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Dir .Obridrssisch« Sdtintfl' *. scheint srchsmat wöchentlich. Be­zugspreis monatlich 2.20GM^r»S- schließl. Zustellnngsgebühr. durch die Post 2.45 GM. Für etwa durch Streik, Maschtnendefekt »der ele­mentar« Sreigutffe «««fallend« «Ketrnnent wird kein Ersatz ge­leistet. Verlag, Dr. §. Hitzrroth, Druck der Uutv-Vnchdruckeret Job. Slug. Roch, Markt 21/23. Fernsprecher: Sir. 54 uud Sir. 56. Postscheckkonto: Amt Frankfurt a. M. Sir. 5016. Sprechzeit der Redaktion ton 1011 uud *411 Uhr.

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Anzeiger für (bas frühere kurhessischej Oberhessen

St. 279 65. Jahrs.

Marburg a. Lahn

Der Anzeigenpreis betragt für »en 11 gespalt. Z-ilenmilltmeter 0.08 ®9R-, sog. klein« Anzeigen und Familienanzetgen bei Barzahlung 0.07 GM amtlich« und aus­wärtig« Anzeigen 0.10 GM. Bei schwierigem Satz sowie bet Platz­torschrist 60*1. Aufschlag. - Saoouelan,eigen (00*1. Auf­schlag. Reklanl.-Millim. 0.40 GM. Jeder Rabatt gllt als Barradatt

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Anzeiger der amtliche« Bekanntmachungen für Stadt uud Kreis Marburg.

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Der jetzige Konventionsentivurf hat mit Abrüstung, soweit es sich um die Landstreitkräfte handelt, nichts mehr gemeinsam als die Ueberschrift.

Eäbe unsere Kommission sich von. diesem kläglichen Ende ihrer fünfjährigen Arbeit Rechenschaft, dann würde sie nicht auch noch durch den Artikel Ea dieses jetzt entstehende C ch e i n w e r k den früheren Verträgen gegenüberstellen. Nimmt die Majorität den Artikel an, so werden da­durch freilich nur die Staaten betroffen, die einen solchen Konventionsentwurf un­terzeichnen wollen. Ich jedenfalls gehöre nicht zu ihnen. Im Gegenteil, ich werde die Gelegenheit des Artikels Ea benutzen, um gegen den Konventionsentwurf in seiner Totalität zu stimmen.

Vielleicht gibt es Delegierte in unserer Kommission, die in dem Glaube« leben. Aan könne meiner Regierung einen Ver­trag zur Mitzeichnung anbieteu. der. statt kine wirkliche Abrüstung zu bringe«, de» wirklichen Rüftungsstand zu Lande ' ver­schleiert oder gar seine Erhöhung gestattet »ud der für wich gleichzeitig eine Er- »euerung der deutsche« Unterschrift unter

Oppeln, 27. Noo. Reichsinnenminister Dr. Wirth weilte am Donnerstagabend in Begleitung des Vertreters der preußischen Staatsregierung, Staatssekretär Dr. A b e g g, in Oppeln, um die durch die bekannten Vor­gänge in Oberschlesien geschaffene Lage zu besprechen. Hierbei nahm der Minister mit sämtlichen Parteien und Verbänden, mit Aus­nahme der Kommunisten, Fühlung.

Reichsinnenminister Dr. Wirth legte die Auffassung des Reichskabinetts dar und wies insbesondere auf den bedeut­samen Schritt der Reichsregierung beim Völkerbundsrat hin. Unter gar keinen Umständen dürfe bei der ober­schlesischen Bevölkerung der Gedanke entstehen, daß das oberschlesische Land schutzlos dastehe. Die heutige Zusammenkunft beweise, daß das oberscklesisHe Volk einmütig zusammenstehe. Der Minister gab seiner besonderen Freude darüber Ausdruck, daß trotz aller begreif­lichen Erregung das oberschtesische Volk so musterhaft Disziplin und Ruhe bewahrt habe und vor allem die Rechte der polnischen Minderheit auf deutschem Ge­biete nicht im geringsten angetastet habe. Der Reichsinnenmim'ster erllärte, er nehme die lleberzeugung mit. daß die oberschlesische Bevölkerung auch weiter besonnen und klug

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Ein gefährlicher Antrag in Genf angenommen - Aentjchlanö gegen ein zweites Diktat

Agenten ein, zu denen er als Verbin­dungsmann Ramsins diente.

