Leben um das kostbare Gut der Freiheit ^ergeben mußten.
Märtyrern der Heimat, Märtyrern der Treue gilt dieses Denkmal. Ihre Treue fordert unsere Treue. Mit dem Dank an die Toten übernehme ich dieses Denkmal in die Obhut der Stadt Düsseldorf. Wir werde« diese Gedenkstätte als ein Mal der Heimatliebe bewahren, pflegen und verehren.
Die Weiherede hielt Reichsminlster o. D. Oberbürgermeister Dr. Jarres- D«isb«rg.
Mit besonderen Empfindungen sage ich den Weihespruch des Tages Denn bte Stätte, wo Albert Leo Schlageter sein junges Leben in wunderbarer Heldenhaftigkeit aushauchte, ist mir ein heiliger Ort, zumal jetzt wo diese Stätte auch dem bleibenden Andenken der 141 Tobespofer bes Ruhrkampfes gilt, von denen einer nut nahetrat.
I« den furchtbaren Sorgen unserer Tage kommt uns die Zeit der Besatzung und des passiven Widerstandes vor wie eilte langüberstandene Vergangenheit. Es scheint das Los bes Deutschen zu sein, alle nur benkbaren Möglichkeiten nationalen Unglücks zu burchleben. Wenn bem so ist, kann bie Erinnerung an bte Ueberwin- bung bet Ruhrkampfzeit, an bieses ganz große nationale Erlebnis uns nur mit höchstem Stolze unb zugleich mit Vertrauen darauf erfüllen, daß ber geschichtliche Beruf ber Deutschen noch lange nicht zu Enbe ist. Zwar mischt sich in biese be- glückenbe Erinnerung auch so mancher enr- täuschenbe Zug nationalen Versagens. Es ist bezeichnend für die Zerrissenheit unse-
Denn die hier geehrt werden, haben ihrem Vaterlande, ihrem Volke Ehre gemacht. Das wußte die chemisch-wchfälische Bevölkerung, daß es Opfer, schwere Opfer kosten würde, als sie i« Führung unb Masse den Anstoß zum Mderftande gab. Auch darüber war sie sich auch von Anfang an im Klaren, daß dieser Widerstand nicht rein passiv bleiben könne, daß neben dem Dulden auch aktives Handeln erforderlich werden würde, dessen Folg«! natürlich ein jeder für sich zu tragen hatte. Wir wollen es nicht vertuschen, daß wir stolz darauf sind, berartige, bis zum letzten Opfer entschlossene Männer «nd Frauen in unserer Mitte gehabt zu haben.
Albert Leo Schlageter war einer bet Entschlossenen, bte. ohne irgend em Lebe« gefährde« zu wollen, darauf sannen «nd darnach handelte«, den felndliche« Enrbrmhsmechantsmus P» stören.
Noch einer solche« Handlung verhaftet, hat er in einer so wundervollen HaDmg seinen Mann gestanden, daß sei« Heldentod ei« Mannesvorbild für alle Zeiten bleibt Seüch verrateir, deckt, ertbis Zuletzt
alle Mitverdächtigen unb rettet sie vor gleichem Schicksal; selbst ei« rauher Soldat, ber im Krieg unb in den fast noch härteren Erenzkämpfen der Nachkriegszeit in jugendliche« Draufgängertum seine Haut fürs Vaterland zum Markte trug — unb babei ber gehorsame, kinblich ergebene Sohn seiner Eltern, ber treue 23’— «er Geschwister unb, was vor allem zu Herzen geht — ber schlichte, von Erunb auf gläubige Sohn seiner Kirche: ein wunderbar erhebenbes menschliches Bilb! Deshalb steht auch auf biesem Denkmal roeitaufticgenb als Symbol bas Kreuz, gleichsam als wollte bas schlichte kleine Sterbekreuz, welches ihm der begleitenbe Seelsorger auf ben letzten Weg mitgab, hier aus ber rheinischen Erbe, bie sein heißes Blut tränt aufwachsen unb sich recken hinauf zum Himmel, anfiagenb ben, ber hier gegen alles Menschenrecht ein aus Heimatliebe handelndes Menschenleben vernichtete, zeugend für ben, ber ben Spruch ber Heiligen Schrift wahrmachte: Keiner bat größere Liebe ben« bie, daß er sein Leben läßt für seine Freunbe!
Albert Leo Schlageter, habe Dank, ewigen Dank! Bleibe ein Segen und Beispiel der deutschen Jugend, deren Bester einer Du warst in schwerer Zeit!
