Nr. 21
OverdrMstde 3*ttuna. Mardnrq R. L» Montag, d« 26. Jan«« 1931
höchsten Schlachtwerts
.. 46-48
39-45
Schuh*
Äho»oSa'-Verk«yiMfelle
• KHSEBNENSTBA8SE«
52-54 53-55
53-55 50—53
39-41
46-49
42-45
48-51
43—47 40—42
63—66
58—62
50-57
ältere „ jüngere
40—43
36—39
32—35
25—31
Vogelsberg: Hoherodskopf 4-1 Grad, 10 Zentimeter. — Schwarzwald: Feldberg — 1 Erad. 90 Zentimeter. — Alpen: Garmisch-Partenkirchen +3 Erad, 19 Zentimeter. — Harz: Schierke 4- 2 Erad, 50 Zentimeter; Braunlage 4-2 Erad, 60 Zentimeter. — Thüringer Wald: Oberhof 0 Erad, 55 Zentimeter; Inselsberg 4-1 Grad, 60 Zentimeter.
»c,ch«Mich« Mitte langen. Fleischer-Kursus m Marburg.
Wie uns von der hiesigen Fleischerin« irung mitgeteilt wird, hält die Osna« brücker Fleischerschule 21. Mellier auf Veranlassung der Innung hier in Marburg einen Fleischer-Schulkursus für Damen und Herren ab. Man kann der Innung Dank sagen, daß dieselbe keine Mühe und Kosten gescheut hat, ihren Mitgliedern Gelegenheit zu geben, sich an dem Kursus zu beteiligen, bei dem die Teilnehmer in der Feinwurstlerei, sowie in dem Garnier« und Dekorationswesen ausgebildet werden. (S. Inserat.,
geringe Kälber
3. Schale :
MastlSmmer und jünger«
Maitdämmel Weidemast
Stallmast mittlere Mastlämmer, ältere Mast- hämmel und aut genährte Schafe fleissiges Sibofoieb •
gering genährtes Schafvieh
4, Sdjroefae *
,1etti-6w-ine über 300 Pfd. Lebendgewicht volllleisch-Schweine v. ca.2M-300Ps.Lbdg. volllleisch.Schweine o.ca.rOO -240Ps.Lbdg. volllleisch.Schweine o.ca.l 6p—200 Pf.Lbdg. fleischige Schwein« o.ca.l2u-160 W'bbg. lleilckig« Schweine unter 120 Pfd.Ldbg.
Sauen
Trotz unerreichter /_' Vorzüge niedrig im Frei
Ursprung, Geschichte und Deutung des Hatentreuzsqmbols
..Ehrenbuch der Kolonnen und Trains" herauszuaeben. Das etwa 400 Seiten starke Werk soll ein Denkmal für alle die sein, die im Kriege bei den Kolonnen in unerschütterlicher Pflichterfüllung zum Teil in schwerstem feindlichen Feuer der kämpfenden Truppe den gesamten Bedarf an Lebensmitteln und Munition zuführten. Dazu ist es unbedingt notwendig, dafür geeignete Unterlagen, wie Tagebücher, Feldpostbriefe, Bilder, Gedichte, kurzhaltige Schilderungen eigener Erlebnisse, usw. umgehend einzusenden: Schriftleitung des Deutschen Tram- bundes, Potsdam, Schließfach 17. Sämtliche Unterlagen werden den Eigentümern nach Fertigstellung des Werkes wieder zugestellt.
Auftrieb: Ktnber 1272. Och!«» 240. SuUtn 116. Kühe 499. gärlev 3:8 «alber 534 Swale 86. Schwein? 5616. (445 Litauer).
Marktverlauf: Rinder und Schweine ruhig. Ueberstand; Schafe und Kälber schleppend.
Fuldaer Schweinemarkt vom 24. Januar.
Zum heutigen Schweinemarkt waren Ibl Ferkel aufgetrieben. Die Preise betrugen je nach 2llter 15, 20 und 25 RM. Der Handel war schleppend; es Verblieb Ueberstand.
sonstige vollfleischige . . Bullen jüngere, vollflelschige
Mb
liefert zu Tagespreisen. 6177 Geflügelfarm Kresse, Eisselberg.
Bin Donnerstag, den 29. Ian.. hier u. kaufe getragene Ism-WU Militär-Uniform. Schube. Wäsche.
