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700 Todesopfer auf Java
Katastrophen
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Der Vulkan Merapi noch
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Kow«o, 21. Dez. Einer
6 chlimmer üls der Dawesplan!
Opfer des Vulkans
^^Mrpositioir galt, fuhr nun der gereizte Stalin schwerstes Geschütz auf. Es hagelte
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ganzen Systems getroffen werden könnten, um den Massenbaukerott noch abzuwenden.
St.299 65.3HM
Marburg nßabn
»»jetrussische« Meldung zufolge hat das räsidinm des Bollzugausfchusses beschlos- b, die bisherige« drei stellvertretenden sorfitzeude« des obersten Bolkswirtschafts-
Monlllg, N0 22.Dk-.t9M
0.07 SM- amtlich« tmb «n*- B>dtilge Anzeigen 0.10 SM. Bei schwierigem 6a» sowie bei Platz, •orschrist 60X «uffchlag. -
London, 20. Dez. Prof. Keynes berechnet, daß die britische Nationalschuld tatsächlich um 40. v. H. höher als im Jahre 1924 und «m rund 100 v. H. höher als im Jahre 1920 sei. wenn man unter Berücksichtigung des Fallens der Rohstoffpreise die Prcisbasis von 1914 zugrundelege. Der Poungplan bedeute eine viel schwerere Last auf den Schultern Deutschlands als der Dawesplan, obwohl man sich darüber klar gewesen sei, daß schon der letztere zu viel für Deutschland sei. Die Schuldforderungen der amerilanischen Staaten seien in Waren umgerechnet etwa 40 bis 50 v. H. höher als zu der Zeit, wo die Schuldenabkommen getroffen worden feien. Keynes bezweifelt, dah noch rechtzeitig Abänderungen 6es
Hamburg, 21. Dez. Bereits seit Freitagabend lagert über dem Hamburger Hafen und über der llnterelbe bis weit in die Nordsee hinein dichter Nebel, der sich nur hier und da einmal auf kurze Zeit verflüchtigt und die gesamte Schiffahrt zum Erliegen gebracht hat. Zeitweise betrug di« Sichtweite nur etwa 20 Meter, so dah «in Verkehr unmöglich war. Zahlreiche Schiffe aller Größen und Flaggen sind daher in dem Unterelberrvier vor Anker gegangen, um wieder bessere Sicht abzuwarten. Nur vorübergehend, meist beim Gezeitenwechsel, klarte «s stellenweise auf. Die Fahrzeug«, die dann ihr« Reise fortsetzten,
Anzeiger für (bas frühere kurhessische) Oberhessen
Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg
Schwere Schiffsunfälle
Nebel über Hamburg
Die BekLmpfung der Arbeitslosigkeit in Amerika.
Washington, 20. Dez. Der Kon- greh nahm heute einen Gesetzentwurf an, der Ausgaben in Höhe von 116 Millionen Dollar für Notstandsarbeiten zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit vorsieht, sowie einen zweiten Gesetzentwurf, der zur Unterstützung der infolge der Dürre notleidenden Landwirte 45 Millionen Dollar zur Verfügung stellt. Die beiden Gesetzentwürfe find von Präfident Hoover unverzüglich unterzeichnet worden und somit sofort in Kraft getreten.
ow, von ihre« Poste« zu entfernen, it drei Gemaßregelte« gehören zu dem Dge«« Kreis der R y k o w - Anhänger.
Stellung ist nach dessen Sturz «u- geworde«.
Die Männer in Sowjetrußland machen ere Arbeit: kaum sind Trotzki und u ch a r i n von der politischen Bild- che verschwunden, trifft der Dannftrahl großen Stalin wieder einen Führer der ei. RHkows Rücktritt hat man in
letzten Monaten kommen sehen. De- ders fett dem Vorschwörerprozeß galt Stellung als Vorsitzender des Rates Volkskommissare als erschüttert. Aus sundheitsrücksichten" erhielt er zunächst Stalin einen längeren Urlaub. Schon aber nahm man allgemein an, daß auf seinen Posten nicht mehr zurücken würde.
Der Vorsitzende des Rates der Volls- issare im bolschewistischen Rußland etwa dem Ministerpräsidenten in den opäischen Ländern gleichzusetzen. Seine iche Macht reicht indessen nicht gerade weit. Die Politik des Sowjetstaates d fast ausschließlich von Stalin be- dem Generalsekretär der Kommu- ischen Partei. Seiner Oppositionsstel- g gegenüber dem allmächtigen Stalin auch Rykow schließlich zum Opfer gern.
