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Nr. 26

CbertemMie Sfitnna. Marburg e. 8- Sonnabmd, dm 31. Januar 1931

Sette 7

Turnen, GpieS unö Sport

Frankreich.

Regierungsjchwierigkeiten

Dreikampf:

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Freier Männer-Turn- und Sportverein.

21m Sonntag, dem 1. Februar, nachmit­tags 2.30 Uhr. findet im Universitäts- Stadion ein Gesellschaftsspiel der 1. Mannschaft gegen die 1. Mannschaft der Freien Turnerschaft Rodheim an der Bie­ber statt. Rodheim spielt in der ersten Klasse und ist ein sehr beachtlicher Gegner. Es dürfte der Marburger Mannschaft schwer fallen, dieses Spiel zu gewinnen. Die Marburger Sportfreunde sollten sich dieses Spiel, was sportlich sehr interessant zu werden verspricht, nicht entgehen las­sen und am Sonntag nachmittag ihren Weg in das Stadion lenken.

Fußball.

Das regnerische Wetter hat den Iugend- obmann des Gaues Marburg veranlaßt, für den morgigen Sonntag sämtliche Iu- gendspiele zu untersagen, wovon die Ber- eine Kenntnis nehmen wollen.

Dezirksliga.

Hermannia Kassel Ockershausen.

VfB. Gießen Spielverein Kassel.

Borussia Fulda Germania Fulda.

Hessen 09 Göttingen 05.

Kurhessen Kassel Großalmerode.

SB. Göttingen Einbeck 05.

2. Gauklasse.

DfB. Kurh. 3. Wehrda 2., 10.30 Ahr.

Cölbe 2. Sarnau 2., 12.55 Ahr.

Unterrosphe Buchenau 2., 2.30 Ahr.

Cölbe 1. Wetter 2., 2.30 Ahr.

Roda Wehrda, 2.30 Ahr.

Oberrosphe Schönstadt, 2.30 Uhr.

Betziesdorf Gemünden, 2.30 Uhr.

Reustadt Schweinsberg. 2.30 Uhr.

Allenoorf 2. Riederofleiden 1., 12.45 Ahr.

Riederofleiden 2. Kirchhain 2., 2.30 Ahr.

Riederwalgern 2. Dreihausen 2., 2.30 Ahr

Heskem Holzhausen. 2.30 Uhr.

Cappel 2. Leidenhofen, 12.45 Uhr.

Bortshausen Ebsdorf, 2.30 Uhr.

Erdhausen 2. Sinkershausen, 2.30 Uhr.

Lohra Weidenhausen, 2.30 Uhr.

Dernbach Wommelshausen 2., 2.30 Uhr.

Günterod Hattenrod 2., 2.30 Uhr.

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Handball.

Universität Gießen Marburg.

Am Montag, dem 2. Februar, um 14.30 Uhr treffen sich die Handballmannschaften der Universität Gießen und Marburg zu einem Gesellschaftsspiel im hiesigen Stadion. F. W.

Da auch Germania spielfrei ist, wird morgen in den oberen Klassen kein Spiel in Marburg steigen. Ockershausen muh nach Kassel, um sich dort mit Hermannia zu messen. Die Reueinteilung der Spiel­klassen ist dem ordentlichen Berbandstag übe^assen; es kann also sein, daß es eine Verringerung der höheren Klassen und da­mit Abstieg gibt. Das muß sich die Mann­schaft vor Augen halten, sonst war die Herrlichkeit in der Bezirksklasse nicht allzu lange. Wenn die Elf will, dann kann sie etwas, und unter diesen Umständen ist auch ein Punktgewinn in Kassel möglich.

BfB. Gießen ist auf eigenem Platz immer gefährlich. Da beide Parteien von denselben Sorgen gequält werden, wird es einen harten Kampf geben, aus dem vielleicht Gießen als Sieger hervorgeht.

Borussia Fulda gegen Germania Fulda entscheidet vielleicht schon, ob Borussia noch Aussichten hat, an den Meisterschafts- kämpfen der Südgruppe teilzunehmen. Wenn Germania so spielt wie gegen BfB. Kurhessen vor acht Tagen, hat Borussia noch nicht gewonnen.

