Einzelbild herunterladen
 

88

tr. 22.

; (MW

Gegen die Zollunion

Liberale.

Id iucks

Nr.R 66.Mro. Marburg tu Mo

Keita« Wir.AprttWt

Fn Sevilla Kam es in den frühen Moroenstunden au neuen Kommunistischen Unruhen. Vor der Kaserne des 9. Infan­terieregiments sammelte sich ern großer Trupp von Kommunisten an, der unter hen Rufen Meder mit dem König! Es lebe die Republik'." Waffen forderte, um "egen die Zivilgarde kämpfen zu können. Die Demonstranten wurden von der Wache auseinandergetrieben, kamen aber später wieder und gaben einige Revol- verfchüsse gegen das Kafernentor ab, wor­auf die Wache das Feuer erwiderte. Em Kommunist wurde schwer verletzt. Als die Kommunisten bald darauf einen La­den plünderten, wurde auf Beschluß der republikanischen Junta der Belage­rungszustand über Sevilla verhängt.

Stellt!

BeiE» d. Dn<£ Suchst« wer nfl . Ke» aeugnfl stelle A . Seitin

Die deutsche Note au den Völkerbund. Englische Kommentare.

ff. London, 17. 2lpril. Die große Mehrheit von 54 Stimmen, mit der die Regierung aus der gestrigen Alttechaus- debatte über den konservativen Miß- trauenSantrag hervorging, hat allgemeines Erstaunen erregt. In den Wawdelgängen des Unterhauses herrschte allgemein der Eindruck, daß die Stellung der Arbeiter- Regierung dadurch außerordentlich ge­festigt worden ist. Es wurde wieder ver­schiedentlich die Vermutung geäußert, daß ein festes Abkommen zwischen den Llohd- Deorge-Liberalen und der Regierung be­stehe, dessen (Grundlage der beiderseitige Wunsch bilde, die Konservativen nicht an die Macht kommen zu lassen. Von den 305 Mitgliedern, die für die Regierung stimmten, waren 263 Sozialisten, 37 Li­berale und 5 Unabhängige. Die Minder­heit von 251 Stimmen seist sich zusammen aus 238 Konservativen. 10 Liberalen mit Sir Irchn Simon an der Spitze und drei

Unabhängigen. Stimmenthaltung übten die 7 Mitglieder der MaSleygruppe und 5

i fen.

nolk .

nen 1&,

Die französische Industrie gegen Briauds Europäische Zollvereiniguug".

Der diplomatische Korrespondent des Daily Telegraph" erfährt, daß Briand und derQuai d'Orsa" bei der Ausarbeitung ihres Planes einer europäischen Zollvereiniaung. auf die grotz- ten Schwierigkeiten gestoßen seien. Der Man sollte auf der nächsten Sitzung des Europaausschusses im Mai vorgelegt wer­den und sei als ein Gegemug gegen das deutsch-österreichische Zollabkommen ge­dacht Di« stärksten Einwände kämen von der französischen Industrie, die dem Plane ablehnend gegenüberstehe, weil sie die Hohen Zölle als ihren besten Schutz be­tracht«.

Stre» im Berliner Holzgewerb«?

Berlin, 16. April. Im Berliner Solz­gewerbe bestehen seit längerer Zeit zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern Differenzen. Der Schlichtungsausschub hat jetzt einen Schiedsspruch gefällt, der die Taristöhne um 8 bis 9 Prozent herabsetzt. Weiter wird der Manteltarif der Holzarbeiter wesentlich abgeändert. So sehen die neuen Bestim­mungen z. B. vor, daß die Arbeitgeber nn Holzgewerbe nicht auf die Zuweisung von Arbeitskräften durch den öffentlichen Artetts- nachweis angewiesen seien, sondern das Recht haben sollen, sich selber Arbeitskräfte zu be­schaffen. Ferner sieht der Schiedsspruch vm, daß der Betriebsleiter das Verfügungsrecht über die Durchführung von Arbeit an Sonn- und Feiertagen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen erhalten soll. Dieser Schieds­spruch wird wahrscheinlich von den Funktio­nären der Holzarbeiter und von den Arbei­tern abgelehnt werden. Am 23. d. Mts. findet eine Versammlung der Arbeitnehmer statt, in der über Annahme oder Ablehnung der neuen Bestimmungen entschieden werden soll. Nach Lage der Dinge mutz mit einem LKampf im Holzgewerbe gerechnet werden.

tten le:

* edei"- illen und

er tce. .gut ten.

ieie- liib- Nast. in.

w ig

t und rt

r

»ert.

