!r. 36
chne E« n 6 i e| nehr all Abhilfe Zu be Entwur binden! Zurück deutsch niemals
(Seift : an den erung llnsweg. als ein fer nicht »gierung
.): Wir n beut« :ße aber Ikerbun« ersticken, ere Zu- n wall« anderen Tflären, zurück-
n
ib bet Ostern cufs - der
> ringen in der n der lorftel- tember m mit orhan- "erricht finden
Der. Arns- iriaent abien» päd « cf, mit ie da-
Mil- ie 15 3 nur lebten. f>ul« n be- beider fyteten
ilo.
Aus- n be»
>d die timm- onser- nicht
s auf )nung Vize- über Etat
-ast
Mel- : der den atio- mter ftete itag- Das
m.
Upt» ehen nal» :tei« ihn- es chr- AlS Der« uen >ern
>hn-
trei- bre nid) nis. chs-
Nr. 36
Oberhessische Zettung, Marburg a. L., Donnerstag, den 12. Februar IS31
Seite 3
ein Gramm kostet 270000 Mk.
Der Erde kostbarster Stoff
Die Ra-iumbestän-e -er Er-e — Ra-iumsewimiuny am Sü-pol
Die Eesunbheitsbeputaüon bet Stabt Berlin hat beschlossen, bie Rabiurnbestänbe ber Stabt Berlin im Virchow-Krankenhaus unb im Krankenhaus Moabit zu zentralisieren unb gleichzeitig zu versuchen, neues Rabiurn zu kaufen.
Berlin will Ra bi um kaufen! Das heißt: äBenn es bie notwenbigen Mittel hierzu aufbringt! Die Rationierung bes Rabium- verkaufs burch bie einzige Firma ber Welt, bie bieten so seltenen unb doch so bringenb gesuchten Stoff gewinnt („Radium Belge" ist ein Privatunternehmen, bas fast bie ganze Rabiumprobuktion in Händen hält). Unb bie starke Nachfrage ber Krankenhäuser, Laboratorien unb wissenschaftlichen Institute haben ben Preis ins Phantastische getrieben.
Zm Augenblick kosten tausend Milligramm oder «in Gramm Radium rund 270000 Reichsmark,
ein unerhörter Preis . . . Unb habet steht es noch gar nicht einmal fest, ob ber zahlungsfähige Käufer auch tatsächlich bie gewünschte Ware bekommt, benn bie Radiumbestände ber Welt sind ganz minimal.
Vorsichtigen Schätzungen nach gibt es augenblicklich auf ber ganzen Erbe nur etwa 250 Gramm Rabiurn. Ob biete Schätzung richtig ist, darf allerbings stark angezweifelt werben. Denn bie in Kongo arbeitenbe Ge- sUlschaft „Rabi 0 Belge" hat alles Interesse daran, niemanben mitzuteilen, wieviel Radium sie probuziert unb wieviel Gramm der kostbaren Substanz sie auf Lager hat. Selbst in ben Kreisen ber stark an dem Rkdöum interessierten Wissenschaft herrscht über biete Frage völlige Unklarheit. Man weih nur, dah „Radium Beige" enorme Verdienste ab wirft.
Es ist selbstverstänblich ein auf die Dauer unhaltbarer Zustanb, bah eine einzige konkurrenzlose, auf Erwerb eingestellte Privatfirma bie gesamte Herstellung unb den Vertrieb eines für bie gesamte lei« benbe Menschheit so unerhört wichtigen Stoffes in Hänben hat. Eine ganze Reihe beachtlicher Vorschläge, bas Monopol ber „Rabiurn Belge" irgenbroie zu brechen unb aufzuheben, finb schon gemacht worden. Der aussichtsreichste scheint zu sein, bah ber Völker- bunb Anteile an ber genannten Firma er- wirbt unb bann durch seine Abteilung für Krebsforschung bie Verteilung bes Stoffes je mach der Dringlichkeit bes Bedarfs vornehmen läht.