In der Rordgruppe wird Göttingen 05 der zu erwartende Sieg gegen Hessen 09 nichts mehr nutzen. Kurhessen Kassel muß sich aber vor Großalmerode in Acht neh­men. Die Mannschaft kann auch auswärts spielen, das hat sie gegen 03 bewiesen. Kurhessen darf aber keinen Punkt ab­geben, sonst geht der Anschluß an 03 ver­loren. i

Das Spiel in Göttingen hat nichts zu sagen; der Platzverein wird wahrscheinlich gewinnen.

1. Bezirks kl ässe.

1900 Gießen Wallau.

Breidenbach Frohnhausen.

Wiesenbach Wetzlar. *

Man möchte eigentlich die Platzvereine in allen drei Spielen zum Sieger erklären. Gießen scheint bestimmt wieder im Kom­men, deshalb wird es Wallau sehr schwer haben. Ebenso geht es Frohnhausen in Breidenbach. s Bei beiden Spielen wird der eigene Platz mitsprechen. In Wiesen­bach sollte dieses auch der Fall sein, aber Wetzlar hat an den letzten Sonntagen ganz gute Spiele geliefert, so daß man in diesem Falle auch mit Punktteilung rech­nen kann.

2. Dezirksklasfe. , Allendorf Wommelshausen. Bottenhorn Biedenkopf. Marbach Gladenbach.

In Allendorf ist der Ausgang unent­schieden; in Bottenhorn sollte der Platz­verein gewinnen und in Marbach? Ein sehr spannendes Spiel steht bevor, so daß eigentlich der Marburger Fußballer auch morgen feinen Kampf haben kann; der Besuch des Platzes in Marbach wird sich bestimmt lohnen.

1. Gauklasse.

Hattenrod Germania 2., 2.30 Ahr. Cappel Marbach 2., 2.30 Ahr. Dreihausen Endbach, 2.30 Ahr. Sarnau Ockershausen 2., 2.30 Ahr. Speckswinkel Langenstein, 2.30 Ahr. Kirchhain Bürgeln, 2.30 Ahr.

Wallau 2. Biedenkopf 2., 2.30 Ahr. Riederlaasphe Hesselbach, 2.30 Ahr. Breidenstein Eckelshausen, 2.30 Ahr. Sönnern Lierfeld, 2.30 Ahr.

Bri«statten rx» Echrtstlcttan«.

Rach SB. Der Beamte kann nach seiner Pensionierung nicht mehr disziplinarisch zur Verantwortung gezogen werden.

Rr. 300 in St. 3m Schadensfälle kann die Einsichtnahme in die Schätzungsliste ver­langt werden, da es sich um eine gemeinsame Urkunde zwischen Versicherungsträger und Versicherungsnehmer handelt, die bei kleine­ren Versicherungsunternehmrmgen dieser Art ein Hilfsmittel anstelle der sogen. Versiche­rungspolice darstellt. Daran ändert auch die Tatsache nichts, daß die Schätzungsliste eine gewisse Zeit zur Einsichtnahme aufgele­gen hat. Auch aus dem Umstand, daß Ver­dunkelungsgefahr unter Umständen oorliegen kann, können Sie Einsichtnahme verlangen. Nötigenfalls müßten Sie mit der Wahrung der Rechte Ihre Berufsorganisation oder einen Rechtsanwalt betrauen. Satzungsände­rungen müssen vom Regierungspräsidenten genehmigt werden. Sie treten mit dem Tage ihrer Genehmigung in Kraft oder, falls dies in der genehmigten Satzung festgelegt ist, zu einem späteren Zeitpunkt. (§ 13 in Verbin­dung mit § 4, Abs. 3, des Versicherungs- Auftichtsgesetzes vom 12. 5. 1901.)

ist über eine Börsenmanipulation seines Landwirtschaftsministers gefallen. Nach einiger Mühe ist eine Rechtsregierung unter der Führung Lavals zustande ge­kommen, die in der Färbung etwa der Tardieu-Regierung entspricht. Briand hat wiederum das Außenministerium über­nommen. Auch die Londoner Regierung hat ihre Sorgen. Das Schulgesetz, bas Eewerkschastsgesetz und das Wahlgesetz bilden eine schwere Belastung der an sich nicht großen Tragfähigkeit Madonalds und seiner Freunde. Auch die Rußland­politik der Labourregierung bietet der konservativen Opposition viele Angriffs­punkte. Man beginnt auch in England die Erfahrung Deutschlands zu machen, daß die Beziehungen zu Rußland großen politischen Aerger und kleinen geschäft­lichen Nutzen einbringen. Für die Gestal­tung der südosteuropäischen Verhältnisse ist der Abschluß des österreichisch-ungari­schen Freundschaftsoertrages außerordent­lich wichtig. Der Schiedsgerichtsvertrag wird ergänzt durch ein in Aussicht stehen­des wirtschaftliches Tauschabkommen, das die agrarischen Exportinteressen Ungarns und die industrielle Ausfuhr Oesterreichs wechselseitig verbindet, zu ungunsten der Tschechoslowakei, die sich in einen Han­delskrieg mit Ungarn eingelassen hatte*

