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C*rr»-mfi*w Äritwe«. Rartan • r. Montag, den 2. Februar 1931
Nr. 27
lung nach Moholz begeben wollten,
aus
Politische Zusammenstöße
Wieder ein Toter und mehrere Schwerverletzte
einem Walde von Kommunisten beschossen. Durch die drei abgegebenen Schüsse wurden zwei Nationalsozialisten schwer verletzt. Einer von ihnen erhielt einen Schuh in den Unterleib und wurde in bedenk- . lichem Zustand in das Städtische Krankenhaus in Görlitz eingeliefert, wo er nachts keiner Verletzung erlegen ist. Die Versammlung in Moholz, in der anwesende Kommunisten einen Nationalsozialisten durch Messerstiche nicht unerheblich verletzten, muhte schliehlich polizeilich aufgelöst werden. Da die vor dem Versammlungslokal angelammelte Menge die Polizei mit Steinen bewarf, trieb diese die Menge mit Gummiknüppel auseinander.
Der „Völkische Beobachter- bis 7. Februar verboten.
München, 1. Febr. Das Erscheinen des „Völkische« Beobachters", des Organs der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, wurde durch Beschlug der Polizeidirektton München vom 31. 1. b'S 7. 2. 1931 e'nschliehlich verboten Anlah zu dem Verbot gab der in Nr. 30 vom 30. Januar unter der Uebrrschrift „Mullolin- nnb/Schubert" erschienene Artikel, drfi'n Ausführungen gegen § 5 Ziffer 1 des Gesetzes zum Schutze der Republlk verftohrn haben.
Polen fordert „Vergeltung
Man sammelt Material gegen Gruse
flugzeug. Untersü-hangen seien Im Gang«, ob hier nicht ein Spionageversuch Der- liege.
Das Regierungsblatt „Dazeta Polska" nennt die Verurteilung des polnischen Sergeanten Dolf zu zwei Wochen Arrest in Oppeln ein Feigenblatt, womit man die Gefangennahme fremder Flieger, die sich infolge Schneetreibens geirrt Hütte, bedecken wolle. Die deutschen Behörden Hütten hierdurch'ein neue« System geschaffen und nötigten die anderen Staaten, von nun an diese Wechode gegenüber deutschen Fliegern anzuwenden.
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Entgegen den Behauptungen der polnischen Presse kann festgestellt werden: Gruse ist nicht Reserveoffizier, denn er ist erst 23 Jahre alt, geboten am 22. Mai 1907. Ferner ist er nicht Mitglied des Stahlhelms. Sein photographischer Apparat ist ein einfacher Apparat, mit dem in der Luft gar keine Aufnahmen gemacht werden können. Gruse hat nicht die Absicht ge- haft, den Korridor zu überfliegen, was schn odaraus hervvrgehet, daß er bis hinter Driesen von Schnei demühl aus in scharf westlicher Richtung geflogen ist, und erst dann längs der Grenze nach Südwesten abgedreht ist. Die Behauptung, daß sich fein Flugzeug leicht zu einem Militärflugzeug „umbauen" lasse, ist natürlich eine ebenso böswillige Erfindung.
Günther Plüschows Todes'turz
Eine Melduna der Associated Preß aus Santiago de Chile enthält Einzelheiten über den Absturz des Tsingtau-Fliegers Günther Plüschow. Danach war Plüschow am vergangenen Mittwoch mit seinem Begleiter Dreblow in dem kombinierten Land- und Wasserflugzeug „Condor de la Plata" aufoestiegen. um die Erforschung Züdpatagoniens und der Anden fort- zuletzen, sowie um karthographische unv vhotoora"^ische Aufnabmen zu machen. 3n der Nähe der argentinischen Orts^aft Puerto Natales, unmittelbar über dem Rica-See, begann das Flugzeug plötzlich abzustürzen Es gelang den Fliegern zwar, mit ihren Fallschirmen aus dem Flugzeug abzuspringen, die Fallschirme öffneten sich sedoch nicht, sodah beide etwa 700 Meter tief hinabstürzten und am llier des Rica-See zerschmettert liegen blieben. Das Flugzeug schlug in der Nähe auf und wurde vollständig zertrümmert. Da der Rica- See in einer der unwegsamsten Gegenden Argentiniens liegt, dürfte es mehrere Tage dauern, bis die Leichen nach der nächsten Stadt, dem argentinischen Hafen Puerto Gallegos, der etwa 350 Kilometer vom Rica-See liegt, befördert werden können. Die Leichen dürften von dort nach Deutschland übergesührt werden.
