Jtr.
ung
• De;,^ werbt, imitej» kauft:
Herr, Stimm
■ and,
'lN- W eficniaj
Maro«
lhk5
in
Montag, »oaU.Sez.mo
Die .VberbeMk»« 3riti*S' «- Atinl sechsmal tvöchrntlich. B«-
SpreU monatlich 2.20®SIR «u- s^ießl. Zustellungsgebühr, durch »te Post 2.45 GM. Für etwa durch Streik, Maschtnendefe» »der eie- mcntare Ereignisse ausfallende gixtnmetn wird kein Ersatz geleistet. Verlag, Dr. §. Httzervtb, pewf der Untd-Duchdru-kerei geb. Aug. «och, Markt 21/23. gernsprecher: 9?t. M und Rr. 55. Postscheckkonto: «ml Frankfurt a. M. «Rt. 5015. - Sprechzeit der Viedattion bon 10—U m»
‘/.i—i tot.
ÄberlMsche
Ai Ti tüA ****
Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhessen
-le.M 65.3aetfl.
Marburg a.Labn
©et Snzelgenprel« beträgt für den 11 gespalt. Zeilenmillimeter 0.08 ®9R-, sog. kletneAnzetgen und Familienanzeigen bei Barzahlung 0.07 GM. amtliche und auswärtige Anzeigen 0.10 GM. Bet schwierigem Satz sowie bet Platz- Vorschrift 501. Aufschlag. — Sammelanzeige» 100*1, Aufschlag. Reklam.-Millim 0.40 GM. Zeder Rabatt gilt «l« Barrabatt.
Ziel 6 Tage.
vfferte»:GebLhri 25 Pfg. Belege werden berechnet.
Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.
n wert
Häusereinsturz in Algier
Ueber 50 Personen getötet
Der Bräutigam gerettet
hr
Joffre im Sterben
2
Ein zweiter Erdrutsch
n!
m i
fk. Paris, 29. Dez. Der Zustand des Generals Joffre hat sich in der Nacht zum Montag weiter verschlechtert. Nach der zweiten Operation ist Wundfieber eingetrete« und die Aerzte rechnen stündlich mit seinem Ableben.
en bs
55
24
derholt", ist keineswegs in den Ausführungen Les Zentrumsführers als ein erwünschtes oder drohendes Ereignis, sondern als die letzte tragifcheKonsequenz fortgesetzter Verbohrtheit und Verständnislosigkeit auf der Eegenfeste erwähnt. Nur ein besonders schlechtes Gewissen kann ber verantwortungs- bcwutzter Prüfung der tatsächlichen Ausführungen des Prälaten Kaas daraus deutsche Zielsetzungen entnehmen, wie sie vom „Temps" und vom „Journal des Debats" behauptet werden.
Sport-Unfälle
In Schlesien ereignete sich, wie der „Lokalanzeiger" berichtet, an den Feiertagen eine Reihe schwerer Unfälle. In Krummhübel stürzte beim Bobrennen in einer Kurve, wahrscheinlich infolge Versagens der Bremsen, ein besetzter Schlitten um. Drei Schüler erlitten Beinbrüche und leichte Gehirnerschütterungen. Der vierte, Hans Vogt, wurde so schwer verletzt, datz er an innerer Verblutung verstarb. In Hermsdorf fuhr der Wagenarbester Leder beim Rodeln mit voller Wucht in ein Auto hinein. Er selbst, seine Frau und ein Enkelkind wurden hoch durch die Luft geschleudert. Die Frau wurde so schwer im Gesicht verletzt, datz sie auf einem Auge erblindete. Der Mann erlitt einen doppelten Beibruch. Das Kind trug nur Hautabschürfungen davon. 2m Eulengebirge stürzten drei Schifahrerinnen so unglücklich, datz sie Arm- und Beibrüche davontrugen. Bei Ziegenhals stürzte der Sohn des Rittmeisters Werber beim Schneeschuhlaufen und erlitt einem doppelten Beibruch.
Unter der Ueberschrift „Die Eeheim- armee Deutschlands" beginnt das „I our- n a I“ eine Artikel-Serie über angebliche deutsche Eeheimrüstungen. Die letzten Ereignisse, die sich in Deutschland abgespielt hätten, hätten von neuem die Bedeutung gezeigt, die in Deutschland die verschiedenen politischen Vereinigungen hätten, deren wahres Ziel die heimliche militärische Ausbildung der deutschen Jugend sei. Dem Sonderberichterstatter des Blattes sei es gelungen, in die der ausländischen Kontrolle unzugänglichen Kreise vor-
Kombinationen des „Journals"
„Geheimarmee Deutschlands"
Das Echo eines Vuchvorworts
Besorgnisse um Polen
zudringen und sich an der Quelle selbst zu überzeugen. Von dem Verbot des Films „Im Westen nichts Neues" ausgehend — ein Verbot, das nur dem Druck der Nationalsozialisten zuzuschreiben sei — betont das Blatt, daß die Reichsregierung vor der Rheinlandräumung vielleicht nicht so rasch vor den Rechtskreisen kapituliert hätte. Stahlhelm und National-
ft Paris, 29. Dez. In der Nacht zum Sonntag ereignete sich in Algier ein grosier Erdrutsch, der eine ganze Hochzeitsgesellschaft verschüttete. Es wird mit 30 Taten gerechnet.