Nach ihm machte Sitnin, der in dem amtlichen Prozetzbericht als der ideolo­gische Organisator der Schädlings­arbeit bezeichnet wird, seine Aussagen. Er sei bestrebt gewesen ein neues Wirt- schastsprogramm zu schaffen das von vornherein unerreichbare Ziffer« enthal­ten sollte, um der Regierung ihre Un­fähigkeit zu beweisen.

3« seine« Verhandlungen mit eng­lischen Firmen habe er einhalb vom Hundert Provision erhalte«. Die gleiche Vereinbar««» habe er soda«« auch i« Amerika getroffen.

Sitnin gab zu, auf diese Weise 100 000 Rubel verdient zu haben. Auf seinem Rückwege aus Amerika habe er in Paris die Mitteilung von dem bevorstehenden Interventionskrieg erhalten. Die Ver­handlung wurde sodann auf Freitag ver­tagt.

die Politik der Reichsregierung unterstützen wird.

Staatssekretär Dr. A b e g g legte dar, daß Ruhe, Sicherheit und Ordnung in der Pro­vinz unter allen Umständen gewährleistet seien. 3n der Aussprache wurden die Schritte der Reichsregierung begrüßt. Man war sich auch die Bedeutung dieser Maßnahmen be­wußt. die geeignet sird, die oberschlesische Be­völkerung zu beruhigen. Man war sich auch darüber llar, daß es nunmehr Aufgabe der Bevölkerung sei. Unbesonnenheiten zu vermei­den, die nur geeignet sein könnten, die von der Regierung eingeschlagen« Politik zu zer­stören. *

Reue polnische Ausschreitungen.

Warschau, 27. Noo. In das Deutsche Heim in Thorn drangen gestern gegen >46 Uhr abends drei Polen ein, und über­fielen drei dort sitzende Deutsche. Einer der Gäste wurde niedergeschlagen und verletzt, während die beiden anderen sich zur Wehr setzten. Unterdesien drangen von der Sttaße weitere Polen in das Lokal und d e m o l i e r- ten die Inneneinrichtung: Stühle. Tische und Kronleuchter. Die Polizei machte dem wüsten Treiben ein Ende und verhaftete eine Person. /

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(7563 , stärkt mich nur darin, wie berechtigt dies

Z« den Berliner Meldungen über das Fehlen von Nachrichten von der Grö«. landexpeditton Professor Wegeners fett fast Mer 'Monaten bringt die Kopenhage- ner Presse beruhigende Aeuherungen des Direktors derGrönländischen Verwal» tung- (Grönlands Styrelse), Dau­gaard-Jensen. Dieser meint, für Leute, die über Grönland Bescheid wüßten, sei es etwas ganz Natürliches, daß man monatelang nichts von einer Expedition höre. Die Verhältnisse auf Grönland seien gewiß streng, aber Prof. Wegener kenne sr'e von früher her und sei ein ungeheuer ruhiger und besonnener Mann, der wisse, was er tue. Auf Toll­kühnheiten werde er sich nicht einlassen, und wenn er es für richtig gehalten habe, mit Dr. Vvewe und vier Grönländern wei­terzugehen, so habe er sicherlich recht gehabt. Am den 10. September herum habe er, Direttor Daugaard-Jensen, Pro­fessor Wegener in Amanak getroffen. Da­mals habe dieser seinen Zug über das In­landeis vorbereitet, und da habe er da­von gesprochen, daß er mit einer Tem­peratur von 50 Grad Kälte rechne.

