Nr. 2
CBetBeWte Ztittmg. StotDitfl «. L. Ton« abend. de« 3. Januar 1931
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Lumen, Spiel und Sport
bekennen müssen.
zu
Mercedes Glcit-c, die fabelhafte englische Schwimmerin, hat in Wellington (Neuseeland) einen neuen Dauerweltrekord für Frauen mit 42 Stun» den 30 Minuten aufgestellt.
erteftaiten de* SLriMeit»««.
5t. 5t. Bürgersteuer kann eine Gemeinde freiwillig jederzeit ohne Genehmigung einführen. Sie kann aber auch zwangsweise durch die Aufsichtsbehörde bczw. den Staatskommissar eingeführt werden, wenn das dre finanzielle Lage einer Gemeinde erforderlich macht.
men, so daß man den Borussen mcht so ohne weiteres den Sieg zusprechen darf. Mr halten eine Punktteilung sogar eher wahrscheinlich.
Hermannia hat auch nicht ohne weiteres gewonnen, wenn auch der eigene Platz etwas für einen Sieg sprechen sollte.
Geschäftlich« Mitteilung««.
Wenn bk Wäsch« süsse».
Eine höchst unangenehme Sache — dieses Fusseln von frischer Wäsche — ordentlich peinlich kann es werden, wenn man dem Besuch fusselnde Handtücher zur Verfügung stellen muh. Das Fusseln ist meist nichts an- deres als eingetrockneter iserfeustaub. der sich beim Gebrauch der Wäsche absondert. Um dies zu vermeiden, verweiide man zum ersten Spülen immer warmes Wasser. Dann mutz man so lange kalt spülen, b,s das Was er vollständig -klar bleibt. — Vereinfachen kann man sich diese Arbeit, wenn man dem warmen Spülwasser etwas Sil beigibt: dadurch wirk, die Wäsche voii der Waschlauge schnell schnell und gründlich befreit.
Auch die
1. Bezirksklasse tritt wieder auf den Plan. Es spielen Germania — 1900 Giehen Wetzlar — Frohnhausen Wiesenbach — Wallau.
gvchsltmlluuhrichten
X Wie uns gemeldet wird, hat Professor Dr. Emil Karl Frey in Berlin den Ruf ans das Ordinariat der Chirurgie an der Medizinischen Akademie m Düsseldorf als Nachfolger von Pros, von Haderer angenommen und bereits seine Ernennung zum Ordinarius in Düsseldorf erhalten.
X Aus Tübingen schreibt man uns: Der Komponist, Universitätsmusikdlrek- tor Prof. Dr. Karl Hasse in Tubrn- gen ist zum Honorarprofessor m der Philosophischen Fakultät der dortigen Unversität ernannt worden.
Heskem 1. — Dreihausen 2., 2 Uhr (Rüdiger) Niederwalgern 2. — Cappel 2., 12 llhr (Hof) Holzhausen — Ebsdorf, 2 Uhr (Cloos) Leidenhofen - Bortshausen. 2 Uhr l Kotzmann) Lohra — Sinkershausen. 2 Uhr (Weigands Weidenhausen — Wommelshausen 2.. 2 Uhr (Schwarz-Gladenbach)
Dernbach - Günterod. 2 Uhr (Liek) Steinperf — Frechenhausen 2.. 2 Uhr (Luck-
Hardt)
Breidenstein 2. — Biedenkopf 3., 11 Uhr (Lau» der-Wallau)
Hommertshausen - Niederdieten, 2 llhr (Sichert)
Jugend:
Endbach 1. — Wommelshausen 1. (Zacharias, Gladenbach) , ~
Biedenkopf 1. — Breidenbach 1. (Lorn-Wallau) Laasphe 1. — Eckelshausen 1. (Horn-Feudrngen) Wehrda 1. — Frankenberg 1. (Geisel-Bürgeln) Ockershausen — Germania 1. (Achenbach) Sterzhausen 1. — Dreihausen 1. (Schneider-
Gogfelden) .
Ockcrshausen 2. — Germania 2. (Baier-Cappel) V. f. B. K. 2. — Frankenberg 2. (Naumann-
Cappel).