Warschau,!. Febr. (ÄZTB.) Es hat den Anschein, als ob man hier entschlossen wäre, an dem bet Wollstein niedecgegange» neu deutschen Eporrflieger Gruse wegen der Verhaftung der bei Oppeln gelandeten polnischen Militärflieger Vergeltung zu üben. So behauptet die halbamtliche Nachrichtenagentur I «k t a, daß der Flugsportverein Schneidemühl, dem Gruse angehört, militärisch organisiert sei. Mit Nachdruck wird hervoroehoben, daß die polnischen Behörden bet einer neuerlichen Untersuchung des Flugzeuges unter dem Führersitz einen Phvtographenapparat gefunden hätten. Iskra nimmt an. daß der deutsche Pilot polnisches Gebiet überflogen hätte, um die Flugstrecke nach Breslau abzukürzen. oder auch um andere Zwecke zu verfolgen, worauf der Photographenapparat Hinweisen würde. In beiden Fällen liege jedenfalls eine bewußte Grenzverletzung vor, umsomehr, als die deutschpolnische Grenze bei Wollstein sehr leicht zu erkennen sei. Zum Schluß erwähnt Iskra, daß der Flugsportverein Schneidemühl mehrere Flugzeuge besitze, mit denen regelmäßige Hebungen vorgenommen würden.
Der Krakauer Illustrierte Kurier behauptet, daß Gruse ein dem Schneide- niühler Flugsportverein zeitweilig zugeteilter Reichswehroffizier sei. Der Apparat Gruses fei ein zweisitziges Militär-Leicht»
Berlin, 1. Febr. In der letzten Nacht kam es in Charlottenburg zu schweren Zu-
• sammenstößen zwischen Kommunisten und Na- ttonalsozialisten, in deren Verlauf sechs Schüsse abgefeuert wurden. Der 24 Jahre alte Arbeiter Otto Erüneberg wurde durch einen Schuh getötet. Schwere Verletzungen erlitten der 25 Jahre alte Arbeiter Erich Riemenschneider durch zwei Mes-• serstiche im Rücken und der 23 Jahre alte Arbeiter Fritz Stere. Der Tote und die , zwet Verletzten gehören zur Kommunistischen Partei. Ms das lleberfallkommandö er- > schien, war der größte Teil der an dem Tumult Beteiligten bereits gestoben, so daß nur noch vier Personen festgenommen werden konnten.
Heute früh um 7.30 Uhr war eine Kolonne von Nationalsozialisten damit beschäftigt, die Zeitung „Der Angriff" unter den Passanten in der Gegend des Stettiner Bahnhofes zu vertreiben. Dabei trafen sie auf Kommunisten, die sofort gegen die Zeitungsverkäufer tätlich vorgingen. Der 21- . söhrige Schleifer Reinhold Ahr wurde durch Messerstiche schwer verletzt, so dah er nach dem Krankenhaus gebracht werden muhte. Ein anderer Zeitungsverkäufer wurde leicht verletzt. Als das Ueberfallkommando erschien, waren die Angreifer bereits geflutet.
Kommunisten als Wegelagerer. — Ein Todesopfer.