sprach hn Namen aller anwesenden Ver­treter der Ortsgruppen dem bisherigen Vorsitzenden, Schriftsteller Franz Geis, herzlichen Dank aus für seine rastlose, auf­opfernde Tätigkeit, der die Gründung und andauernde Belebung der zahlreichen Ortsgruppen des Bezirksverbandes zu ver­danken ist. L. E.

Schießsport

Kleinkaliberschießen der Universität.

Anter schlechten Witterungsverhältnissen wurde am Donnerstag das Kleinkaliber­schießen der Aniversität abgewickelt. Auf das anhaltende Regenwetter ist es wohl auch zurückzuführen, daß die Beteiligung nicht so statt war, wie es erhofft wurde. Für den besten Sieger im Dreikampf hatte der Hessische Kleinkaliberschützenderband ein Ehrenpreis gestiftet, der von Freiherr von Breidenbach gewonnen worden ist. Die Ergebnisse sind folgende:

Einzelschiehen:

Liegend freihändig: 1. Frhr. von Brei­denbach (Modem. Schützengr.) 32 Ringe, 2. Knolle (Alemannia) 31, 3. Adenstedt (Akad. Sch.) 31, 4. Ahlfeld (Wad. Sch. 31.

Knieend: 1. Frhr. von Breidenbach 32 Ringe, 2. Adenstedt 31, 3. Ahlfeld 28, 4. Merle (Wad. Sch.) 28, 5. Pantwich (Akad. Sch.) 28.

Stehend freihändig: 1. Frhr. von Brei­denbach 27 Ringe, 2. Pantwich 25, 3. Foellmer (Akad. Sch.) 20, 4. Knolle 19.

RoMche Wochenübersicht

Genfer Schlußbilanz. Fester Kurz der Reichsregierung, Regierungswechsel in

Deutsche Krleesgrübersiirlorge

Aus Anlaß des zehnjährigen Bestehens des Bezirksverbanües Nassau des Volks- bundeS Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. D. fand am 24. und 25. Januar in Wiesbaden eine Feier statt, die mit einer AusstellungDeutsche Kriegsgräber­fürsorge- und einerFeierstunde" im Neuen Museum eröffnet wurde. Im Mit­telpunkte dieses Festaktes stand, umrahmt von Quartettmusik, eine Rede des Vor­sitzenden, in der er einen Aeberblick über die Arbeit des Dolksbundes im allgemei­nen und die des Dezirksverbandes Nassau im besonderen innerhalb der letzten 10 Jahre gab. Am Wend desselben Tages besuchten die Teilnehmer der Tagung ein zu Gunsten der Deutschen Kriegsgräber­fürsorge im Kurhaus veranstaltetes Ri» chord-Wagner-Konzett. Am folgenden Tage fand die Jahr es Versammlung des Bezirksverbandes Nassau statt, in der neben der geschäftlichen Iah- resübersicht sowohl wichtige Lebens- und Arbeitsfragen des Dolksbundes als auch Verschiedene aktuelle Aufgaben desselben zur Sprache kamen. An der Generalver­sammlung, in der längere lebhafte Dis­kussionen stattfanden, nahm Kapitänleut­nant Schultz aus Berlin, als Vertreter des Präsidenten des Volksbundes Reichswehr­minister a. D. Dr. Gehler teil.

Pfarrer Lippoldt, der neugewählte Vor­sitzende des Dezirksverbandes Nassau, l

(9 Schuß, je 3 liegend, stehend freihän­dig und knieend): 1. Frhr. von Breiden­bach 91 Ringe, 2. Adenstedt 82, 3. Pant­wich 81, 4. Knolle 75.