Germania steht vor einer nicht leicht _ nehmenden Aufgabe. 1900 Kietzen hat zwar in der Vorrunde etwas versagt, desto besser gerüstet scheint man die Nachrunde beginnen zu wollen. Vor acht Tagen spielte die Elf gegen Germania 94 Frankfurt, den mainischcn Aufstiegskandidaten, und verlor nach verteiltem Spiel knapp mit 0:2. Umso mehr heisst es für die Germanen ausgepatzt, denn auch im Vorjahre ging das Spiel gegen Eie-
Derrtsche Turrrerschaft
Handball am 4. Januar.
Am kommenden Sonntag finden wieder weitere Handball-Pflichtspiele im 1. Bezirk des Gaues Hessen statt. Die A-Klasse sieht zwei Spiele vor, von denen das zwischen Cölbe 1. und Cappel 1. in Cölbe stattfindet. Cölbe an der Spitze der A-Klasse hat bisher alle Spiele gewonnen mit Ausnahme des Vorspiels gegen Cappel, das dieselben auf eigenem Platz mit 3:0 an sich bringen konnten. Es ist jedoch stark damit zu rechnen, dah Cölbe auf seinem eigenen Platz den Sieg an sich bringen wird. Die Leitung des Spieles ist Henkel-Marburg übertragen.
In Eohfelden stehen sich wiederum in der A-Klasse Sarnau und Eohfelden gegenüber. Hoffentlich ist der Platz am Sonntag spiel- fähig. damit auch dieses sogenannte Lokaltreffen vor sich gehen kann. Ein Sieg des Platzvereins ist ziemlich sicher. Vorher miht sich die Jugend von Wetter mit derselben von Goßfelden. Wer hier den Sieg an sich bringen wird, kann man nicht voraussagen. Beide Spiele werden von Otto-Marburg ge- Ierbet. Ockershausen 1. wollte nach Kirchhain zu der dortigen 2. Mannschaft, aber leider steht der Platz unter Wasser, so dah dies Spiel ausfallen muh.
In Niederwalgern wird ebenfalls ein recht scharfes Spiel zu erwarten sein. Hier stehen sich der bisherige Tabellenerste Niederwalgern und der neue Anwärter auf diese Stelle. Niederweimar, gegenüber. Niederwalgern wird aber alles versuchen. den Sieg zu erringen. Hoffentlich leidet der Platz nicht noch unter dem Regenwetter, so dah das Spiel vor sich gehen kann. Beginn: 330 Uhr.
Weitere Spiele finden statt:
Wallau 1. — Oberrosphe 1. 2 Uhr Buchmau 1. — Sterzhausen 1. 1 Uhr Gohfeldm Igd. — Wetter Igd. 2 Uhr Moischt Igd. — Marburg 1860 2. 2gd. 2 Uhr
Cappel Igd. — Niederweimar Igd. 3 Uhr.
hen verloren, was sich zmn Schluß der Runde sehr auswirkte. Auch in diesem Jahre kann eine Niederlage sehr viel ausmachen. Hart auf hart wird es hergehen, so daß wohl keiner der Besucher enttäuscht werden wird, der morgen mittag den Weg zum Kaffweg nimmt, ivo das Spiel um 2.30 llhr seinen Anfang nimmt. Wingmfeld Fulda wird das Spiel leiten, so dah vom sportlichen Standpunkt aus ein einwandfreier Verlauf gestchert ist. Wir erwarten die Germanen als knappen Sieger, denn alter Germanengeift wird hoffentlich erwachen und für den Ausgang ausschlaggebend sein.
Wetzlar hat Frohnhausen als Gast und wird sich sehr anstrengen müssen, um schließlich knapper Sieger zu bleiben.
In Wiesenbach steht Wallau vor einer sehr schweren Aufgabe. Den Wallauern geht es wie den Germanen. Ein verlorenes Spiel gibt gleich eine Differenz von zwei Punkten, die bei der verhältnismäßig geringen Zahl der Spiele schlecht einzuholen ist.