2644 rf.

bau?

Ich

D«, Auzeigenprei« beträgt für 6«e 11 gespaU. AeUenmilltmeter 0.08 ®9X.,fog. kleine Anzeige« «ud Familienanzeige» bei Barzabluug 0.07 ®9K., amtliche and ex#- kittlge A»,eigea 0.10 ®9R schwierigem Satz bei Platz- eerfcbrtfi STu tztafschtag Sammelanzeige» Auf-

Mag Rekia«.-Millim 0 «0®M. Jede, Rabatt gtU als Saerabatl.

Ziel » $41#«.

Vffertea:®edLbr: 26 Pfg. Beleg« werden berechnet. eeftOwewl Äetbutg

früh re-Sckel

e-Kabe!

ilet.

estre

«He ^oberbesflsch« Zeitung et- rtetnl sechsmal wöchentlich. «e> ^I^preK moaatlich 2L0®Ak.«»0- ^>lieSl. Zustelluagtzgebübr, durch

Post 2.45 ®M Für etwa durch «tret!. Maschinen defekt »der eie- Mtatc Stetgntffe »»«sallend« ^atai wird kew »tsatz ge* yey Verlag. Dr. 6 Kttzetoch, Unw-Vn-ddrnckerei aVT a*A «och. Marki 21/23. Rt 54°ud Rt.5S.

^scheettonto: Start Rr 6016. - Sprech

tat Redaktion von 1011 UH

fchen diesen beiden kam es dann zu einem in höflichen Worten geführten erbitterten Kamps.

Graf Romanones fetztr sich in loyaler Weise für den König ein und verlangte einen Waffenstillstand von zwei Mona­ten. Zamora lehnte mit unerschütter­licher Entschlossenheit ab und wollte nicht einen einzigen Tag gewähren. In ganz Spanien, so erklärte er. herrsche allge­meine Freude, weil das Volk glaube, daß der König das Land verlasse. Wenn es erfahre, daß der König nicht abgereist sei, könne er, Zamora, nach Einbruch der

Seite prüfen kann.

Der Genfer Korrespondent desDaily Telegraph" hält es für wahrscheinlich, daß der britische Vorschlag, die Frage der Zollunion auf die Tagesordnung des Völ­kerbundes zu setzen, gegenstandslos werden wird. Er glaubt, daß die Erörterung in dem Ausschuß für Europäische Union viel­leicht die Erörterung der legalen Frage durch den Völkerbundsrat unnötig machen werde.

®teKölnische Zeit-««" meldet I s Paris: DerfranzösischeGegen- pla« gegen die deutsch-österreichisch« Zoll­union soll bereits große Fortschritte ge- «acht haben. 3« Pariser Regierungs- kreisen träat ma« eine zuversichtliche Etim- I jnrcfl gm Schau. Das mit den verschiede- tttt Ländern verhandelte Wirtschaft»- I Programm hab« bereits za einer gründ- I s-tzliSien Verständigung zwischen Paris. Londo«. Rom, Prag, Warschau I und Bukarest geführt.

Man werde damit bereits auf der Gen­fer Tagung aufwarten können. Es handele sich um eine wirtschaftliche Grundlage, aus der die industriealisierten Länder einer­seits und die landwirtschaftlich «ingestell- I ten andererseits sich zweckmäßigerweise er- I ganzen könnten. Man spricht, von einem i Proaramm positiver Verwirklichung' ..das den Gedanken einer österreich- deutschen Zollunion ausschbeßen würde Im übrigen io wird wenigsten- behauptet werde Deutschland auf dem I Laufenden über die genannten Verband- lunoen gebalten. Zn welcher Art und.m welchem Umfange, wird allerdings nicht gesagt.