Dir eigentliche Entdeckerin des Radium ist Madame Curie
(bas nach ihr benannte Institut Curie in Pans verfügt heute etwa über 7 Gramm Rabiurn), ber in systematischer Arbeit, bie von bem französischen Physiker Becauerel 1880 bereits wahrgenommenen rabioaktiven Erscheinungen des Uran untersuchte und babei feststellte, dah bie Ursache ber Radioaktivität nicht bas Metall Uran selbst ist. sonbern ein weiteres im Uran enthaltenes Metall sei. Dieses Metall, bas nach langjähriger Forschung gefunben wurde, ist eben das Radium. ber kostbarste Stoff ber Erde.
Gefunden wurde diese völlig unscheinbare bleiartige Substanz zuerst in Ioachims- tal in Böhmen, wo auch heute noch etwa 1000 Arbeiter mit bem Radiumabbau beschäftigt werben. Die gesamte Ausbeute eines ganzen Jahres in ben 500 Meter tiefen Joachimstaler Gruben beträgt aber nur wenige Gramm, ein sehr kümmerliches Ergebnis, bas nicht einmal bie Unkosten unb Löhne deckt. (Aus 500 000 Kilogramm Roh-
erz wirb knapp ein Gramm Radium gewonnen!)
Große rabiumhaltige Erzlager würben später in Colorabo enbeckt, was eine ameri- kani'khe Firma in bie Lage brachte, im Rabiumhanbel eine monopolartige Stellung einzunehmen. Sehr halb aber waren bie Vorräte in Colorabo erschöpft. Unb ein grobes Rätselraten in aller Welt begann, ob nunmehr bie ganze Radiumproduktion aufhören mühte. Bis bann schliehlich ein Forscher durch Zufall in Belgisch-Kongo
rabiumhaltige Erze feststellte, bie jetzt „Rabiurn Beige" abbaut.
Di« Höchstziffer ihrer Produktion soll augenblicklich 30 Gramm jährlich betragen.
Vielleicht aber wirb bieser Gesellschaft schon in > a bsehbarer Zeit eine sehr starke Konkurrenz erwachsen burch ein amerikanisches Konsortium, bas unter Führung V a nder- bilts bie Rabiumvorräte am Südpol ab- hauen will. Rach ben Nachrichten bes be-
Kmist aus Schnee
M
Diese ausgezeichnete Tierplastiken hat ein Bildhauer in Lauscha während der deutschen Ski- meisterschasten geschaffen. Das Material aus reinem Schnee macht dem wunderbarsten Marmor Konkurrenz, ist aber doch nichts „für die Ewigkeit". Ein Witterungsumschlag — und dahin schmilzt Elefant und Löwe, Kamel und Fabelstsch.
kannten Fliegers Byrd soll dieser Abbau nicht mit groben Schwierigkeiten verbunden sein. Byrd prophezeit eine Iahresvroduktion von 18 bis 20 Kilogramm im Werte von etwa 4,2 Milliarden Reichsmark. Diese Menge würbe ben augenblicklichen Radiumbestand ber Erbe um etwa bas Zwanzigfache übersteigen, was zweifellos ein ganz erhebliches Sinken bes Preises für Rabiurn unb eine fühlbare Verbilligung ber Radiumbehandlung zur Folge haben würde. Technische Schwierigkeiten dürften dem geplanten Abbau am Südpol kaum im Wege stehen, allerdings wird man bie von Byrb verbreiteten Nachrichten mit einiger Vorsicht aufnehmen müssen unb bie Berichte ber im Laufe bes Jahres 1931 abreifenben Stubiumfommifton abwarten müssen.
Es wäre nur zu begrühen, wenn die Hoffnungen, bie bie Wissenschaft auf bas Südpolradium setzt, sich verwirklichen würben. Denn selbst wenn man bie unbegrenzte.
fibet 1000jährige Verwendungsdauer des Radiums
berücksichtigt, sind die augenblicklichen Bestände auf der Erde gänzlich unzureichend. Nadiumbehandlungen sind so ungeheuer teuer, bah sie nur eine ganz bestimmte Schicht schwerreicher Leute gebrauchen können.
