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Stift 4

Oberhessische Zeitung, Marburg a. L-. Freitag, den 6. Mär; 1931

Nr. 55

Schwerer Notorradunsall

Gestern nachmittag stießen zwei Mo­torradfahrer auf der Straße Marburg- Cölbe zusammen. Hierbei wurde ein Fahrer aus Montabaur so schwer ver­te tz t, daß er in die Klinik nach Marburg überführt werden mußte. Der zweite Fahrer kam mit leichten Verletzungen davon.

Marburger Siadizeitung

Ser SetteN'Srasfauische WirMW« verband senkt die Löhne

Am gestrigen Tage wurden auf dem Rathause vom Hessen-Nassauischen Wirt­schaftsverband Verhandlungen über die Senkung der Löhne der Arbeiter der Gemeinden, Kreise und Provinzial­verbände von Hessen-Nassau und Ober­hessen geführt. Die Verhandlungen ende­ten mit dem Ergebnis, daß ab 1. April 1931 eine Senkung der Löhne um etwa 6 Prozent eintritt.

* Von der Universität. Der durch die Emeritierung des Prof. A. Gär­ber an der hiesigen Universität erledigte Lehrstubl der Pharmakologie ist dem ao. Prof. Dr. Max Baur in Kiel ange­boten worden. Dr. Baur, gebürtiger Ba­dener, Schüler von O. Gros, bekleidete Assistentenstellen an der Kinderklinik in Köln sowie an den Pharmakologischen Instituten in Köln und Kiel und leitete - auch vertretungsweise das letztgenannte Institut. 1924 erwirkte er seine Zulas­sung als Privatdozent für Pharmakologie und Pharmakognosie in der Kieler Me­dizinischen Fakultät, wo er später einen Lehrauftrag für Pharmakognosie und 1927 die Ernennung zum nichtbeamteten ao. Professor erhielt. Baur's Arbeiten betreffen besonders die Pharmakologie der glatten Muskulatur, speziell des Dar­mes, ferner Osmotherapie.

* Die Bewirtschaftung des BückingsGartenist, wie wir hören, Gastwirt Franz Meusch, Darfüßer- straße, pachtweise überlassen worden.

Ein dreister Schwind!«

Am 4. März logierte sich hier ein Herr ein, der sich Dr. phil. Fehre nannte. Er hatte sich, wie sich später herausstellte, in einem Konfektionsgeschäft einen feld­grauen Motorradfahreranzug, eine grau­braune Ledersacke und in einer Buch­handlung 6 Bände ausgewählter Werke von Gerhart Hauptmann in braunem Leinen gebunden, erschwindelt. Die Sachen ließ er sich in seine Wohnung bringen und ging von dort mit seiner Beute flüchtig. Der Schwindler, etwa 30 Jahre alt, 1,70—1,75 Meter groß, schlank, hat schmales blasses Gesicht, m beiden Kiefern fehlen ihm die spitzen Backen­zähne, trug Knigger, graues Jackett und grauen Hut. Sachdienliche Mitteilungen erbittet die Kriminalpolizei.

Das Faltbootunglück auf der Lahn

Zu dem bedauerlichen Faltboot-Unfall, bei dem die beiden Studenten cand. med. Jürgen Roewer aus Berlin und cand. med. Eberhard Dütfchke aus Danzig ums Leben gekommen sind, wird uns geschrie­ben: Die beiden jungen Männer (25 und 24 Jahre alt) waren ruhige, zuverlässige und abwägende Menschen, sowie er­fahrene Faltoootfahrer, die sich die unter­nommene Fahrt auch bei der hochgehenden Lahn zumuten durften. Auch das Ueber- fahren eines Wehrs darf man nicht von vornherein als leichtsinnig bezeichnen: es läßt sich mit dem Sprung eines geübten Sckifabrers vom Sprunghügel sehr wohl vergleichen. Nach dem übereinstimmenden Bericht der nächsten Anwohner, besonders des Maschinenmeisters Spindler, hat sich das Unglück in einer Weise ereignet, die eine andere Beurteilung rechtfertigt. Die beiden Verunglückten haben mit dem Boot oberhalb des Wehres an dem linken Ufer (in der Fahrtrichtung gesehen) gehalten. Einer von ihnen ist ausgestiegen und hat die Wasierverbältniffe hinter dem Wehr geprüft. Auf Grund dieser Prüfung haben sie denn offenbar den Plan gefaßt, wegen der ungünstigen Verhältnisie von einem Ueberfabren des Wehres abzulehen und statt dessen die Lahn zu überque­ren, um am jenseitigen Ufer das Boot

