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Anzeiger für (tms frühere kurhessische) Oberhessen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg

Marburger

Tagesauzeiger

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Opfer des Geschwaderflugs

Das Flugzeug des Eeschwadersührers Balbo

Ruhrverhandlungen gescheitert

Streik in Oberschlesien

360 Mann ien. Die Uebertai

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Beuthe« (OS.). 7. Jan. Auch im oberschlesischen Steinkohlenrevier ist jetzt ein wilder Streik ausgebrochen. Wie im Ruhrrevier soll die Streikbewegung auf die revolutionäre Eewerkschaftsopposition zurückzuführen sein.

Ueber den Streik lagen um 18 Uhr fol­gende Ziffern vor: Königin Lmse-Erube Ostfeld 67 Proz.. Königin Luise-Erube Westfeld 31 Proz.. Enido-Erube 20 Proz., Castellengo 85 'Proz., Abwehr-Grube 90 Proz., Concordia-Erube 96 Proz., Hed-

Eraf Lucknrr in Newyork.

Newyork, 7. San. Graf Luckner traf heute hier ein und begab sich sofort an Bord seiner im Hudson verankerten JachtMo- pelia", auf 'der er bis zu seiner vollständi­gen Genesung, die noch etwa zwei Wochen in Anspruch nehmen dürfte, verbleiben wird. Er hat die Eisenbahnfahrt gut überstanden, obwohl er, wie jetzt bekannt wird, bei 'sei­nem Autounfall unweit Waukegan 13 Kno chenbrüche erlitten hat.

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fk. R o m, 8. Za«. Bei dem Abflug des italienischeu Flugzeuggeschwaders vo« Bolama nach Brasilien ereigneten sich zwei schwere Unfälle, die insge­samt fünf Menschenleben forder­ten. DieAgencia Stefani" gibt darüber folgenden Bericht aus: Nach dem Start der Wasserflugzeuge in Bolama zum Transozeanflug mutzte ein Flugzeug, nach­dem es eine Höhe von etwa 50 Metern erreicht hatte, aufs Meer uiedergehen. Der rechte Schwimmer wurde dabei stark be­schädigt. Der Mechaniker, der sich auf diesem Schwimmer befand, fand den Tod. Die drei übrige« Mitglieder der Besatzung blieben unversehrt. Ei« zweites Flngzeug mutzte nach einem Fluge von etwa 10 Minute« mit grotzer Geschwindigkeit aiedergehe». Bei dem Aufprall auf das Wasser geriet das Flugzeug in Brand. Die bei­den Piloten, ein Kapitän und ein Leut­nant, ferner der Mechaniker und der Funker kamen dabei «ms Lebe«. Die beiden ll«glücksfälle find auf die schwere Belastung zurück zu führe«, wie

wigwunsch-Erube 80 Proz., Ludwigsglück- Erube 40 Proz., Oehringen Bergbau 60 Proz. und Preutzen-Erube 40 Prozent. Die übrigen Gruben: Beuthen-Heinitz und Karsten-Zentrum-Erube sowie Gräfin Iohan«a-Schacht und Hohenzollern-Erube arbeiten voll. Die Streikziffer hat sich im Laufe des Nachmittags innerhalb we, Niger Stunde« fast verdoppelt. Die Tarif­gewerkschafte« stehen dem Streik fern.

Die Entstehungsursachen.

