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Oberbessische Zeitung, Marburg a. L., Dienstag, de« 24. Februar 1931
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Marburger Stabtzritims
LolkStrmwtag in Marburg
Am nächsten Sonntag, dem 1. März (Reminiscere) wird wie in den vergangenen Jahren der Volkstrauertag zum Gedächtnis der im Weltkrieg Gefallenen begangen werden. Neben den Feiern in Schule und Kirche soll nachmittags 3 Uhr eine allgemeine Gedenkfeier auf dem Ehreniriedhof stattfinden. Da» Reichswehrbataillon wird an der Feier teilnehmen und die Reichswehrkapelle sowie die Eesangsabteilung des Turn- und Sport-Vereins 1860 haben ihre Mitwirkung zugesagt. Von 1—1.15 Uhr werden die Glocken der Kirchen ihre ehernen Stimmen zu Ehren der Toten erschallen lasten. Wie in den Vorjahren soll bei der Feier aus dem Friedbof von äußeren Zeichen (Fahnen und Vereinsabzeichen) abgesehen werden. Als Vertreter der Religionsgemeinschaften wird Herr Pfarrer Veerhof eine Ansprache halten und Vertreter der Stadt und des Dolksbundes „Deutsche Kriegsgräberfürsorge" werden Kränze niederlegen. Magistrat und Kiegsgräberfürsorge bitten um zahlreiche Beteiligung an der Feier.
Möge auch durch den diesjährigen Volkstrauertag offenbar werden daß Deutschland seine im Weltkriege gefallenen Söhne in treuem Andenken behält und ihnen im Herzen seiner Bevölkerung durch den Dolrstrauertag ein unvergeßliches geistiges Ehrenmal errichtet hat.
Mardurser SauSfrauenwrein
Mitgliederversammlung und Vortragsabend.
Die gestrige Mitgliederversammlung im Freidhofschen Saale erfreute sich eines zahlreichen Besuchs. Aus den Mitteilungen, die die Vorsitzende, Frau Prof Strecker, im geschäftlichen Teil der Versammlung gab, sei hervorgehoben, daß am 25. März das F est der Treue gefeiert werden soll. Die Hausfrauen möchten rechtzeitig ihre in Betracht kommenden Hausangestellten anmelden. Ferner ser der Besuch des Vortragsabends von Frau G a l l i s o n - R e u 1 e r, der am 7. März statftinden soll, sehr zu empfehlen. Betreffend Vermietung der Studentenzimmer wurde von den Hausfrauen semesterweise Vermietung bei monatlicher Bezahlung gewünscht.
An Hand von zahlreichen Lichtbildern unternahm sodann Frau Pelz-Langen- s ch e i d 1 eilte Führung durch das Deutsche Hygienemuseum in Dresden, in dem man das Wunderwerk des menschlichen Körpers erst richtig kennen lernen könne. In hellen, modern und zweckentsprechend eingerichteten Räumen ist dort alles Wissenswerte auf dem Gebiete der Hygiene zusammengetragen worden. Das Museum ist ein lebendiges Volks- erüehungs- und Dolksbildungsinstitut. Die Hausfrau ist wohl am meisten an den Ab- t.''ungen „Mutter und Kind" sowie „Hygiene in Küche und Saus" interessiert. Wie aus den gezeigten Bildern zu ersehen war, stehen die Musterbeispiele der Ausstellung alle unter dem Motto „Schonung der Mutterkraft". Es wird da z. B. gezeigt, wie die Hausfrau durch Anwendung moderner Koch-, Wasch- oder Putzgeräte viel Arbeit sparen und sich den schweren Hausfrauenberuf wesentlich erleichtern kann.
Anschließend an den klar verständlichen und interessanten Vorttag, der dankend ausgenommen wurde, zeigten Frl. Christensen mit einer Damengruppe schwedische Gymnastik und Frl. Schulz mtt einer Damengruppe Gymnastik nach dem System Dr. Bades. Den Hausfrauen sollte gezeigt werden, wie man durch einfache Bewegungen den Körper geschmeidig und widerstandsfähig machen kann. Die Hebungen, besonders die mtt Klavierbegleitung ausgefühtten der Bode-Gruppe, konnten das überzeugend Nachweisen.
