Nr. 286
Oberdefiijch« Zeitung, Marburg a. L, Sonnabend, den 6. Dezember 1930
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BersammSANA -er N.G.D.A.M. k
Der grobe Stadtsaal war gestern schon lange vor Beginn der Nationalsozialistischen Versammlung überfüllt. Der Redner, General Litz mann, wurde mit stürmischen Zurufen begrübt. Der 81jährige führte, von lebhaftem Beifall wiederholt unterbrochen, in seiner klaren Rede etwa folgendes aus:
Er habe seit dem Frühjahr dieses Jahres in 97 Versammlungen gesprochen, denn es fet eine selbstverständliche Pflicht für den alten Soldaten, bis zum letzten Augenblick zu kämpfen. Jede Arbeit, die der Stirn und der Faust, adele den Menschen ,und Opferbereitschaft für das Vaterland und die Volksge- I meinschaft machten allein den vornehmen ' Menschen. Die nationalsozialistische Bewe- ; gung kämpfe vor allem gegen die Lüge und für die Wahrheit. Seit 1918 sei das deutsche Volk immer wieder belogen worden. Der Redner erinnerte an die 14 Punkte Wilsons und die Versprechungen der Marxisten. Die Revolution von 1918 sei ein lächerliches und verbrecherisches Unternehmen gewesen, sie habe nichts mit der groben französischen und der englischen Revolution gemein. Auch die Verständigungspolitik, der Dawesplan und die Dounggesetze seien Täuschungen und Enttäuschungen gewesen. Und wie habe man amtlicherseits immer ihre Vorteile gepriesen. „ Wie weit wir gekommen seien, könne man vor allen Dingen an der sterbenden Landwirtschaft im Osten erkennen. Auch die Verfassung der Republik sei eine Lüge, wenn sie nicht eingehalten werde, wenn die Memungs- ' freiheit des Bürgers nur auf dem Papier stünde. Auch gegen ihn, den alten General, habe man ein Verfahren eingeleitet. Aber für ihn werde es keine Schande, sondern eine Ehre lein, für seinen aufrechten Kampf mit Gefängnis bestraft zu werden. Die N. S. kämpfen weiter für die Gerechtigkeit. In Deutschland würden sie offenbar als Bürger 2. Klasse angesehen. Ungerecht sei auch die Steuerverteilung, die die groben Vermögen schütze. Man müsse aber vor allem die wirtschaftlich Schwachen schützen. Der Kampf ginge gegen den Marxismus für den wahren Sozialismus. Der internationale Marxismus wolle die Spaltung des Volkes in Klassen, der wahre Sozialismus erstrebe die Volksgemeinschaft. Es ginge ferner für den deutschen Wehrwillen gegen den Pazifismus. Nur ein Volk, das kämpfen und sich wehren will, sei würdig eines neuen Aufstiegs. Früher sek es eine Ehre gewesen, die Waffen tragen zu dürfen. Dann habe der Händlergeist über den Heldengeist gesiegt. Man müsse doch - schon den erzieherischen Wert der militärischen Ausbildung anerkennen. Deutschland müsse leben im Herzen Europas, und angesichts d.er Abrüstungskomödie in Genf fordere er den entschkossenen Schritt zur Aufrüstung. Die N.- S. verlangen die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht. Man müsse kämpfen gegen die Herrschaft der jüdischen Hochfinanz, i für das Recht jedes Deutschen auf Arbeit und ein menschenwürdiges Dasein. Solange wir 3 Millionen Arbeitslose hätten, könnten wir nicht unseren Feinden Tribute zahlen. Die Tributbank sei heute das wahre Oberhaupt des deutschen Volkes. Die N.-S. betone aber nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht zur Ardeit. Sie trete ein für die Erhaltung der christlichen Religion. Es sei bezeichnend, datz gegen die Einführung der christlichen Schulgebete durch Minister Frick gerade Herr Wirth eingetreten sei. Das sei ine Frucht der jahrzehntelangen Zusammenarbeit von Sozialdemokratie. und Zentrum. Diese Ziele der Nationalsozialisten seien gut und groß. Manche Schlacht im Weltkriege habe bewiesen, dah auch das Unwahrscheinliche erreicht werden kann, wenn der Wille zum Siege eisern und der Geist der Kämpfenden gut ist. So werde es auch den N.-S. ge- lingen, wenn sie gute Soldaten blieben, so tapfer und opferbereit wie die des Weltkrieges. zum Ziele zu kommen. Wenn jeder, auch die jungen Studenten, seine Schuldigkeit tue, dann werde es mit Deutschland wieder l vorwärts gehen. Die Rede wurde mit stür- Mischern Beifall aufgenommen.
