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Die »Oberhesflsch« Zeitung' er- scheint sechsmal wöchentlich. Be­zugspreis monatlich 2.20GM.«»S- schlirßl. ZuslellungSgebübr, durch di« Post 2.45 GM. Für etwa durch Streik. Maschinendefekt »der «le» «knlar« Ereignisse ausfallende Kümmern wird kein Ersatz ge­leistet. Verlag. Dr. § Httzeroth, Druck der Unib-Duchdruckeret Jod. Ang. Roch. Markt 21/23. Krrnsprecher: Rr. 54 uud Rr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt a. M. Rr. 5015. - Sprech,«« der Redaktion von 1011 und /,!1 Uhr.

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Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhessen

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Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

Aussprache über den Reichsroehr-Etat

Einheitsfront der Parteien - Für Nüstungsfreiheit und Rüstungsausgleich

Berlin, 19. März. Reichstagspräsident Lobe eröffnet die Reichstagssitzung um 10 Uhr.

Auf der Tagesordnung steht

die zweit- Beratung des Haushalts des Reichswehrmmifterimns.

Der Ausschutz legt verschiedene Entschlietzun- aen vor, darunter eine, die verlangt, datz Angehörige des Reichsheeres und der Reichs- marine nicht als Ersatz für streikende oder ausgesperrte Arbeiter verwandt werden dürfen.

Der Ausschutz - Berichterstatter, Abg. Stücklen (Soz.), weist im Namen des ganzen Ausschusses die Behauptung v o n g e« Heimen deutschen Rüstungen als absolut unbegründet und unbewiesen zurück.

Reichswehrminister Dr. Groener erklärt, alle Parteien mit Ausnahme der Kommunisten hätten sich in so warmer und zustimmender Weise zur Wehrmacht geäuhert, datz diese Anerkennung das schönste Geschenk für die Reichswehr yi ihrem zehnjährigen Be­stehen sei. Der Minister geht dann auf die politische Einstellung der Wehrmacht ein.

Die Wehrmacht wird von Parteien und Richtungen der verschiedensten Art um­worben, um sie zu zersetzen und dann für ihre Zwecke zu gebrauchen. Ein Er­folg dieser Bemühungen würde Bürger­krieg und Chaos im Gefolge habe».

Ich kann deshalb nicht ernst genug warnen und an das Verantwortungsgefühl aller der­jenigen appellieren, die Deutschlands Wie­deraufstieg wollen. Disziplin und Staatsge­sinnung sind in der Wehrmacht fest verankert. In diesem Glauben können mich auch Vor­kommnisse, wie sie zum Leipziger Prozetz ge­führt haben nicht irre machen. Auch nach den Ereignissen, die unter dem Namen Buchrucker- und Hitler-Putsch bekannt sind, hat der da­malige Chef der Heeresleitung mit Suherster Schärfe durchgegriffen und eine besondere Un­tersuchungskommission eingesetzt, die ihre Un­tersuchungen selbst auf alle Vorgesetzten bis in die höchsten Stellen ausdehnen mutzte. Der viel umstrittene letzte Erlatz des Chefs der Heeresleitung könne sachlich nicht beanstandet werden. Man könne nur darüber streiten, ob statt der Verfügung, die lediglich eine War­nung sein sollte, lieber ein Eremvel statuiert und ohne Warnung mit der Entziehung der Uniform hätte vorgeqangen werden sollen. Der Minister ist der Ansicht, datz zunächst eine Warnung am Platze war und datz die 99 Prozent der ehemaligen Offiziere, die durch­aus lonal und bei ihrer Kritik mätzvoll sind, sich durch diese Verfügung in keiner Weise verletzt zu fühlen brauchen.