aus dem Wasser zu nehmen und die Fahrt nach der Schleuse im ruhigen Wasser des Mühlgrabens fortzusetzen. Bei diesem Versuch der Ueberquerung der Lahn ist das Boot — was dadurch gefördert wurde, daß einem der Verunglückten sein Paddel brach — abgetrieben, etwa 8—10 Meter vom jenseitigen Ufer entfernt auf das Wehr geraten und, nachdem es dies heil passiert hatte, erst nach längerer Zeit in dem gewalttgen Strudel unterhalb des Wehres, in dem auch die beiden bedauerns­werten Opfer des Unglücks umgekommen sind, zerbrochen.

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* Schon wieder ein Paddelbootun­fall. Trotzdem das P^ddelbootunglück, dem vor einigen Tagen zwei blühende Menschenleben zum Opfer fielen, doch eigentlich eine Warnung sein sollte, be­fuhren gestern zwei junge Burschen aus Wehrda mit einem Paddelboot wiederum die immer noch hochgehend« Lahn, um, wie man hört, nach den Leichen der Er­trunkenen zu suchen. In der Nähe des Wehres, wo die beiden Studenten in den Fluten versunken find, kippte das Fahr­zeug und die beiden Burschen lagen im Wasser, das an dieser Stelle zum Glück nicht besonders tief ist. Man warf ihnen Stricke zu und zog sie an» Ufer.

Aus Hm Gerichts?««!

Widerstand und grober Unfug.

Als vor einigen Wochen ein auswärti­ger Mann im hiesigen Wartesaal groben Unfug verübte, wollte ihn ein herbeige­rufener Polizeibeamter festnehmen. Der Unruhesttfter wurde nunmehr rabiat, be­leidigte den Beamten und leistete diesem Widerstand. Man konnte ihn aber schließlich hinter Schloß und Riegel brin­gen. Wegen des Widerstandes wurde er gestern zu 2 Wochen 5 Tagen Gefängnis und wegen des groben Unfugs zu 4 Ta­gen Haft verurteilt.

• Werbeabend des Christlichen VereinsjungerMänner. Der Christ­liche Verein junger Männer veranstaltete am vergangenen Sonntag im überfüllten großen Saale des Philivvshauses einen Werbeabend. Der Bläserchor leitete den Abend mit einem Marsch ein. Nach dem Lied „Du Stern in allen Nächten" grüßte Iugendsettetär Brahm die Erschienenen, vor allem das junge Volk. Schneidig wirtten die Schar­gesänge der Jungvölker. Nach den Gedichten „Ich wollt..." und „Jungvolk voran!" sprach stud. theol. Thomas. In den Tagen von 1914 zogen Männer an die Front, um ihre deutsche Heimaterde gegen eine Welt von Feinden zu schützen. Jenes gewaltige Ringen ist ein Sinnbild für den Kampf der christusgläubigen Jugend der Gegenwart. Wenn's etwas gibt, was gewaltiger ist als das Schicksal, so ist's der Mut, der's uner­schütterlich trägt. Christus gibt uns Kraft. In dem Spiel „O Wandern..." wurde in scherzhafter Weise das frohe Wandern gezeigt. Mit dem Liede „Brausend zog der Freude" zogen sodann die Turner auf und zeigen ihr

Können. Pfr. Dr. Geller lleß den fernen Abend ausklingen in das Lied „Halte aus. hafte aus!"