/ Dann sprach Herr Rechtsanwalt Dr. [ Freister, der botente, der Jugend müsse l nach solch einem Bekenntnis eines alten Heer- I führers das Gewissen schlagen. Gerade diese ! alten Soldaten hätten auch nach dem Kriege . die gerade Linie nie verlassen. Es sei die Schuld der neuen Genercttion, wenn sie irre geworden sei und sich alles habe gefallen lassen. Die neue Generation müsse wieder lernen. wehrhaft zu sein. Zuchtlosigkeit und Unmoral sei der Boden für die guten Geschäfte derjenigen, die seit 1918 zur Macht gekommen seien. Es sei ja auch bequem, Proletarier bleiben und sich in Schlotzmöbeln rekeln zu können. Das könnte den Herren so gefallen. Aber die anderen, die das bezahlen mühten, deren Existenz vernichtet würde, die zum Siechtum verurteilt wären, denen könne es nicht gefallen. Es müsse zunächst einmal, wie auf einem sauberen Hofe, der Mist beifeite geschafft werden. Wenn Deutschland auch arm sei, so könne es wieder die saubere Heimat der Deutschen werden. Jeder müsse seine Pflicht dabei tun, müsse bei sich selbst anfangen, denn Deutsch
tum und Pflichterfüllung seien eins. So müsse man den Tag des Gerichtes vorbe- leiten, um den Staat der deutschen Arbeit wieder aufbauen zu können. Europa und die Welt müssen merken, dah der Deutsche selbst wieder die Hand an das Steuer lege. Die Freiheit werde aber nicht verschenkt. Die amtliche Erfüllungspolitik sei dasselbe, als wenn ein Nichtschwimmer in das Wasser springe, um zu beweisen, dah er nicht schwimmen könne. Solche Politik sei wansmnig. Die deutsche Jugend wolle lieber im Kampf für dje Freiheit sterben als unter den Lasten einer unsinnigen Erfüllungspolttik zusammen- brechen. Wenn angesichts eines so ent
schlossenen Willens nur Gegenfragen wegen einer Zinsverbilligung und dergleichen gestellt würden, dann beweise das nur, dah die Nutznießer solchen Systems um ihren Profit bangten. Sie sollten lieber fragen, wie das Volk überhaupt leben könne. Der Weg zur Freihett führe nur über das Opfer jedes Einzelnen. Wie der alte Heerführer es im Weltkriege bewiesen habe, so müsse auch jeder Nattonalsozialist den Widerstand fortsetzen bis zum Letzten.
„Und setzet Ihr nicht das Leben em, Nie wird Euch das Leben gewonnen sein!"
S.
WtW SÄlldtMlm auf dem Hchrölker Gleichen
Wohnbaracke und Baubüro des Neubaues der Lungenheilstätte niedergebrannt.
Heute nacht gegen 2 Uhr wurde die Motorspritze alarmiert. Zn der Wohnbaracke nebst Baubüro des Neubaues der Lungenheilstätte auf dem Schröcker Gleichen war Feuex ausgebrochen, das in dem Holzmaterial reiche Nahrung fand. Die schlafenden Arbeiter konnten sich «och rechtzeitig in Sicherheit bringen. Bon den Baracken war nichts mehr zu retten. Sie wurden mit sämtlichem Znventar,' den darin «ntergestellten Geräten und den Bauplänen ein Raub der Flammen. Die Ursache des Brandes ist angeblich in einem Kurzschluß der elektrischen Lichtleitung zu suchen.
