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Hauptmann Galan für das der Bewegung verantwortlich, unklug gehandelt, indem er rekrutierte, die nicht sicher gc-

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Der^Zustand Poincares

Pari«, 16. Sej. Die Kanzlei des Präsi­denten der Republik bat um 11.50 Uhr franz. Zeit eine amtliche Mitteilung veröffentlicht, i« der das Gerücht von dem bereits eiugetre- teneu Tode Poincares dementiert wird. Der Zustand sei unverändert, jedoch äußerst ernst. 3m Krankenzimmer ruht Poiucare bewe­gungslos in feinem Bett. Zede Annäherung von Fremden ist untersagt.

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wesen sein. Außerdem habe Galan die Ereigniffe überstürzen wollen und, um der Erste zu sein, drei Tage zu früh losge­schlagen.

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Kein neuer Beschluß

Beratungen über Preissenkung

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Sprache kommen. . ....

Hatz vor Weihnachten keine ein­schneidenden Maßnahmen mehr

halb wird der Ausschuß vielleicht die letzte Entscheidung dem Kabinett überlassen wollen.

Das Reichskabinett tritt heute vormit-

Der Auzeigenprei» beträgt filr »en 11 gespall. Zettenmillimeler 0.08®SC?fog. kleine Anzeigen und Famllienanzeigen bei Barzahlung 0.07 ®9IL amtliche und «n<- wLrtige Anzeigen 0.10 GM Bei schwierigem Satz sowie bei Platz- Vorschrift «Oft» Aufschlag. Vammelanzeige» 100*1, Auf­schlag. Reklam.-Millim 0.40 GM. Jeder Rabatt gilt «I« Varrabatt Ziel 5 Tage vfferkeurGebührr 25 Pfg Belege werden berechnet.

PK .Oberhestlsche Zeitung' er- lcheini sechsmal wöchentlich. Be- lugspreis monatlich2.20GM.aus- schließl. Zustellungsgebühr, durch

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Der 18. 3anuar als Festtag?

B e r l i u, 16 Dez. 3n der morgige« Sitzung de» Kabinetts wird voraussichtlich auch die Frage behandelt werde», wie der 60. Reichsgriindungstag am kommende« 18. Januar begangen werden soll. Es ist an­zunehmen, daß der Tag der Einigung Deutsch­lands diesmal, soweit es dem Ernst der Zeit airgepaßt ist, z« einem nationalen Fest­tage gestaltet wird.

SberlMsche Zeitung

fk. Paris, 17. Dez. Aus Madrid wird berichtet, daß ein Bataillon spanischer Fremden-Legioniire und eine Ab­teilung marokkanischer Zivilgarde vorgestern abend in Algeciras gelan­det und nach Madrid befördert wurden. Weitere Abteilungen werden erwartet. Die regulären Regimenter solle« über die Ankunft der marokkanischen Truppen, die

Gegen die Militärdiktatur

Unzuverlässige Regimenter

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Wie wir erfahren, hat der Ausschuß sich zunächst in der üblichen Weise über die Entwickelung der Lebensmittelpreise Bericht erstatten lassen. Die drei Haupt­probleme, die noch behandelt werden müs- Hm, sind die Preise für Eisen, Marken-

Blutig« Kaffernkundgebnngen in Durban.

fk. London, 17. Dez. Anläßlich der Dmgaana-Tag-Feierlichkeiten kam es in Dur­ban in Afrika zu schweren Unruhen. Hierbei wurden 1 Kaffer getötet und 15 so schwer verletzt, daß sie ins Krankenhaus gebracht werden mutzten. Anläßlich dieses Tages, der an den Sieg der Buren über den Zulukönig Dingaans im Jahre 1838 er­innern soll, und der als eine Art Nationckk- feiertag seitens der farbigen Bevölkerung ge­feiert wird, fand eine gröbere Versamm­lung statt, die so lange ruhig blieb, bis Tau­sende von Einkommensteueraufforderungen verbrannt wurden. 2000 Kaffern veranstal­teten unter Vorantragen von roten Bannen: einen Umzug, gegen den die Polizei wegen ungesetzlichen Charakters «inschreiten mußt«.

Anzeiger für (bas frühere kurhessische) Oberhessen

Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.

Pirmasens, 1. Dez. Heute vormittag hat die Regierung der Pfalz zu einem grohen Schlage gegen die kommunistische« Umtriebe in Pirmasens ausgeholt. 3« den erste« Vor­mittagsstunden erschienen plötzlich mehrere Autos mit frldmarschmiitzig ausgerüsteter Landespolizei, insgesamt rund 220 Mann, die aus der ganzen Pfalz zusammengezoge« wur­de«. Die Schupo unter der Leitung des Po­lizeimajors Bachmayer-Kaiserslauter« und unter Mitwirkung des Polizeirats Klein- Pirmasens wurde sofort in verschiedene Grup­pen eingeteilt und zu Haussuchuuge« bei verdächttgen Personen ausgeschickt.