• „SchwarzwaldmädeI." Auf das heute abend stattfindende 4. Gastspiel des Operetten-Ensembles des Stadttheaters Hamborn, „Schwarzwaldmädel", sei an deiser Stelle nochmals gans besonders hingewiesen Restliche Eintrittskarten im Vorverkauf bei der Elwert'schen Buch­handlung, Reitgasse. Rundfunkhörer 20 Prozent Ermäßigung.

Personalien — Jubiläen.

• Ihren 80. Eeburtstag feiert am morgigen Sonnabend die Witwe des verstor­benen Küfermeisters Ochs, Katharina Ochs, geb Dörr, Steinweg 23.

* Jubiläum. Am 4. März waren es 25 Jahre, daß der m weiten Kreisen der Be­völkerung bekannte Kaufmann Karl F a ß - darf in dem Spedftionsgeschäst der Firma Heppe tätig ist.

ragesanzetgeL.

Freita g, den 6. März. Vergnügungsanzeiqer.

Marburger Konzertverein e. CB.: 20 Uhr im Capitol. Biegenfttoße: 6. Monn.»Kon­zert, Dresdner Streichquartett.

Cafe Markees, Rettgasse: M 20 Ahr: Konzert.

Cafe CBetter, Reitgasse: 20 Ahr: Konzert. Cafe-Restaurant Steinebach. Gisfelberger

Straße: 20 Ahr: BoöGierfest. Stadtkeller: 20 Ahr: Künstlerkonzert. Schützenhof, Wehrdaer Weg 2: Ab 20 Ahr:

Künstler- und Sttnunungskonzett in der Felsengrotte.

Stadtsäle: 20.15 Ahr: „Schwarzwald­mädel", Operette in 3 Akten.

Kamera, Kasernenstr.: 17 und 20.15 Ahr: „Der Bettelstudent".

Lichtspiele. Bahnhofstraße: 15.30, 17 und 20.15 Ahr: „Strahenbekanntschas- ten“ und „Bob, der Boxercowboy".

Bermmmlonaen Borrraqe Ho.

Volkshochschule: 20.15 Ahr in der Süd­schule: Privatdozent Dr. Wiskemann: s Der Voungplan".

Stahlhelm: 20.15 Ahr im Theater-Cafe: Pflichlversammlung: 19.30 Ahr daselbst Führerbesprechung.

Auswärtige Veranstaltungen. Ebsdorf: 20 Ahr im Saale von Weide­müller: Dauernkundgebung der NSDAP.

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Zur Instandsetzung der Elisadethlirche.

Durch den geflogen Artikel „Instandsetzung der Eliiabethkirche" ist eine für Marburg, besonders aber für dieses Jahr, be­deutungsvolle Frage angeschnitten worden.

Ich greife nur einen Sah heraus, der sich auf die geplante innere Ausmalung der Kirche bezieht. Als selbstverständlich wird vorausgesetzt, daß diese mit Rücksicht auf die sicherlich längere Dauer der Arbeiten auf spatere Zeit zurückgestellt werden müsse. Da nun allerlei Gerüchte anderer Att ht der Stadt in Umlauf sind, und eine große Be­unruhigung bereits Platz gegriffen hat. ist es dringend erforderlich, daß von autoritativer und verantwortlicher Seite flipp und klar Auskunft darüber gegeben wird:

1. Ob etwa ohne Rücklicht darauf, was Marburg als Elisabeth-Stadt den Fremden schuldet, die von weither sich bereits angesagt haben, die Ausmalung begonnen werden soll?

2. Ob und von wem die unbedingte Ge­währ der Fertigstellung all dieser arbeiten bis Pfingsten, also bis Mitte Mai übernom­men ttnrb?