Bon n—18 M
find die Geschäfte geöffnet .
Jeder will etwas schenken zum Weihnachtsfest und sei es nur eine Kleinigkeit, die man seinen Lieben unter den Lichterbaum legt. Aber leider besteht meist die Unsitte, datz alles in letzter Minute gekauft wird, trotzdem der Käufer verlangt, datz er schnell und wunschgemäß bedient wird. Man sollte sich aber zur goldenen Regel machen, alle Einkäufe rechtzeitig zu erledigen, denn einerseits fährt man s e l b st dabei am besten, andererseits erweist man dem Kaufmann damit den größten Gefallen. Bekanntlich sind bereits morgen, am Kupfernen Sonntag, die Geschäfte von 13—18 Uhr geöffnet und am Käufer liegt es, diese Zeit für sich zu nützen.
Sie Wetterlage
Es wird mit Schneefällen gerechnet.
Die Frostwetterlage der letzten Tage hat fortgebauert: und in den beiden letzten Rächten sanken bei uns die Temperaturen auf 7 und 8 Grad unter Null, während die Tagestemperaturen nur 4 Grad über den Nullpunkt stiegen. Frankfurt hatte in der letzten Nacht dagegen nur ein Minimum von 3,1 Grad und Hamburg 3,4 Grad. Auf den höheren Bergen smd die Temperaturen höher: Z. B. meldet der Kahle Asten gestern morgen 5 Grad Wärme, der Jnselsberg 2 Grad, die Wasserkuppe in der Rhön 1,5 Grad Wärme. Unsere Temperatur entspricht derjenigen der Zugspitze. Die Ursache zu diesen Erscheinungen ist das Absinken der Lust in dem sich nach Südosteuropa zurück- ziehenden Hoch, wobei die Luftmassen dynamisch erwärmt werde«. Allgemein ist.in Deutschland der Frost noch nicht sehr stark, well keine Schneedecke vorhanden ist, welche ihn im anderen Falle sehr verstärken würde. Die Nullgrad-Jsotherme verläuft zur Zett längs der deutschen Meeresküsten bis nach Westfrankreich. Die ozeanischen Tiefs greifen jetzt das unter Wetter beherrschende Hoch von Südwesten und Nordwesten her an, so datz es nach und nach im Westen zerfMt, mo* durch zwar noch heute die settherige Wtt- terung anhält, aber bis zum Sonntag hin mit emtretenber Bewölkung und Schneefällen bei steigender Temperatur gerechnet werden kann. Doch wird der Schnee später in Regen übergehen, da die westliche Wind- ftrömung die Oberhand gewinnen wird.
*I ft 8en Arbeitslose nk Das in dem gestrigen Aufrufe von Herrn Superintendent Landau angeführte „Kirchl. Wohlfahrts-Amt" befindet sich im Büro des Evgl. Jugend^ und Wohlfahrtsdienstes im „Phi- lippshauf e".
* Museum. Am morgigen Sonntag wird eine neue Gemäldeausstellung erstmalig gezeigt: Felixmüller, Lenz, Overbeck, Thomas und Wigand.
* Weihnachtsmesse des Deutsch- Evangelischen Frauenbundes. Auch in diesem Jahr hat die Messe sehr guten Erfolg gehabt, wenn auch nicht jedes Stück der vielen schönen und wertvollen Handarbeiten verkauft werden konnte. Manche schwere Sorge wurde aus dem Weg geräumt, die drohend vor denen stand, die alles verloren haben und ch tapfer mühen, unter der Last des von Tag zu Tag Lebenmüssens nicht zusammenzubrechen. Allerherzlichsten Dank gebührt den Damen, die durch die Verkaufstage hindurch — manche von ihnen von früh bis spät — den Verkauf leiteten. Denn die ganze Arbeit ^schah selbstverständlich ehrenamtlich; und da die Ortsgruppe den Raum ihrer Bücherei zur Verfügung gestellt hatte, gab es auch keinerlei Unkosten, so daß das einkom- m'vde Geld ohne jeden Abzug ausge- zahlt werden konnte. E. Gr.