• Religiös« Woche der Mar» bürget katholischen Studentenschaft. In dieser Woche fand in Marburg unter reger Anteilnahme der kathl^i- schen Korporattonen und Freistudentenschaft eine von der »Akademischen Boni» fatiu S-Einigung", in Verbindung mtt dem Studentenseelsorger Pfarrer Hün- seler, veranstattete religiöse Vortragsreihe statt. Der Leiter der ReligionÄhochschule in Elkringhausen, Rektor Lutz, behandelte an mehreren Abenden das Thema: „Der Christ in der Welt". Der außerordentlich rege Besuch der Vorttäge, sowie die sich anschließenden Arbeitsgemeinschaften zeugten von einer lebendigen Lttlfgeschlvssen- heit der katholischen Studierenden Marburgs, für die Aufgabenstellung und Probleme einer lebendigen Begegnung von Kirche und Wirklichkeit. Mit einer liturgischen GemeinschaftSmefse in der Elisabechkapelle des katy. Schwesternhauses, fand dann am Sonntag früh diese bedeutsame Tagung, die eine wesennotwendige religiös-ttrchliche Vettiefung der in den ersten Januarwochen stattgefundenen und mehr ideengeschichüich-geisttg und prattor-polittsch orientierten „Marburger Schulungschoche" darftellte, chren würdigen Abschluß. — gl.
* Aus dem Amtsblatt. 3n den Ruhestand versetzt die Ldim. Grandjot in Rehren A./O., Leinweber in Frankenberg und Schnegrisberg in Grebendorf.
Marburger Bautätigkeit im Jahre 1930
Im abgelaufenen Kalenderjahre wurden in der Stadt Marburg außer einer größeren Zahl von kleineren Bauten, wie Autogaragen, Ställe usw., 31 Gebäude fettig- gestellt, davon 2 9 Wohngebäude mit 78 Wohnungen. Außerdem wurden durch Ausbau von gewerblichen Räumen, Am- und Anbauten fünf weitere neue Wohnungen geschaffen, so daß insgesamt 83 Wohnungen errichtet wurden. Hiervon entfallen auf die Stadt zwei Gebäude mit 20 Kleinstwohnungen der Siedlung Am Krekel und eine Wohnung im Reubau des städtischen Hallenschwimmbades. Der Marburger Spar- und Bau* verein stellte das Sechsfamilienhaus An- dreestraße 6 fertig; er übernahm außerdem die von der Hessischen Heimstätte Im Gefälle Rr. 12, 14, 16 und 18 errichtete Wohnhausgruppe mit 2 Einfamilien- und 2 Zweifamilienhäusern. Vom Verein deutscher Jugendherbergen wurde durch einen Anbau an die Jugendherberge eine neue Wohnung geschaffen. Die Verbleibenden 21 Gebäude mit 49 Wohnungen wurden von privaten Bauherren ausgeführt.
Außer den genannten Wohngebäuden wurde das städttsche Hallenschwimmbad am Pilgrimstein und der Sakristeianbau an die Kugelkirche fettiggestellt. Das Hotel Europäischer Hof wurde durch Um- und Anbau erwettett und modernisiett.
Zur Zeit sind 8 Wohngebäude mit 35 Wohnungen im Bau begriffen, außerdem ist der Neubau der Ortskrankenkasse in der Wötthsttaße im Rohbau fettiggestellt. Mtt dem Erweiterungsbau der Universitäts- Frauenklinik sowie mit dem von der Landesversicherungsanstalt Hessen-Rassau auf dem Schröcker Gleichen geplanten Sanatorium Sonnenblick wurde begonnen.
Von den ferttggestellten Wohngebäuden sind 11 Einfamilienhäuser. Don den weiter errichteten Wohnungen haben außer Küche und dem erforderlichen Zubehör, wie Keller, Abotte ufto„
27 Wohnung«« 1—2 Zimmer,
45 Wohnungen 3—5 Zimmer.
Zum Teil sind außerdem noch bewohnbare Kammern vorhanden.