Mannschaftskampf:

(Mannschaft je 4 Schützen) 1. Aka­demische Schützengruppe 328 Ringe.

F. W.

Deutsche Tuenerfchast

Turntag des 1. Bezirkes.

Am nächsten Sonntag, 1. Febr., nachm. 13.30 Ahr findet im Turnergatten (Mar­burg) der diesjährige Bezirksturntag mit folgender Tagesordnung statt: Ehrung, Genehmigung des Jahresberichts, Wahl der Rechnungsprüfer für 1931, Festsetzung der Bezittssteuer für 1931, Rechnungs­ablage für 1930 und Entlastung, etwaige Anträge, Wahlen, Wahl des Ottes und Festlegung der Zeit für: a) Wintergeräte­wetturnen der Turner und Turnerinnen, b) Dezirkswaldlauf. c) 17. Bezirks turn­fest 1931, 9. Verschiedenes.

Gleichzeitig findet am Vormittag des 1. Februar d. I. um 9.30 Ahr in Marburg im Institut für Leibesübungen. Barfüßer- straße 1, eine Bezirksvorturner­stunde für Vorturner und Turner statt.

Frauenturnen im Gau Hessen D. T.

Gegenwärtig läuft ein Lehrgang für Frauenturnen, den der Gau Hessen für drei Sonntage zu Gießen eingerichtet hat Heber 70 Leiter und Vorturnerinnen von Frauenabteilungen bei den Eauvereincn nehmen daran teil, um den erfreulichen Zuwachs an Zahl der Fachgruppen durch innere technische Förderung auszugestal­ten. Eine eindrucksvolle Morg nfeier m*t gemeinsamen Liedern, Ansprache des Eau- fachwartes und Leitgedanken großer Tur- nerführer leitete die Uebungsstunden ein, die in die Sjauptgebiete neuzeitlichen Frauenturnens und in den inneren Zu­sammenhang der verschiedenen Uebungs- formen einführen. Dem Leiter des Lehr­ganges, Eaufachwart Rudolf Paul (Gie­ßen), stehen von gaueignen Lehrkräften zur Seite die Abteilungsleiter Jost und Frl. Luise Schwarz (Friedberg), Sinnwell (Bad Nauheim). Schneider (Wetzlar) und Frl. Plaak (Marburg). Vom Frauen­turnausschuß der D. T. gab Frl. Friedel Kasten (Frankfurt a. M.) am ersten Nach­mittag wertvolle Unterweisungen in rhnthmischen Bewegungsformen. Der Lehrgang geht am 15. Februar zu Ende.

B.

in England Der österreich-ungarische Freundichaftsoertrag.