Änged. bitte an Leo Wahr. Kassel, Graben 6L (576
Letzte Mtiümtsmeiblmgen
r. Fra n k f u r t, 26. Ian. Der Frankfurter Produktenmarkt verkehrt in fester Haltung. Die Preise in allen Getreide- arten surd gut behauptet.
r. Berlin, 26. San. Am Produktenmarkt sind die Auslandsofferten unverändert und das Inlandsangebot ist mäßig. Die um 1 M. erhöhten Forderungen werden aber kaum bewilligt. Hafer ermäßigt. Die Ltefe- rungspreise liegen aus Sonnabend Schluß Geld. Hafer ziemlich stetig und das Angebot hat sich eher.verstärkt. Gerste liegt mit Ausnahme für die Industrie ruhig.
r. Frankfurt, 26. Jan. Im heuti, gen Vormittagsverkehr an der Börse war die Stimmung im Erundton freundlich, aber völlig nutzlos. Die schwache New- yorker Börse und gewisse politische Unsicherheiten über die Quotenverteilung ließen kein größeres Geschäft auskommen, doch rechnet man zum bevorstehenden Ultimo mit weiteren Deckungen. Die Kurse sind behauptet. Farbenindustrie 121, Siemens 151, Darmstädter Bank 141,50.
SäAchtvie^markt Srantfutt a. M.
26. Januar mittags 12 Uhr.
Die öffentlichen Lebensverficherungs« ' anstalten im Jahre 1930.
Die immer schwieriger sich gestaltende wirtschaftliche Lage und die damit verbundene Kapitalnot und Arbeitslosigkeit hat auch auf die Entwicklung des Lebens- verficherungsgeschäfts im Jahre 1930 eingewirkt. Der Antragszugang an Kapital- verficherungen hat sich daher etwas verlangsamt. Er betrug bei den im Verband öffentlicher Lebensversicherungsanftalten in Deutschland zusammengeschlosienen öffentlichen Lebensverficherungsanstalten rd. 340 000 000 Mark, dazu kommen noch 100 000 000 Mark Vertragssummen an Bausparversicherungen. Aus die bestehenden Versicherungen hat die wirtschaftliche Lage sich insofern ausgewirkt, als Herabsetzungen der Versicherungssummen in stärkerem Maße, als bisher, gewünscht wurden. Ferner haben auch die Darlehen auf Versicherungsscheine an Umfang zugenommen. Der Verfall an Versicherungen hat sich in mäßigen Grenzen gehalten.
Ueber dieses Thema sprach am vorigen Mittwoch der bekannte Urgeschichtsforscher, Prof. Dr. Hermann Wirth, auf Einladung des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes im vollbesetzten großen Saal des Philippshauses. Er führte etwa olgendes aus:
Erne sichere Deutung des Hakenkreuzsyrn- bols war bisher nicht möglich, da es nicht gelang, unsere Kenntnis von der Kultur unserer Vorfahren über die Angaben der Edda und über die Nachrichten der Römer hinaus nach rückwärts zu erweitern. Die bildlichen, symbolischen und schriftlichen Darstellungen der Steinzeit, unter denen sich auch das Hakenkreuz bereits findet, konnten erst durch eine vergleichende Betrachtung der Ueberlieferun- gen aller Völker und Zeiten gedeutet werden. Auf Grund vergleichender kultsymbolischer Untersuchungen konnte Prof. Wirth feststellen, daß die Urreligion der rings um den Atlantischen Ozean sitzenden Völker, deren gemeinsame Urheimat im hohen Norden gelegen haben muß, ursprünglich rein monotheistisch war. Erst später, nach der durch die Eiszeit bedingten Abwanderung nach Süden und nach Vermischung mit tieferstehenden Rassen, trat Vielgötterei auf. Das Wesen dieser Urreligion war der Glaube an einen Gott, den Vater, den