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Familienanzeigen bei Barzahlung
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fk. London, 18. Nov.
fihel im „Daily Expreß" i •ini die Ansicht aus, daß
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Well — Deutschland nehmen an diese Pilsudskifarce glau- die Zahlen, die nachweisen
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Offert«»-GebOhr: 25 Pfg Belege werden berechnet. Erfüllungsort Marburg.
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Gehaltskürzung schon am 1. Februar
Ermäßigung des Tabakzolls - Hochbetrieb im Reichsrat
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Anzeiger für (das frühere kurhessische) Oberhesfen
Anzeiger der amtlichen Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg.
0.07 EM, amtliche und «n«- wärttgr Anzeige» 0.10 SM. Bei schwierigem Satz sowie bei Platz- dorschrift 60*1. Aufschlag — Sannuelanzeige» 100*1« Aufschlag. Reklam.-Millim. 0.40 SM. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt
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©te .Sberhesffsche Zeitung' er- scheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich 2L0SM.a»s- schließl. Zustellungsgebühr, durch Post 2.45 GM. Für etwa durch Streik, Maschinendefekt oder elementare Ereignisse ausfallende Nummern wird kein Ersatz geleistet. Verlag, Dr. S Hitzeroch, ©eu<k der Unib-Duchdrucherei Z»h. Ang. Hoch, Markt 21/23. Fernsprecher: Sir. 54 und Rr.55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt «. M. Nr. 5015. — Sprech,ett Oct Redaktion von 10—11 w* ‘7,1—1 Uhr.
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3. Mörser und Minenwerfer über 15 cm Kaliber,
4. fegliche SIrten von Tanks.
Ferner sollen sich die Mächte verpflichten, das gesamte Kriegsmaterial sowie die einzelnen Teile der genannten Waffen zu vernichten und dem Generalsekretär des Völkerbundes in einer bestimmten Frist nach dem Inkraf treten des Abkommens die Zahl der vernichteten Geschütze und übrigen angegebenen Waffen mitzuteilen. Ferner soll nach dem deutschen Antrag die Herstellung und die Einfuhr des für diese Kriegswaffen in Frage kommenden Kriegsmaterial» verboten werden.
fl. Paris, 18. Nov. Der ehemalige Thef des französischen Generalstabs, tzeneral Debeney, ein Günstling Llemencaus, hat am Montag in öffentlicher Versammlung im Sitzungssaal des Tasiationshofes seine erste politische Rede gehalten, die allerdings nicht zu seinem Ruhme ausfiel.
sieht folgende Verbote vor:
1. Außerhalb von Festungen und festigten Plätzen Geschütze über 7,7 Kaliber und Mörser über 10,5 cm,
2. innerhalb von Festungen und festigten Plätzen Geschütze über 15 und Mörser über 21 cm,
möchten, daß die Deutschen, die Ukrainer, die Weißrussen und die Juden in Polen plötzlich zu Dreidiertel begeisterte Anhänger des lOOProzentigen Polentums geworden sind? An das große Glück Pil- sudskiS, innerhalb einiger Jahr« aus einer Masse verschiedenster Rassen, Volkskulturen und heterogenster Weltanschauungen ein Ganzes mit echt polnischem Firnis geschmolzen zu haben? Kaum anzunehmen. Wenigstens insoweit, als es sich um Menschen, Gruppen und Völker handelt, die die Dinge ganz sachlich bewerten und aus
Pilsudskis großer Wahlerfolg bei den polnischen Wahlen ist ein Sieg gegen die Volksmeinung. Denn was sich hier als Folge eines Wahlgangs ergibt, ist nicht die Bekundung eines ehrlichen und nur aus unbeeinflußten Erkenntnissen sich ergebenden Vvllswillens, sondern das Produkt eines Zwangs und eines Terrors, der sich alt der Mittel bediente, die eine angeblich auch in Polen geltende Verfassung in Acht und Bann getan hat. Mit Hilfe der Behörden und der dem Pilsudski-Dlock treu ergebenen Organisationen hat der polnische Diktator diesem Wahlkampf ein System aufgezwungen, das nur äußerlich noch etwas mit den dem polnischen Volk gegebenen Selbstbesttmmungs- rechten zu tun hat. Man hat den Schein gewahrt und mit dieser Politik des „als ob" das durchzusetzen verstanden, was man sicherlich auch bequemer mit einem Federstrich oder durch eine Verfügung auf diktatorischem Wege hätte erreichen können. Immerhin, etwas Wertvolles haben die Wahlen in Polen der Weltöffentlichkeit doch gezeigt, nämlich die Tatsache, daß der Parlamentarismus, die Demokratie und die durch Verfassung gegebene Struktur des Landes nicht mehr vorhanden sind. Pilsudski ist Sieger, nicht Wahlsieger, sondern eben der Herr der Lage, well hinter ihm die Macht steht und er entschlossen ist, diese Macht als den einzig geltenden Faktor des polittschen Lebens Polens walten zu lassen.