Niesky, sOberlausitz). 31. Ian. In der Nähe von Niesky wurden gestern abend etwa 20 Nationalsozialisten, die fich zu einer nationalsozialistischen Versamm-
Eine KomttnMon ’ut
Behebung der Arbeitslosigkeit
WTB. meldet: • i
Der grohe Umfang, den die Arbeitslosigkeit in dvr Welt und besonders in Deutschland angenommen hat, hat bewirkt, dah ständig aus allen Kreisen der Bevölkerung Vorschläge zur Lösung der mit der Arbeitslosigkeit zusammenhängenden Fragen gemacht werden. Die Reichsregierung hat nunmehr eine 'Kommission berufen, die die grundlegenden Fragen der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und ihrer Folgen behandeln «nd der Reichsregierung ein Gutachten darüber erstatten soll. Die Kommission besteht aus folgenden Persönlichkeiten:
1. Dr. Heinrich Brauns. Reichsminister a. D..
2. Dr. Bernhard Dernburg. Reichsminister a. D..
3. Dr. Hermann Derfch, Direttor im Reichsverstch-rungsamt. Professor an der Universität Berlin.
4. Dr. Wilhelm Engler, Präsident des Landesarbeitsamts Hessen, •
5. Hans Frick. Ministerialdirektor a. D.,
6. Dr. Eduard Heimann, Professor an der Universität Hamburg.
7. Frau Antonie Hopmann.
8. Dr. Wilhelm P o l I i g k e 11. Professor an der Universität Frankfurt a. M.,
9. Dr. Adolf Tortilowicz von Batocki- Friebe. Oberprästdent a. D.,
10. Dr. Friedrich Zahn, Präsident des Bayerischen Statisti'chen Landesamtes.
Den Vorsitz wird Dr. Brauns führen.
Die Kommission wird erstmalig am 5. Febniar 1931 zusammentreten. Der Kommission gehören diesmal im Gegensatz zu der mit äbnsichen Aufgaben befaßten Kommission von 1929 Vertreter wirtschaftlicher Organisationen und öffentlicher Kör- perdjaften nicht an. Selbstverständlich wird die Kommission aber Vertreter der genannten Kreise und andere Sachverständige in weitestem Umfange gutachtlich hören.
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Pariser Kapital für Berlin
Die „Vosfische Zeitung" meldet: Immer mehr verdichtet sich die Annahme, daß infolge der Genfer Verhandlungen^ allmählich die Zurückhaltung des franzö-'' fischen Kapitalmarktes dem deutschen Ka- pitalbetzars gegenüber weichen werde. Die ersten Ansätze dafür, daß der französische Geldüberfluß Deutschland nutzbar gemacht werden solle, waren bereits in der Beteiligung französischer Banken an dem Zwilchenkredit für das Reich im Zusammenhang mit dem Verkauf von Reichsbahnvorzugsaktien zu erblicken.
Man erwartet, daß dieses Geschäft, bei dem es sich nur um eine kurzfristige Kreditgewährung und eine nicht allzu erhebliche Summe handelt, erst den Auftakt zu viel weitergehenden Transaktionen bilde.
In diesem Zusammenhang erhält fich m Berliner Finanzkreisen die Version, daß da» Konsortialgefchäft zwischen der Stadt Berlin und der Vreag (Preußischen Elektri- zitäts A (5.) indirekt oder sogar unmittelbar durch französische Dank-n finanziert werden soll. Da der französische Markt zur Zeit der einzige ist. der leistungsfähig genug ist, um mehrere hundert Millionen Mark zur Verfügung zu stellen, scheint diese Darstellung nicht unwahrscheinlich, besonders im Hinblick auf die weitreichenden internationalen Beziehungen, «die die tz Preag unterhält.
lässigen Panveroebens eine Geiängnisstrvfe von 2 Wochen, die durch die Untersuchung»» hast als verbüßt erklärt werden soll Gegen den Angeklagten Jmiela beantragte der Staatsanwalt Freisprechung.
Do, Urteil.
