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Die Feier des Reichsgründungstages
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St. $96 65.80619. Marburg n.Sahn
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fk. Paris, 18. Dez. Z« einer chemischen Fabrik in Mancionx bei Saint Sandens »«weit von Tonlouse ereignete sich am Mittwoch nachmittag ei« schweres Explofionsunglück. durch das sämtliche Fabrikgebäude in die Lnft gesprengt wurden. Die Belegschaft der Fabrik, die über 100 Arbeiter beträgt, wurde von de« Unglück überrascht and fast ausnahmslos verschüttet. Einem Teil gelang es, sich selbst aus den Trümmern zu rette», andere wurde mit schwere« Verletzungen geborgen. Ueber vier
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Verschärfte Waffenbestimmungen.
Berlin, 18. Dez. Der Reichsminister des Innern hat dem Reichsrat den Entwurf eines Gesetzes wegen Waffenmitzbrauch vorgelegt. Die eutscheidenden Bestimmungen lauten u. a.:
Wer außerhalb seiner Wohnung, seiner Geschäftsräume oder seines befriedeten Besitztums eine Wafse führt, die ihrer Natur »ach dazu bestimmt ist, durch Hieb. Stotz oder Stich Verletzungen beizubringen fHieb- oder Stohwasfen), wird mit Gefängnis bis zu einem Jahr, wenn mildernde Umstände vor- liegr», mit Geldstrafe bestraft.
Magdeburg, 17. Dez. Die für diesen Donnerstag geplante Kundgebung der Nationalsozialisten, i« de, Adolf Hitler sprechen sollte, sowie die am gleicht« Tage geplante« Gegenkundgebungen des Reichsbanners und der Kommunisten sind vom Polizeipräsidenten verboten worden. Das «erbot erstreckt sich sowohl auf Versammlungen unter freiem Himmel als auch in geschlosiene« Räumen. Darüber hinaus sind alle Umzüge und Versammlungen r unter freiem Himmel vom 18. Dezember 1930 bis 5. Januar 1931 »o« Polizeipräsidenten untersagt worden.
In Magdeburg
Hitler-Kundgebung verboten
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kranken Präsidenten Chacon die Präsidentschaft führte, sei gestürzt worden.
Zu dem Umsturz in Guatemala berichtet Haoas noch folgende Einzemheiten: Militärische Elemente haben im Einvernehmen mit den Liberalen gestern den Präsidenten Palma abgesetzt,, nachdem sie eine
Die .Oberbeslls-b« Zeitung' «■ int sechsmal wöchentlich. B«- >ug8t>rei- monatlich 2.20GM.auS- schließl. ZustellungSgebübr, durch hie Post 2.45 SM. Für etwa durch Streik. Maschtnendefekl oder «le- „nut« ckretgntsie ausfallend« Mummern wird kein Ersatz ge» Mistet Verlag, Dr. S Hitzerolb,
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Das Reichskabinett hat sich gestern nachmittag u. a. mit der Frage beschäftigt, wie am 18. Januar die 60jährige Wiederkehr der Reichsgrün- dung gefeiert werden soll. Wie wir hören, ist eine amtliche Feier geplant, die etwa denselben Charakter tragen soll, wie di« üblichen Verfassungsseiern am 1L August (!). Ursprünglich war wohl dex Gedanke erwogen, die Ministerpräsidenten der Länder besonders nach Berlin einzuladen; mit Rücksicht auf die Kosten hat ma« davon Abstand genommen. Die Hauptfeier wird im Reichstage siattfinde«. und zwar wahrscheinlich unter Telnahme des Reichspräsidenten.
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Mit der Preisfrage für Markenartikel hat sich das Kabinett noch nicht beschäftigt, dagegen hat Graf Bernstorfs in einer Ministerbesprechung über die Abrüstungsverhandlungen berichtet. Die Besprechung galt naturgemäß der Vorbereitung der heutigen Sitzung des Auswärtigen Ausschusses.
Vor Weihnachten wird nun am Freitag noch eine Kabinettssitzung stattfinden. Es wird nicht nur die letzte dieses Jahres sen, sondern auch die letzte in dem alten Gebäude der Reichskanzlei. Zwischen Weihnachten und Neujahr wird der Erweiterungsbau bezogen werden, der nun fertiggestellt ist.