3. Wer ist für Auftrag-Erteilung verant- wottlich? Die hiesige luther. Gemeinde ober der preußische Staat?

4. Wer zahlt die gegenüber dem Voran­schlag etwa entstehende Ueb erfdjreitung der Kosten?

Es handelt sich bei (Erörterung dieser Fragen nicht um den gewiß auch wichtigen Fremden­verkehr und die damit zusammenhängenden wittschaftlicken Folgen, sondern einfach dar­um. daß die Stadt Marburg nicht in den Verdacht kommt, geflissentlich seine Pflich­ten gegenüber den Besuchern des Ellsadeth- jahres verletzt zu haben. Denn aut 'bet Stadt bleibt hängen, was etwa von an­deren in diesem Punkt gefehlt wird! Dideant ronsules?__________________—n.

Letzte WtrMMmetbmiaen

r. Berlin, 8. März. Die Tendenz am Produktenmarkt ist für beide Brot- Betreibe freundlich. Umsätze kamen nur wenige zustande. Die Lieferungspreise und die Preise für Effektivware sind für Weizen uml<K und für Roggen um 3 M höher gesprochen. Hafer stetig <

r. Frankfurt, 6. SDlärj. Am heu­tigen Dormittagsverkehr war bte Tendenz an der Börse im Einllang mit der festeren Neu- tjorfet Börse wieder eher fteundlich. Umsätze kamen aber nur wenig zustande. Die innen­politische Lage gab zu Anregungen keinen Anlaß, so daß die Spekulation Zurückhaltung übte. Farbennindustrie 142,50, Deutsch-Li­noleum 110, Siemens 174, Hapag 68,50.

(Nachdruck verboten.)

Str etrtortnt AuloMMI

Kriminalroman von Arno Hohenfeld. Copyright By Literatur-Verlag „Gloria"

Berlin-Eteglttz.

34. Fortsetzung.

Gr legte die M drücke nebeneinander und beide verglichen sie gespannt. Es war nicht eine Spur von Aehnlichkeit zu ent­decken.

„Wundert mich gar nicht, denn wir waren uns doch schon klar darüber, daß Fleschner es nicht nötig hatte, Klimmzüge zu machen, um in das Zimmer zu sehen."

„Dann bleibt nur Karsten übrig. Ein Jammer, daß wir von dem keinen Finger­abdruck haben."

»Hall mal, Fränkel, was ist denn das! Jetzt, bitte, sehen Sie mal her. Der­gleichen Sie den eben entdechen Finger­abdruck einmal mit diesem hier, den wir damals von der Schreibtischplatte mit aus­genommen haben und als wertlos beiseite schoben, weil wir annahmen, es sei der eines unwichtigen, beliebigen Besuches. Stimmen Sie nicht überein."

„Ja, Sie haben recht! Aber deshalb kann es doch Karsten gewesen sein."

Wolter schüttelte unwillig den Kops. Dann stand et inmitten des Zimmers und ftarrte zur Decke hinauf.

„Rur eins statt mich jetzt noch," fuhr Fränkel sott, ich habe keinen direkten Be­weggrund für Karsten. Für Fleschner gibt es einen, auch für Eggers, nur für Karsten, auf den es jetzt ankommt, ist keiner er­

sichtlich. Er kann doch unmöglich aus Mitleid mit Fleschner die Tat begangen haben! Oder ist er von diesem gedungen worden? Was meinen Sie, Wolter?"

Wolter hötte gar nicht hin: für ihn stand wieder einmal die Welt still.

»Ja, Wolter, was ist denn nun? Aeu- gern ©ie sich doch mal!"

Wollet trat zu Fränkel, legte ihm die Hand auf die Schulter und antwottete:

„Zu ihren Betrachtungen möchte ich mich nicht äußern, weil mich im Augenblick eine neue Spur reizt."

„Am Gotteswillen!"

„Fränkel! Wit find in der Motdsache Hartkopf so viele Irrwege gegangen, daß es auf einen mehr oder weniger nicht an­kommt. Wollen Sie mich nach Zehlen­dorf begleiten? Es wird vielleicht ein vergeblicher Weg sein; wenn wir aber aus diesem Irr gatten hetauskommen wol­len, müssen wir notgedrungen alle Pfade zu gehen versuchen."