Ueber die Entstehungsursache des Berg­arbeiterstreiks im oberschlesischen Industrie­bezirk berichtet dieOberschl. Tagesztg." u. a.: Im Schacht der Hedwigwunsch- Erube im Borsig-Werk Biskupitz erschie­nen heute früh Kommunisten, erklärten sich alsSchachtdelegierte" und stellten an die Betriebsleitung ein Ultimatum,--w dem die siebenstündige Schicht, Lohnoer- besierung und Einstellung der entlassenen Arbeiter verlangt wurde. Sie forderten sofortige Antwort, andernfalls der Streik einsetzen würde. Da eine Antwort nicht gegeben wurde, fuhren von der 1300 Mann starken Untertagsschicht nur etwa

Die gestrigen Berhgndlunge« im Ruhr­bergbau find ergebnislos verlaufen. Ein Schiedsspruch ist nicht zustande gekommen. Der Schlichter teilte den Parteien mit, datz sie sich für Freitag nachmittag oder | Sonnabend vormittag zu neuen Verhand­lungen bereithalten möchten. Die Par- teien wareu damit einverstanden.

Bei de« Verhandlungen hatte der Schlichter, wie dieBossische Zeitung" be­richtet, eine« sechsprozentige« Lohnabbau vorgeschlagen.

Von Gewerkschastsseite wird noch berichtet, daß die Verhandlungen nach halbstündiger Dauer ergebnislos abgebrochen werden mutzten, da beide Parteien auf chrem Standpunkte stehen blieben. Die Zechenbesitzer ver- bekanntlich ursprünglich eine »Herabsetzung von 12 Proz. sind im Laufe der vorigen Schlich­

tungsverhandlungen auf 8 Proz. zurück­gegangen, während die Bergarbei­tergewerkschaften Kur eine Lohn­herabsetzung von 4 Proz. zugestehen zu können erklären. Im übrigen wird von den Bergarbeitergewerkschaften die B i l- dung einer unparteiischen Schlichter Kammer, wie sie im Ber­liner Metallarbeiterkonflikt geschaffen wurde, einstimmig abgelehnt.

Am Samstagnachmittag tritt der Ge- samtvgrstand des alten Bergarbeiterver­bandes zu einer Beratung über die Augenblickslage im Ruhrbergbau in Bochum zusammen, während eine Revier­konferenz am Sonntagvormittag eben­falls in Bochum die augenblickliche Situa­tion besprechen und sich über weitere Be­schlüsse schlüssig werden wird.

Weiter wird gemeldet, datz der Schlich­ter, Professor Dr. Bahn, vor Eintritt in die Verhandlungen sich gegen einige Aeußerungen über seine Schlichtertätig­keit in der Erklärung des Zechenverban­des wandte, insbesondere gegen den Dorwurf, er habe bei den Schlichtungs­verhandlungen unter dem Druch der Reichsregierung gehandelt. Er fei in fei­ner Eigenschaft als Schlichter selbständig und unabhängig. Was die Vorwürfe gegen die Reichsregierung anbelange, so könne er erwidern, datz die Reicksregie- Nmg bezw. das Reichsarbeitsministerium an der Verschärfung des Konfliktes keine Schuld trügen. Er habe sich sehr darum bemüht, den Streit zu schlichten, aber lei­der sei es unmöglich gewesen, den Wider­stand der Parteien zu beseitigen.

Die Streikbeteiligung im Ruhrbergbau.

Essen, 7. Jan. Nach Mitteilung des Dergbauvereins waren in der heutigen Mittagsschicht am Ausstand noch 3,3 Proz. °er. Belegschaft beteiligt (24 542 Mann einschließlich 208 Entlassenen) gegen 3,64 Prozent in der heutigen Frühschicht und b-61 Prozent in der Mittagsschicht vom Montag. Die Beteiligung am Streik war om stärksten in der Mittagsschicht vom ^-Januar mit 14.85 Prozent.

Ter von den Streikenden ausgeübte ^error macht sich in den Bergwerkskolo- «ien immer stärker bemerkbar. Insbe- lonbere in Obermarxloh sowie im Ost­acker-Viertel sind die Häuser der Arbeits- öultgen mit einem roten Kreuz gekenn- A'Huet. Die Haustüren werden nachts "lelfach verrammelt, die Arbeitswilligen

schien vollzählig zur Arbeit. Unter Füh­rung bekannter Kommunisten bewegte sich noch am Vormittag ein grotzer Demon­strationszug durch das Borsigwerk Visku- pitz.