Habt Dank'auch Ihr, Ihr 141. denen diese Denkstein gilt! Wo immer Ihr lebtet, wo immer Ihr starbt. Euer wird um« i« Ehren gedenke,, im deutsche'» Vol Wie vor dem Leibe Schlageters. der von den Kugel« des Exekuttonskommandos durchlöchert hier lag. wie vor Schlageters Leichnam tiefergriffen von wahrem Soldatenheldentum der französische Offizier seine Ehrenbezeugung machte, so beugt sich vor Eurem grausamen Geschick die Welt in Hochachtung, Euer Volk i« tiefem Dank. Gott sei Dank, daß er bem deutsche« Volke Treue und Trotz gegeben bat. Ohne beides hätten wir den Ruhrkamof nicht überstanden. Denn nicht im Sinne geduldiger Märtyrer wollen wir deutsches Schicksal tragen. Rein, mehr in dem Geiste des Eoethe'schen Prometheus, der ung so oft >m Ruhrkampfe beseelt hat. Deutsche M'ß- wende wandel« wir nur. wenn wix endlich lernen: ein Volk zu sein, so wie es Hindenburg will, das Kleine und Trennende vergesse«, einig im Willen, die deutsche Rot zu zwingen. Das sei der Sinn dieser Stunde! Möge a«s der Asche aller derer, die für uns starben, möge von dieser nunmehr geweihte« Stätte solcher Segen ans- gehen! Das walte Gott!
Eine Rede des damaligen Reichskanzlers Cuno beschloß die Feier. Letzterer betonte, daß die Ruhrkampfzett trotz aller Bedrückung für das gesamte nationale Deutschland immer groß unb unvergeßlich bleiben werbe, ba bamals bas deutsche Volk in allen Schichten und Parteien zum ersten Male wieder einmüttg Front gemacht habe gegen fremde Willkür und Anmaßung. Schlageter, dessen letzte Tat die Versöhnung mit Gott, dessen letztes Wort ein Gruß an Deutschland gewesen sei, sei für alle Zeiten das Symbol des wahren Deutschen geworben. Dieses Denkmal ermahne alle Deutschen, einig zu sein und treu, wie die eg gewesen seien, für die es errichtet fei, für die in der Abwehr an Ruhr und Rhein Gefallenen.
Smck md WWnsKaft
=• Eine französische Ausgabe des „Grünen Heinrich". Gottfried Kellers Meffterroman ber „Grüne Heinrich" kommt im Juni in der französischen Schweiz in fromösischer Sprache heraus. Die Nebersttzung besorgte Sean Paul Zimmermann, die emlertenben Worte stammen von Charles Ckerc. Es verdient besonders hervorgehoben zu werden, daß die fianzösische Buchausgabe des „Grünen Heinrich" nur mit Hilfe der Schweizerischen Schriftstellervereins, ber Martin Bob- mer-Stifung und einzelner Pttvater möglich gemacht wurde. Schon jetzt macht sich unter den Lesern des französischen Sprachgebietes der Schweiz ent starkes Interesse für das Werk bemerkbar.
= Eröffnung ber Ausstellung „Das Kind". Aus Köln wirb uns gemeldet: Sn der überaus stark besetzten Messehalle wurde gestern die Ausstellung „Das Kind" eröffnet. Sn seiner Begrüßungsansprache wies Oberbürgermeister Dr. Adenauer auf die Aufgabe der Ausstellung hin, in jedem Erwachsenen das Gefühl der Verantwortung gegenüber bem Kinde zu erwecken und zu statten. Sn seiner Einführmigsrebe würdigte Beigeordneter Dr. Linnartz-Köln bas Kinb als Unterpfanb ber Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Der preußische Wohlfahttsrninister Dr. Hirtsiefer ettlätte als Ehrenpräsident ber Veranstaltung u. a.: Davon aus- gckheill», baß bas körperliche unb sittliche Ge- bedien bes Kindes in ber Familie bestimmt wirb, ist cs notwendig, daß der Staat und bie Träger ber öffentlichen und privaten Wohlfahrtspflege ber Familie möglichste För- böümg angebeiben lassen, unb zwar dergestalt, daß Staat, Gemeinden und Wohlfahrts- «gamstttionen der Familie helfend zur Seite stehen unb ihr die Sorgen um bas Kind
• c.
M
W. i
'M .«" »d
MW
Blick auf bie Einweihungsfeker während bet Rede bes Dberpräftbenten von Pommern, Dr. von Halfern. Sm Hintergrund rechts die neueröffnete Brücke.
Am Freitag vor Pfingsten wurde, wie gemeldet, die Usedomer Bäderbrücke, die eine der größten Klappbrücken Deutschlands darstellt, für den Verkehr freigegeben.