Rach dreiviertelstündiger Beratung verkiln» öete Landgerichtsdirektor Dr. Christian da» Urteil, das gemäß dem Antrag des Oberstaatsanwalts gegen Jmiela auf Freisprechung und glegen Feldwebel Wolf auf 2 Wochen Gefängnis wegen Paßvergehens lautete Diese Strafe gilt durch die Untersuchunasbast als verbüßt. Soweit Freisprechung erfolgt, trägt die Staatskasse die Kosten, im übrigen die Verteidigung. Der Verteidiger der Anaeklagten. Rechtsanwalt Simon Latte auch bei Wolf da» Vorliegen eines fahrlässigen Paßvergehens verneint und ausgeführt, daß die Flieger sich in einem Rottustand befunden hätten, wodurch die Erernverletzung die Rechtswidrigkeit verliere, und für beide Angeklagte Freispruch beantragt.
Die Angeklagten wurden sofort auf freien Fuß gesetzt. . ", •
Deutsches
Deutscher Wahlerfolg in einer Gemeinde Ostoberlchlesiens.
Kaltowitz, 1. Febr. Heute fand in Rosdin-Schoppinitz nach der Eingemeindung die Wahl zu der neuen Gemeindevertretung statt, die für die Deutschen einen nennenswerten Erfolg brachte. Von den 12 aufgestellten Parteilisten hat die Deutsche Wahl- gemeinschatt die größte Stimmenzahl zu verzeichnen. Es erhielt die Deutsche Wahlgemeinschaft 3220 Stimmen und ach! Mandate. Die Korfanty-Partei erhielt 7 Mandate, während sich die Regierungspar'.!!, Sanacja mit 3 Mandaten begnügen mußte.
Der Mordprozeß Uldrich.
Berlin, 31. San. In nichtöffentlicher Sitzung wurde heute die Verhandlung gegen die wegen Mordes an dem Uhrmacher Ulbrich angeklagten Benzinger, Stolpe und Luise Reumann fortgesetzt. Als erster Zeuge wurde der Kriminalsekretär Smettons vernommen, der über die Aussagen, welche die Angeklaote Reumann ihm gegenüber nach der Verhaftung machte, berichtete. Die Luise Reumann wider- ivrach den Bekundungen des Zeugen und verweigerte die Aussage. Sodann 'chritt das Gericht zur Rekonstruierung der Tat. Da von den anwesenden Wachtmeistern sich keiner bereit erklärte, hierbei die Rolle des Grmotbeten । u spielen, wurde diese schließlich von dem als Sachverständigen geladenen Leiter des S.'ual- wissenschaftlichen Instituts Dr. Abraham übernommen.
Schiedsspruch für dir Leipziger Metallindustrie.
ff- Leipzig. 2 Febr. Im Lohnstretr in der Leipziger Metallindustrie wurde am Sonnabend ein Schiedsspruch gefällt, der eine Herabsetzung der Löhne um 5,5 bi» 6 vom Hundert vorsieht. Die neuen Löhne sollen am 15. Februar in Kraft treten und erstmalig zum 31. Juli kündbar fein. Die Erklärungsfrist der Parteien läuft am 7. Februar, 12 Uhr mittags ab.