Der Gegensatz zwischen beiden Männern t auf eine entgegengesetzte Deurteilung s Fünfjahresplanes zurück, Rykow als vrsitzender des Rates der Volkskommis- e übt an dem eingeschlagenen Tempo i der Ausführung des Fünfjahresplanes te Kritik. Er glaubte auch nicht daran, ß man den bäuerlichen Mittelstand, so e Stalin es sich dachte, ausrollen kann, sprach sich für eine Erhaltung des Ku- en aus. Gegen Rykow, der im russischen mmunismus als Führer der Rechts-
abhängigen Presse ließ Stalin shste- üattsch das Ansehen des verhaßten Mi- »isterpiäsidenten untergraben. Allmählich g gelang es ihm, weite Kreise des russischen Volkes davon zu überzeugen, dah Rykow «in Schädling des Sowjetstaates sei Rh- kw ist gestürzt. Er teilt das Schicksal seiner Freunde, die gleich ihm gegen den offiziellen Parteikurs aufzutreten wagten.
seine Anwesenhett in Moskau besonders für Stalin unerwünscht sei. Die Verwendung Rhkvws auf einem Botschafter- Posten im Ausland sei sehr schwierig. Als einzige Vakanz komme Angora in Frage, weil der dorttge Botschafter schon lange seinen Posten verlassen möchte. Aber auch diese Möglichkeit scheidet aus, well Trotzki in der Türkei lebt, der bekanntlich wegen seines Kampfes gegen die jetzige Führung der Pattei ausgeschlossen worden ist. Eine Klärung des weiteren Schicksals von Rykow werden die Beschlüsse des Plenums des Zentralkomitees bringen.
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Trümmerhaufen verwandelt worden. Der Merapi ist in voller Tätigkeitund stößt ständig große Rauch- und Feuersäulen aus. Das untettrdische Grollen hat inzwischen stark nachgelassen. Der Resident des vom Vulkanausbruch betroffenen Gebietes hat bei den Nachforschungen nach dem Umfang der angerichteten Verheerungen eine Anzahl von Häusern angetroffen, deren Bewohner aus Todesangst Selbstmord verübt haben. Der gewaltige Vulkanausbruch kann als die größte Vulkankatastrophe gelten, von der Java jemals betroffen worden ist.
mußten jedoch bald wieder wegen «rnenke« Neb«I«infalls Anker werfen.
In der Nacht zum Sonntag wurde der Bremer Dampfer „A n n e m a r i e", der trotz des Nebels die Ausreise von Hamburg m die See angetreten hatte, bei'Blankenese von dem gleichfalls ausgefahrenen dänischen Dampfer „Phönii" gerammt und so schwer unterhalb der Wasserlinie beschädigt, daß er sofort auf Strand gesetzt werden mußte. Dort wird er provisorisch durch Taucher abgedichtet. Auch der dänische Dampfer erlitt KoMsions- schäden. Da sie jedoch oberhalb der Wasser- linie liegen, ging er unweit der Unfallstelle vor Anker, um bei besserem Wetter nach Hamburg zurückzukehren. Personen sind bei dem Unfall nicht zu Schaden gekommen. Der Bremer Dampfer „Annemarie" ist 500 Tonnen, der dänische Dampfer „Phöntr 1890 Tonnen groß.
. Das dänische Motorschiff „Malaga", das am Sonnabend bet Brunsbüttel im Rebel beide Anker verloren hatte, befindet sich außer Gefahr und hat unweit der Unfallstelle Notanker geworfen.
Bei Schulau geriet der englische Dampfer „Auk" im Nebel fest. Gegenüber Finkenwärder ist der deutsche Kohlendampfer „G r e 1 ch e n M ü l l e r" beim Auslaufen auf Grund geraten und hat Hilfe angefordert. — Der norwegische Dampfer „Ervrken mußte infolge einer plötzlich aufttetenden Nebelbank halten, im Hafen seine, Reise, unterbrechen und unter großen Schwierigketten an die Anlegestelle Ionas zurückgebracht werden. — Auf gleiche Art mußte der holländische Dampfer „Herkules" seine Ausreise un- terbrechen und bei Altona festmachen. — Sonntagnachmittag gegen 3.30 Uhr ist der Passagierdampfer „Deutschland" der Ha- pag, auf dem Wege nach Hamburg begriffen, vor Finkenwärder mtt dem Steven auf Grund geraten. Die Flut hat das Schiff herumgedreht, und als Schlepphilfe herber- kam, um den Dampfer flott zu machen, mußten die Schlepper die „Deutschland rück- wätts nach Hamburg einschleppen.