Die Behanblung selbst setzt neben ber grünblichen Kenntnis ber Materie auch eine restlose Beherrschung der speziellen Technik rtoraus. Es wird hierbei mit kleinsten Mengen, z. SB. mit Stäbchen bis zu 2 Milligramm gearbeitet. Aufbewahrt wird bas Rabiurn in Elasröhrchen, besten Wänbe 1 bis 3 Milimeter stark unb 1 bis 2 Millimeter lang sind. Das Elasröhrchen steckt in einer 0,5 Millimeter bieten Silber» röhre unb wird verschlossen von einem Schraubenbeckel. Bei Transporten wirb bas Rabiurnsalz in Miniatursafes eingeschlossen, bie kleiner finb als eine normale Damen- hanbtasche. Bei ber Arbeit unb beim Trans
port bes Erzes ist bie gröhte Vorsicht geboten, benn wie so viele andere starkwirkende Stoffe eignet sich bas Radium nicht nur zur Heilung, sondern kann unter Um- ständen nie heilende Brandwunden unb ben sofortigen Tob zur Folge haben.
——— M ■
AMunMMm für eaticnellc Semmuimlettwalhme
Große industrielle Unternehmungen besitzen heute fast alle Forschungseinricch- tungen, denen sie neue ProduktivnS- und Absatzmethoden, rationelle Bettiebsfüh- rung urtb damit wesentliche Erfolge ber- danken. In der Verwaltungsforschung ist diese Entwicklung leider weit zurückgeblieben, obwohl ihr Betrieb umfangreicher, verwickelter und schwieriger ist als der der privaten Unternehmen. Vielleicht liegt daS daran, daß dem Durch- schnittsbürger die öffentliche Verwaltung, besonders aber die Kommunalverwaltung, verhältnismäßig fern liegt. Sehr häufig sind ihm städtischer Etat, Schuldendienst und Kreditwesen usw. nur leere Begriff». Trotzdem er sein Leben lang dauernd mit der Kommunalverwaltung in Berührung kommt, kann er sich von ihren Funktionen und Aufgaben nicht die richtige DorstÄ- lung machen. Erst wenn darin etwas nicht klappt, erwacht sein Interesse.
In Aeuhork und anderen amerikanischen Städten gibt es Büros zur Reformierung der Stadtverwallung bereits seit langem. Heber diese Forschungsstellen veröffentlicht der Verwaltungsdirektor der Stadt Rochester (USA.), Stephan D. Story, in den „Annalen der Gemeindewirtschaft" (herausgegeben von Edgar Milhauo, Genf) einen seh^ interessanten Artikel. In der Zeitschrift „Der Kommunalbeamte" wird dieser Aufsatz eingehend besprochen und auf die Möglichkeiten hingewiesen, diese Anregungen auf deutsche Verhältnisse zu übertragen. Bedauerlich ist, dah trotz der langjährigen Erfahrungen die genannten Untersuchungen immer noch gewissen Schwierigkeiten begegnen. Diese liegen einmal darin, daß oft umfangreiche Forschungen nur für einen sehr eng begrenzten Kreis, ja nur für eine einzelne Gemeinde auSge- nutzt werden können wegen der sehr starken örtlichen Verschiedenheiten. Zum anderen fehlt es an einer Organisation zum Austausch der in den einzelnen Gemeinden an- gestellten Untersuchungen. Es existiert trotz aller Bemühungen der Städteverbände noch keine Stelle, an der die Ergebnisse der Einzelforschung gesammelt veröffentlicht werden. Story schlägt daher die Errichtung eines „Clearing House" vor, das die Fülle des Materials zu sammeln, zu sichten und den Interessenten zugänglich zu machen hätte. Dieses Material ist nicht nur auf reine Verwaltung beschränkt, sondern erstreckt sich auf alle Fragen, die in der Kommunalverwaltung überhaupt eine Rolle spielen.
Die Verwaltung und ihre ^Beamten können durch eine solche Stelle von unnötiger Arbeit befreit werden, jede Gemeinde könnte die Erfahrungen der andern sich zunutze machen, und man kann sich vorstellen, daß in einer, wenn auch etwas fernliegen* den Zukunft, der Idealzustand einer übersichtlichen, rationellen und tadelfreien Verwaltungseinrichtung geschaffen werden könnte.