SnhWome Vorgänge bei einer volttiMn Verrammlung
Die für gestern abend in den Saal der Gastwittschast Ruppersberg im Stadtteil Ockershausen einberufene national* sozialistische Versammlung, in der Herr Beisner-Hannover sprechen sollte, nahm ein nicht erfreuliches Ende und wurde kurz nach Beginn polizeilich geschlossen, Dor Beginn der Versammlung hatte sich eine große Anzahl Gegner aus der Stadt Marburg eingefunden. Bei Eröffnung der Versammlung ermahnte der Versammlungsleiter zur Rahe, ttotzdem wurde laut geschrien. Als der Redner das Wott nahm, wurde die Unruhe so stark, daß er über die einleitenden Worte nicht hinwegkam. Die anwesenden Gegner lärmten und sttmmten die Internationale an. Darauf griff der Saaldienst der Rattonalsozialisten ein. ES entspann sich eine Schlägerei, bei der Stühle, Tische und Fensterscheiben in Trümmer gingen. Die in Bereitschaft stehende Polizei griff sofort ein und räumte den Saal. Bei der Schlägerei gab es auf beiden Seiten Verletzte, die von den Rattonalsozialisten verbunden wurden. Zur Sicherheit der Verletzten hatte man telephonisch Sanitätsrat von Heusinger angefordert, der den Arbeiter Jesberg der Klinik überwies. Auf dem Hof und auf der Straße vor der Gastwirt- schaft Ruppersberg hatten sich die Gegner versammelt und schleuderten Steine gegen die Fenster des Saales, wodurch weitere Scheiben in Trümmer gingen. Auf diesen Vorfall hin räumte die Polizei Straße und Hof. Einem Kommunisten war eine Art Totschläger von der Polizei abgenommen worden. Gegen 3/*10 Ahr zogen die Rattonalsozialisten unter dem Schutz der Polizei durch den Zwetschenweg ab, verfolgt von einem Trupp der Gegner. Unterwegs wurden Steine und Spalierlatten gegen die Rattonalsozialisten geworfen. 3n der Gisseiberger Straße gingen einige Scheiben des Straßenbahnwagens Rr. 7 durch Steinwürs« in Trümmer. Die Nationalsozialisten wurden durch die Frank- furtet Straße und Grün gefühtt, immer verfolgt von den Gegnern, die grobe Beleidigungen gegen die Polizei aussttehen. Am Rudolphsplatz hatte ein Polizeiaufgebot die Straße abgeriegelt und von dort aus konnten die Rattonalsozialisten ungehindert ihrem Bestimmungsort zugeführt werden.
Während des ganzen Vorfalles in Ockershausen hatte sich auf den Hauptstraßen des Ottes eine riesige Menschenmasse versammelt, und es ist dem korreften Verhallen der Polizei 'zuzuschreiben, daß sich nicht größere Zusammenstöße ereigneten. —n.
Som Deutschen Sprachverein
Der Zweig Marburg des Deutschen Sprachvereins, der im Jahre 1923 infolge der damaligen ungeheuerlichen Geldentwertungen gezwungen worden war, seine Tätigkeit einzustellen, ist zu neuem Leben erweckt worden. Am 20. Februar fanden sich eine Anzahl von früheren Mitgliedern und von Freunden des Sprachvereins im Theater-Kaffee zusammen und schritten, nach eingehender Beratung, zur Neugründung. Gewählt wurden: als 1. Vorsitzer: Oberstudiendirektor S ch n e i d e r, als 2. Vorsitzer: Oberpostrat C o l l m a n n ,als Schriftführer: Frl. Studienrätin Fröhlich, als Schatzmeister und Bücherwart: Universitätsbuchhändler Ebel. Zu Beisitzern wurden gewählt: Geheimrat Prof. Dr. Elster, Prof. Mayne, Rektor Scholz, Bibliotheksrat Dr. Reinhold und der jeweilige Borsitzer der allgemeinen Marburger Studentenschaft. Der Zweigverein beginnt seine Tätigkeit
mit einigen 30 Mitgliedern, erwartet aber starken Zuwachs durch einen Werbeabend, den er zu Beginn des Sommer- semesters — voraussichtlich Anfang Mai — veranstalten und zu dem er rechtzeitig einladen wird. Der Jahresbeitrag ist auf 4 M (Studenten und Schüler 1 M) festgesetzt worden, wofür die überaus fesselnde Vereinszeitschrift „Muttersprache" (monatlich einmal) geliefert wird Auskünfte in Sprachvereinsangelegenheiten erteilen bereitwilligst die Vorstandsmitglieder und Anmeldungen nimmt jederzeit der Schatzmeister, Herr Univ.-Buchhändler Ebel, Wettergasse, entgegen. Es ist zu hoffen, daß die Bestrebungen des in des Wortes edelster Bedeutung echt vaterländischen Sprachvereins auch hier in Marburg auf fruchtbaren Boden fallen und in allen Kreisen der Bevölkerung tatkräftige Unterstützung finden werden. Th. Co.