„Sagen Sie mir zunächst, was wollen Sie in Zehlendorf? Was ist dott los?"

„Das werde ich Ihnen unterwegs aus- einandetsehen; auf alle Fälle möchte ich schnellstens hinüber."

„Meinetwegen denn, obwohl ich der Meinung bin, es ist das richtigste, erst Karsten zu verhaften."

^Wenn diese Fahrt vergebens ist, dann verhaften Sie in Gottes Namen auch noch Karsten."

10.

Dr. Kaminsk, der Leiter der Privat- irrenanftalt, war nicht anwesend; an sei­

ner Statt empfing dessen Dettreter, ein noch junget, liebenswürdiger Arzt, die beiden Kommissare.

„Sie wünschen eine Auskunft übet Herrn Peter Kamenz? Darf ich Sie bitten, Platz M nehmen."

Dann vernahmen die Kommissare die Krankheitsgeschichte des früheren Leiters bet Kamenzwerke. Zuerst sei er ein schwer zu behandelnder Patient gewesen, habe sehr viel getobt und man mußte groß« Mühe aufwenden, um einigermaßen mit ihm fertig zu werden. Ganz allmählich fei er ruhiger geworden und nnzweifechaft sei eine erhebliche Besserung in seinem Be­finden eingetreten. Auf ein ungeübtes Auge mache er den Eindruck eines nor­malen Menschen. Er werd eübrigens auch wie ein solcher behandelt, selbstverständ­lich unter Beobachtung der notwendigen Sicherheitsmaßregeln. Et bewohne jetzt ein hübsch eingerichtetes, behagliches Zim­mer und genieße Freiheiten, dl «man we­niger harmlosen Kranken natürlich nicht gewähren könne."

„Dürfen wir ihm einen Besuch abstat- ten?“ fragte Wolter.

„Aber bitte, ich werde Sie persönlich nach seinem Zimmer geleiten.“

Die Herren begaben sich nach einer in einem Seitenflügel befindlichen Zimmer­flucht. Der Arzt machte an einer Tür hall und flopfte an.

„Leichtkranken gegenüber muß man immer so tun, als seien sie normal. Sie sind in ihrem Selbstbewußtsein leicht zu verletzen."

Die ermattete Antwort blieb aus. Dun öffnete der Arzt die Tür. Das Zimmer war leer.

„Ist es gestattet, näher zu treten? Es interessiert uns, zu wissen, wie Herr Ka­menz wohnt."

„Bitte seht, meine Herten."

Wollet verwickelte den Arzt in eine Unterhaltung; er befragte ihn nach aller­hand Einzelheften aus dem Leben und Treiben in der Anstalt. Daß dem eine Absicht zugrundelag, merkte bet Arzt gar nicht, sondern gab bereitwilligst über alles Auskunft.

„Ja, wo steckt denn Herr Kamenz eigent­lich?" sagte er schließlich, feinen eigenen Redestrom unterbrechend, und trat an die Klingel.

Ein Wärter erschien.

„Wo ist Lampert, der Herrn Kamenz betreut?“

„Der Wärter wußte es auch nicht, lief aber gleich fort, um Lampert zu suchen.

Als nach fünf Minuten weder Lampert noch Kamenz erschienen waren, bat der Arzt die Herten, sich noch einen Augen­blick zu gedulden, er wolle selbst einmal nachsehen.

„Nun?" fragte Wolter leise, als bet Arzt draußen wat.

„Es stimmt!" antwortete FrSickel.

Schreck und Freude stand auf dem Ge­sicht beider.

„Unverständlich ist mit nur, wie es möglich gewesen ist. Er befinde: sich doch hier unter dauernder Bewachung."

„Still, sie kommen."

____________________ Fortsetzung folgt.

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