Der Presieball 1931
Derlin. 31. Jan. In den Gesamträumen des Berliner Zoo fand am Sams-, tag der Presseball 1931 statt. Der Verein Berliner Presse hatte es sich reiflich überlegt, ob nicht die sehr ernste wirtschaft- liche Lage und die allgemeine Rot in diesem Jahre einen Verzicht forderte. Allein bte Erwägung, daß der Presseball, wie übrigens eine ganze Anzahl anderer re« präsentativer Bälle, auch ihre wirtschaftliche Seite habe und ihr Ausfall auf der anderen Seite einen Ausfall an Arbeit und Verdienst für viele Tausende bedeuten würde, ließ das Festhalten an der alten noch umso notwendiger erscheinen. Zudem fließen bekanntlich die Reineinnahmen in die Wohltätigkeitstasse des Vereins Berliner Presse. Denn die Rot der Zett auf dem diesjährigen Presseball gleichfalls zum Ausdruck kam, so in der Weise, daß der Besuch nicht ganz so stark war, wie in früheren Zetten. Aber auch in dem äußeren Rahmen und in den Toiletten konnte man einen deutlichen Zug zu dem Willen erkennen, würdige Gesellschaft zu repräsentieren. Von der Reichsregierung fah man Reichskanzler Brüning und die Minister Dietrich, Wirth, Groener, von Guärard, ferner Staatssekretär Meißner, für Preußen die Minister Grimme und S ch m i t> t ,;bie Staatssekretäre von B.L - tote, Pünder und andere. Ferner die gesamten von Oesterreich und Schweden, Bayern .Württemberg und Sachsen, von der Reichswehr die Generale von Schleicher, Hasse und Schreiber, Generaldirettor Sormüller, Frau Luise Ebert sowie Prinz Heinrich der Rieoerlande, schließlich die Prominenten von der Feder, von der bildenden Kunst, zahlreiche zerren der Wirtschaft und der Banken, des Lcheaters und nicht zu vergessen die Lieblinge des Films, wie Mady Christians, Lil Dagover, Marlene Dtettich, Hennh Porten, Emil Jannings, Brigitte Helm, Willy Fritsch. Gerda Maurus. Harry ßiebtfe, — unmöglich alle zu nennen. Die ungewöhnlich reiche Tombola, in der alles zu gewinnen war, Auto, Staubsauger, Pelzmantel, Schmuck und bedeutende Werke des Berliner Kunstschaffens, ist wohl von keinem übergangen worden.
Ausland
Der Flug des X“ nach dr» Kanarischen Insel«.
Paris, i. Febr. Nach einer Meldung aus Las Palmas hat der Mrtugiesische Admiralsstabschef. Admiral Dago Coa- tinho. der mit dem „Do. X“ von Lissabon nach den Kanarischen Inseln geflogen 'st. erklärt, daß der Flug ausgezeichnet verlaufen ist.
Las Palmas, 1. Febr. Nach den letzten Meldungen hat das Flugschiff „Do. X“ auf seinem Fluge von Lissabon nach Las Palmas 1430 Kilometer in sechs Stunden 58 Minuten zurückgelegt. An Bord ist aller wohl. Da die Uebernahme von Benzin durch starke Dünung sehr erschwert wird, ist es noch unbestimmt, wann der „Do. X" weitersliegen wird.
Gandhi will weiter kämpfen.
Allahabad. 1. Febr. In einer Interview erklärte Gandhi Pressevertretern, die Kongreßsübrer seien einstimmig der Ansicht, daß die Bewegung des bürgerlichen Ungehorsams weder aufhören noch ncch'assen dürfe, es sei denn, es käme zu einem Waffenstillstand. Eine Massenbewegung, wie die zivile Gehorfanisoelwcigerunfl. könne nicht abgeblasen werden, wenn nicht den Massen die Hoffnung auf eine Lösung der Streitfragen erwüchse. Dies könne jedoch nicht der Fall fein, so lange die Unterdrückung in bösartiger Form fortgesetzt werde.
Auch beim Landgericht |
Berlin, 2. Fede. Der Präsident des Land, geeichte 1 in Berlin, Lölling bat gegen eine Reihe Berliner Anwälte eine Unter, inchnng eingeleitet, 6a der dringende Verdacht besteht, daß auch bei» Landgericht I Unregel. Mäßigkeiten van Anwälten and Beamten j, der Erlangung van Armenmandaten oorgetommen sind, ähnlich den Verfehlungen, die sich beim Landgericht III ereignet haben. ®» hat sich herausgestellt, daß eine Anzahl an Anwälten in Armenfachen anher, ardentIich bevorzugt worden sind, nutz es wurde sofort vermutet, daß diele Anwälte einen umfangreichen Echlepperdienst argeni. fiert haben. Im Einvernehmen mit dem Boe. stand der Anwaltskammer hat daher Präsident SSlliug eingehende Untersuchungen anstelle,, taffen, die fich noch im Anfangsstadium besin- I den. Wie da» Blatt wissen will, soll Anlaß bestehen, gegen einige Anwälte disziplinarisch uorpigehen.