Dieser Diktaturstreich Pilsudskis — anders kann man die polnische Wahlkomödie nicht nennen — zeigt allerdings einige Schönhe itsfehler. Die Pil- sudski-Regierung hat sich zwar im neuen Sejm eine unbedingte Mehrheit gesichert, aber doch nicht die Zweidrittelmehrheit die notwendig wäre, um die Verfassung, wenn es nach dem Gesetz gehen sollte, auf parlamentarischem Wege zu ändern oder zu reformieren. Aber was besagt ein solcher Schönheitsfehler gegenüber dem neuen System, dessen sich Polens Diktator jetzt zu bedienen beliebt? Welches Schwergewicht trägt eine Verfassung, wenn die berufenen Hüter dieser Verfassung sich von chrem Geiste abwenden und nur das als bestimmend und gestaltend für die polittschen Dinge anerkennen, was Bajonette, Gardisten «rd Polizei- knüppel, also der krasse rücksichtslose Machtfaktor, zu erzwingen vermögen? Das neue Gebilde des polnischen Sejms ist das Ergebnis eines DerfassungsbruchS. Da man mit ihm bereits angefangen hat, und und ihn zum geltenden System erhebt, so es kaum anzunehmen, daß solche kleinen Schönheitsfehler den Siegern des 16. 2lo- ■ vember große Kopfzerbrechen Bereiten werden. Man hat zwar nicht die Zweidrittel- mehrheit, aber man kann sie schaffen; sperrt man einige 80 Abgeordnete in den Warschauer Wanzenturrn ein. dann wäre
Skepsis der Kommunen zur Tarisse.lkurgf
3m Zusammenhang mit den beabsichtigten Verhandlungen des Reichskanzlers mit den Kommunen über die Möglichkeit einer Senkung der öffentlichen Tarife hat der Reichsstädtetag, die Spitztenorganisa- tion der mittleren und kleineren Städte eine Erhebung über die Tarife angestellt. Es hat sich dabei herausgestellt, daß sich die K o h l e n p r e i s s e n k u n g für die Produktionspreise für Gas,
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Genf, 18. Nov. Die deutsche Abordnung hat am Montag im Abrüstungsausschuß einen außerordentlich bedeutungsvollen Antrag eingebracht, der bei dem Kapitel des Verbotes des chemischen
Sbechessische Zeitung
Jahre vorgesehene Kprozentige Gehaltskürzung der Beamten schon am 1. Februa, 1931 beginnt« und entsprechend mit^dem 31. Januar 1934 außer Kraft trete» soll. Ab 1. Februar 1931 wird die Reichshilfe der Beamte» aus die Gehaltskürzung an-
. gerechnet.
Die von Preußen zum Wehrhaushalt gestellten Aenderungs- und Kürzungsanträge sind gegen die preußischen Stimmen abgelehnt worden.
Die Tabaksteuernovelle wurde im Reichsrat in zweiter Lesung angenommen, ohne daß größere Aenderun- gen vorgenommen wurden. Die Hauptstreitpunkte, die hauptsächlich in der Begünstigung der Zigarette gegen- über der Zigarre bestehen, sind allerdings dabei nach wie vor ungefläit geblieben Die Tabaksteuernovelle wird daher in den Ausschüssen noch eine dritte Lesung erfahren, die noch vor Donnerstag stattfinden soll.
Zur Erledigung der Tabaksteuernovelle wird noch gemeldet, daß die von der Regierung vorgeschlagenen Zollsätze etwas herabgesetzt worden sind. Der Finanzminister hat sich mit diesen Beschlüssen einverstanden erklärt. Von einigen Ländern wird im Hinblick auf die neue starke Belastung der Zigarre noch eine erhöhte Belastung für die Zigarette für notwendig gehalten. klebet bieffc Frage sollen bis zur dritten Lesung noch Verhandlungen stattfinden.
äußerten optimistischen Ansichten keinen Menschen darüber täuschen dürften, was tatsächllch in Europa vor sich gehe. Man brauche bloß die Staatsausgaben der verschiedenen Nationen in Europa zu untersuchen, um festzustellen,. daß etwa
die Halste davon für Rüstungen ausgegeben werden.
Italien wolle Frieden, aber es habe die heilige Verpflichtung, feine - nationale Unabhängigkeit zu verteidigen. Wehe dem Lande, das seine nationale Ehre verletzen würde. Italien habe oft genug seine Bereitwilligkeit zum Ausdruck gebracht, die Rüstungen auf ein Mindermaß zu beschränken, falls andere die gleiche Bereitwilligkeit zeigen würden.
$U Rheinlandbesetzung sei die letzte Sicherheitsgarantie Frankreichs gewesen, die aber van der Regierung in unbegreiflicher Schwäche im Stich gelassen worden sei.
r General fragt entrüstet, ob Frankreich erhaupt noch regiert werde und fährt nn in paradoxem Stimmungswechsel : „Alle unsere Regierungen haben enübet Deutschland eine verhängnis- e Politik getrieben, von der die Deuten provitieren. Sie wissen, daß von er Konzession zur anderen sie alles er- ichen können, was sie wollen. Daher Punschen sie auch keineswegs einen neuen 'rteg, denn sie haben ja gar kein Jnter- e daran. Außerdem wissen sie genau nug, was es heißt Krieg zu führen." Radj dieser ausdrücklichen Bescheinigung FriÄrenswillens Deutschlands, ver- ngte der General Verlängerung der Militärdienstzeit in Frank- e i ch, Vergrößerung des stehenden res und Bewaffnung aller leiner Alliierten rund um eutschland, um Deutschland mit tnem Stacheldrahtzaun a b - u s ch l i e ß e n.
