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Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhefse«

Rk.88 66.3ateg.

Marburg a.Labn

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. Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

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Sie sozialdemokratische Rerchstagssrak- tion nahm, wie von der Partei mitgeteilt wird, am Mittwoch abend eine« Bericht ii6et die Verhandlungen mit der Reichs­regierung entgegen. Rach einer eingehen­den Siskusfion wurde mit Rücksicht aus die gesamtpolitische Situation beschlossen, sich bei der Abstimmung über das Panzerschiff B der Stimme zu

Sie Besprechungen über die schwebende« politischen and wirtschaftliche« Frage« werden fortgefuhrt.

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Der Hamburger Mord vor der Bürgerschaft

Blutige Schlägereien Senatserklärung zum Mordfall Henning

standes und der Verständigung wolle. Die deutsche Sozialpolitik könne keine Aenderung erfahren, denn ihr sei es zu verdanken, daß die fünf Millionen Ar­beitslosen sich in diesem Winter von einer solchen Disziplin und einem solchen Opfer- urut gezeigt hätten. Der Minister kam dann auf das Volksbegehren zu sprechen. Diesem, Kampf sehe er mit Zu- verstst entaeaen.

ten Henning, wobei sich das den Plätzen erroob. Der Präsi!

Die Form des Flottenabkommens

London, 19. März. Zu den am

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Berlin, 18. März. In der Zentrums­fraktion des Reichstages erstattete am Mittwochabend Reichskanzler -. Dr. Brü­ning über die politische Lage bzw. über seine Verhandlungen mit der Sozia'demo- krotie Bericht. Danach sind diese Verhandlungen bisher völlig ergebnislos verlaufen.

$te Reichsregieruug hält an ihrer Ablehnuvg der Stcueranträge der Sozialdemokratie, insbesondere des Antrages auf Erhöhung de« Einkom- meusteuerzuschlages, unter allen Um­ständen fest.

Auch steht die Reichsregierung nach wie vor auf dem Standpunkt, daß eine Ver­tagung des Reichstages bereits vor Ostern

Berlin, 18. März. Ser national­sozialistische Parlamentsdienst schreibt:

Ans führenden Kreisen der nationalen Opposition wird «ns mitgeteilt: Don mit­telparteilicher Seite ist verlangt wvrde«, daß der polnische Handelsver­trag «och während de» laufende« Tagungsabschnittes parlamentarisch ver­abschiedet werden soll. Ei« Seil der Re­gierungspresse hat sich diese Forderung zu eige« gemacht. Sollte der Plan verwirk­licht werden, so würden die an0 dem Reichstag ausgezogenen 151 Abgeordnete geschlossen zu dieser Abstimmung erscheinen, um den gegen Ostmark und Landwirtschaft gerichteten vernichten­den Schlag abzuwehren. Sie werden als­dann den Reichstag wieder verlassen.-

Schlägerei blutige Verletzung im Gesicht. Der nationalsozialistische !

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bei dieser Gelegenheit eingehend durchge­sprochen. An dem Entschluß der DDP., die äußersten Konsequenzen zu ziehen, falls die Steuerforderungen der SPD. Gesetzeskraft erhalten, kann nach dem Ausgang der Fraktionssitzung vom Dienstagabend und nach der Unterredung mit dem Kanzler nicht gezweifelt werden.

Im Anschluß an diese Besprechung hatte der Reichskanzler noch eine kurze Unter­redung mit dem Führer der sozialdemokra­tischen Reichstagsfraktion, Dr. Breitscheid.

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bis zum Spätherbst unumgänglich notwen­dig ist.

Rach der Sitzung der Zentrumsfraktion empfing der Reichskanzler die volkspartei­lichen Unterhändler Dingeldey und Dauch, die Dr. Brüning noch einmal den ablehnenden Standpunkt ihrer Frak­tion gegenüber den steuerpolitischen For­derungen der Sozialdemokratie entwickel­ten.

Auch die übrigen Wünsche der sozialde­mokratischen Reichstagsfraktion wurden

geschichtliche Bedeutung der Abstimmung wird hierdurch nicht berührt: Das Be­wußtsein gemeinsamen Volkstumes erwies sich als stärker, als die Rot der Zeit, die Krieg und Kriegsfolgen verursacht hatten. Wenn wir heute nach 10 Jahren auf diese deutsche Leistung zurückblicken, so gedenken wir in Dankbarkeit derer, die sie vollbrach­ten und wünschen, daß der gleiche Geist uns auch in der Zukunft erhalten bleiben

Grunde der Arbeitslosigkeit in Deutsch­land besprechend, führte der Minister aus, Deutschland produziere mehr, als der deutsche Markt aufnehmen kann, und es müsse sich daher Absatzgebiete di suchen. Vei dieser Politik spiele

*2?e ichsbanner eine wichtige Rolle, denn es habe die Verpflichtung, den Ve- weis zu erbringen, dah der größte Tell des deutschen Volkes eine Politff des Ver-

Oberschlesien

Z«m 10. Gedenktag der Volksabstimmung.