Ueberfall auf Arbeitswillige

Duisburg, 8. Ian. Im Stadtteil Casslerfeld Kam es Mittwoch nachmittag zu schweren Ausschreitungen und Ueberfällen aus zwei arbeitswillige Bergleute, als diese nach Beendigung ihrer Schicht ihre in der Cassler Straße gelegene Wohnung aufsuchen wollten. Sie wurden von Streikenden angefallen, zu Boden geschlagen und schwer miß­handelt. U. a. wurde auf die Ueber» fallenen ein großer Hund gehetzt. Im Augenblick hatte sich eine große Men­schensammlung gebildet und es kam zu großen Ausschreitungen, die ein Eingrei­fen der Polizei erforderten. Einer der Uederfallenen trug so schwere Verletzun­gen davon, daß er dem Krankenhaus zu- Srt werden mußte. Im Verlauf des dies wurde aus einem Fenster von Angehörigen eines der Ueberfallenen ge­schossen, wodurch einer der Angreifer durch einen Schulterschuß nicht unerheb­lich verletzt wurde: er wurde als Polizei- gefangener ins DiakonenKrankenhaus eingeliefert. Die Polizei nahm zwei der Angreifer fest. Noch längere Zeit muß­ten Polizeipatrouillen am Ort Zurückblei­ben. um weitere Ueberfälle zu verhindern.

Im Dortmunder Bezirk wurden am Mittwoch auf den Zechen Gneisenau, Minister Stein, Fürst Hardenberg und Adolf von Hansemann Feierschich­ten eingelegt. Auf allen anderen Zechen, wo die Belegsckaftsmitglieder vollzählig eingefahren sind, hat sich der Sckiastwech- fel reibungslos vollzogen. Auf der Zeche de Wendel in Hamm fehlten von der 1550 Mann stark en Belegschaft 329. Es strei­ken somit 21 Proz.

Schiedsspruch in der mitteldeutschen Metallindustrie.

fk. Halle, 8. Ian. Nach 30ftünbigei Verhandlung füllte der Schlichtungsaus

> heute in der vierten Morgenstunde im Lohnstreit in der mitteldeutschen Me-

Schwere Flugzeug-Katastrophe

Bei dem italienischen Geschwaderflug sind zwei Flugzeuge adgestürzt und 5 Flieger getötet worden

fie für einen Transozeanflug erforderlich ist. Bon de« beide« Wasserflugzeuge«, di« auf dem Ozean «iedergeheu» mutzten, wird das eine heute Nachmittag in Fer- mando Noronka erwartet, während das zweite morgen dort eintreffen dürfte.

Zur Sicherung der Flugstrecke über den Ozean wurden 4 Schiffe der italienischen Marine über den Ozean verteilt. Für den Flug selbst wurden einzelne Etappen festgesetzt mit bestimmten Flugzeichen, so datz insgesamt 10 350 Kilometer in 65 reinen Flugstunden zurückgelegt werden muhten. Jede Maschine hatte ein Abflug­gewicht von rund 10 000 Kilogramm, von denen 5000 Kilogramm auf Besatzung, Instrumente und Betriebsstoff entfielen.

werden bei ihrer Heimkehr von her Ar­beit bedroht und verprügelt. In einer Straße hatten radikale Elemente nachts versucht, der Polizeistreife das Passieren der Straße unmöglich zu machen, indem sie durch Aufstellen großer Mülltonnen künstliche Hindernisse erstellten. In einer anderen Straße in Obermarxloh wurde eine Polizeistreife mit Flaschen und Stei­nen aus den Häusern heraus beworfen, so daß die Beamten mehrere Schreckschüsse abzugeben gezwungen waren. Im Ost­acker-Viertel und in Wehofen find Küchen aufgestellt, aus denen die Streikenden verpflegt werden.

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