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Leon Blum zur Kammerrede Tardieus.
fk. Paris, 18. Nov. Der sozialistische Abgeordnete Leon Blum befaßt sich im „Populaire" mit der außenpolitischen Rede, die Ministerpräsident T a r d i e u in der letzten Woche in der Kammer gehalten hat. Die Rede Tardieus, so meint Blum, sei schwerwiegend gewesen und ihre außenpolitischen Auswirkungen würden in Tragweite immer mehr zunehmen. Am Schluß seiner Rede habe Tardieu beinahe feierlich
sein vöMges Einverständnis mit
Außenminister Briand in allen ' wesentlichen Punkten betont, während in Wirklichkeit die Meinungsverschiedenheiten ins Auge fielen. Es handele sich nicht nur um einen Unterschied im Tone, sondern um materielle direkte Gegensätze. Was Tardieu pber die im Versailler Vertrag enthaltenen Abrüstungsverpflichtungen gesagt habe, dann nicht die Ansicht Brian ds sein. Briand habe formell das/Gegen t e i l von dem geäußert, was^ Tardieu über ein etwaigse Verfahre^ zur Revision des Vertrages sagte. /Wenn man die letzten der beiden Reden vergleiche, stehe Tardieu Franklin Bouillon viel näher, als seine-m alten Minister Briand. Die Rede /Tardieus habe eine Mehrheit in der Kasinmer ge- nmden. Es habe sich gezeigt, 1 daß die Regierung Tardieus eine Regierung der Nationalistischen Reaktton nadj außen bin sei. . ,
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Berlin, 18. Nov. Der Preis- senkungsausschuß der Reichsregierung ist gestern nachmittag unter dem Vorsitz des Reichskanzlers wieder zusammengetreten. — Der Ausschuß will, wie die „Vossische Zeitung" meldet, jetzt vor allen Dingen auf eine allgemeine Senkung der Drogenpreise hinwirken. Außerdem besteht der Wunsch, eine Lockerung der Karte llbindungen zu erzielen, wenn auch bisher Vorschläge, in welcher Form dies geschehen könnte, noch nicht vorliegen. Im Programm ist auch ein Vorgehen gegen die Tapetenindustrie, die ihre Kartellpreise noch immer aufrechterhält, sowie gegen das sog. Zugabewesen enthalten. Mit einem Abschluß der Beratungen ist vorläufig nicht zu rechnen. Die Durchführung des Gesamtprogramms wird vielmehr noch längere Zeit in Anspruch nehmen. — Bei den gestrigen Beratungen war u. a. der Präsident des Deutschen Städtetages, Dr. Mulert, zugegen. Er wird auch an den weiteren Beratungen teilnehmen, weil sich die unbedingte Notwendigkeit herausgestellt hat, eine direkte Verbindung zu den Gemeindeverwaltungen herzu- stellen, um die Beschlüsse des Preissenkungsausschusses auch in der Provinz durchzusetzen. Der Deutsche Städtetag wird einen besonderen Preisnachrichtendienst einrichten, um durch schnelle Feststellung jeder Aenderung des Preisniveaus die Verbraucher ständig auf dem laufenden zu halten.
Nach schwierigen Verhandlungen erklärte sich die Reichsregierung damit einverstanden, den Ländern für die Kürzung der Ueberweisungen um 100 Millionen Reichsmark, die im Hinblick auf die Einschränkung des Personalaufwandes in der öffentlichen Verwaltung der Länder und Gemeinden vorgesehen ist, einen Ausgleich zu gewähren. Für einen Betrag von 50 Millionen Reichsmark werden ihnen im Reichsgesetz befindliche Reichshahnvorzugsaktien übereignet.
Die Tragun« der restliche» 50 Millionen Reichsmark soll ihnen dadurch ermöglicht werde», daß die für drei
Debeney hatte aus Protest gegen d3iM d ie Rheinlandräumung ein
provisorisches Komitee gegriin- WWW jet, für das er jetzt Propaganda zu machen »cht. Er unternahm zunächst eine -wütende Attacke gegen politische Ver- stenlch Ahnung, die in dem Verbrechen der Rhein- leraeH landräumung- (!) ihren Gipfelpunkt er- 1 (585 reicht habe.
Krieges das Verbot der schweren entscheidenden Angriffswaffen vorsieht. Der deutsche Antrag, der auf den Deutschland auferlegten Entwafsnungsbestimmungen des Versailler Vertrages auf gebaut ist,
„Deutschland soll mit Stacheldraht umgeben werden
Hetzrede des ehemaligen Chefs des französischen Generalstabs — Das doppelte Gesicht Tardieus
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