Die Revolutionswelle
Revolution in Guatemala
Gesandter Ulrich Rauscher f
Folgenschwere Explosion in Frankreich - 40 Arbeiter verschüttet
Ulrich Rauscher f
fk. Berlin, 18. Dez. Der deutsche Gesandte in Warschau Ulrich Rauscher ist heute nacht iu St. Blasien, wo er sich zur Heilung seines Leidens aufhielt, i m Alter von 46 Jahre« gestorbea.
Seit Mai 1922 hat Rauscher das Reich in Warschau vertreten, nachdem er zuvor auf dem Wege über die journalistische Laufbahn und als Sekretär Scheidemanns in die Politik eingetreten war. In der Folge hat er als Presiechef bei der Reichskanzlei mit dem Titel Ministerialdirektor die Zusammenfasiung des amtlichen Presie- wejens in der heutigen Presseabteilung der Regierung durchgeführt. Sein Ableben kommt der weiten Oeffentlichkeit vollkommen überraschend.
Anzeiger für (bas frühere kurhessische) Oberhessen
Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburgs
Nach einer Meldung der „Asiociated Preß" aus Guatemala, der Hauptstadt der Republik gleichen Namens, wurden bei den Stratzen- kämpfen gegen 60 Personen getötet oder verletzt. Die Truppen in den Garnisonen und die Zivilbehörden im Lande unterstützen die neue Regierung, die offensichtlich dadurch an Stärke gewinnt, daß sie keine Beamten der Regierung Palma entlassen oder verhaftet hat.
Dingeldey bei Brüning
Der Parteiführer der Deutschen Volkspartei, der Abgeordnete Dingeldey, wurde Mittwoch auf seinen Wunsch von Reichskanzler Dr. Brüning zu einer eingehenden Rücksprache über die gesamt- politische Lage empfangen.
3n dieser Unterredung wies der Abgeordnete Dingeldey darauf hin, daß der von der Reichstagsfraktion gestellte 2ln- ttag, wonach durch Vorlage eines Crgän- zungsetats zum Deichshaushalt 1931 eine weitere Ersparnis von 303 Millionen gefordert wird, auf Grund sorg- fälttger Erwägungen der gesamten finanz- und wirtschaftspolitischen Lage den be- sttmmten Wunsch der Deutschen Volkspartei ausdrücke, unter allen Umständen den Reichshaushall vor Wiederzusammen- ttitt des Reichstages vor jeglichem Einbruch durch die konjuntturellen Schwankungen sicherzustellen. Er ließ keinen Zweifel darüber, daß die Deutsche Volkspartei die innen- und außenpo- litischenFolgen einer durch die Konjunkturschwankung eintretenden ernsten Gefährdung des Reichshaushalts als so schwerwiegend ansehe, daß sie unbedingt auf der rechtzeittgen gesetzlichen Sicher-
Rach Haoas sollen sieben Tote und zehn Schwerverletzte zu verzeichnen sein. Der „Matin" berichtet jedoch, daß drei Tote und elf mehr oder weniger schwer verletzte Arbeiter geborgen worden seien. Das Blatt bezeichnet den Schade« als sehr gering.
Schiedsspruch für die Buchdrucker.
Berlin, 17. Dez. Im Lohnstreit des Deutschen Buchdruckgewerbes hat das zuständige tarifliche Zentralschlichteramt am 17. Dezember einen Schiedsspruch gefällt, der den bestehenden Lohntarif bis zum 13.'Februar verlängert. Zur Fortsetzung der Beratungen und Fällung eines weitere« Schiedsspruches wird die Schlichterkammer am 2. Februar erneut zvsammeu- treteu.