Die Rariser Presie zu Briauds Plan.

Die Gerüchte, daß die französische Re- gieruna die Initiative für di« Schaffung eines Wirtschaftsblockes eroriffen habe, der die Erweiterung des deutsch-österreichischen Zollabkommens verhindern soll, werden von der aeiamten Pariser Prell« bestätigt.

Die Blätter betonen, daß sich Rom und London mit dem Plan Briauds einE- standen erklärt hätten. In diplomatischen Kreiien zeiae man sich über die Aussichten des n«uen Planes äußerst optimistisch und hebe hervor, daß er geeignet sein werde, das Zollabkommen vollkom­men zu verdrängen, Pertinax steht dem Plan ablehnend gegenüber und be­gründet imE ch o d e Pa ri s seine An­sicht damit, daß das deutsch-österreichische Abkommen in erster Linie politischen Cha­rakter trage und daher niemals durch ein Wirtschaftsabkommen verdrängt werden könne. Briand beabsichtiae im Augenblick, den Beitritt der Staaten der Klemen Entente zu dem deutich-österreichischen Ab­kommen zu verhindern und die Aus­dehnung des mitteleuropäischen Blocks zu Hintertreiben, indem er ten Regierungen von Warschau. Prag. Belgrad, Bukarest und Sofia Vorzugstarife anbtete und sich damit in direktem Gegensatz zu seiner bisherigen Auffüllung bringe.

DerPetit Parisien" spricht von einer mächtigen Aufbaubewegung, bte es erlauben werde, bei der Genfer Tagung einen Gegenvorschlag zu unterbreiten, dem sich Deutschland und Oesterreich anschließen könnten. Es handle sich diesmal um die Schaffung einer wirklichen europäischen Zusammenarbeit. Die Verhandlungen hier­zu, die feit zehn Tagen einaeleitet worden seien, würden mit allem Eifer fortgesetzt. Roch am heutigen Freitag finde im Innen­ministerium eine neue wichtige M- krechung statt. Da sich die österreichische Regierung bereit erklärt habe, die deut'ch- österreichischen Besprechungen big zur Be­ratung der Angelegenheit vor dem Völker- bundsrat einzustellen f??), habe der neue Man um so größere Aussicht, verwirklicht zu werden.

Mehrheit für Macdonald

Lloyd George leistet Hilfsstellung

b..Bau» n ufro.,

an I« Marbm abnbotz >r verso» stend « nd. 18.4

falten irillAl

und

Streb

«rg. ssitzn«, mmlne

i Uitfa ;«<» n«tt

litfie loria lerrnan- chern.k» n-Nni» sntönm ibrittm

t lEnch 3talt et.

Mr w i"Ä stenptu

cn.

tungt» katratz» m doL ttättfrW irmor, «ckranl teuer (6«

»erkautz trabe L 1. 169?

I König Alfons in Paris.

I fh. Paris. 17. April. König Alfons von Spanien ist am Donnerstag abend kurz nach 11 Uhr in Paris eingetroffen.

Schon lange vor der Ankunft des Zu- I aes hatte sich eine nach Tausenden zah- I lende Menschenmenge am Lyoneser Bahn- I Hof eingefunden. Als der Zug m die Halle einfuhr und der König ausstieg, brach die Menge in Hochrufe aus. Von einer starken Polizeikette umgeben, beoab sich

I der König unter den Hochrufen der Be i völkerung in fein Auto, das ihn sofort in fein Hotel brachte. Dor dem Hotei batte sich ebenfalls eine unübersehbare Men- = I schenmenge angesammelt, die "umer wie- . der das königliche .Paar auf den Balkon

I verlangte. Der König öffnete schließlich I die Balkontür und trat nut der Königin I ins Freie, wobei dröhnende Hochrufe zu I ihnen hinaufschollen. Erst spät m der j Nacht hatte sich bte Menge verlaufen.