An der Schwelle des vierten Mallett
Von Bogislav von Selchow.
Nur wenige ber heute Lebenben finb sich bewußt, eine ber größten Zeitwenden ber Ge- fchichte mitzuerleben, bas Ende ber „Ich- Z e i t“. Die „Jch-Zeit" beginnt, als Luther bie stolze Forderung von ber Selbstoerant- wortlöchkeit bes Menschen erhebt, als an Stelle bes allumfassenden deutschen Kaisertums unb ber römischen Papstkirche hunbert Throne fürstlichen Jchs treten. Der Sonnenkönig von Paris, ber Genius von Potsdam, Peter ber Große unb viele anbere gleich ihnen verkörpern im eigenen Staat bas Ich. Mehr unb mehr bringt burch sie bas Ich in Staat unb Kirche, in Kunst unb Wirtschaft, bis schließlich jeber fein oft unbebeutenbes Einzel- Jch bem Nachbar-Jch engegenftellt und jeder gegen jeden steht.
Der Beginn des 20. Jahrhunderts ist Zeitwende: „Jch-Zeit" wird zur „W i r - Seit". Auf asten Lebensgebieten zeigt sich das Bedürfnis zum Zusammenschluß, zu einer Einigung und Bindung der Gleichgearteten Staaten, die Zufallsbildungen ober dem Machtstreben einzelner entsprungen waren, schließen sich zur Volksgemeinschaft als Bluts- unb Schicksalsgemeinschaft zusammen.
Diese Entwicklung ist keine zufällige. Un- merllich aber unaufhaltsam steigt ein neues Zeitgefühl aus geheimnisvollen Tiefen. Denn von jeher geben nicht nur große Menschen ber Geschichte Sinn und Richtung, sondern auch die geistigen Strömungen der Zeil, ber „3 eit geift". Dietern Zeitgeist ist Sei« cho» durch bie Jahrtausende nach
gegangen unb zwar verfolgt er ihn nacheinander in den wichtigsten Lebensäußerungen von den Anfängen bis in bie Gegenwart. Diese Lebensäußerungen finb: Zeit, Raum, Leib, Geschichte, Kampf, Recht, Staat, Gesellschaft, Verfassung, Wirtschaft, Hanbel, Schiffahrt, Sprache, Philosophie, Natur, Kunst, Musik, Bilbung, Dichtung, Glaube. Bei allen Einzeluntersuchungen ergeben sich zwei gewaltige Einschnitte um 400 und 1500 n. Chr., sie trennen die drei Zeitalter „Dor- Zeit", „AN-Zeit" und „Jch-Zeit". In dem beigegebenen graphischen Wegbild werden die genannten zwanzig Formen ber Lebensäußerung in ihrer Entwicklung gezeigt, b. h. bie in ben verschiedenen Jahrhunderten vorherrschenden Ideen sind in einer Tabelle übersichtlich auf geführt. — Diese feindurchdachte Gliederung, bie ein gerabezu einzigartiges Gesamtwissen voraussetzt, ist das Werk von Zähren.
Im einzelnen wird von Selchow zunächst eine Begründung feiner Zeit-Einteilung gegeben: Ein meisterhafter knapper lleberblick über die Geschichte der abendländischen Völker, insbesondere bes beutfdjen Menschen, ber mit ber Forberung für bie Zukunft schließt, bas „Ich" bes einzelnen bem Volksganzen unterjuorbnen.