Der Minister wendet sich dann den ^Fragen des Ersatz es der Fürsorge und der Versor­gung der Wehrmacht zu. Gegenüber dem Vorwurf, datz die Landbevölkerung beim Ersah bevorzugt werde, weist der Mi­nister daraufhin, datz am 1. Januar 1930 55 Prozent Stadt- und 45 Prozent Landersatz waren. Der Vorwurf, datz Linkskreise be­nachteiligt seien, werde umgekehtt auch von der äutzersten Rechten erhoben. Aus politischen Gründen dürften nur solche Bewerber abge­lehnt werden, denen nachgewiesen werde, datz sie sich in Verfassung?-, also auch in wehr- feindlichem Sinne betätigt haben. (Ent« gleismmen einzelner Führer oder Mitalieder von Verbänden könnten daher noch kein Gr-<nd zum Ausschiutz aller M'talieder bet» attmer Verbände oder Parteien sein.

Als letztes Kapitel behandelt der Minister erneut

bk Abrüstvngsfrage.

3n dieser Frage ist sich ganz Deutschland m iofern einig, als wir alle von der Ab­rüstungskonferenz volle Gleichberechtigung er­warten und auf der Erfüllung unseres guten Rechtes bestehen werden.

Der in der letzten Genfer Tagung fertig- gestellte Konoentton-entwMf dient der Verschleierung und Aufrechterhaltung des gegenwärtigen Mitzverhältnisses der eu­ropäischen Rüstungen.

Man sollte sich im Auslande vor der Illu­sion hüten, datz es möglich sei, die psycho­logischen Rückwirkungen der Behandlung der Abrüstungsfrage für das deutsche Volk anher Acht zu lassen. Was die angeblichen G e - heimrü st ungen betrifft, jo bin ich über­zeugt, datz die Verkünder solcher Nachrichten im Auslande an dieses Märchen selbst nicht glauben. Das trübste an diesem Kapitel bleibt aber die Tatsache, datz diese Kreise des Auslandes zum größten Teil ihr Ma­terial von Deutschen beziehen, deren Triebfeder entweder fanatischer Hatz gegen alles Milttärische oder gewöhnlichste Gewinn­sucht ist.

Gehestnrüstungen gibt es nicht. Ich habe aber nie ein Hehl daraus gemacht, daß

wir alle Mahnahmen zum Schutz« «n- s«r«r Grenzen treffen, soweit «ns das un­ser« schwachen militärischen Kräfte und bk uns auferlegte« vertraglichen Bin­dungen erlauben und ich bin felsenfest überzeugt, dah sich zur Verteidigung bet Grenzen alle Streik unseres Vaterlandes ebenso zusammenfinden werden, wie in der Vertretung unseres vertraglichen und moralischen Rechtes auf Abrüstung.

ßfcifan.)

Abg. Dr. Leber (Soz.) wendet sich ge­gen die Auffassung, datz Deutschland ver­pflichtet sei, alle Rüstungsmöglichkeiten aus­zuschöpfen. die ihm der Versailler Vettrag ge-

Schnellzug ParisBordeaux entgleist

Bisher 5 Tote und 30 Schwerverletzte

fk. Paris, 20. März. Der Schnellzug Paris-Bordeaux ist am Donnerstag abend entgleist, wobei nach den amtlichen Meldungen bisher 5 Personen ums Leben gekommen sind und 30 Schwerverlete ge­borgen wurden. Die Rettungsmannschaf­ten arbeiteten noch in den frühesten Mor­genstunden an der Bergung der Unglück­lichen, die zum Teil tief unter den Trüm­mern der zerstörten Wagen liegen. Zm- merwieder werden neue Verwundete ge­borgen, die sofort in das städtische Kran­kenhaus von Etampes überführt werden. Die Umstand« des Unglücks sind noch nicht

«ar festgestellt.

Der Schnellzug lief mit normaler Ge­schwindigkeit in den Bahnhof von Etam­pes ein. Der Vorderzug war bereits aus der Bahnhofshalle angefahren, als die letzten beiden Wagen, darunter der Spei­sewagen, entgleiste. Der Speisewagen schlug gegen einen haltenden Personenzug. Der Zusammenstoß war sehr heftig. Der Speisewagen wurde aus 10 bis 15 Metern vollkommen eingedrückt. Da gerade die Stunde war, in der das Abendessen ser­viert wurde, befanden sich zahlreiche Rei­sende im Speisewagen. Die in der ersten Tischreihe sitzenden Personen wurden zer­drückt. Unter ihnen sind also auch die fünf Tote zu suchen. 10 Personen wuden durch Elassplitter nicht unerheblich schwer