' • Kolisch-Quartett. Wir weisen nochmals darauf hin, daß das zwtzite Abonnementskonzett des Marburger Konzert- vereius morgen, Sonntagvormittag pünktlich 11.30 Uhr im Capitol stattfindet und alle Besucher um möglichst zeitiges Erscheinen gebeten werden.
'• Unterhaltungsabend' in den Stadtsälen. Man schreibt uns: Das Programm des morgen abend in den Stadtsälen stattfindenden Unterhaltungsabends ist geschmackvoll zusammengestellt. Frl. Amely Hill8er aus Bayreuth ist uns als temperamentvolle Sängerin vom letzten Reichswehrkonzert her bereits bekannt. Auch die übrigen Mitwirk. nden Herr Karl Kötschau, Wiesbaden und Frl. Gretel Godlewskys Wien versprechen uns aus einige Stunden durch ihre Kunst die Sorgen des Alltags vergessen zu lassen.
* Operetten-Eastspiel. Wir machen nochmals auf das am Montag, dem 8. Dezember ftattfinbenbe Gastspiel der Vereinigten Operetten-Bühnen Bochum-Hamborn aufmerksam. Schon nach Bekanntgabe des Gastspiels hat der Vorverkauf äußerst stark eingesetzt. Zur Aufführung kommt, wie schon bereits erwähnt. die reizende Operette „Der Detter aus Dingsda". Diese Operette hatte bei ihrer kürzlichen Aufführung im Stadtheater Hamborn und auch in anderen Städten wieder einen ungewöhnlichen Erfolg und dürste fich dieser auch in Marburg wiederholen.
• Nationalsozialistischer Deutsch« r Studentenbund. Am Mon« tag, 8. Dezember, abends 8.30 Uhr, findet in den Steinwegsälen eine Versammlung statt, in der Rechtsanwalt Dr. R o - -land Freisler-Kassel, Mitglied des ' Komnmnallandtages und Geschäftsführer des Ratt-Soz. Iuristenbundes in Preichen über das Thema „Sie Aeberwindung des Marxismus und des Liberalismus durch de« Nationalsozialismus" spricht. Bei dem allgemeinen Erfolg, den der Redner in der gestrigen Litzmann-Versanmillmg für sich buchen konnte, sieht man den Ausführungen mit Interesse entgegen.
Tagermyelser.
Sonnabend, 6. Dezember.
Vergnügungs-Anzeiger.
EafS^DarkeeS, Reitgasse: Ab 16«. 20 Ähr: Konzert.
Ease Detter, Rettgasse: 20 Uhr: Konzert. Schloß-Gase, Marburg: 20 Xöyt: Großer Rikolausball. <
Schützenhof, Wehrdaer Weg: Ab 20 Ahr: Stimmungskonzert.
Hotel Daub, Frankfurter Str.: Ab 20 Ahr: Künstler-Konzert.
Eapitvl, Biegensttaße: 16.30 u. 20.15 Ahr: „Liebling der Götter".
Kamera, Kasernenstt.: 17 und 20.15 Uhr: „Unter den Dächern von Pans".
Lichtspiele, Dahnhofstt.: 15.30, 18 und 20.15 Ahr: „Meine Schwester und ich" und „Weib in der Wüste".
Cafe-Restaurant Sternebach, Gisselberger Sttatze: 20.30 Uhr: Künstler- und Stirn- mungskonzert.
Stadttcller: Ad 20.30 Uhr: Künstlerkonzert Versammlungen, Vorträge «sw.
Krieger- und Landwehrverein: 20.30 Uhr im Haus Frcidhof: Monatsversammlung.
. Auswärtige Veranstaltungen.
Dreihaufen: Vrieftaubenzuchtverein „Lust- bote", 14 Uhr, im Saale des Gastwirts Wenzel: Vrieftauben-Sicgerschau.
Sonntag, den 7. Dezember.
Marburger Konzrrtverein: 11.30 Uhr im Capitol, Diegenstrahe: Kolifch-Streich- Quartett.