Die Spiele der 2. Bezirksklasse und der Gauklassen nennt nachstehende Aufstellung:
2. Bezirksklasse: Beginn 14 llhr ohne Wartezeit.
Wommelshausen — Wetter (K. Eidam) Frankenberg — Biedenkopf (Fritz-Langenstem) Marbach — Laasphe (Lorch) Feudingen — Bottenhorn (Boß, Gladenbach — Allendorf (Konrad)
1. Gau klasse:
Germania 2. — Endbach 1., 11 Uhr (Thomas) Niederwalgern 1. — Hartenrod 1., 1.30 llhr (Sßißnct)
Dreihausen 1 — Erdhausen 1., 2 llhr (Seip) Ockershausen 2. — Langenstein 1., 2.15 llhr (Wein traut)
Sarnau 1. — Buchenau 1., 2 llhr (Groos) Kirchbain 1. — Erksdorf 1., 2 Uhr (Heuser- Cölbe)
Wallau 2. — Banfe 1., 11 Uhr (Berghof) Hesselbach — Breidenstein, 2 Uhr (Steinhausen) Biedenkopf 2. - Eckelshausen 1., 2 Uhr (Graf) Obereisenhausen — Niedereisenhausen, 2 Uhr
(Fischbach-Eckelshausen)
2. Eauklasse:
Sarnau 2. — Germania 3., 12.15 Uhr (Wagner-Schönstadt)
Buchenau 2. — Wehrda 2., 2 Uhr (Schnerder- Cölbe)
Unterrosphe — Bürgeln 2., 2 Uhr (Roser- Schönstadt)
Michelbach — Elnhausen, 2 Uhr (Braun- Wehrda)
Gotzfelden — Sterzhausen, 2 Uhr (Roger- Buchmau)
Caldern — Friedensdorf. 2 llhr (Rösser-Cölbe) Mornshausen a. D. — Wolfgruben, 2 Uhr (Metzger)
Cölbe — Mellnau, 2 Uhr (Dersch-Sarnau) Wehrda 1. — Wetter 2., 2 Uhr (Sauer-Bürgeln) Frankenberg 2. — Oberrosphe, 12.15 Uhr (Hetz- Wetter)
Betziesdorf — Schweinsberg. 2 Uhr (Vaupel- Schönstadt)
Niederofleiden 1. — Gemünden, 2 Uhr (Funk- Kirchhain)
Neustadt — Niederofleiden 2„ 2 llhr (Balzer- Erksdorf)
Allendorf 2. — Kirchhain 2., 1 Uhr (Adam Peter-Wehrda)
In Göttingen ist Lokaltreffen, bei dem man die 05er wohl knapp in Front erwarten darf. Kurhessen hat ebenso wie Großalmerode eine verhaltnismätzig leichte Aufgabe vor sich, die wohl beide mit Siegen der Platzoereine enden werden. Dagegen sollte Hessen 09 gegen den Altmeister sich nach hartem Kamps geschlagen
Punkt ist in der Lullusstadt geblieben. Umso mehr müssen sich die Schimmelreiter anstrengen. Jeder einzelne Spieler mutz immer daran denken, um was es geht und alles aus sich herausgeben, bann sollte es geschafft werden können. Unter dieser Voraussetzung wollen wir auf einen knappen Sieg ber Marburger tippen.
In Fulda gibt es auch ein wichtiges Treffen. Spielverein Kasiel ist wieder im Kam»
Fuhball.
Der erste Sonntag im neuen Jahre bringt wieder Hochbetrieb im Futzballsport. In allen Klasien sind Spiele angesetzt, so datz ein reichliches Programm in Aussicht steht. Ob alle Spiele zwar ausgetragen werden können, scheint sehr fraglich, da bei der jetzigen Witterung viele Plätze überhaupt nicht spielfähig (ein werden. Die
Bezirksliga
sieht folgende Kämpfe vor:
Borussia Fulda Spielverein Kasiel Hessen Hersfeld — VfB. Kurh. Marburg Hermannia Kasiel — Germania Fulda SV. Göttingen — 05 Göttingen Kurhesien Kasiel — Grone Großalmerode — Einbeck
Hessen 09 Kasiel — 03 Kasiel.
Am meisten interessiert natürlich das Treffen der Marburger. Ein schwerer Gang steht bevor, der unbedingt siegreich abgeschlossen werden mutz. Wenn die Mannschaft beide Punkte mit nach Marburg bringt, bann ist eine der schwersten Klippen umschifft. Auf eigenem Platz haben die Hersfelder bisher immer sehr gute Spiele geliefert und mancher
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(Nachdruck verboten.) Stiene Kdlotaigs SM und Am Roman von I. Schneider-Förstl.
Urheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister, Werdau (Sa.) 34. Fortsetzung.
Gegen Morgen erwachten Stimmen. Türen schoben sich auf, Füße schlürften dahin, tiefer drückte Helene den Kopf zurück. Das Hetzen der Maschine verringerte sich, während die Unruhe auf den Gängen zunahm. Man näherte sich Tar- viso. Wie oft war sie diesen Weg gefahren in lachender Lust neuen Triumphen entgegen. , . u
Heute glitt sie an Venedig vorder, der Stadt der goldenen Gaffen, hatte kein Auge dafür, wie die Lagunen sich mit dem Eolde der aufgehenden Sonne verbrämten. Lichter waren wie sprühende Ampeln weithin am Horizont aufgegoffen.
Todmüde von dem Hämmern der Gedanken und der Last des seit Wochen ab- ' gehetzten Leibes schloffen sich ihre Augen. In wilder, jagender Hast tanzten die Träume einher. Petratinis Arm preßte wie Schrauben und zwang sie, ihm zu willfahren. — Frankes Lippen glitten in sachter Liebkosung über sie hin, während Averson ihr behutsam die Tränen von den Wimpern tupfte. Dazwischen klang das Lachen der Töchter und das Wildwestgeschrei des kleinen Just. — Und in all das hinein ein totwundes Stöhnen: „Mutter — wird das nun immer so bleiben?" ,
Ein bleiches, vom Schmerz gezeichnetes Knabenantlitz lehnte sich gegen ihre Schulter. Ein abgehärmter Leib drängte sich, Zuflucht heischend, an den ihren . „Mutter! — Ach Mutter, für wen büße ich solche Schuld?"
Der schweißgebadete Frauenkörper schob sich zur Seite, um dem Sohne Platz zu machen, der sich hilfesuchend an sie siMiegte. Zwei weiße Hände tasteten ins £v:re. „Hubert!"
Helenes Lider taten sich auf. Ungläubig starrten die Augen in die glitzernde Helle, die durch die Fenster brach. Sie sah nach der Uhr an ihrem Handgelenk. Eine halbe Stunde noch, dann mutzte man in Rom sein.
In halber Betäubung stellte sie dre Füße zu Boden und begann Toilette zu machen. Goldene Pfeile kamen durch die etwas verstaubten Scheiben geflogen und verfingen sich in ihrem Blondhaar, zitterten über den ovalen Spiegel hin, und spiegelten sich in den Ringen ihrer Hand, die eilig an dem Verschluß des Kleides nestelte.
Draußen, in der schmalen Enge des Korridors, schoben sich die Reisenden vorüber. Sprachen schwirrten durcheinander. Der Vokalreichtum der italienischen hörte sich an wie ein Singen. Das Näseln der französischen war ohne jede Grazie. Dazwischen die deutsche, mit dem Rhythmus und der Schwere des Eermanenschrittes.
Noch immer schaukelten die Räder und liefen stampfend die silbernen Schienen entlang. Helene schob die Kupeetüre auf und sah den Gang hinunter, erblaßte und trat wieder in das Abteil zurück.
Die schwarze Kutte eines Mönches stand eingekeilt zwischen drei Herren am Fenster des Korridors. Aus dem hochgeschloffenen Kragen schob sich der Ansatz des Halses, auf dem ein durchgeistigter Kopf ruhte. Sie vermochte nur das Profil zu sehen: Den kühnen Schwung der Nase, die schwache Buchtung der Wangen und den strenggeprägten Winkel des Mundes, der über dem trotziggezeichneten Kinn in weißer Prägung ruhte.
Es erschien ihr plötzlich etwas Ungeheuerliches, was sie zu tun im Begriffe war Wenn Unbert ihr mit dem gleichen Gesichte, wie sie es jetzt vor sich sah, entgegentrat? — — Wenn .er keinerlei Jntereffe mehr für sie auf wies? Auch nicht für den Sohn, der seines Blutes war?
Sie würde die Hände zu ihm aufheben und er würde ihrer Not lachen. Sie
würde ihn anflehen, für sein Kind zu bitten, und er würde ihr entgegnen, daß es das Kind des anderen (ei, dem sie seit siebzehn Jahren Weib war.