Kurz nach 4 Uhr hat sich in der Nähe von Nienstetten eine schwere Kollision ereig- ntt. Der seit Sonnabend aus Amerika aus der Elbe eingetroffene 25 000 Tonnen große amerikanische Passagierdampfer „George Washington" der United States Lme war am Nachmittag bis dicht vor Hamburg gelangt. Der Nebel zwang hier das Schiff, Anker zu merfen und besseres Wetter abzu- watten. Während des Ankerns kam das dänische Motorschiff „Malaga" auf, das am Sonnabend bereits bei Brunsbüttel beide Anker verloren hatte. Ein Zusammenstoß ließ sich bei der kurzen Sicht nicht mehr vermeiden. Mtt kolossaler Wucht wurde die „George Washington" am Heck gerammt. Bei der Kollision hat der Steven der „Malaga" Sßen Schaden erlitten. Die erste Abteilung sofott voll Wasser. Trotz der eingesetzten Pumpen gelang es auch nicht,, die zwette Abteilung zu halten. Wenige Minuten später stellte es sich heraus, daß.große Wassermassen in den Maschinenraum eingedrungen waren. Da die Gefahr bestand, daß das Schiff im Fahrwasser sank, wurde es auf der Altonaer Seite auf Grund gesetzt. Der amerikanische Passagierdampfer geriet infolge der Kollision gleichfalls auf Grund, konnte aber später flott gemacht und nach Hamburg eingeschleppt werden.
Der Untergang des „Oberon-.
Kopenhagen, 21. Dez. Der hier lie- liegendeDampfer „Arcturus" wurde heute einer amtlichen Besichtigung unterzogen, deren Ergebnis die finnischen Behörden für die Gerichtsverhandlung übermittelt werden wird, die wahrscheinlich in Finnland stattfinden wird. Kapitän Hjclt von dem „Oberon" befindet sich noch immer an Bord der „Arctu- tus“. Er ist lief erschüttert und will mit niemandem sprechen. Die Nachforschungen der
vtalin setzt ab
h Trotzki
Amsterdam, 21. Dez. Nach de« letzten au» Zana hier eiagetroffene« Meldungen ist die Zahl der beim Merapi- Ausbruch zu beklagenden Todesopfer inzwischen auf rund 700 gestiegen. Man befürchtet, daß auch diese Ziffer noch nicht endgültig ist, und daß noch zahlreiche Menschen dem glühenden Lavaftrom zum Opfer gefallen find. Acht Eingeborenendörfer find gänzlich zerstört worden, während ei« ausgedehntes Gebiet, in dem fich zuvor fruchtbare Landstriche befanden, von de« rotglühenden Sand, den der Lavastrom mit fich führt, in eine Stätte des Grauens verwandelt worden ist.
Da der Lavastrom noch immer nicht zum Stehen gekommen ist. werden weitere menschliche Niederlassungen bedroht. Tausende von Flüchtlingen, auf deren Gesichtern sich die ausgestandene Todesangst deutlich widerspiegelt, sind bereits in den Städten Mitteljaoas zusammengeströmt, und noch immer treffen weitere Flüchtlinge ein. Der ganze Bezirk von Stroen- boeng ist in einen großen brennenden
Ein deutscher Taucher ertrunken.
London, 21. Dez. Der Schisiszimmer- mann und Rettungstaucher des deutschen Schleppdampfers „Seefalke", der sich in den frühen Morgenstunden vor Queenstown befand, verlor das Gleichgewicht und fiel ins Wasser. Anscheinend muß er bei dem Fall gegen die Seitenwand des Schiffes gestoßen sein, denn er kam nicht mehr zur Oberfläche. Ein Bürgergardist sprang in voller Ausrüstung, mit schwerem Mantel bekleidet, nach, tonnte aber trotz wiederholten Tauchens den Zimmermann nicht retten.
* 26 2lls Vorsitzender in den Rat der Volks- xvmmissare tritt nun Molotow, ein Vertrauensmann Stalins. Er gilt als absolut zuverlässig und hat in der zaristischen Zett vielfach im Gefängnis ge- ■ Molotow wird Rykow auch im
g der regierenden Körperschaft
, Sowjetunion, ersetzen.
■ M. Das weitere Schicksal des ehemaligen vrsitzenden des Rates der Dolkskommis- e der Sowjetunion, Rykow, ist noch cht entschieden. Es wird mitgeteilt, daß dvrläufig gar nicht daran zu denke, daß Bykow einen Posten in der Scwjetregie- tturg oder im Lande erhalten werde, weil
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