verletzt. Zn der Zwischenzeit suhr der Zug weiter. Ein anderer Wagen entgleiste erst 50 Meter weiter, ohne datz dabei Rei­sende zu Schaden kamen. Ein weiterer Wagen entgleiste erst 70 Meter weiter. Er legte sich zur Seite und die Fenster zer­splitterten. Die Reisenden blieben im Wagen eingeschlosien, jedoch konnten sie rasch von den herbeigeeilten Bahnbeamten einschließlich der Verletzten befreit werden. Nach den ersten Untersuchungen ist noch nicht festgestellt, ob das Unglück auf einen Bruch der Kuppelung oder auf falsche Weichenstellung zurückzuführen ist.

Anschlag ans die deutsche Gesandschast in Prag.

Prag, 19. März. Gegen das Gebäude der deutscheu Gesandschast in Prag wurde heute abend ein Angriff von Demonstran­ten unternommen, die einige Fensterschei­be« einschlugen und sich dann verstreuten. Unter den Wurfgeschosse« fand man ein Bleistück mit de« eingravierten Worten: ,45oti mit der faschistischen Dik­tatur i« Deutschland!" Die Tater konnten nicht ermittelt werde«. Bor das Gesandschastsgebäude wurde eine Polizei­wache postiert.

lassen hat. Das Matz der Rüstungen müsse vielmehr besttmntt werden durch allgememe polittsche Rücksichten.

Abg. Hintz mann (Dt. Vpt.) wendet sich gegen die Auffassung des Abg. Leber, datz Deutschland die ihm im Versailler Ver- trag gelassenen Rüstungsmöglichkeiten nicht voll auszuschöpfen brauche. Er bedauere, datz bet Versailler Vettrag uns keinen aus- reichenben Spielraum für bie Schaffung bet notwendigen militärischen Kräfte lasse und datz bie Verteilung der Mittel auf Ausgaben für Heer unb Marine genau vorgeschrieben ist. Insbesondere reiche der Schiffsbe­st and nicht aus zu einer modernen Aus­bildung der Marineangehörigen. Es |et nicht zu verstehen, warum die Sozialdemokratie sich nicht offen zum Bau des Panzerschiffes B. bekenne, iondern diese notwenbige Forde­rung zum Objett eines polittschen Handels mache. Der franzölische Kriegs- m i n r st e r hat im Interesse seiner Polttik die Behauptung von Deutschlands heimlichen Rüstungen ausgestellt, aber er kann unmöglich selbst an die Richtigkeit dieser Behauptung glauben, die nicht einmal von den Kommu­nisten aufrecht erhalten wird, die das Ma­tenal untersucht haben.

Abg. Sachsenberg (Wittschastspf.) meint, die Rede des französischen Kriegs­

ministers Maginot wird selbst von den fran­zösischen Chauvinisten nicht ernst genommen. Das englisch-franzSsisch-ttalienische Floüenab- kommen bedeutet nur, dah die Seeaufrüstung etwas eingeschränkt wird, bamit um so stärker bk Lustaufrüstung betrieben werden kann.

Dk Abrüstungskonferenz wird zeige«, daß bk Skgermächt« bk hn Versailler Vertrag fit sie ausgestellte Abrüstungs- verpflichtnng nicht erfüllen wolle«. Do­rnst fallen diese Bestimmungen des Ver­sailler Berttages aber auch für Deutsch­land, und Deutschland» Wehrfreihett wird noch der Abrüstungskonferenz vro- «amiett werden müsse«.

Diese Wehrfreiheit braucht nicht zu einer ufettosen Aufrüstung zu führen. Die Reichs­wehr kann als erhabenes Vorbild den Ee- neralfeldmarschaff v. Hindenburg betrachten.

Abg. Kippenberger (Komm.) nennt den Wehrttat eine Sumpfblüte in der Fäul­nis der kapitalsstischen Gesellschast Die Lei­tung der Reichswehr sei bestrebt, aus dieser Wehrmacht ein Machtinstrument des Faschis­mus zu machen.