In der Begründung des Verbotes weist der Polizeipräsident von Magdeburg, Dr. Lärensprung, auf eine vor einigen Tagen ergebnislos abgehaltene Konferenz hin, zu welcher er die Vertreter der National- fozialisten, des Reichsbanners und der Kommunisten geladen hatte. Die Kommunisten waren nicht erschienen. Der behördliche Vorschlag, die Veranstaltungen Wörtlich und zeitlich zu trennen, wurde abgelehnt. Aus der Haltung der Führer war zu entnehmen, daß diese ihre Gefolgschaft nicht fest in der Hand haben, daß sogar mit der Möglichkeit zu rechnen ist, daß sie teilweise nicht einmal den Versuch zu unternehmen beabsichttgen, beruhigend auf ihre Leute zu wirken. Rational- «M sozialisten, Mitglieder des Reichsbanners und der Kommunisten wollen also zu
Aus allen umliegenden Dörfern eilten Hilfsmannschaften herbei, die zusammen mit der Feuerwehr und Truppen aus Toulouse das Rettungswerk begannen. S wurden 12 Verletzte aus dem rinander der Steinmassen und Eisenteile geborgen. Der größte Teil von ihnen hat so schwere Verletzungen davon getragen, daß man an ihrem Aufkommen zweifelt. Bei Scheinwerfern wurden die Bergungsarbeiten die ganze Nacht hindurch fortgesetzt. Es fehlen «och
Stunde lang das Präsidentschaftsgebäude angegriffen hatten. 2m Verlauf des Angriffs sind der K r i e g s m i n i st e r sowie mehrere "'tärische Führer getütet wor- _____ Insgesamt zählt man etwa 50 Opfer. Das Parlament hat General Manuel Orel- Iona, den Kommandanten der Festung Matamowes, zum Präsidenten der Republik gewählt.
N e w q o r 1, 17. Dez. Aus Guatemala sind Funkmeldungen eingetrofsen, denen zufolge dort gestern eine bewaffnete Erhebung ausgebrochen ist. Zu den Straßen der Stadt ist es zu Feuergefechten gekommen.
Nach Privatmeldungen aus Guatemala soll dort eine provisorische Regierung gebildet worden sein, als deren Präsident Manuel Orellana ausersehen ist. Der frühere Krieas- minister soll bei dem Umsturz gestern ums Leben gekommen sein. Gegenwärtig herrscht völlige Ruhe.
Nach einer Meldung der „Asiociated Preß" erhielt der Gesandte von Guatemala, Dr. Recinos, die Nachricht, die Regierung des Präsidenten Palma, der anstelle des schwer er-
gleicher Zeit auf einen engen Raum demonstrieren, nachdem lange vorher in der Presse und in den Versammlungen zu gegenseitigen Terrorakten aufgerufen war, und die Ereignisse der letzten Zeit bewiesen haben, daß Ausschreitungen an der Tagesordnung sind.
Der Nationalsozialistische „Angriff" schreibt zu dem Verbot:
Dies' Verbot einer Hitler-Kundgebung, i für das eine gesetzliche Begründung überhaupt nicht gegeben ist, ist eine Folge I der maßlosen Hetze, die das „Reichsbanner" seit Tagen planmäßig veranstaltete. Das „Reichsbanner" hatte gedroht, die Versammlung unter allen Umständen sprengen zu wollen. Trotzdem hatte die Polizei, die in Magdeburg unter Leitung des Reichsbannerführers Bärensprung völlig vom „Reichsbanner" durchsetzt ist, nichts getan, um, wie es ihre Pflicht gewesen wäre, für i die ruhige Durchführung der Hitlerver- sammlung Sorge zu tragen.
Das Verbot bedeutet nichts anderes als das glatte Eingeständnis der Magdeburger Polizei, daß sie nicht imstande gewesen ist, Anordnungen zum Schutze der Hitlerkundgebung auch gegen das „Reichsbanner" zur Durchführung zu bringen. Anstatt die Ruhestörer und Hetzer in die Schranken z u verweisen, verbot Man deshalb kurzerhand vor allem den schuldlosen Nationalsozialisten die Versammlung. Ein Eingeständnis hilflosester polizeilicher Schwäch?, verursacht l durch parteipolitische Haltung. Eine schöne ' Sicherung der „Ruhe und Ordnung".
mehr als 40 Arbeiter, die unter den Trümmern begraben liegen. Man vermutet, daß das Unglück auf eine Erplofion eines Aetzmittels enthaltenden Kessels zurückzuführen ist. Nach den letzten hier eingetroffenen Berichten wurden bis jetzt drei Tote geborgen. Ueber das Schicksal der unter den Trümmern liegenden Arbeiter herrscht noch Ungewißheit, doch hofft man eine Anzahl von ihnen lebend zu bergen.