Im Zusammenhang damit erfahren wir von amtlicher Stelle folgendes: Gerichtliche urfb polizeiliche Untersuchungen haben bei Anhän­gern der kommunistischen Partei in Pirma­sens Vorgänge festgestellt, die eine ernste Ge­fahr für die öffentliche Sicherheit bedeuten. Es sind Sprengkörper gefunden worden, die offenbar für verbrecherische Angriffe be­stimmt waren. Die Kommunistische Arbeiter­wehr hält regelmäßig Uebungen mit Hand­granatenwerfern (Uebungshandgranaten) ab. Der Arbeiter-Schützenverein sorgt für die Schießausbildung. Beide Organisationen setzen sich zum weitaus überwiegenden Teil aus früheren Mitgliedern des aufgelösten Rot-

«troffen werden, so daß also eine Störung des Weihnachtsgeschäftes nicht zu befürch­ten ist, das sich übrigens nach der Aus­kunft einer Reihe von Geschäftszweigen in den letzten Tagen doch erheblich gün­stiger gestaltet hat, als ursprünglich er­riet wurde.

Die Bayerische Bolkspattei gegen das Steuer- Vereinheitlichungsgesetz.

München, 16. Dez. Die Bayerische Volks- Parteikorrespondenz verbreitet über das Er­nis der heutigen Sitzung der Landespartei- -»tung der Bayerischen Volkspartei eine offi­zielle Verlautbarung, in der gesagt wird, daß die Sitzung mit der durch den Erlaß der tverordnung des Reichspräsidenten vom Dezember d. Zs. geschaffenen Lage befaßt t. Weiter heißt es in der Verlautbarung: völlig einmütige Auffassung gehe dahin, Ipii d'e vom Vorss^enden der Rcichstaasfrak- , Abg. Leicht, am 6. Dezember im Reichs­te angekünüiglen politischen und parlamen- krischen Schritte vorbereitet und mit aller Entschlossenheit durchgeführt werden müssen. Die Bayerische Dolkspartei ist entschlossen, vor allem den Kampf gegen das Steuervereinheit- «chungsgesetz durchzuführen, weil es einen Kampf um die staatlichen Lebensrechte der Länder darstelle. Die Partei achte bas Recht ®*s Reichspräsidenten, wie es im Artikel 48 Reichsoerfassung vorgesehen ist; sie verur- kilt aber den Versuch, aus Grund dieses Ar- «kels Dinge in Verordnungen unterzubringen, ®*e nach ihrer Anschauung mit der Reichsver- Mung im Widerspruch stehen und durch keine "vtlage veranlaßt find. Schließlich wird an- Jatünbigt, daß infolge des Ernstes der Lage »kmnächst der Landesausschuß der Partei ein« Kufen werde.

' Amtlich wird mitgeteilt: Der Kabi- Mkk «ettsausschuß für Arbeits- und Preisfra-

doppelten Sold erhalte«, unzufrie« de« sein. Zn Algeciras ist das Stand- recht verhängt worden. Zahlreiche Set» Haftungen wurden vorgenommen.

Das Ministerium des Znnern gab gestern folgende Mitteilun« über die Lage aus: Die Regierung unterhält normale Verbindungen mit den Provinzregierun­gen. Zn St. Sebastian versuchte eine Gruppe von Arbeitern, das Regierungs­gebäude zu stürmen, wobei zwei Gen­darmen getötet und fünf verletzt wurden. Auch mehrere Angreifer würden verletzt. Zn Santander versuchte eine Gruppe von Zivilisten, die Kaserne z« stürmen, der Angriff wurde jedoch von den Truppe» zurügeschlage«, wobei zwei Angreifer ge­tötet wurden. I« mehreren Städten zweite« Ranges versucht« man, de« Generalstreik za organisieren, was jedoch nur teilweise gelang. Die Bewegung hat einen revolutionär-kommunistischen Cha­rakter und wird von bekannten Agita­toren geleitet. Weder das Bo» noch die Arme« schenkten de« trügerischen Angaben und Versprechungen de, Revolutionäre Gehör. Die Ordnung ist in ganz Spanien aufrecht erhalten «np die Regier««« hofft auf die Hilfe der öffenUiche« Meinung, damit sie den unfruchtbare« und bedauer­lichen Machenschaften noch hente ein Ende mache« kann.

Major Franco über di« Ziele des Anfstandes.

Der Vertreter der Agentur Havas in Lissabon hatte mit dem spanischen Flieger­major Franco eine Unterredung. Franco erklärte, die Aufstandsbewegung hatte die Ausrufung der Republik in Spanien zum Ziele denn das Land brauche größere Freiheit und könne nicht länger unter einem Regime leben, das es seit acht Jahren ersticke. Spanien wolle nicht länger von General Verenguer regiert werden. Spanien werde auch seinem König die Einmischung in die öffentlichen Angelegenheiten nicht ver­zeihen. Der Aufstand sei jetzt nur aufge­schoben, denn es handele sich um eine große nationale Bewegung, nicht aber um vereinzelte unbesonnene Handstreiche. Er, Franco, und seine Freunde beabsichtigten, Portugal zu verlassen und in ein anderes Land überzusiedeln, dann würden sie wei­ter sehen. Die künftige Republik Spanien, für die sie kämpften, könnte nur eine bundesstaatliche Republ-ik sein.