Abg. Er sing (3tr.) erklärt, bie Reichs­wehr dürfe weder rechts noch links einge­stellt sein. Sie müsse fest in der Hand der

Regierung sein als Mittel für den Grenz­schutz und zur Sicherung der Ruhe und Ord­nung im Inneren. Ein Volk, bas auf seine Wehrmacht verzichtet, gibt sich selbst auf. (Beifall.) Wir stimmen ber Meinung zu, datz die Angehörigen unserer Wehrmacht mst staatspolittschen Idealen erfüllt werden müs­sen. Das Vorgehen ber Reichswehrleitung argen bie Ulmer Offiziere war eine Notwen-

Umfangreidje Verhaftungen bei Vuer

Gelsenkirchen, 19. März. In der vergangenen Nacht fielen in der Nähe der Kolonie der Zeche Nordstern im Stadtteil Horst-Enscher mehrere Schüsse. Eine Polizeistreife ging den Schüssen nach und geriet dabei auf mehrere Männer, die von einer anderen Gruppe von Männern verfolgt wurden. Von dieser Gruppe wur­den u. a. Hornsignale abgegeben. Beim Erscheinen der Streife verschwanden die Verfolger in den benachbarten Häusern. Das sofort' benachrichtigte U e b e r s a l k- Kommando sperrt die gesamte Ge­gend ab und die Wohnungen wurden durchsucht. Ueberraschenderweise wurden in einer Wohnung 16 und in einer anderen 41 Personen vorge­funden, die der NSDAP. ange­boren. Desgleichen förderte die Durch­suchung eine Unmenge von Zaunlatten, Spazier stücken, großen Messern und eisenbeschlagenen Gummischläuchen zu­tage. Inzwischen war von einem Inva­liden der Polizei angezeigt worden, daß er in ber in Frage Kommenden Nacht an derselben Stelle oyt etwa 810 Män­nern mit dem Ruf »Hände hoch" überfal­len worden sei. Sämtliche 57 Per­sonen wurden sofort unter dem Verdacht des Landfriedens­bruches verhaftet und dem Polizeiamt Buer zugeführt, wo eine eingehende Vernehmung erfolgte. Die polizeilichen Ermittlungen sind noch nicht abgeschloffen.

bigkest. Auch bieler Redner wendet sich scharf gegen die Rede des französischen, Kriegsmi­nisters Maginot. Das Material'zu solcher Kriegshetze werde leider von deutschen Zei­tungen, wieDas andere Deutschland", ge­liefert, bie vorgeben, dem Frieden zu dienen und bie von bet Deutschen Friedensgesell- schaff finanziett werben (Hött! Hött!)

Dk Deutsch« Frkbeusgrsellschast Nage ich en, datz sie bk beutsch-französtsche Verständigung hindert, datz sie dr« Kriegshetzer« Material liefert unb den Weltfrieden gefährdet. (Lebhafter Bei­fall.)

Abg. v. Lindeiner-Wrldau (Volks- kons.) bezeichnet es als notwendig, alle vom VerlaMer Dittat uns gelassenen Grenzen ber Rüstungsmöglichkeit ganz auszufüllen. Die kleine Flotte muh aufrechterhaiten werden zur Verbindung mst unserer isolierten Ost­matt. Wenn bet ber Abrüstungskonferenz die Abrüstungsoerpflichtung der anderen prak­tisch hinfällig wird, dann tritt selbstverständ­lich die deutsche st un g s f r e ih e it wieder in Kraft. Der Lebens- und Wehrwillen unseres Volkes hat ni<6te zu tu« mst kriegerischen Neigungen. Als einer, der selbst den Krieg mstgemacht hat, bedauere ich, datz die Diskussion über diese Fragen meist geführt wird von jungen Volksgenossen, die den Krieg aus eigener Erfahrung nicht kennen. Als Deutscher und Christ mutz ich bekennen, datz ich aus den furchtbar ernsten (Erfahrungen dieser 41/» Kriegsjahre die eine Lehre gezogen habe, datz ich jede Maßnahme, die nicht Selbstmord von Staat und Volk be­deutet, begrühe, die geeignet erscheint, uns die