I Megermafor Franco wieder in Madrid.

fk. Madrid, 17. April. FliegermaM Franco und andere politische Flucht- I finge, die sich in Paris aufhalten, sind gestern in der 9. Abendstunde tn Madrid eingetroffen, wo sie. von einer großen Menschenmenge begeistert begrüßt wur­den Die früheren Führer des monar­chistischen Systems sind aus Spanien nach Portugal geflüchtet.

Die letzten Stunden vor dem Umsturz in Spanien.

Der in Madrid weilende Außenpoliti­ker desMatin" übermittelt fernem Blatt eine Schilderung der Vorgänge, die der Abreise des Königs vorausgingen. Dre Schilderung stützt sich auf eine Darstellung des Universitätsprofessors Maranon der an den Vorgängen persönlich beteiligt

Der Genfer Korrespondent desDaily Herald" sagt: Die deutsche Note an dem Generalsekretär des Völkerbundes wird hier allgemein als ein sehr geschickter Schachzug angesehen, durch den der Völker­bund gezwungen werden wird, alle Seiten des österreichischen Planes zu erörtern, be­vor der Völkerbundsrat die strikt legale

Briands Gegenstoß

Ei»europäischer" Wirtschastsplan - Angebliche Einigung zwischen Pari-, London, Rom und der Klemen Entente Aufruhr in Sevilla

ivbechelsische x3cftuno

Anzeiger für (bas frühere kurhessische) Oberhessen

«»reiftet bet amtliche« Bekanntmachungen jiir Stabt und «reis Marburg

war.

Danach habe der König noch am Mon­tag früh keine Ahnung von dem Ergeb­nis der Gemeindewahlen gehabt, da feine Umgebung es ihm verfchweg. Als Graf Romanones ihm das Ergebnis schließlich mitteilte, sei der König sehr bestürzt ge­wesen, aber er habe einen letzten Versuch mit einem Kabinett Villanueva machen wollen. Dienstag früh habe Professor Marcmon erfahren, daß Truppen unter Führung einiger Generale sich anschick­ten, ihre Kasernen zu verlassen, um zu Gunsten der Ausrufung der Republik em- Svrenastoff-^UNde zugreifen. Andere Truppenteile seien

I entschlossen gewesen, die Monarchie zu

Mehrere Berhoftungen in Berlin. verteidigen. Um eine Katastrophe zu ver- 23erlin, 16. April. In der letzten Zett meiden, habe sich Maranon an Romano-

tauchten in Verbindung mit Meldungen über ne5 gewandt und ihm bedeutet, daß Der

Sprengstoffdiebstähle, in Spreng- König noch am gleichen Tage abreijen

stoffabriken und Bergwerken nn Westen des üfr um Schlimmeres zu verhüten. Reiches Nachrichten auf, daß Mitglieder der - *L«?omanone6 erklärt sich bereit, im Kommunistischen Pattei Vorbereitungen zur . G as gamora jU einer

Begehung von Sprengstosianschlagen trafen. Haufe ^caranons o o

Die von den einzelnen Polizeiverwaltungen | Unterredung^ .Zusam^nzutres^ i. daraufhin eingeleiteten Ermittelungen führten zur Aufklärung dieser Diebstähle. 3m Zu­sammenhang damit konnten mehrere Perso- nen festgenommen werden, die Mtt- glieder der Kommunistischen Pattei Deutsch­lands sind. Die weiteren Ermittelungen er­gaben, daß der gestohlene Sprengstoff von Patteigängern ht Empfang genommen war. Autzerdem konnte in Breslau ein gröberes Sprengstofflager ermittelt werden, das aus einem Diebstahl herrühtte. . Verwalter die­ses Lagers ist ebenfalls ein Mitglied der KPD. In den erwähnten Fallen ist das Denabren beim Untersuchungsrichter te- Reichsgerichts anhängig. Verichievene Saupi- beteiligte haben bereits Geständnisse abgelegt.

, jung!

erü t gesuÄ Henke«, eletfti.J

(J