Sie konnte das Gesicht nicht mehr sehen, das noch immer in steinerner Ruhe, den Blick geradeaus gerichtet, vor ihrer Türe stand. Ein Aufatmen hob ihre Burst, als Bewegung in die Masse kam und der Mönch nach vorwärts geschoben wurde.
Sie stieg als letzte über das Trittbrett und gab dem nächsten Gepäckträger, der mit den Armen eines Polypen aus sie zu- schoß, ihren Handkoffer und den Paffagier- schein. Einen Tag wollte sie in Rom bleiben. Einen einzigen kurzen Tag! Sie fühlte nach der Traumwnrnis dieser Nacht und nach der Anstrengung der langen Reise das Bedürfnis, sich für den Gang nach Sankta della Travestare zu stärken.
Sie durfte nicht als eine halb Ohnmächtige, Geschwächte bei ihm vorsprechen. Was sie für den Sohn erbitten wollte, beanspruche ihre ganze Kraft. Stark wollte sie sein, wie ein Berg, auf dessen Schulter man alles häufen konnte, wenn dafür nur die Menschen, die in seinem Schatten wohnten, von jeglichem Unheil verschont blieben.
Ein Kraftwagen scktzte sie zwanzig Minuten später vor dem Portal des Park- Hotels ab. Der Lift hob sie nach dem zweiten Stockwerk vor dem das Grün der Bäume geweitet lag.
Abgehetzt mit hämmernden Pulsen, fiel sie auf den Divan. Aber die Unruhe, die sie mit Zangen zerriß, ließ sie nicht lange bleiben. Sie wusch sich, kleidete sich zum Ausgehen fertig und verließ nach einer Stunde das Hotel, um in der großen Stadt aus Zerstreuung zu suchen.
Was das Morgen brachte, wußte sie nicht.
Nur das Heute gehörte ihr.
Noch lag ein Nachmittag und eine ganze Nacht vor der großen Entscheidung, die sie wie ein Gotteswunder erwartete.
* *
„Vater, macht es dir sehr viel Mühe, wenn du mich etwas ins (trete brtngjt. In rührend ergebener Hilflosigkeit suchten die Augen des Kranken zu denen Frankes empor, die in feuchten Schleiern schimmerten. . . ..
„Möchtest du so gerne em wenig an dre Sonne, mein armer Junge?"
„Wenn es möglich ist ja, Vater! — — Aber es muß nicht fein4, setzte der Knabe rasch hinzu, als er das Zögern desselben gewahrte. „Es ist auch so ganz erträglich “
„Der Rollstuhl ist noch nicht gekommen , beschick, Franke gedrückt, „aber wenn es dir nicht zu große Schmerzen verursacht, trage ich dich hinunter. Die Großmama bettet dich in den bequemsten Stuhl im
Garten."
„Und Just darf sich mit seinem Bilderbuch zu mir setzen und die Schwestern mir ihre Handarbeiten zeigen? — Ja, Va-
— —
„3a,“ sagte Franke gepreßt sah forschend in das Gesicht seines Aeltesten und fühlte die Wangen rot werden. Ahnte ober wußte Hubert, daß er um seinetw:llen die Geschwister vernachlässigte und sic jeder Sorge und Liebe entbehren ließ, l» daß nur noch die Großmutter ihre schützende Hand über sie breitete?
Sorglich in Decken gehüllt, lag bet Kranke in betn Ruhestuhl, ben ihm die Gc- Eeheimrätin unter das Geäst eines mächtigen Apfelbaumes geschoben hatte. Fran'e stand daneben und zeigte nach den Bergen, die in unnatürlicher, grünblauer Färbung herübergrüßten.
Aber die Kabenaugen irrten sehnsüchtig von denselben ab und suchten durch das Gesträuch, das sich in der Umzäunung hin- streckte. Als Franke ins Haus ging, uw dringende Korrespondenz zu erledigen, lockte seine Stimme durch ben Garten: „Just!"---
Zwischen ben Büschen raschelte es. Ei« bunkler Kopf lugte scheu nach allen Seiten oortiettuna folgt.
im butteren Otutfgang nad> dem Wirt*/ stischer Sonnengott. 2t. Waldpflanze. 22.
schaftshof zu. Richt lange danach, und der I Tierprodukt. 23. Stadt in Neu-Rumänien.