Weltenschöpfer, der sich in Zeit und Raum offenbart durch die „Drehung", das Gesetz des ewigen Entstehens und Vergehens. Dieses Gesetz ist sein „Sohn". Der sichtbare Inbegriff der ewigen Drehung aber ist das Jahr, die Sonne. Das Jahr ist die Offenbarung Gottes durch seinen Sohn. Niemals aber wurde die Sonne ccks Sonnengott bettachtet; sie war nur die stoffliche Offenbarung Gottes. Aus der Beobachtung der Sonnenaufgangs- und Sonnenuntergangsvuntte ht der Ebene des Gesichtskreises entstand dann das sog. Iah- resideogramm. Es ist die lineare Verbindung des Nordpunttes als Somrnersonnen- wendepuntt mit dem Südpunkt als Winter- sonnenwendepuntt im Gesichtskreis. In Verbindung mit der Eleichenlinie, d. h. der Linie, die Tag- und Nachtgleiche, Ost- und West- puntt verbindet, ergab sich so das Rechtkreuz +, das dann auch ohne den Kreis als Iahresideogramm verwandt wurde. Es war das Symbol des Gottessohnes in der Sui» oder Weihenacht der Wintersonnenwende und ebenso in der Zeit der Sommersonnenwende, also beim höchsten Sonnenstand. Das Recht- kreuz 4- ist das Iahresideogramm der arktischen Breiten: für die Nordseebreiten gilt infolge der verändetten Wendepunkte das Malkreuz X. Wurde an den Enden des Rechtoder des Malkreuzes noch einmal die Sonne durch Kreise dargestellt, so ergab sich die Ur-
böchften Sdilaibtroerts sonnige ooflfleischige ob. ausgemästete „ fleischige - • »
gering genährt«
Kühe, jüngere, vollfleischige höchsten Schlachtwerts . „
sonstige vollsteischige od.ausgemästete „ fleischige - -
gering genährte . .
gärten (Kalbinnen, Jungrinder) vollsteischige, ausgemästete höchsten Schlachtwerts . ■
vollsteischige . » „
fleischige . • -
i. Kälber: beste Mast- und Saugkälber •
mittlere Mast- und Saugkälber „
Ockershausen, 26. San. Die diesjährige Eeneralversammlvng bei hiesigen Krieger» und Landwehrvereins fand am Samstag bei Kamerad Wilh. Ruppersberg statt. Der Vorsitzende erstattete Bericht über die Geschäftstätigkeit des vergangenen Jahres. Rach Erledigung verschiedener Vorlagen wurden die Neuwahlen de« Vorstandes vorgenommen. Diese ergaben, daß der gesamte seitherig« Vorstand einstimmig wiedergewählt wurde. Sodann wurde beschlossen, das 50jährige Bestehen des Vereins durch ein schlichte« Fest, den Verhältnisien entsprechend, am 5. Juli d». 3s. zu begehen.
form unseres Hakenkreuzes. Durch fluchtige Schreibung, Auflösung der Sonnenkreise, entstand dann das Zeichen der rechtwinklig übereinander gelegten 8-Spiralen. Die Holzritztechnik ließ durch die aus dem Material sich ergebende eckige Umwandlung aller runden Urformen aus diesem Zeichen unser heutiges Hakenkreuz werden.
Das Hakenkreuz war also u r sp r ü n g- kich ein SymboldesIahreslaufes, der ewigen Drehung, der ewigen Wiederkehr. Es erscheint als Jul- oder Winterfonnen- wendesinnbild und ebenso als Grabsymbol, als Wiedergeburts-, Auferstehungszeichen. „Neue Drehung", „neues Saftr", „neues Leben" war fein Sinn. Dahinter steht der uralte Mythos von der Geburt des Gottessohnes in der Mutternacht, seines Aufsteigens und Wiederhinabsinkens und seiner Auferstehung. Aus diesem Zeichen spricht das Ewigkeitsbewußtsein des Nordmenschen zu uns. Es war das Zeichen des Hetzs, der lleberwindung des Todes.