Die Versuche der Franzosen, in Elsaß alle amttichen Schriftstücke und 'Bekannt­machungen ausschließlich in ftanzösischer Sprache zu veröffentlichen (man kann nie wisse«, wofür das gut ist!), sind trotz größ­ter Hartnäckigkeit gescheitett. Ein großer Teil der elsässischen Bevölkerung dentt gar nicht daran, sich neben der deutschen Muttersprache noch eine andere, fremde Sprache aufzwingen zu lassen, nur weil es den regierenden Herren inStrasbourg und in Pans so paßt. Man hat sich also bei der Elsaß-Regierung endlich dazu be­quemen müssen, die übrigens vertrag­lich zugesicherte Zweisprachigkeit im Verkehr mit der Bevölkerung Elsaß- Lothnngens einzuführen. Anstatt aber de« nächsten besten Lehrer zu verpflich­ten, die französisch abgefaßten Texte in ein reines und klares Deutsch zu übertragen, hat man diese Arbeit einem besonders be­gabte« Beamten im Straßburger Negierungsgebäude zugewiesen, der sich nunmehr ebenso erfolglos wie eifrig be­müht, eine völlige neueelsässische Na­tionalsprache zu erfinden. Das sieht so aus:

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Nus den Ausführungen, die Reichs- bankpräsident Dr. Luther vor Vertre­ter« der Presse über die Nolle der Reichsbank in der gegenwärtigen Krise machte, verdienen seine Aeuße- rungen über den Zusammenhang und die Wechselwirkung von Politik und Wirtschaft besonderes Interesse. Dr. Luther leugnet natürlich nicht, daß die Weltwirtschafts­krise, deren AuKvittungen jetzt auch schwer auf der deutschen Wirtschaft liegen, rein wirtschaftliche Ursachen habe, aber für ihr« Verschärfung seit der Mitte des Iah- res macht er in hohem Maße politische Ereignisse verantwortlich, so die Revolutionen in Südamettka, die Ereig­nisse in China und Indien und auch die Spannungen in Europa. Für die beson­dere deutsche Krise, unter der wir jetzt leiden, schiebt er die Hauptverantwortung der Reichstagswahl vom 14. September und> der ihr folgenden pvlittschen Beun­ruhigung zu. Bemerkenswett waren auch die Mitteilungen, die Dr. Luther über de« Umfang der vielbeklagten Kapital­flucht im Zusammenhang mit der letzten politischen Krise machte. Er schätzt das Maß der Kapitalflucht auf ein Viertel bis Nächstens ein Dttttel des Gold- und De­visenverlustes. den die Reichsbank im Sep­tember und Oktober erlitt, d. h. auf 250 bis 330 Millionen AM. Allerdings ist er überzeugt, daß diese Beträge, falls sich die Verhältnisse in Deutschland wie­der konsolidieren, ebenso schnell wieder ins Land zurückkehren werden wie seiner­zeit nach dem Abschluß der Inflation.

Iee Vertrages bedeute« würde. Ich mutz Sie Sitte«, ei«er solche« Illusion endgültig zu entsage«.

Was das Amendement betrifft, das die französische Delegation vorgelegt' hat, so möchte ich erklären, daß die Voraussetzun­gen, unter denen die deutsche Regierung den allgemeinen Abrüstungsvettrag als eine verttagsmäßige Gegenleistung aner­kennen kann, allgemein bekannt find. Seit Jahr und Tag sind diese Voraussetzungen von den amtlichen Vertretern Deutsch­lands bei jeder sich bietende« Gelegenheit ausgesprochen worden. Unser Standpunkt ist, daß Deutschland einen ersten Ab­rüstungsvertrag nur dann als solchen an­erkennen kann, wenn er eine ge­rechte, der Sicherheit aller StaatentragendeLösung bringt. Diese Auffassung hat erst vor wenigen Wochen der Reichsautzenminister Dr. C u r t i u s hier in Genf wiederholt. Ich | selbst habe mich stets im gleichen Sinne |

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fk. Kowno, 28. Noo. Aus Moskau meldet die Telegraphen-Agentur der Sowjet-Union ergänzend, daß nach der Vernehmung Fedatows in den späten Nachtstunden noch Otschkin und Sit­nin ihre Aussagen machten.