Wie dem „Journal" aus Algier gemeldet wird, sollen sich nach den Aussagen eines Eingeborenen unter den Trümmern der eingestürzten Häusern noch die Leichen von etwa 40 Frauen und Kindern befinden. Die Villa des deutschen Generalkonsuls Windeis befindet sich in der Nähe der Un- glücksstätte. Nach Ansicht des deutschen Generalkonsuls sei das Terrain, wo der Häusereinsturz erfolgte, dadurch unterhöhlt worden, dah die Eingeborenen dort Kalksteine zum Bau ihrer Behausungen aus der Erde entnahmen.
Schwieriges Rettungswerk.
Das schwere Einsturz-Unglück in Algier, bei dem eine Hochzeitsgesellschaft verschüttet wurde, entwickelt sich zu einer Katastrophe von größtem Ausmah. Wenn man auch bis zur Stunde noch nicht genau weih, wieviel Opfer unter den Trümmern begraben liegen, so scheint doch schon fest zu stehen, dah ihre Zahl mehr als 60 beträgt. Die Aufräumungsarbei-
Drei Schifahrer im Säntis durch eine Lawine verschüttet.
Zürich, 28. Dez. Im Gebiet des Sän- tis-Eebirges wurde eine Gruppe von sieben Schifahrern durch eine Lawine überrascht. Eine Dame und zwei Herren sind verschüttet, die anderen vier Fahrer konnten sich heraus- arbeiten. Die drer Leichen wurden nach mehrstündiger Arbeit geborgen.
Unterbrechung des italienischen Geschwaderfluges.
Rabat, 28. Dez. Die italienische Flugzeugstaffel ist in Baloma (Portugiesisch Guinea) durch einen Hagel st urm am Weiterflug verhindert worden. Die Italiener haben neue Propeller angefordert. Ein Verkehrsflugzeug ist gestern von Casablanca aus mit sieben Propellern an Bord abgeflogen, mutzte aber selbst in der Gegend von Draa seinen Flug unterbrechen.
Von einem Hirsch getötet.
Berlin, 29. Dez. Im Tierpark der Stadt Stralsund wurde der Tierpfleger 3 o- nas von einem Hirsch angegangen und so zugerichtet, datz der Schwerverletzte seinen Wunden erlag. Der Hirsch mutzte erschossen werden.
s o z i a l i st e n stellen heute eine Macht dar, der man nicht widerstehen könne. Die Politik einer geheimen Wiederaufrichtung der Armee habe vorzügliche Erfolge gezeitigt und sei heute bereits eine vollendete Tatsache. Der Deutsche verfüge über einen methodischen Geist, der geradezu bewundernswert sei, und habe außerdem ein gutes Gedächtnis. Die Organisierung des Eeheimheeres habe sich fast nach den gleichen Grundsätzen vollzogen wie diejenige der preußischen Armee in den Jahren 1807 bis 1813. Der Verfasser schildert dann noch einmal die über 100 Jahre zurückliegenden Ereignisse und geht sodann auf den Versailler Vertrag über, der Deutschland durch sein 100 000-Mann-Heer in die Unmöglichkeit versetzen sollte, das Experiment von 1807 zu wiederholen Durch die militärische Organisation der Schupo (?) und die Schaffung der Ee- heimorganisationen fei es Deutschland aber dennoch gelungen, ein gewaltiges Heer (?) auf die Füße zu stellen. Das Ziel, das es dabei verfolge, sei das gleiche wie vor 100 Jahren. Man wolle einmal dem Heere sein Ansehen roie/tr geben und die moralische Einheit der Jugend wieder herstellen, sowie den G e i st d e r P f l i ch t und derAufopferung beleben. Aus diesem Gedanken heraus hätten sich dann die verschiedenen Organisationen gebildet, die eine Schule der Disziplin und des Patriotismus ersetzten, die die frühere militärische Dienstpflicht darstellte. Aus allen diesen Gruppen ragten jedoch zwei ganz besonders hervor: Stahlhelm und Nationalsozialisten. Diese