* Evangelisch - theologische fsachgemeinschaft. Heute abend pricht Pros. D. Dr. Schumann (Gießen) 20.30 s. h. im großen Hörsaal des Landgrafenhauses über „Die Frage der theologischen Anthrogologie". Wir weisen auf diesen letzten Vortrag des Semesters nochmals hin.
• Staatliche Musikberatung. Sonnabend, den 28. Februar, findet nachmittags 3 Uhr in der Südschule eine Unterrichtsstunde, die Fräulein Perino mit ihren Schülern abhält, sowie Diskussion über Fragen der Musikerziehung statt, zu der die privaten sowie die Schul-Musiklehrkräfte Marburgs und der umliegenden Kreise hiermit eingeladen werden.
* Professor Henry Marteau spielt nächsten Sonntag, 1. März, mit dem Orchester unseres Ausbildungs-Bataillons in den Stadtsälen. Die Mufik- folge bringt die Solo-Sonate C-dur von Vach, das Violinkonzert D-Dur von Beethoven, die vierte Symphonie von Beethoven und das Siegfried-Idyll von Richard Wagner. Hebet Professor Marteau schrieb die "Oberhessische Zeitung vom 9. 1. 1930: „Eine wahre Offenbarung bedeutete das Eeigenspiel Matteaus, des wohl höchst stehenden und vollendesten Vertreters der Violinisten der Gegenwart. Oft strömte es wie Orgelklang, man glaubte einen Chor von Geigen zu hören. Die Kunst der Doppelgriffe gelangte zu unerhörter Wirkung. Reinere und wohlklingendere Flageolettöne hat man wohl kaum gehört." Den Vorverkauf bet Eintrittskarten hat die Buchhandlung Ebel, Wettergasse übernommen.
• Vortrag. Für den 10. März ladet die Frauengruppe der Deutsch- nationalen Volkspartei zu einem Vortrag ein, den Frau Lowack- Gleiwitz über das Thema halten wird: Das Schicksal Deutschlands entscheidet sich im Osten. Frau Lowack ist eine bet wichtigsten und rührigsten Vorkämpferinnen für bas bedrängte Deutschtum in Oberschlefien. Seit Iahten richtet sich ihr Kampf gegen bas bie Ostmark so schwer bebtängenben Slaventum. Bei bei Franzosenbesetzung wirkte sie als einzige Frau im Patriotischen Hauptausschutz mit, bei bem sie Gelegenheit fanb, bie polnischen Methoden kennen zu lernen.
Frau Lowack ist Vorsitzende des L.D.A. in Gleiwitz und Vorsitzende bet Vereinigten Verbänbe Heimattreuer Oberschlester. Der Vortrag ist vollkommen Überparteilich. Ieber Deutschgesinnte, insbefonbete bie Mirglieber des Ostmarkvereins, Stahlhelms, V. d. A. und Vereins der Schlesier find herzlich willkommen.
• Vorträge über Parzival. In den letzten Jahrzehnten mehren sich die Menschen, die von der Gestalt des Parzival, wie ihn z.B. Wolfram von Eschen
bach schildert und von den Bildern der Legende vom heiligen Gral immer stärker berührt werden. Gerade in den Kreisen der jüngeren Generation finden sich heutzutage viele Menschen, die von dem tieferen Sinn dieser Bilder überzeugt sind und in dem Gral ein Symbol ihres eige- nen Lebens und Strebens sehen. Es dürfte daher für weitere Kreise von besonderem Wert, sein, daß in vieler Woche Lic. Robert Gondel zwei öffentliche Vorträge zum Thema „Pariival" hält. Bei diesen Vorträgen soll es sich nicht um eine philologische Betrachtung handeln, die nur wenige Menschen etwas angehen kann, sondern um die Bedeutung und Auswirkung der Parzival-Sage für die Lebensfragen des heutigen Menschen. Der erste Vortrag behandelt: „Par- zivals Schickfalsweg: der zweite: i l Christentum des heiligen Grales und die Gegenwart." Die Vorträge finden statt: Freitag, den 27. und Samstag, den 28. Februar, jeweils 20.15 Uhr; Alte Universität, Hörsaal 12.