Anläßlich der zehnjährigen Wie­derkehr der Volksabstimmung in Oberschlesien haben die Ver­einigten Verbände Heimattreuer Ober­schlesier e. V. eine Sondernummer de Ver- band^eitschriftOberschlesien" herausge- geben. Der Reichspräsident hat dem Heft folgendes Geleitwort gegeben:

Am 10. Jahrestag der Abstimmung in Oberschlesien gedenkt das deutsche Volk in Dankbarkeit der Treue derer, die in einer Zeit bitterer Rot und schwerer Bedräng­nis das Bekenntnis zu ihrer deutschen Heimat abgelegt haben. 10 Jahre harter und schwieriger Wiederaufbauarbeit sind gefolgt. Sie waren getragen und geför­dert von dem unbeirrbaren Bewußtsein der Pflichterfüllung, die das sicherste Un­terpfand für die Zukunft unseres Vater­landes ist." gez. von Hindenburg.

Das Geleitwort des Reichskanz­lers lautet wie folgt:

Die Abstimmung in Oberschlesien vom 20. März 1921 ist ein Markstein in der KelchiÄte des deutschen Volkes. Treue und Heimatliebe der oberschlesischen Bevölke­rung entschieden damals über ihre Zuge­hörigkeit zum Reiche. Aeußere Umstände, die sich deutscher Einwirkung entzogen, haben trotzdem die Abtrennung eines Tei-

Im weiteren Verlauf öer Bürgerschafts- sitzung führte der Präsident des Senats, Bürgermeister Roß, u.a. aus: Die zwei letzten politftchcn Bluttaten in Hamburg beweisen, welcher Grad der Verhetzung durch die zügellosen Kampf­methoden erreicht worden ist. Wenri auch für die beiden Fälle allein die Rational- sozialisftsche Partei die moralische Verant­wortung trägt, so ist doch für die ganze politische Atmosphäre, die solche Taten er­möglicht, selbsttverständlich die M a tz - losigsieit der kommunistischen Demagogie mitverantwortlich. Daß die Kommunistische Partei, die ihre poli­tischen Direktiven von Moskau bezieht, keine Rücksicht darauf nimmt, ob ihre Handlungen das deutsche Ansehen schädi­gen und das deutsche Volk noch tiefer in die Rot hineintreiben, ist nicht verwun­derlich: daß aber eine Partei, die soviel von Vaterlandsliebe und nationaler Würde spricht, wie die nasionalsozia- listische, Seite an Seite mit den Kommu­nisten um die Zertrümmerung der Auto­rität unseres Staates kämpft, das bleibt nur dem unbegreiflich, der in diesem Kampf nichts anderes sieht, als den bru­talen Willen zur Macht. Die Republik ist weder wehrlos, noch ist sie schwach, nur allzu langmütig war sie bislang. In Zei­ten wie den jetzigen heißt es: Wer nicht für den Staat ist, ist wider ihn und wer wider den Staat ist, gegen den ist auch der Staat.

Blutige Ausschreitunaen in Bremen und Düsseldorf.

In Bremen ist es zu blutigen Zusam­menstößen zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten gekommen. Auch in Düffeldorf kam es zu kommunistischen Ausschreitungen gegen die Polizei, wobei vier Beamte verletzt wurden. Zwei Be­amte sind ihren Verletzungen erlegen.

Hamburg, 18 März. Mittwoch nach­mittag kam es schon vor Eröffnung der Bürgerschaftssitzung zu einer blutigen Schlägerei zwischen den nationalsozialistischen und kommunisti­schen Abgeordneten. Die kommunistische Fraktion hatte einen Kranz mit roter Schleife und roten Tulpen auf dem Platz ihres erschossenen Fraktionsgenossen Henning niedergelegt.

Daraus stürzten sich zahlreiche kom- munistische Abgeordnete auf die drei nationalsozialistischen Abgeordneten und versuchten, sie gewaltsam aus dem Saale zu entfernen.