Ein zweiter Abschnitt „D e r R a u m" zeigt, wie ber Mensch bis 1500 die (Erbe, bann bas Sonnensystem als Mittelpunkt betrachtete, während wir heute die Unendlichkeit des Weltraumes in unser Denken einbeziehen. Dann wird der Bolksraum betrachtet, die Wandlung der menschlichen Siedlung vom Einzelgehöft im Urwalb zum Dorf, Zeiten der Wanderung, ber Robung, Vorherrschaft von Burg, Stadt, Schloß. Haupt
stadt, schließlich Zusammenballung riesiger Menschenmengen in bet Großstadt. Eroß- stadt-Dämmerung ber „Mr-Zeit": Der Mensch beginnt zu fliehen. Ganz verschieben gewertet wird im Laufe der Jahrhunderte ber Leib, bet menschliche Körper. Bald ist et nur das Gefängnis, bald das Gefäß, bald ber Tempel seiner Seele, Stählung bes Körpers ist so alt wie ber Mensch selbst. Griechische Gymnastik, römische Athletik, germanische Kampsipiele beherrschen bie „Vorzeit". In ber „All-Zeit" tritt unter bem Einfluß ber Kirche eine ungefunbe Geringschätzung bes Körpers gegenüber ber Seele ein. Nut t'te Ritter üben sich in ihren Tugenben. In ber „Jch-Zeit" kommt ber Körper urieber zu seinem Recht. Pflege ber Kleibung, bie Mobe beginnt eine Rolle zu spielen, unmäßiges Essen unb Trinken wirb Trumpf. Allmählich wendet man sich auch der körperlichen Ertüchtigung zu: Turnen, Waffendienst. Sport. Sugeubberoegung finb (Etappen dieser Entwicklung. Parallel mit der Körperwertung gebt die PflegedesLei- bes, die Heilkunde. Ernste griechische Wissenschaft und blühendes gerrnanssches Na- turempfinben gehen in ber „All-Zeit" verloren, werben ersetzt burch auf niebriger Stufe stehenbe mönchische Heilkunbe. Wunderglaube unb Magie gewinnen große Bebeutung. Die „Jch-Zeit" baut systematisch urieber auf, Zellenlehre, Krankheitserreger werben gefunben. Die „Wir-Zeit" aber bringt im Jn- tereffe des Volksganzen völlig neue Gesichtspunkte: Vorbeugung von Krankheitzo» Hygiene, Förderung ber Vererbungslehre, Zuchtwahl, Verhütung ber Zeugung Minderwertiger.
Als letztes behandelt Selchow Geschichtsschreibung und Geschichtsauffas
sung im Wandel ber Zeiten: Von ber antiken Geschichtsschreibung unb germanischer Hebeilieferung ausgehend, über bie Weltchronik ber „All-Zeit", bie Zweck- unb Entwicklungsgeschichtsschreibung ber „Jch-Zeit" zum Ringen ber „Wir-Zeit" nach einem neuen Sinn bes Daseins. Besonders eingehend iftt> ie „Spät-2ch-Zeit", das ist die Zeit von 1850 bis heute behandelt. Hier sind die großen Wegweiser der Geschichtsschreibung wie Nietzsche, Dilthey, Stefan George, Spengler unb viele anbere in befonberen Kapiteln eingebenb gewürdigt. Ein sehr ausführliches Register, das nicht nur die genauen Lebensbaten aller in bem Buch erwähnten Personen verzeichnet, sonbern auch jeben cor» kommenben Begriff, wie etwa Kapitalismus ober Pazifismus, Skepsis ober Metaphysik, sorgfältig erklärt, macht es auch bem Leser, ber nicht über bie genügenben Vorkenntnisse verfügt, leicht, alle Einzelheiten bes Werks zu verstehen.
Dieser kurze Abriß kann nur einen schwachen Einbruck von der Bedeutung, von dem reichen Inhalt des Werkes geben, das wertvolle, völlig neue Gesichtspunkte bringt. Dabei ist bas Buch so eindruckvoll geschrieben, baß ein beliebig herausgegriffener Abschnitt ben Leser sofort in ben Bann zieht. So kann auch ber Vielbeschäftigte bas Werk zur Hanb nehmen, ber es nicht als Nachteil empfinben wirb, wenn er sich festliest, wenn er vom Kapitel „Groß-Stadt" gefesselt, zurückblättert unb über Schloß. Burg unb Dorf im Urwalb seiner Vorfahren landet.
Das Buch ist im K. F. Koehler-Verlag E. m. b. H., Leipzig, erschienen unb kostet mit Karte 14.50 RM.