Der Korrespondent der Havas-Agentur in Lissabon hat mit dem dort eingetroffe­nen Führer der spanischen Aufständischen General Dellano eine Unterredung ge­habt. Dellano macht den standrechtlich er-

tag zusammen, um eine Reihe laufender Angelegenheiten zu behandeln. Zweifel­los wird auch die Preisfrage dabei zur Sicher ist jedenfalls,

frontkämpferbundes zusammen und stellen seine Fortsetzung bar. Wegen dieser Vorgänge hat die Regierung der Pfalz die beiden Ver­eine als Nachfolgeorganisationen des verbo­tenen Frontkämpferbundes für verboten und aufgelöst erklärt. Zur Vermeidung von Un­ruhen bei der Durchführung dieser Maßnah­men hat der Stadtkommissar alle öffentlichen Versammlungen, Umzüge und ähnliche Veran­staltungen der Kommunisten und der Erwerbs­losen bis auf weiteres verboten. Zur Ver­stärkung der Stadtpolizei bei der Auflösung der Arbeiterwehr ist heute morgen ein grö­ßeres Kommando der Landespolizei mit rund 200 Mann hier eingetroffen. Eine Abteilung der Landespolizei wird auf Weisung der Re­gierung bis zur vollkommenen Sicherstellung von Ruhe und Ordnung hier bleiben.

Dazu kann weiter erklärt werden, daß von den Streifen der Landespolizei, die heute den Kien Vormittag mit Autos durch die Stadt en, in der Hauptsache die Materialien der genannten beiden Organisationen beschlag­nahmt wurden, vor allen Dingen die Gewehre des Arbeiter-Schützenbundes. Auch die Musik- insttumente der kommunistischen Kapellen unterliegen, wie wir vernehmen, der Beschlag­nahme.

Ueber das Ergebnis dieses großen Schlages der Regierung gegen die Vorbereitung des kommunistischen Terrors in Pirmasens werden weitere Nachrichten folgen.

Es entspann sich eine Mutige Schlacht. Schließ­lich mußten noch weiße Polizisten mit auf» gepflanztem Seitengewehr zur Hilfe heran- gezogen werden.

Das italienische Flagzeaggeschwader «ach Cartagena abgeflogea.

fk. R o m, 17. Aug. Das aus 12 Bomben­flugzeugen bestehende italienische Flugzeug- geschwader ist unter Führung des Generals Balbo um 7.45 Uhr in Orbetello nördlich von Rom nach Cartagena in Spanien, dem ersten Ziel des Ueberfeefluges ItalienBrasilien, abgeflogen. Der Abflug wurde am Montqg und Dienstag wegen eines Sturmes über den Balearen verschoben. Das in 4 Gruppen zu je 3 Flugzeugen eingeteilte Geschwader wird zu­nächst von 2 Reserveflugzeugen begleitet, so daß in Orbetello am heutigen Mittwoch früh 14 Flugzeuge unter dem Jubel der Anwesen­den aufgestiegen find.

Die Gesamtsumme der deutsche« Repara­tionszahlungen.

London, 16. Dez. Im Unterhaus wurde erklärt, daß die Gesamtsumme der als Repa­rationen und Besatzungskoften von Deutsch­land an die verbündeten Mächte geleisteten Zahlungen sich am 15. Dezember 1930 auf 19 711 Millionen Goldmark beläuft, d. h. 966 Millionen Pfund Sterling, von denen 571 Millionen Pfund Sterling in Sachlieferungen oder für den Zinsendienst bezahlt worden sind.

Dauerrevolution in Spanien

' Marokkanische Fremdenlegionäre in Algeciras gelandet

e 0 gen trat «m Dienstag nachmittag in der oart Reichskanzlei unter dem Vorsitz des Fell, Reichskanzlers zusammen. Beschlüsse wur- jie s, de« nicht gefaßt. Die Verhandlungen der Werden demnächst fortgesetzt.

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artikel und Arzneimittel. Die Eisen­preise konnten in der Dienstagsitzung noch sticht behandelt werden, weil der gedruckte Gericht des Enqueteausschusses noch nicht »orlag. Die Beratung drehte sich haupt­sächlich um die Preise der Markenartikel. Menn ein Beschluß noch nicht gefaßt wurde, so hat das zweifellos seinen Grund "darin, daß der Ausschuß eine Entscheidung über dieses Gebiet der Preisbildung wenige Tage vor Weihnachten nicht für angebracht hielt. Man kann aber wohl Annehmen, daß die Aktion im Januar Z0H Mrade im Hinblick auf die Marken- ' artitel erneut f.ortgefiihrt wer- mi.T den wird. Die Maßnahmen, die zu einer Senkung der gebundenen Preise ue5 führen können, sind außerdem unter Um- nm tiind n einschneidender Art, und schon des-