Schloß-Cafe, Marburg: Ab 16 Uhr: Konzert; ab 20 Uhr: Tanz.
Capitol, Diegenstrahe: 15.30, 17.30 und 20.15 Ahr: „Liebling der Götter".
Kamera, Kasernenstr.: Ao 15.30, 17.30 und 20.15 Ahr: „Der Greifer".
Lichtspiele, Bahnhofstr.: 14.30, 16.30, 18.30 und 20.30 Uhr: „Meine Schwester und ich" und „Weib in der Wüste".
Cafe Markees, Reitgasse: Ab 16 u. 20 Ahr: Konzert.
Cafe Vetter, Reitgasse: Ab 16 und 20 Ahr: Konzert.
Cafe-Restaurant Steinebach, Gisselberger Sttaße: Ab 16 Uhr: Künstler- und Sttmmungskonzert.
Schützenhof, Wehrdaer Weg: Ab 16 und 20 Uhr: Künstler- und StimmungS- Konzert.
Gasthaus zur Stadt Straßburg: 19.30 Ahr: Tanzabend.
Hotel-Restaurant Daub, Frankfurter Str.: Ab 20 Ahr: Künstlerkonzert.
Stadtkeller: 20 Ahr: Künstlerkonzert.
Stadtsäle: 20.15 Ahr: Gesellschafts-Tanzabend.
Versammlungen, Vorträge «s«.
Steinwegsäle: 9—20 Ahr: Kanarien-Aus-, stellung mit Verlosung.
Kunsthistorisches Museum der Universität: .11—13 Ahr: Gemälde-Ausstellung.
Unfall-, Invaliden-, Witwen- und Für- sorgeunterstützungSempfänger von Mar- burg und Amgegend: 14 Ahr in der Gastwirtschaft Fronhof: Versammlung; ecr Dorttag „Der Kampf gegen den tenabbau“.
Vereinigung ehern. 83er: 15 Ahr, Alte Post: außerordentliche Generaldersamm-. lung.
Auswärtige Veranstaltungen.
Dreihausen: Dneftaubenzuchtverein „Lust- bote", 14 Ahr, im Saale des Gastwirts Menge!: Driestauben-Siegerschau.
Wehrda: Wännergesangverein 19 Ahr int Rudolffschen Saal: Konzert und Tanz.
Mrnttag, den 8. Dezember.
Capitol, Diegenstraße: Ab 16.30 Ahr: „Liebling der Götter".
Kamera, Kasernensttaße: Ab 15 Ahr: ^Der Greiser".
Lichtspiele, Dahnhofstr.: 15.30 und 18 Ahr:. „Meine Schwester und ich" und „Weib bi der Wüste".
gegen Husten, Heiserkeit
Letzte MMMmeldlmgen
r. Frankfurt, 6. Dez. Die Tendenz an der Börse ist zum Wochen schlich sehr zurückhaltend. Das Inlandsangebot ist eher schwächer. Die Auslandbörsen verkehren m lustloser Haltung. 2n Frankfutt herrscht infolge der heutigen Abstimmung rm Reichstag starke Zurückhaltung ;bas Geschäft ist nahuzu zum Stocken gekommen. Da auch kaum Aufträge vorhanden sind, und zede Anregung fehlt, bleibt das Geschäft auch im weiteren Verlaufe stlll. Die Erund- stimmung bleibt nach wie vor widerstandsfähig. Farbenindustrie konnte 1 Prozent anziehen, während Siemens und der Mehrzahl der Bankattien 1 Prozent nachgaben.
r. Berlin. 6. Dtz. Am Produktenmarkt lind die Auslandsoffetten nachgebend. Das Inlandsangebot ist nach wie vor Nein. Am Effettenmartt ist das Geschäft sehr gering. Die Lieferungspreise für Weizen und Roggen sind 1 Mark unter gestrigem Schluß gesprochen. Safer und Gerste unverändert. Kleie weiter fest. Kattoffelffocken haben etwas Geschäft zu unveränderten Preisen.
Schöne Weihnachtsgeschenke
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Wettergasse 30 Bahnhofstraße 9
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