An Hand eines großen, von ihm selbst zum ersten Mal zusammengestellten Denk- mälermatetials zeigte Prof. Wirth die Dauerüberlieferung dieser alten Heilslehre und ihrer Symbole durch fast alle Völker und Kulturen der Erde: urgeschichtliche Felszeichnungen Nordamerikas, kretominoische Siegelzylinder, Felszeichnungen des Sahara-Atlas (jüngere Steinzeit), Oberägyptens (vordynastische Zeit) sumerische Siegelzylinder, skandinavische Ru- nengrabsteme, Spinnoirtel aus Troja, altindische Münzen, chinesische Schriftzeichen. Erabgrottenzeichnungen Palästinas, Brakiea- ten (Eeleitmünzen) der Völkerwanderungszeit. Sogar der christliche Kulturkreis weist das Hakenkreuzsymbol auf, wie an einigen wunderschönen Kultkreuzen des irisch-schottischen Frühchristentums an Fundstücken aus dem Vatikan und an Zeichnungen aus christlichen Katakomben und aus Kirchen der (Segen« wart gezeigt wurde. So widerlegt sich von selbst der Vorwurf, daß der Glaube an die sieghafte Kraft des Hakenkreuzes eine Wiedereinführung des Wotanismus sei. Wir wissen heute, dank der Forschungen Prof. Witths, daß die wotanistische Periode der germanischen Religion, wie sie uns in der Skaldentheologie der Wikingerzeit überliefert ist, nur eine völlige Verdunkelung des alten Glaubens war. Mit dem Verfall der Religion aber mußte auch ein seelischer Niedergang eintreten, das Anheimfallen an den Ällerichfluch der Hab- und Machtgier. Die Erlösung von diesem Fluch ist das Ziel der Bewegung, die unter dem Hakenkreuz, dem Zeichen der sieghaften Wiederkehr des Lichtes, den Kampf für Deutschlands Auferstehung begonnen hat.
* Di e Winterhilfe bittet uns um Aufnahme folgender Notiz, die dem frankfurter Generalanzeiger" entnommen ist: Zur Nachahmung empfohlen! Die Geschäftsstelle der Frankfurter Winterhilfe teilt mit, daß von einer hiesigen Wurstfabrik wöchentlich 25 Pfund Frischwurst und von einer Lebensmittelhandlung Gutscheine im Gesamtwerte von 1000 Mark zum Zwecke der Verteilung an Arme und Kranke $ur Verfügung gestellt worden sind. Möge diese joztale Gesinnung für die Not bald Nachahmung in allen Kreisen der Bürgerschaft finden!
* Vortrag im deutsch-österreichischen Alpenverein. Am 30. Januar wird Herr Dr. Eugen A l l w e i n (München) im Auftrage der hiesigen Sektion des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins über die deutsche Himalayafahrt 19 2 9 sprechen. Nach dem letzten Fehlschlag der Engländer am Mount Everest 1924 war es still geworden um die höchsten Berge der Erde Erst 1929 wagten neun junge deutsche Bergsteiger unter Führung von Paul Bauer (Nabburg) eine neue Unternehmung. Sie galt nicht wie die drei letzten englischen Versuche dem Mount Everest selbst, sondern dem zweithöchsten Berge der Erde, dem 8600 Meter hohen Kangchendzönga in Sikkim. Ungeheuerlich Hingt der Bericht über die Leistungen der Bergsteiger an dem mit Eistürmen gepanzerten Nordostsporn des Berges. Die Lichtbilder, die 'n solcher Schönheit in Marburg wohl noch nicht gezeigt worden find, erzählen eindringlicher als Worte von den Kämpfen der kühnen Männer um den Berg.
* „Der verlorene Autoschlüf- sel" betitelt fich unser neuer Roman, der in vorliegender Nummer beginnt. Es ist ein Kriminalroman — spannend und flott geschrieben, den unsere Leser zur Abwechslung gern einmal lesen werden.
* Oesfentliche Versammlung. Heute abend spricht Reichstagsabgeordneter Dr. Albrecht in einer öffentlichen Versammlung der NSDAP. Der Abgeordnete Dr. Albrecht ist Mitglied des Finanzaus- schufies des Reichstags und ist besonders bekannt durch seine Rede im Ausschuß zum Reichshaushalt. Das Thema seines Vortrags lautet: „Die Finanzlage des Reiches — linier Wirtschaftsprogramm.
* Marburger Hausfrauenverein. Hierdurch sei noch einmal auf die Jahreshauptversammlung hingewiesen, die am Mittwoch abend 8.30 Uhr im Kaffee Markees stattfindet und bei der im Anschluß an die Rechenschaftsablage wichtige Fragen (Zimmervermietung usw.) bekrochen werden sollen. • Honigfragebogen ausgefüllt mitbringen!
* Ehemalige Angehörige von Kolonnen und Trains! Schon lange lebt der Gedanke, die Kriegstaten der Angehörigen des Trains aufzuzeichnen und damit der Mit- und Nachwelt einen Einblick in ein zwar stilles, aber um so ergreifenderes Heldentum zu gewähren. Der Deutsche Trainbund beabsichtigt, ein
Personalien — Jubiläen.