• Marburger Stadttheater. Man schreibt uns: Am Donnerstag, dem 26. Februar. wird bas Schauspiel „Der Möan- tbrov" zur Aufführung gebracht. Dieses Schauspiel ist eine freie Bearbeitung nach Moliöre und für eine moderne Inszenierung eingerichtet von Oberspielleiter Walter Bäuerle. Die Bearbeitung will nichts, als dem Moliörefchen Stück die große Aktualität sichern, die es im Kerne besitzt. An dem (Hjaratter der Rollen und dem bramatitoen Gehalt ber einzelnen Szenen würbe nichts geänberi. Was eine Umgestaltung erfuhr, ist bie Reihefolge ber Szenen, unb baburdj tonnte auch ber ursprünglich auf fünf kleine Alle verteilte leit auf brei größere Affe zusammengezogen werden, ohne jedoch das Versmaß zu ändern oder die Idee des Stückes irgendwie zu verwischen. Gerade das alte Spiel im modernen Kleid wird die Deutlichkeit und vor allem das Interesse an i diesem unvergänglichen Werk französischer llassischer Lusttpiellfteratur wachhalten. Beginn der Vorstellung 20.10 Uhr.
* Prof. Frick in Amerika angekommen. Wie wir einem Ausschnitt ber „Newyorker Staatsztg." entnehmen, sind Prof. D. Frick und Gattin am 9. Februar in Newyork angekommen. Die Ueberfahrt auf bem Dampfer „Stuttgart" war von sonnigem Winterwetter unb ruhiger See begünstigt.
SageMnjctget.
Dienstag, den 24. Februar.
Eafe Markees, Reitgafse: Ab 20 Ahr: Konzert.
©affe Detter, Reitgafse: 20 Ahr: Konzert. Cafö-Restaurant Stetnebach, Gisselberger
Straße: 20 Ahr: Künstler- und Stim- mungskonzert.
Schühenhof, WehrdaerWeg 2: Ab 20 Ahr: Künstler» und Sttmmungskonzett in der Felsengrotte.
Stadtkeller: 20 Ahr: Künstlerkonzert.
Capitol, Biegenstratze: Ab 20.15 Ahr: „Die Firma heiratet" und „Felft, der Kater — Felix ist tüchtig".
Kamera, Kasernenstt.: 17 und 20.15 Ahr: „Der falsche Feldmarschall".
Lichtspiele, Bahnhofstraße: 15.30, 17 und 20.15 Ahr: »Schwester Maria" und »Miß Evelhne, die Badefee".
Serlommlnngtn, Vorträge ns«.
Volkshochschule: 20.15 Ahr im Hörsaal 7 des Landgrafenhauses: Privatdozent Dr. Trier: Gottfried von Sttaßburg und Tristan und Isolde.
Gemeinnützige Oberheffische Bauhllfe e. D.: 20.15 Ahr im Melanchthonhaus, Reitgasse: Werbeversammlung.
Evang.-theol. Fachgemeinschaft Marburg: 20.30 Ahr im großen Hörsaal des Landgrafenhauses: Professor D. Dr. Schumann „Die Frage der theol. Anthropo- logie.
Letzte WjrtjümltsMi-uiWn
r. Frankfurt, 24. Febr. Nachdem im Verlauf der gestrigen schwachen Abendbörse, bei der sich Rückgänge bemerkbar machten, war im heutigen Vormittagsverkehr eine zuversichtliche Tendenz nicht zu erkennen. Die Spekulation verhält sich tm Zusammenhang mit dem heurigen Liguidarionstag abwartend, so dah Abschlüffe nicht zustande kommen. Die wenig genannten Kurse neigen etwas zur Schwäche. Farbenindustrie 137,50 Deutsch- Linoleum 96, Siemens 180, A. E. E 102, Reichsbank neu 158,50.
r. Berlin, 24. Febr. Die Tendenz für Weizen T|t am Produktenmarkt freundlicher und für Roggen stettg. Das Angebot ist nicht merklich groß. Die Lieferungspreise für Weizen liegen 1 Mark über gestrigem Schluß, während Weizen unverändett liegt. Hafer bet reichlichem Angebot eher schwächer, ebenfalls Gerste. Klere unb Kartoffelflocken ohne Geschäft.
(botttsbteiffl.
Mittwoch, 25. Februar.
Pfarrkirche. 20 Uhr: Passions-Gottesdienst, Sup. Landau.
Elilabethkirche. 20 Uhr: Paffions* .Gottesdienst, Psaner Metz.