<£m Vorwort, das der Reichstagsabgeord- e Kaas für ein Werk über die Autzen- xolitik Deutschlands geschrieben hat. Beim« igt den „Temp s" und das „Journal es Döbats". Beide beschäftigen sich in Leitartikeln auf Grund einer Depesche mit Inhalt der Ausführungen des Abgeord- en Kaas. Beide Blätter benutzen die Ee- enhert, um die politische Stimmung in eutschland in überaus pessimistischem Sinne darzustellen. So schreibt der „Temps": Alle scheu Staatsmänner, ob sie rechts, in der Mitte oder links stehen, wollen die Wiederherstellung der deutschen Macht in der Welt, ie fordern Revision der Verträge, Abände- g der Ostgrenzen, allgemeine Abrüstung das Recht für Deutschland, sich unge- jndert zu bewaffnen, und endlich den An- utz oder besser gesagt die Annexion Oesterreichs. Die Meinungen weichen in der Frage r Mtttel, die man zur Durchschreitung r einzelnen Etappen anzuwenden habe, von mander ab. Das „Journal des Debats", Organ des Schwerindustriellen de Wen- siehi schon eine neue Aufteilung Polens d auch die „Annexion" Oesterreichs, natür- auch die Wiederaufrüstung Deutschlands raus. Wenn das, so ruft das Blatt aus. lisiert würde, dann würde man sich einem irkeren Deutschland gegenüberbefinden, als m von 1914. Man müßte besonders naiv in, wenn man sich einbilden könnte, datz utschland, wenn es dieses Ergebnis hat, nicht in sehr aktiver Weise auch für ine Westgrenze interessieren würde. Nach m Blatt möchte man von deutscher Seite r Welt den Glauben beibringen, datz die tillung des deutschen Appetits das einzige ittel sei, den Frieden zu bewahren.
Kaas vergleiche Deutschland mit Simfon. erkläre, datz der Tag kommen werde, an m es als Gefangener des Friedensvertra- s, wie der biblische Held, die Säulen seines esängnisses niederreihen werde. Es sei nicht hier, der dies aussprach, sondern der Führer Zentrums. Müsse Frankreich nicht dar- s die Schlußfolgerung ziehen, datz man imson nicht handeln lassen dürfe, sondern bewachen und die Tragsäulen, die er um- itzen wolle, verstärken müsse.
Bei den erwähnten Ausführungen des Prä- ten Kaas handelt es sich um sein Vorwort der in diesen Tagen erschienenen Schrift Autzenpolitikers der „Germania", Haemann. Der Zentrumsführer kennzeichnet seinem Vorwort das Verhältnis zwischen hen- und Wirtschaftspolitik, die Erscheingen des Radikalismus als eines Nutz- ietzers eines Lutzenpolitischen Stillstandes er Rückschrittes und die Notwendigkeiten r deutschen Reoisions- und Abrüstungsanruche in durchaus gemäßigten Worten. Er <mgt dabei zu der Schlutzfolgerung, datz e friedliche Evolutionspolitik die unbe- ingte und einzige Möglichkeit nicht nur für eutlchland, sondern auch für die übrige Welt i, hält aber mit seinen Besorgnissen nicht ück.
Tie Hypothese von der Erreichung einer ysischen und psychischen Belastungsgrenze *nb von den Folgen, die eintreten, wenn sich fce „Simson-Tragödie im Politischen wie-'
ten, die in der Nacht zum Sonntag unterbrochen werden mußten, sind am Sonntag morgen unter Mithilfe von Truppen wieder ausgenommen worden. Bis zum späten Abend des Sonntags wurden sieben Leichen geborgen. Während der Bergungsarbeiten ereignete sich ein zweiter Erdrutsch, der beinahe die Retter verschüttet hätte. Glücklicherweise kündigte sich aber der Erdrutsch durch ein donnerartiges Getöse an, sodaß die Hilfsmannschaften sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten. Als einer der ersten wurde der Bräutigam aus den Trümmern befreit, der nur wenige Hautabschürfungen davon getragen hat. Schon wenige Stunden später wurde eine junge kaum 17jährige Maurin als Leiche geborgen, die als die Braut erkannt wurde. Ihr Körper, vor allem aber das Gesicht, war bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. In der Nacht zum Montag wurden die Aufräumungsarbeiten wiederum eingestellt, da man neue Erdrutsche befürchtete und die Mannschaften nicht unnötig einer Gefahr aussetzen wollte. Eine obflachliche Untersuchung hat ergeben, daß die Bewohner der umliegenden Gegend selbst einen großen Teil Schuld an dem Unglück tragen. Seit Jahren hatten sie den Berg unterhöhlt und mit der Zeit eine Grotte geschaffen.
nmer t -■
»er gxi — — .
Mb Wahrend der
z. Vr-M "" ,
WS