* Ein 75jähriger. Wie wir erfahren, beging Herr Metzgermeister Jakob Keppler hier am gestrigen Sonntag seinen. 75. Geburtstag. Die Fleischer-Innung ehrte ihren langjährigen ftüheren Obermeister durch Über, reichung einer Urkunde zum Ehren-Ober- meifter. Herr Keppler gehörte früher längere Jahre der Stadtverordnetenversammlung an.
Taaesanmaee.
Montag, den 26. Januar.
Bergniigungsanzeiger.
Cafö Spangenberg. Dahnbof' r : M 20 Uhr Konzert (neue und alte Operetten).
Schützenhof, Wehrdaer Weg 2: 2lb 20 Uhr: Grottenzauber.
Capitol, Uiegenlttaße: Ab 20.15 Uhr: „QIm Rande der Sahara".
Kamera, Äalernenftr.: 17 und 20.15 Uhr: „Stürme über dem Montblanc".
Lichtspiele, Bahnhofstraße: 15.30, 18 und
20.15 Uhr: „Jugendtragödie" und „Zirkus Babys."
Stadtteller: Ab 20.30 Uhr: Konzert.
Versammlungen. Vorträge ul».
Volkshochschule: 20 Uhr in der Südschule: Rektor Hentze: Pädagogik: Ernst Linde, Fritz Gansberg und Heinrich Scharrelmann.
DS.D. A. P.: 20.30 in den Stadtsälen Reichstagsabgeordneter Dr. H. Albrecht »Die Finanzlage des Reiches — unser Wirtschaftsprogramm".
Literarische Gesellschaft: 20.30 Uhr in der UniversitütSaula: 4. Dichterabend, Carl Zuckmayer.
Sette 4___________________
Marburger SlaMMmg
Weitere Lockerung ter Wohnungö« zwanglwirlslbast
Das preußische Wohlfahrtsministerium hat eine Verordnung beschlossen. die eine weitere Lockerung der Wohnungszwangswirtschaft in Preußen vorsieht. Nach der Verordnung werden die bisherigen Bestimmungen dahin geändert, daß von der Wohnungszwangswirtschaft Wohnungen mit den folgenden Jahresfriedensmieten frei werden: 3000 JA. und mehr in Berlin, 2400 JA und mehr tn den übrigen Orten der Sonderklasse; für die Ortsklafie A wird die Freigrenze festgesetzt auf 1800 JA, für Ortsklafie B auf 1300 Jl, für Ortsklasse C auf 800 JA und für Ortsklafie D auf 500 JA. Die gewerblichen Räume werden bei diesen Wohnungen vom Wohnungsmangel- gesetz nicht erfaßt. Aufrechterhalten bleibt lediglich der Paragraph 8 dieses Gesetzes, der das Tauschrecht des Mieters vorsieht und der bestimmt, daß man das mangelnde Einverständnis des Vermieters bet einem Tausch durch die Zustimmung der Behörde ersetzt werden kann. Im übrigen soll beim Tausch die Genehmigung der beteiligten Gemeindebehörde nicht mehr erforderlich sein. Bei Wohnungen mit einer Jahresfriedensmiete von 1800 bis 3000 JA in Berlin und 1400 bis 2400 JA in den übrigen Orten der Sonderklafie mit 1000 bis 1800 JA, für Ortsklafie A, mit 700 bis 1300 JA. der Ortsklafie B, mit 500 bis 800 Mark der Ortsklafie C unb mit 300 bis 500 Mark der Ortsklafie D wird die Zwangswirtschaft gleichfalls aufgehoben. Hier ist jedoch eine Umwandlung in Eewerberaum nur bei Ersatzstellung gestattet. Die Verordnung wird mit ihrer Verkündung in Kraft treten, sie wird in aller Kürze in der Preußischen Gesetzsammlung veröffentlicht werden.
1. Äiwber:
OAIen, vollfleischig« ausgemaitete Ztr. Lbg.
.... ...... jünqrre Mt. 47—50
42—46
Dienstag, den 27. Januar.
Kunsthistorisches Museum der Universität: 12—13 Uhr: Gemälde-Ausstellung.
Gottesdienst.
Marbach. Dienstag, 27. Januar, abends
7 Uhr: Dibelstunde, Pfr. Waliemath.