Die Entscheidung von Genf ist eine schwere moralische Verurteilung der pol­nischen Minderbeitenoolitik. Zum ersten Mal hat der Völkerbund eine Entschei­dung getroffen, die wenigstens in den Feststellungen der beschwerbeführen- oen Minderheit Recht gibt. Das vorge­legte Material ist geprüft und für stich­haltig erklärt worden. Der polnischen Re­gierung ist die Verpflichtung auferlegt, bis zum Mak dem Bunde zu berichten, welche Maßnahmen zur Wiedergut- machung getroffen worden und ob die bis- s herigen offiziellen Beziehungen zwhch'N den amtlichen Stellen und dem Aufstän- dischetwerbande abgestellt worden sind. Der Fall Polen ist damit natürlich nicht erledigt, sondern Deutschland wird darauf bestehen, daß tatsächlich in einer Form Ab­hilfe geschaffen wird, die den Angehörigen der deutschen Minderheit das Bewußtsein gibt, nicht mehr unter dem schweren phy­sischen und seelischen Druck des staatlich gr- förderten Terrors leben zu müssen. Die moralische Auswirkung der Genfer Stel­lungnahme kommt selbstverständlich auch den anderen Minderheitengruvven zugute. Deutschland ist in diesem Falle Vor­kämpfer eines allgemein bedeutsamen Rechtsgedankens gewesen. Das Verspre­chen der südslawischen Regierung, endlich deutsche Schule einzurichten, dürfte auch unter dem Eindruck der Genfer Ereignisse erfolgt ober zum mindestens beschleunigt worden sein. Sehr wichtig ist die in Genf erfolgte Feststellung, daßkein Verband von ausgesprochener nationaler Tendenz eine privilegierte Stellung einnebmen darf". Auch in anderen Staaten mit Min- derheitenvolksaruppen pflegen die Regie­rungen eng mit solchen privilegierten na­tionalistischen Kampfverbänden zusammen­zuarbeiten. Man denke nur an dieNa- tobni vybory" in der Tschechoslowakei. Keine Beamtenversetzung, kein Schulbau, keine Subvention, keine Konzession wird vollzogen, ohne daß derzuständige" vybor sein Gutachten gegeben hat Kürz­lich erst wieder haben diese privilegierten Kampfverbände in der Tschechoslowakei entscheidenden Einfluß bei der Durchfüh­rung der Volkszählung ausgeübt. Die tschechischen Kampfverbände pflegen afier« dingg weniger durch offenen Terror als durch List und raffinierte Kampftnetbod"n ihr Ziel zu erreichen. Bei der Stellung­nahme zur polnischen Fraoe bat es sich, wie man in London und Paris wohl wußte, um das Ansehen des Völkerbundes schlechthin gehandelt Polens Schuld war zu offenkundig, als daß eine der sonst be­liebten Verschleierung^ und Verschlep­pungsmethoden hätte angeroenbet werben können. Der Stärkung bes Völkerbunb- ansehens galt auch bie von ben vier Groß­mächten unterzeichnete Friebenserklärung. die sich gegen Kriegsgerüchte wendete. Der praktische Dienst am Frieden, die För­derung einer wirklichen Abrüstung, ist allerdings wieder zu kurz gekommen. Deutschland hat Verwahrung dagegen ein­gelegt, daß die Abrüstungkonferenz bes kommenden Jahres auf der Grundlage der bisherigen Beschlüße, d. h. einer ungleich­mäßigen Behandlung der Sieget und Be­siegten. zustandekommt. Ein Erfolg, den Deutschland gemeinsam mit Italien er­rungen hat, ist die Heranziehung auch Rußlands zur Arbeit des Europaaus­schusses.

Durch die Genfer Ergebnisse ist die um­strittene Stellung des deutschen Außen- I ministers Dr. Curtius gefeftigt worden. Die Gerüchte über ein Ausscheiden des Außenministers und bes Innenministers I Dr. Wirth bürsten nunmehr verstummen. I Dr. Brüning beabsichtigt, ben bisher ein- I geschlagenen Weg weiter zu verfolgen. D'e bis vor kurzem noch fchwebenbe Erörte- I rung über eine etwaige Hinnahme ber I Nationalsozialisten in bie Reichsregierung I ist besonders von Seiten des Zentrums mit I unzweideutiger Schärfe abgeschnitten wor- I den. Zentrum und Linksparteien haben I eine scharfe Offensive gegen bie national- I sozialistische Bewegung begonnen. Auch I der volksparteiliche Führer Dr. Dingelbey I ist von ber Politik ber Nationalsozialisten I abgerückt. Die Nationalsozialisten ihrer- I feit haben mit einem Gegenangriff geant- I wartet. Dr. Frick, ber thüringische Mini- I fter, hat sich besonbers ickmrf über bas I Zentrum geäußert. Da oie allgemeine I Wirtschaftsnot immer noch im Zunehmen I ist unb bie Reichsregierung auf längere I Frist keinerlei Aussichten auf Besserung I machen kann, io ist mit einer weheren Ra- I bifalinerung, mit einem noch stärkeren I Anwachsen ber nationalsozialistischen Be- I wegung zu rechnen. I

Das Wort von ber Vörsenrepublik I Frankreich gewinnt immer roicber Gegen- I roartsbebeutung. Auch bas Kabinett Steeg I

Des Frankfurter 6-Tage-Renncn.

Gestern abend hat das 4. Frankfurter 6-Tage-Rennen begonnen. Nach 8stün- diger Fahrt waren 275 Kilometer zurück» gelegt Der Stand ist folgender: 1. Goe» bel-Dinale 30 Punkte, 2. Schön-Pijnen- bürg, 26 Punkte, 3. Mouton-Louet, 4. van Kempen-Rieger, 5. Kroll-Mieth e, 6. Rausch-Hürtgen, 7. Tonani-Degnnt, 8. Rielmsvon Buggenhout, 9. Oszmella- Schorn, 10. Koch-Dorn, 11. Gilgen-Bühler, 12. Schäfer-Damm, 13. Müller-Meyer.