Otschkin, ein ehemaliger leitender An­gestellter des wärme-technischen Instituts erllätte, als ob er sein eigener Ankläger wäre, daß die Angeklagten jede Schwie­rigkeit im Wirtschaftsleben des Landes ausgenutzt hätten, um der Sowjettegierung zu beweisen, daß sie nicht in der Sage sei, ihr« Ausgaben zu bewältigen. Seine Arbeit habe sich insbesondere darauf gerichtet, einen Zu­sammenbruch im Donezgebiet herbeizuführen. Er ging sodann auf seine Verbindungen mtt den ausländischen

gab folgende Erklärung ab: Der Artikel Ea nimmt Bezug auf die Verträge von Washington und London. Znso- .»eit habe ich dazu keine Bemerkung zu »en- machen. Andererseits handelt es sich um üen ^ie Friedensverträge, durch die man uns gegenüber gewisse wochlbe- > Hkannte Verpflichtungen einge- gange« ist. Der Kommission ist bekannt, daß ich mir schon im Jahre 1927 bei diesem Artikel eine allgemeine Reserve auferlegt habe. Inzwischen bin ich im Frühjahr 1929 wegen der Unterdrückung unentbehr­licher Elemente in dem Abrüstungskonven­tionsentwurf genötigt gewesen, mich in faller Form von dem Programm der Ma­jorität der Kommission loszusagen. Der Verlauf unserer diesmaligen Tagung be-

Genf, 27. November. Im Dorberei- tenben Abrüstungsausschuß begann heute ; Vormittag die Aussprache übet den in erster Lesung angenommenen Artikel, wo­nach die Abrüstungskonvention nicht die L früheren Entscheidungen berühre, durch die gewisse vertragschließende Staaten eine Begrenzung ihrer Land-, Flotten- und p Luftrüstungen angenommen haben. Zu diesem Aittrag lag ein französischer Zusatz- _ antrag vor, der den in erster Lesung ange- r- nommenen Artikel noch verschärft und da- ; von spricht, daß die Aufrechterhal- : tung der früheren Verträge die I Vorbedingungen für das Znkraftbleiben ? der Konvention bilde. Zu Beginn der , heutigen Sitzung wurde der Anttag ge- | stellt, den betreffenden Artikel mit dem vorliegenden Zusatzantrag an einen Unter- | ausschuß zu verweisen. Graf V e rn st o r f f erhob gegen dieses Verfahre« sofort Ein- r spruch und erklärte, es handele sich hier nicht um eine technische Frage, sondern um eine Frage von außerordentlich großer po­litischer Bedeutung. Die lleberweisung an einen technischen Unterausschuß, der in ge­heimer Sitzung tage, müsse den Eindruck erwecken, daß der Ausschuß Furcht habe, diese Frage in öffentlicher Sitzung zu dis­kutieren.

Der französische Vertreter Massigst er­widerte ziemlich gereizt, daß er an sich für die Ueberweisung an einen Unterausschuß sei. wenn aber Graf Bernstorff eine öffent­liche Behandlung wünsche, so habe er kei­nen Anlaß, sich dem zu widersetzen. Der Ausschuß beschloß darauf die Lesung in öffentlicher Sitzung.

Graf Bernstorfs

die Abrüstungsbeftinnnungen des Versall- I ausgesprochen. Deutschland wird die Ab- ' - rüstungskonvention danach beurteilen, ob

sie als Gegenleistung für die deutsche Ab­rüstung endlich dm Grundsatz paritätischer Sicherheit verwirklicht; der Entwurf, den Sie in den letztm fünf ausgearbeitet haben, tut das nicht.

An die Erklärung des Grafen Bernstvrff knüpfte sich eine längere bewegte Aussprache, in der Lord Cecil-Eng­land und Massigli-Frankreich sich gegen die deutsche Auffassung wandten, während ihr de Marinis-Jtalien im wesentlichen zustimmte. Bei der Abstimmung wurde der Anttag den Artikel Ea mit dem vor- liegendm Zusatzantrag zu streichen und die ganze Frage bis zur Abrüstungskon­ferenz offen zu lasten, gegen die Stimmen Deutschlands, Rußlands, Italiens, der Türkei und Bulgariens ab gelehnt. Die Formulierung des betreffenben Ar­tikels unter Berücksichtigung des französi­schen Zusatzanttages und eines ähnlichen Anttages Lord Cecils wurden einem Re­daktionskomitee überwiesen.

Reichsimienminister Nr. Wirth in Oppeln