Die nationalsozialistischen Abgeordneten setzten sich zur Wehr, wobei sie von den deutschnationalen Abgeordneten unter« K wurden. Der nationalsozialistische

ordnete Reincke erlitt bei dieser

geordnete Henningsen wurde aus dem Saal gezerrt. Polizei stellte die Ruhe wieder her. Rach Aufnahme der Verhandlungen schloß der Präsident 10 kommunistische Abgeordnete auf die Dauer von einem Monat von den Sitzun­gen aus. Die Ausgeschlossenen mußten teils mit Gewalt durch die Poli­zei aus dem Saal entfernt wer­den. Darauf gedachte der Präsident des erschaffenen kommunistschen Abgeordne-

Donnerstag beginnenden Verhandlungen über die endgültige Formulierung des Flottenab- konnnens meldet der diplomatische Bericht­erstatter desDaily T e l e g r a p h", daß jetzt auch die Möglichkeit erwogen würde, anstelle eines Drei-Mächte-Abkommens die Form eines franzölisch-italieni- schen Abkommens zu wählen. In dieser Form würde die englische Regierung eine Note abgeben, in der sie ihre Zustimmung zum Ausdruck bringt, sich jedoch vorbehält, die Torpedotonnage zu erhöhen, falls bei der nächsten Abrüstungskonferenz die Herabsetzung der französischen Unterseeboottonnage nicht gelingen sollte. Man nimmt ferner an, daß Amerika und Japan den neuen Ab­machungen nach ihrer endgültigen Fertig­stellung ihre Zustimmung gebe, jedoch Vor­behalte über die Höhe der französischen Un­terseeboottonnage und die Erhöhung der fran­zösischen und italienischen Linienjchifftonnage machen würde.

Sie Unterfchriftsliste« für das thüringische Bolksbegehre« überreicht

Weimar, 18. März. Im Auftrage d« Kommunistischen Partei Eroßthürin- gens überreichte der als Vertrauensmann für das Volksbegehren übe die Auflösung des Landtages von Thüringen bestellte Abgeordnete Heilmann dem thüringischen Ministerium des Innern die Listen mit den Unterschriften von 1000 Stimmberech­tigten, die nach dem Gesetz über Volksbe­gehren und Volksentscheid erforderlich

wie das Vdz-Büro hört, auch bei den M i t t e l p a r t e i e n auf die sich die Na­tionalsozialisten berufen, nichts von der Absicht bekannt ist, diesen Vertrag noch während des laufenden Tagungsabfchnit- tes zu erledigen. Die Staatspartei hat allerdings der Regierung den Wunsch übermittelt, daß dies noch geschehen möge, das Kabinett hat jedoch keine Anstalten getroffen, diesem Verlange« nachzukom­men. Auch von einer Sinnesänderung innerhalb der Regierung ist allen, die es wißen müßten, nichts bekannt. Außerdem ist eine Verahschiedung dieses Vertrags­werkes abgesehen von den poliftschen Widerständen gerade in diesem Augenblick technisch garnicht mehr möglich, da in­nerhalb der noch zur Verfügung stehenden ein und einer halben Woche Reichsrat- und Reichstagsberatungen nicht mehr durchführbar find.

Der Kampf um Preußen beginnt!"

Im Rahmen einer Kundgebung des Reichsbanners Schwarz-Rvt-Gold im Zir­kus Busch sprach gestern der greußische Innenminister 6ebering. Er erklärte, den preußischen Behörden sei von allen Wehrorganisationen das Reichsbanner die sympathischste. (!) Ganz von selbst fei zwi­schen dem Reichsbanner und den staatlichen Behörden eine Arbeitsteilung ein­getreten. Das Reichsbanner wolle der Oeffentlichkeit in Deutschland und der Weltöffentlichkeit zeigen, daß die denftche Republik nicht ohne Republikaner sei. Das Thema des Tages faßte der Minister dann unter der Devise zusammen:Der Ka mpf um Preußen besinnt Die

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der Hoffnung Ausdruck, daß derartige Mordtaten sich nicht wieder ereignen möch­ten. Sie feien geeignet, das Vertrauen des Auslandes zu Deutschland zu unter­graben. Den Hinterbliebenen des Er­schaffenen sprach der Präsident das Bei­leid der Bürgerschaft aus. Hierauf wurde in die Tagesordnung eingetreten.

Schlechte Aussichten für Brüning?

Schwierige Verhandlungen mit den Parteien Rückkehr der Opposition zur Abstimmung über den polnischen Handelsvertrag

. . t zur Beratung des

deutsch-polnischen Handelsvertrages tnben Reichstag zurüöllehren, ist man in parla­mentarischen Kreisen sehr erstaunt, da,